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Burgund ganz in Weiss – Die Weinkolumne der WAMS & CaptainCork über Romaric Chavy/Burgund

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 26 Juli 2012

Günstiges Burgund: Ganz in Weiß

Der Captain berichtet aus einer seiner Lieblingsregionen über seine Lieblingsreligion: Fetten Chardonnay aus der Burgund. Dort hat er ein neues Weingut entdeckt, dass so gut wie die besten ist. Aber (noch) nicht so teuer.
Hier weiterlesen.

Zur Einführung gibt es auf die beiden Top-Weine St. Aubin und Puligny-Montrachet einen 10 %igen Einführungsrabatt.

WAMS Kolumne

Domaine Huber & Romaric Chavy-Chouet  (Burgund)

Romaric Chavy

NEU BEI K&M!

Eine Entdeckung der Fachmesse „Grand Jour de Bourgogne 2012“

Das Weingut entstand durch den Zusammenschluss zweier Weingüter in Puligny-Montrachet und Meursault, heute bewirtschaften Vater Hubert und Sohn Romaric Chavy in 6. und 7. Generation 13ha Reben in besten 1er Cru Lagen von Meursault, Puligny Montrachet, St. Aubin, Volnay und Pommard. Der Schwerpunkt der Weingärten befindet sich in den besten Parzellen von Puligny und Meursault. Es werden hauptsächlich Weißweine aus der Rebsorte Chardonnay erzeugt, dazu rote Burgunder in Pommard und Volnay aus der edlen Pinot Noir Rebe.

Auf der Domaine Chavy-Chouet geht man eher pragmatisch an die Weinerzeugung. Obwohl man sowohl im Weinberg als auch im Keller auf größtmögliche Natürlichkeit der Produktion achtet, will man sich nicht kategorisch auf organische oder gar biodynaische Erzeugung festlegen, sondern lieber entsprechend den Wetterverhältnissen eines Jahres reagieren können. Denn im Zentrum allen Handelns der Familie Chavy steht die Gesundheit und Reife der Trauben und folglich die Qualität des Weins in der Flasche. So wurde z.B. im Hitzejahr 2003 darauf geachtet, dass möglichst alle Trauben durch Laub beschattet blieben, während man in regnerischen Jahren konsequent die Traubenzone entblättert hat, die Trauben teilweise halbiert wurden um sie möglichst lockerbeerig zu halten, gleichzeitig hat man die Laubwand um 30 – 50 cm höher wachsen lassen um genug Blätter für eine ausreichende Photosynthese zu erhalten.

Auch beim Thema traditioneller Kellerausbau oder nutzen moderner Technik lassen sich Vater und Sohn Chavy nicht auf ein entweder oder ein, lieber suchen sie sich das aus, was aus ihrer Sicht das Beste für die Qualität ihrer Weine ist. Und diese gibt den beiden in höchstem Maße Recht! Ihre Weine spiegeln auf das feinste das jeweilige Terroir wieder, von dem sie stammen, schon jung begeistern sie mit einer großartigen Struktur, fester Mineralik und animierend frischer Frucht, die ganze Klasse zeigt sich aber fast immer erst nach einigen Jahren Reife, dann erfährt man hier die ganze Klasse der edlen weißen Burgunderweine.

Bourgogne Aujourd´hui (6.6.2012)

Das französische Weinfachmagazin Bourgogne Aujourd´hui (Ausgabe Juni/Juli 2012) feiert Romaric Chavy als Entdeckung an der Cotes des Beaune, Bereiche St. Aubin, Mersault, Chassagne-Montrachet, Puligny-Montrachet vom Village Wein bis zum Grand Cru. Die Bewertungen beziehen sich auf den Jahrgang 2011. Wir haben aus 2011 den „Femelottes“. 2010 gilt im Burgund als sehr großes Jahr mit enorm lagerfähigen Weinen, selbst viele Winzer ziehen 2010 dem 2009er vor, lezterer erbrachte doch recht mollige, schwere Weine hervor, während 2010 sich durch eine großartige Balance von Reife, Säure, Extrakt auszeichnet. Einfach ein perfekter Jahrgang! Romaric ist mit dem 2010er ab Hof komplett ausverkauft, die 2011er 1er Crus kommen im September in den Verkauf.

Unser Sortiment beinhaltet 3 Wein(e) vom Erzeuger
>>Chavy-Chouet<<

DIREKT zu den Weinen des Winzers.

Verkostung der Weine am 9.8.12 // 18-21 h Laden Nordend
Verkostung der Weine am 10.8.12 // 17-21 h Laden Bockenheim

P.S. Die Weine von Michel Martin / Cote d´Or und Cheveau / Pouilly-Fuissé sollten Sie nicht versäumen, auch hier gab es schon einige Empfehlungen seitens kundiger Weinjournalisten!!

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Nicolas Cheveau white Burgundy from Pouilly Fuisse recommended on Jancis Robinson web site

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 1 November 2011

We were thrilled to read the following revue by Tamlyn Currin on Jancis Robinson’s web site http://www.jancisrobinson.com

Nicolas Cheveau

„I don’t often go back twice, no, three times, during a tasting to the same wine. It’s even more rare that it’s a white Burgundy under £15 that has thrilled me so much. Of course, the price is probably everything to do with the fact that it hails from the sunny Mâconnais and doesn’t have the illustrious postcodes of its northern neighbours. But that doesn’t detract from the fact that this bottle of sunny Chardonnay is a serious summer bargain.

Domaine Cheveau is run by Nicolas Cheveau, who has 14 ha across the Mâcon, with a small underground winery in Pouilly. It was started by his grandfather André in 1950, and Nicolas has now taken over from his father Michel. As is not entirely unusual, all the grapes are picked by hand and he doesn’t use fertilisers, but he must be doing something special because the purity and clarity of his wines really sing out. The other delightful thing about this particular wine is that it needs no patience; it is absolutely deliciously ready to drink right now. Although, judging by comments from others on the 2009 vintage, it will certainly keep well for a couple of years.

This particular wine is from a small parcel of relatively young vines (16 years) grown on a clay-limestone hillside. There is no oak used – all stainless steel – but the wine is kept on fine lees for eight months. It clocks in at a civilised 13.5% alcohol.

My scribbled notes read, ‘An inviting nose with a hint of creaminess, hazelnuts and juicy yellow peach. Gentle roundness and weight, apricot tang and crisp apple. This really opens up and spreads across the mouth. Backbone of minerality. Real intensity. Tense acidity. Long. Superb. VVGV!’

Cheveau also makes a gorgeous Bourgogne Blanc and a much more serious Pouilly-Fuissé called Les Trois Terroirs, both of which are being sold in the UK at Caviste (along with the Sur Le Mont) for £13.95 and £18.95 respectively. The 2009 vintage, which Jancis recommended in 75 sure-fire whites, is available too.“

Derzeit verfügbare Weine bei K&M:

2009 Domaine Cheveau Macon Solutré-Pouilly (ausverkauft)
2010 Domaine Cheveau Macon Solutré-Pouilly @ € 10,90 € pro Flasche
2010 Domaine Cheveau Bourgogne Blanc @ £13.95 per Bt
2009 Domaine Cheveau Pouilly Fuisse ‘Trois Terroir’ @ € 14.40 pro Flasche

Weitere Weine und Auszeichnungen finden Sie auf unserer Webseite http://www.gutsweine.com, direkt zu Nicolas Weine bitte hier klicken.

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Gastbeitrag – Eine Burgundreise mal ein wenig anders als sonst

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 August 2011

von Robert K. aus Fankfurt, seines Zeichens Burgunder-Liebhaber.

Wir waren vom 26.07.11- 31.07.11 mal wieder im Burgund. Und nun zum ersten Mal gemeinsam mit meiner Frau. Die Vorfreude war entsprechend groß. Der erste Tag gestaltet sich mit diversen Winzerbesuchen. So holte ich erst mal meine fantastischen Weine von Jean Michel Guillon in Gevrey Chambertin ab. Dort hatte ich folgende Weine reserviert:

Gevrey Chambertin Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Les Champonnets Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Petit Chapelle 2009

Grand Cru Mazis Chambertin 2009

 Grand Cru Clos de Vougeot 2009

Da auf dem Weingut gerade abgefüllt wurde, konnten die Weine nicht verkostet werden. Diverse verkostete Weine von diesem Weingut haben immer mein Interesse geweckt, da sie ein tolles Geschmackserlebnis boten und sich zudem sehr fein die unterschiedlichen Charaktere der Lagen in den Weinen widerspiegelten.

Alle Weine haben zudem ein fantastisches Preis/Leistungsverhältnis.

Dann ging es weiter zu einem meiner Lieblings- Weingüter: Edmond Cornu in Ladoix.
Wir wurden wie immer sehr herzlich vom Junior empfangen, der sich auch entsprechend Zeit für uns nahm, obwohl wir nicht angemeldet waren. Was in Burgund an sich nicht typisch ist.

Folgende Wein wurden verkostet:

Ladoix 1er Cru de Bois Roumot 2009:
Ein jetzt schon gut zu trinkender Wein, der nicht zu tanninbetont ist, sondern eher frisch und fruchtig (rote Früchte) daher kommt. Hat ein Potenzial von 2-3 Jahren und würde sehr gut zu gebratenem Fisch passen.

Ladoix 1er Cru La Corvee 2009:
Ein toller Wein mit feinen Tanninen, elegant und wunderbar eingebunden. Potenzial 5- 10 Jahre. Eine rotbeerige Frucht, die im Abgang fein und anhaltend war. Mit Luft wurde der Wein, obwohl schon 1 Tag offen, immer besser. Cornu sgate uns auch, dass seine Ladoix- Weine an der Grenze zur Cote de Nuits liegen und eher Cote de Nuits Charakter aufzeigen als Cote de Beaune Weine. Wir können das nur bestätigen

Aloxe Corton 1er Cru La Mouttote 2009:
Dieser Wein wurde nicht geöffnet, da Cornu nur noch wenige Flaschen von diesem Wein besitzt. Nichts desto trotz kaufte ich 3x Flaschen davon, da ich viel Positives von diesem Wein gehört und gelesen hatte. Laut Cornu hat dieser ein Potenzial von 5- 10 Jahren,

Grand Cru Corton Bressandes 2009:
Was nun kam, verschlug mir die Sprache, denn ich hatte schon seinen 2005er Grand Cru Corton getrunken in 2008 und fand ihn damals schon genial. Aber dass er in 2009 so elegant ist, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Er war feinwürzig, elegant, dunkle Beeren und unglaublich lang im Abgang. Das Tannin extrem feinkörnig. Da konnte ich auch nicht ausspucken. So lecker war der Wein. Ein Wein zum sofort Trinken. Aber Cornu sagte, wir sollten lieber 10- 15 Jahre warten, denn dann hätte dieser Wein sein bestes Potenzial. Viele glauben gar nicht wie elegant ein Grand Cru vom Corton- Hügel sein kann. Aber es lohnt sich wirklich zu suchen.

Von Cornu ging es nach Savigny Les Beaune zum Weingut Pavelot, einige 1iere Crus probieren, 1er Cru Gravains 2009, 1er Cru Peuilttes 2009, 1er Cru Les Guettes 2009, 1er Cru Narbantons 2009

1er Cru Les Dominode 2009:
Dieser Wein fesselte mich, da sich hinter dem Tannin und Holzgerüst eine feine würzige Note gezeigt hat, welche in einem langen Abgang endete. Unterstütz durch eine feine dunkle Fruchtnote verbunden mit erdigen Noten. Sehr schön. Potenzial mindestens 10 Jahre oder auch mehr.
Alles feine Weine, die jedoch sehr vom Holz geprägt waren. Die unterschiedliche Lagencharakteristik kam aber bei allen Weinen sehr deutlich zum Ausdruck. Highlight war der La Dominode, der sich mit den Weinen der Cote de Nuits locker messen kann.

Abends wurde dann auf der Abbruchkante in St. Romain mit diversen Leckereien und entsprechendem Champagner gespeist. Mit schönem Blick auf St. Romain. Eine tolle Empfehlung unseres Freundes Harald. Ein wunderbarer Ausklang des ersten Tages.

Am Donnerstag ging es dann nach Rully. Auf dem kleinen Markplatz wurde noch genüsslich ein Cappucino getrunken, bevor es dann zum Wandern in die Berge ging. Ein kleiner Seitenweg führte hoch zu den Höhlen von Bouzeron. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick auf Rully.

Nach der Wanderung ging es zum Mittagessen in das Le Petit Blanc.
Dort nahmen wir das Menu mit Kaninchen in Weinsoße als Hauptgang. Wie immer war das Restaurant sehr voll um die Mittagszeit, dafür sehr gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen. Erst recht bei der leckeren Nachspeise: Creme Brulee. Getrunken haben wir einen 2009er Rully 1er Cru Pucelles vom Weingut Jacquesson. Ein fantastischer Wein, den man jetzt schon wunderbar genießen kann. Herrlich fruchtig mit einer schönen Mineralität. Wunderbar! An der Lage fuhren wir kurioserweise auch vorbei.

Nach dem Essen ging es wieder nach Rully, wo wir uns in Ruhe diesen wunderbaren Ort anschauten. Inklusive dem imposanten Chateau Rully. Der Tag in Rully endete mit einem Besuch des einzigen Weinladens vor Ort. Dort kaufen wir die letzten Flaschen Jacqueson 1er Cru Margote 2009 sowie einen Insidertyp zu günstigen Preisen, den 2009er Rully vom Weingut Jean Bapiste Ponsot

Von Rully fuhren wir dann zu einem Kurztrip nach Dijon über die Autobahn. Die Innenstadt ist wirklich schön mit alten Häusern und schönen Kirchen. Der Rest war eher dürftig.

Am Freitag wurde bei wunderbarem Wetter in Beaune gefrühstückt. Dort durfte ich auch gleich mal mit einem Weinberg- Trecker fahren. Eine lustige Sache.

Danach ging es zurück nach Pommard und wir schlenderten erst einmal länger durch das Dorf, das sehenswert ist. Zumal auch einige bekanntere Winzer dort vor Ort sind. Mann konnte Winzer als Küfer bei der Arbeit beobachten, an einigen Stellen wurde der 2010er Wein filtriert und abgefüllt mittels einer mobilen Abfüllanlage.

Gegen Mittag kehrten wir in einem neuen Restaurant, dem Auberge des Vignes ein, welches an der Straße zwischen Pommard und Volnay liegt. Für meine Frau eine fantastische Süßspeise und zu unserer großen Überraschung gab es dort einen fantastischen Wein, der mir eingeschenkt wurde: von der Farbe her goldfarben. Ich wusste nur, dass es ein Mersault war, nicht aber welches Jahr oder welche Lage. Dann wurde mir mitgeteilt, dass es ein 2001 Mersault Village Le Clos de Tavaux Monople vom Weingut Francoise Gaunoux ist. Ein herrliches Tröpfchen, auf den Punkt genau trinkreif und wunderbare Reife und Frucht. Wir lernten auch gleich die Besitzerin des Weingutes persönlich kennen. Sie ist auch sehr sympathisch.

Am Freitagabend ging es dann mit großer Spannung in das vielfach gelobte Sterne- Restaurant Aupre du Clocher. Die Vorfreude war groß. So bestellten wir gemeinsam das Menü Pommard (ca 40 €), welches uns von sehr guten Freunden sehr empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn das Essen war einfach fantastisch, sehr aromatisch und auch nicht zu übersichtlich. Zum Essen bestellen wir einen Mersault Village 2008 Charrons von Bouzereau. Ein herrlich mineralischer Wein, der hervorragend zum Essen gepasst hat. Ein super Wahl. Jeder Gang zeigte die Handschrift des Inhaber und Koches. Obwohl es nur 4 Gänge waren, waren wir hinterher papp satt.

Am Samstag ging es dann erst einmal zum Markt nach Beaune, den Marion ja noch nicht kannte. Es war wie immer sehr voll und wir ließen uns treiben. Zum Lunch kauften wir uns ein Bresse- Huhn.
Doch dann besuchten wir zum ersten Mal das wunderbare Hotel-Dieu in Beaune, welches bis 1971 noch ein Krankenhaus für bedürftige Menschen gewesen ist. Sehr imposant und unbedingt zu empfehlen.

Das Bresse- Huhn wurde anschließend genüsslich in den Weinbergen verspeist wurde. Wenn nicht da immer so viele Fahrradfahrer gestört hätten…

Nach dieser Stärkung ging es dann zu diversen Weinorten, die wir besichtigten. Vosne- Romanee, Chambolle- Musigy und Gevrey- Chambertin.

In Chambolle ging es dann noch einmal in einen Weinkeller zum Weingut Felettig, welches für seine Chambolle- Weine bekannt ist. Doch ich musste feststellen, dass diese alle viel zu verholzt waren. Das war eine echte Enttäuschung. Und den Echezeaux 2009 wollte er auch nicht aufmachen. So ging es ohne Weinkauf weiter.

In Gevrey- Chambertin wurde dann ein kleiner Zwischenstopp im Chez Guy eingenommen. Dort wurde eine typisch burgundische Wurst- Terrine (Jambon persillé maison) verspeist, wobei meine Frau sich dem leckeren Nachtisch frönte. Dazu gab es einen sensationellen Wein aus 2008, einen Puligny- Montrachet Le Trezin von Pierre Yves Colin . Mit einer herrlichen Mineralität und einem schönen Frucht- Säurespiel. Nun drängte die Zeit, da wir ja noch einen Termin in Marsannay hatten.

Wir kamen pünktlich bei Sylvain Pataille an, von ihm jedoch keine Spur. 15 Minuten später war er da. Für ihn sehr pünktlich. Wir waren nicht alleine, da ein sehr netter Belgier (Paul) ebenfalls zum ersten Mal in seinem Keller die 2009er Weine probieren wollte. Wir probierten zuerst seine Weißweine, die mir aber nicht so gefielen. Umso mehr dann sein Rose- Wein aus Marsannay.

Die roten Weine aus 2009 wirkten ein wenig süßlich, breit und konnten die nicht so typischen Lagenmerkmale darstellen. Ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig zu spät gelesen hatte. Das fiel besonders beim Marsannay Village Montagny 2009 auf, der die wärmste Lage seiner Weine darstellt. Erfreulicher war jedoch der 2009er Bourgogne. Welcher ein Jahr im Holzfass gelegen hatte und das durchschnittliche Niveau weit überschreitet, was Bourgogne- Weine angeht.

Sehr gut gefiel mir auch der Clos de Roi, der ebenfalls in 2009 sehr gut gelungen ist, auch wenn er noch die entsprechende Reife (5-8 Jahre) benötigt. Leider war die Zeit zu knapp bemessen, um mehr Zeit bei diesem sehr sympathischen Winzer zu verbringen, da wir einen Tisch in Volnay reserviert hatten.

Vom Hotel in Pommard Hotel Clos du Colombier , übrigens eine schöne Adresse an einem ruhigen, süßen Weinort, durch die Weinberge nach Volnay zum Restaurant Cellier la Volnaysien, wo wir einen Tisch reserviert hatten, um den Geburtstag meiner Frau entsprechend zu feiern. Leider war der versprochene Outdoor- Tisch nicht geöffnet, so dass es in den Keller ging. Wir nahmen beide ein 3 Gänge Menü. Dazu gab es einen wunderbaren 1991er Pommard 1er Cru Les Rugiens von Joseph Voillot. Ein toller gereifter süßlicher Wein, der den Burgund- Besuch wunderbar abrundete. Das ist das wahre Burgund: gereifte Burgunder!

So bleibt uns eine wunderbare Reise in Erinnerung, mit der großen Überraschung, dass wir nur Weißweine von der Cote d’Or tranken, was sonst nie der Fall gewesen ist. Das zeigt uns, wie groß doch das Potenzial der Weißweine im Burgund ist. Für mich eine sehr positive neue Erfahrung. Dank meiner Frau!

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Spitzen-Winzer helfen Fukushima (G-Max 2009 KP Keller)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 16 Mai 2011

Tomoko Kuriyama, Kellermeisterin beim Weingut Altenkirch im Rheingau, hatte ein schlechtes Gewissen. Die Japanerin, die seit Jahren in Deutschland lebt, stand den 55 Atomkraftwerken in ihrer Heimat schon immer skeptisch gegenüber. „Aber ich habe nie etwas dagegen unternommen“, sagt sie. Nach der Katastrophe von Fukushima wollte sie zumindest einen kleinen Beitrag leisten und organisierte zur Unterstützung von Kindern in der Erdbebenregion eine Benefizveranstaltung. Die hatte natürlich, wie es sich für die engagierte Winzerin gehört, mit Wein zu tun.

Fabian Lange, Weinjournalist und Buchautor, stellte die Räume seiner „Genießerakademie“ in Bockenheim zur Verfügung, Winzer und Weinhändler spendeten edle Tropfen, die zunächst verkostet und dann versteigert wurden.

Die Spitze der deutschen Winzerszene war vertreten: Paul Fürst aus Franken, Werner Näkel von der Ahr oder Reinhard Löwenstein von der Mosel zeigten sich großzügig.

Die Frankfurter Weinhändler Bernd Klingenbrunn und Armin Maurer (K&M Gutsweine) brachten Champagner mit, Star-Winzer Klaus-Peter Keller aus Rheinhessen spendierte gar sechs Flaschen seines Kultweins 2009 G-Max, des teuersten trockenen Rieslings in Deutschland. Für 150 Euro pro Flasche kam der edle Tropfen unter den Hammer. Fabian Lange trieb bei seiner Premiere als Auktionator die Preise geschickt in die Höhe, so dass am Ende mehrere tausend Euro für die Organisation „Atomfree-Eastwest“ in der Kasse waren. Und für Tomoko Kuriyama war’s ein schöner Abschluss ihrer Zeit in Deutschland, bevor sie sich neuen Aufgaben im Burgund zuwendet.

Hier einige „erlegte“ Exemplare in Bildform, der Dank gilt auch dem Kollegen Martin Kössler von K&U, der ebenfalls einige sehr schöne Flaschen Wein zur Verfügung stellte, eine (die 07er REDS Doppelmagnum) hat Einzug in den privaten Keller gefunden und ist als Weihnachtswein geplant, es wollen einige Mäuler gefüllt werden.

 

 

2009 Riesling G-Max / Klaus-Peter Keller

Quelle: Frankfurter Neue Presse / Text: mu / Bilder: K&M Gutsweine

Eine kleine private Anmerkung noch: Tomoko wird das Weingut Altenkirch in Lorch demnächst verlasssen und zurück ins Burgund gehen, wir finden es sehr schade, solch eine tolle Winzerin zu verlieren. Wir wünschen ihrem Nachfolger, Jasper Bruysten, ein gutes Händchen und Tomoko eine schöne Zeit im Burgund. Spätestens 2012 zur Grand Jour de Bourgogne gibt es ein Wiedersehen.

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Burgunderprobe Vol.1

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 23 April 2011

Wie unterschiedlich sich Burgunder präsentieren können, mussten wir am Mittwoch in einer kurzfristig organisierten Probe wieder einmal feststellen. Zusammen mit Wolfgang, Robert und Harald verkosteten wir insgesamt 7 Weine aus Burgund, die jeder mitgebracht hatte, dazu gab es ein von mir über 2 Stunden niedertemperaturgegartes Rinderfilet mit Frühlingsgemüsen und etwas Bärlauchpesto.

Los ging es mit zwei Weissweinen:

2007 Auxey-Duresses „Les Crais“  Alain Gras
Sehr schönes Gelb, angenehm frischer Duft, ein Hauch Zitrus. Am Gaumen gelbe Steinfrüchte und Zitrus, durchgäng fest am Gaumen, Schmelz, unterlegt mit einer frischen, reifen Säure, auch mineralisch, gute Fülle. Ein sehr schöner Wein mit tollem Trinkfaktor. Kam sehr gut an und sehe gerade, dass der 2005er schon mal in meinem Keller war, eingekauft im Maison de Colombier in Beaune für schlappe 15,90 €. Ein roter 2005er Auxey-Duresses „Vielles Vignes“ wanderte damals ebenfalls in den Einkaufskorb und liegt noch im Kellerregal.

2006 Montagny 1er Cru „Les Platieres“ Domaine Berthenet
Coupe de Coeur mit 2 Sternen im Guide Hachette 2009 11 € ab Hof
Montagny ist der südlichste Punkt der Côte Chalonnaise, nahe der Grenze zum Maconnais gelegen. Jean-Piere Berthenet füllt er seit 2002 Weine selbst ab, ist Mitglied der „Vigneron Independante“ und erhält regelmäßig die Höchstbewertungen im Guide Hachette. Das Weingut liegt im Dorf Montagny les Buxy und wird durch einen Amphitheater von Reben umkreist. 20% dieses Weines reifte für 11 Monate in französischen Eiche. Deutlich wuchtiger, auch mit deutlich exotischer Fruchtausprägung. Wirkt etwas breit am Gaumen, dezente Reifenote, fehlt die Frische, hätte etwas früher getrunken werden sollen.

Rotwein:

2006 Morey St. Denis „En La Rue de Vergy“ Virgile Lignier
Village Lage oberhalb des berühmten Clos de Tart. Im Duft deutliche Kirschfrucht, sehr präzise und brillant klar am Gaumen, zeigt wunderbare, natürliche Fruchtnoten, im letzten Drittel zeigt seine Jugend noch etwas forsche Tannine, die sich aber die nächsten Jahre rundschleifen werden, Potential hat dieser tolle Wein allemal. Um die 30 € und nicht nur für mich der Wein des Abends.

1999 Nuits St. Georges 1er Cru „Les Bousselotes“ Domaine Remoriquet
Der zweitälteste Wein des Abends kam vom Schreiber und wurde auf der „Les Nuits“ 2010 vor Ort erworben, 32 € wechselten den Besitzer. Ich mag diesen traditionellen Stil, wie er von Chevillon, Gouges oder aber auch von Henry und Gilles Remoriquet praktiziert wird. Für mich zeigt hier Pinot Noir, wofür es sich lohnt, diese Weine 10 Jahre im Keller reifen zu lassen. Wunderbar reife, rote Beeren, etwas Himbeere und Erdbeere, Würze, Schmelz, vielleicht noch etwas überhängendes Tannin, dabei aber auch kühl. Zum Essen aber zeigte er sein Potential, denn während die noch folgenden, jüngeren Weine hier und da Schwächen zeigten, verschmolz dieser Wein mit dem Essen. Die Süße wurde forciert und dass Tannin wurde rund und weich, verband sich völlig mit den Aromen von Fleisch, Salz und Bärlauch.

1996er Pommard 1er Cru Les Pezerolles Domaine Hubert de Montille
Farblich leicht bräunlicher Touch. Am Gaumen recht hart, kaum Frucht, sehr säurebetont. Scheint wie vernagelt. Heute, 3 Tage später bei einer erneuten Verkostung herrscht immer noch eine gnadenlose Säure vor, die an beste, säurebetonte 2010er Rieslinge aus Deutschland erinnert. Zeigt daneben heute auch Karamellnoten, aber so richtig Spaß macht der nicht, glaube nicht, dass der Wein noch die Substanz hat, die Säure irgendwann einigermaßen in den Wein zu integrieren.

2006 Gevrey-Chambertin Vieilles Vigne Domaine Jean-Marc Fourrier
Man könnte meinen, hier hätte die Maceration carbonique ihre Finger im Spiel, denn so eine kitschige Frucht habe ich sonst nur bei schlecht gemachten Beaujolais gerochen. 3 Tage später tendiert die Frucht eher in eine reife, saftige Kirsche, Substanz finde ich bei diesem Wein aber auch nicht. Auch hier deutliche Säure, aber besser integriert. Insgesamt wirkt der Wein recht leichtgewichtig, hinten raus leicht dunkel- bis schwarzkirschig mit zarter Bitternote.

2006 Fixin „En Combe Roy“ Domaine Alain Jeanniard
Bei einer Verkostung der Fachzeitschrift „Bourgogne Aujourd’hui“ war Jeanniards Fixin „En Combe Roy“ 2006 der beste Wein unter allen verkosteten Weinen aus Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin, Morey-St-Denis, Fixin und Marsannay! Normalerweise ein ganz unmögliches Unterfangen! (Text, Weineausburgund)

Bei uns herrschte die Meinung, dass irgendetwas mit diesem Wein nicht stimmt, Ameisensäure schnappte ich noch auf, kaum Frucht, sehr hart. Auch 3 Tage danach unangenheme, ins vegetative tendierende Noten, grüne, leicht stumpfe Noten. Passt nicht, Flasche ist fehlerhaft.

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Stuart Pigott´s Empfehlung aus der FAZ von heute gibt es auch bei K&M Gutsweine / Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 7 November 2010

Chardonnay global
Von Stuart Pigott

Die Weißweine Burgunds gelten vielen älteren Weinfreunden nach wie vor als qualitative Spitze des trockenen Weißweins – und das nicht ohne Grund. Wenn der Vigneron – also der Winzer – in Weinberg und Keller alles richtig hinbekommt, kann die Chardonnay-Traube Weine ergeben, die zugleich körperreich und elegant sind, kraftvoll und vielschichtig. Deshalb – aber auch weil der Chardonnay resistent gegen Hitze und trockene Böden ist – wurde er quasi überall auf „Planet Wein“ gepflanzt, so dass er sich zum Inbegriff des globalisierten Weißweins entwickelt hat. Den Erfolg der Weine aus seiner Heimat hat dies nur gesteigert.
Die Preise sind in die Höhe geschossen. Dabei entspricht die Qualität leider nicht immer dem Potential, und selbst schwache Weine finden ihre Abnehmer. Kein Wunder, dass jüngere Kenner Burgund nur selten als Quelle weltbester Weißweine nennen. Sie rühmen vielmehr die deutschen „Großen Gewächse“, die Wachauer „Smaragde“ und ähnlich konzentrierte Gewächse aus Weinbaugebieten Niederösterreichs – und auch das nicht ohne Grund. Diese vergleichsweise neuen Kategorien für trockene Spitzenweine aus dem deutschsprachigen Raum sind für die Weißweinerzeuger Burgunds seit Jahren eine ernsthafte Konkurrenz.

Es stellt sich die Frage, ob es aus Burgund überhaupt noch sehr gute trockene Weißweine gibt, die weder zu teuer sind noch zu sehr vom Eichenton dominiert – ein weiteres häufiges Problem. Glücklicherweise räumen Winzer wie Nicolas Cheveau in Solutré-Pouilly im Côte Mâconnais solche Zweifel aus. Seit langem gilt das Mâconnais als Quelle für ansprechende Alternativen zu den gesetzlich höher eingestuften Weinen aus den Premier-Cru- und Grand-Cru-Lagen der Côte d’Or. Allerdings schmecken die Weine von Nicolas Cheveau nicht im Geringsten wie Alternativen zu irgendetwas anderem, sondern sind allesamt stark und eigenständig. Auch wenn die Weinberge hier bis fast 400 Meter über den Meeresspiegel reichen, herrscht ein recht freundliches Klima. Zusammen mit den kalkhaltigen Böden führt dies oft zu ziemlich fülligen Weinen.

Trotz seiner Kraft besticht Cheveaus 2009er Mâcon Solutré-Pouilly „Sur le Mont“ (10,90 Euro bei uns, 11,50 Euro beim Mitbewerber) durch Frische und einen lebhaften Birnenton, der die Geschmeidigkeit nur zart andeutet. Mit seiner ausgeprägten Note von frischen Kräutern ist der 2008er Saint-Véran „Terroir Davate“ (nicht bei K&M) noch filigraner mit lang anhaltendem mineralischen Finale. Auch bei Cheveaus Spitzenwein, dem Pouilly-Fuissé „Les Vieilles Vignes“, ist der Eichenton vom Holzfassausbau vorbildlich dezent und fein. Der Jahrgang 2007 (21 Euro beim Mitbewerber, der 2008er bei K&M 18,40 €) wirkt cremig und geschmeidig, aber keinesfalls ausladend und außerdem eindeutig herb, mit subtilen Noten von getrockneter Birne, Zitronat und frischen Kräutern. Noch üppiger, mit einer Blütenhonignote, ist der Jahrgang 2006 (bei K&M schon lange ausverkauft, beim Mitbewerber 21 Euro) bereits auf seinem Höhepunkt – ein prächtiger Wein, der zeigt, warum Burgund, wenn denn alles stimmt, immer noch einen besonderen Ruf für trockene Weißweine verdient.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.11.2010, Nr. 44 / Seite 60

Alle Weine von Nicolas Cheveau finden Sie in Frankfurt bei K&M Gutsweine

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Burgund(er), immer eine Reise wert!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 11 September 2010

 „Ich kann mich noch gut erinnern“… Fing nicht so ein Werbespot für Werthers Echte Karamellbonbons an, wo zwei ältere Herrschaften in Erinnerungen weit entfernter Erlebnisse schwelgen? Nun, so lange muss ich nicht zurückdenken, wann mich der Burgunder-Bazillus infiziert hat. Es war wohl Anfang der 90ziger, als ich überhaupt Zugang zu roten Burgundern fand, der erste, der in größeren Mengen in den Keller wanderte, war ein Rheingauer vom Weingut Diefenhardt, entdeckt auf dem Rheingauer Weinfest in Wiesbaden. Es war eine interessante Alternative zu den damals bei mir angesagten Weinen aus der Toskana und Spanien. So völlig anders, feiner, filigraner, zerbrechlicher, mehr Aufmerksamkeit einfordernd, anstatt wuchtig, süßlich und sattmachend. Irgendwie eine völlig andere Weinwelt. Dennoch blieb der Keller zum größten Teil immer  noch Pinot-frei, ein paar Exemplare Ziereisen, dass war es dann aber auch.

Den „Durchbruch“ lies etwas länger auf sich warten, eine Urlaubs-Arbeits-Tour 2007 mit vielen Winzerbesuchen ließen mich etwas tiefer in die Materie blicken. (Siehe Bericht „Burgund in 7 Tagen“ auf diesem Blog) Viele Flaschen wanderten nun in den Keller, die meisten harren auch noch dort Ihrer Bestimmung, 2010 besuchte ich dann die alle 2 Jahre stattfindende Grand Jour de Bourgogne, 7 Tage Verkostungen ohne Ende, unterschiedlicher Appellationen und unterschiedlicher Vinifikationsstile, dank den Tipps von Robert  und Wolfgang  fand ich vor allem Gefallen an den Weinen der eher traditionell arbeitenden Winzern wie Gouges, Chevillon etc.  

Vergangenen Freitag konnte ich eben mit jenen beiden genannten Burgund-Freaks und Bekannten einige Exemplare der Bestimmung zufügen, dankenswerterweise von Robert anlässlich seines Geburtstages „geopfert“

2002 Vosne Romanee „Aux Reas » Gros, A.F. ca. 40 €
Bernd Punkte: 87/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 89/100 Pkt

Frische Nase nach Kirschen und Pflaumen, am Gaumen ebenfalls sehr frisch, Graphitnote, Hauch Bitter, in sich stimmiger Wein, frische, jung anmutende Säure, etwas Neuholzaromatik, hat Biss.  Guter Auftakt.

2001 Vosne Romanee 1er Cru  Aux Brulees Gros, M. ca. 46 €
Bernd Punkte: 88/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 92/100 Pkt

Farblich etwas gereifteres Rot, am Gaumen ein leichter Kleberton, saftige Süßkirsche, Zimtnote, leicht balsamisch, gereifte Pflaume, wirkt weicher in der Säure, Nase und Mund etwas indifferent, dezente Karamellnote, trocknet etwas, Extrakt.

2006 Rully  1er Cru Les Preaux Weingut Breliere ca. 16 €
Bernd Punkte: 92/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 86/100 Pkt

Dunkles, jugendliches Rot, Duft von angedatschter Pflaume, am Gaumen enorm fleischig, dicht, wirkt sehr jung, rauchig, Speck, Butterkaramell. Modern, aber sehr gut gemacht. Gefällt mir sehr gut, hat Potential.

2001 Savigny Les Beaunes 1er Cru Narbontons  Weingut Guillemont  ca. 24 €
Bernd Punkte: 89/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 90/100 Pkt

Johannisbeergelee, sehr saftig am Gaumen, geröstete Nüsse, Schattenmorellen, superreife Säure, etwas Schwarzteenoten, fein.

1999 Volnay 1er Cru Clos des Chenes Weingut Glantenay ca.22 €
Bernd Punkte: 85/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 84/100 Pkt

Gleichmäßig gereiftes Rot mit Orange. Im Duft Süßkirsche, viel Frucht, am Gaumen eindimensional, wenig Spiel, der schwächste Wein. Keine Inspiration.

1988 Richebourg Grand Cru André Ziltener ca. 54 €
Bernd Punkte: 89/100 Pkt. / Gesamtbewertung : 94/100 Pkt

Bis heute bin ich zwiegespalten was meine Bewertung angeht, aber mehr als 89/100 Pkt konnte ich nicht geben. (Es gab auch 95/100 Pkt) Süße, Süße, Süße. Der Wein  ist in Ehren gereift, für mich aber schon leicht über dem Zenit. Für mich fehlte der Druck, die Länge, die Süße war mir zu dominant.  Kein Vergleich zum 88er Richebourg anno März 2010 auf der Domaine Anne Gros. Da waren es sicherlich 95/100 Pkt.

Das hat viel Spaß bereitet und ich kann mich nur einmal bei Robert bedanken. 2011 werden wir wieder das Burgund bereisen.

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2007 Chablis Premier Cru Fourchome Domaine Vrignaud

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 7 Februar 2010

Bereits seit 2 Tagen geöffnet, zeigt sich der Wein heute von seiner schönsten Seite.

2007 Chablis Premier Cru „Fourchaume“ 13% Alk.
Domaine Vrignaud
89800 Fontenay-Prés-Chablis 

Hier gibts vorbildliche Infos zum Wein ab Winzer
http://www.domaine-vrignaud.com/uk-chablis-fourchaume-domaine-vrignaud-vins-chablis-bourgogne.html

Fiche technique Chablis 1er cru fourchaume

Der Fourchaume stammt von einem etwas 4 Hektar großen Gebiet in Vaupoulent. Klassiche Chablis-Nase nach Salzwasser, leicht grünen Früchten, auch würzige und florale Eindrücke. Am Gaumen geprägt von einer gewissen Strenge, straffe Säure, trocken, es blitzt immer wieder eher Feuerstein-Mineralität durch, dazu wecken Noten von Zitronen Erinnerungen an meine Kindheit, als wir Lutscher gleichen Geschmackes beim Bäcker unseres Vertrauens kauften. Daneben hat der Wein ein sehr abwechslungsreiches Spektrum an Früchten, immer mal wieder bltzen reife Mirabellen durch. Mittlere Kraft, durchaus mit guter Balance, Hat sicher noch Potential, ich würde 89/100 Punkte vergeben. Potential bzw. Trinkvergnügen 2010-2012+

Preis: Fehlanzeige, laut Google kein Händler in Deutschland. Woher meine Flasche stammt, muss ich auch erstmal recherchieren;-)

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Coup de Coeur 2010 – Chablis 2007 Dom. Fevre

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 3 Februar 2010

Heute abend im Glas: 

2007 Chablis AOC von Nathalie & Gilles Fevre, ein Wein, der in Frankreichs wichtigstem Weinführer „Guide Hachette 2010“ als „Coup de Coeur“ (Lieblingswein der Verkoster) ausgezeichnet wurde. Die Flasche stand schon einige Wochen auf unserem Verkostungstisch, während der Vorweihnachtszeit hatten wir für eine dem Wein gerechte Verkostung nicht die Zeit, aber nachdem nun Tauwetter eingesetzt hat und die Temperaturen sich wieder im Plusbereich bewegen (der Frühling also quasi vor der Tür steht) hatte ich einfach Lust auf einen erfrischenden Weisswein. Chablis wird mich in den nächsten 8 Wochen öfters beschäftigen, denn immer wieder kommt von unseren Kunden die Nachfrage nach dem Klassiker aus den Winzerkellern Burgunds, so dass ich auf meiner Reise im März zu den Verkostungen der „Grand Jour de Bourgogne 2010“ auch einige Weingüter besuchen werde. Einige Weine, z.B. von Alain Gautheron oder der Domaine Felix konnte ich in den letzten 2-3 Jahren immer wieder mal probieren, deren Stilistik hatte mir sehr gut gefallen. Auch der heutige Chablis reiht sich nahtlos in diese Favoritenliste ein.

2007 Chablis AOC
Domaine Nathalie & Gilles Fevre
100% Chardonnay; 12,5% Alk.
ROUTE DE CHABLIS89800 FONTENAYPRESCHABLISTEL : (+33) 3 86 18 94 47
EMAIL : fevregilles@wanadoo.fr

Dieser Chablis stammt aus Parzellen des Dorfes Fontenay-Près-Chablis. Die Reben stehen auf Kimmeridge-Kalk und sind im Schnitt erst 15-20 Jahre jung.

Degustation vom 3.2.2010:
Die Farbe ist ein nicht allzu kräftiges Gelb mit leicht goldenen Reflexen. Am Gaumen ein schöner, recht dichter Auftakt, schmelzig, dann jedoch übernehmen reife Säure, Zitrus und dezent gelbe Früchte mit einem Hauch Exotik und weißen Früchten den Takt. Im Hintergrund deutliche Kalk-Mineralität, die den Wein auch in eine gutes, mittellanges Finale trägt. Insgesamt ein Wein der frischen, saftigen Art, der für einen Basiswein eine schönen Auftakt darstellt. Kann man sehr gut alleine trinken, macht aber sicher auch zu Gerichten mit Meeresfrüchten, Geflügel oder Kalbfleisch eine gute Figur.  

Punkte: 85/100 (guter Wein) 

Dafür würde ich ausgeben wollen: max. 10-12 € inkl. MWST

Preisspanne von Anbieter, die nach Deutschland liefern (Google-Recherche):
11 € – 16 € (2 Anbieter gefunden)

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Ziereisen in der Presse

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 3 Dezember 2009

REINER WEIN
Krisenfeste Spätburgunder
von Stuart Pigott

Man sollte meinen, dass die Weltwirtschaftskrise die Experimentierfreude der Winzer ganz erheblich eindämmt. Denn es ist ja eher nicht die richtige Zeit für gewagte neue Weine oder Stilrichtungen. Dass es hierzulande trotzdem erstaunliche Neuigkeiten gibt, spricht Bände über die Kreativität und Hartnäckigkeit mancher deutscher Winzer. Vor allem gilt das im Zusammenhang mit Spätburgunder Rotwein, einer Sorte, bei der seit gut zwanzig Jahren ständig Bewegung herrscht. Der neueste Trend ist die Abkehr vom üppig-geschmeidigen Stil des vergangenen Jahrzehnts, der beim zahlungskräftigen Publikum so gut ankam. Diese Weine hatten meist 14 Prozent und mehr Alkohol und sehr ausgeprägte Eichenaromen (vor allem Toast und Vanille) vom neuen Barriquefass. Manche Spätburgunder dieser Art waren und sind sehr beeindruckend, aber es gibt daneben auch genug plumpe und vordergründig „süßliche“ Exemplare.

Winzer wie Hanspeter Ziereisen in Efringen-Kirchen im äußersten Süden von Baden gehen neuerdings aber in eine fast konträre Richtung. Ein perfektes Beispiel für diesen neuen Stil ist Ziereisens herber, schlanker 2007er „Tschuppen“ (zwölf Euro ab Hof, Telefon 0 76 28/28 48), der nur 12,5 Prozent Alkoholgehalt aufweist, dafür aber mit einer feinen Himbeernote und lebhafter Frische betört. Normalerweise werden gute Spätburgunder etwa zwei Wochen auf der Maische vergoren, aber bei diesem Wein hat Ziereisen den Kontakt zwischen gärendem Saft und Beerenhäuten auf sechs Wochen ausgedehnt; ein Teil des Geheimnisses dieses kleinen Helden. Ein anderer Aspekt ist der geringe Anteil (nur 20 Prozent ) an neuen Fässern bei der Fassreifung. Noch konzentrierter und strahlender ist der 2007er „Rhini“ (22 Euro ab Hof) mit seinem herrlichen Duft von feinster Bitterschokolade und Schwarzkirschen. Noch sehr verschlossen, aber cremig und feinwürzig wirkt der 2007er „Jaspis“ (35 Euro ab Hof). Erst die nahezu perfekte Traubenreife und dann jeweils neun und zehn Wochen auf der Maische verleihen diesen zwei Weinen ein enormes Potential; gut gelagert, werden sie sich über Jahrzehnte hin entwickeln.

Dass Ziereisen auf diesem Weg nicht allein ist, zeigen die neuen Weine der „Shelter Winery“ im badischen Kenzingen, auch wenn sie ein wenig alkoholreicher ausfallen. Der 2007er Pinot Noir (die französische Bezeichnung für Spätburgunder; 28 Euro ab Hof, Telefon 0 76 44/92 76 63) ist dank reichlicher Gerbstoffe ziemlich herb, aber keinesfalls eindimensional, sondern sehr vielschichtig, tief und würzig. Etwas einfacher, doch ähnlich im Duft wirkt der 2007er Spätburgunder trocken von der „Shelter Winery“ (neun Euro ab Hof). Allerdings ist der Körper deutlich schlanker, wodurch die Gerbstoffe noch dominanter wirken – aber genau das macht richtig wach im tiefen Grau der Krise.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29.11.2009, Nr. 48 / Seite 56

Alle Ziereisen-Weine gibt es auch zum Original-Abhof-Preis bei K&M Gutsweine in Frankfurt.

Entweder in der Hamburger Allee 37, Mo-Fr.:11-19, Sa: 10-16 (Advent bis 18:00 Uhr) oder in der neuen Filiale im Frankfurter Nordend, Gluckstrasse 20 / Ecke Glauburgstrasse, Mo-Fr. 13-19, Sa: 10-16 (Advent bis 18:00 Uhr)

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