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Burgund ganz in Weiss – Die Weinkolumne der WAMS & CaptainCork über Romaric Chavy/Burgund

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 26 Juli 2012

Günstiges Burgund: Ganz in Weiß

Der Captain berichtet aus einer seiner Lieblingsregionen über seine Lieblingsreligion: Fetten Chardonnay aus der Burgund. Dort hat er ein neues Weingut entdeckt, dass so gut wie die besten ist. Aber (noch) nicht so teuer.
Hier weiterlesen.

Zur Einführung gibt es auf die beiden Top-Weine St. Aubin und Puligny-Montrachet einen 10 %igen Einführungsrabatt.

WAMS Kolumne

Domaine Huber & Romaric Chavy-Chouet  (Burgund)

Romaric Chavy

NEU BEI K&M!

Eine Entdeckung der Fachmesse „Grand Jour de Bourgogne 2012“

Das Weingut entstand durch den Zusammenschluss zweier Weingüter in Puligny-Montrachet und Meursault, heute bewirtschaften Vater Hubert und Sohn Romaric Chavy in 6. und 7. Generation 13ha Reben in besten 1er Cru Lagen von Meursault, Puligny Montrachet, St. Aubin, Volnay und Pommard. Der Schwerpunkt der Weingärten befindet sich in den besten Parzellen von Puligny und Meursault. Es werden hauptsächlich Weißweine aus der Rebsorte Chardonnay erzeugt, dazu rote Burgunder in Pommard und Volnay aus der edlen Pinot Noir Rebe.

Auf der Domaine Chavy-Chouet geht man eher pragmatisch an die Weinerzeugung. Obwohl man sowohl im Weinberg als auch im Keller auf größtmögliche Natürlichkeit der Produktion achtet, will man sich nicht kategorisch auf organische oder gar biodynaische Erzeugung festlegen, sondern lieber entsprechend den Wetterverhältnissen eines Jahres reagieren können. Denn im Zentrum allen Handelns der Familie Chavy steht die Gesundheit und Reife der Trauben und folglich die Qualität des Weins in der Flasche. So wurde z.B. im Hitzejahr 2003 darauf geachtet, dass möglichst alle Trauben durch Laub beschattet blieben, während man in regnerischen Jahren konsequent die Traubenzone entblättert hat, die Trauben teilweise halbiert wurden um sie möglichst lockerbeerig zu halten, gleichzeitig hat man die Laubwand um 30 – 50 cm höher wachsen lassen um genug Blätter für eine ausreichende Photosynthese zu erhalten.

Auch beim Thema traditioneller Kellerausbau oder nutzen moderner Technik lassen sich Vater und Sohn Chavy nicht auf ein entweder oder ein, lieber suchen sie sich das aus, was aus ihrer Sicht das Beste für die Qualität ihrer Weine ist. Und diese gibt den beiden in höchstem Maße Recht! Ihre Weine spiegeln auf das feinste das jeweilige Terroir wieder, von dem sie stammen, schon jung begeistern sie mit einer großartigen Struktur, fester Mineralik und animierend frischer Frucht, die ganze Klasse zeigt sich aber fast immer erst nach einigen Jahren Reife, dann erfährt man hier die ganze Klasse der edlen weißen Burgunderweine.

Bourgogne Aujourd´hui (6.6.2012)

Das französische Weinfachmagazin Bourgogne Aujourd´hui (Ausgabe Juni/Juli 2012) feiert Romaric Chavy als Entdeckung an der Cotes des Beaune, Bereiche St. Aubin, Mersault, Chassagne-Montrachet, Puligny-Montrachet vom Village Wein bis zum Grand Cru. Die Bewertungen beziehen sich auf den Jahrgang 2011. Wir haben aus 2011 den „Femelottes“. 2010 gilt im Burgund als sehr großes Jahr mit enorm lagerfähigen Weinen, selbst viele Winzer ziehen 2010 dem 2009er vor, lezterer erbrachte doch recht mollige, schwere Weine hervor, während 2010 sich durch eine großartige Balance von Reife, Säure, Extrakt auszeichnet. Einfach ein perfekter Jahrgang! Romaric ist mit dem 2010er ab Hof komplett ausverkauft, die 2011er 1er Crus kommen im September in den Verkauf.

Unser Sortiment beinhaltet 3 Wein(e) vom Erzeuger
>>Chavy-Chouet<<

DIREKT zu den Weinen des Winzers.

Verkostung der Weine am 9.8.12 // 18-21 h Laden Nordend
Verkostung der Weine am 10.8.12 // 17-21 h Laden Bockenheim

P.S. Die Weine von Michel Martin / Cote d´Or und Cheveau / Pouilly-Fuissé sollten Sie nicht versäumen, auch hier gab es schon einige Empfehlungen seitens kundiger Weinjournalisten!!

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Nicolas Cheveau white Burgundy from Pouilly Fuisse recommended on Jancis Robinson web site

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 1 November 2011

We were thrilled to read the following revue by Tamlyn Currin on Jancis Robinson’s web site http://www.jancisrobinson.com

Nicolas Cheveau

„I don’t often go back twice, no, three times, during a tasting to the same wine. It’s even more rare that it’s a white Burgundy under £15 that has thrilled me so much. Of course, the price is probably everything to do with the fact that it hails from the sunny Mâconnais and doesn’t have the illustrious postcodes of its northern neighbours. But that doesn’t detract from the fact that this bottle of sunny Chardonnay is a serious summer bargain.

Domaine Cheveau is run by Nicolas Cheveau, who has 14 ha across the Mâcon, with a small underground winery in Pouilly. It was started by his grandfather André in 1950, and Nicolas has now taken over from his father Michel. As is not entirely unusual, all the grapes are picked by hand and he doesn’t use fertilisers, but he must be doing something special because the purity and clarity of his wines really sing out. The other delightful thing about this particular wine is that it needs no patience; it is absolutely deliciously ready to drink right now. Although, judging by comments from others on the 2009 vintage, it will certainly keep well for a couple of years.

This particular wine is from a small parcel of relatively young vines (16 years) grown on a clay-limestone hillside. There is no oak used – all stainless steel – but the wine is kept on fine lees for eight months. It clocks in at a civilised 13.5% alcohol.

My scribbled notes read, ‘An inviting nose with a hint of creaminess, hazelnuts and juicy yellow peach. Gentle roundness and weight, apricot tang and crisp apple. This really opens up and spreads across the mouth. Backbone of minerality. Real intensity. Tense acidity. Long. Superb. VVGV!’

Cheveau also makes a gorgeous Bourgogne Blanc and a much more serious Pouilly-Fuissé called Les Trois Terroirs, both of which are being sold in the UK at Caviste (along with the Sur Le Mont) for £13.95 and £18.95 respectively. The 2009 vintage, which Jancis recommended in 75 sure-fire whites, is available too.“

Derzeit verfügbare Weine bei K&M:

2009 Domaine Cheveau Macon Solutré-Pouilly (ausverkauft)
2010 Domaine Cheveau Macon Solutré-Pouilly @ € 10,90 € pro Flasche
2010 Domaine Cheveau Bourgogne Blanc @ £13.95 per Bt
2009 Domaine Cheveau Pouilly Fuisse ‘Trois Terroir’ @ € 14.40 pro Flasche

Weitere Weine und Auszeichnungen finden Sie auf unserer Webseite http://www.gutsweine.com, direkt zu Nicolas Weine bitte hier klicken.

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Gastbeitrag – Eine Burgundreise mal ein wenig anders als sonst

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 August 2011

von Robert K. aus Fankfurt, seines Zeichens Burgunder-Liebhaber.

Wir waren vom 26.07.11- 31.07.11 mal wieder im Burgund. Und nun zum ersten Mal gemeinsam mit meiner Frau. Die Vorfreude war entsprechend groß. Der erste Tag gestaltet sich mit diversen Winzerbesuchen. So holte ich erst mal meine fantastischen Weine von Jean Michel Guillon in Gevrey Chambertin ab. Dort hatte ich folgende Weine reserviert:

Gevrey Chambertin Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Les Champonnets Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Petit Chapelle 2009

Grand Cru Mazis Chambertin 2009

 Grand Cru Clos de Vougeot 2009

Da auf dem Weingut gerade abgefüllt wurde, konnten die Weine nicht verkostet werden. Diverse verkostete Weine von diesem Weingut haben immer mein Interesse geweckt, da sie ein tolles Geschmackserlebnis boten und sich zudem sehr fein die unterschiedlichen Charaktere der Lagen in den Weinen widerspiegelten.

Alle Weine haben zudem ein fantastisches Preis/Leistungsverhältnis.

Dann ging es weiter zu einem meiner Lieblings- Weingüter: Edmond Cornu in Ladoix.
Wir wurden wie immer sehr herzlich vom Junior empfangen, der sich auch entsprechend Zeit für uns nahm, obwohl wir nicht angemeldet waren. Was in Burgund an sich nicht typisch ist.

Folgende Wein wurden verkostet:

Ladoix 1er Cru de Bois Roumot 2009:
Ein jetzt schon gut zu trinkender Wein, der nicht zu tanninbetont ist, sondern eher frisch und fruchtig (rote Früchte) daher kommt. Hat ein Potenzial von 2-3 Jahren und würde sehr gut zu gebratenem Fisch passen.

Ladoix 1er Cru La Corvee 2009:
Ein toller Wein mit feinen Tanninen, elegant und wunderbar eingebunden. Potenzial 5- 10 Jahre. Eine rotbeerige Frucht, die im Abgang fein und anhaltend war. Mit Luft wurde der Wein, obwohl schon 1 Tag offen, immer besser. Cornu sgate uns auch, dass seine Ladoix- Weine an der Grenze zur Cote de Nuits liegen und eher Cote de Nuits Charakter aufzeigen als Cote de Beaune Weine. Wir können das nur bestätigen

Aloxe Corton 1er Cru La Mouttote 2009:
Dieser Wein wurde nicht geöffnet, da Cornu nur noch wenige Flaschen von diesem Wein besitzt. Nichts desto trotz kaufte ich 3x Flaschen davon, da ich viel Positives von diesem Wein gehört und gelesen hatte. Laut Cornu hat dieser ein Potenzial von 5- 10 Jahren,

Grand Cru Corton Bressandes 2009:
Was nun kam, verschlug mir die Sprache, denn ich hatte schon seinen 2005er Grand Cru Corton getrunken in 2008 und fand ihn damals schon genial. Aber dass er in 2009 so elegant ist, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Er war feinwürzig, elegant, dunkle Beeren und unglaublich lang im Abgang. Das Tannin extrem feinkörnig. Da konnte ich auch nicht ausspucken. So lecker war der Wein. Ein Wein zum sofort Trinken. Aber Cornu sagte, wir sollten lieber 10- 15 Jahre warten, denn dann hätte dieser Wein sein bestes Potenzial. Viele glauben gar nicht wie elegant ein Grand Cru vom Corton- Hügel sein kann. Aber es lohnt sich wirklich zu suchen.

Von Cornu ging es nach Savigny Les Beaune zum Weingut Pavelot, einige 1iere Crus probieren, 1er Cru Gravains 2009, 1er Cru Peuilttes 2009, 1er Cru Les Guettes 2009, 1er Cru Narbantons 2009

1er Cru Les Dominode 2009:
Dieser Wein fesselte mich, da sich hinter dem Tannin und Holzgerüst eine feine würzige Note gezeigt hat, welche in einem langen Abgang endete. Unterstütz durch eine feine dunkle Fruchtnote verbunden mit erdigen Noten. Sehr schön. Potenzial mindestens 10 Jahre oder auch mehr.
Alles feine Weine, die jedoch sehr vom Holz geprägt waren. Die unterschiedliche Lagencharakteristik kam aber bei allen Weinen sehr deutlich zum Ausdruck. Highlight war der La Dominode, der sich mit den Weinen der Cote de Nuits locker messen kann.

Abends wurde dann auf der Abbruchkante in St. Romain mit diversen Leckereien und entsprechendem Champagner gespeist. Mit schönem Blick auf St. Romain. Eine tolle Empfehlung unseres Freundes Harald. Ein wunderbarer Ausklang des ersten Tages.

Am Donnerstag ging es dann nach Rully. Auf dem kleinen Markplatz wurde noch genüsslich ein Cappucino getrunken, bevor es dann zum Wandern in die Berge ging. Ein kleiner Seitenweg führte hoch zu den Höhlen von Bouzeron. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick auf Rully.

Nach der Wanderung ging es zum Mittagessen in das Le Petit Blanc.
Dort nahmen wir das Menu mit Kaninchen in Weinsoße als Hauptgang. Wie immer war das Restaurant sehr voll um die Mittagszeit, dafür sehr gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen. Erst recht bei der leckeren Nachspeise: Creme Brulee. Getrunken haben wir einen 2009er Rully 1er Cru Pucelles vom Weingut Jacquesson. Ein fantastischer Wein, den man jetzt schon wunderbar genießen kann. Herrlich fruchtig mit einer schönen Mineralität. Wunderbar! An der Lage fuhren wir kurioserweise auch vorbei.

Nach dem Essen ging es wieder nach Rully, wo wir uns in Ruhe diesen wunderbaren Ort anschauten. Inklusive dem imposanten Chateau Rully. Der Tag in Rully endete mit einem Besuch des einzigen Weinladens vor Ort. Dort kaufen wir die letzten Flaschen Jacqueson 1er Cru Margote 2009 sowie einen Insidertyp zu günstigen Preisen, den 2009er Rully vom Weingut Jean Bapiste Ponsot

Von Rully fuhren wir dann zu einem Kurztrip nach Dijon über die Autobahn. Die Innenstadt ist wirklich schön mit alten Häusern und schönen Kirchen. Der Rest war eher dürftig.

Am Freitag wurde bei wunderbarem Wetter in Beaune gefrühstückt. Dort durfte ich auch gleich mal mit einem Weinberg- Trecker fahren. Eine lustige Sache.

Danach ging es zurück nach Pommard und wir schlenderten erst einmal länger durch das Dorf, das sehenswert ist. Zumal auch einige bekanntere Winzer dort vor Ort sind. Mann konnte Winzer als Küfer bei der Arbeit beobachten, an einigen Stellen wurde der 2010er Wein filtriert und abgefüllt mittels einer mobilen Abfüllanlage.

Gegen Mittag kehrten wir in einem neuen Restaurant, dem Auberge des Vignes ein, welches an der Straße zwischen Pommard und Volnay liegt. Für meine Frau eine fantastische Süßspeise und zu unserer großen Überraschung gab es dort einen fantastischen Wein, der mir eingeschenkt wurde: von der Farbe her goldfarben. Ich wusste nur, dass es ein Mersault war, nicht aber welches Jahr oder welche Lage. Dann wurde mir mitgeteilt, dass es ein 2001 Mersault Village Le Clos de Tavaux Monople vom Weingut Francoise Gaunoux ist. Ein herrliches Tröpfchen, auf den Punkt genau trinkreif und wunderbare Reife und Frucht. Wir lernten auch gleich die Besitzerin des Weingutes persönlich kennen. Sie ist auch sehr sympathisch.

Am Freitagabend ging es dann mit großer Spannung in das vielfach gelobte Sterne- Restaurant Aupre du Clocher. Die Vorfreude war groß. So bestellten wir gemeinsam das Menü Pommard (ca 40 €), welches uns von sehr guten Freunden sehr empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn das Essen war einfach fantastisch, sehr aromatisch und auch nicht zu übersichtlich. Zum Essen bestellen wir einen Mersault Village 2008 Charrons von Bouzereau. Ein herrlich mineralischer Wein, der hervorragend zum Essen gepasst hat. Ein super Wahl. Jeder Gang zeigte die Handschrift des Inhaber und Koches. Obwohl es nur 4 Gänge waren, waren wir hinterher papp satt.

Am Samstag ging es dann erst einmal zum Markt nach Beaune, den Marion ja noch nicht kannte. Es war wie immer sehr voll und wir ließen uns treiben. Zum Lunch kauften wir uns ein Bresse- Huhn.
Doch dann besuchten wir zum ersten Mal das wunderbare Hotel-Dieu in Beaune, welches bis 1971 noch ein Krankenhaus für bedürftige Menschen gewesen ist. Sehr imposant und unbedingt zu empfehlen.

Das Bresse- Huhn wurde anschließend genüsslich in den Weinbergen verspeist wurde. Wenn nicht da immer so viele Fahrradfahrer gestört hätten…

Nach dieser Stärkung ging es dann zu diversen Weinorten, die wir besichtigten. Vosne- Romanee, Chambolle- Musigy und Gevrey- Chambertin.

In Chambolle ging es dann noch einmal in einen Weinkeller zum Weingut Felettig, welches für seine Chambolle- Weine bekannt ist. Doch ich musste feststellen, dass diese alle viel zu verholzt waren. Das war eine echte Enttäuschung. Und den Echezeaux 2009 wollte er auch nicht aufmachen. So ging es ohne Weinkauf weiter.

In Gevrey- Chambertin wurde dann ein kleiner Zwischenstopp im Chez Guy eingenommen. Dort wurde eine typisch burgundische Wurst- Terrine (Jambon persillé maison) verspeist, wobei meine Frau sich dem leckeren Nachtisch frönte. Dazu gab es einen sensationellen Wein aus 2008, einen Puligny- Montrachet Le Trezin von Pierre Yves Colin . Mit einer herrlichen Mineralität und einem schönen Frucht- Säurespiel. Nun drängte die Zeit, da wir ja noch einen Termin in Marsannay hatten.

Wir kamen pünktlich bei Sylvain Pataille an, von ihm jedoch keine Spur. 15 Minuten später war er da. Für ihn sehr pünktlich. Wir waren nicht alleine, da ein sehr netter Belgier (Paul) ebenfalls zum ersten Mal in seinem Keller die 2009er Weine probieren wollte. Wir probierten zuerst seine Weißweine, die mir aber nicht so gefielen. Umso mehr dann sein Rose- Wein aus Marsannay.

Die roten Weine aus 2009 wirkten ein wenig süßlich, breit und konnten die nicht so typischen Lagenmerkmale darstellen. Ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig zu spät gelesen hatte. Das fiel besonders beim Marsannay Village Montagny 2009 auf, der die wärmste Lage seiner Weine darstellt. Erfreulicher war jedoch der 2009er Bourgogne. Welcher ein Jahr im Holzfass gelegen hatte und das durchschnittliche Niveau weit überschreitet, was Bourgogne- Weine angeht.

Sehr gut gefiel mir auch der Clos de Roi, der ebenfalls in 2009 sehr gut gelungen ist, auch wenn er noch die entsprechende Reife (5-8 Jahre) benötigt. Leider war die Zeit zu knapp bemessen, um mehr Zeit bei diesem sehr sympathischen Winzer zu verbringen, da wir einen Tisch in Volnay reserviert hatten.

Vom Hotel in Pommard Hotel Clos du Colombier , übrigens eine schöne Adresse an einem ruhigen, süßen Weinort, durch die Weinberge nach Volnay zum Restaurant Cellier la Volnaysien, wo wir einen Tisch reserviert hatten, um den Geburtstag meiner Frau entsprechend zu feiern. Leider war der versprochene Outdoor- Tisch nicht geöffnet, so dass es in den Keller ging. Wir nahmen beide ein 3 Gänge Menü. Dazu gab es einen wunderbaren 1991er Pommard 1er Cru Les Rugiens von Joseph Voillot. Ein toller gereifter süßlicher Wein, der den Burgund- Besuch wunderbar abrundete. Das ist das wahre Burgund: gereifte Burgunder!

So bleibt uns eine wunderbare Reise in Erinnerung, mit der großen Überraschung, dass wir nur Weißweine von der Cote d’Or tranken, was sonst nie der Fall gewesen ist. Das zeigt uns, wie groß doch das Potenzial der Weißweine im Burgund ist. Für mich eine sehr positive neue Erfahrung. Dank meiner Frau!

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Stuart Pigott´s Empfehlung aus der FAZ von heute gibt es auch bei K&M Gutsweine / Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 7 November 2010

Chardonnay global
Von Stuart Pigott

Die Weißweine Burgunds gelten vielen älteren Weinfreunden nach wie vor als qualitative Spitze des trockenen Weißweins – und das nicht ohne Grund. Wenn der Vigneron – also der Winzer – in Weinberg und Keller alles richtig hinbekommt, kann die Chardonnay-Traube Weine ergeben, die zugleich körperreich und elegant sind, kraftvoll und vielschichtig. Deshalb – aber auch weil der Chardonnay resistent gegen Hitze und trockene Böden ist – wurde er quasi überall auf „Planet Wein“ gepflanzt, so dass er sich zum Inbegriff des globalisierten Weißweins entwickelt hat. Den Erfolg der Weine aus seiner Heimat hat dies nur gesteigert.
Die Preise sind in die Höhe geschossen. Dabei entspricht die Qualität leider nicht immer dem Potential, und selbst schwache Weine finden ihre Abnehmer. Kein Wunder, dass jüngere Kenner Burgund nur selten als Quelle weltbester Weißweine nennen. Sie rühmen vielmehr die deutschen „Großen Gewächse“, die Wachauer „Smaragde“ und ähnlich konzentrierte Gewächse aus Weinbaugebieten Niederösterreichs – und auch das nicht ohne Grund. Diese vergleichsweise neuen Kategorien für trockene Spitzenweine aus dem deutschsprachigen Raum sind für die Weißweinerzeuger Burgunds seit Jahren eine ernsthafte Konkurrenz.

Es stellt sich die Frage, ob es aus Burgund überhaupt noch sehr gute trockene Weißweine gibt, die weder zu teuer sind noch zu sehr vom Eichenton dominiert – ein weiteres häufiges Problem. Glücklicherweise räumen Winzer wie Nicolas Cheveau in Solutré-Pouilly im Côte Mâconnais solche Zweifel aus. Seit langem gilt das Mâconnais als Quelle für ansprechende Alternativen zu den gesetzlich höher eingestuften Weinen aus den Premier-Cru- und Grand-Cru-Lagen der Côte d’Or. Allerdings schmecken die Weine von Nicolas Cheveau nicht im Geringsten wie Alternativen zu irgendetwas anderem, sondern sind allesamt stark und eigenständig. Auch wenn die Weinberge hier bis fast 400 Meter über den Meeresspiegel reichen, herrscht ein recht freundliches Klima. Zusammen mit den kalkhaltigen Böden führt dies oft zu ziemlich fülligen Weinen.

Trotz seiner Kraft besticht Cheveaus 2009er Mâcon Solutré-Pouilly „Sur le Mont“ (10,90 Euro bei uns, 11,50 Euro beim Mitbewerber) durch Frische und einen lebhaften Birnenton, der die Geschmeidigkeit nur zart andeutet. Mit seiner ausgeprägten Note von frischen Kräutern ist der 2008er Saint-Véran „Terroir Davate“ (nicht bei K&M) noch filigraner mit lang anhaltendem mineralischen Finale. Auch bei Cheveaus Spitzenwein, dem Pouilly-Fuissé „Les Vieilles Vignes“, ist der Eichenton vom Holzfassausbau vorbildlich dezent und fein. Der Jahrgang 2007 (21 Euro beim Mitbewerber, der 2008er bei K&M 18,40 €) wirkt cremig und geschmeidig, aber keinesfalls ausladend und außerdem eindeutig herb, mit subtilen Noten von getrockneter Birne, Zitronat und frischen Kräutern. Noch üppiger, mit einer Blütenhonignote, ist der Jahrgang 2006 (bei K&M schon lange ausverkauft, beim Mitbewerber 21 Euro) bereits auf seinem Höhepunkt – ein prächtiger Wein, der zeigt, warum Burgund, wenn denn alles stimmt, immer noch einen besonderen Ruf für trockene Weißweine verdient.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.11.2010, Nr. 44 / Seite 60

Alle Weine von Nicolas Cheveau finden Sie in Frankfurt bei K&M Gutsweine

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Schokoladen-Kunstwerke aus Nuits-Saint-Georges

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 27 März 2010

Heute fand in Nuits Saint-Georges eine Schokoladen-Verkaufsmesse statt. Jedes Jahr gibt es dort einen Wettbewerb der Jungchocolatiers, die Schaustücke aus Schokolade herstellen.

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Grand Jour de Bourgogne 2010 – Richebourg 88 & Entdeckungen & #gjdb #GrandJourdeBourgogne

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 26 März 2010

Tag 3

 

Heute hatten wir durch den Weinfreund Wofgang die Gelegenheit, Jean-Marc Bouley, Winzer in Volnay kennen lzulernen. Wir kamen kurz vor 11 Uhr vor seiner Domaine an, dahinter liegt der Clos de la Cave und da kraxelte einer ganz oben zwischen den Rebzeilen, nämlich der Winzer. Jean Marc bewirtschaftet zusammen mit Sohn Thomas etwa 9 ha in Volnay, Pommard,, Haut Cotes de Beaune und in Beaune. Er spricht übrigens sehr gut deutsch, auch wenn er das immer gerne abstreitet.

 

Bouley gehört in Deutschland noch zu den wenig bekannten Winzern, die sich aber beileibe nicht im Schatten der bekannten Namen verstecken müssen, daür sind seine Weine einfach zu schön. Wenn man sie mit ein paar Wörtern charakterisierten müsste, würde ich dafür „delikat“, finessenreich“ und „eigenständig“ verwenden. Fast 30 Jahre keltert Jean-Marc nun seine Weine aber auch die zunehmende Aufmerksamkeit der Presse und die sehr guten Bewertungen in allen wichtigen französischen Weinführern (liegen in seinem Verkostungsraum wie in einer Art Schrein aus) und die von Burgundkoryphäe Allen Meadows haben den bodenständigen Winzer am Boden bleiben lassen. Seit Anfang 2002 ist nun auch Sohn Thomas im Betrieb mitverantwortlich, Ideen hat er sich aus diversen Auslandspraktika in Übersee mitgebracht. Gibt es eine bessere Kombination wie Erfahrung und Bauchgefühl des Vaters und Passsion und „in andere Fässer schauen“ des Sohnes?

 

Alle Weine begeistern durch eine frische, delikate Frucht, Tiefe und Komplexität. Alle Parameter für eine Verfeinerung auf der Flasche im heimischen Keller sind vorhanden und man sollte den Weinen diese Zeit auch geben.

 

2008 Bourgogne Haut-Cotes de Beaune

Der Jeden-Tag Wein des Hauses überzeugt selbst noch nach 3 Tagen in der geöffneten Flasche mit einer Frische, das man es kaum glauben mag. In seiner Preisklasse schwer zu toppen. Klassische Pinotfrucht, angenehme Säure.

 

2007 Volnay Vieilles Vignes

Kein nomineller Premier Cru, aber das Zeug dazu besitzt er, mein Lieblingswein. Ungemein feine Art am Gaumen, fast seidig, reife, rote, helle Beeren, immens lang. 90/100 Pkt. Um 20 €

 

2007 Volnay 1er Cru Clos des Chenes

Großer Ausdruck an roten Früchten, viel Kraft und Druck am Gaumen, feine, edle Tanninstruktur, grandiose Länge. Stammt aus einer 0,5 ha Parzelle

 

2006 Pommard 1er Cru Fremieres

Viel reife Kirsche, aber auch Massen an Tannin. Entwickelt ein ungeheuren Schmelz auf der Zungenmitte, herrlich eindringliche, rife Beerefrucht, noch etwas raues Tannin, am Ende kühle, mineralische Bodennoten, wirkt sehr fein und natürlich. 92-94/100 Pkt Um die 33 €

 

2006 Pommard 1er Cru Rugiens“

Der Topwein des Hauses! Reife Frucht, immense, druckvolle Konzentration, körperreich, dabei mit viel Finesse und Spiel am Gaumen. Einkellen und 10 Jahre reifen lassen. 93-95/100 Pkt. Um die 40 €

 

Anschließend ging es wieder Richtung Beaune, denn im Palais des Congress waren Verkostungen aus Maconnais und rund um Beaune angesagt. Nach 2 Tagen intensiven Verkostens hatten wir uns nun eine kleine Auszeit gegönnt, es gab aus unserer Sicht nichts wirklich Interessantes und auch eine gewisse Sättigung und Unlust angesichts des fantastischen Frühsommer-Wetters machte sich dezent breit. Wir probierten nur die Weine von unserer Domaine Cheveau aus Pouilly (fantastische 08er Pouilly Fuisse „Les Trois Terror“ „Ver Cras“ und „Vieilles Vignes“) Nicolas Cheveau hat mit seinen Weinen in Frankreich wieder einige Preise einheimst und gehört mittlerweile zu den Top-Betrieben und auch Vorbildern der Region Macon und Pouilly-Fuisse. Seine weißen 08er sind wieder ungemein cremig, fruchtig und mineralisch ausgefallen. Chardonnay, der weder fett oder sattmachend wirkt, sondern mit Dichte, Kraft und Verspieltheit von feiner Säure und Mineralik glänzt. Mitte April wird er auch seinen 09er Macon-Solutre aus dem Stahltank füllen, dann werden wir seine Weine auch wieder komplett im Laden und Internet-Shop anbieten können.

 

Auch Chantal Martin von unserer Domaine Michel Martin aus Chorey Les Beaune war mit Fassproben ihrer roten 08er Weine vertreten. Sie sind vom „einfachen“ Bourgogne rouge bis hin zum Beaune 1er Cru Clos du Roi wieder sehr gut gelungen. Feine rote Beeren im Duft, zarte Holztöne umschmeicheln die Nase, reife Säure gibt den Weinen eine herrliche Frische und vor allem auch die Zeit zu reifen. Am Abend konnten wir noch die 2009er als Fassprobe anschmecken. Viele reden im Burgund von einem großen Jahr, ähnlich dem 2005er, aber auch ich habe bei vielen Proben von 09ern den Eindruck, dass es den Weinen an zwei Dingen zum großen Jahr fehlt: Säure und Konzentration, denn diese sind für einen großen Jahrgang wichtig und die hat 2009 nicht. Es ist ein sehr guter Jahrgang, der ab Fass schon ungemein duftig und saftig daherkommt, die Tannine sind weich und rund. Sind wir also gespannt, was auf die Flasche kommt.

 

Am Abend waren wir dann bei Chantal und Michel zum Boeuf Bourgignon eingeladen. Ein wunderbar einfaches Essen sehr gut zubereitet. Interessanterweise hat der tags zuvor im Le Chambolle getrunkene 05er Chambolle-Musigny von Frederic Magnin gar nicht dazu gepasst, das viel Holz wirkte einfach störend. Dieser Wein wird wohl um die 40 € kosten und bestätigt einmal mehr mein Bild von den hochgehypten Namen im Burgund. Sie ernten jede Menge Punkte auf den Zetteln der Degustatoren (Allen Meadows gibt ein Outstanding = 90-94 Punkte), aber am Tisch beim Essen spielt die Musik. Und da trumpften 2 Weine auf. Ein kleiner, mit gerade einmal 8 € bezahlbarer 05er Chorey Les Beaune und der knapp 20 € günstige 04er Beaune Premier Cru des Hausherren. Die perfekte Marriage, die reife Säure des kleinen Chorey putzte erst mal das Holz des Chambolle von meinem Gaumen und auch ohne Essen bereiteten diese feinen, traditionell hergestellten Weine enormen Spaß. Das ist für mich GROß, unabhängig von Namen und Punkten!

 

Tag 4

 

Abseits der allseits bekannten Namen von Winzern und Regionen im Burgund, gibt es auch Appellationen, die ein gutes Verhältnis von Qualität und Preis aufzubieten haben. Rully, Givry, Mercurey, Montagny um nur einige zu nennen. Da kann man tolle Entdeckungen machen, daher sind wir heute die 35 km nach Mercurey gefahren, um diese Weine zu probieren und um auch einige Winzer wiederzusehen, die ich bei meinem vorletzten Besuch im Burgund kennnen- und schätzengelernt habe, wie z.B. Stephane Briday von der Domaine Michel Briday. Hier gefielen vor allem die Weißweine, die roten 08er waren noch sehr eckig und kantig und eigentlich eher unzugänglich, auch aufgrund ihres Tannins.

 

2008er Rully 1er Cru „La Pucelle“

Großartig! Mir gefällt bei seinen Weißweinen aus Rully besonders die Balance, die die Weine haben. Alle Einzelbausteine wie Frucht, Säure, Mineralik sind wunderbar zusammengefügt und ergeben einen feinstrukturierten, komplexen und niemals langweiligen Wein. Tolle Länge, tiefe Frucht, saftig am Gaumen, noch sehr junger, entwicklungsfähiger Wein.

 

Einer der bekanntesten Namen in Rully ist die Domaine Jacquesson. Diese Rully 1er Crus haben uns vor drei Jahren enorm beeindruckt. Die 2008er – auch die 1er Crus –  jedoch haben uns dieses Mal nicht wirklich begeistert. Sie kamen mir etwas zu breit angelegt vor, Mineralität war schon da, auch Cremigkeit, aber es fehlte Animation im Glas, auch Frische, schade.

 

Eine weitere Entdeckung waren die Weine von Francoise Feuillat-Juillott aus Montagny. Die Weißweine dieser Region fallen meist immer sehr karg und mineralisch, mit eher reduzierter Frucht aus, besitzen aber ein fantastisches Preis/Genuss-Verhältnis, zumindest vor Ort. Mein bisheriger Favorit aus dieser Region, die Dom. Berthenet hatte in 2008 Weine mit recht spitzer, sehr dominanter Säure vinifiziert, was den Weinen bei der kargen Art nicht so gut steht, diese wirken dann etwas aggressiv am Gaumen. Bei Francoise Feuillat jedoch fanden wir wunderbar fruchtige Weine, sehr gut ausbalanciert, frisch und am Ende eben mit der typischen, kalkigen Mineralität.

 

Bei den Rotweinen behaupte ich nun mal, meinen Stil gefunden zu haben. Ich mag die feinen, finessenreichen, nach reifen Beeren duftende und am Gaumen von einer zarten Süße und einer reifen, frische Säure unterlegten Pinot Noir. Gouges, Robert Chevillon, Chicotot aus Nuits Saint-Georges zum Beispiel, Tortochot aus Gevrey-Chambertin, Silvain Cathiard aus Vosne Romanée um nur einige zu nennen, natürlich auch Michel Martin, sonst wären sie ja nicht in unserem Portfolio. In Mercurey habe ich nun ebenfalls einen Erzeuger „an der Hand“

 

Domaine du Meix-Foulot

Zuerst Terroir und vor allem, dass ist der Leitspruch von Agnes Dewe und Paul de Launay. Den Ausdruck der Böden unverfälscht in die Flasche zu bekommen, schonender Umgang, lange (4 Wochen) Maischegärung, lange Ausbauzeiten im großen Holzfass, nicht zu warme Vergärung, Respekt vor dem Terroir, dass sind die Eckpfeiler der Domaine. 1996 übernahm Agnes die Verantwortung auf dem Weingut, seither hat sie mehr und mehr an der Verfeinerung an den Weinen gearbeitet. Alle Pinot sind von wunderschöner Feinheit und Rasse, spielen mit den Aromen am Gaumen und entwickeln ein wunderbar, von reifer Frucht getragene Weine.

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2007 Mercurey 1er Cru Les Veleys

Schöner und klarer Fruchtausdruck, reich an Fruchtaromen heller Beeren, entwickelt eine schöne, seidige Struktur am Gaumen und glänzt mit herrlich feinen Tanninen und einer feinen Fruchtsüße. Macht als 2007er schon Spaß, die 2008er liegen noch etwas länger im Fass, im Gegensatz dazu präsentierten viele Winzer jetzt schon ihre 08er 1er Crus.

 

Mittagessen war nun angesagt, im Zentrum von Mercurey musste man erst mal 20 Minuten anstehen, denn im Gegensatz zu allen bisherigen Veranstaltungen konnte man sein Mittagessen im sitzen genießen. Nachdem also wieder 2 Plätze frei wurden, wurden wir vom Oberkellner an unsere Plätze geführt, sogleich wurde ein Magnumflasche auf den Tisch gestellt und wir konnten uns an dem überwältigenden Büffet bedienen. Es gab Landpasteten, Rillettes, diverse Salate wie Paella, Bohnen mit Chorizo, Terrinen, eine warme Geflügelroulade mit Gratinkartoffeln, Bohnen und und und. Dann gab es noch diverse Desserts wie Cassiseis, frischer Obstsalat, Mousse au chocolate und Erdbeercharlotte, das riesengroße Käsebuffet natürlich nicht zu vergessen. Zwischendurch sah man immer wieder den Küchenchef im Saal lächelnd herumspringen, sich mit den Gästen unterhaltend, Küsschen hier, Küsschen da für die Damen, insgesamt eine richtig gute Atmosphäre, die dem Chef de Cuisine sichtlich Spaß machte. Wir haben uns dann am Ende bei ihm für dieses tolle Buffet bedankt, bei mir blieb es beim Händeschütteln, Barbara wurde natürlich gebusselt. Gut genährt fuhren wir dann zu einer Verabstaltung nach Vosne Romané

 

Exceptionelles – femmes et vins de Bourgogne ist eine Gruppe von 31 Winzerinnen aus fast allen Regionen des Burgunds. Auf der Domaine Anne Gros in Vosne Romanée präsentierten sie ihre Weine, auch Chantal Martin gehört dieser Gruppe an, was schon eine besondere Ehre ist. Reger Austausch bringt die Mädels der „2. Reihe“ nach vorne, gemeinsam sind sie stark. Da ich die Liste der Weingüter vorher nicht kannte, war ich umso überraschter, dass auch einige meiner Favoriten dabei waren u.a. aus Chablis Natalie & Giles Fevre, Chantal Tortochot aus Gevrey-Chambertin, Nadine Gaubin von Jacques Prieur aus Nuits Saint-George, die Domaine Feuillat-Juillot aus Montagny sowie Meix-Foulot aus Mercurey.

 

Auch hier herrschte reger Andrang es war fast kein Durchkommen zu den einzelnen Tischen, daher folgte ich einem Tipp von Robert, Dieter und Wolfgang. „Geh an den Tisch, da stehen von allen Weingütern 8er Weine, also gereifte Weine aus 1988 und 1978. Es war ein Erlebnis, einen 88er Richebourg aus der Magnum der Dom. Anne Gros zu probieren, immer noch von kräftiger Farbe, enorm im Druck, wunderbar reiche Nase nach Pflaume, Kirschen und Gewürzen. Herrlich zu trinken, aber auch noch locker 10 Jahre Zeit, sich weiter hinter dem Säuregerüst zu verfeinern. Der 78er Clos de Vougeot (ebenfalls von Anne Gros)war gut, aber eher in der Phase des Abbauens.

Wunderbar auch der 88er Corton-Bressandes von Christine Dubreuil-Fontaine, ungemein frisch und saftig, süffeln auf extrem hohem Niveau, ein Wein der durch seine Aromen von Waldboden, Pflaumen und Gewürzen geradezu im Glas strahlte.

 

Das war ein perfekter Abschluß, am Abend sind wir dann noch in unser Lieblingsrestaaurant Ma Cuisine nach Beaune gefahren und haben den Abend würdig beschlossen. 2006 Nuits Saint Georges von Gouges, dann Kompott vom Kaninchen mit Estragon, Kalbsnierchen in Senfsauce und als Abschluß Tarte Tatin.

 

Bilder folgen, jetzt geht es weiter zur nächsten Verkostung, Bericht folgt

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2005 Chambolle-Musigny Vieilles Vignes

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 24 März 2010

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Restaurantipp Chambolle-Musigny: Le Chambolle #gjdb #GrandJour de Bourgogne

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 24 März 2010

Am gestrigen Dienstag gingen wir das erste Mal Essen, nachdem wir uns Sonntag und Montag in der Ferienwohnung der Domaine Michel Martin selbst verpflegt hatten. Unsere Auswahl fiel auf ein Restaurant in Chambolle-Musigny, welches uns von Gästen der Fereinwohnung empfohlen wurde, denn es existiert so etwas wie eine stille Post von Visitenkarten von guten Restaurants.

Restaurant Le Chambolle

Das schmucke, kleine Restaurant liegt mitten im Ortskern dieses kleinen, verwinkelten Städtchens, dass für seine Weine in der ganzen Welt bei Weinfreunden bekannt ist. Wir hatten am bereits am Mittag einen Platz reserviert, wäre nicht notwendig gewesen, denn die Weinkarawane, die in den letzten beiden Tagen für eine ausgebuchtes Restaurant gesorgt hatten, war schon gen Beaune zur heutigen und den folgenden Veranstaltungen weitergezogen.

Wir hatten freie Platzwahl und entschieden uns für einen der beiden Tische, die im Raum auf einer kleinen Erhöhung direkt am Kamin stehen. Von da hatte man einen guten „Überblick“ über alle Gäste.

Die Menukarte ist auch immer aktuell im Internet abzurufen, so konnten wir uns schon ein wenig Appetit holen. Der Service ist sehr aufmerksam und herzlich, wir hatten alle Zeit der Welt, uns einen Wein auszusuchen und auch auf die Kuhmilchallergie wurde in der Küche bestens eingegangen.

Wir entschieden uns also für

Hasenterrine mit Haut Cote de Beaune Wein (La terrine de Lapereau aux Hautes Cote de Beaune)
Viele Terrinen kommen direkt aus dem Kühlschrank und schmecken daher einfach fad, da zu kalt. Diese hatte Küchentemperatur, war sehr aromatisch und von guter Konsistenz. Auch der Fleisch/Fettanteil war sehr gut 

Taubenschenkelchen confite mit einem Salat aus Puy-Linsen
Taube ist nicht so mein Ding, aber diese waren einfach Klasse. Butterzart fielen sie vom Knochen, waren sehr saftig und aromatisch mit leichtem Raucharoma, die Linsen gaben mit ihrer sauren Würzung einen wundebaren Kontrast und insgesamt war das Gericht sehr stimmig

Beim Hauptgang fiel meine Wahl auf

Gebratene Entenbrust mit Morcheln gefüllt, tourniertes Gemüse
Die Entenbrust war mir ein wenig zu roh, dennoch zart und aromatisch im Geschmack. Die Morcheln untermalten dezent das Aroma, das Gemüse war intensiv im Geschmack mit einem Stich Butter ansautiert

Entenkeule geschmort in bierre d´Orval (belgisches Bier) mit Wirsinggemüse
Der Knochen lies sich einfach so rausziehen, butterzart geschmort, ein Traum an Geschmack in Verbindung mit der leicht herb-würzigen Sauce und dem mit Speck gewürzten Wirsing.

  

Ins Glas floss ein 2005er Chambolle-Musigny „Vieilles Vignes“ von Frederic Magnien, dessen Weine mir am Nachmittag von Wolfgang empfohlen wurden. Immer noch mit einer enorm dichten, würzigen Frucht ausgestattet, intensive, ins dunkelbeerige gehende, subtile Frucht, zarz unterlegt von würzigen Noten, festes Tannin. Wirkte sehr jugendlich, deswegen haben wir nicht alles ausgetrunken und uns die Flasche samt Restinhalt einpacken lassen, zu gerne verfolge ich noch die Entwicklung des Weines über die nächsten Tage.

Ohne Wein haben wir mit einem Dessert und zwei Kaffee 60 € bezahlt, was ich als angemessen betrachte. Die Qualität der Waren ist gut und wird in der Küche handwerklich sauber zubereitet, der Service ist freundlich, nett und immer zu einem netten Gespräch aufgelegt.

 

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Grand Jour de Bourgogne 2010 – Das neue Beaujolais – Marie Elodie Zighera Confuron #GrandJourdeBourgogne

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 23 März 2010

Der Markt in Deutschland für seriöse und gut gemachte Rotweine aus der Region Beaujolais ist so gut wie nicht mehr vorhanden, der gigantische, weltweite kommerzielle Erfolg des Beaujolais primeur mit seinem Billigpreis-Image, hat den Markt für viel Winzer aus dieser Region völlig kaputt gemacht.

 

Doch mit seinen Cru-Appellationen Morgon, Regnie, Fleury etc. bietet dieser zauberhafte Landstrich dabei viel mehr als nur Easy-Drinkig-Getränke für wenig Geld. Alte Reben, einzigartige Böden und immer wieder hochmotivierte Winzer, die aus diesem Teufelskreis ausbrechen möchten. Es ist immer wieder bewundernswert, wenn sich junge, ambitionierte Weinenthusiasten und Querdenker aufmachen und versuchen, der Region ein neues Profil zu geben und in den Fokus des Verbrauchers zu bringen. Eine davon ist die knapp 30 Jahre junge Winzerin Marie-Elodie Zighera Confuron. Sie verantwortet das Weingut in Fleurie im Beaujolais in 4ter „Frauengeneration“ und wohnt mit Ihrem Mann und dem knapp einjährigem Sohn und den Schwiegereltern im „Mekka“ der Burgunder-Liebhaber, in Vosne Romanee. Aufmerksam auf sie wurde ich in einem Artikel der Zeitschrift Weinwelt, wo die Philosophie der Winzerin und die singulären Qualitäten ihrer Weine gelobt wurden. Am heutigen Montag sind wir nicht die einzigen Gäste, Ihr Mann betreut eine Gruppe französischer Weinhändler mit seinen Burgundern (die wir im Laufe der Woche auf einer Veranstaltung noch probieren werden). Daher müssen wir mit den kleinen „Schwestern“ der Cote d’Or einen Keller weiter.

 

Ganze zwei Weine hat sie derzeit in ihrem Portfolio. Einen 2007er Cru Fleurie und einen 2006er Cru Morgon kann sie uns zeigen. Früher wurden die Erträge komplett an die Kooperative abgegeben. Vor knapp vier Jahren jedoch – noch vor Ende ihrer Ausbildung an der Weinuniversität in Dijon und den praktischen Jahren im Burgund – beschloss sie, die Weine selbst auf die Flasche zu bringen. Sie möchte mit der burgundischen Tradition und mit ausbalancierter Ertragsreduzierung vor allem Qualität und Trinkgenuss und auch die Möglichkeit der Reifung der Beaujolais-Weine in die Flaschen bringen.

Dass die Gamay noir Traube Potential hat, wird deutlich, wenn man die Chance hat, abseits von den Primeurs Lagenweine von ambitionierten Winzern wie Marie Elodie Zighera zu probieren und diese auch noch nach 5-6 Jahren eine wunderbare Frische aufweisen. Das ist das Ziel und davon gehen immer mehr Weinkenner aus – dass die Beaujolais-Weine wieder nach Burgunder-Tradition und in ambitionierter Qualität angeboten werden.

 

 

 

 

Den 2008er Jahrgang hat sie noch nicht gefüllt und er wird erst zum Jahresende 2010 in den Handel kommen. Apropos Handel; bis jetzt sind in Deutschland noch keine Importeure in Sicht – und auch in Frankreich bekommt man die Weine nur ab Hof. Anrufen ist empfehlenswert, denn zum „Weinmachen“ ist sie auf den Weingütern im Beaujolais – das Domizil ist und bleibt an der Seite ihres Mannes in Vosne Romanée.

Jedoch ist die in- und ausländische Presse bereits aufmerksam geworden – und so kann man gespannt sein, wann die Weine in Deutschland zu haben sind.

Eigentlich eine schöne Idee, sich mit diesen trinkfreudigen – aber nicht zu einfachen – Weinen die Zeit zu vertreiben, bis die Diven aus der Cote D’Or sich öffnen ;-))

 

2007 Fleurie AOC La Dot

35 hl / ha Ertrag, spontan vergoren.  Ein wunderbar fruchtig-würziger Wein von ungemein eleganter Struktur. Am Gaumen dunkle Beeren, sehr elegant über die Zunge fliesend, viel Stoff, erwachsen, nachhaltig, mittlere Kraft, sehr frische Art.

 

2006 Morgon AOC

70 Jahre alte Reben, 30 hl / ha Ertrag. Wirkt insgesamt etwas fordernder in seiner Art, Aromen von Schwarzkirsche, dunkle Mineralität, etwas tanninbetonter Stil, braucht Luft und Zeit zur Reifung.

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Grand Jour de Bourgogne 2010 – Burgund in 7 Tagen / Chablis #GrandJourdeBourgogne

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 23 März 2010

 

Grand Jour de Bourgogne – 7 Tage auf Messebesuch im Burgund: Tag 1 Chablis

 

Die Anreise am Sonntag verlief wie immer sonntags auf französischen Autobahnen. Ruhig, gelassen, keine Elefantenrennen zeitgeplagter LKW-Chauffeure und auch an den Mautstationen herrschte gähnende Leere. Nach 4 Stunden also hatten wir ausgeruht unser Domizil, die Ferienwohnung unserer Domaine Michel Martin in Chorey Les Beaune erreicht. Den ersten Abend vertraten wir uns in Beaune bei einem abendlichen Spaziergang im Zentrum der Stadt die Füße, anschließend gestalteten wir den weiteren Abend mit einer Flasche Champagner von Janisson-Baradon und Spaghetti mit Tomatensauce in unserer voll ausgestatteten Ferienwohnung mit 3 Schlafzimmern, komplett ausgestatteter Küche und einem herrlich großen Wohnbereich mit 1547 Sattelitensendern und WLAN, herrlich ruhig gelegen mit traumhaften Blick auf den heiligen Berg Corton-Charlemagne

 

Am Montag früh brachen wir zur ersten Verkostung des Tages auf. Chablistasting im 130 km entfernten Städtchen Chablis war angesagt. Wie viele bekannte Namen von Städten, die in Verbindung mit Wein stehen (Vosne Romanée, Gevrey-Chambertin z.B.) ist auch Chablis nicht mehr wie eine Hauptstrasse mit vielen alten Gebäuden, ansonsten ist hier außer Wein relativ wenig los.

 

So ging es dann nach erfolgreicher Registrierung ans Werk. Es folgen nun die Weingüter, die mich in ihrer Gesamtheit an Weinen überzeugt haben, wo die ganze Kollektion stimmig ist und es keinen Außreißer nach unten gegeben hat. Bei einigen Winzern gab es durchaus den ein oder anderen guten Wein, aber für mich zählt das Gesamtpaket. Vorgestellt wurden Weine des Jahrgangs 2008, bei einigen 1iere Crus und Grand Crus waren die Weine erst wenige Wochen auf der Flasche.

 

Ganz vorne dabei –  wie fast zu erwarten war – die Genossenschaftskellerei „La Chablisiene“ Für mich vom einfachsten Petit Chablis bis hin zum Grand Cru durchgängig hervorragend gemachte Weine. Zum einen typische Noten von Citrusfrüchten, auch der komplette Korb von Mirabellen, gelben Pfirsichen, etwas Ananas, verbunden mit einer prägnanten Mineralität. Zum anderen ein wunderbarer Schmelz am Gaumen, das ganze in einer wunderbaren Harmonie, so das die Weine jetzt schon unglaublich viel Spaß bereiteten. ABER: im Topbereich sollte man den Weinen Zeit geben, wir probierten einen 1998er Chablis 1iere Cru Mont de Tonnere, der goldgelb im Glas funkelte und am Gaumen noch sehr frisch wirkte.

 

 

Sehr schön auch die Weine der Domaine Felix. Die beiden Chablis von eher straffer, mineralischer Art, die Frucht eher reduziert wahrnehmbar, aber insgesamt eine sehr gelungene Kombination von Säure, Mineralik und Frucht, nichts großes, aber sehr gut in seiner Harmonie. Die Familie besitzt auch Lagen in Saint Bris, der erste 2009er Sauvignon Blanc duftete wunderbar nach gelben Früchten und etwas Ananas. Am Gaumen reife, saftige Frucht, sehr animierend.

 

Hier und da gab es sicher noch den ein oder anderen guten Wein, aber viele Weine begleitete auch eine enorme, manchmal apfelige Säure, die mich sehr störte und oftmals auch alleine dastand.

 

Gekonnt war wieder einmal die kulinarische Verpflegung. Beim Eintreffen um 9.30 Uhr drehten bereits 3 Spanferkel am Grill ihre Runden. Gegen 12 Uhr dann begann dann der Sturm auf Landpasteteten, Fischterrinen, diverse Salate, dem Spanferkel und einem großen Käsebrett. Alles schmeckte vorzüglich. Jeder Aussteller beteiligte sich an diesem Buffet mit einem Wein aus seiner Liste und hier zeigte sich auch die Stärke des Chablis. Als Essensbegleiter trumpfte er auf.

 

Gegen 13.30 machten wir uns dann auf, in Vosne-Romanee eine junge, talentierte Winzerin zu besuchen, aber dies ist wieder eine andere Geschichte..

 

 

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