K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for April 2009

Alexander Laible bester Nachwuchswinzer Europas – Präsentation von K&M Gutsweine in Frankfurt am 17.5.2009

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 25 April 2009

Der Durbacher Alexander Laible ist bester Nachwuchswinzer Europas.

Alexander Laible

Alexander Laible

Laible erhielt die baden-württembergische Auszeichnung ARTVINUM als bester europäischer Nachwuchswinzer. Verantwortlich für die Ehrung war die sogenannte Grand Jury Européen, die Laible vorgeschlagen hatte.

Alexander Laible ist der Sohn des Durbacher VDP-Winzers Andreas Laible und hatte bereits früher die Ehrung als bester Jungwinzer Deutschlands erhalten. In den Vorjahren hatten der Franzose Stéphane Derenoncourt und der Spanier Alvaro Palacios den Titel des „Nachwuchswinzers“ gewonnen. (WF)

K&M Gutsweine präsentiert am Sonntag, den 17.05.2009 die Weine des Winzers. Kostenfreie Probe!

Wo:
Sonntag, 17.05.2009, 10:00-17:00
KETAO and friends day in der KETAOKITCHEN

Ort: 60314 Frankfurt, Hanauer Landstrasse 186
Kosten: Eintritt frei

Freunde und Geschäftspartner präsentieren sich und Ihre Produkte. Von Schokolade zu Wein und natürlich Proben aus der KETAOKITCHEN ist alles dabei.

K&M Gutsweine präsentiert die Entdeckung des Jahres 2009 im Weinführer Gault Millau: Alexander Laible aus Durbach/Baden, der Winzer wird aller Vorraussicht nach selbst anwesend sein und seine Weine präsentieren.

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Decouverte en Valle du Rhône Tag 4 – Vacqueyras, Gigondas und eine Entdeckung am Mont Ventoux

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 5 April 2009

Nach dem Verkostungsmarathon „Chateauneuf du Pape rouge 2007“ vom gestrigen Dienstag war der Gaumen heute morgen betrachtet doch etwas in Mitleidenschaft gezogen, nicht körperlich, sondern mental war nach diesem anstrengenden Tag etwas die Luft raus. Aber nach einem etwas längeren Frühstück und einem gemütlichen Spaziergang in dem schon geschäftigen und teils hektischen Avignon kam unterwegs doch schon wieder die Lust zurück. Zumal wir heute einige unserer Winzer treffen werden und wir uns auf ein Wiedersehen sehr freuen.

Die Veranstaltung fand wiederum im Palais du Pape in Avignon statt. Vor 4 Jahren war das noch etwas anders, da konnte man in den Appellationen auf mächtigen Chateau oder in den Sales du Fete der Ortschaften die Weine der verschiedenen Appellation probieren. Trotz der Fahrerei fanden wir das eigentlich sehr schön, denn man bekam dann auch immer etwas von der zauberhaften Landschaft zu sehen, fuhr an dem ein oder anderen Weingut vorbei, dass man dann auch mal kurzfristig besuchen konnte.

Aber so ein zentral gelegener Ort wie der Palais du Pape hat auch etwas für sich. Man kann von jedem Ort in Avignon in 10-15 Minuten zu Fuß zur Arbeit, kann sich das lästige Parkplatzsuchen ersparen und entdeckt in so mancher Seitenstraße kulinarische Juwelen.

Der erste Besuch galt unser Domaine de la Tourade, deren Weine wir in Deutschland seit 3 Jahren exklusiv und sehr erfolgreich führen. Ein wenig verwundert uns es schon, dass auf diese exzellenten Qualitäten bisher noch kein Händlerkollege aufmerksam wurde, der Eindruck der hervorragenden Qualitäten bestätigte sich auch wieder nach der Probe der Weine anderer Weingüter.

Mit André Richard und Frédéric Haut sind hier zwei Winzer am Werk, für die das Weinmachen Passion und zugleich die Erhaltung traditioneller Werte ist. „Une histoire partagées“

Frédéric Haut von Domaine de la Tourade

Frédéric Haut von Domaine de la Tourade

Wir probierten fast die ganze Kollektion:

2006 Vacqueyras rouge „Classique“
Cuvée aus 80& Grenache, 10% Syrah und 10% Mourvedre, in Australien ist diese Mischung auch als GSM bekannt. Wie immer so auch beim Basis Wein des Hauses überzeugt der Wein durch seinen eher femin und elegant gehaltenen Stil, anstatt lauthals auf die Pauke zu hauen.

2005 Vacqueyras „Cuvée de L´EUSE (Vieilles Vignes)
GSM- Mischung von über 80 jährigen Rebstöcken. Herrlich eindringlicher Duft von gereiften Herzkirschen, viel gezügelte Kraft, auch hier überzeugt das herrlich abwechslungsreiche Spiel von Frucht, Kraft und Eleganz, dabei hervorragend ausbalanciert. Kann man schon wie viele 2005er mit ihrem üppigen Fruchtvolumen sehr gut antrinken, Frédéric jedoch würde dem Wein 7-8 Jahre Potential zur vollkommenen Harmonie und den besten Trinkgenuß zugestehen.

Sprechen wir bei Vacqueyras eher von femininen Stil, so gelten die Gigondas aus der gleichnamigen Appellation immer als die markanteren, kräftigeren, ja männlicheren Weine mit enormen Lagerpotential.

Der Basis-Wein 2006 Gigondas rouge besteht zu 80% aus Grenache, was sich sofort im herrlichen, dunkelbeerigen, von Kräuternnoten durchzogenen Duft in der Nase äußerst bemerkenswert darstellt. 10% Syrah bringen die nötige Würze, auch einen Hauch Pfeffer, je 5% Mourvedre und Cinsault runden den Wein ab. Tolle Noten nach Blaubeeren und etwas Tabak, spürbar reifes, in der richtigen Dosis integriertes Tannin, reife, mürbe Frucht. Macht Spaß.

Eine Stufe darüber steht aber der 2006er Gigondas Cuvée FONT DES AIEUX, an den Hängen zwischen Gigondas und Sablet gelegene Parzelle aus den ältesten Reben (80% Grenache, je 10% Mourvedre ud Syrah) des Weingutes. 12-18 Monate im großen Holz ausgebaut. Für uns ein wahrer Genuß. Wie gelingt es den beiden Winzern nur, so ein Kraftpaket gleichzeitig so elegant und tiefgründig, komplex und vielschichtig auf die Flasche zu ziehen. Wie kann ein Wein in solch jugendlichem Stadium nur soviel Freude bereiten. Während viele Weine einfach leider nur plump mit den Muskeln spielen, zeigt dieser Wein auch noch Hirn in Form von Eleganz und frischer Säure, Faktoren, die diesen Wein eine Trinkigkeit verleiht, die in dieser Gewichtsklasse selten zu finden ist. Hervorragende 91/100 Punkte.

Auf unserer Schlußrunde sollten wir dann noch in den Genuß des zigfach prämierten 2007er Muscat de Beaume de Venise „Cuvée Mathys“ kommen. 112g Restzucker und 15,5 Alk. sind dank frischer Säure sehr gut gebändigt, wirken keinesfalls klebrig. Ein erfrischender, perfekter, gut gekühlter Apero im Sommer und ein exzellenter kulinarischer Weggefährte von Foie Gras.

Getrost als eine Decouverte, also eine Entdeckung , kann man die Weine von Philippe Gimel, seines Zeichens Winzer der 12ha großen Domaine Saint Jean du Barroux in der Appellation Ventoux bezeichnen.

Philippe Gimel - Domaine Saint Jean du Barroux

Philippe Gimel - Domaine Saint Jean du Barroux

 

Ganze 30 Minuten verbrachten wir an seinem Stand und Phlippe erzählte und erzählte und erzählte. Nichts belangloses, das er z.B. auf Château Beaucastel enorm viel an Erfahrung mitgebracht hatte, dass er Weine ohne Kompromisse machen möchte, dass seine verschiedenen Bodentypen und das besondere Klima am Mont Ventoux sehr terroirtypische Weine hervorbringen. Wir hörten gespannt zu und genossen die wirklich hervorragenden Weine dieses exzellent Englisch sprechenden und voller Tatendrang steckenden Winzers. Das sind die besonderen Momente, jemanden voller Energie und Lust über seine Weine reden zu sehen, vergleichbar nur noch mit einem Hanspeter Ziereisen aus Efringen-Kirchen im badischen Markgräflerland.

Philippe´s biodynamisch erzeugte Produktion aus 12 ha mit einem Durchschnittsertrag von gerademal 20hl bei den Roten besteht lediglich aus zwei Weinen.
Ein Weisswein aus im Schnitt 25 Jahre alten Reben, aus je 1/3 der heimischen Grenache blanc, Bourboulenc und Clairette, handgelesen und in einer alten, vertikalen Korbpresse schonend gepresst, spontan vergoren, in emaillierten Tanks und zu 1/3 in alten, nicht mehr allzu viel Noten abgebenden Holzfässern ausgebaut. 25hl ist der Durchschnittsertrag. Dabei steht für den Winzer aus Passion immer die Frische und Komplexität der Weine im Vordergrund. Wir konnten die Jahrgänge 2007 (Tankprobe), 2006 und 2005 probieren, sie alle faszinierten uns mit ihrem enormen Geschmacksreichtum, der Kraft ohne die allseits bekannte Schwerfälligkeit weißer Weine der Gegend, die Frische der Aromen und ihrer Komplexität. Für mich die Entdeckung der Reise, ein avisierter Besuch am nächsten Tag fiel leider ins Wasser, weil 1500 Flaschen verpackt werden mussten. Dennoch gab es für den Winzer auf der ProWein ein überraschendes Wiedersehen, ich hatte es zwar angekündigt, er war aber wohl selbst etwas überrascht, dass ich dann – wenn auch nur kurz – da stand.
Zum Rotwein von Philippe. Auch hier konnten wir 2004, 2005, 2006 und den 2007er (Tankprobe) seines Cotes du Ventoux AOC Cuvée Oligocene probieren. Weinpapst Parker sieht hier bereits den kommenden Star der Provence und nach der Degustation aller Weine kann ich dies ausdrücklich nachvollziehen, auch wenn ich mit den punktuellen Bewertungen des Rechtsanwalts aus Amerika nicht konform gehe. 90 Punkte sind eigentlich ein Witz für diese außergewöhnlich individuellen Weine eines außergewöhnlichen Winzers.

Oligocene ist eine Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Cinsault. Nach der manuellen Lese der knapp 30 Jahre alten Reben erfolgt wie bei den Weißweinen die Pressung in einer alten Korbpresse, anschließender Ausbau in Betontanks sowie 2 jährige Vollendung in einem Mix aus Beton, Emaille-Tanks und zu 10% in knapp 5-jährigen Fässern. Zuviel Holz möchte Philippe nicht, dies verändere den Wein zu stark.

Der 2004er präsentierte sich ungemein frisch, mit herrlich präsenten, reifen Tanninen, viel blauer, dunkler Frucht, toller Konzentration und Länge. 2005 war dagegen etwas softer, mit mehr würzigen Aromen. Der 2006 (wird im Sommer 09 gefüllt) hat dagegen am meisten Fleisch, viel Power und ein gesundes Maß an Extraktsüße, ist von enormen Nachhall geprägt. Der 2007er war natürlich sehr jung, dennoch in diesem Stadium mit einem enormen Duftspektrum ausgestattet, sehr saftig am Gaumen und mit jetzt schon toller Balance ausgestattet. Ich glaube, dieser Wein wird mal ein ganz großer.

Ein Besuch bei diesem ungemein sympathischen, voller Tatendrang und Visionen steckenden Winzer steht auf meiner Liste ganz oben, vielleicht klappt es ja noch im Spätherbst 2009!

Am Abend ließen wir uns dann den Frauen verwöhnen. Marie-Laurence und Elisabeth Saladin von unserer Domaine Saladin aus Saint Marcel d´Ardeche luden zusammen mit den anderen Frauen der „Femmes Vignes Rhône“ zu einer kulinarisch-vinophilen After-Work Party ein. Wir wollten nicht zu früh eintreffen, aber schon um 19:15 Uhr, 15 Minuten nach dem offiziellen Beginn, waren die Räumlichkeiten sehr gut gefüllt und das zahlreich erschienene Publikum am Buffet eifrig beschäftigt, dass Servicepersonal bestand übrigens – im Zeichen der Emazipation – nur aus Männern. Da es hier eher um Happening statt ernsthaften Degustierens ging, war es ein angenehmer Ausklang eines wundervollen Tages, der wiederum warm und sonnig war, wenn auch nun von heftigen Mistralwinden begleitet.

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Decouverte en Valle du Rhône – Besuch Domaine La Loyane

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 5 April 2009

Unser Eindruck bei der Probe in Tavel hat nicht getäuscht, wie sich bei dem Besuch der Domaine herausstellte. Der Sohn ist engagierter Winzer, nachdem die Eltern „nur“ Weingutsbesitzer waren. Vor 10 Jahren übernahm er die Vinifikation und füllt seit 5 Jahren die besten Weine auf Flaschen. Der Geldbringer für das „täglich Brot“ sind die Bag in Box-Weine, von denen er jede Woche 1 Palette an Privat-Konsumenten verkauft. Dazu fährt er auch auf die Märkte in Südfrankreich – und dort warten die Kunden bereits auf seine Weine.

Nach einem kurzen Plausch mit der Mama in der Vinothek und der Erzählung des Werdegangs des Weinguts zeigt uns der Winzer seinen Keller, ein Arbeitskeller mit überwiegend Stahltanks, natürlich temperaturgeregelt, die er für den Ausbau der Weiß,-, Rose,- und Rotweinen gleichermaßen verwendet. Ungefähr 20 Barrique-Fässer in vierter Belegung nutzt er zur Abrundung seiner roten Lirac-Cuvées, von denen er nur 5-6.000 Flaschen pro Jahr produziert.

J.-Pierre und Romain Dubois, Domaine La Loyane

J.-Pierre und Romain Dubois, Domaine La Loyane

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinter dem Kellergebäude zeigt er uns noch seinen Versuchs-Weinberg für 100% igen bio-dynamischen Anbau. Der Jahresablauf der Vegetation, des Klein- und Mikroklimas dieses Weinbergs, wird von der Blüte bis zur Ernte akribisch notiert und mit den weiteren Weinbergen verglichen – dies über die Dauer von 10 Jahren, um die Wirtschaftlichkeit der Umstellung auf Bio zu belegen. Denn Jahre wie 2008, die sehr regnerisch waren, sind für Biobewirtschaftung extrem schwierig durchzustehen.

Nach der Lese kommen die Trauben über Förderbänder zur Entrappung und auch die Presse (hydraulisch unter Luftabschluß und daher möglichst schonend, ohne die Kerne zu quetschen) sorgen für schonende Behandlung des Leseguts.

Der Jahrgang 2002 hat er nur in Bag in Box verkauft. Die Übermengen, die nicht seinem Qualitätsanspruch genügten, gab er an Negocians weiter. Da aber dort kein Geld für Qualität zu bekommen ist, ist er froh alles selbst vermarkten zu können. Sein Weinstil, der Qualitätsanspruch und unser Geschmack passen gut zusammen.

Die verkosteten Weine:

2007 Lirac AOC rosé
Cuvée aus Grenache und Cinsault; helles Rosé, sehr natürlich duftende Frucht, ungeschminkt, sehr ehrlicher und wunderbar süffiger Rosé. 

Rose von den steinigen Hügeln

Nachdem mir die Weißweine etwas zu breit angelegt schienen, ging es mit den Rotweinen wieder deutlich bergauf. 

2006 Lirac rouge (2 Sterne Guide Hachette 2009)

Ausschließlich Handlese, kein Holz, am Gaumen viel dunkle Frucht, fleischiger Körper, sehr dicht, viel Würze, ungemein fest und lang am Gaumen.

2006 Lirac rouge „Les Ancestrales“
130 Jahre alte Reben, Ausbau über 11 Monate in gebrauchten Barriques.  Herrliche Konzentration, dicht, salzige Mineralität, Reife, fein verwobene Säure, dicht und straff, lang. Toll!

2005 Lirac „Cuvée Marie“ (2 Sterne Guide Hachette)
98% Grenache, über 100 jährige Reben aus einer Einzelparzelle mit sehr tief wurzelnden Reben, südlich ausgerichtet, 11 Monate Ausbau in mehrfach gebrauchten Barriques. Intensiv dunkle Farbe, viel dunkelfruchtige Aromen (Brombeere, schwarze Johannisbeere) Hauch Vanille und Kakao aus dem 11 monatigen Barriqueausbau, seidiges Tannin, sehr langes Finale.

Anschliesend folgten wir noch einem Tip: gehe auch da Essen, wo es der Winzer tut und so fuhren wir nach Les Angles ins Restaurant La Tonnelle.

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