K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for November 2006

KSC weiter auf Aufstiegskurs: Unterhaching – KSC 0:1 (0:1)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 26 November 2006

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Unterhaching:

Der Karlsruher SC bleibt in der Zweiten Liga auf Aufstiegskurs und ist auch nach dem 14. Spieltag Tabellenführer.
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Hachings N’Diaye (r.), hier gegen Eggimann, hatte einige gute Chancen

Die Badener gewannen bei der SpVgg Unterhaching glücklich 1:0 (1:0), blieben somit ungeschlagen und eroberten die Spitze von Hansa Rostock zurück.

Die Norddeutschen hatten am Freitag ein 2:0 gegen Rot-Weiss Essen vorgelegt.
Unterhaching, das erstmals zu Hause eine Liga-Partie gegen Karlsruhe verlor, verpasste es dagegen, sich im Tabellenkeller etwas Luft zu verschaffen.

Das Tor des Tages erzielte Giovanni Federico (29.). Für den Italiener war es in seinem 50. Zweitligaspiel bereits sein neuntes Saisontor.
Vor 8000 Zuschauern im Hachinger Sportpark ließen die Gäste zunächst all das vermissen, was sie in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat.

Statt schnellen Kombinationen nach vorne zeigte das Team von Trainer Edmund Becker nur behäbigen Standfußball.
Torschütze Federico meinte: „Nach dem schweren Spiel gegen Rostock haben uns etwas die Kräfte gefehlt. Der Sieg war glücklich.“
Haching überzeugte zwar mit einer kämpferischen Leistung, versäumte es aber, eine seiner zahlreichen Torchancen zu nutzen.

Stattdessen kam der KSC etwas unverdient zur Führung, als Federico eine Flanke von Thomas Kies aus zehn Metern direkt abnahm und im Hachinger Tor versenkte. Danach zogen sich die Gäste immer weiter zurück.
Die Spielvereinigung gab sich nicht auf und war mehr als ebenbürtig – wurde für ihren Kampfeswillen aber nicht belohnt.
„Karlsruhe hat eine Chance und macht ein Tor, deswegen stehen sie da oben. Wir haben unzählige Chancen und machen kein Tor, deswegen stehen wir hier unten“, sagte Unterhachings Stefan Buck.

Die Münchner Vorstädter hatten in dem agilen Robert Lechleitner und Frederic Page ihre besten Spieler.
Bei Karlsruhe verdiente sich neben Federico, über den fast jeder brauchbare Angriff lief, Torhüter Markus Miller die beste Note.

Quelle: sport1.de

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Karlsruher SC – FC Hansa Rostock 4:4 (3:0)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 20 November 2006

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Chapeau beiden Mannschaften für einen tollen Fußballabend, auch wenn es mich als „Blauer“ schmerzt, 2 Punkte nach diesem Spiel verloren zu haben. 65 Minuten wie aus einem Guß den Gegner an die imaginäre Wand gespielt, den Sack aber zwischen der 45. und 50. Minute mit 3 hochkarätigen Chancen nicht zugemacht.

Dennoch:
was diese Mannschaft 10 Jahre nach dem „Wunder vom Wildpark“ gegen den C.F. Valencia und 8 Jahre nach dem Abstieg aus der höchsten deutschen Spielklasse an FUSSBALL zelebriert, macht einfach wieder Spaß und sollte Kraft und Mut geben, den Weg so und nicht anders zu bestreiten. Und „Massimos“ 40 m Freistoß-Tor wird eh Tor des Monats bei Beckmann und Co.

Quelle:
sport1.de:

Karlsruhe verspielt den Sieg:

Hansa Rostock hat im Gipfeltreffen der Zweiten Liga ein unglaubliches Comeback geschafft.

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Das Team von Trainer Frank Pagelsdorf machte nach einer über weite Strecken schwachen Leistung aus einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand mit drei Toren innerhalb von neun Minuten noch ein 4:4 (0:3) bei Spitzenreiter Karlsruher SC.

Karlsruhe führte durch Edmond Kapllani (6.),
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Edmond Kapllani (M) erzielt per Kopf das 1:0 gegen Rostock. (Quelle © Illustration: dpa)

und Spielmacher Massimilian Porcello mit einem Freistoß-Treffer aus 35 m (es waren 40 m – Anm. von mir!) (16.), Bradley Carnell (28.) und Sebastian Freis (63.) bei einem Gegentreffer von Amir Shapourzadeh (54.) scheinbar uneinholbar mit 4:1.

Doch Shapourzadeh (78.) mit seinem zweiten Treffer, Ex-Nationalspieler Christian Rahn (81.) und Djordjije Cetkovic (87.) schafften noch das kleine Wunder.

Damit bleiben der KSC und Hansa mit jeweils 29 Punkten Erster und Zweiter der Tabelle und als einzige Mannschaften im deutschen Profifußball ungeschlagen.

Furiose erste Halbzeit:

Die 27.000 Zuschauer im Wildparkstadion sahen eine Partie, in der die Gastgeber vor allem die erste Hälfte dominierten und zeigten, warum die Mannschaft den treffsichersten Sturm der Liga besitzt.
Hansa bekam die Angreifer der Badener in der ersten Halbzeit nie in den Griff. Das Resultat war ein schon fast aussichtsloser 0:3-Rückstand nach nicht einmal einer halben Stunde. Ein Debakel war möglich.

KSC-Präsident Hubert H. Raase war von der Vorstellung begeistert: „Ich bin fasziniert. So was habe ich noch nie gesehen.“ ( Anm. des Authors: ich seit den glorreichen Tagen im KSC-Fanclub „Murgtal 1979“ und „Ottenau Südbaden 1981“ auch nicht!)

Nach dem Seitenwechsel hatten die Rostocker zunächst Glück, dass die Karlsruher ihren Auftritt nicht in ein Debakel verwandelten und zahlreiche Möglichkeiten ausließen. (Anm.des Authors: genau da war der Knackpunkt, den Sack in diesen 5 Minuten zuzumachen)

Nach dem ersten Hansa-Tor keimte zunächst kurz Hoffnung auf, die Freis aber zerstörte. Dann schlugen urplötzlich Shapourzadeh, Rahn und Cetkovic zu.

Auf Seiten der Gastgeber, die eine geschlossene Teamleistung ohne einen Ausfall zeigten, ragten der spielfreudige Giovanni Federico und der kampfstarke Godfried Aduobe heraus.

Bei den Gästen konnten vor allem Shapourzadeh und Enrico Kern überzeugen.

Alles in allem gab es doch einen Sieger: den Fußball!

Next: coming soon: Sonntag 14:00 in Unterhaching

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Mit französischem Wein zurück im Seeland

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 20 November 2006

Vor sechs Jahren hat die Familie Herter-Marmet das Seeland verlassen und ein Weingut in Bordeaux übernommen. An der Vinifera kehrt sie nun mit den Früchten ihrer Arbeit in ihre Heimat zurück.

Von Reto Bürki (bieler Tagblatt)

Vor dem Bieler Kongresshaus fällt ein leichter Nieselregen. Das Ehepaar Herter erscheint, wie es sich für gebürtige Schweizer gehört, pünktlich am abgemachten Treffpunkt. «Wir haben uns seit unserem Umzug nach Frankreich nicht gross verändert», sagt Thomas Herter, «über all die Jahre haben wir auch nie den Kontakt zu unseren Freunden hier verloren.» Einzig etwas sei leicht anders, ergänzt er nach einer kurzen Denkpause, «ich habe gelernt, wie viel Liebe und Arbeit in diesem Produkt steckt». Mit Produkt meint der 41-Jährige den Wein, der seit mehreren Jahren zu seinem Lebensinhalt geworden ist. Nachdem er eine Flasche auf den Tisch gestellt hat, zieht er den Korken und beginnt zu erzählen – vom fruchtigen Geschmack des Weines und dem Beginn ihres neuen Lebens. Angefangen hat das Abenteuer mit einem Zeitungsinserat, welches dann Charlotte Herters Vater Jacques Marmet dazu bewogen hat, 1990 die Residenz im Westen Frankreichs zu kaufen. Das Château Segonzac war dabei sowohl der Höhepunkt seines Hobbys wie auch die Erfüllung eines Traumes. Nach mehreren Jahren, in denen ein Unternehmen den Weinbetrieb führte, übergab er das Weingut seiner Tochter und ihrem Ehemann. Dies jedoch nur unter einer Bedingung: «Er meinte, dass die neuen Besitzer des Schlosses dieses auch bewohnen sollten», sagt sein Schwiegersohn.

Mit seiner rechten Hand füllt Thomas Herter sein Glas und beginnt dieses zu schwenken. Dies sei ein typischer Einsteigerwein, sehr fruchtig im Geschmack.
«Die ersten drei Monate war ich alleine in Bordeaux», blickt der gebürtige Lengnauer zurück, «ich habe während dieser Zeit Ausbildungen gemacht und viel über den Wein gelesen.» Seine Frau und die Kinder sind erst danach in die Weinhochburg nachgereist. «Ich blieb mit Sohn und Tochter in der Schweiz, bis sie das laufende Schuljahr abgeschlossen hatten», erinnert sich Charlotte Herter. Sie seien totale Exoten gewesen und die Franzosen hätten ihnen kaum mehr als ein oder zwei Jahre zugetraut, erzählen die beiden über ihre ersten Erfahrungen in Frankreich.
Obwohl die Herters ihre Auswanderung nie bereut haben, gab es einige bange Momente zu überstehen. Neben den anfänglichen Sprachproblemen bezieht sich die ehemalige Einwohnerin von Mörigen dabei auf den Absatz ihres Weines. «Vor allem während des Irak-Krieges, als auch noch ein grosser Kunde abgesprungen war, mussten wir jeden Tag um unsere Existenz kämpfen», sagt die leidenschaftliche Reiterin, «wir wussten nicht, wie es weitergeht.»
«Ich sah auf diesem Weinberg die einmalige Chance, etwas eigenes auf die Beine zu stellen», sagt Thomas Herter. Mittlerweile führt er die Gäste, die das Grundstück regelmässig besuchen, selber durch die 33 Hektaren Rebberge. «Es ist ein spannendes und interessantes Gebiet», sagt er. Etwas angespannter wirkt er, wenn er die Weinpreise in den Restaurants anspricht: «Ich kann nicht verstehen, wie ein Wirt einen elffränkigen Wein in einem Restaurant für 75 Franken verkaufen kann.»
Ebenfalls schade finden die Herters, dass ihr Wein zwar in Amerika oder England, aber kaum im Seeland zu finden sei. «Das ist wie bei einem Propheten, der zählt oft auch im eigenen Land am wenigsten.» Mit ihrem Besuch an der Vinifera, beim Weinstand «Hugi», will das Paar dies ändern.

Château Segonzac

Wurde im Jahre 1990 von Jacques Marmet erworben. Weinberge auf 33 ha an einem Hügel auf der Gironde. Alter der Weinstöcke: 25 bis 50 Jahre. Ton- und kalkhaltiger Boden. Rebsorten des Bordelais: Merlot 60 Prozent, Cabernet Sauvignon 20, Malbec 10 und Cabernet Franc 10 Prozent. (rbo)

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2005 Rotwein ALTE REBEN Weingut Schneider – Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 19 November 2006

Schneider
Von Markus Schneider und seinen Weinen liest und hört man ja immer öfter. Da ich bisher noch keine Gelegenheit hatte, lies ich mir von einer Bekannten und Weinfreundin bei deren Besuch auf dem Weingut eine Flasche „ALTE REBEN“ mitbringen, denn über 60 Jahre alte Portugieser-Reben probiert man ja nicht jeden Tag.

Das Weingut schreibt:
Ein Rotwein von alten Portugieser-Parzellen, welche in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts gepflanzt wurden.
Der Boden ist geprägt von sandigem Kies sowie Löß-Lehm. Im Keller arbeitet Markus Schneider traditionell, nach dem Prinzip des „weniger ist mehr“. Maischegärung und lange Standzeiten sind bei den Roten obligatorisch. Dafür muss der Weinberg im Gleichgewicht sein, spät und per Hand gelesen werden, bei niedrigen Erträgen. Dann wird schonend abgepresst und der Wein ohne Eingriffe von außen im Holzfass ausgebaut.

STUART PIGOTT meint: „Markus Schneider hat die beste deutsche Antwort auf die Übersee-Rotwein-Welle gefunden, die in den letzten Jahren über die Bundesrepublik geschwappt ist: Weine mit viel Saft und Kraft, die aber kein aufgesetztes Lächeln einstudiert haben

Meine Eindruck vom ALTE REBEN:
Kräftiges Kirschrot. Direkt nach dem Öffnen springt einem die Frucht direkt an, etwas mehr Zurückhaltung fände ich besser. Am Gaumen saftig, die Säure steht mir etwas zuvorderst. Recht intensive Frucht, dicht, auch viel Röstnoten spürbar. Tabaknoten, Säure immer recht präsent, zu präsent für meinen Geschmack. Viele Gewürznoten, Extraktsüße recht präsent, da bietet die Säure jedoch wieder einen guten Konterpart, dass es nicht ins zu Süße abdriftet.

Am 2. Tag hat sich nicht viel geändert. Nachwievor ein sehr intensiver, fast anstrengender Wein, der wenig Abwechslung und Facetten bietet, dennoch: was Markus Schneider für knapp 10,- EUR ab Hof hier aus der Portugieser-Traube zu Wege gebracht hat, ist ein sehr guter Wein, nur eben nicht mein Geschmack.

Bernd Klingenbrunn

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Gault-Millau Entdeckung Hanspeter Ziereisen am 08.12.2006 zu Gast bei K&M Gutsweine Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 19 November 2006

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Weinfreunde,

für uns nicht überraschend, denn wir kennen die Weine von Hanspeter Ziereisen schon recht lange, hat nun auch der Gault-Millau Weinguide, Deutschlands Printweinführer Nr.1, die Leistungen unseres Winzers aus dem badischen Efringen-Kirchen entsprechend gewürdigt und feiert ihn in dem heute erschienenen Weinführer als „Entdeckung des Jahres.“

„Er überzeugte mit einer Kollektion, die ihm auf Anhieb zwei Trauben bescherte und steht stellvertretend für die grossen Fortschritte, die das Markgräfler Land in den letzten Jahren gemacht hat. Seine Spätburgunder sind ausgezeichnet, seine Gutedel im besten Sinne eigenwillig“, wissen die Herausgeber des Gault Millau WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne.

Das Verkosterteam probierte für die 14. Ausgabe des „Gault Millau Weinguide“ Weißweine des Jahrgangs 2005 und Rotweine des Jahrgangs 2004 aus den deutschen Weinbaugebieten. Auf fast 900 Seiten listeten sie 554 Betriebe mit mindestens einer von möglichen fünf Trauben als Bewertungssymbolen auf. Darüber wurden 270 Betriebe als empfehlenswert eingestuft und 7100 Weine namentlich erwähnt.

Und nun unsere Überraschung für Sie: (UHRZEIT BEACHTEN)

Am Freitag, den 08.12.2006 ab 18:30 Uhr wird Ihnen Hanspeter Ziereisen seine Weine persönlich vorstellen.

Neben seinem tollen Basis-Spätburgunder „unfiltriert“ wird er als besonderes Highlight neben seinen 2004er Lagen-Spätburgundern „Tschuppen“, „Schulen“ und „Rhini“ (2.Platz beim Deutschen Rotweinpreis 2006) auch erstmals seinen 2004er Syrah „Gestaad“ präsentieren.

Natürlich bekommen Sie auch den „eigenwilligen“ 2005er Gutedel „Heugumber“ zu probieren, der schon eine große Fangemeinde bei uns gefunden hat. Gerade auch zur bevorstehenden Fonduezeit dank seiner leichten Art vorzüglich geeignet.

Aber damit nicht genug.

Von einem der besten Rieslingerzeuger Deutschlands, Reinhard Heymann-Löwenstein , werden wir Ihnen einige seine vom Schiefer geprägten Rieslinge aus der hochgelobten, aktuellen Kollektion 2005 vorstellen.
Schieferterrassen Riesling, Schieferterrassen Riesling „Alte Reben“ usw.

Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen und genußvollen Abend der Sonderklasse mit Weinen zweier deutscher Spitzenwinzer!

Wie immer wird es dazu wieder allerlei selbstzubereitete Köstlichkeiten aus unserer GutsWeinKüche geben.

Kostenbeitrag: € 25,00 all inclusive
Bei Interesse empfehlen wir schnellstens verbindlich verbindlich zu reservieren, da wir nur begrenzt Platz haben.
Anmeldungen per Mail unter info@gutsweine.com , Telefon (069 – 7171-3430) oder direkt im Laden.

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Für unsere Gutsweinprobe „Best of K&M – die Highlights des Jahres“ am Freitag, den 24.11.2006 ab 19:30 UHR sind gerade mal noch 7 Plätze frei.

Zur Verkostung kommen u.a. folgende Weine:

weiß:

Champagner brut Carte d´Or von Drappier
2005 Riesling Röttgen Heymann-Löwenstein
2004 LEITHABERG Tinhof (Falstaff-Burgunder-Trophy-Sieger 2006)

rot:

2000 Brunello „Vigna Spuntali“ Tenimenti Angelini(3 Glaser Gambero Rosso)
2003 Passadouro Reserve Quinta do Passadouro
2001 Barolo „Argante“ Ca Radice

edelsüß:

2001 Weißburgunder Trockenbeerenauslese Tinhof/Burgenland 95/100 Pkt. Wein-Plus.de

und noch weitere Highflyer aus unserem Sortiment.

Auch hier gilt: wer zuerst kommt, malt zuerst.

Wie immer wird es dazu wieder allerlei selbstzubereitete Köstlichkeiten aus unserer GutsWeinKüche geben.
Kostenbeitrag: € 40,00 all inclusive
Bei Interesse empfehlen wir schnellstens verbindlich zu reservieren, da wir nur begrenzt Platz haben.

Anmeldungen per Mail unter info@gutsweine.com , Telefon (069 – 7171-3430) oder direkt im Laden.

Herzlichst

Bernd Klingenbrunn & Armin Maurer

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K&M Gutsweinprobe mit Thomas Herter von Château Segonzac

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 17 November 2006

Am Donnerstag, den 09.11.06 besuchte uns unser Bordelaiser Winzer, Thomas Herter von Château Segonzac aus der Premieres Cotes de Blaye in unserem Weinladen in der Hamburger Allee 37 und präsentierte uns seine Weine vom rechten Ufer der Gironde.

Thomas Herter konnte mit seinem bescheidenen und freundlichen Auftreten die anwesenden Weinfreunde sehr gut erreichen. Ihm war es auch wichtig zu zeigen, dass Bordeaux eben nicht nur die paar Premier Crus und Super-Seconds sind, die durch immer unrealistischere Preise auffallen.

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Thomas Herter (im blauen Hemd) stand (und saß auch mal) Rede und Antwort!

Für kleine unabhängige Winzer wie ihn, sind die bekannten Namen keine Zugpferde mehr, sondern eher Stolpersteine, da viele Verbraucher Bordeaux nur noch als teuer warnehmen. Mit seinen Weinen konnte Thomas Herter an diesem Abend aber eindrücklich zeigen, dass Bordeaux auch absolut authentischer und hochklassiger Weingenuss zu wirklich fairen Preisen sein kann!

Fairer Umgang war allgemein ein ganz wichtiger Terminus für diesen sympathischen Winzer. So erzählte er, dass er für den auch an diesem Abend verkosteten Top-Wein “Heritage 2000″ – nachdem der wichtigste französichische Weinführer Guide Hachette ihm die höchste Auszeichnung “drei Sterne” verliehen hatte und ihn noch dazu als besten Wein der Appellation mit dem Coup de Coeur auszeichnete, eine explodierende Nachfrage einsetzte.

Viele Anrufer waren damals sehr überrascht, dass er trotz dieser hohen Auszeichnung seine Preise nicht erhöht hat. Seine Aussage war nur, „meine Weine sind fair kalkuliert, unsere Kunden sollen Weingenuss zu nachvollziehbaren Preisen erleben können, unsere Weine sind nach dem Aufwand kalkuliert, den wir betreiben und der ist ja nicht gering, sie sollen aber keine Spekulationsobjekte sein und auch nicht werden.“

Eine Haltung, die wir von K&M sehr gerne hören, denn unsere Weine sollen Spaß machen, Genuss bieten, Qualität und Individualität zeigen und unsere Preise spiegeln diese Qualität und nicht ein „Etikett“, einen „Namen“ wieder!

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Gespannt hört man den Ausführungen zu, einigen schmeckt´s auch so!

Einmal verschiedene Jahrgänge eines Weinguts, eines Weins kennenzulernen und miteinander zu verkosten, war für viele Teilnehmer dieses Abends eine bemerkenswerte Sache. Der ein oder andere bedauerte es zwar, dass die älteren Jahrgänge natürlich nicht mehr erhältlich waren, gerade der oben schon erwähnte 2000er Heritage konnte an diesem Abend viel Begeisterung ernten, trotzdem war es lehrreich, einmal selbst zu schmecken, wie sich ein Wein mit Reife entwickelt.

Zum Abschluss jeder Verkostungsrunde (der drei verschiedenen Weine des Weinguts) gab es dann auch jeweils eine Kostprobe auf die Zukunft, sprich eine Fassprobe der 2005er Weine. Ein Jahrgang, der sicher zu den besten im Bordelais gehört und ganz große, lagerfähige Weine bringen wird.

Interessant war auch zu erfahren, dass die Qualitätsbezeichnung „Cru Bourgeois“ keine Erfindung des Medoc war, sondern die ersten „ausgezeichneten bürgerlichen“ Weine aus der Region Blaye stammten, deshalb konnte man sich auch in einem Gerichtsprozeß gegen die Regionen Medoc und Haut-Medoc durchsetzten und darf weiterhin die Bezeichnung „Cru Bourgeois“ tragen, was die beiden Regionen von der linken Seite der Gironde den Winzern aus Blaye verbieten wollten.

Thomas Herter erzählte uns auch, dass sich junge, qualitätsorientierte Erzeuger in der Region Blaye wieder stärker auf dieses Qualitätserbe der eigenen „Cru Bourgeois“ besinnen wollen. Nach einer strikten Qualitätskontrolle sollen auch neue Weingüter zu den aktuell nur noch 12 klassischen Crus Bourgeois Weingütern kommen, um dann als schlagkräftige, der Qualität verpflichtete Gruppe, die sehr guten Weine der Region wieder bekannter zu machen. Auch hier spielt das Chateau Segonzac und die Winzerfamilie Marmet-Herter eine wichtige Rolle. Denn natürlich weiß Thomas Herter, dass nicht nur die Qualität der eigenen Weine wichtig ist, nein auch das Image der Region ist wichtig, um Weinfreunde überhaupt auf die Tropfen aufmerksam werden.

Nach 11 Weinen und einem kurzweiligen, spannenden und lehrreichen Abend, den Thomas Herter sehr sympathisch und unprätentiös gestaltete, erfreuten sich die anwesenden Weinfreunde zum Abschluß des wieder vielgelobten Buffets an hausgemachten Lebkuchenknödeln auf einem Bett von Orangen-Kumquat-Kompott.

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Dazu gab es einen 10jährigen Maury von der Domaine Mas Amiel aus dem Rousillion. Ein Süßwein (vin doux naturell), der ähnlich dem Tawny-Port 10 Jahre im Holzfass reift und mit seinen würzigen und fruchtigen Aromen wunderbar zu den Lebkuchenknödeln passte, die wir aus Elisenlebkuchen von unserer ganz der Tradition verpflichtet, handwerklich arbeitenden Lebküchnerei Mirus aus Nürnberg herstellten!

Die Bilder des Buffet:

Marinierte Zucchini mit Koriander und rotem Pfeffer
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Zucchini-Apfelragout mit Apfelbalsam und Kräutern
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Büffelmozzarella mit Romatomaten und Pesto Genovese
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Warmes, rosa gebratenes Roastbeef (im Niedertemperaturverfahren gegart) mit Gratin-Kartoffeln (nicht im Bild)
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Quiche mit Kürbis und Pilzen
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Marinierte Paprika in Olivenöl und Parmesan mit Fleur de Sel
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Lauwarmes Aubergine-Zwiebel-Tomaten-Gemüse
Auberinen-Gemüse

Dazu ohne Bild diverse französische Rohmilchkäse

Verkostungsliste GutsWeinProbe 09.11. 2006

Weißwein/Apero:

2005 Sauvignon blanc – Tourraine AOC
Vignobles des Bois Vaudons (Merieau) – Loire/Frankreich

Was uns an diesem Sauvignon blanc so besonders gefällt, ist die Kombination aus festem, fast schon stofflig-dreidimensionalem Mundgefühl und seiner eleganten Frucht. Neben den frischen grünen Aromen, finden wir hier auch reife exotische Früchte wie Mango und Maracuja. Das ganze wird von einer feinen Mineralik und einer eleganten Säure getragen. Ein Sauvignon blanc der seinen bekannteren Brüdern aus Sancerre und Pouilly Fume sicher nicht nachsteht zu einem halb so hohen Preis!

Chateau Segonzac:

2003 Chateau Segonzac Tradition – 1eres Cotes de Blaye
1999 Chateau Segonzac Tradition – 1eres Cotes de Blaye
2005 Chateau Segonzac Tradition – 1eres Cotes de Blaye (Faßprobe) ab 2007 bei K&M Gutsweine verfügbar

2004 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye
** im Guide Hachette, Gold in Bordeaux
2003 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye
1995 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye
2005 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye (Faßprobe) ab 2007 bei K&M Gutsweine

2003 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur
Großes Gold in Brüssel, Decanter World Wine Award 2006

2000 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur
*** im Guide Hachette und Coup de Cœur (Lieblingswein)

1999 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur

2005 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur (Faßmuster) ab 2007 bei K&M Gutsweine
Bester Cru Bourgeois bei der Primeurverkostung Bordeaux

Zum Abschluss und zur Entspannung nach diesem schönen, aber auch anstrengenden Abend, gönnten wir uns zusammen mit Thomas Herter noch ein Fläschchen Champagner, ein genussvolles Ende dieses schönen Abends mit unserer Winzer aus dem Bordelais!

Fortsetzung im Jahr 2007, und zwar am 08.11.2007. Dann wird uns Thomas Herter wieder besuchen!

Chateau Segonzac – Premieres Cotes de Blaye (Bordeaux)
Die Lage:

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Chateau Segonzac liegt etwa 50 km nördlich von Bordeaux, gegenüber von St. Julien auf der rechten Seite der Gironde. Die Appellation nennt sich Premieres Cotes de Blaye und liegt neben der berühmten Appellation Pomerol. Das Wasser des Mündungsdelta und der Atlantik bestimmen das milde Klima welches den Trauben eine lange Reifephase bietet, die eine hohe Anreicherung von Aromen in den Trauben erlaubt. Der Boden ist eher schwer, lehmig und kalkhaltig, dies führt zu kräftigen Rotweinen, wobei Thomas Herter beim Ausbau immer auch die Harmonie seiner Weine am Herzen liegt.

In heißen, trockenen Jahren wie z.B. 2003, ist die Lage am Wasser ideal, da auch in solchen Sommern den Reben ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, was gerade für das Ausreifen der Tannine sehr wichtig ist!

Die Geschichte:
Das Chateau wurde 1887 von Jean Dupuy gegründet, welcher später Agrarminister (von 1889 bis 1903) in Paris war. Seit damals besitzt das Weingut die Klassifikation als „Cru Bourgeois“, was die Qualität des Terroirs und der Weine zeigt.

Im Jahr 1990 erwarb Jacques Marmet das Weingut und veranlasste alle nötigen Modernisierungen im Keller und den Weinbergen. Seit dem Jahr 2000 leiten dessen Tochter Charlotte Herter-Marmet und ihr Mann Thomas Herter die Geschicke des Weinguts. Mit dem Schweizer Thomas Herter erfuhr das Weingut einen weiteren Aufschwung, was sich in den sehr guten Platzierungen bei vielen internationalen Verkostungen zeigt.

Die Reben
Wie bei den meisten Chateaus auf der rechten Gironde-Seite ist auch auf Segonzac die Merlot die Hauptrebe, ca. 54% der Rebgärten sind mit ihr bestockt. Daneben gibt es noch 30% Cabernet Sauvignon, 10% Malbec (auch Cot genannt), 3% Cabernet Franc und 3% Petit Verdot.
Die Merlot gibt den Weinen die weiche, runde Art, ihre Frucht erinnert an Kirsche, dunkle Waldbeeren und Zwetschge. Cabernet Sauvignon ist für das Rückgrat und den Körper verantwortlich, mit Frucht nach Brombeere und Cassis. Malbec gibt den Weinen Weichheit und Frucht, dunkle Waldbeeren.

Die Bereitung der Weine

Sortieren der Trauben vor dem Maischen auf dem Weingut, langsame Gärung auf der Maische für ca. 21 Tage um eine möglichst gute Auslösung der Aromen und der Farb- und Gerbstoffe zu erreichen. Ausbau für fast zwei Jahre in Edelstahl um eine möglichst frische und volle Frucht zu erhalten. Der Tradition eignet sich vorzüglich als unkomplizierter Essensbegleiter.

Chateau Segonzac Vieilles Vignes Cru Bourgeois – 1eres Cotes de Blaye
Dieser Wein stammt von den ältesten Reben des Weinguts, ca. 45 bis 55 Jahre alt, Handlese und zweite Selektion vor dem Einmaischen, langsame Gärung für ca. 21 Tage, danach Ausbau in Barrique-Fässern, davon ca. 1/3 neues Holz für 12 Monate, für weitere ca. 12 Monate Reifung in der Flasche auf dem Weingut. Der Vieilles Vignes gehört sicher zu den sehr guten Weinen aus Bordeaux, was er jetzt wieder bei der großen Bordeaux-Selektion (100 Bordeaux) bewiesen hat, wo der 2003er als der Bankettwein für das große Gala-Dinner im Münchner Hotel Vierjahreszeiten von der Jury um Sommelier-Weltmeister Markus del Monego ausgewählt wurde! Großer Bordeaux zu einem phantastischen Preis-Genuss-Verhältnis!

Chateau Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur
Selektion der besten Weine des Chateau, ein Wein, der durch seine Tiefe und Struktur das ganze Erbe des großartigen Terroir von Segonzac widerspiegeln soll! Ausbau zu 100% in neuen Barriques für 18 Monate.

Dessert:
o.Jg. Maury 10 years – Mas Amiel – Maury (Rousillon)/Frankreich
Intensiver Duft von Backpflaumen, Nüssen, Kaffee, Balsamico und Orangenschale, kandierten Früchten und Kakao. Im Mund enorm komplex und lang anhaltende Aromatik nach Trockenfrüchten.

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Quo vadis Chianti Classico – Marco Pallanti in Wiesbaden

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 15 November 2006

Marco PallantiAm Donnerstag, den 02.11.06, kam der neu gewählte Präsident des Consorzio Vino Chianti Classico, Marco Pallanti nach Wiesbaden in den Nassauer Hof, um in einem Pressegespräch über die Aktivitäten und Neuheiten zu berichten, die er zu Amtsbeginn in Angriff nehmen will.

Als Weinfreund, der über die Region Chianti Classico überhaupt erst zum Weingenuß gekommen ist, hat mich das Antrittsgespräch, die Visionen, die Marco Pallanti hat und natürlich die anschließende Verkostung von 9 Weinen besonders interessiert.

Enttäuschend das Interesse der Medien. Gerade mal 12 Personen wollten sich darüber informieren.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:

Ab dem Jahrgang 2006 sind keine weißen Rebsorten im Chianti Classico und CC Riserva zugelassen.

Für einen Chianti Classico dürfen nur Reben verwendet werden, die älter als 4 Jahre sind

Maximaler Ertrag von 52,5 hl/ha

Abfüllung der Weine darf nur in der Region erfolgen

Vinifikation sollte traditionell erfolgen: Handlese, Ausbau in Beton, der kontinuierlich durch Stahl zu ersetzen ist, max. 30 Grad bei der Fermentation der Weine.

Appellationweine sind noch nicht vorgesehen, da das Terroir in den Zonen wie Radda oder Panzano Ähnlichkeiten und Überschneidungen haben.

Durch das Projekt Chianti Classico 2000 haben sich die Klone R24, F9, VCR 23, VCR 19 als sehr gute Klone erwiesen, diese sollten auch verwendet werden.

Künftig wird die Herkunft analog zum Brunello durch Kennzeichnung im Internet nachverfolgbar sein

Dem Wein muss nicht nur äußerlich ein neues image gegeben werden, sondern auch der Inhalt sollte die Region wiederspiegeln. Deshalb muss die Sangiovese-Rebe im Mittelpunkt stehen, denn sie ist für die Region wichtig und einzigartig.

Die Probe:

Die anschliesende Verkostung von je drei Weinen unterschiedlicher Stilistiken brachte für mich mehr Klarheit, was ich unter einem Chianti Claassico verstehe.

Nicht die aufgepumpten, mit Extraktion und Holztannin aufgeblähten Bordeaux-Typen, die schon beim Riechen im Glas satt machen, nein: mein Favorit ist der beerige, mit frischer Säure und angenehmer Adstringenz ausgestattete Trinkwein aber auch der Begleiter bodenständiger Heimatküche einfachster, aber bestens zubereiteter Indegrenzien.

Ein bischen Moderne schadet nicht, wie beim 2001er Riserva von Felsina, deren Stilistik sich zwar in den späten 90ern etwas gewandelt hat, aber immer noch Herkunft erkennen läßt. Durch die etwas schwereren Böden um Castelnuovo Beradenga auch etwas dichter am Gaumen, aber auch gut balanciert, mit einem Hauch Holz, aber die Sangiovese immer unterstütztend und nicht verleugnend.

Sehr gut auch:
2004 Chianti Classico Tenuta di Lilliano

Aus einem sehr guten Jahr, da es keine Wetterkapriolen gab. Offener, beeriger Duft; viel Frucht am Gaumen, sehr präsent, schöner Schmelz, reife Tannine, nicht trocknend, gute Persistenz. Ein Klassiker, der auch zum anschließenden Buffet vollends überzeugte.

2003 Chianti Classico Castello di Ama
Auch die Toskana hatte unter der Hitze 2003 zu leiden. Wer jedoch höhere Lagen wie Ama besitzt (etwa auf 500m), konnte die Weine früher ernten. Das merkt man diesem Wein sehr gut an. Keine Marmelade, Sangiovese erkennbar, moderne Lakritznoten, dunkle Beerenfrucht, reif aber nicht gekocht wirkend, reicher Körper, dezentes Holz, immer begleitend, nie dominant. Sehr harmonisch mit dunkler Würze.

2001 Chianti Classico Riserva Fattoria di Felsina
In den ersten 3 Wochen des Oktobers 2001 geerntet, danach für 12-15 Tage Mazeration. 2 Monate Barrique und danach 18 Monate im kleinen Holz, anschließend 6 Monate Flaschenreife. Klassische kirschfrucht, reife, süße Tannine, würzig am Gaumen, elegant, Säure merklich, aber gut aufgefangen durch den Körper. Immer noch als Toskaner erkennbar. Macht Trinkspaß zum Essen.

Danach dann genau die Tropfen, die wahrscheinlich besser in eine Bordeaux-Probe passen, so zugeschminkt und überextrahiert wirkten die Weine. Keinerlei Trinkspaß, sattmachend, nicht als Sangiovese erkennbar, aber: GUT GEMACHTE WEINE FÜR DAS INTERNATIONALE PUBLIKUM!

2004 Chianti Classico Barone Ricasoli
Trotz 100% Sangiovese wurden Cabernettöne wahrgenommen. Bordeaux-stylish, viel Holzextrakt. Sattmachend, sehr fordernder Wein.

2003 Chianti Classico I Massi – Il Colombaio di Cencio
Sangiovese/Merlot/Canaiolo; offene Fermentation für 33 Tage; 1 Jahr in gebrauchten Barriques; Merlot-Stinker, Schokolade, sehr rund und weich, kaum Säure und Leben im Wein, Weichspüler…Vernell!

2001 Chianti Classico Riserva Il Molino di Grace
90% Sangiovese, der Rest Stillschweigen. Viel Kraft; sehr fest am Gaumen, macht allerdings auch schnell satt, alles sehr intensiv und fordend. Wo bleibt die Trinkfreude?

Um das weinaffine Publikum für Chianti Classico zu begeistern, wurden unter dem Motto „Der Schwarze Hahn on Tour“ im Zeitraum vom 6. bis 12. November bei insgesamt 30 Gastronomie-Partnern je acht ausgewählte Chianti Classico Weine im glasweisen Ausschank präsentiert. Der Veranstalter, das Consorzio Vino Chianti Classico, bietet damit einen unkomplizierten Einstieg und zudem einen Vergleich verschiedener Chianti Classico Weine, der so ansonsten in der deutschen Gastronomie nicht möglich ist.

Die Promotion fand in Frankfurt u.a. im Orpheo´s statt::

Frech fand ich die Glaspreise, denn der Gastropartner hatte die Weine sicherlich gratis zur Verfügung gestellt bekommen.

2003 Chianti Classico Valle delle Corti 0,1 l für 3,- EUR
moderner Typus, weiche Säure. War ganzok, aber nicht mein Fall.

2004 Chianti Classico Fatt. die Petroio 0,1l für 3,20 EUR
rauchiger Duft, sehr rund am Gaumen, süße Tannine, moderner Typus

2001 Chianti Classico Riserva Colle Bereto 0,1l für 4,20 EUR
klassisch, saftig, gute Säure. Macht Spaß!

Der richtige für unser Sortiment war noch nicht dabei, aber es folgen ja die Prowein und da werden wir wieder reinschnuppern, in die Visionen des Marco Pallanti und das, was die Consorzio-Mitglieder auf die Flasche gebracht haben.

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1990 Chianti Classico Riserva Weingut Castell´in Villa

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 15 November 2006

castellinvilla.gif

Castell’in Villa, im südlichen Classico nahe Castelnuovo Berardenga gelegen, ist eines der bekanntesten Adelsgüter der Toskana. Die historischen Wurzeln des weilerartigen Anwesens reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die trutzige Burg in eine Landvilla des Adels umgebaut, später in ein Jagdhaus. Weingut war sie eigentlich nie. Das änderte sich 1967, als der römische Diplomat Prinz Riccardo Pignatelli den Besitz erwarb. Er liess Weinberge anlegen und sich von Antinoris legendärem Önologen Giacomo Tachis beraten.
Seit seinem Tod 1990 leitet seine Witwe Coralia, eine gebürtige Griechin, das Gut. La Principessa, wie Coralia liebevoll genannt wird, setzt dabei wie ihr verstorbener Mann auf Tradition: Im südlichen Chianti Classico, werden besonders üppige Rotweine gekeltert. Und wie kein anderes Gut hat sich Castell’in Villa den Ruf erworben, besonders langlebige Weine, aber auch traditionelle Chiantis hervorzubringen.

Wein ist nicht nur ein Getränk. Nein, mit Wein verbindet man auch Emotionen oder besondere Ereignisse oder am besten beides zusammen. Die Weine von Castell´in Villa, nahe Castelnuovo Berardenga, sind schon seit Jahren meine Lieblings-Chianti´s. Fernab jeder Modewelle repräsentieren die Weine alles, was man von einem typischen Chianti Classico erwartet.

Frische, Frucht und Säure im Einklang, Trinkigkeit. Kein hochgezüchtetes Edelnüttchen mit viel Schminke und Vordergründigkeit. Bodenständig, ehrlich, immer animierend im Trinkfluß. Kein großer Wein, aber ein Wein mit Größe und Identität zum Sangiovese und zur Heimat.

Und: sie können beachtlich reifen. Wie der über 3(!!) Tage getrunkene 90er eindrucksvoll demonstrierte. Am ersten Tag noch widerspenstig mit strengen Tanninen, die sich über die nächsten Tage wunderbar intergrierten. Reife, nach Schattenmorellen duftende Nase, klassische, transparente Farbe, zupackende, nicht aggressive Säure. Alleine getrunken ganz ok, aber selbst nur zu einem schnöden Salamibrot machte der Wein Freudensprünge, als wolle er sagen: danke für die Begleitung, dass habe ich jetzt benötigt. Und im Geiste lief wieder der Film der Emotion ab, den wir im Oktober 2002 vor Ort erlebten.

Oktober 2002:

restaurantoutside1.gif

Ein ganz besonderes Erlebnis kamen meiner Barbara und mir im Restaurant des Weingutes Castell´in Villa in der Nähe von Castelnuovo Berardenga zuteil. Das Restaurant hat nur gegen Voranmeldung geöffnet und so fuhren wir tags zuvor dorthin, um uns das Anwesen anzuschauen und trafen in der Administration eine gutaussehende, auch deutschsprechende Dame mit ihren beiden wunderschönen ungarischen Hunden. Bei ihr reservierten wir eine Tisch für den kommenden Abend.

So machten wir uns dann am kommenden Abend auf einer Hoppelpiste gen Castell´in Villa. Oben angekommen war alles stockdunkel. Der Weg zum Restaurant war uns nicht fremd, aber wieder alles stockdunkel. Nur nebenan werkelte ein Koch in seiner Küche. Wir also zu ihm hin, ihm unsere Reservierung für heute abend vortragend. Er sichtlich überrascht, wüsste nichts von einer Reservierung, wir sollten doch 10 Minuten warten. Gesagt getan, und nach 10 Minuten schloss er uns das Restaurant auf, drehte Licht, Heizung und etwas Musik an und lies uns einen Platz aussuchen. Er verschwand dann kurz in der Küche, um uns kurz darauf mitzuteilen, das wir heute abend nur mit ihm Vorlieb nehmen müssten, denn vom Servicepersonal wäre heute keiner da, ebenso bestünde heute die Küchenbrigade nur aus ihm. Da ist wohl ein Fehler in der Kommunikation aufgetreten, aber es sollte der seit langem gelungeste Abend werden, der uns beiden, die wir schon seit 18 Jahren zusammen sind, widerfahren sollte. (heute, 2006 sind wir übrigens verheiratet:-)

Wir hatten also den ganzen Abend ein ganzes Restaurant nur für uns alleine!!
Grund des Restaurant-Besuches waren eigentlich die sehr traditionell hergestellten Weine. Ich kannte bis dato nur den 90er Chianti Classico Riserva, für lächerliches Geld ersteigert, und so wollte ich im Restaurant noch weitere Weine kennenlernen,was dort auch möglich ist,denn einige Weine können auch glasweise genossen werden.

Ich entschied mich aber für eine Flasche 1986er Chianti Classico Riserva,der alles andere als tot wirkte. Viel frische Frucht, Säure und Tannin in Harmonie, elegant, sehr lang. Kurzum, ein Erlebnis. Übrigens war der 86er nicht der älteste, es gab noch 77er+71er, auch noch für vergleichsweise wenig Geld erwerbbar.

Zurück zum Koch: nachdem wir unsere 4-Gang Bestellung durchgegeben hatten, in seinem Gesicht den Ansatz einer leichten Verzweiflung erahnen konnten (er war ja schlieslich alleine) bot ich ihm als ehemaliger Kollege noch meine Hilfe an, die er aber dankend ablehnte. „Schliesslich sind Sie ja die Gäste“, meinte er. So gab es dann wunderbare Gerichte, auf den Punkt gebraten und perfekt gewürzt,toll angerichtet, alles in sich stimmig, kurzum traditionell verfeinerte Sterneküche, höchstes Niveau.

Antipasti:
diverse selbstgebackene Brotsorten, fritierte Pasta

Primi
Maltagliate mit Spinat und kleinen Tomätchen
Tagliolini mit Kichererbsen-Minz-Soße

Secondi:
Lammfilet mit Auberginenflan, Paprikatratatouille und Steinpilzen
Tagliata vom Kalb mit dreierlei Paprikamus, Paprikaratatouille und Steinpilzen

Dessert:
Mousse von Corbezzolo
Creme Caramel
Torta die Ficchi
Mini-Cantuccini

Als Dessertwein den traditionellen Vin Santo; oxidativer Stil, Struktur, Eleganz, Länge, aber zu jung.

Der Koch – Massimo di Fulvio – hat Jahre in Frankreich, Kalifornien und Australien verbracht, er kochte aber auch im Arnolfo in Colle Val d´Elsa. Das Restaurant ist im Winter bis April geschlossen, so das er wieder auf Reisen gehen kann, diesmal nach Neuseeland, wie er uns erzählte. Ihm hat dieser Abend auch sehr viel Spass gemacht, für ihn war es auch eine Premiere.

Kulinarisch gesehen war das mit das Beste,was ich in unserem 10.Toskana Urlaub bisher mitgemacht habe, getoppt nur noch von der Bottega del 30 in Villa a Sesta, wo die begnadete Köchin Helen zaubert und ihr Franco das Lokal zu seiner Bühne erklärt.

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Bohscholeh Teil 1- oder 94 Parker Punkte

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 4 November 2006

Unverhofft kommt oft. Im Keller fiel mir eine Flasche in die Hand, die ich vor längerem bei der Ausrichtung eines Treffens des Rhein-Main-Stammtisches eingebracht hatte und so bin ich beim Surfen nach Informationen über diesen Wein doch tatsächlich über einen gewissen Herrn Parker gestolpert, der sich gewagt hat, Beaujolais zu probieren und der diesem Exemplar auch noch satte 94/100 Punkte zugestanden hat. Hat er etwa nichts mehr an Bordeaux oder Rhône-Weinen zu probieren????;-)))

Brouilly

2003 Brouilly „Cuvée des Fous“
Domaine Jean-Claude Lapalu
20,- EUR(!!!) im deutschen Fachhandel

In der Nase sehr viel Holz, im Hintergrund auch Frucht spürbar, von einer feinen Säureader durchzogen. Sehr modern gemachter Cru aus dem Beaujolais, den ich nie und nimmer dort vermutet hätte. 100 jährige Reben, 14.000 Stöcke Pflanzdichte pro Hektar, aber meines Erachtens keine Identität. Sehr auf Modernität getrimmt. Uniform vom ersten bis zum letzten Schluck. Dabei kann das Beaujolais, insbesondere aus den Cru-Lagen wie z.B. Morgon oder Moulin a Vent, unverwechselbare, authentische Weine hervorbringen, die in besonderem Maße ihren Boden wiederspiegeln. Ich denke da insbesondere an die Weine der Domaine Desperrier aus Romaneche Thorins, die mit ihren Lagenweinen „Clos de la Pierre“ und „Cuvée des Greneriers“ – beide aus Moulin a Vent – den Granitboden und eben nicht das Holz aufs Beste im Glas repräsentiert. Weine, die jetzt schon das Potential der alten Reben spüren lassen und die in einigen Jahren sicher noch besser da stehen werden.

Nachzuschmecken sicherlich wieder im Februar/März auf dem Straßburger Weinsalon.

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Fienholds Kolumne – Weinprobe im Salonwagen bringt die Tester ins Wanken

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 4 November 2006

FIENHOLDS KOLUMNE FÜR LEUTE, DIE AUF DER SUCHE NACH EINEM GUTEN BORDEAUX SIND

Manchmal macht es richtig Spaß, mit der Bahn zu fahren. In einem plüschigen Salonwagen etwa. Und noch mehr in einem, der – bis auf das Lokführerhaus – mit Wein bestückt ist. Ein solcher Sonderzug fuhr jetzt zwischen Frankfurt und Heidelberg hin und her, um Gastronomen, Händlern und Fachjournalisten eine Auswahl von über 100 verschiedenen Bordeaux-Bouteillen näher zu bringen. Gesteuert wurde der an den Orient- Express der 20er Jahre erinnernde Zug gewissermaßen von der Sopexa, einem weltweit agierenden Marktstrategen, welcher sich insbesondere für französische Lebensmittel stark macht.

Das Bekannteste, was die Region Bordeaux je hervorgebracht hat, sind ihre Weine. Rotwein-Stars wie Mouton-Rothschild oder Margaux haben das Image entscheidend geprägt, gar ins Legendäre gehoben. Dabei ist längst nicht alles gut, was aus diesem bekannten Teil Frankreichs kommt. Mittelmaß – und vieles darunter – schwemmt allerorten über die Theken.

Das Hauptanliegen der Weinvertretungen dieser deutschlandweiten Zug-Nummer war es denn auch, zu beweisen, dass guter Bordeaux nicht teuer sein muss und es mehr als nur akzeptable Angebote mit einem gesunden Preis-Genuss-Verhältnis gibt. Denn mit 200 Euro in der Hand kann man jeden Laien einen guten Wein einkaufen lassen. Es erfordert jedoch weit mehr Kenntnis und Erfahrung, um im mittleren Preissegment einen guten Tropfen zu finden. Genau deshalb wurden im Weinzug ausschließlich günstige Tropfen aufgefahren, mit Preisen zwischen 5 und 15 Euro.

Noch bevor die ersten Weine verkostet werden konnten, gerieten die Gäste wegen der Gleisverschiebungen ins Wanken. Auch die Enge in den Wagons erforderte logistisches Vorgehen und Geschick, weil man ständig mit anderen Fahrgästen aneinander stieß. Angesichts der angenehmen Atmosphäre in den historisch gestalteten Salonwagen waren die Weichen jedoch auf gute Stimmung gestellt. Während die Rosés, Weißweine und Crémants erwartungsgemäß fast alle enttäuschten, zeigten sich die Rotweine stellenweise in einer überraschend guten Form.

Erstaunlich, dass es mit dem Château la Peyrère du Tertre (Cuvée Jean) einen sehr eleganten, feinwürzigen Bordeaux zum Preis von 10 Euro gibt. Noch etwas günstiger sind Château la Tuilerie du Puy (Cuvée Tradition) und Château de la Vieille Tour (Réserve Tradition) zu haben, die jeden Weinkeller zieren. Die Weingüter Perayne, Montlau, Mirimbau Papin und Cadillac zeigten viel Bordeaux für wenig Geld. Fleischig, kraftvoll und leicht animalisch präsentierten sich Lagorce und Boussuet, die zwischen sechs und sieben Euro kosten.

Gut ein Drittel der vorgestellten Weine bewiesen, dass Bordeaux auch in der soliden Mittelklasse wieder stärker vertreten ist. Besonders beliebt machte sich durch seine leidenschaftlich kraftvolle Struktur der Heritage vom Château Ségonzac aus den typischen Bordeaux-Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon.

Während die Winzer einiger der genannten Tropfen noch auf der Suche nach deutschen Importeuren sind und sich Weinfreunde vorerst mit Internetbestellungen behelfen muss, hat das Château Ségonzac bereits Partner gefunden: Bernd Klingenbrunn und Armin Maurer, die in der Hamburger Allee in Frankfurt ihren neuen Weinladen betreiben und durch ein individuelles Sortiment und faire Preise positiv auffallen. Dort gibt es auch noch andere Weine von Ségonzac, etwa die Cuvée Tradition aus Merlot und Malbec, was im Bordeaux eine Besonderheit ist, da diese Rebsorte dort kaum noch existiert, dem Wein aber interessante Noten von Tabak und Gewürzen verleiht. Bernd Klingenbrunn und Armin Maurer führen in ihrem Weingeschäft auch immer wieder lohnenswerte Verkostungen durch.

K & M Gutsweine, Frankfurt, Hamburger Allee 37, Tel. (069) 71 71 34 30 http://www.gutsweine.com

Quelle: Frankfurter Neue Presse vom 04.11.2006 Autor: Ludwig Fienhold

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