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Die Ziereisens – Besuch der 2008er Jahrgangsprobe am 27.11.2010

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 9 Dezember 2010

TERMINHINWEIS:

Jahrgangsprobe Ziereisen bei K&M Gutsweine, dazu öffnen wir alle Champagner von Cyril Janisson
 (5 € Kosten)

Do, den 16.12.2010 16-21 Uhr K&M Gutsweine – Bockenheim, Hamburger Allee 37, 60486 Frankfurt
Sa, den 18.12.2010 12-17 Uhr K&M Gutsweine – Nordend, Gluckstrasse 20, 60318 Frankfurt

Weitere Infos: hier klicken

Impressionen bei Hanspeter und Edeltraut Ziereisen 2010

Ach was war des scheee. Edeltraud und Hanspeter Ziereisen hatten zur jährlichen Jahrgangspräsentation geladen und für mich Grund genug, nach einigen Besuchen zur etwas wärmeren Jahreszeit mich diesmal zur Adventszeit auf den Weg gen Süden der Republik aufzumachen. Der Wettergott hatte auch ein Einsehen und tauchte die Markgräfler Landschaft und den Ziereisen´schen Hof in ein „Winter-Wonder-Land“.

An 5 Stationen über das ganze Haus sowie über das angrenzende Blumenatelier verteilt konnte man die aktuellen Jahrgänge in Weiß und Rot probieren, dazu gesellten sich auch Weine der Winzer, die die Ziereisens´s ebenfalls aufgrund der gr0ßen Nachfrage aus der Schweiz nach deutschen Weinen in ihrem Hofladen verkaufen, (van Volxem / Saar), ( Jochen  Beurer / Würtemberg), (Markus Molitor / Mosel). Gastwinzer war Thomas Teibert von der Domaine L´Horizon aus dem Roussillon,  dazu aber später mehr. Der Gastgeber war sichtlich überrascht, uns zu sehen, freute sich aber sehr herzlich und bot sogleich ein Quartier an, falls wir angesichts der zu probierenden Menge nicht mehr gen Heimat fahren wollen. 

2002er Pinot Sekt (12 €)
Hanspeter ist ein großer Fan von gutem „Prickelwasser“, (bei unserer letzten RendezVino verteidigte er vehement eine Flasche Champagner Janisson-Baradon „Toulette“), aber der 2002er und der noch folgende 03er werden seine letzten Prickler sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Eigentlich schade, denn dieser 02er war richtig gut und man merkt auch hier den hohen Anspruch. Feinstes Mousseux, sehr elegant am Gaumen, wunderbare Aromen gelber Früchte, etwas Nuss. Sehr stimmig und auch nachhaltig. (88/100 K&M Punkte)

2008 und 2009er Weißer Burgunder (8,80 €)
Immer wieder schön, Weine aus zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen parallel zu verkosten und auch einmal den Jugendwahn-Trinkern den Zahn zu ziehen. Während hierzulande schon über ungelegte Eier (2010er Jahrgang) geurteilt wird, der 2009er noch nicht einmal seinen Kinderschuhen entwachsen ist, bereitet jetzt der 2008er – egal, bei welchen Weingütern ich die letzten Wochen probiert habe – enormen Trinkspaß. Diese Leichtigkeit, diese reife, zarte Säure, die Aromenentwicklung, alles passt jetzt perfekt zusammen und entwickelt sich auf der Zunge zu einer perfekten Harmonie, alleine, wie auch zu einem schönen Essen. Auch hier zeigt der feine, zart Apfel-Birnen- Fruchtige 08er deutlich seine Vorteile gegenüber dem noch deutlich von Hefe geprägten, mit Maracuja-Frucht unterlegtem, auch wuchtigeren 2009er. (87/100 Gault Millau 2011, 86/100 K&M-Punkte)

2009 Gutedel „Steingrüble“(10,50 €)
Gutedel kann so fade, langweilig und dünn wie Wasser sein.. Was Hanspeter jedoch dieser Rebe durch konsequentes Qualitätsmanagement im Weinberg wie im Keller entlockt, ist schon faszinierend. Die knapp 30 jährigen Reben stehen auf Muschelkalkböden, zeigen durch die niedrige Säure und den feinen Schmelz fast burgundische Züge. Und Kraft hat der Wein allemal. Hanspeter lässt den Most einige Zeit auf der Maische stehen und ihn zudem im Fass reifen. Wir schmecken florale Noten, auch Äpfel und Zitrus, am Gaumen zeigt er eine mittlere Kraft, zarten Schmelz und: TRINKIGKEIT! Dazu noch eine leicht hefige Note mit einem kleinen Bitterl im Nachhall, dieses stört aber so ganz und gar nicht. (87/100 Gault Millau 2011, 86/100 K&M-Punkte)

2008 Blauer Spätburgunder „unfiltriert“ (8,80 €) (als Schnäppchen-Wein im Gault Millau 2011 ausgezeichnet)
Ganz feine Rotfrucht, Pflaume, Tannin lugt noch etwas hervor, feine Säure, die Frucht wirkt niemals kitschig aufgesetzt, ja gewollt, sondern immer in Richtung Pflaume und Kirsche tendierend. Im Kern feiner Schmelz und für einen Einstiegswein von sehr, sehr guter Qualität. (87/100 Pkt. Gault Millau 2011, 88+/100 K&M Punkte)

2008 Zunderobsi Cuvée (12 €)
Hanspeter beugt sich (gerne) dem Druck seiner Kundschaft. Was 2006er nur als Notlösung wegen der minderen Qualität der Syrah für seinen Gestad eingeführt wurde, erfreute sich so großer Nachfrage, dass er 2008 wieder mit einem Zunderobsi aufwartet. Und das „Teil“ ist nochmals besser geworden. Zu Spätburgunder und Syrah gesellt sich ein wenig Regent, die man durch die dunkle Farbe zu erkennen scheint. Duftet nach Blaubeeren, Kirsche und neuem Holz (18 Monate Barrique, 20% davon waren neu) Am Gaumen voller dunkler Frucht, ein Maul voll Wein, frische rote Frucht, kühl, rauchige, pfeffrige Noten, sehr saftiger Charakter. (keine Wertung Gault Millau 2011, 87/100 K&M Punkte)

2007 Grauer Burgunder „Musbrugger“ (18 €)
35 jährige Rebanlage, in einer Korbpresse schonend gepresst und im großen Holz spontan vergoren. Vollreife, und herrlich ausgeprägte gelbe Fruchtnoten, auch feine Gebäcknoten (Nuss, Butter), kraftvoll am Gaumen, endet in einer wunderbar kalkigen Mineralität, zügelt die Kraft und gibt dem kraftvollen eine herrliche Wendung ins Mineralische. Lang! (keine Wertung Gault Millau 2011, 90/100 K&M Punkte)

2008 Chardonnay „Hard“ (18 €)
Der Hard zeigte sich in dieser Reihenfolge der Probe etwas arg von seiner frischen, doch eher kargen Art. Relativ säurebetont, zarte Rauchnoten, leicht herb-grüne, vegetative Noten. Würde mir da lieber noch einmal eine andere Flasche zu Rate ziehen, denn so kenne ich ihn nicht. (90/100 Pkt. Gault Millau 2011, o.W K&M Punkte)

2008 Grauer Burgunder „Jaspis“ Alte Reben (30 €)
WOW! Was für ein Kaliber! Der Wein packt zu und lässt einen nicht mehr los. Der Duft irgendwo zwischen Quitten, gelben Äpfeln, Birnen, Aprikose. Auf der Zunge von seidig-dichter Textur, cremig. Zeigt aber auch über eine feine, reife Säure eine tolle Rasse. Tolles Spiel am Gaumen, seidige Textur, crispy frisch, tolle Konzentration, enorme Kraft. Hanspeter nennt ihn „seine Montrachet“. Für mich das weiße HIGHLIGHT, noch vor den Gastweinen aus dem Roussillon der Domaine L´Horizon. (91/100 Pkt. Gault Millau 2011, 93/100 K&M Punkte)

2008 Blauer Spätburgunder „Tschuppen“ (12 €)
Viel reife Fruchtaromen, Zwetschge, insbesondere Kirsche, die Aromen wirken sehr natürlich, ich erinnere mich an den Geschmack der Früchte, als man noch selbst auf den Baum klettern konnte. Dazu eine bestimmende, reife Säure, die aber durch den Schmelz des Weines wunderbar aufgefangen wird. Alles wirkt sehr harmonisch, macht schon viel Spaß, kann aber durchaus seine 7 Jahre lagern, wie neulich ein 2003er Tschuppen eindrucksvoll als begleitender Wein zu einem Hirschrückensteak belegte. (88/100 Pkt. Gault Millau 2011, 89+/100 K&M Punkte) Bei K&M auch als MAGNUM verfügbar

2008 Blauer Spätburgunder „Schulen“ (18,50 €)
Der Schulen zeigt sich im Vergleich zum Tschuppen deutlich dunkelfruchtiger und wesentlich konzentrierter. Ich schmecke schwarzen Pfeffer, Lakritz, auch sehr ätherische Kräuternoten (ja es war der Schulen und kein Syrah) Fleischig, mundfüllend, auch feines Tannin, die Säure da, versteckt sich aber hinter der fleischigen Fruchthülle des Weines. Wunderbarer Wein!! (89/100 Pkt. Gault Millau 2011, 90/100 K&M Punkte)

2008 Blauer Spätburgunder „Rhini“ (22 €)
Hanspeter schaute etwas komisch, als ich meinte, für mich der vernagelste Wein der Serie. Klar, Tschuppen und Schulen sind eigentlich immer die offensten Weine, der Rhini zeigt sich für mich aber eher immer über seine kraftvolle Art denn seine Frucht, die mich diesmal an aromatische Himbeeren erinnerte. Zeigt Kraft und ist herrlich elegant am Gaumen, in der Leichtathletiksprache würde ich ihn als Langstreckenläufer bezeichnen, allerdings bepackt mit Muskeln. 10 Jahre Reife sollten kein Problem für ihn, also den Wein, werden. (92/100 Pkt. Gault Millau 2011, 92+/100 K&M Punkte)Bei K&M auch als MAGNUM verfügbar

2008 Syrah „Gestad“ (22 €)
Kühl bis unter den Kapselrand, wirkt recht leicht (hat auch nur 11,9 Volt), am Gaumen ebenfalls sehr straff, die Säure noch etwas prononciert, wahrlich kein Schmeichlerwein, dunkle Beeren, hat guten Zug am Gaumen, Graphitmineralik (??). Puristisch, muss ich nochmals nachprobieren. (90/100 Gault Millau 2011, o.W. K&M-Punkte) Bei K&M auch als MAGNUM verfügbar

2008 Pinot Noir Jaspis Alte Reben (35 €)
Duftet nach hochreifen roten Beeren, aber auch dunkle „Untertöne“ von schwarzen Johannisbeeren mischen mit. Holz?, Ja, aber mehr gebrauchtes Fass, keinesfalls dominant, die Frucht, die Dichte, die Länge, all diese Faktoren gehen eine wunderbare Verbindung miteinander ein. Wirkt einerseits kraftvoll, dann aber wieder filigran. Tolle Länge. (92/100 Pkt. Gault Millau 2011, 91/100 K&M Punkte)

2008 Pinot Noir Jaspis Jungfernwein (28 €)
Erstertrag aus neu angepflanzten Reben in der Gemarkung Tschuppen. 2 Träubchen pro Stock wurden geerntet, der Saft 7 Wochen auf der Maische gelagert und für 20 Monate in je 50% neuen und gebrauchten 2 Barriques ausgebaut, Hanspeters Spielwiese….Viel reife Beeren, am Gaumen dicht und kompakt, weich wie Seide, Lakritz, fleischig (ein Maul voll Wein) 3 Flaschen wanderten in den Kofferraum…(k.W. Gault Millau 2011, 90+/100 K&M Punkte)

Von den Gastwinzern stachen vor allem die Weine des gebürtigen Schwaben Thomas Teibert heraus. Er betreibt die Domaine L´Horizon an der Côtes du Roussillon. Wir probierten:

2008 und 2009 Le Patriot VdP Côtes de Catalanes
Eine Cuvée aus den Rebsorten Macabeau und Muscat Petit Grain, der 09er besteht zu 95% aus Muscat. Eine völlig andere Welt im Vergleich zu Hanspeters Weinen. Zuerst fiel mir die relativ reife, fast süßliche Frucht auf, insbesondere beim 08er, dazu schmeckten wir auch würzige Nuancen, für mich alleine getrunken eher zu anstrengend, der 09er hatte den Vorteil der Frische, war recht süffig, groß lagern würde ich aber beide Weine nicht. Kostet bei Hanspeter 20 €, in Frankfurt für 18 € gesehen.

2008 Domaine de L´Horizon blanc
Aus größtenteils Macabeu, dazu Grenache Gris und etwas Grenache Blanc entsteht ein Kraftpaket von Wein, der mit seinen subtiler Aromen von Zitrus, Tabak und floralen Noten Tiefe und Komplexität verbindet. Am Gaumen angenehm frisch, sehr harmonisch, Aromen von Steinobst (Pfirsich) wieder Tabak, ungemein trinkig. Kostet um die 30 €, (in Frankfurt für 26,50 € gesehen), ehrlich gesagt hatte ich am 08er Jaspis Grauburgunder von Hanspeter mehr Spaß.

Ziereisen-Weine bei K&M Gutsweine

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Ziereisen 2010 – Ein Jahr der Extreme

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 7 Dezember 2010

Der Jahrgangsbericht ZwanzigZehn vom Weingut Ziereisen

Die extreme Witterung hat uns in diesem Jahr große Herausforderungen beschert –nach unserer aktuellen Einschätzung aber auch einen der besten Jahrgänge im Hause Ziereisen. Doch der Reihe nach.

Nach dem langen, kalten Winter ließ das Frühjahr so lange auf sich warten, dass wir phasenweise mehr als zwei Wochen hinter dem langjährigen Wachstumsschnitt lagen. Hinzu kamen ein Kälteeinbruch und Regen während der Blütezeit. Folge: eine starke Verrieselung.

Nach der extremen Wärmeperiode im Frühsommer und einem absolut verregneten August meinte es Petrus zum Herbststart Ende September aber noch mal gut mit uns: Erst nach dreiwöchiger Traubenlese schickte er uns den ersten Regen und gestattete uns damit erneut, gesundes und reifes Lesegut in den Keller zu bringen. Also ging es im Weinberg und Keller wieder sehr turbulent zu.

Hanspeter nutzte die erste „Herbscht“-Phase, um mit einer strengen Vorlese im Weinberg die Weichen Richtung optimales Lesegut zu stellen. Was dann zur Hauptlese vor allem im roten Bereich im Keller auf dem Sortiertisch landete, ließ Hanspeters Stimmung gewaltig steigen. Gesundes, perfekt gereiftes Lesegut mit durch die Verrieselung teilweise extrem kleinen Beeren, die oft an Heidelbeeren erinnerten, dürfte hocharomatische, dichte, farbintensive Rotweine garantieren.

Die Syrah-Beeren, die bei uns auf dem Tisch landeten, sind definitiv die besten, die wir je in den Keller geholt haben. Auch bei den Weißen lässt uns die optimale Balance aus Alkohol und Säure große Weine erwarten.

Im Keller hat Thomas Jost seinen ersten Herbst bei uns verbracht. Der junge Schweizer Winzer unterstützt uns tatkräftig und sorgt mit seinem Einsatz dafür, dass wir unsere Kellerarbeit weiter perfektionieren und mit neuen Ideen bereichern können. Nach knapp vierwöchiger Lese haben wir am 22. Oktober als letzte Traube die Gutedel in den Keller gebracht. Jetzt sind wir wirklich sehr gespannt auf das Ergebnis. Aber alle Indizien deuten tatsächlich bei uns auf einen außergewöhnlichen Jahrgang hin. Drücken Sie uns die Daumen.

Bilder und Quelle: Weingut Ziereisen; Jahrgangsbrief Weingut Ziereisen 2010

Die roten 2010er gibt es frühestens ab November 2012, natürlich bei K&M. Einfach hier klicken

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Burgund(er), immer eine Reise wert!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 11 September 2010

 „Ich kann mich noch gut erinnern“… Fing nicht so ein Werbespot für Werthers Echte Karamellbonbons an, wo zwei ältere Herrschaften in Erinnerungen weit entfernter Erlebnisse schwelgen? Nun, so lange muss ich nicht zurückdenken, wann mich der Burgunder-Bazillus infiziert hat. Es war wohl Anfang der 90ziger, als ich überhaupt Zugang zu roten Burgundern fand, der erste, der in größeren Mengen in den Keller wanderte, war ein Rheingauer vom Weingut Diefenhardt, entdeckt auf dem Rheingauer Weinfest in Wiesbaden. Es war eine interessante Alternative zu den damals bei mir angesagten Weinen aus der Toskana und Spanien. So völlig anders, feiner, filigraner, zerbrechlicher, mehr Aufmerksamkeit einfordernd, anstatt wuchtig, süßlich und sattmachend. Irgendwie eine völlig andere Weinwelt. Dennoch blieb der Keller zum größten Teil immer  noch Pinot-frei, ein paar Exemplare Ziereisen, dass war es dann aber auch.

Den „Durchbruch“ lies etwas länger auf sich warten, eine Urlaubs-Arbeits-Tour 2007 mit vielen Winzerbesuchen ließen mich etwas tiefer in die Materie blicken. (Siehe Bericht „Burgund in 7 Tagen“ auf diesem Blog) Viele Flaschen wanderten nun in den Keller, die meisten harren auch noch dort Ihrer Bestimmung, 2010 besuchte ich dann die alle 2 Jahre stattfindende Grand Jour de Bourgogne, 7 Tage Verkostungen ohne Ende, unterschiedlicher Appellationen und unterschiedlicher Vinifikationsstile, dank den Tipps von Robert  und Wolfgang  fand ich vor allem Gefallen an den Weinen der eher traditionell arbeitenden Winzern wie Gouges, Chevillon etc.  

Vergangenen Freitag konnte ich eben mit jenen beiden genannten Burgund-Freaks und Bekannten einige Exemplare der Bestimmung zufügen, dankenswerterweise von Robert anlässlich seines Geburtstages „geopfert“

2002 Vosne Romanee „Aux Reas » Gros, A.F. ca. 40 €
Bernd Punkte: 87/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 89/100 Pkt

Frische Nase nach Kirschen und Pflaumen, am Gaumen ebenfalls sehr frisch, Graphitnote, Hauch Bitter, in sich stimmiger Wein, frische, jung anmutende Säure, etwas Neuholzaromatik, hat Biss.  Guter Auftakt.

2001 Vosne Romanee 1er Cru  Aux Brulees Gros, M. ca. 46 €
Bernd Punkte: 88/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 92/100 Pkt

Farblich etwas gereifteres Rot, am Gaumen ein leichter Kleberton, saftige Süßkirsche, Zimtnote, leicht balsamisch, gereifte Pflaume, wirkt weicher in der Säure, Nase und Mund etwas indifferent, dezente Karamellnote, trocknet etwas, Extrakt.

2006 Rully  1er Cru Les Preaux Weingut Breliere ca. 16 €
Bernd Punkte: 92/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 86/100 Pkt

Dunkles, jugendliches Rot, Duft von angedatschter Pflaume, am Gaumen enorm fleischig, dicht, wirkt sehr jung, rauchig, Speck, Butterkaramell. Modern, aber sehr gut gemacht. Gefällt mir sehr gut, hat Potential.

2001 Savigny Les Beaunes 1er Cru Narbontons  Weingut Guillemont  ca. 24 €
Bernd Punkte: 89/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 90/100 Pkt

Johannisbeergelee, sehr saftig am Gaumen, geröstete Nüsse, Schattenmorellen, superreife Säure, etwas Schwarzteenoten, fein.

1999 Volnay 1er Cru Clos des Chenes Weingut Glantenay ca.22 €
Bernd Punkte: 85/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 84/100 Pkt

Gleichmäßig gereiftes Rot mit Orange. Im Duft Süßkirsche, viel Frucht, am Gaumen eindimensional, wenig Spiel, der schwächste Wein. Keine Inspiration.

1988 Richebourg Grand Cru André Ziltener ca. 54 €
Bernd Punkte: 89/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 94/100 Pkt

Bis heute bin ich zwiegespalten was meine Bewertung angeht, aber mehr als 89/100 Pkt konnte ich nicht geben. (Es gab auch 95/100 Pkt) Süße, Süße, Süße. Der Wein  ist in Ehren gereift, für mich aber schon leicht über dem Zenit. Für mich fehlte der Druck, die Länge, die Süße war mir zu dominant.  Kein Vergleich zum 88er Richebourg anno März 2010 auf der Domaine Anne Gros. Da waren es sicherlich 95/100 Pkt.

Das hat viel Spaß bereitet und ich kann mich nur einmal bei Robert bedanken. 2011 werden wir wieder das Burgund bereisen.

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Ziereisen´s Ausblick auf den Jahrgang 2009

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 6 März 2010

Ausblick auf den Jahrgang 2009:
Der Jahrgang 2009 verspricht einiges an Spannung. Nach viel Wärme und Feuchtigkeit im Sommer begann die Lese eine knappe Woche früher als gewöhnlich – und mit perfektem Herbstwetter. Allerdings trieb das schöne Wetter mit strahlendem Sonnenschein die Öchslewerte in die Höhe und ließ die Säure in den Keller fallen. Mehr lesen… Plumpe Alkoholmonster ohne Frische konnten wir allerdings verhindern, da unsere Lesemannschaft als erste in den Reben stand und mit Hochdruck arbeitete.

Dank unseres „Standardqualitätsrepertoires“ (intensive Weinbergsarbeit, strenge Auslese während der Lese, nochmaliges Aussortieren am Sortiertisch, äußerst schonende Verarbeitung) hatten wir vollkommen gesunde Trauben und die Gärung verlief problemlos. Sicherlich wird 2009 ein stilistisch außergewöhnlicher Jahrgang werden.

Die Anschaffung unseres Sortiertisches im Jahr 2008 scheint sich übrigens mehr als ausgezahlt zu haben. Die 2008er Rotweine präsentieren sich, obwohl noch in den Fässern liegend, noch einmal klarer, fokussierter und prägnanter als ihre Vorgänger.

Quelle: Weingut Ziereisen

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Ziereisen´s Ausblick auf den Jahrgang 2008

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 6 März 2010

Ausblick auf den Jahrgang 2008:
Von wegen Klimawandel: Dieses Jahr haben wir nach einem durchwachsenen Sommer erst Ende September mit der Lese begonnen. 2008 haben sich die Toplagen und unsere intensive Weinbergsarbeit mit Ausdünnung und Trauben teilen besonders ausbezahlt und wir haben hochgesunde, hocharomatische – und vorallem physiologisch reife – Trauben nach Hause geholt. Mehr lesen….Bei stabiler Wetterlage haben unsere fleissigen Helfer bei der Handlese ganze Arbeit geleistet.
Ganze Arbeit hat auch unsere neueste Errungenschaft geleistet – unser Sortiertisch. Hier werden die Trauben in der Kelterhalle nochmals einer Qualitätskontrolle unterzogen und nach dem Aschenputtelprinzip von Hand sortiert – die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Eine Geduldsprobe und viel lange arbeitsreiche Tage und Nächte liegen hinter uns. Aber die Ergebnisse dürften die Mühe rechtfertigen. Hanspeter jedenfalls brach nach jedem Blick in die Maischetanks in begeisterte Rufe über die tolle Qualität aus. Jetzt warten wir mit Vorfreude auf das Ergebnis, das uns noch klarere Rotweine mit reiferen Tanninen bescheren wird.

(Quelle: Weingut Ziereisen, November 2008)

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Ziereisen in der Presse

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 3 Dezember 2009

REINER WEIN
Krisenfeste Spätburgunder
von Stuart Pigott

Man sollte meinen, dass die Weltwirtschaftskrise die Experimentierfreude der Winzer ganz erheblich eindämmt. Denn es ist ja eher nicht die richtige Zeit für gewagte neue Weine oder Stilrichtungen. Dass es hierzulande trotzdem erstaunliche Neuigkeiten gibt, spricht Bände über die Kreativität und Hartnäckigkeit mancher deutscher Winzer. Vor allem gilt das im Zusammenhang mit Spätburgunder Rotwein, einer Sorte, bei der seit gut zwanzig Jahren ständig Bewegung herrscht. Der neueste Trend ist die Abkehr vom üppig-geschmeidigen Stil des vergangenen Jahrzehnts, der beim zahlungskräftigen Publikum so gut ankam. Diese Weine hatten meist 14 Prozent und mehr Alkohol und sehr ausgeprägte Eichenaromen (vor allem Toast und Vanille) vom neuen Barriquefass. Manche Spätburgunder dieser Art waren und sind sehr beeindruckend, aber es gibt daneben auch genug plumpe und vordergründig „süßliche“ Exemplare.

Winzer wie Hanspeter Ziereisen in Efringen-Kirchen im äußersten Süden von Baden gehen neuerdings aber in eine fast konträre Richtung. Ein perfektes Beispiel für diesen neuen Stil ist Ziereisens herber, schlanker 2007er „Tschuppen“ (zwölf Euro ab Hof, Telefon 0 76 28/28 48), der nur 12,5 Prozent Alkoholgehalt aufweist, dafür aber mit einer feinen Himbeernote und lebhafter Frische betört. Normalerweise werden gute Spätburgunder etwa zwei Wochen auf der Maische vergoren, aber bei diesem Wein hat Ziereisen den Kontakt zwischen gärendem Saft und Beerenhäuten auf sechs Wochen ausgedehnt; ein Teil des Geheimnisses dieses kleinen Helden. Ein anderer Aspekt ist der geringe Anteil (nur 20 Prozent ) an neuen Fässern bei der Fassreifung. Noch konzentrierter und strahlender ist der 2007er „Rhini“ (22 Euro ab Hof) mit seinem herrlichen Duft von feinster Bitterschokolade und Schwarzkirschen. Noch sehr verschlossen, aber cremig und feinwürzig wirkt der 2007er „Jaspis“ (35 Euro ab Hof). Erst die nahezu perfekte Traubenreife und dann jeweils neun und zehn Wochen auf der Maische verleihen diesen zwei Weinen ein enormes Potential; gut gelagert, werden sie sich über Jahrzehnte hin entwickeln.

Dass Ziereisen auf diesem Weg nicht allein ist, zeigen die neuen Weine der „Shelter Winery“ im badischen Kenzingen, auch wenn sie ein wenig alkoholreicher ausfallen. Der 2007er Pinot Noir (die französische Bezeichnung für Spätburgunder; 28 Euro ab Hof, Telefon 0 76 44/92 76 63) ist dank reichlicher Gerbstoffe ziemlich herb, aber keinesfalls eindimensional, sondern sehr vielschichtig, tief und würzig. Etwas einfacher, doch ähnlich im Duft wirkt der 2007er Spätburgunder trocken von der „Shelter Winery“ (neun Euro ab Hof). Allerdings ist der Körper deutlich schlanker, wodurch die Gerbstoffe noch dominanter wirken – aber genau das macht richtig wach im tiefen Grau der Krise.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29.11.2009, Nr. 48 / Seite 56

Alle Ziereisen-Weine gibt es auch zum Original-Abhof-Preis bei K&M Gutsweine in Frankfurt.

Entweder in der Hamburger Allee 37, Mo-Fr.:11-19, Sa: 10-16 (Advent bis 18:00 Uhr) oder in der neuen Filiale im Frankfurter Nordend, Gluckstrasse 20 / Ecke Glauburgstrasse, Mo-Fr. 13-19, Sa: 10-16 (Advent bis 18:00 Uhr)

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2006 Weissburgunder LÜGLE Hanspeter Ziereisen

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 24 Januar 2009

Mario Scheuermann, Buchauthor und Journalist in Sachen Kulinarik und Wein vergibt in seinen aktuellen Weinnewsletter „Weinreporters Deustationsnotizen“ eindrucksvolle 92/100 Punkte für Hanspeters Weissburgunder LÜGLE aus dem Jahr 2006!

THEMA: Weine, die aus der Reihe tanzen.

In Laufe der vergangenen Wochen hatte ich das grosse Vergnügen sieben sehr unterschiedlichen Weinen zu begegnen, die in keine Schublade passen. Sie stammen aus Deutschland, der Schweiz und Spanien und ich möchte meinen Lesern jeden einzelnen von Ihnen ganz besonders ans Herz legen. Es sind Weine, die zwar aus der Reihe tanzen, aber die man dennoch unbedingt kennen sollte; denn sie zeichnet eine Eigenschaft aus, die zwar heute von vielen Winzern für ihre Weine reklamiert wird, von der dann aber im Glas selten genug etwas zu spüren ist. Ganz anders bei diesen Weinen. Sie sind wirklich das, was man authentisch nennt. Vor jedem der vier Erzeuger ziehe ich den Hut für den Mut, die Risikobereitschaft und die Inspiration, die diese Weine möglich gemacht haben.

Deutscher Tafelwein Oberrhein. In einer Korbpresse gepresst und spontan im grossen Holzfass vergoren. Nach 20 Monaten Ausbau ohne Filtration gefüllt. 12,5 % Vol. Alkohol. Naturkork. Preis: 20 Euro (bei K&M zum Original-Abhofpreis für 18,- €, ab 150 € frei Haus, daruter 5 € Versandkosten)

Sattes, kräftiges goldgelb. Wunderbare Nase: Würze, reife Frucht, Mineralität, Holz, Hefe – alles verbunden zu einer dichten, komplexen Aromenkomposition, die grosse Weine auszeichnet. Etwas Quitte und Ananas, kleine Kräuterhonignote. Am Gaumen eine ausgewogene reife Frucht etwas Ananas. Langer Abgang. Da muss man auf der Welt lange suchen bis man einen solchen Pinot blanc findet. Das ist schon absolute Championsleague für diese Rebsorte. Braucht viel Luft, Zeit und ein ganz grosses Glas. 92/100

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Jahrgangspräsentation Hanspeter Ziereisen bei K&M Gutsweine in Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 23 November 2008

Donnerstag, 27.11.2008 — 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr
K&M Gutsweine
Hamburger Allee 37
60486 Frankfurt
http://www.gutsweine.com

RendezVino – der After-Work-Weinabend

Jahrgangspräsentation Hanspeter Ziereisen / Baden

Nach der genialen Jahrgangspräsentation 2007 Heymann-Löwenstein erwartet uns hier der nächste vinophile Höhepunkt. Die Spätburgunder von Hans-Peter Ziereisen gehören schon lange zum besten, was es an Rotweinen aus Deutschland gibt. (bei K&M seit April 2004!!)
Wir bekommen den ersten Eindruck des großartigen Jahr 2007, sein Einstiegs-Spätburgunder „unfiltriert“ zeigt sich so unverschämt genial, da kann man sich gar nicht genug einlagern.
Dazu gibt es die Lagenweine Tschuppen, Schulen und Rhini aus 2006, was Hans-Peter in diesem „schwierigen“ Jahr erzeugt hat, lässt den Weingenießer sprachlos zurück. Weltklasse, wir konnten im Mai Fassproben in beeindruckender Form genießen! Aber Achtung: Hans-Peter hat im Weinberg stark selektiert, die Mengen sind extrem klein, wir werden sicher sehr schnell ausverkauft sein.

Zur Jahrgangspräsentation bieten wir die Weine natürlich zum Original Ab-Hof-Preis an.

Kosten: € 5,- pro Person, der ab einem Einkauf von diesmal € 35,- rückvergütet wird. Keine Anmeldung erforderlich, einfach zwischen 17:00 und 21:00 Uhr vorbeikommen!

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