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Toscana bianca – weiße Toskana

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 11 Januar 2010

Heute gesendet von unseren Winzern Giovanna Tiezzi & Stefano Borsa (Az. Agr. Pacina) Castelnuovo Berardenga bei Siena in der Toskana

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NEU bei K&M: Pugnitello – eine toskanische Entdeckung!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 1 November 2009

Pugnitello – die vergessene Rebsorte der Toskana

Sassicaia, Ornellaia, Tignanello etc. etc. Wer kennt sie nicht, die sogenannten Supertuscans. Prestigeweine aus der Toskana, die Anfang der 80er bis Ende der 90er und auch teilweise noch heute für einen nie da gewesen Hype um toskanische Weine sorgten. Weine, die den starren Regeln der Produktion entfliehen und in Konkurrenz (auch preislich) zu Weinen aus dem Bordeaux und Übersee treten wollten und auch traten. Nur eines vergaß man dabei. Ein Großteil dieser Weine spiegelte in keiner Weise den toskanischen Weinbau wieder, zu viele „importierte“ Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon und andere gaben in diesen Cuvées sensorisch den Ton an. Von Sangiovese, Canaiolo, Ciliegiolo oder gar Terroir war in diesen Wein wenig bis nichts zu spüren, dennoch waren sie für die Entwicklung einer ganzen Region und die Rückbesinnung auf die Tradition des toskanischen, ja des ganzen italienischen Weinbaus enorm wichtig.

Denn bereits während dieser Phase waren visionäre Köpfe nicht untätig. Leonardo Bellacccini, Weinmacher der Az. Agr. San Felice, ganz im Süden des Chianti Classico in Castelnuovo Berardenga gelegen, legte Mitte der 90er Jahre in einer Versuchsparzelle uralte Rebsorten der Region zu Experimentierzwecken an. Eine davon war die Pugnitello, eine autochthone blaue Varietät, die selbst als Komplementärtraube zum heimischen Sangiovese nur selten verwendet wurde und kaum noch vorkam. Bellaccini war schon damals vom Potenzial dieser Traube überzeugt: Kleine Rappen, nicht zu dicht mit Beeren besetzt, dicke und resistente Schalen, geringer Ertrag pro Stock und zeitige Reife versprachen einen charaktervollen, langlebigen Rotwein zu ergeben.

1992 waren die ersten 1000 Pugnitello-Reben in einem gerade mal 0,3 Hektar großen Rebberg auf San Felice ausgepflanzt worden. 2006 kam das erste Ergebnis auf den Markt: der erste nach einer Reihe bereits vinifizierter Jahrgänge wirklich marktfähige, sortenreine Pugnitello. Herrlicher Duft nach Waldbeeren, Noten von Brombeeren und Tabak, am Gaumen füllig und rund, besitzt viel Charakter, betört mit seiner Saftigkeit und Eleganz, wirkt aber auch noch jung und ungestüm.

Aus welchen Gründen auch immer existierte nach unseren Recherchen bis 2009 kein weiterer, fast sortenrein ausgebauter Pugnitello. Auf der Biofach 2009 in Nürnberg jedoch lernten wir die Weine der 40 ha (16 ha Wein) kleinen Podere Poggio al Gello kennen. Das Weingut liegt im hügeligen Terrain der DOC Zone Montecucco im Süden der Toskana – Maremma genannt.

Montecucco ist eine relativ neue Appellation, grenzt in unmittelbarer Nachbarschaft an die weltbekannten Brunellos aus Montalcino und zieht sich westwärts Richtung Küste. Flächenmäßig ist sie etwas größer als das Chianti Classico, und mehrere male so groß wie das Brunellogebiet, mit erheblichen Schwankungen in Topographie und Bodenart. Landeinwärts sorgen die Flanken des Berges Monte Amiata für hügeliges Gelände, während es Richtung Küste deutlich flacher und auch wärmer wird. Diese klimatischen Unterschiede führen auch dazu, dass – im Unterschied zu Montalcino, dessen Flagschiffe ausschließlich nur aus der Sangiovese-Traube vinifiziert werden dürfen -, die Montecucco DOC Weine signifikante Abweichungen in der Cuvée-Zusammenstellung enthalten.

Ein Monteccucco DOC Rosso muss zu 60% Sangiovese enthalten, die restlichen 40% dürfen nur durch rote einheimische Rebsorten wie Canaiolo oder Colorino, aber auch durch Fremdsorten wie Cabernet oder Merlot ergänzt werden.

Ein Montecucco DOC Sangiovese muss zu 85% aus der Sangiovese-Traube bestehen, der Rest darf aus allen roten zugelassenen Rebsorten ergänzt werden und ähnelt so in gewisser Weise dem Chianti Classico.

Poggio al Gello

Poggio al Gello

In diesem von Touristenströmen abseits gelegenen, herrlichen Landstrich in der Provinz Grossetto produzieren Giorgio und Alda Chiarini Nelli eine kleine Menge an hochwertigen Weinen und Olivenöl in limitierter Anzahl. Seit fast 20 Jahren sind die beiden dabei, alte einheimischen Reben in der Toskana zu finden, sie aus der Vergessenheit zu holen und wieder in den Fokus des Verbrauchers zu bringen. Im Jahre2004 pflanzten Giorgio und Alda gemäß ihrer Philosophie, Weine der Region zu fördern, ca. 2000 Pugnitello Reben in einer privilegierten Zone mit idealen klimatischen und geologischen Bedingungen.
Die Beeren sind klein und fest und dadurch ziemlich resistent gegen den echten und falschen Mehltau. Die Weine sind kräftig, haben hohe Polyphenolwerte und eine gute Säure. Sie sind wie geschaffen für den Barriqueausbau und entwickeln hohe Eleganz bei guter Struktur.

2007 stand die erste Ernte an, gerade einmal 300 nummerierte Flaschen des 2007er „Pugnitello del Piaggione“ wurden Anfang 2009 abgefüllt. Nachdem uns dieser Wein auf der Biofach 2009 in Nürnberg dank seiner fast schwarzen Farbe, dank seines hochkomplexen Duftes nach Blumen, schwarzen Johannisbeeren und schwarzem Pfeffer, dank seines dichten, lange anhaltenden Geschmackes nach Beerenfrüchten und eines zarten Touch Holzes derart begeisterte, konnten wir uns 200 Flaschen dieses sensationellen, einmaligen Traumstoffes sichern. Ab Hof ist dieser Wein bereits ausverkauft, wir bieten Ihnen diesen Wein exklusiv an.

Pugnitello del Piaggione

Zum Weingut und den Weinen:

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K&M RendezVino: Bio-dynamisch: zu Gast Az. Agr. Pacina und Domaine Philippe Gilbert

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 4 Februar 2009

Mittwoch, 18.02.2009, 17:00 Uhr-21:00 Uhr (mindestens)
RendezVino: BIO-DYNAMISCH

Ort: K&M Gutsweine, Hamburger Allee 37, 60486 Frankfurt
Kosten: € 5,00 – ohne Anmeldung –

Seit ein paar Jahren stellen immer mehr Winzer die Arbeitsweise in ihrem Weinberg als auch im Keller auf naturnahe, biologische oder im konsequentesten Falle auf biodynamischen Weinbau um. Zwei dieser Winzer werden uns am Mittwoch, den 18.2.2009 besuchen und Ihnen sehr gerne diese Arbeitsweise näher bringen. Der eine, Philippe Gilbert, Winzer aus der Loire-Region Menetou-Salon, erntet seit ein paar Monaten in der französischen Fachpresse die Früchte dieser Umstellung. „Bester Wein“ seiner Appellation wurde der 2006er Les Renardieres rouge, ein Wein, der wehmütige Erinnerungen an einst große Weine aus dem Burgund wach werden läßt. Aber auch seine Einstiegsweine Menetou-Salon blanc (Sauvignon Blanc) und Menetou-Salon rouge (Pinot Noir) zeichnen sich durch eine wundervolle Sortentypizität und Mineralik am Gaumen aus. Man schmeckt förmlich die Nachbarschaft zum wohl bekannteren „großen Bruder“ Sancerre, der sich leider in den letzten Jahren durch wenig Qualität bei steigenden Preisen selbst ins Abseits gestellt hat.

Unser zweiter, biodynamischer Bertieb, tritt gleich in voller Mannschaftsstärke an. Giovanna Tiezzi und Stefano Borsa nennen einen der schönsten, romantischten und kulinarisch wertvollsten Landstriche ihr zu Hause: Die Toskana; ganz im Süden, in der Nähe zu Siena, nur durch den Fluß Malena vom Chianti Classico Gebiet getrennt, entstehen auf der Az. Agr. Pacina, in einem über 1000 Jahre alten, ehemaligen Kloster jene Weine, die man heute in der Toskana wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen suchen muß. Heimatweine: Weine, die mit größter Sorgfalt im Weinberg, mit Respekt vor der Natur von Stefano, ehemals Betriebsleiter im hoch über Radda trohnenden Castello di Volpaia, vinifiziert werden. Sein 2005er Chianti Colli Senesi (nahezu 100% Sangiovese) hat ganze 2 Jahre im minimalistisch ausgestatteten Keller Zeit gehabt, seine Persönlichkeit zu entwickeln. Top-Riserva Qualität für 12,60 €. Dieses PLV sucht man im Chianti Classico vergebens. Während viele seiner Kollegen „mit der Mode gehen“ und die von Haus aus spröde Sangiovese mit Merlot, Cabernet und anderen internationalen „Heilsbringern“ dopen, sind Giovanna und Stefano sich immer selbst treu geblieben. Bio ist bei den beiden eine gelebte Philosophie. Das Gemüse wird selbst angebaut, auch zahlreiches Gefieder hat seinen Platz auf den ehemaligen Aussiedlerhöfen gefunden.

Wir freuen uns sehr, dass sich Giovanna und Stefano auf die gut 1000 km auf den Weg nach Frankfurt machen.

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Quo vadis Chianti Classico – Marco Pallanti in Wiesbaden

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 15 November 2006

Marco PallantiAm Donnerstag, den 02.11.06, kam der neu gewählte Präsident des Consorzio Vino Chianti Classico, Marco Pallanti nach Wiesbaden in den Nassauer Hof, um in einem Pressegespräch über die Aktivitäten und Neuheiten zu berichten, die er zu Amtsbeginn in Angriff nehmen will.

Als Weinfreund, der über die Region Chianti Classico überhaupt erst zum Weingenuß gekommen ist, hat mich das Antrittsgespräch, die Visionen, die Marco Pallanti hat und natürlich die anschließende Verkostung von 9 Weinen besonders interessiert.

Enttäuschend das Interesse der Medien. Gerade mal 12 Personen wollten sich darüber informieren.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:

Ab dem Jahrgang 2006 sind keine weißen Rebsorten im Chianti Classico und CC Riserva zugelassen.

Für einen Chianti Classico dürfen nur Reben verwendet werden, die älter als 4 Jahre sind

Maximaler Ertrag von 52,5 hl/ha

Abfüllung der Weine darf nur in der Region erfolgen

Vinifikation sollte traditionell erfolgen: Handlese, Ausbau in Beton, der kontinuierlich durch Stahl zu ersetzen ist, max. 30 Grad bei der Fermentation der Weine.

Appellationweine sind noch nicht vorgesehen, da das Terroir in den Zonen wie Radda oder Panzano Ähnlichkeiten und Überschneidungen haben.

Durch das Projekt Chianti Classico 2000 haben sich die Klone R24, F9, VCR 23, VCR 19 als sehr gute Klone erwiesen, diese sollten auch verwendet werden.

Künftig wird die Herkunft analog zum Brunello durch Kennzeichnung im Internet nachverfolgbar sein

Dem Wein muss nicht nur äußerlich ein neues image gegeben werden, sondern auch der Inhalt sollte die Region wiederspiegeln. Deshalb muss die Sangiovese-Rebe im Mittelpunkt stehen, denn sie ist für die Region wichtig und einzigartig.

Die Probe:

Die anschliesende Verkostung von je drei Weinen unterschiedlicher Stilistiken brachte für mich mehr Klarheit, was ich unter einem Chianti Claassico verstehe.

Nicht die aufgepumpten, mit Extraktion und Holztannin aufgeblähten Bordeaux-Typen, die schon beim Riechen im Glas satt machen, nein: mein Favorit ist der beerige, mit frischer Säure und angenehmer Adstringenz ausgestattete Trinkwein aber auch der Begleiter bodenständiger Heimatküche einfachster, aber bestens zubereiteter Indegrenzien.

Ein bischen Moderne schadet nicht, wie beim 2001er Riserva von Felsina, deren Stilistik sich zwar in den späten 90ern etwas gewandelt hat, aber immer noch Herkunft erkennen läßt. Durch die etwas schwereren Böden um Castelnuovo Beradenga auch etwas dichter am Gaumen, aber auch gut balanciert, mit einem Hauch Holz, aber die Sangiovese immer unterstütztend und nicht verleugnend.

Sehr gut auch:
2004 Chianti Classico Tenuta di Lilliano

Aus einem sehr guten Jahr, da es keine Wetterkapriolen gab. Offener, beeriger Duft; viel Frucht am Gaumen, sehr präsent, schöner Schmelz, reife Tannine, nicht trocknend, gute Persistenz. Ein Klassiker, der auch zum anschließenden Buffet vollends überzeugte.

2003 Chianti Classico Castello di Ama
Auch die Toskana hatte unter der Hitze 2003 zu leiden. Wer jedoch höhere Lagen wie Ama besitzt (etwa auf 500m), konnte die Weine früher ernten. Das merkt man diesem Wein sehr gut an. Keine Marmelade, Sangiovese erkennbar, moderne Lakritznoten, dunkle Beerenfrucht, reif aber nicht gekocht wirkend, reicher Körper, dezentes Holz, immer begleitend, nie dominant. Sehr harmonisch mit dunkler Würze.

2001 Chianti Classico Riserva Fattoria di Felsina
In den ersten 3 Wochen des Oktobers 2001 geerntet, danach für 12-15 Tage Mazeration. 2 Monate Barrique und danach 18 Monate im kleinen Holz, anschließend 6 Monate Flaschenreife. Klassische kirschfrucht, reife, süße Tannine, würzig am Gaumen, elegant, Säure merklich, aber gut aufgefangen durch den Körper. Immer noch als Toskaner erkennbar. Macht Trinkspaß zum Essen.

Danach dann genau die Tropfen, die wahrscheinlich besser in eine Bordeaux-Probe passen, so zugeschminkt und überextrahiert wirkten die Weine. Keinerlei Trinkspaß, sattmachend, nicht als Sangiovese erkennbar, aber: GUT GEMACHTE WEINE FÜR DAS INTERNATIONALE PUBLIKUM!

2004 Chianti Classico Barone Ricasoli
Trotz 100% Sangiovese wurden Cabernettöne wahrgenommen. Bordeaux-stylish, viel Holzextrakt. Sattmachend, sehr fordernder Wein.

2003 Chianti Classico I Massi – Il Colombaio di Cencio
Sangiovese/Merlot/Canaiolo; offene Fermentation für 33 Tage; 1 Jahr in gebrauchten Barriques; Merlot-Stinker, Schokolade, sehr rund und weich, kaum Säure und Leben im Wein, Weichspüler…Vernell!

2001 Chianti Classico Riserva Il Molino di Grace
90% Sangiovese, der Rest Stillschweigen. Viel Kraft; sehr fest am Gaumen, macht allerdings auch schnell satt, alles sehr intensiv und fordend. Wo bleibt die Trinkfreude?

Um das weinaffine Publikum für Chianti Classico zu begeistern, wurden unter dem Motto „Der Schwarze Hahn on Tour“ im Zeitraum vom 6. bis 12. November bei insgesamt 30 Gastronomie-Partnern je acht ausgewählte Chianti Classico Weine im glasweisen Ausschank präsentiert. Der Veranstalter, das Consorzio Vino Chianti Classico, bietet damit einen unkomplizierten Einstieg und zudem einen Vergleich verschiedener Chianti Classico Weine, der so ansonsten in der deutschen Gastronomie nicht möglich ist.

Die Promotion fand in Frankfurt u.a. im Orpheo´s statt::

Frech fand ich die Glaspreise, denn der Gastropartner hatte die Weine sicherlich gratis zur Verfügung gestellt bekommen.

2003 Chianti Classico Valle delle Corti 0,1 l für 3,- EUR
moderner Typus, weiche Säure. War ganzok, aber nicht mein Fall.

2004 Chianti Classico Fatt. die Petroio 0,1l für 3,20 EUR
rauchiger Duft, sehr rund am Gaumen, süße Tannine, moderner Typus

2001 Chianti Classico Riserva Colle Bereto 0,1l für 4,20 EUR
klassisch, saftig, gute Säure. Macht Spaß!

Der richtige für unser Sortiment war noch nicht dabei, aber es folgen ja die Prowein und da werden wir wieder reinschnuppern, in die Visionen des Marco Pallanti und das, was die Consorzio-Mitglieder auf die Flasche gebracht haben.

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