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Dirk Würtz, Stuart Pigott und die bezahlbaren Bordeaux von Château Segonzac

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 22 August 2011

Bordeaux für Jedermann! (von Dirk Würtz)
Originalbericht hier

Wie bereits angekündigt, habe ich mich auf die Suche nach gutem und bezahlbarem Bordeaux gemacht. Und man glaubt es kaum, es war einfacher als gedacht…
Die Vorgeschichte ist schnell erzählt und den treuen Lesern hier ja auch bekannt: Bordeaux ist im wahrsten Sinne des Wortes in “aller Munde”. Ein Rekordpreis jagt den nächsten, für einen Normalsterblichen sind die großen Weine nicht mehr erschwinglich. Meiner Meinung nach leidet unter dieser Entwicklung das Image der gesamten Region. Einige Weintrinker wenden sich ab, oder erst gar nicht hin, da sie glauben Bordeaux = zu teuer. Das ist natürlich Quatsch, aber so läuft das eben gerne. In einem Gebiet mit 100.000 Hektar Rebfläche MUSS es ja aber auch Alternativen geben. Solche die schmecken und eben bezahlbar sind. Einige davon habe ich jetzt gefunden, weitere folgen. Ich bedanke mich schon einmal vorab, für die tolle Unterstützung einiger Händler und Verbände.

Es ging gleich gut los, bei der gestrigen Verkostung. 2006 Clos du Jaugueyron, Haut-Médoc. Ein zugegeben schwer auszusprechender Name, wenn man kein Franzose ist, aber ein grandioser Wein. Ein echter Klassiker, so wie ich mir einen Bordeaux vorstelle. Zuerst ein wenig ruppig – man sollte ihn unbedingt dekantieren – und dann einfach nur noch gute. Lang, ein Maul voll Wein, eine warme Frucht, viel Paprika und einen mächtigen Zug. Kann man jetzt bereits mit viel Spaß trinken, darf aber auch noch ein wenig im Keller liegen bleiben. 16,50 Euro ist ein absolut fairer Preis. Zu beziehen bei “Aux Fines Gourmets”

Quartett 09er Château Segonzac & Le Reysse 2009

Quartett 09er Château Segonzac & Le Reysse 2009

Wer es etwas moderner mag, der ist bei Château Segonzac extrem gut aufgehoben. Da gibt es einen Einstiegswein, der heißt “Tradition”, kostet schlappe 7,90 Euro und ist der Inbegriff des “Saufweins”. Kommt aus dem Jahrgang 2009 und macht einfach nur Spaß! Ein annähernd unschlagbares Preis-Genuss-Verhältnis!

Die nächste Stufe ist der 2009 “Vieilles Vignes”. Wie der Name schon sagt, kommt dieser Wein aus sehr alten Rebstöcken und ist extrem knackig. Er knistert sogar ein wenig. 11,40 Euro sind dafür fast schon zu wenig. Das Flagschiff des Hauses heißt “Heritage” und ist ein dickes Fettes Teil mit 100 Prozent neuem Holz. Wer jetzt glaubt, das Holz würde den Wein erschlagen, der täuscht sich. Es fällt fast gar nicht auf und ist perfekt eingebunden. Ein wirklich großartiger Wein, der lang und länger schmeckt und der mit 14,50 Euro mehr als fair bepreist ist.

Mein persönlicher Favorit ist allerdings ein ganz anderer – der “2009 Heritage Petit Verdot”. 15 Prozent Alkohol, 15 Euro. 100 Prozent Petit Verdot – eher ungewöhnlich – 100 Prozent Trinkspaß. Extrem reif und saftig, in keiner Weise unangenehm wegen des doch sehr hohen Alkoholgehaltes und ganz extrem süffig. Ich hätte mich reinlegen können! Mehr Infos und die Bestellmöglichkeit gibt es hier bei K&M Gutsweine. Ausprobieren, es lohnt sich wirklich!

Zu den obigen Weinen kann ich nur eines sagen: LECKER!

 

 

 

Stuart Pigott entdeckt K&M 2009 und lobt: K&M ist meine persönliche Weinhändlerentdeckung

Stuart Pigott entdeckt K&M 2009 und lobt: K&M ist meine persönliche Weinhändlerentdeckung

Folgender Text stammt aus der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 21.08.2011, Nr. 33 / Seite 46

REINER WEIN
Neues aus der Bordeaux-Welt
von stuart pigott

Die Rotweine des Bordeaux sind zugleich für ihre Kraft und Eleganz bekannt – Eigenschaften, die primär auf ihre herben Gerbstoffe zurückzuführen sind. Wenn sie früher enttäuschten, dann am häufigsten durch einen zu mageren Körper und unreife gemüsige Aromen wie grüne Paprika. Die Klimaerwärmung jedoch hat die Situation radikal verändert. Bis vor wenigen Jahren war ein Alkoholgehalt von über 14 Prozent bei einem roten Bordeaux eine Seltenheit, während ein solcher für 2009 und 2010 eher als normal gelten muss und manche berühmten Gewächse 15 Prozent und mehr aufzuweisen haben.

Die ersten Rotweine des Jahrgangs 2009 sind bereits auf dem Markt und bieten eine verblüffende Einführung in diese neue Geschmackswelt. Ihre Art wurde maßgeblich von einer sehr langen heißen Phase im Sommer geprägt, während derer der Zuckergehalt in den Trauben nach oben schoss und ihr Säuregehalt absackte. Das führte zu Weinen, die süßlich wirken, selbst wenn sie keinen unvergorenen Zucker enthalten, weil das Hauptgärprodukt Alkohol und das Gärnebenprodukt Glyzerin beide süßlich schmecken. Schon in einem „kleinen“ Wein wie dem 2009er „Tradition“ von Château Ségonzac in Blaye (7,90 Euro von K&M Gutsweine, 0 69/71 71 34 30) ist dieser neue Typus deutlich zu erkennen. Seine reife Brombeernote und der recht satte Körper sind keinesfalls traditionell für ein solch bescheidenes Gewächs. Der Alkoholgehalt von 13,5 Prozent wird halbwegs durch die recht herben Gerbstoffe ausbalanciert; trotzdem erinnert er auch geschmacklich eher an einen kalifornischen Rotwein als an einen klassischen Bordeaux. Dieser Wein wirkt klarer, wenn man ihn dekantiert, ihn also vor dem Konsum in eine Karaffe oder einen Krug umgießt, am besten ein paar Stunden davor (solange der Wein unter 20° Celsius bleibt).

Aber das hilft nicht bei jedem roten Bordeaux von 2009. Frisch geöffnet ist der 2009er „Vieilles Vignes“ von Château Ségonzac (11,40 Euro von K&M) noch gut erkennbar als Vertreter seiner Herkunft, trotz sehr reifer Brombeer- und Maulbeernoten, weil daneben etwas Frisches zu erahnen ist. Nach mehreren Stunden an der Luft entwickelt sich eine Note, die an jungen Portwein erinnert, die Gerbstoffe werden heftiger und der Körper ausladender. Ob man das mag, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber außer Frage steht, dass dies Lichtjahre von dem entfernt liegt, was bis vor wenigen Jahren von dem Wort „Bordeaux“ auf dem Etikett im Glas realistisch zu erwarten war. Ségonzac ist kein Top-Château, aber ein sehr professionell geführtes Haus mit hohem Qualitätsniveau für seine Preisklasse; es darf als beispielhaft gelten.

Alle Weine von Château Segonzac bei K&M finden Sie hier, seinen ersten Cremant aus 2010 („Ist das ein Champagner“, so die Frage von unseren Moselwinzern Olaf Schneider & Thorsten Melsheimer anläßlich der „Best of Mosel-RendezVino am 19.8.11 bei K&M im Nordend) wird es ab Ende Oktober im Rhein-Main-Gebiet exklusiv nur bei uns geben.

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Riesling 2010 – Laible & Pfirmann erfolgreich

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 12 August 2011

Zwei unserer jungen Winzergarde, Alexander Laible aus dem badischen Durbach (Ortenau) wie auch Jürgen Pfirmann aus Landau – Wollmesheim (Pfalz-Südliche Weinstrasse) haben wieder einmal bewiesen, dass sie auch in schwierigen Jahrgängen wie 2010 gute bis heraussragende Weine produzieren können. Zu diesem Ergebnis kommen die Verkoster der Weinzeitschrift „Weinwelt“ in ihrem aktuellen Heft 5 (August/September 2011)

Jürgen Pfirmann´s 2010er Riesling Kalkmergel zählt zu den Top 10 Weinen im Preisbereich 5,- € – 8,- € unter 1106 verkosteten Rieslingen des Jahrgang 2010.

„Frisch gepflückte Trauben, Weinbergspfirsich und zarte Zitrusnoten in der Nase, mineralisch-würzig, top Struktur. 87/100 Pkt.“ meinen die Verkoster der Weinwelt.

In der gestrigen Fachjuryverkostung für den Pfälzer Weissburgunderpreis in Ilbesheim, in der auch Bernd von K&M neben Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche und weiteren Weinfreunden wertete, erreichte sein 2010er Weissburgunder „Kalmit“ die Runde der letzten 36 Weine und scheiterte nur knapp, um in den Olymp der 8 besten Finalweine zu kommen, die am 30.7.11 anläßlich des schönsten Weinfestes Deutschlands an der Ilbesheimer Kalmit vom Publikum verkostet werden. Den Bericht von der Juryprobe und weitere Infos gibts es hier auf dem Blog.

Alle Weine von Jürgen Pfirmann bei K&M

 

Alexander Laible schaffte es mit seinem  2010er Riesling Spätlese Alte Reben *** trocken auf das Siegertreppchen. (92/100 Pkt. Platz 2, bei K&M leider schon restlos ausverkauft).

Damit aber nicht genug. Sein 2010er Riesling Alte Reben SG trocken *** (bei K&M noch erhältlich) erreichte gemeinsam mit 5 weiteren Weinen (90/100 Punkten) den vierten Platz.

Wir gratulieren Alexander ganz herzlich. Schon zur Prowein haben wir seine Weine als sehr gut empfunden, sie sind erwachsener geworden und wirken durch die schöne, reife Säure auch insgesamt trockener.

 
Alle Weine von Alexander Laible bei K&M

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Gastbeitrag – Eine Burgundreise mal ein wenig anders als sonst

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 August 2011

von Robert K. aus Fankfurt, seines Zeichens Burgunder-Liebhaber.

Wir waren vom 26.07.11- 31.07.11 mal wieder im Burgund. Und nun zum ersten Mal gemeinsam mit meiner Frau. Die Vorfreude war entsprechend groß. Der erste Tag gestaltet sich mit diversen Winzerbesuchen. So holte ich erst mal meine fantastischen Weine von Jean Michel Guillon in Gevrey Chambertin ab. Dort hatte ich folgende Weine reserviert:

Gevrey Chambertin Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Les Champonnets Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Petit Chapelle 2009

Grand Cru Mazis Chambertin 2009

 Grand Cru Clos de Vougeot 2009

Da auf dem Weingut gerade abgefüllt wurde, konnten die Weine nicht verkostet werden. Diverse verkostete Weine von diesem Weingut haben immer mein Interesse geweckt, da sie ein tolles Geschmackserlebnis boten und sich zudem sehr fein die unterschiedlichen Charaktere der Lagen in den Weinen widerspiegelten.

Alle Weine haben zudem ein fantastisches Preis/Leistungsverhältnis.

Dann ging es weiter zu einem meiner Lieblings- Weingüter: Edmond Cornu in Ladoix.
Wir wurden wie immer sehr herzlich vom Junior empfangen, der sich auch entsprechend Zeit für uns nahm, obwohl wir nicht angemeldet waren. Was in Burgund an sich nicht typisch ist.

Folgende Wein wurden verkostet:

Ladoix 1er Cru de Bois Roumot 2009:
Ein jetzt schon gut zu trinkender Wein, der nicht zu tanninbetont ist, sondern eher frisch und fruchtig (rote Früchte) daher kommt. Hat ein Potenzial von 2-3 Jahren und würde sehr gut zu gebratenem Fisch passen.

Ladoix 1er Cru La Corvee 2009:
Ein toller Wein mit feinen Tanninen, elegant und wunderbar eingebunden. Potenzial 5- 10 Jahre. Eine rotbeerige Frucht, die im Abgang fein und anhaltend war. Mit Luft wurde der Wein, obwohl schon 1 Tag offen, immer besser. Cornu sgate uns auch, dass seine Ladoix- Weine an der Grenze zur Cote de Nuits liegen und eher Cote de Nuits Charakter aufzeigen als Cote de Beaune Weine. Wir können das nur bestätigen

Aloxe Corton 1er Cru La Mouttote 2009:
Dieser Wein wurde nicht geöffnet, da Cornu nur noch wenige Flaschen von diesem Wein besitzt. Nichts desto trotz kaufte ich 3x Flaschen davon, da ich viel Positives von diesem Wein gehört und gelesen hatte. Laut Cornu hat dieser ein Potenzial von 5- 10 Jahren,

Grand Cru Corton Bressandes 2009:
Was nun kam, verschlug mir die Sprache, denn ich hatte schon seinen 2005er Grand Cru Corton getrunken in 2008 und fand ihn damals schon genial. Aber dass er in 2009 so elegant ist, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Er war feinwürzig, elegant, dunkle Beeren und unglaublich lang im Abgang. Das Tannin extrem feinkörnig. Da konnte ich auch nicht ausspucken. So lecker war der Wein. Ein Wein zum sofort Trinken. Aber Cornu sagte, wir sollten lieber 10- 15 Jahre warten, denn dann hätte dieser Wein sein bestes Potenzial. Viele glauben gar nicht wie elegant ein Grand Cru vom Corton- Hügel sein kann. Aber es lohnt sich wirklich zu suchen.

Von Cornu ging es nach Savigny Les Beaune zum Weingut Pavelot, einige 1iere Crus probieren, 1er Cru Gravains 2009, 1er Cru Peuilttes 2009, 1er Cru Les Guettes 2009, 1er Cru Narbantons 2009

1er Cru Les Dominode 2009:
Dieser Wein fesselte mich, da sich hinter dem Tannin und Holzgerüst eine feine würzige Note gezeigt hat, welche in einem langen Abgang endete. Unterstütz durch eine feine dunkle Fruchtnote verbunden mit erdigen Noten. Sehr schön. Potenzial mindestens 10 Jahre oder auch mehr.
Alles feine Weine, die jedoch sehr vom Holz geprägt waren. Die unterschiedliche Lagencharakteristik kam aber bei allen Weinen sehr deutlich zum Ausdruck. Highlight war der La Dominode, der sich mit den Weinen der Cote de Nuits locker messen kann.

Abends wurde dann auf der Abbruchkante in St. Romain mit diversen Leckereien und entsprechendem Champagner gespeist. Mit schönem Blick auf St. Romain. Eine tolle Empfehlung unseres Freundes Harald. Ein wunderbarer Ausklang des ersten Tages.

Am Donnerstag ging es dann nach Rully. Auf dem kleinen Markplatz wurde noch genüsslich ein Cappucino getrunken, bevor es dann zum Wandern in die Berge ging. Ein kleiner Seitenweg führte hoch zu den Höhlen von Bouzeron. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick auf Rully.

Nach der Wanderung ging es zum Mittagessen in das Le Petit Blanc.
Dort nahmen wir das Menu mit Kaninchen in Weinsoße als Hauptgang. Wie immer war das Restaurant sehr voll um die Mittagszeit, dafür sehr gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen. Erst recht bei der leckeren Nachspeise: Creme Brulee. Getrunken haben wir einen 2009er Rully 1er Cru Pucelles vom Weingut Jacquesson. Ein fantastischer Wein, den man jetzt schon wunderbar genießen kann. Herrlich fruchtig mit einer schönen Mineralität. Wunderbar! An der Lage fuhren wir kurioserweise auch vorbei.

Nach dem Essen ging es wieder nach Rully, wo wir uns in Ruhe diesen wunderbaren Ort anschauten. Inklusive dem imposanten Chateau Rully. Der Tag in Rully endete mit einem Besuch des einzigen Weinladens vor Ort. Dort kaufen wir die letzten Flaschen Jacqueson 1er Cru Margote 2009 sowie einen Insidertyp zu günstigen Preisen, den 2009er Rully vom Weingut Jean Bapiste Ponsot

Von Rully fuhren wir dann zu einem Kurztrip nach Dijon über die Autobahn. Die Innenstadt ist wirklich schön mit alten Häusern und schönen Kirchen. Der Rest war eher dürftig.

Am Freitag wurde bei wunderbarem Wetter in Beaune gefrühstückt. Dort durfte ich auch gleich mal mit einem Weinberg- Trecker fahren. Eine lustige Sache.

Danach ging es zurück nach Pommard und wir schlenderten erst einmal länger durch das Dorf, das sehenswert ist. Zumal auch einige bekanntere Winzer dort vor Ort sind. Mann konnte Winzer als Küfer bei der Arbeit beobachten, an einigen Stellen wurde der 2010er Wein filtriert und abgefüllt mittels einer mobilen Abfüllanlage.

Gegen Mittag kehrten wir in einem neuen Restaurant, dem Auberge des Vignes ein, welches an der Straße zwischen Pommard und Volnay liegt. Für meine Frau eine fantastische Süßspeise und zu unserer großen Überraschung gab es dort einen fantastischen Wein, der mir eingeschenkt wurde: von der Farbe her goldfarben. Ich wusste nur, dass es ein Mersault war, nicht aber welches Jahr oder welche Lage. Dann wurde mir mitgeteilt, dass es ein 2001 Mersault Village Le Clos de Tavaux Monople vom Weingut Francoise Gaunoux ist. Ein herrliches Tröpfchen, auf den Punkt genau trinkreif und wunderbare Reife und Frucht. Wir lernten auch gleich die Besitzerin des Weingutes persönlich kennen. Sie ist auch sehr sympathisch.

Am Freitagabend ging es dann mit großer Spannung in das vielfach gelobte Sterne- Restaurant Aupre du Clocher. Die Vorfreude war groß. So bestellten wir gemeinsam das Menü Pommard (ca 40 €), welches uns von sehr guten Freunden sehr empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn das Essen war einfach fantastisch, sehr aromatisch und auch nicht zu übersichtlich. Zum Essen bestellen wir einen Mersault Village 2008 Charrons von Bouzereau. Ein herrlich mineralischer Wein, der hervorragend zum Essen gepasst hat. Ein super Wahl. Jeder Gang zeigte die Handschrift des Inhaber und Koches. Obwohl es nur 4 Gänge waren, waren wir hinterher papp satt.

Am Samstag ging es dann erst einmal zum Markt nach Beaune, den Marion ja noch nicht kannte. Es war wie immer sehr voll und wir ließen uns treiben. Zum Lunch kauften wir uns ein Bresse- Huhn.
Doch dann besuchten wir zum ersten Mal das wunderbare Hotel-Dieu in Beaune, welches bis 1971 noch ein Krankenhaus für bedürftige Menschen gewesen ist. Sehr imposant und unbedingt zu empfehlen.

Das Bresse- Huhn wurde anschließend genüsslich in den Weinbergen verspeist wurde. Wenn nicht da immer so viele Fahrradfahrer gestört hätten…

Nach dieser Stärkung ging es dann zu diversen Weinorten, die wir besichtigten. Vosne- Romanee, Chambolle- Musigy und Gevrey- Chambertin.

In Chambolle ging es dann noch einmal in einen Weinkeller zum Weingut Felettig, welches für seine Chambolle- Weine bekannt ist. Doch ich musste feststellen, dass diese alle viel zu verholzt waren. Das war eine echte Enttäuschung. Und den Echezeaux 2009 wollte er auch nicht aufmachen. So ging es ohne Weinkauf weiter.

In Gevrey- Chambertin wurde dann ein kleiner Zwischenstopp im Chez Guy eingenommen. Dort wurde eine typisch burgundische Wurst- Terrine (Jambon persillé maison) verspeist, wobei meine Frau sich dem leckeren Nachtisch frönte. Dazu gab es einen sensationellen Wein aus 2008, einen Puligny- Montrachet Le Trezin von Pierre Yves Colin . Mit einer herrlichen Mineralität und einem schönen Frucht- Säurespiel. Nun drängte die Zeit, da wir ja noch einen Termin in Marsannay hatten.

Wir kamen pünktlich bei Sylvain Pataille an, von ihm jedoch keine Spur. 15 Minuten später war er da. Für ihn sehr pünktlich. Wir waren nicht alleine, da ein sehr netter Belgier (Paul) ebenfalls zum ersten Mal in seinem Keller die 2009er Weine probieren wollte. Wir probierten zuerst seine Weißweine, die mir aber nicht so gefielen. Umso mehr dann sein Rose- Wein aus Marsannay.

Die roten Weine aus 2009 wirkten ein wenig süßlich, breit und konnten die nicht so typischen Lagenmerkmale darstellen. Ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig zu spät gelesen hatte. Das fiel besonders beim Marsannay Village Montagny 2009 auf, der die wärmste Lage seiner Weine darstellt. Erfreulicher war jedoch der 2009er Bourgogne. Welcher ein Jahr im Holzfass gelegen hatte und das durchschnittliche Niveau weit überschreitet, was Bourgogne- Weine angeht.

Sehr gut gefiel mir auch der Clos de Roi, der ebenfalls in 2009 sehr gut gelungen ist, auch wenn er noch die entsprechende Reife (5-8 Jahre) benötigt. Leider war die Zeit zu knapp bemessen, um mehr Zeit bei diesem sehr sympathischen Winzer zu verbringen, da wir einen Tisch in Volnay reserviert hatten.

Vom Hotel in Pommard Hotel Clos du Colombier , übrigens eine schöne Adresse an einem ruhigen, süßen Weinort, durch die Weinberge nach Volnay zum Restaurant Cellier la Volnaysien, wo wir einen Tisch reserviert hatten, um den Geburtstag meiner Frau entsprechend zu feiern. Leider war der versprochene Outdoor- Tisch nicht geöffnet, so dass es in den Keller ging. Wir nahmen beide ein 3 Gänge Menü. Dazu gab es einen wunderbaren 1991er Pommard 1er Cru Les Rugiens von Joseph Voillot. Ein toller gereifter süßlicher Wein, der den Burgund- Besuch wunderbar abrundete. Das ist das wahre Burgund: gereifte Burgunder!

So bleibt uns eine wunderbare Reise in Erinnerung, mit der großen Überraschung, dass wir nur Weißweine von der Cote d’Or tranken, was sonst nie der Fall gewesen ist. Das zeigt uns, wie groß doch das Potenzial der Weißweine im Burgund ist. Für mich eine sehr positive neue Erfahrung. Dank meiner Frau!

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Bericht & Pressemitteilung Verkostung Weißburgunderpreis in Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 20 Juli 2011

 „8 Finalisten stehen nach  der  Fachjuryverkostung fest“, so heißt es auch im 10. Jahr beim Weißburgunderpreis in Ilbesheim. Kaum zu glauben, aber der Ilbesheimer Weißburgunderwettstreit ist mittlerweile schon so alt!  Die Ilbesheimer pflegen eine lange Tradition mit der Rebsorte Weißburgunder. Lange bevor diese Sorte so nachgefragt war wie heutzutage, hatte die in Neustadt ansässige Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau an der Kleinen Kalmit eine Parzelle mit Weißburgunderreben zu Versuchszwecken bestockt. Man entdeckte  schnell, welches  Potential diese Rebsorte auf dieser Lage in sich barg. Gerade deshalb war es für die  Ilbesheimer naheliegend, nicht nur die Historische Weinbergsanlage Kalmitwingert mit Weißburgunderreben zu bestocken, sondern auch den Weißburgunderpreis vor zehn Jahren ins Leben zu rufen. Nach  zögerlicher Beteiligung in den Anfangsjahren ist der Wettbewerb mittlerweile etabliert in der Weinwelt. In  diesem Jahr konnten 144 Weine von 108  Pfälzer Weingütern verkostet werden. Von den eingereichten Weinen waren mehr als 50 % QbA-Weine, in leichte Kabinettweine und Spätlesen teilte  sich  fast paritätisch die restliche Hälfte auf.

Eine ausgesuchte Fachjury bestehend aus vierzehn Personen, (u.a. Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche, von K&M Bernd Klingenbrunn u.v.a.) die sehr viel Zeit mit Wein und dem Genuss dieses edlen Getränkes verbringen, sei es als Oenologen, Weinhändler, Journalisten oder Weinkenner, bewerteten die Weine blind nach dem 100 Punkte Schema. Nach einem sensorisch harten Vormittag mit 144 Weinen, wurden am Nachmittag 36 “Vorfinalisten“ nochmals verkostet. Die Vorfinalisten setzten sich zusammen aus den jeweils 8 Besten aus vier Verkostungsgruppen. Bei Punktgleichheit wurden auch mehr in die Vorfinalistengruppe aufgenommen (deshalb 36). Aus diesem Pool von Weinen wurden dann die 8 Finalisten für die Publikumsverkostung ermittelt. Den  Fachjurypreis erhält der Wein,  der aus diesen 8 die höchste Punktzahl bei der Verkostung erzielt. In diesem Jahr wurde diese Vorgabe zu einem regelrechten Krimi, denn 2 der 8 Weine erhielten, die identisch gleiche Punktzahl. Bei einer nochmaligen Verkostung hatte dann einer der Weine knapp die Nase vorn.

Bei der Publikumsverkostung am Samstag, 30. Juli 2011, ab 18.00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr, anlässlich des Ilbesheimer Kalmitfestes stehen diese 8 Besten im Dorfmittelpunkt öffentlich zur Verkostung bereit. Das Publikum kann aus diesen Finalisten seinen Favoriten wählen. Der Sieger des Publikumspreises und der bereits  ermittelte Sieger des Fachjurypreises werden am Sonntag, 31. Juli 2011, um 18.00 Uhr am Kalmitwingert, während des Kalmitweinfestes bekannt gegeben.

Diese Betriebe schafften den Sprung ins Finale:

Weingut Aloisiushof – St. Martin

Weingut Gies-Düppel – Birkweiler

Weingut Hauck – Maikammer

Weingut Meyer – Heuchelheim-Klingen

Weingut Schäfer – Neustadt

Weingut Schreieck – Maikammer

Weingut Wilker – Pleisweiler-Oberhofen

Weingut Ziegler – Weyher

Am Sonntag, 31. Juli 2011 um 18.00 Uhr findet dann an der  Historischen Weinbergsanlage  Kalmitwingert, im Rahmen des Kalmitweinfestes die Ehrung der beiden Gewinner statt.  

Vom Pfälzer Künstler Stefan Müller wurden zwei Kunstwerke gestaltet, die als Wanderpokale überreicht werden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann.

Wer Lust hat bei der öffentlichen Verkostung dabei zu sein, ist herzlich eingeladen, nähere Informationen dazu, und zum Kalmitfest, unter: http://www.ilbesheim.de 

Fotos: S. Schunck

Anmerkung von K&M:
2010 ist für den Weissburgunder wohl ein recht schwieriger Jahrgang, wie ich, aber auch einige andere nach der Vorprobe untereinander feststellen konnten. Viele der Weine wirkten recht säurelastig, teils recht spitz in ihrer Art, manche schmeckten regelrecht unreif, andere zeigten Sauvignon Blanc Aromen. Nein, Hochstimmung kam in unserer Gruppe nicht auf, es war daher recht schwierig, aus 36 Weinen 8 Weine zu ermitteln, die sich deutlich von den restlichen absetzten, mir persönlich gefielen lediglich 2 Weine sehr gut, die ich aber mit maximal 86 Punkten (D9) wertete. Der Rest krebste irgendwo zwischen 79-83 Punkten herum.

In der Finalprobe zeigte sich jedoch ein etwas homogeneres Bild, einige der sonst immer etwas zugunsten der „Wuchtbrummen-Weissburgunder“ auf den Plätzen landenden Kabinett-Weine schafften den Einzug ins Finale der besten acht, darunter mit Gies-Düppel auch einer meiner Favoriten, daneben gefiel mit ein Weissburgunder (der D9) aber auch sehr gut, gemacht von einem mir bis dato völlig unbekannten Weingut aus der Nordpfalz, bei dessen Aufdeckung ich zunächst dachte, die Kommission hätte einen Österreicher als Pirat eingeschleust, Name und rot-weiß-rote Aufmachung erinnerten stark daran und wie ich anschließend beim Besuch auf der Webseite feststellte, hat dies auf Grund österreichischer Wurzeln auch einen Grund. Aber das ist wieder ein anderer Bericht…

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Domaine de Creve Coeur & Clos de Mourres

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 2 Juni 2011

Weiter ging es nach Bouchet, auch hier standen Côtes du Rhone und Village-Weine aus dem Drôme und dem Vaucluse auf dem Programm und auch hier suchten wir eigentlich nichts besonderes, da ich aber für einen „kleinen“ Moment auf meine Frau warten musste, schaute ich mir mal einfach die Winzer genauer an, die da in unmittelbarer Nähe ihre Weine anboten. Einer stach mal wieder hervor. Ganz junger Typ, Vollbart, wuschelige Haare, etwas gewöhnungsbedürftige Künstleretiketten, also genau meine Zielgruppe 😉

Pablo Hocht (Domaine de Creve Coeur)Wir standen nun also am Stand der Domaine de Creve Coeur (übersetzt Herzensbrecher) und auf Englisch äußerte ich meinen Wunsch, die Weine zu probieren, da kommt ein „aber sehr gerne“ zurück und der junge Mann dahinter stellt sich in bestem Deutsch als Pablo Hocht vor.

Pablo hat eine interessante Vita. Nach Abschluss seines önologischen Studiums in Montpellier arbeitete er eine Zeit lang in Uruguay, bevor er wieder in seine Heimat Seguret zurückging. Ein Hektar Reben gehörte seiner Familie bereits und er experimentierte schon ein wenig bei der Weinbereitung. Im Frühjahr 2010 kaufte er dann zusätzlich zwei Hektar Reben in Seguret und vinifizierte seinen ersten offiziellen Wein, Jahrgang, den 2010er. Bei klangvollen Namen in der hiesigen Winzerszene hat er reingeschaut, z.B. bei Louis Barruol (Chateau Saint Cosme) in Gigondas.

Für den Jahrgang 2011 wird er noch weitere dreieinhalb Hektar in Seguret dazukaufen. Seine Weinberge sind in der Umstellung zur biologischen Landwirtschaft. Neben diesen sicherlich zeitaufwendigen Arbeiten findet er auch noch die Gelegenheit, einen Blog zu betreiben und auch bei Facebook an seinem Winzerleben teilzunehmen. Ein moderner Winzer, der aber traditionell arbeitet, was man schon an seinen rauen Händen merkt. Auf der ProWein gab es ein Wiedersehen und wir vereinbarten, in Kontakt zu bleiben, sobald seine 2010er Rotwein gefüllt sind. Mittlerweile hat er bereits einen Händler in Deutschland.

2010 Côtes du Rhone rosé
Cuvée aus Grenache und Cinsault, sehr frischer, auch kraftvoller, trinkiger Rosé.

2010 Côtes du Rhône rouge
100% Grenache, Füllung im Mai/Juni 2010, als Fassprobe ein herrlich feinwürziger Wein mit viel Trinkspaß.

2010 Côtes du Rhone Villages Sablet
80% Grenache, 20% Mourvedre, ausgebaut in 2-3 fach belegten Barriques, kommt im Oktober 2011 auf den Markt. Druckvoll, seidig, bin sehr gespannt auf diesen Wein.

Als letzte Station des Tages fuhren wir nach Cairanne, und das war im Nachhinein betrachtet eine der besten Entscheidungen der ganzen Reise, denn hier fanden wir einen der unvergesslichsten Weine der ganzen Reise und dieser ist bereits in unserem Sortiment. 

2009 Côtes du Rhône Villages Cairanne
Clos des Mourres (Jean-Phillipe & Ingrid Bouchet)

Schon immer hatte Jean-Philippe Bouchet den Traum vom eigenen Grund und Boden und das sein weiteres Schaffen etwas mit Wein zu tun haben muss. Denn die Leidenschaft für Wein wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt, fast täglich verbrachte er mit den Großeltern im Sommer den Tag im Weinberg, während der Lese im Herbst am liebsten auf dem Traktor, hier sind die Wurzeln für die Leidenschaft und den Respekt für Boden und Reben, die Achtung vor Mutter Erde.

“ Werte, die ich von meinem Großvater übernommen habe. Abends haben wir dann im Kamin gegarte Kartoffeln gegessen und dazu einen Salat aus einer besonderen Sorte wilden Löwenzahns, den man hier mourre nennt (der fängt an zu welken, kaum dass man ihn über der Wurzel abgeschnitten hat), das Ganze angemacht mit einer Vinaigrette aus Essig, Olivenöl, Knoblauch und Tomate. Geschmacks- und Geruchserlebnisse, die heute noch lebendig sind.“

Nach verschiedenen Berufserfahrungen, von denen Jean-Philippe jede ein Stück näher an die Welt des Weins heranführte, konnte er Anfang 2009 mit dem Kauf von 5 Hektar Rebfläche seinen Traum verwirklichen. Nach einem Tag mit Kindern und Eltern im Weinberg, wo sie in alter Erinnerung und um diese Leidenschaft an ihre Kinder weiterzugeben mourres gepflückt hatten, war am Abend auf einmal der Name der Domäne gefunden! „Le Clos des Mourres“!

Die 5 Hektar Weinberge (im Schnitt 45 Jahre alt) erstrecken sich über zwei Gemeinden, Cairanne und Saint Roman de Malegarde. Sie wachsen am Nordwest-Hang des Col-du-Débat-Passes und bescheren den Reben um das Dörfchen Vaison la Romaine ein einzigartiges Kleinklima, um sensationell dichte und komplexe Weine wachsen zu lassen. Durch diese Lage profitieren die Reben vom Einfluss des Mistral-Winds, der sie vor Krankheiten schützt.

Jean-Philippe und Ingrid BouchetJean Philippe sieht sich selbst als Weinhandwerker, weil das Wort „Handwerker“ beinhaltet, dass man mit seinen Händen arbeitet. Aber er ist auch – und in erster Linie – Bauer, denn „ich will die Erde bearbeiten – und dies auf naturnahe Weise.“
In der biodynamischen Praxis hat er Antworten und Lösungen gefunden, die mit seinen eigenen Überzeugungen im Einklang stehen und es ihm ermöglichen, dank gesunder Mikro-Organismen lebendige Böden, ein verbessertes Gleichgewicht im Rebberg und einen regen Austausch zwischen Boden und Rebwurzeln zu erreichen. Und dies ist für ihn der einzige Weg, die Besonderheit des Terroirs zum Ausdruck zu bringen.

Bei allen Arbeiten richtet er sich nach dem Mondkalender. Kompost- sowie kieselsäurehaltige Präparate werden auf den Boden bzw. die Weinblätter gesprüht. Die Böden werden zwei bis drei Mal im Jahr mit Pflug und Hacke schonend bearbeitet. Gegen Schädlingsbefall werden nur Schwefel sowie ein Minimum an Kupfer eingesetzt.

Die handgelesenen und bereits im Weinberg sortierten Trauben werden in kleinen Behältern, in denen sie nicht beschädigt werden, zum Keller gebracht. Dort werden sie teilweise entrappt und in Tanks gefüllt ohne gepumpt zu werden. Nach einigen Tagen Kaltmaischung setzen indigene Hefen ganz natürlich die Gärung des Mosts in Gang. Bei der Vinifikation folgt jeder Tank seinem eigenen Rhythmus. Die Gärungszeit beträgt ca. drei Wochen und wird von gelegentlichem Untertauchen des Tresterhutes bzw. Umpumpen der Maische begleitet. Letztere finden unter Luftausschluss statt, damit der Wein seine Fruchtigkeit bewahrt. Anschließend reift er acht Monate in Betontanks. Nach einmaligem Abstich wird dann der fertige Wein ohne Filterung in Flaschen abgefüllt. Für die Abfüllung wählen wir nach dem Mondkalender einen Fruchttag aus, dessen Energie dem Wein zugute kommen soll.

Boden:
Die Parzellen liegen zwischen 200 und 280 Metern Höhe auf Lehm-kalkhaltigen Böden.

Degustation:
Premierenjahrgang für die biodynamisch arbeitende Domaine und was für einer.

Dieser CAIRANNE ist unser ganz besonderer Tip für Sie, eine Entdeckung unserer Reise zur Fachmesse Decouvertes en Valle du Rhône 2011, vor Ort für uns der beste Wein der Appellation und einer der besten Weine, die wir in der letzten Zeit getrunken haben. Großzügiger, intensiver und gleichzeitig tiefer Duft nach dunkeln Beeren. Am Gaumen von großartiger Fülle, wunderschönes, fast seidiges Mundgefühl, enorm druckvoll ohne schwerfällig zu wirken, langer Abgang, wird sicher auch ein Langläufer sein, hat Potential über 2020 hinaus.

Minimaler Ertrag von knapp 20 hl/ha, kein Holz, gereift in Zementtanks. Mini-Produktion von 5.800 Flaschen.

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Riesling, Riesling, Riesling!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 26 August 2010

Riesling, Riesling, Riesling!

Riesling, ja ich gebe zu: ich bin Riesling-versaut. Umso schöner, wenn man dann eine Menge an Probeflaschen angesammelt hat, um sie miteinander zu vergleichen. Das haben wir dann gestern Abend in unserer Frankfurter Nordendfiliale gemacht, allerdings in ganz kleiner Runde.

Los ging es mit einer Neuentdeckung aus Nierstein an der Rheinfront

Das Weingut Raddeck war bis dato nicht auf meinem Weinbildschirm vertreten und würde der Bruder des Winzers nicht in der Bankenmetropole arbeiten, wäre es dies wohl auch noch heute.  So aber stand er plötzlich im Laden und bot uns eine Probe am Weingut an, der sind wir dann am 7.August bei herrlichem Wetter gefolgt. Das Weingut hatte seinen Standort bis vor kurzem noch im Ortskern von Nierstein, mittlerweile ist das Weingut ausgesiedelt an den Hummelberg, mit imposantem Gebäude und phantastischem Blick über den Rhein und Nierstein.

Die Weine haben uns in ihrer sauberen, klaren und präzisen Art sehr gut gefallen. Vom einfachsten Riesling in der Literflasche bis zu den Prmeiumweinen, die hier „S“ heißen. Mehr zum Weingut dann, wenn die Flaschen bei uns zum Verkauf im Regal stehen.

Los ging es mit:

2009er Riesling Liter Qba (Drehverschluss) 12,5% Alk.
Weingut Raddeck / Rheinhessen / BIO
à demnächst bei K&M
Ein angenehmer, nicht zu säurebetonter Vertreter seiner Zunft. Gewisse Leichtigkeit, zarte Würze, süffig, ohne banal zu wirken.

2009 Rieslng Melsheimer Qba trocken (Drehverschluss) 11,5% Alk
Weingut Melsheimer / Mosel / BIO
 
Thorstens Einstieg, deutlich ambitionierter, wirkt „erwachsener“, Säure rescher, präsenter, hat mehr Biss am Gaumen, tiefgründiger. Kostet aber auch das doppelte, ist aber angesichts dieser Einstiegsqualität angemessen.

WAS kommt nach Gunter Künstler? Erst mal nichts und dann viele kleine, ambitionierte gute Winzer. (Schäfer, Himmel, Schreiber etc.). Aber keiner, der dem verdienten Platzhirschen ernsthaft Paroli bieten könnte. Einem, dem ich es zutraue ist Fabian Schmidt. Nicht nur, weil sein Weingut im ehemaligen Künstler-Domizil nebst einem schönen Restaurant beheimatet ist.

2009 Hochheimer Riesling Kabinett trocken (Drehverschluss) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
In der Nase zunächst ein fruchtgeladener Auftakt, „voll der Pfirsich“, am Gaumen dann etwas weicher als die Weine zuvor, hat vermutlich auch ein wenig mehr Restzucker, ein guter, vielleicht etwas gefälliger Wein, der aber für 5,50 € zu haben ist.

2009 Hochheimer Riesling Kabinett trocken ² (Drehverschluss) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
In der Nase noch deutlich von hefigen Noten geprägt. Der Unterschied zum vorherigen Wein ist mir trotz gleicher Bezeichnung nicht bekannt, die Hoch2 sind nur ein handschriftlicher Vermerk des Winzers, auf jeden Fall ist der Wein deutlich komplexer, am Gaumen auch mit einer größeren Vielschichtigkeit, es wechseln sich die Eindrücke von Frucht und Würze, dunkler Mineralität, hat auch deutlich mehr Kraft und Substanz, ist vom Stil etwas „wärmer“. Könnte mir vorstellen, dass der Wein ein Sponti ist und eventuell im Holz war. Werde mich aber mal beim Winzer erkundigen.

2009 Riesling vom Vulkangestein trocken (Drehverschluss)  ?? %Alk.
Weingut von Racknitz / Nahe – (demnächst bei K&M)
Im Duft eher knappe Frucht, dafür Hefe pur! Ca. 3 Wochen auf der Flasche. Wirkt deutlich kräftiger als sein Jahrgangsvorgänger, der sich im Moment wunderbar auf der Zunge mit Noten von Thymian und Zitrusfrüchten präsentiert. Ist auch viel verspielter, der 09er hat mehr „Grundbums“, wir lassen den jetzt mal 2 –3 Tage offen im Kühlschrank „ziehen“, mal schauen, was da passiert. Strukturell und vom Mundgefühl einer der spannendsten Wein bis dato, für Riesling-Puristen und eher schwierig für Limotrinker 😉

 

2009 Riesling QbA trocken „Edition S“(Premiumlinie) (Naturkork) 13,5% Alk
Weingut Raddeck / Rheinhessen / BIO 

Recht molliger Typ, Fruchtbowle mit Erdbeeren und Wodka, extrem breitschultrig, sattmachend, fett, Restzuckerl. Säure da, aber durch die Wucht nur ganz weit hinten erahnbar. Für uns von allem etwas zuviel.

 

2009 Hochheimer Hofmeister Riesling Spätlese trocken Alte Reben (Naturkork) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
Wieder etwas klarer und leichter in seinem Auftreten als der Wein zuvor. Wirkt leicht bonbonhaft, ganz dezente Bitternote, feine Säure. Überzeugt eher durch seine Filigranität als durch Power und lautes Rumgekreische. Etwas mehr Druck stünde ihm gut. Verfolgenswert.

 

2009 Hochheimer Hölle Riesling Spätlese trocken Alte Reben (Naturkork) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
Erstmals im Juli beim Public-Viewing zum Spiel um Platz 3 getrunken. Für schlappe 8,50 € ab Weingut. Auch hier eher wieder filigran am Anfang, zitronige Noten, macht derzeit keine gute Figur. Was ihn im Juli auszeichnete, Schmelz, Kraft, Länge, Trinkvergnügen, von diesen Attributen ist er im Moment etwas deutlich entfernt. Verschlussphase? Ich fürchte ja.

 

2008 Riesling Spätlese trocken „Berghauptener Schützenberg“ (Naturkork)
Weingut von und zu Franckenstein / Baden
KORK

 

2009 Riesling Spätlese trocken „Westhofen Morstein“ (Naturkork) 13,5% Alk.
Weingut Winzerfamilie Flick / Rheinhessen
Eine sogenannte „Bürgerjury“ erkor diesen Wein vor etwa 4 Wochen zum Sieger der Twitter Wine Awards 2010, im Twitterfachchargon kurz #TWA genannt. Und womit: mit Recht! Auch hier 13,5 % Alk. Wie bei Raddeck´s Edition S, aber deutlich besser integriert. Faszinierendes Nasenspektrum: Rauch, Orangenzesten, dazwischen kühle Kalknoten. Am Gaumen kraftvoll, entwickelt Spannung und Druck im Mund, hat immens Kraft, leichtes Zuckerl, dass aber gegen Ende von der Mischung aus Mineralität, Kraft und reifen Früchten wunderbar eingefangen wird. Da muss ich der Bürgerjury ein großes Kompliment machen. Für mich 90 Punkte und auch mit konsumentenfreundlichem Preis um die 10 € , glaub ich zumindest. Macht neugierig auf den noch vorhandenen Silvaner und Weissburgunder.

Zum Abschluss gab es dann noch etwas besonderes, einen deutschen Riesling aus Rheinhessen, von dem exakt kosmosweit 18 Flaschen existieren. (Jetzt nur noch 17 😉 )Den gibt’s natürlich nicht im Verkauf, den gibt es nur für besonders fleißige Weinhändler. Die Beschreibung gibt’s dann aber erst morgen.

Würde uns freuen, wenn ihr dann wieder einschaltet 😉

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4. Twittertasting #twv Interview in HR4

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 22 Januar 2010

Hallo liebe Sportsfreunde,

keine Twitterverkostung – kurz #twv –  hat medial bisher so viele Wellen geschlagen, wie die letzte von uns veranstaltete. Dank der Teilnahme einer Redakteurin von der Deutschen Presseagentur (DPA) berichteten in den folgenden Tagen zahlreiche Online Medien wie Focus, Financel Times, Handelsblatt , die Berliner TZ, WAZ und viele andere lokale Online Ausgaben über diese Art der Weinverkostung.

Auch der Hessische Rundfunk war interessiert und so saß ich am vergangenen Montag zumindest nicht alleine mit einem Glas Wein vor dem Laptop. HR-Redakteurin Maike Brathge war interessierte Beobachterin!

Was dabei herausgekommen ist, läßt sich hier anhören:

Interview

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4. Twittertasting #twv 05 Sangenis i Vaque tinto Spanien / Priorat

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 20 Januar 2010

Nach dem 08er Schieferriesling „Grauschiefer“ vom Weingut Altenkirch aus dem Rheingau war als Rotwein am gestrigen 4. Twittertasting #twv nun der besagte Schieferwein 2005er Porrera tino vom familiengeführten Weingut Sangenis i Vaque an der Reihe. Einige Bloggerkollegen haben schon eifrig in die Tasten gehauen, aus Gründen der Befangenheit gebe ich zu den Weinen keine Kommentare ab, freue mich aber, dass beide Weine wohl sehr gut angekommen sind. Hier ein Review:

DonSimon hat einiges zusammengefasst:
http://donsimons.blogspot.com/2010/01/review-4-twitterweinverkostung-paket.html

Auch Mitverkoster Peter alias marcodatini hat seine Beobachtungen „zu Blog“ gebracht
http://marcodatini.posterous.com/twitterweinverkostung-42-vkn

Die nächste und damit 5. Twitter-Weinverkostung findet übrigens am Montag, den 8.2. und eine Woche später am 15.2.2010 statt, diesmal mit Weinen vom Weingut Johner statt. Einfach den folgenden Link anklicken.

http://blog.johner.de/2010/01/twitter-wein-verkostung-twv-unser-probepaket/

dpa-Artikel bei Focus online:
http://www.focus.de/digital/internet/twitter-weinverkostung-in-140-zeichen_aid_472064.html

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«Hiermit eröffne ich die 4. #twv, wer beginnt??»

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 18 Januar 2010

Weinverkostung

Fachsimpeln in 140 Zeichen: Freunde des Rebsaftes treffen sich zum Testen bei Twitter

erstellt 18.01.10, 09:58h, aktualisiert 18.01.10, 12:01h
Eine junge Frau kostet ein Glas Rotwein während einer Online-Weinverkostung über die Webseite Twitter (FOTO: DPA)
Leipzig/Dresden/dpa. Wie viele Worte darf ein Weinliebhaber machen, um sein Urteil über einen edlen Tropfen zu fällen? Nicht viele – jedenfalls wenn er seine Meinung bei einer Twitter- Weinverkostung kundtun will. Maximal 140 Zeichen darf ein Beitrag dort lang sein. Weinfreunde schreckt diese extreme Begrenzung nicht, im Gegenteil: Seit einiger Zeit verabreden sich regelmäßig Menschen aus allen Ecken der Bundesrepublik, zeitgleich den gleichen Wein zu kosten – und sich dann bei Twitter darüber auszutauschen. «Das macht einfach Mega-Spaß», sagt Simon Atzei (34), Organisator der Internet- Weinverkostung, im Twitter-Slang #twv genannt.
«3-2-1-0 Peng: hiermit eröffne ich die 4. #twv, wer beginnt??», tippt Weinhändler Bernd Klingenbrunn an einem Abend kurz vor halb neun in seine Tastatur. Sofort twittert («zwitschert») die Fan- Gemeinde los: «Schöne hellgelbe Farbe und eine erste Überraschung in der Nase!», urteilt einer über den Riesling aus dem Rheingau. Alle Teilnehmer haben den Wein zuvor bei Klingenbrunn gekauft, der eigens für die Twitterer ein Probierpaket mit einem weißen und einem roten Wein zusammengestellt hat. «Schraub schraub schraub», meldet sich der nächste, denn der Wein hat keinen Korken.
«Die Idee der Online-Verkostungen ist nicht so neu», sagt Atzei. Immer mal wieder habe es einzelne Aktionen gegeben. Neu ist aber, dass die Twitter-Weinverkostungen jetzt regelmäßig stattfinden. Atzei hat die Koordination in die Hand genommen und die Regeln aufgestellt: Weinhändler oder Winzer, die im Internet unterwegs sind, sollen ein Paket mit zwei Weinen zusammenstellen. Wer mag, bestellt das Paket. Kostenpunkt: höchstens 20 Euro, inklusive Lieferung. Danach wird ein Termin zur Verkostung bestimmt. Mitmachen kann jeder – egal ob Profi oder Laie.
«Wir hatten bisher immer ungefähr 15 bis 20 Mittrinker», berichtet Atzei, im «richtigen Leben» Betriebswirt und Familienvater. Nicht jeder, der das Paket bestellt habe, traue sich dann auch tatsächlich, via Twitter mitzudiskutieren. «Viele lesen auch einfach nur mit.» Verkostet wurde schon so allerlei: Pinot Grigio, Rotwein aus der Toskana, Bioweine. Ob auch Weine vom Discounter mal Thema werden könnten? Atzei ist bei Massenware skeptisch. Ein «gewisser Anspruch» sei bei den Twitterern schon vorhanden.
Lutz Heimrich hat sich als Weinhändler an einer der ersten Twitter-Proben beteiligt. «Ich fand die Idee total witzig», sagt der 45-Jährige, der in Dresden einen großen Online-Handel betreibt. Einen echten wirtschaftlichen Nutzen habe er nicht davon gehabt; dafür seien die verkauften Mengen einfach zu klein. «Es hat uns vielleicht ein bisschen Reputation gebracht.» In Deutschland sei die Twitter- Nutzung einfach noch nicht so verbreitet wie in den USA. Dort nutze etwa ein großer Computer-Hersteller seine Twitter-Fan-Gemeinde, um eigens zusammengestellte Geräte an den Mann zu bringen. Trotzdem, sagt Heimrich, würde er sofort wieder eine Twitter-Weinprobe machen.
Dass die Kombination Wein, Internet und Twitter in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen könnte, glaubt auch Frank Schulz, Sprecher des Deutschen Weininstituts in Mainz: «Das ist ein wirklich spannendes Thema, weil sich da unheimlich viel tut.» Aus Kontakten in die USA wisse er, dass Twitter-Tastings dort schon deutlich größere Dimensionen haben. «Wenn da ein Wein gut bewertet wird, dann wirkt sich das auf den Handel aus.»
Der #twv-Organisator Simon Atzei hat weniger den kommerziellen Aspekt im Blick. Er ist nach eigenem Bekunden «rein privater Weinliebhaber». Atzei nimmt auch an realen Weinproben teil, die seien allerdings manchmal etwas gezwungener, und auch der Aufwand sei größer als bei den Twitter-Weinverkostungen. Auf 200 bis 300 Leute schätzt er die Online-Wein-Blogger-Szene in Deutschland. Gleichgesinnte an einem Ort zu versammeln sei schwierig, #twv insofern perfekt, sagt der 34-Jährige.
Birgit Zimmermann, dpa

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4. Twittertasting #twv : das K&M Probepaket für 19,80 € frei Haus

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 20 Dezember 2009

Twitter ist derzeit das dynamischte Medium im weltweiten Netz. Und wer glaubt, dass da nur dummes Zeug parliert wird, irrt. Viele reale Bekanntschaften wurden geschlossen, das ein oder andere Restaurant gerockt und vorallem viel über Wein, Gott und die Welt geredet. Legendär ist jetzt schon die After-Twittagessen-Party beim „Blogwart“ und Winzer Dirk Würz.

Initiator des Twittertastings, in der Twitterwelt  kurz #twv genannt, war Simon alias DonSimon_, wie es dazu kam, findet ihr auf seinem Blog Don Simon.

Das 4. Twittertasting bzw. den Probiersalesday dürfen nun wir von K&M Gutsweine (wir twittern hier) ausrichten, nach den Vorlagen von Weinlounge, Superiore und Probiowein kein leichtes Unterfangen, aber wir denken, zwei ideale Weine mit einem exzellenten Preis-/ Genuss-Verhältnis ausgesucht zu haben.

Schiefer-Weine aus dem Priorat & Rheingau

Wir stellen zwei wunderbare Weine von Schieferböden vor, der eine, ein 2008er Riesling trocken „Grauschiefer“ stammt von der japanischen Kellermeisterin Tomoko Kuriyama vom Weingut Altenkirch in Lorch im Rheingau. Tomoko hat das Weingut nach einer kleinen Schwächephase wieder auf den richtigen Kurs gebracht, wie auch Niko Rechenberg bemerkt: „Kompliment, was für eine aufregende Entdeckung! Wenn Quereinsteiger wie Kellermeisterin Tomoko Kuriyama – sie arbeitete früher im Marketing von Motorola, Gesellschafter Andreas von Rosen, ein ehemaliger Investment-Banker aus Frankfurt und die zweite Gesellschafterin Franziska Breuer-Hadwiger, früher Maschinenbautechnikerin bei Linde – solch eigenständige Weine präsentieren, wird der Rheingau tatsächlich aufgemischt.“ (Nikos Weinwelten)

Einen Artikel über Tomoko und das Weingut aus der FAZ am Sonntag finden Sie hier

Wein zwei kommt aus einer der spanischen Kultweinregionen, dem Priorato.

Spektakuläre Schieferterrassen und alte Reben, was im ersten Moment nach Mosel klingt, trifft auch auf die Region im Hinterland von Barcelona zu. Die kleine Weinregion Priorat im Gebirge südwestlich von Barcelona bietet eine spektakuläre Topographie, steile Weinberge, teilweise winzige Terrassen in den Fels gehauen, pittoreske Bergdörfer, etwas abgelegen und verschlafen. Die Winzer der Region sind aber ganz und gar nicht verschlafen. Ihr einzigartiges felsiges Terroir und die zum Teil ganz alten Rebbestände nutzend, haben sie sich mit ihren Top-Rotweinen in den letzten Jahren an die Qualitätsspitze Spaniens gesetzt. Allerdings konnten die “kleineren” Weine oft nicht mit den herausragenden Qualitäten der besten Weine mithalten. Besonders günstig kann die Region aber nie sein, da stehen die schwierigen Arbeitsbedingungen in den Steillagen davor. Nach langem Suchen haben wir nun mit dem Familienweingut Sangenis i Vaque einen exzellenten Erzeuger gefunden, der gerade über seine gesamte Kollektion herausragendes leistet. Bereits der 2005er Sangenis i Vaque tinto , ausgebaut ohne Neuholzeinsatz und von schwarzen Schieferböden stammend, zeigt die typische Konzentration der Frucht, dunkle Beeren, Brombeere, und die kühle Schiefermineralität, perfekter Wein für Freunde dichter, konzentrierter Weine, mit etwas über 10,00 € immer noch sehr preiswert. Passt übrigens wunderbar zu getrüffelter Perlhuhnbrust mit getrüffeltem Kartoffelpüree.

Das Paket kostet € 19,80 frei Haus und ist unter folgenden Link bis zum 04.01.2010 23:59 Uhr zu beziehen.

Als Verkostungstermine schlagen wir nach Absprache mit Don Simon mal den Montag, den 11.01.2010  für den Riesling Grauschiefer und Montag, den 18.01.2010  für den Sangenis i Vaque tinto vor.

Beginn ist jeweils 20.30 Uhr

Wir würden uns ganz doll freuen, wenn sich wieder viele Twitterer beteiligen und wir gemeinsam die Weine verkosten und genießen können.

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