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So schmeckt Boogie – Woogie aus dem Rheingau

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 18 Juli 2010


Wein der Woche des Hamburger Abendblattes – So schmeckt Boogie-Woogie aus dem Rheingau.

Der Name stimmt skeptisch, macht aber auch neugierig: Wieso heißt dieser Wein Boogie (Foto: Altenkirch), was soll die Nähe zu Pianomusik und Tanz?

Rein mit dem Riechkolben ins Glas, und danach gibt der erste Schluck Aufschluss: Ein quicklebendiges Getränk ist da im Rheingau entstanden, verspielt temperamentvoll, sommerlich frisch. Zitrustöne, grüner Apfel, ein wenig Pfirsich und schöne mineralische Noten dominieren.

Und doch ist es diesmal kein reinsortiger Riesling, den die japanische Önologin Tomoko Kuriyama für das Gut Altenkirch an den Start gebracht hat, sondern eine flotte, sehr preiswerte Cuvée, in der sich Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Traminer ganz trefflich ergänzen.

Das geht richtig gut zu allerlei Grillgut – so gut, dass gleich ein schönes Rezept (Gegrillter Oktopus mit Mojo) von Sternekoch Frank Rosin mitgeliefert wird. Noch mehr kann man für sechs Euro wirklich nicht erwarten. (jöm)

2009 Boogie von Altenkirch (Lorch, Rheingau), im Internet bei www.gutsweine.com für 6,- plus Versand.

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Die Riesling-Expertin aus Tokio

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 27 März 2010

Tomoko Kuriyama: "Es waren zumeist Frauen, die mir nichts zugetraut haben." (Foto: Judith Michaelis)

Tomoko Kuriyama  ist die einzige japanische Kellermeisterin Deutschlands. Ihre Weine gewinnen international Preise.

Frankfurt. Vor zehn Jahren lebte Tomoko Kuriyama noch in Tokio und arbeitete in der Marketingabteilung eines Handyanbieters. Im Jahr 2000 zog sie mit ihrem deutschen Ehemann nach Frankfurt und entschied, sich beruflich zu verändern. Heute, mit 41 Jahren, ist die Japanerin Kellermeisterin beim traditionsreichen Weingut Altenkirch im Rheingau.

Frau Kuriyama, wie kam es, dass Sie sich mit 30 Jahren beruflich noch einmal völlig neu orientiert haben?

Kuriyama: Ich habe mich schon immer für Kulinarisches interessiert. Meine Oma hatte im japanischen Fernsehen eine Kochshow, und mein Großvater hat jeden Abend ein Glas französischen Rotwein getrunken. Da durfte ich dann oft probieren. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich erst angefangen, Volkswirtschaftslehre zu studieren. Aber dann habe ich gemerkt, dass mich die Arbeit im Marketing nicht mehr so recht inspiriert. Ich wollte etwas Handwerkliches machen, etwas, wo man hinterher ein Ergebnis in der Hand hält. Also bin ich einfach zum Weingut von Paul Fürst gegangen und habe mich vorgestellt. Der hat mich erst für verrückt erklärt, mich dann aber doch als Auszubildende eingestellt.

Kellermeister ist ja auch ein eher ungewöhnlicher Beruf für eine Frau. Wurden Sie manchmal unterschätzt?

Kuriyama: Hin und wieder schon. Als Frau, Ausländerin und Quereinsteigerin musste ich mich besonders anstrengen, um ernst genommen zu werden. Erstaunlicherweise waren es zumeist Frauen, die mir nichts zugetraut haben. Kolleginnen im Studium, die gedacht haben, ich könnte nicht mal einen Strohballen heben. Das hat mich sehr geärgert. Meine Chefs waren aber immer fair. Ich wurde behandelt wie alle anderen und musste auch die gleiche Arbeit machen. Und genau das wollte ich ja.

Was reizt Sie besonders an ihrem Beruf?

Kuriyama: Das Wunderbare an meinem Job ist, dass alle meine Sinne gefordert werden. Ich arbeite im Weinberg, wo ich die Reben kontrolliere und ernte. Dann muss ich den Wein abstimmen und abschmecken. Außerdem kümmere ich mich um die Abfüllung und die Etikettierung. Diese Vielseitigkeit gefällt mir. Man bewegt den Körper, arbeitet aber auch mit dem Kopf.

Mit Ihrem ersten Riesling-Jahrgang haben Sie gleich internationale Preise gewonnen. Erhöht das Ihre Erwartungen für die kommenden Jahre?

Kuriyama: Als ich im September 2007 zum Weingut Altenkirch kam, standen wir nur zwei Wochen vor der Weinlese. Ich kannte weder den Berg, noch die Kellerei, aber mein Team stand mir gut zur Seite. Dass die 2007er Weine so erfolgreich waren, lag auch an den guten Naturbedingungen dieser Saison. Darauf hat man ja leider wenig Einfluss. Für die Weine von 2008, die wir jetzt zur Bewertung eingereicht haben, habe ich keine Erwartungen.

Können Sie sich vorstellen, später einmal nach Japan zurückzukehren und dort Wein anzubauen?

Kuriyama: Nein, absolut nicht. Die Arbeit hier ist für mich viel reizvoller. Ich möchte das Potenzial des Weinbergs so richtig ausreizen. Und außerdem habe ich mich viel zu sehr in den Rheingau verliebt, um ihn zu verlassen.

Das Interview führte Stefanie Keisers
Quelle: WZ Newsline

 

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4. Twittertasting #twv 08 Riesling trocken „Grauschiefer“ Weingut Altenkirch / Lorch / Rheingau

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 11 Januar 2010

WeinSpion | Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein

Uli, der Weinspion hat als erster Blogger einen Bericht unserer 4. Twitterweinverkostung /Teil 1,  online gestellt.

http://www.weinspion.de/2010/01/2008-riesling-q-b-a-grauschiefer-altenkirch/

Welcome on Gazzetta del Vino!

Der Direttore von La Gazetta de Vino meint:

http://lagazzettadelvino.blogspot.com/2010/01/4er-twv-2008-riesling-trocken.html

Und auch Peter alias marcodatini hat gebloggt:
http://marcodatini.posterous.com/twitterweinverkostung-41-nachtrag-32-twv

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Japanische Winzerin im Rheingau – Mit Hingabe für den deutschen Riesling

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 22 Oktober 2009

Tomoko Kuriyama wird Ihre Weine bei der Neueröffnung unserer Filiale persönlich präsentieren:

K&M Gutsweine
Gluckstr. 20 / Ecke Glauburgstrasse
60318 Frankfurt

Freitag, den 06.11.09 15-22 Uhr

Von Oliver Bock

Tomoko Kuriyama

Tomoko Kuriyama, japanische Betriebsleiterin im Weingut Altenkirch

Wenn die Rede auf die Rebsorte Riesling kommt, beginnt Tomoko Kuriyama sofort zu schwärmen. „Einfach genial“ findet die 41 Jahre alte Japanerin diese Rebsorte, die den Rheingau prägt wie keine andere Weinregion der Welt. Sie lobt die daraus gekelterten Weine mit Charakter, die ihrer Ansicht nach überzeugende, vielschichtige Botschafter des jeweiligen Terroirs sein können. Und sie will mithelfen, dass diese Weine weltweit nicht länger unterbewertete Geheimtipps sind.

Die Gelegenheit dazu hat sie. Tomoko Kuriyama ist eine in Tokio geborene Japanerin, aber sie führt seit drei Jahren eines der aufstrebenden und ambitionierten Lorcher Traditionsweingüter. Mit Erfolg, denn ihre terroirbetonten, reintönigen, mineralischen Weine aus den schieferdurchsetzten Steillagen des unteren Rheingaus haben die Branche aufhorchen lassen.

Dass Tomoko Kuriyama nicht im amerikanischen Nappa Valley oder im französischen Burgund ihre Weine erzeugt, sondern im kleinen Rheingau und dort im entlegenen Lorch, hat viel mit den schicksalhaften Zufällen des Lebens zu tun – und mit einem ganz und gar ungewöhnlichen Lebenslauf. Wie also kommt eine in der Millionenmetropole Tokio gebürtige Japanerin an die Spitze eines Rheingauer Weinguts, zumal sie zunächst ganz andere berufliche Ziele hatte?

Nach Boston-Abstecher 1994 in Gelnhausen gelandet

Tomoko Kuriyama hätte sich nach der Schule gut eine interessante Aufgabe bei den Vereinten Nationen vorstellen können, als sie das Studium der Internationalen Beziehungen in Japans Hauptstadt aufnahm und nach drei Jahren mit einem Bachelor abschloss. Das angestrebte Aufbaustudium in den Vereinigten Staaten als Sprungbrett in die berufliche Karriere wollte sie sich anschließend mit einem Job beim Elektronikkonzern Motorola verdienen, doch dann kamen die Liebe und schließlich zwei Söhne dazwischen.

Kuriyama zog mit ihrem deutschen Mann, einem Banker und Unternehmensberater, zunächst für zwei Jahre nach Boston und landete 1994 schließlich in Gelnhausen, als ihr Mann in Frankfurt eine neue berufliche Herausforderung annahm. Kuriyama indes blieb nicht als Hausfrau zu Hause sitzen. Sie nahm in Frankfurt ein Studium der Betriebswirtschaftslehre auf. Nach dem Vordiplom allerdings sah sie darin keinen Sinn mehr. Es drängte sie vielmehr zu „einer bodenständigen, handwerklichen“ Aufgabe.

In Weingütern schon studienbegleitend engagiert

Von Gelnhausen ist es nicht weit nach Bürgstadt. Dort hat das fränkische Spitzenweingut Paul Fürst seinen Sitz, und hier begann Kuriyama im Jahr 2000 erst ein Praktikum und dann eine dreijährige Lehre. Aber weil sie unsicher war, ob ihr Lebensweg sie nicht vielleicht doch noch einmal ins Ausland führen würde, schloss sie dem Abschluss als Winzergehilfin das international anerkannte Weinbaustudium in Geisenheim an. Bei den verwandtschaftlich verbundenen Weingütern Breuer in Rüdesheim und Altenkirch in Lorch war sie schon studienbegleitend engagiert – und wurde ein Jahr vor dem Studienabschluss und unmittelbar vor Beginn der Weinlese 2007 überraschend zur Betriebsleiterin ernannt.

Sie hat dem 1826 gegründeten Weingut Altenkirch von Beginn an ihren Stempel aufgedrückt: beispielsweise im Streben nach höherer Weinqualität in den Weinbergen durch eine konsequente Vorlese vor der eigentlichen Traubenernte. Dabei wird all das Traubenmaterial entfernt, was einer reintönigen Brillanz der Wein entgegenstehen könnte. In diesen Tagen ist sie dabei, ihren dritten Jahrgang als Betriebsleiterin in den Keller einzubringen. Doch trotz ihrer schon vielfältigen weinbaulichen Erfahrungen sieht sie sich erst ganz am Anfang im Bestreben, den Weinbergen die bestmögliche Qualität abzuringen.

„Mineralische Tropfen müssen auch Kraft und Substanz haben“

„Es dauert fünf bis zehn Jahre, bis man weiß, was man erreichen kann“, sagt Kuriyama, die ihre vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Weingut Altenkirch schätzt. Sie will das Potential der Lorcher Lagen ausreizen und setzt sich deshalb intensiv mit den Weinbergsböden auseinander. Nach umfangreichen Analysen hat sie entschieden, die Bodenstruktur durch eine sukzessive Erhöhung des Humusanteils allmählich zu verbessern. Dabei hat sie stets die Qualität des Weins im Blick. „Mineralische Tropfen müssen auch Kraft und Substanz haben“, sagt sie mit Überzeugung.

Die intensive Hinwendung der Japanerin zum Rheingauer Terroir bekommen die Kunden von Altenkirch zu schmecken. Und sie müssen sich umgewöhnen: Statt wie in den meisten Weingütern zwischen hierarchisch aufsteigenden Qualitäten und damit zwischen Qualitätswein, Kabinett und Spätlese zu wählen, gilt es bei Altenkirch, sich zwischen Weinen mit Namen wie „Löss“, „Grauschiefer“ oder „Quarzschiefer“ und damit für den Wein eines bestimmten Bodentypus zu entscheiden. Oder gleich zu den betont mineralischen Tropfen zu greifen, die nur dann den Weinbergsnamen auf dem Etikett führen dürfen, wenn sie geschmacklich auch ein Zeugnis ihrer Herkunft ablegen.

Langweilig ist der Japanerin nicht im beschaulich-entlegenen Lorch, auch wenn sie zumindest einmal im Monat die Großstadtluft von Frankfurt und Wiesbaden schnuppern muss. Fast täglich ist sie im Weinberg. Den Rheingau findet sie spannend, und Lorch sei so erfreulich friedlich, „klein und schön“.

Text: F.A.S.
Bildmaterial: Wonge Bergmann

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