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Domaine de La Biscarelle – Châteuneuf-du-Pape

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 28 Februar 2013

Die Entdeckung des Jahres 2013 – (Revue du Vin de France)
Domaine de La Biscarelle / Châteauneuf-du-Pape / Rhône
(bereits seit 2011 im K&M Programm)

IMG_0419Das renommierte französische Weinmagazin La Revue du Vin de France vergibt jedes Jahr die TROPHÉES DU VIN für die Entdeckung des Jahres. 2013 „erwischte“ es unsere Domaine de La Biscarelle, die wir bereits seit 2011 im Programm führen und die erst den 5. Jahrgang produzieren.
Das Magazin schreibt u.a.: „Auf der Domaine de La Biscarelle produzieren Christelle und Jérôme Grieco Rotweine voller Charakter, darunter eine Perle, den Chateauneuf du Pape „Les Anglaises“.
Das hat auch einen wichtigen Grund, denn nur in diesen Wein gelangen die über 100 Jahre alten Reben, 1904 gepflanzt. Früher wurden diese extrem begehrten Trauben an die großen Häuser verkauft, seit 2007 aber entsteht daraus der Top-Wein des Hauses, der „Les Anglaises“

Für einige der alteingesessenen Winzerfamilien ist Jerôme so etwas wie ein Rebell, denn als Autodidakt begann er seine Passion gleich mit einer einschneidenden Veränderung. Entgegen der modernen Weinbereitung, alle Trauben von den Stängeln und Stielen zu trennen, entrappt er seine Trauben – wie bei Château Rayas – nicht. Auch im Ausbau geht er den anderen Weg, sein Wein sieht kein Holz, er baut diesen ausschließlich in Zement-Tanks aus. Seine Weine sind erstaunlich elegant, wirken sehr burgundisch mit Frische und Biss, die Tannine sind wunderbar samtig, der Wein wirkt auch nicht modern überextrahiert, ist dennoch dicht in seiner Aromatik und sehr gut ausbalanciert. „Der Wein wird im Weinberg gemacht“, so sein Credo, „im Keller sollte man nur noch minimal eingreifen“.

Etikette2010 Châteauneuf du Pape Cuvée Les Anglaises
Schöne, tiefdunkle Farbe mit leicht bläulichen Reflexen am Rand. Die erste Nase ist herrlich voll und intensiv spürbar, sehr vielschichtige, komplexe, intensive Aromen von Lakritz und dunklen Früchten. Mit zunehmender Verweildauer im Glas entwickeln sich zusätzlich würzige Noten wie schwarzer Pfeffer und dunkle Waldfrüchte (Brombeeren, schwarze Johannisbeeren) sowie Noten von Unterholz. Am Gaumen tief und komplex, „ein Maul voll Wein“, schöne, reichhaltige Aromatik von dunklen Beeren und Lakritze. Wirkt sehr ausgewogen, der Nachhall ist lang anhaltend, der Wein zeigt sich elegant und charaktervoll.

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Grignan-les-Adhémar, Vinsobres, Côtes du Rhône & Villages

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 2 Juni 2011

Bei der Vorbereitung zur heutigen Verkostungstour musste ich erst einmal nachschlagen, wo denn die AC Grignan-les-Adhemar überhaupt beheimatet ist, denn von dieser Appellation hatte ich noch nie etwas gehört.

Und dabei kommt erstaunliches heraus. Seit 2008 kämpften die Winzer der Region „Coteaux du Tricastin“ um die Umbenennung ihrer Appellation. Warum? Nun, Tricastin ist der Name von Frankreichs zweitgrößter Kernreaktoranlage, vor knapp 3 Jahren wurden die umliegenden Bewohner aufgefordert, kein Wasser zu trinken bzw. auch nicht Fische der umliegenden Flüsse zu essen, nachdem flüssiges Uran ausgetreten war. Daraufhin wurden von 58 Reaktoren in Frankreich Wasserproben geprüft, es ergab dies jedoch nur ein minimiertes Risko von 1 auf der 8-stufigen Gefahrskala, auch in den Weinbergen wurden keine gefährlichen Strahlungspegel gemessen. Innerhalb 2 Jahren verloren die Winzer der Region jedoch über 40% ihres Verkaufsvolumens, manche Winzer rissen ihre Rebstöcke gar ganz aus –  dafür gab es ja Geld von der EU.
Seit dem 9. Juni 2010 heißt das Weinbaugebiet nun Grignan-les Adhémar. Ich tu mich mit der Bezeichnung etwas schwer.

Um als AC – Wein anerkannt zu werden, gelten folgende Regeln.

Traubensorte für Rot und Rosé:
Grenache noir und Syrah (mind. 10 – 80%) dazu Mourvedre, Carignan, Cinsault.

Traubensorte für Weissweine:
Grenache blanc, Viognier, Clairette blanc, Roussane, Marsanne, Bourboulenc. Keine der Rebsorten darf alleine mehr als 60% betragen, sortenreine Weine sind nicht zugelassen.

So gaben wir also die Adresse ins Navi ein und fuhren an den natürlich noch nicht blühenden Lavendelfeldern der Provence vorbei bis wir Chateau de Grignan erreichten.

Mas TheoFür mich waren alle teilnehmenden Winzer erst einmal böhmische Dörfer, woran sollte man sich also orientieren. Knapp 20 Winzer gaben sich die Ehre, daher also im ersten Durchgang erstmal die Groborientierung „Etiketten anschauen“. Da viel uns Mas Theo auf, am Stand erfahren wir dann auch, dass der Winzer AB – und Demeter zertifiziert ist, erst recht ein Grund, hier zu probieren.

 

 

 

2010 AOP Grignan-les Adhemar blanc Mas Theo Selection Mogul
Cuvée aus 50% Rousanne, 35% Marsanne & 15% Viognier. Fassprobe, kommt im August 2011 auf den Markt. Schöner, frischer Einstiegswein, zarte Säure, angenehm florale Note. Leider Silikonkorken. Ab Hof 7 €

2010 AOP Grignan-les Adhemar rosé TO
70% Grenache, 30% Cinsault; zurückhaltende Frucht, mehr von der Würze dominiert, recht trocken, zarte Frucht, weiniger Rosé. Silikonkorken, ab Hof 5 €

2009 AOC Coteaux du Tricastin rouge TO
Je 50% Grenache & Syrah, 8-21 jährige Reben, fruchtig, eher leicht, zugänglich. Silikonkorken, ab Hof 6 €.

2008 AOC Coteaux du Tricastin rouge Selecction Griffon
90% Syrah, 7% Grenache, 3% Mourvedre, alte Reben, 6 Monate Holz. Der 2008er ist auch hier mit einer prägnanten Säure als Jahrgangs wunderbar zu erkennen. Ab Hof 10 €.

2009 AOC Coteaux du Tricastin rouge Selecction Griffon (Fassprobe)
90% Syrah, 7% Grenache, 3% Mourvedre, alte Reben, 6 Monate Holz. Deutlich dichter und fleischiger als der 2008er, noch spürbares Tannin (etwas bitter), dazu Vanillenoten. Wirkt verschlossen.

2009 AOP Grignan-les Adhemar rouge Seleccion Mano (Fassprobe)
Syrah, Grenache und Mourverdre im 400l Holzfass ausgebaut, sehr feiner, eleganter Wein, Griottes-Kirsche, schmeckt etwas altholzig, auch würzig, dazu Noten von Fleischbrühe. Kommt 10-2011 auf den Markt und wird um die 18 € ab Hof kosten.

Gut, wenn auch mit kleinen Schwächen, zeigten sich die Weine von Philippe Fabrol, Eigentümer der Bio-Domaine Bonetto-Fabrol aus Lagarde Adhemar.

 A.O.C Grignan les Adhémar

2010 Héritage blanc 2010
100% Viognier, noch etwas trocknend, fehlt noch die Balance, noch sehr jung.

2010 Le Colombier rosé
80% Grenache, 20% Syrah, himbeerfarben, zart süßlicher Ansatz.

2009 Le Colombier rouge (Fassprobe)
50% Grenache, 50% Syrah, würzig, frische Beerenfrucht, noch sehr unruhig, hier muss die Zeit zeigen, was kommt, im Moment sehr schwer zu beurteilen.

2009 Sélection Vieilles Vignes rouge
50% Grenache, 50% Syrah, über 40 Jahre alte Rebstöcke, Kirsche, eleganter Ansatz, von feiner, femininer Art, guter Mittelbau mit Nachhaltigkeit, fein mineralisch, eher von kühler Stilistik, etwas Minze und fruchtige Pflaumennoten.

2009 Héritage rouge
100% Syrah; für mich der Wein mit dem besten Preis/Genuß-Verhältnis. Selektion der besten Trauben, kein Holz, viel Blaubeere, seidig, sehr feinsinniger Wein. Viel Fleisch am Gaumen.

A.O.C Cotes du Rhône


2009 Mas Vincente rouge
50% Grenache 50% Cinsault, die Weinbergslagen nahe Villeneuve, schöner, würziger CdR, realtiv kräftiger Stil, üppig, aber nicht fett, sehr gut.

 

 

Fazit: es waren einige interessante Weingüter dabei, allerdings hier und da bei einigen auch schwächere Weine. Es wird sicherlich schwer werden, sich ein eigenes Profil zu verschaffen, preislich sind sie etwas günstiger als die meisten Winzer der südlichen Rhône. Aber auch dort findet man gute und günstige Weine, hat jedoch ein wesentlich bekannteres Image anzubieten.

Weiter ging es nach Suze-la-Rousse zum mächtigen Château Suze-la-Rousse, wo wir nichts besonderes suchten, mal hier und da in diverse Côtes du Rhône reinprobieren, um sie mit unseren von Vincette Rochette (Dom. Roche-Audran) zu vergleichen. Aber auch um sich mit Geraud von Accent du Sud-Quest zu treffen und die tollen, aber nicht günstigen Weine der Domaine Charme-Arnaud zu probieren, die gut sind, aber Vincent Rochette hat das bessere Preislevel im Vergleich zur Qualität der Weine.

 

Aber keine Arbeit ohne entsprechende Stärkung vorneweg, Mittagessen. Fast jeden Mittag wurde uns von der Organisation ein großartiges Buffet zur Verfügung gestellt, wo es regionale Produkte zu probieren gab und das in ausreichenden Mengen, danach war dann meist eine längere Pause angesagt.

Nun aber an die Arbeit, bei der Domaine de la Bastide aus Visan fielen mir die exzellenten Preise für alle drei Weine auf, ich fühlte mich in alte Jean David Zeiten versetzt, der 2010er Côtes du Rhône Cuvée Les Figues (70% Syrah, Rest je 15% Grenache und Carignan) war schon sehr gut, der 2009er Côtes du Rhône Villages VISAN war dann deutlich fester und mit einem 20% Mourvedre-Anteil auch viel dunkelfruchtiger in seiner Art, das Preis/Leistungsverhältnis ist exzellent und wurde nur noch vom 2010er CdR Village VISAN „La Gloire de mon Pére (100% Syrah, neues Holz) getoppt, dieser Wein kommt im Mai 2011 auf die Flasche und hatte zum jetzigen Zeitpunkt wunderbares Tannin ohne Ende zu bieten. Für mich einer der Weine dieser Messe mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Domaine de Creve Coeur & Clos de Mourres

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 2 Juni 2011

Weiter ging es nach Bouchet, auch hier standen Côtes du Rhone und Village-Weine aus dem Drôme und dem Vaucluse auf dem Programm und auch hier suchten wir eigentlich nichts besonderes, da ich aber für einen „kleinen“ Moment auf meine Frau warten musste, schaute ich mir mal einfach die Winzer genauer an, die da in unmittelbarer Nähe ihre Weine anboten. Einer stach mal wieder hervor. Ganz junger Typ, Vollbart, wuschelige Haare, etwas gewöhnungsbedürftige Künstleretiketten, also genau meine Zielgruppe 😉

Pablo Hocht (Domaine de Creve Coeur)Wir standen nun also am Stand der Domaine de Creve Coeur (übersetzt Herzensbrecher) und auf Englisch äußerte ich meinen Wunsch, die Weine zu probieren, da kommt ein „aber sehr gerne“ zurück und der junge Mann dahinter stellt sich in bestem Deutsch als Pablo Hocht vor.

Pablo hat eine interessante Vita. Nach Abschluss seines önologischen Studiums in Montpellier arbeitete er eine Zeit lang in Uruguay, bevor er wieder in seine Heimat Seguret zurückging. Ein Hektar Reben gehörte seiner Familie bereits und er experimentierte schon ein wenig bei der Weinbereitung. Im Frühjahr 2010 kaufte er dann zusätzlich zwei Hektar Reben in Seguret und vinifizierte seinen ersten offiziellen Wein, Jahrgang, den 2010er. Bei klangvollen Namen in der hiesigen Winzerszene hat er reingeschaut, z.B. bei Louis Barruol (Chateau Saint Cosme) in Gigondas.

Für den Jahrgang 2011 wird er noch weitere dreieinhalb Hektar in Seguret dazukaufen. Seine Weinberge sind in der Umstellung zur biologischen Landwirtschaft. Neben diesen sicherlich zeitaufwendigen Arbeiten findet er auch noch die Gelegenheit, einen Blog zu betreiben und auch bei Facebook an seinem Winzerleben teilzunehmen. Ein moderner Winzer, der aber traditionell arbeitet, was man schon an seinen rauen Händen merkt. Auf der ProWein gab es ein Wiedersehen und wir vereinbarten, in Kontakt zu bleiben, sobald seine 2010er Rotwein gefüllt sind. Mittlerweile hat er bereits einen Händler in Deutschland.

2010 Côtes du Rhone rosé
Cuvée aus Grenache und Cinsault, sehr frischer, auch kraftvoller, trinkiger Rosé.

2010 Côtes du Rhône rouge
100% Grenache, Füllung im Mai/Juni 2010, als Fassprobe ein herrlich feinwürziger Wein mit viel Trinkspaß.

2010 Côtes du Rhone Villages Sablet
80% Grenache, 20% Mourvedre, ausgebaut in 2-3 fach belegten Barriques, kommt im Oktober 2011 auf den Markt. Druckvoll, seidig, bin sehr gespannt auf diesen Wein.

Als letzte Station des Tages fuhren wir nach Cairanne, und das war im Nachhinein betrachtet eine der besten Entscheidungen der ganzen Reise, denn hier fanden wir einen der unvergesslichsten Weine der ganzen Reise und dieser ist bereits in unserem Sortiment. 

2009 Côtes du Rhône Villages Cairanne
Clos des Mourres (Jean-Phillipe & Ingrid Bouchet)

Schon immer hatte Jean-Philippe Bouchet den Traum vom eigenen Grund und Boden und das sein weiteres Schaffen etwas mit Wein zu tun haben muss. Denn die Leidenschaft für Wein wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt, fast täglich verbrachte er mit den Großeltern im Sommer den Tag im Weinberg, während der Lese im Herbst am liebsten auf dem Traktor, hier sind die Wurzeln für die Leidenschaft und den Respekt für Boden und Reben, die Achtung vor Mutter Erde.

“ Werte, die ich von meinem Großvater übernommen habe. Abends haben wir dann im Kamin gegarte Kartoffeln gegessen und dazu einen Salat aus einer besonderen Sorte wilden Löwenzahns, den man hier mourre nennt (der fängt an zu welken, kaum dass man ihn über der Wurzel abgeschnitten hat), das Ganze angemacht mit einer Vinaigrette aus Essig, Olivenöl, Knoblauch und Tomate. Geschmacks- und Geruchserlebnisse, die heute noch lebendig sind.“

Nach verschiedenen Berufserfahrungen, von denen Jean-Philippe jede ein Stück näher an die Welt des Weins heranführte, konnte er Anfang 2009 mit dem Kauf von 5 Hektar Rebfläche seinen Traum verwirklichen. Nach einem Tag mit Kindern und Eltern im Weinberg, wo sie in alter Erinnerung und um diese Leidenschaft an ihre Kinder weiterzugeben mourres gepflückt hatten, war am Abend auf einmal der Name der Domäne gefunden! „Le Clos des Mourres“!

Die 5 Hektar Weinberge (im Schnitt 45 Jahre alt) erstrecken sich über zwei Gemeinden, Cairanne und Saint Roman de Malegarde. Sie wachsen am Nordwest-Hang des Col-du-Débat-Passes und bescheren den Reben um das Dörfchen Vaison la Romaine ein einzigartiges Kleinklima, um sensationell dichte und komplexe Weine wachsen zu lassen. Durch diese Lage profitieren die Reben vom Einfluss des Mistral-Winds, der sie vor Krankheiten schützt.

Jean-Philippe und Ingrid BouchetJean Philippe sieht sich selbst als Weinhandwerker, weil das Wort „Handwerker“ beinhaltet, dass man mit seinen Händen arbeitet. Aber er ist auch – und in erster Linie – Bauer, denn „ich will die Erde bearbeiten – und dies auf naturnahe Weise.“
In der biodynamischen Praxis hat er Antworten und Lösungen gefunden, die mit seinen eigenen Überzeugungen im Einklang stehen und es ihm ermöglichen, dank gesunder Mikro-Organismen lebendige Böden, ein verbessertes Gleichgewicht im Rebberg und einen regen Austausch zwischen Boden und Rebwurzeln zu erreichen. Und dies ist für ihn der einzige Weg, die Besonderheit des Terroirs zum Ausdruck zu bringen.

Bei allen Arbeiten richtet er sich nach dem Mondkalender. Kompost- sowie kieselsäurehaltige Präparate werden auf den Boden bzw. die Weinblätter gesprüht. Die Böden werden zwei bis drei Mal im Jahr mit Pflug und Hacke schonend bearbeitet. Gegen Schädlingsbefall werden nur Schwefel sowie ein Minimum an Kupfer eingesetzt.

Die handgelesenen und bereits im Weinberg sortierten Trauben werden in kleinen Behältern, in denen sie nicht beschädigt werden, zum Keller gebracht. Dort werden sie teilweise entrappt und in Tanks gefüllt ohne gepumpt zu werden. Nach einigen Tagen Kaltmaischung setzen indigene Hefen ganz natürlich die Gärung des Mosts in Gang. Bei der Vinifikation folgt jeder Tank seinem eigenen Rhythmus. Die Gärungszeit beträgt ca. drei Wochen und wird von gelegentlichem Untertauchen des Tresterhutes bzw. Umpumpen der Maische begleitet. Letztere finden unter Luftausschluss statt, damit der Wein seine Fruchtigkeit bewahrt. Anschließend reift er acht Monate in Betontanks. Nach einmaligem Abstich wird dann der fertige Wein ohne Filterung in Flaschen abgefüllt. Für die Abfüllung wählen wir nach dem Mondkalender einen Fruchttag aus, dessen Energie dem Wein zugute kommen soll.

Boden:
Die Parzellen liegen zwischen 200 und 280 Metern Höhe auf Lehm-kalkhaltigen Böden.

Degustation:
Premierenjahrgang für die biodynamisch arbeitende Domaine und was für einer.

Dieser CAIRANNE ist unser ganz besonderer Tip für Sie, eine Entdeckung unserer Reise zur Fachmesse Decouvertes en Valle du Rhône 2011, vor Ort für uns der beste Wein der Appellation und einer der besten Weine, die wir in der letzten Zeit getrunken haben. Großzügiger, intensiver und gleichzeitig tiefer Duft nach dunkeln Beeren. Am Gaumen von großartiger Fülle, wunderschönes, fast seidiges Mundgefühl, enorm druckvoll ohne schwerfällig zu wirken, langer Abgang, wird sicher auch ein Langläufer sein, hat Potential über 2020 hinaus.

Minimaler Ertrag von knapp 20 hl/ha, kein Holz, gereift in Zementtanks. Mini-Produktion von 5.800 Flaschen.

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Gigondas & Restauranttipp AVIGNON

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 25 April 2011

 

Blick von Gigondas auf die Umgebung

Bei herrlichem Urlaubswetter machten wir uns also auf den Weg nach Gigondas, gespannt waren wir auf die 2009er unserer Domaine de La Tourade. Wie stehen sie im Vergleich mit anderen Weingütern da, die regelmäßig in der Presse gehypt werden. 

Zuerst mussten wir den Anstieg hinauf ins Dorf nehmen, zwischendurch wurde etwas Pause gemacht, die Landschaft eingeatmet sowie Impressionen im Dorf genossen.

Im Maison de Gigondas kann man zu normalen Zeiten sonst alle Weine der Region gegen ein kleines Entgelt probieren und auch zu Abhof-Preisen  erwerben. Mir ist das Gebäude noch aus 2005 in Erinnerung, als es zur damaligen Ausgabe der Decouvertes en Valle du Rhône unerträglich heiss war, die Weine waren damals auch nicht kühler…Dieses Mal war es zwar warm, aber erträglich, die Weine waren in einem gut zu verkostendem Zustand, da auch im Vergleich zu 2005 weniger Verkoster vor Ort waren.

Wir legten gleich los mit den Weinen von Frederic Haut, der die Weine zusammen mit seiner Frau präsentierte.

2009 Vacqueyras rouge „Tradition“
Domaine de La Tourade
Ein angenehmer, sehr femininer Stil, natürliche Frucht, etwas Lakritznoten. Für einen Basiswein eine gute Dichte!

2009 Vacqueyras rouge „Cuvée de L´Euse Domaine de La Tourade
Recht dunkelfarben, am Gaumen viel frische, dunkle Frucht, zart schwarze Oliven, kühle Lakritznoten, feinstes Tannin, sehr elegant.

2009 Gigondas rouge „Tradition“ Domaine de La Tourade“
Bereits sehr schön antrinkbar, viel rote Frucht, man schmeckt förmlich, wie reif das Material war, Pflaume, dazu würzige Noten in Form von Tabak. insgesamt kraftvoll-elegant mit sehr schöner Balance. 

2009 Gigondas rouge „Font des Aieux“ Domaine de La Tourade
Legt eine deutliche Schippe auf den Tradition drauf, ohne dabei überkonzentriert oder sattmachend zu wirken. Kraftvoll und intensiv, elegant, kein wuchtiger Wein, aber viel Intensität, seidiges Tannin, leicht rauchige Noten. Gefällt ausgesprochen gut, gibt es leider erst ab November 2011.

Anschließend probierten wir noch einige 09er Gigondas bei den üblichen Verdächtigen, von denen man immer wieder in Zeitschriften liest, wie z.B. Domaine La Boussiere, Saint Cosme oder Santa Duc. Entweder waren mir die Weine zu sehr von einer Extraktsüße geprägt, zu konzentriert oder einfach nicht mein persönlicher Geschmack.

Einzig bei Xavier Vins hielt ich mich etwas länger auf, wohl auch, weil die Etikettierung interessantes versprach und der Inhalt dies auch hielt.

2009 Vacqueyras
Großartiger Wein habe ich mir da nur notiert, aber wenn es da so steht, muss es wohl stimmen. Um die 17 €

2009 Gigondas Xavier
GSM-Cuvée von 80 Jahre alten Rebstöcken,  kühle, klare Stilistik mit wunderbarer, dunkler Frucht, dicht und von fester Struktur am Gaumen, mundfüllend, den ganzen Gaumen auskleidend, dabei elegant. Großartiger Gigondas. Um die 19 €

2009 Chateauneuf du Pape Cuvée Anonyme
GSM Cuvée mit einem guten Anteil autochthoner Rebsorten wie Counoise, Vaccaresse salzig, hochkonzentrierte Frucht. Fantastische Länge, großartige Fruchtkonzentration, ausgebaut in kleinen französischen Barriques, 1/3 davon ist neu. Um die 35-40 €

Xavier Vignon arbeitet seit mehreren Jahren als beratender Önolge für viele bekannte Weingüter der Gegend, z.B. Domaine de Marcoux, La Nerthe, Beaurenard und Grand Veneur.

So ging dann auch wieder ein Tag ins Land, an dem wir wieder viele neue Menschen und auch alte bekannte vor Ort getroffen haben. Anschließend besuchten wir noch unsere Domaine de La Tourade, schossen ein paar Fotos und machten uns auf den Weg nach Avignon, vor dem Abendessen wollten wir noch ein wenig die Seele baumeln lassen.

Domaine de La Tourade

 

Chez Francois / Avignon

Zurück in Avignon liefen wir mal nicht die bekannten Straßen entlang, sondern tauchten  ab in die kleinen Gassen neben der Haupteinkaufsmeile. Und dort findet man manchmal die waren Schätze. Das CHEZ FRANCOIS ist so ein Juwel. Sehr ehrliche Küche, kleine, aber feine Weinkarte, wir bestellten den 2007er La Chapelle de Romanin aus St. Remy de Provence, dazu gab es einen lauwarmen Salat aus Puy-Linsen mit Speck, einen sehr gut angemachten Salat mit geräucherter Entenbrust, gebratener Leber und Tomatenwürfel. Im Hauptgang dann geschmortes Rindfleisch, serviert im der kleinen Creusetbräter mit Röstkartoffeln und Selleriepüree. Die Frau wählte und bekam ein großes Steak, ebenfalls mit Röstkartoffel. Den Abschluß bildete eine sehr gute Creme brulée. 

Chez Francois
rue de la Bancasse
84000 Avignon
www.chezfrancois.net
Bewertungen Tripadvisor
Chez Francois bei Facebook

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Ventoux & Luberon

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 25 April 2011

Philippe GimelAuf diese Probe freute ich mich ganz besonders, denn ich traf jenen Winzer wieder, der mir während der Decouvertes en Valle du Rhône 2009 im Palais du Pape zu Avignon als extrem qualitätsorientiert und positiv verrückt in Erinnerung geblieben ist. Wer jemals mit Philippe Gimel von der Domaine St. Jean du Barroux über Wein gesprochen hat, kann meine Euphorie verstehen. Was er macht, hat Hand und Fuss und er versprüht bei seinen Erzählungen über soviel Dynamik und Enthusiasmus, dass man es ihm anmerkt, wie viel Freude es ihm bereitet, „seine“ Weine zu machen. Mittlerweile verkaufen sich seine Weine in Deutschland wie geschnitten Brot, 2009 hatte er in Deutschland keinen Importeur, schade, dass wir da nicht zugeschlagen haben, hätte unser Profil sicherlich geschärft,  jetzt können wir seine Weine leider nicht mehr direkt ab Weingut, sondern nur per Zwischenhandel erwerben, was die Weine für den Endkunden leider teurer machen würde.

 

2010 Le Rosé
95% Grenache, 5% Cinsault, Ende Februar 2011 gefüllt, bei manchem Winzer eher nebenprodukt und daher vielleicht etwas abschätzig behandelt, merkt man schon hier die Qualitätsphilosophie. Er hätte den Rosé sicherlich runder, weicher, konsumentenfreundlicher gestalten können, aber er wollte die knackige Säure im Wein belassen.

2008 La Montagne blanc
Grenache blanc, Bourbolenc, Clairette
Wenn man weiss, wie anfällig die Grenache blanc für Oxidation ist, dann glaubt man nicht, dass man hier einen wunderbar frischen, sehr aromatischen Wein im Glas hat. Auch hier wieder eine tolle Säure, die dem Wein jegliche Schwere nimmt. Am Gaumen wieder von klarer, frischer Art, ein Hauch Bortytis, aufgeschnittener roter Apfel. Sicherlich merkt man hier auch den Jahrgang.

2007 La Montagne blanc
Zeigt sich im Vergleich zum 08er deutlich reifer, runder, „burgundischer“ in seiner Art. Viel Creme, weich, dabei geprägt von eher gelben Steinobstnoten, sehr intensiv am Gaumen. Niemals schwerfällig.

2008 La Source rouge
Grenache noir, Carignan, Cinsault
Alle Trauben der Lage (wo eine Quelle entspringt) wurden entrappt. Zeigt sich sehr frisch und klar in Frucht und Präsenz am Gaumen, Aromen von Kräutern und roten Früchten prägen,aber dominieren den Wein nicht, dazu sorgt eine kühle Lakritznote für ein schönes Spiel am Gaumen. Ab Hof 11 €.

2006 L´Argile rouge
Lehm-Tonerde Böden; Grenache noir, Syrah, Carignan, Cinsault, 50% der Trauben wurden entrappt. Dieser Wein zeigt sich eher von seiner würzigen Seite. Am Gaumen Noten von Kaffee, sehr reifes Lesegut, herrlich den Mund auskleidend, besitzt eine großartige Präsenz und Ausstrahlung am Gaumen, macht viel, viel Spaß.

2006 La Pierre noir
85% Grenache noir / 15 % Syrah, als Philippe erwähnte, „komplett mit den Rappen vergoren“ musste ich an einen Pommard denken, den ich 2 Jahre zuvor auf einer Messe probierte und der vor Tannin und Adstringenz nur so strotzte und eigentlich für die nächsten 20 Jahre im Keller eingemauert gehört hätte.  Dieser jedoch war das krasse Gegenteil. Hochelegant, enorm konzentriert, nichts schwerfälliges, immer auf der trinkigen Seite, dabei von einer einzigartigen Frische geprägt, viel dunkle Frucht, enorm laaaaannngg.  Der Mann kann es einfach! Oder aber liegt das Geheimnis seiner Weine auch an den geologischen Gegebenheiten. Seine weinberge liegen auf unterschiedlichen geologischen Formationen auf bis zu 400m Höhe.

2009 Micro Climat rouge
Hauptsächlich Grenache Noir, dazu Cinsault und andere. 2009 war, wie mittlerweile bekannt, ein großes Jahr im Süden der Rhône. In einigen der Grenache Lagen war die Reife der Trauben so außerordentlich gut, dass er sich entschloß, eine Spezial-Cuvée abzufüllen. Am Gaumen von hochreifen Aromen geprägt, trotz der Komprimiertheit  und Konzentration der Aromen wirkt aber nicht breit, ein sehr geradliniger Wein, der Anfang März noch etwas vom Tannin dominiert war und dem ein paar Jahre Reife sicher gut tun werden.

Mercie, Philippe, pour la degustation fantastic vins!! 

Anschließend ging es zum Weingut Clos de Trias, dessen Weinmacher Even Backe ebenso persönlich am Stand die Weine den zahlreich Interessierten vorstellte. Erstkontakt mit den Weinen hatte ich im Herbst/Winter 2010, als mir ein Wein bei einem gemeinsamen abendlichen Kochen und Essen vorgestellt wurde und er mir sehr gefiel, wenn er dann auch schlussendlich gegen einen deutlich höherwertigen und auch reiferen Wein den kürzeren zog.

An Even kommt man auf keiner Messe vorbei, schon seine persönliche Präsenz und auch beim Design der Flaschen wird man stehen bleiben und probieren. Mittlerweile kann man fast drauf wetten, dass, je ungewöhnlicher der Typ hinter dem Stand, desto außergewöhnlicher oder anders sind die Weine (später auch wieder festzustellen bei Pablo Hocht, Domaine de Creve Coeur).

Even hat ein sehr übersichtliches Sortiment an Weinen, insgesamt produziert er 4 Weine.

2008 Ventoux blanc
75% Grenache blanc & 25% Clairette, kleine Produktion von 2.200 Flaschen aus einem schwierigen Jahr, denn auf einen nassen Frühling folgte ein warmer, aber ebenfalls feuchter Sommer, sprich: einer enormen, rigorosen, händischen Auslese im Weinberg folgte eine ebensolche am Sortiertisch. In 700 l Fässern über 14 Monate sponatan vergoren und mit wenig SO2 versehen. Leichte Filtration. Farblich einem Apfelsaft nicht unähnlich, also hochfarben, oxidativer Ausbau, wilde Aromatik, mir tendenziell etwas zu breit angelegt, wirkt auch etwas müde.

2008 Ventoux rouge Clos de Trias
Cuvée aus 75% Grenache noir, 15% Syrah, 8% Carignan und 2% Cinsault. Das Durchschnittsalter der biodynamisch bewirtschfteten Weinberge liegt bei 40 Jahren, der Ertrag bei knapp 38 hl/ha. Der Wein war knapp 1 Tag zuvor gefüllt, was man ihm aber nicht unbedingt negativ anmerkte, wir erschmeckten in der wunderbar frischen Stilistik etwas Pfeffer bei viel natürlicher Frucht, feinstes Tannin. Insgesamt ein sehr feiner, intensiver Stil, mit wunderbarem Schmelz und zarter kühler, auch würziger Mineralität. Das ganze wirkt ungemein frisch und nicht ermüdend am Gaumen. Sehr schöner, preiswerter Stoff!

2007 Ventoux rouge Vieilles Vignes Clos de Trias
Grenache Noir mit 4% Syrah, 60-85 jährige Reben, handgelesen, über 47  Tage Mazeration auf der Schale, spontanvergoren, wenig SO2, 1/3 des Weines reifte über 8 Monate in 600 & 700 l Holzfässern.
Ein Wein, der fasziniert. Kaum im Mund, kleidet er denselbigen wunderbar aus, eine herrliche Textur von zarter Kühle, pfeffriger Würze und feiner Frucht entsteht, ein sinnliches Aromenspiel von großer Klasse. Hochfein, und im Gegensatz zu vielen 07ern weder breit noch alkoholisch. 

2008 Ventoux rouge Pied Porcher Clos de Trias 
100% Grenache Noir, von durchschnittlich 45 jährigen Reben einer 1,1 ha kleinen Einzel-Parzelle mit nordöstlicher Ausrichtung. Biodynamische Arbeitsweise, zu 90% mit Stil und Stengel spontan vergoren, 32 Tage Mazeration auf den Schalen, 50% reifte in 600 l Fässern, minimal So2, keine sonstigen Zusätze. Evens Spitzenwein. Samtig, kühl, konzentriert, großer Stoff. Kaufen!

Natürlich besuchten wir auch noch unseren Winzer Pierre Leveque von der Domaine de Fontenille aus Lauris im Luberon, nachdem wir seine Weine aber schon 14 Tage zuvor ausgiebig probieren konnten, blieb es hier bei einem kurzen Hallo. Nachdem es bei ihm keinen 07er Côtes du Luberon Vielles Vignes geben wird, haben wir uns ja nochmals ausreichend mit seinem 05er eingedeckt, die Reife tut den Weinen auch sehr gut, im Moment präsentieren sich die 05er extrem gut. Aus 2009 wird es wieder „Vieilles Vignes“ geben und Pierre hat da wieder einen großartigen Wein vinifiziert, der im Juni 2011 gefüllt wird.

Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die Weine der Domaine Le Grand Vallat (eigene Webseite geht nicht) aus Blauvac, einem ebenfalls zertifiziert biologisch arbeitenden Betrieb. Da steht diese Woche nochmals eine Nachverkostung der Weine an, nachdem uns diese Woche vom Weingut eine Vertreterin besucht hat.

Es war ein sehr schöner Vormittag mit großartigen Weinen und tollen Winzerpersönlichkeiten, nach der Stärkung am Buffet machten wir uns auf nach Gigondas!

Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Crozes Hermitage & Hermitage in Tain l´Hermitage & Mercurol

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 25 April 2011

Salle Espace Charles TrenetWohlwissend wie anstrengend ein ganzer Tag Wein-Degustation ist, begannen wir mit den Topweinen aus Hermitage, vorzugsweise zu Beginn des Tages die Weißweine. Hermitage ist der berühmteste Cru der nördlichen Rhone und das einzige Weinbaugebiet des nördlichen Rhônetals, dessen Rot- und Weißweine gleich hohes Ansehen genießen. Seinen Namen hat Hermitage dem Kreuzritters Gaspard de Sterimberg zu verdanken, der sich laut der Legende 1224 als Eremit in die auf seinem Gipfel errichtete Christophorus-Kapelle zurückgezogen haben soll.

Ganze 12 Winzer hatten ihre Weine angestellt, diese sollte man doch in zwei bis drei Stunden schaffen, dachten wir. Nachdem wir den einen oder anderen Wein probiert hatten, kam doch eine ziemliche Enttäuschung auf. Was gerechtfertigt nur dieses hohe Preisniveau bei so mittelmäßiger Qualität. Viele Weine haben wir probiert, denen jegliche Frische abgeht, die breit und schwer im Mund liegen und denen jegliche Trinkanimation fehlt, so kamen mir die ersten Weine vor. Eigentlich wollten wir schon zur nächsten Station aufbrechen, aber am Stand von Chapoutier war mal wieder kaum ein Durchkommen und dieses Mal folgte ich der Meute, den Mythos Hermitage zu ergründen. Und wir haben verstanden! Um es deutlich zu sagen: dass, was hier an weißem Hermitage präsentiert wurde, hat den Namen Hermitage auch verdient, das ist Championsleague, diese Weine heben sich deutlich von allen anderen ab.

2008 Hermitage blanc Chante-Alluette
Helles Gelbgold, weicher Ansatz, zart unterstützende Säure, Schmelz, zarte Holznote, wunderbarer Schmelz, Anklänge von frischem Steinobst (Mirabelle), mittelkräftig am Gaumen, am Ende Noten von gereiftem Cognac. 88/100

2010 Hermitage blanc Chante-Alluette (Fassprobe)
Deutlich mehr an Frucht, aber auch an Konzentration. 90/100

2008 Hermitage blanc L´Oree
Mittleres Gelbgold, am Gaumen Tabak und Graphit, von intensiver Konzentration, gut eingebundene, reife Säure, erinnert mich irgendwie an einen Honivogl Smaragd Veltliner von Hirtzberger aus 2000. Am Ende kommt noch eine leicht nussige Geschmacksnote dazu. 93/100

2010 Hermitage blanc L´Oree (Fassprobe)
Auch hier ein knappes mehr an Konzentration, dazu kandierte Frucht, die Frucht allgemein präsenter und herrlich klar, samtiger Schmelz. 93+/100

2008 Hermitage blanc Le Meal
Hochreife Frucht, wirkt etwas schlanker und kommt weniger über die Frucht, sondern mehr mit würzigen Kräuternoten, wirkt insgesamt deutlich zurückhaltender und eher verschlossen, gegen Ende kandierte Früchte. 92+/100

2010 Hermitage blanc Le Meal (Fassprobe)
Hochfarben, ein Maul voll Wein, wow. Immense Konzentration im Mund gepaart mit Kraft und Eleganz. Großartige, reife Säure im Hintergrund mitschwingend und unterstützend. Herrlich schmelzig. Hermitage fast perfekt. 95/100

2010 Hermitage blanc L´Eremite
Im Prinzip eine Kopie des Meal 2010, allerdings zeigt er seine ganzen Ambitionen nur Ansatzweise, ein schlafender Riese, dazu ganz fein in seinen Aromen, druckvoll und elegant, Kräuter, feines Gaumenspiel. 95+/100

Mit diesen Weinen waren wir weit über eine Stunde beschäftigt und während ich diese Zeilen schreibe, kommt ein bisschen Wehmut auf, denn ich weis, dass mir solche Momente leider nicht allzu oft begegnen werden und es sich schon dafür gelohnt hat, Ellenbogen und blaue Flecken zu akzeptieren. Ob bei mir jemals eine Flasche aufgrund der Preise im Keller landen wird? Den roten Hermitage habe ich angetestet, aber die werde ich mir für 2013 aufheben, sie tiefer zu ergründen.
Domaine Marc Sorrel

Hermitage rouge von Marc Sorrel

Nach so einem großartigen Genuss fällt es schwer, Weine der anderen Winzer auch nur annähernd mit diesen Weinen zu vergleichen. Zu groß ist der Abstand, ich habe keinen Wein mehr in der Art wiedergefunden, einzig die Tropfen von Marc Sorell fanden bei mir noch Gefallen, wenn sie auch nicht die Konzentration, Dichte und aromatische Ausprägung von Chapoutier erreichten, scheint er einer der wenigen zu sein, die diesen mythischen Berg wohl verstehen.   

 

 

 

2009 Hermitage blanc
Die Lage Mas de Greffieux grent an Chapoutiers Le Meal. Erreicht nicht die Konzentration der Chapoutier-Weine, aber dennoch ein sehr schöner, ich meine traditioneller Stil. Mittlere Kraft, cremig am Gaumen, frisch, sehr schöne balance, könnte einen tick länger sein.

2009 Hermitage rouge Le Greal
90% Syrah und 10% Marsanne von über 60 Jahre alten Reben aus dem Le Meal und dem Les Greffieux. Herrlich klare Aromen von saftigen Kirschen, etwas Pflaume. Wunderbar klar am Gaumen, sehr präzise Aromatik, nix kitschiges oder verwaschenes, etwas Rauch, etwas im Tannin ausgeprägter. Großartig.

Anschließend ging es per Shuttle nach Mercurol, dort standen hauptsächlich weiße und rote Crozes Hermitage auf dem Programm, davor war aber erst einmal Stärkung angesagt.

Unser erster Besuch galt der vor 2 Jahren entdeckten Domaine Vincent und Philippe Jaboulet. (Siehe Bericht) Wir konnten drei unterschiedliche Jahrgänge probieren.

2009 Crozes Hermitage blanc

2007 Hermitage blanc
2008 Hermitage blanc

2007 Crozes Hermitage rouge Domaine Collonge
saubere Frucht (Kirsche) Graphitnote.

2007 Crozes Hermitage rouge Philippe et Vincent
Ausbau im Holz, Frucht scheint etwas reduziert, Tannin etwas dominant, Wein wirkt verschossen

2007 Crozes Hermitage La Nouvellere
Alte Reben, 100% Holzfassausbau, Parzellenweise Selektion. Dichte Frucht, kraftvoll und elegant, Holz spürbar, braucht noch etwas Zeit.

2009 Crozes Hermitage La Nouvellere (Fassprobe)
Deutlicher Süßetouch vom Holz, zeigt in ersten Ansätzen, was in ihm und dem Jahrgang steckt, braucht Zeit.

2008 Hermitage rouge
Schlanker Hermitage, viel dunkle Früchte (Brombeeren), durch die schlanke Art ist die Säure betonter, dass Holz kommt etwas stärker hervor.

2009 Hermitage rouge (Fassprobe)
Da wächst etwas heran, noch in den Babyschuhen. Viel dunkle Frucht, Säure herrlich verpackt im kraftvollen Körper.

2007 Cornas rouge
Der momentan beeindruckenste Wein. Unglaublich viel Fleisch am Gaumen, seidig, elegant, kraftvoll. Großartig.

2008 Cornas rouge
Auch hier merkt man den etwas schlankeren Jahrgangstypus.

2009 Cornas rouge
Der 09er wird sicher ein großartiger Nachfolger des 07ers. Man merkt die Konzentration, die seidigkeit und bereits jetzt schon Harmonie. Wird in ein paar Jahren sicher zu großartiger Form auflaufen.

2010 schätzt der junge Philippe bei sich noch besser ein als 2009, jenem Jahrgang, dem Parker 100 Punkte, der WineSpectator „nur“ 98 Punkte gegeben hat.

2008 hat mich insgesamt (Ausnahme Chapoutiers Hermitage) nicht überzeugt, die Weine haben einen relativ schlanken Körper und dafür ein zuviel an Säure, die mir zu präsent ist. Und ob die Weine das Zeug zur Reife haben, glaub ich nicht. Sie werden sicher schöne Essensweine sein. Der 2009er zeigt sich zum Zeitpunkt der Probe recht tanninbetont und noch zurückhaltend in der Frucht.

Sehr schöne Weine präsentierte uns auch die Domaine Michelas Saint Jemms, vielleicht nicht so puristisch wie Jaboulet, dafür mit deutlich mehr dunkler Frucht und etwas weicheren Tanninen ausgestattet. Insgesamt etwas konsumentenfreundlicher.

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Condrieu & Côte Rotie

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 25 März 2011

Vorspiel im Burgund:

Auf den französischen Autobahnen hat man als Beifahrer eine Menge Zeit, IPhone für das Ausland einrichten, essen, der Frau das Geld für die Maustationen reichen oder das Auto hüten, wenn die Holde die Örtlichkeiten aufsuchen muss. Da wir aber an diesem Montag recht zügig voran kamen, spon ich spätestens beim Hinweisschild „BEAUNE“ einen angenehmen Gedanken. Einen kleinen Abstecher zu Madame Tortochot nach Gevrey-Chambertin. Die hatten wir 10 Tage zuvor schon auf dem Strasbourger Weinsalon getroffen und die 09er 1iere Crus für kaufwürdig befunden, als dann aber der Sportskamerad @marcodartini aus Dortmund seine Bestellung aufgeben wollte, gab es nur ein „epuisé“.  Also auf gut Glück in die rue d´Eglisé und klingeln. Nach Wetterglück nun auch Klingelglück, Madame war da, schaute etwas verdutzt, aber nach Bekanntgabe der Kaufabsicht strahlte sie, wir mussten allerdings „ums Eck“ in den Keller, wo wir noch flugs die 2010er vom Fass probieren mussten, das war eine schöne „Bedingung“ von Madame. 2010 Charmes-Chambertin sag ich nur….

Der kleine Fiat war nun gut gefüllt, die Nachricht, zwei mal sechs Pullen 1iere Crus sind gesichert, lies Dotmund kurz wackeln und wir machten uns dann nach einem Tankstopp weiter auf nach Ampuis.

Die Abendgestaltung an einem Montag an der Nord-Rhône gestaltete sich etwas schwierig, alles hat zu, ab 19:00 findet das Leben in den eigenen vier Wänden statt. Einzig die Dorfkneipe hat offen, aber Elsäßer Bier brauch ich nun wirklich nicht, eine Speisekarte existierte nicht und essen wollte da eh keiner. Also die beste Erfindung seit der teflonbeschichteten Bratpfanne (DANKE NASA!) herausgekramt und nach einem anständigen Lokal gesucht, am interessantesten klang das L´Atelier d´Anton in Chonas l’Amballan auf der anderen Flußseite, knapp 10 Autominuten von Ampuis entfernt, auf Nachfrage waren auch noch 2 Plätze frei, und gegen 21:00 Uhr war der Laden dann auch voll.  Das alte Gehöft schön – modern/simple – renoviert, an den Wänden Licht-Installationen und Tücher- ist das Restaurant in kühle Farben getaucht. Weiße Wände und Holztische muten puristisch an, umso herzlicher ist der Empfang. Die Weinkarte zeigt die guten Namen der Gegend, und empfiehlt sich auch glasweise zu den einzelnen Gerichten. Wir entschieden uns für das Menu Plaisir für 40 € zzgl. den begleitenden Weinen und sind sehr überrascht von 5 schmackhaften, innovativen Gängen:

  • Eine Velouté von Kürbis, Trompetenpilzen, Speck und Trüffelöl – sehr duftig und aromatisch
  • Mosaik von der Ente (Leber, Brust, Rillette) als Terrine mit einem schmackhaften Salat aus Rucola, gedämpften Zwiebeln und Puy Linsen.
    2008 St Joseph rouge « Mairlant » F.Villard: 7 €
  • Brust und Schlegel von der taube (Pigeon) mit einer Kartoffelterrine mit Trüffelkruste
    2006 Collioure rouge « Magenca » P.Gaillard: 6 € 
  • Ein kleiner Käseteller
  • Barocque von Schokolade, mit Verveine-Sirup und Mandarinen-Eis.

Alles sooo lecker! Und genau die Menge die man zu einem Menü noch genießen kann. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Tag 1: 1.3.2011 Verkostung Condrieu & Cote Rotie in Ampuis

Wie schon vor 2 Jahren sind wir auch diesmal wieder bei Winzer Gilles Barges untergekommen. Sein Chambres d´Hotes liegt genau gegenüber der Kirche an der Hauptstrasse, verschlafen kann man nicht, denn man wird am nächsten Morgen von „zarten“ Glockenschlägen geweckt. Das Doppelzimmer kostet inkl. Frühstück 60 €, verfügt über freies W-Lan und ist einfach und geschmackvoll mit alten Bauernmöbeln eingerichtet.

Karl Axel Svensson

Am Frühstückstisch angekommen kommt man nach dem ersten Abtasten intensiver ins Gespräch und erfährt von seinem Gegenüber, dass er Karl Axel Svensson heisst, aus Schweden kommt und jetzt hauptberuflich Weinjournalist ist. Anfang der 1980ziger trainierte er die Fußballmannschaft von IFK Norrköping. Einer seiner damaligen Schützlinge, Jan Svensson wechselte dann zur Frankfurter Eintracht, wo ein gewisser Dietrich Weise Trainer war. So früh am Morgen entwickelte sich sehr schnell ein Gespräch über Ölpreise, den KSC und die Frankfurter Eintracht, natürlich weis man auch in Schweden, dass der BVB Meister wird, Reisen in ferne Länder und: WEIN! Irgendwie schön, wie Wein, Genuß und Reisen Menschen unterschiedlichster Herkuft verbindet. Wir sollten J.R. Swopt, Weinimporteur aus den USA, Karl Axel Svensson aus Schweden, Nito und David Carpita, Inhaber einer Kochschule in St. Remy de Provence die nächsten Tage noch des öfteren über den Weg laufen und gegenseitig Tipps austauschen. Nun aber genug gequatscht, die erste Pflicht rief.

59 Winzer wies unser Katalog aus und wir begannen – weil alle zu Stand 1 rannten – antizyklisch am Ende des Kataloges mit unserer Weissweinrunde. Viognier heist die Rebsorte im AOC Gebiet Condrieu, das rechts der Rhône liegt und dessen ausschließlich weiße Reben auf Granitböden gedeien. Viognier neigt dazu, hohen Alkohol zu produzieren, was die Weine sehr schnell brandig oder wie sagte heute jemand – arschbreit – erscheinen lässt, was wir leider bei vielen Weinen des 2009ers feststellen mussten. Dazu waren viele Weine von einer etwas wärmeren und ausladenderen Stilistik geprägt, Weine die in uns ein schnelles Sättigungsgefühl aufkommen ließen und den Gaumen schnell ermüdeten. Nur ganz wenige Winzer haben uns mit ihren Weinen überzeugt.

Eric Texier sowie Michel & Stephane Ogier sind mir schon vor 2 Jahren mit ihren tollen, durchstrukturierten Weinen aufgefallen. Alle Weine dieser beiden Winzer besitzen eine wesentlich frischere Art, Weine, die substanziell sind, die eine klare Frucht (meist gelbe Steinfrucht wie Mirabelle) hervorbringen, dazu eine Würze in Form von weißem Pfeffer. Der Alkohol ist vorhanden, aber integriert sich vollkommen in den Wein. „Well balanced“ würden unsere Frühstücksnachbarn sagen. Das ist schon von internationaler Klasse.

Noch eine Klasse besser fanden wir die Tropfen von Georges Vernay. Seine beiden Condrieu „2009 Les Chaillées de l’Enfer“ und „2009 Les terrasses l´empire“ legen noch eine Schippe drauf, für mich die besten Weine des Tages, Weine, die nahezu perfekt in Ihrer Art sind, alles vereinen, was einen großen Wein ausmacht. Sehr klarer Duft, am Gaumen brillant und klar, seidig, mit einer unglaublich klaren Frucht, man schmeckt die reifen Trauben förmlich, dazu Schmelz auf der Zunge, Druck ausübend, ein sich ständig wechselndes Spiel an Aromen und Sinneseindrücken, leider dermaßen teuer, dass ich trotz Fahrt zum Weingut nicht bereit war, den geforderten Preis von 52 € für den 2009 Les Chaillées de l’Enfer auf den Tresen zu legen.

Ein mir völlig unbekanntes Weingut namens Domaine Semaska stellte für mich die burgundischsten Weiss- und Rotweine des Tages. Christoph Semaska bearbeitet 5,5 ha etwas außerhalb von Ampuis gelegen, seine beiden Condrieu sind eher fein, feminin und mit viel Schmelz ausgestattet, auch hier sehr klare, feine Frucht auf sehr elegante Art, wiederum auch sehr frische und konzentrierte Stilistik ohne auch nur den Hauch von zuviel Alkohol zu spüren. Diese ganze Art erinnerte mich sehr stark an Burgunderweine. Eine schöne Entdeckung, leider auch hier keine Schnäppchenpreise, die Weine müsste man in Deutschland sicher um die 35-45 € verkaufen. Verständlich, denn wie uns ein kleiner nachmittäglicher Spaziergang in den Weinbergen zeigte (siehe Fotos unten), sind die zu bearbeitenden Flächen extrem steil und nur händisch zu bearbeiten. Schade, an der Mosel herrschen ähnliche Bedingungen, auch dort mühen sich Winzer, erzielen aber ein Vielfaches weniger.

Bei allen uns aufgefallenen Weissweinen der o.g. Winzern probierten wir in der 2. Runde auch die Rotweine der Côte Rotie. Am besten gefielen mir die Roten von Semaska, auch hier eher, femininer, sehr eleganter Stil, auch wunderbar trinkig.

Gelobt werden muss wieder ein Mal die Organisation. Nachdem vor 2 Jahren alle Veranstaltungen zentral in Avignon stattgefunden haben, zog man es diesmal wieder vor, wie 2005 in den einzelnen Appellationen die Weine zu präsentieren, was ich schöner finde, wenn auch Sporthallen keinen besonderen Charme ausüben wie es der Palais du Pape in Avignon tut, aber so lernt man diese bezaubernde Landschaft wenigstens auch kennen. Auch die Verpflegung (von 12-15 Uhr ist Buffet und da werden regionale Produkte angeboten) war wieder top und fast schon alleine die Reise wert.

Was das Reifepotential der Weine aus Condrieu und der Côte Rotie angeht, davon konnten wir uns am gleichen Abend in einer „Sonderveranstaltung“ für geladene Gäste ein Bild machen. Neben der bekannten Verpflegung gab es wunderbare gereifte Condrieu und Côte Rotie ausschließlich aus Magnumflaschen verschiedenster Jahrgänge, ein 99er Condrieu von Clusel-Roch war mein Favorit, noch unglaublich lebendig von goldgelber Farbe, von einer reifen Säure unterlegt, solo ein herrlich Genuss. So ging dann der erste Abend zu Ende, gegen 23.30 war dann Schluss und alle freuten sich auf morgen, denn dann zieht die Karawane weiter nach Tain l´Hermitage,  um Hermitage, Crozes-Hermitage, Cornas und St. Joseph zu probieren. Aber das wird wieder ein anderes Kapitel…

Impressionen aus Ampuis:

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