K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for Februar 2008

Rhein-Main Weinrunde – next Generation Vol. 01

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 9 Februar 2008

Liebe Wein- und Genussfreunde,
vergangenen Freitag (01.02.2008) traf sich die neue Runde RheinMain zum WeinStammtisch zum ersten Mal bei Bernd und Armin von K&M Gutsweine, die freundlicherweise die Räumlichkeiten ihrer Weinhandlung zur Verfügung gestellt haben. Initiert wurde die Runde von Hans Bergmann, dessen Aufruf bei Wein-Plus große Resonanz fand. Jeder brachte einen Wein mit, der ihm etwas bedeutet oder mit dem er etwas besonderes verbindet. Hier ein paar Eindrücke, zusammengefasst von Armin:

Den Start machten zwei 2006er Rieslinge von zwei bekannten Erzeugern des Anbaugebiets Mosel, die aber eher für eine neuere oder retro Interpretation stehen.

2006 Riesling Schieferterrassen – Heymann-Löwenstein
Stand sehr saftig, fruchtig im Glas, gelber Pfirsich war riech- und schmeckbar. In der Nase auch ein kleiner „feiner“ Stinker, der aber schon nicht mehr wirklich störend war. Im mittleren Teil dann auch eine sehr feste, mineralische Struktur, die auch den Abgang trägt und ihm Länge gibt. Vielleicht etwas mehr Süße als von den Schieferterrassen gewöhnt, die Süße wird aber durch die spürbare Süße wieder gut aufgefangen. Alles in allem durchaus typischer barocker Schieferterrassen, der eine sehr schöne Harmonie ausstrahlt.

2006 Saar-Riesling – van Volxem
Aus meiner Sicht kam man hier mit dem Jahrgang nicht ganz so gut zurecht. Der Wein zeigte sich deutlich herb-würzig mit nur wenig Frucht. Auch der Alkohol war ganz leicht spürbar, auch Bitternoten waren erkennbar, meine Vermutung da könnte etwas Botritis dabei gewesen sein. In der Mitte zeigt der Wein ein kleines Loch und zum Ende hin kommt wieder ein süßes Schwänzchen hoch. Insgesamt jetzt nicht wirklich harmonisch, ob sich die Harmonie mit der Zeit noch finden wird? Mit Luft hat der Wein doch noch gewonnen, allerdings blieb die Bitternote hängen, was mich wieder etwas skeptisch macht. Der 2005er hat mir da deutlich besser gefallen.

Irgendwie zeigte sich wieder, dass HL seinen Stil schon gefunden hat und souveräner auf Herausforderungen wie den Jahrgang 2006 reagiert. Bei van Volxem spürt man immer das Wollen, manchmal wirken die Weine dadurch etwas „gemacht“ und angestrengt. Trotzdem denke ich, dass man dort mit dem gezeigten Ehrgeiz seinen Weg gehen will und Reinhard Löwenstein hat halt auch schon ein wenig zeitlichen Vorsprung.

danach kam ein klassischer Erzeuger aus dem Rheingau:

2004 Charta Riesling Kabinett – Weingut Knyphausen
Ein Traditionshaus, das aber im Moment nicht unbedingt in der ersten Reihe segelt. In der Nase ein wenig verschlossen, wenig Frucht, dezent Petrol und auch leicht oxidierte Aromen. Auch im Mund eher würzig und gereift, für einen gut dreijährigen vielleicht doch schon etwas zu viel Reifenoten. Dafür war die Textur sehr schön, stoffig, feinkörnig. Fast schon ein rotweinartiges Gefühl. Gegen Ende zeigt sich dann eine recht kernige Säure, die durchaus nicht untypisch für den Jahrgang und den Rheingau ist.

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Damit waren die Weißen verkostet und wir kamen zu den Rotweinen. Den Anfang machte hier ein interessanter Biowein aus Rheinhessen:

2005 Blauer Portugieser Selection – Weingut Arnd F. Werner
Nicht dekantiert. Brauchte etwas im Glas um Frucht zu entwickeln, man erkennt dunkle Früchte, recht konzentriert, auch im Mund dunkle Früchte, würzig, konzentriert. Dichtes Tannin, auch leicht bittere Noten. Mir erschien der Wein ein wenig gemacht und erinnerte mich an den den Stil von Markus Schneider. Sicher nicht die schlechteste Referenz, mir persönlich sagt dieser Stil nicht so sehr zu.

2006 Dolcetto d‘ Aqui „Mas de Garon“ – Campazzo
Der nächste Rote kam von einem kleinen Weingut aus dem Piemont. Die Rebsorte Dolcetto hat dort erst in den letzten Jahren größere Aufmerksamkeit erhalten, früher waren Weine aus dieser Rebsorte eher bäuerliche Alltagsweine. Ganz kann sich auch dieser heir nicht davon lossagen, eher schlank im Mund, trotzdem mit einer kräftigen Säure und einem festen Tannin ausgestattet würde ich den Wein eher zum Essen als zum so trinken einschätzen. Die gleichzeitig vorhandene frische, animierende Frucht gab dem Wein aber doch etwas elegantes und auch trinkanimierendes. Auf alle Fälle ein Wein der Typizität zeigt und mir richtig Spaß gemacht hat.

Beim nächsten Wein stand ich mit der Meinung ein wenig allein, zumindest was das Bouquet betraf.

1998 Corbieres rouge – Domaine de Villemajou
Für mich sehr animalisch im Duft, Pferdeschweiß, Stall das ganze südfranzösische Programm. Für mich schon nicht mehr einladend, andere am Tisch nahmen diese herb-würzigen Aromen nicht so negativ war.
Im Mund zeigte der Wein dann aber eine durchaus vorhandene reife Frucht, dunkle Beeren, Schlehe, ein wunderbar feinkörniges Tannin, mundfüllend, gegen Ende auch etwas Schärfe und Menthol. Alles in allem sehr spannend und im Mund auch sehr gut, allerdings mit der Nase habe ich halt mein Problem.

Dann kam ein kleiner Höhepunkt dieses schönen, anregenden Weinabends:

1988 Fotalloro – Fattoria di Felsina
Ein Wein der sicher zu den bekannten, berühmten Tropfen des Chiintigebiets gezählt werden kann. In der Nase leichte Reifetöne, etwas oxidativ, leicht heller Rand im Glas. Im Mund begeisterte ein wunderbarer Schmelz, die sangiovesetypischen dezent morbiden Noten, auch Veilchen, Kirsche und etwas dunkle Edelschokolade. Enorm elegant in sich ruhend. Ein Wein der eindrucksvoll zeigte, dass Sangiovese durchaus reifen kann. Für mich schon ganz leicht auf dem absteigenden Ast, wenn auch immer noch auf exzellentem Niveau, andere am Tisch fanden ihn so ideal.
Auf alle Fälle ein grandioser Sangiovese und ein tolles Erlebnis!

Von einem Händler für 12,80 EUR angeboten, in Frankreichs Supermarkt-Kette Cora für knapp 7 EUR gesichtet, dass musste natürlich überprüft werden.

2000 Beaune 1er Cru „Les Vignes Franches“ – Chateau Chorey les Beaune
sehr schöner Duft, elegant feine rote Früchte, auch im Mund rote Johannisbeeren und Kirsche, klassische Pinotfrucht, allerdings fehlte etwas die Struktur für einen guten Burgunder, auch franste der Wein nach hinten etwas aus und die Lämge war auch nicht sehr gut. Alles in allem kein schlechter Wein aber doch eher als Alltagswein und weniger das was ich von einem Premier erwarte.

dann kam ein alter Bekannter für mich

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2002 Nero d´Avola Terra delle Sirene – Az. Agr. Do Zenner
Vor ca. 2 Jahren war das eine echte Entdeckung auf einer Sizilienprobe und für mich damals der beste Wein des Abends vor vielen bekannteren großen Namen.
Auch am Freitag bestach der Zenner wieder mit Eleganz und einer mineralischen Art. Die Frucht erinnerte mich an Kirsche, dazu kam dunkle Schokolade auch leicht würzige Noten, komplex. Allerdings ganz die Qualität der Probe damals konnte er aus meiner Sicht nicht erreichen, die Säure war mir fast ein wenig zu kernig und etwas mehr Kraft und Nachdruck am Gaumen hätte ich mir auch gewünscht. Trotzdem war das wieder eine schöne Begegnung mit diesem Wein.

Den nächsten Wein brachte ich mit:

2001 Limberg 1 – Weingut Bercher
Der 01er Limberg war der Jungfernjahrgang des Limberg, eine Cuvee aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Lemberger, Spätburgunder. Auch jetzt nach über 7 Jahren zeigt sich dieser Rotwein noch recht frisch und von einer üppigen Frucht bgeprägt. Diese Frucht zeigt sich aber überhaupt nicht kitschig, bonbonhaft oder gar marmeladig. Natürlich schmeckt man Cassis auch etwas Brombeere, allgemein dunkle Beeren, immer noch eine feste Struktur, nachhaltig, eingebunden in eine schöne Tanninstruktur. Im Gegensatz zu meiner Erinnerung (habe den Wein seit ca. 2 oder 3 Jahren nicht mehr getrunken) zeugt der Wein jetzt aber auch eine dezente Note von grünem Paprika, was mir nicht ganz ideal erscheint.
Ein wirklich überzeugender Rotwein auf Cabernetbasis und gerade auch für den Jungefernjahrgang schon mehr als gelungen. Die letzte Flasche dieses Weins wird jetzt noch ein paar Jährchen in meinem Keller liegen bleiben.

1999 Nardo IGT Toskana – Tenuta Montepeloso
Nach Aussage des Mitbringers ein hoch gehandelter Supertuscan, ich muss gestehen, dass ich den Wein bisher nicht kannte.
Deutliche Cocosnoten, dann Kirsche und Säure, nach hinten raus entwickelte sich noch eine schöne Cabernetfrucht, etwas Cassis und etwas Brombeere. Gute Struktur, auch das Tanningerüst konnte überzeugen. Allerdings dieser dominante Cocoston gefiel mir nicht. Dieser blieb auch mit Luft erhalten. So für mich nicht ganz überzeugend.

Und zum Abschluss gab es dann auch noch etwas Süßes, eine kleine Besonderheit aus dem Madiran, einen aufgespritteten Tannat.

2002 Maydie – Chateau d‘ Aydie
Ich muss gestehen, dass ich mir hier nicht mehr viel notiert habe, um ehrlich zu sein, gar nichts mehr, ich habe den Wein schlicht nur noch genossen, dazu gab es ja beim ersten Treffen auch noch ein wenig zu reden. Der Wein war aber mehr als gelungen, wunderschöne Balance von Süße, herbem Tannin und überbordender Frucht. Wirklich klasse, das meinten wohl auch andere, so mußte die zweite Flasche auch noch geöffnet werden.

Ich kann nur sagen, dass mir diese neue Runde sehr gut gefallen hat, interessante, sympathische Leute und spannende Weine. Weil es auch schon einige Themen für Folgeveranstaltungen gibt, sieht es gut für eine/mehrere Wiederholungen. Darauf freue ich mich schon sehr.

Weitere Eindrücke in Text und Bild bei Düsenschrieb, der uns auch freundlicherweise die Fotos zur Verfügung stellte.

Eine Diskussion über die Weine kann hier geführt werden, wir alle freuen uns auf rege Beteiligung.

Fixiert haben wir im ersten Schritt unser nächstes Thema „Chateauneuf-du-Pape“ mit Termin am 07.03.2008 um 19:30 Uhr, wieder im Weinladen von Bernd und Armin.

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„So stimmig habe ich in Frankfurt noch selten gegessen!“

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 9 Februar 2008

Dieser Beittrag stammt aus der Feder von Armin Maurer

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Am Mittwochabend besuchten wir das neue Restaurant Heimat an der Berliner Straße in Frankfurts City. Der kleine Pavillon aus den 50ern mausert sich im Moment zu dem heißen Tipp für Weinliebhaber und Gourmets in Frankfurt. Philipp Degenhardt, der an gleicher Stelle schon das Cafe und Bistro „Riz“ und die Bar „Mood“ betreibt, hat hier wieder ein echtes Schmuckstück geschaffen und mit Oliver Donnecker einen kongenialen Partner gefunden. Dieser war bisher für den Service im alten Literaturhaus zuständig und ist ein großer Weinfreund und Weinkenner.

Trotz der klaren, modernen Linien und viel Glas wirkt das Lokal innen angenehm warm und einladend. Man sitzt an kleinen Tischen entlang der Glasfront, bzw. der weiterführenden Außenwand. Dezent eingesetzte Holzpaneele an den Wänden schaffen ein angenehmes Ambiente. Der Empfang ist herrlich unprätentiös, trotzdem freundlich und professionell. Wir haben Glück, reservieren konnten wir zwar nicht, es war mal wieder ausgebucht bis auf den letzten Platz, aber da wir erst um 22:00 Uhr kamen, wurde gerade ein Tisch frei, den wir gerne nahmen. Zufällig haben wir auch gleich noch zwei Freunde getroffen, die schon gegessen hatten, sich aber noch gerne mit uns an den Tisch setzen wollten. Da es schon spät war wollten wir nichts Großes mehr bestellen, einmal Fenchel-Karotten-Cremesuppe mit Petersilienpesto, danach Jakobsmuscheln mit Risotto und Pflaumensauce und zum anderen Bioschweinelende im Speckmantel mit Zucchini, Tomatensugo. Alle drei Speisen konnten mehr als überzeugen, ganz besonders das Fleisch; zart, aber nicht weich. Das Sugo fruchtig, würzig und von schöner Konzentration. Bei der Suppe gefiel die sämige Konsistenz, die merklich an kräftiger Gemüseeinlage lag und nicht zuviel Sahne beinhaltete. Der Einsatz des Fenchels eher dezent, ergab einen schönen Akkord mit der Petersilie.

Solch ehrliche Küche mit erkennbar guten und hochwertigen Zutaten findet sich in Frankfurt leider viel zu selten. Auch unsere Freunde bestätigten uns, hier ist man mit einem „grinsen“ im Gesicht. Holger urteilte: „So stimmig habe ich in Frankfurt noch selten gegessen!“

Ein weiteres Highlight stellt ganz sicher die Weinkarte dar. Und wer eine Weinempfehlung braucht, der ist bei Oliver Donnecker, der für den Service verantwortlich ist, genau an der richtigen Adresse. Mit Kompetenz und spürbarer Freude am Thema findet er immer den richtigen Tropfen zum Essen. Der Schwerpunkt liegt bei den deutschen Weinen und hier beim Riesling. Aber auch aus Österreich, Italien und Spanien finden sich spannende Tropfen. Ein wenig kurz gehalten ist Frankreich, gerade den ein oder anderen Roten von der Rhône, aus dem Burgund oder aus Südfrankreich würde man sich wünschen. Auch ein feiner Bordeaux würde dem Haus gar nicht schlecht zu Gesicht stehen, aber vielleicht tut sich da ja demnächst noch etwas? Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir bei der Weinkarte etwas beisteuern dürfen. Trotzdem, schon heute ist die HEIMAT eine echte Heimat für den Weinfreund in Frankfurt.

Wer nach dem Theater oder der Oper noch ein wenig Hunger hat und einen guten Wein schätzt, der sollte auch unbedingt hier reinschauen, nach 23:00 Uhr bekommt man hier noch feine Schinken- und Käsespezialitäten, dazu leckeres Brot.

Fazit. Eine moderne, großstädtische Bühne für gutes Essen und exzellente Weine und ganz sicher ein guter Tipp für Frankfurter Genießer. Der Inhaber Philipp Degenhard hat mit dem Riz, dem Mood und ganz besonders mit seiner neuen „Heimat“ eine gastronomische Oase an diesem lange vernachlässigten Teil der Berliner Strasse geschaffen. Der erneuerte fünfziger Jahre Pavillon wird von jetzt an auch eine HEIMAT für uns sein!

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Historischer Moment: Bester KSC-Bundesliga-Start aller Zeiten: KSC vs. 1.FC Nürnberg 2:0 (0:0)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 2 Februar 2008

Auch das zweite interne K&M Fussball-Duell endete tabellengemäß. Bernd´s KSC gewann auch den zweiten Vergleich der Bundesliga-Runde 07/08 über Armin´s Clubberer. Dabei sah es zu Beginn der Partie aber gar nicht so aus eindeutig aus, denn 45 Minuten war der Club die bessere Mannschaft, doch ein Foul des Nürnberger Innenverteidigers Andreas Wolf in der 57. Minute, dass eine gelb-rote Karte zur Folge hatte, zwang den FCN in die Defensive und der KSC konnte die nun vorhandenen Räume effektiv und zeitweise in beeindruckender Manier nutzen.

In Halbzeit eins gab es keine Diskussionen, wer die Szenerie im mit fast 30.000 Zuschauer besetzten Wildpark beherrschte. Der Club machte die Räume im Mittelfeld eng, beeindruckte durch Aggressivität in den Zweikämpfen und lies kein Kombinationsspiel der Badener aufkommen. Das Chancenverhältnis lag mit 3:1 bei den Franken, mit ein wenig mehr Glück bei der Chancenverwertung wäre ein Führung verdient gewesen, wobei der starke Jan Koller für ein Tor gut gewesen wäre.

Ganz anders dann das Auftreten in Halbzeit 2. Der KSC übernahm zusehends dass Kommando, überzeugte nun auch kämpferisch. Insbesondere der überragende Christian Eichner kam das ein und andere Mal über die linke Außenbahn gefählich in Reichweite des Nürnberger Gehäuses, in einer Aktion konnte sich Innenverteidiger Andreas Wolf nur noch durch ein Foul retten, was seinen Ausschluß zur Folge hatte. Von nun an lief die Kugel beim KSC, der Club war in die Defensive gedrängt und konnte sich kaum noch befreien.

Symptomatisch fiel dann der erste Treffer über die linke Außenbahn, als Eichner eine Vorlage des Ex-Nürnbergers Joshua Kennedy mit einem strammen Links-Schuss in der langen Ecke versenkte, Blazek war ohne Chance.

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Bildquelle. dpa: Spieler des Tages: Christian Eichner

Nun spielte der KSC befreit auf, der Ball lief sicher durch die Reihen und der Club konnte sich bei Alexander Iashvili bedanken, dass es nicht zu einem Debakel kam, denn zwei Großchancen wurden vom Georgier amateurhaft versiebt. Dennoch bot er ebenso wie Neuzugang Kennedy, der auf Vorbeit des in unnachahmlicher Art und Weise an der Nürnberger Abwehr vorbeistürmende Arbeitsbiene im Mittelfeld, Michael Mutzel, eine gute Leistung, die aber sicher noch steigerungsfähig ist.

Für den Club war auch nach 41 Jahren im Wildpark nichts zu holen, dennoch kann man auf der Leistung der ersten Halbzeit aufbauen, allerdings müssen halt die Buden gemacht werden.

Der KSC setzt seinen Höhenflug fort. Beeindruckend, dass die Mannschaft trotz einer schlechten ersten Hälfte an sich glaubt. Herausragend wie gesagt Christian Eichner, ein Karlsruher Eigengewächs, der auch schon auf den Zetteln diverser Estligisten steht. Unauffällig – bis auf seine Torvorlage für Josh Kennedy – aber sehr effektiv Michael Mutzel. Von Tamas Hajnal war diesmal relativ wenig überraschendes zu sehen, was wohl auch an seinem Gegenspieler lag.

Mit diesem Sieg gelingt dem KSC ein historischer Moment. Noch nie ist eine Mannschaft des KSC so gut in die Saison gestartet. Man darf gespannt sein, wohin das noch führen wird. (der Verfasser der Zeilen träumt von der Übergabe der Meisterschale am 17.05.08 in Hamburg, aber nicht an den HSV;-)

Kommendes Wochenende muss der KSC nun bei Hannover 96 antreten, der durch das 1:1 beim HSV ebenfalls Selbstbewußtsein getankt hat. Beim Club hingegen steht schon das erste Abstiegsspiel auf dem Programm: Hansa Rostock ist zu Gast im ehemaligen Frankenstadion. Ein Sieg muss her, sonst wird es ganz bitter!

Stimmen zum Spiel per mp3

Edmund „Ede“ Becker
Hans Meyer
Josh Kennedy

mp3 streams von ksc.de

Videostream

Videostream von ard.de

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