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Riesling, Riesling, Riesling!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 26 August 2010

Riesling, Riesling, Riesling!

Riesling, ja ich gebe zu: ich bin Riesling-versaut. Umso schöner, wenn man dann eine Menge an Probeflaschen angesammelt hat, um sie miteinander zu vergleichen. Das haben wir dann gestern Abend in unserer Frankfurter Nordendfiliale gemacht, allerdings in ganz kleiner Runde.

Los ging es mit einer Neuentdeckung aus Nierstein an der Rheinfront

Das Weingut Raddeck war bis dato nicht auf meinem Weinbildschirm vertreten und würde der Bruder des Winzers nicht in der Bankenmetropole arbeiten, wäre es dies wohl auch noch heute.  So aber stand er plötzlich im Laden und bot uns eine Probe am Weingut an, der sind wir dann am 7.August bei herrlichem Wetter gefolgt. Das Weingut hatte seinen Standort bis vor kurzem noch im Ortskern von Nierstein, mittlerweile ist das Weingut ausgesiedelt an den Hummelberg, mit imposantem Gebäude und phantastischem Blick über den Rhein und Nierstein.

Die Weine haben uns in ihrer sauberen, klaren und präzisen Art sehr gut gefallen. Vom einfachsten Riesling in der Literflasche bis zu den Prmeiumweinen, die hier „S“ heißen. Mehr zum Weingut dann, wenn die Flaschen bei uns zum Verkauf im Regal stehen.

Los ging es mit:

2009er Riesling Liter Qba (Drehverschluss) 12,5% Alk.
Weingut Raddeck / Rheinhessen / BIO
à demnächst bei K&M
Ein angenehmer, nicht zu säurebetonter Vertreter seiner Zunft. Gewisse Leichtigkeit, zarte Würze, süffig, ohne banal zu wirken.

2009 Rieslng Melsheimer Qba trocken (Drehverschluss) 11,5% Alk
Weingut Melsheimer / Mosel / BIO
 
Thorstens Einstieg, deutlich ambitionierter, wirkt „erwachsener“, Säure rescher, präsenter, hat mehr Biss am Gaumen, tiefgründiger. Kostet aber auch das doppelte, ist aber angesichts dieser Einstiegsqualität angemessen.

WAS kommt nach Gunter Künstler? Erst mal nichts und dann viele kleine, ambitionierte gute Winzer. (Schäfer, Himmel, Schreiber etc.). Aber keiner, der dem verdienten Platzhirschen ernsthaft Paroli bieten könnte. Einem, dem ich es zutraue ist Fabian Schmidt. Nicht nur, weil sein Weingut im ehemaligen Künstler-Domizil nebst einem schönen Restaurant beheimatet ist.

2009 Hochheimer Riesling Kabinett trocken (Drehverschluss) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
In der Nase zunächst ein fruchtgeladener Auftakt, „voll der Pfirsich“, am Gaumen dann etwas weicher als die Weine zuvor, hat vermutlich auch ein wenig mehr Restzucker, ein guter, vielleicht etwas gefälliger Wein, der aber für 5,50 € zu haben ist.

2009 Hochheimer Riesling Kabinett trocken ² (Drehverschluss) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
In der Nase noch deutlich von hefigen Noten geprägt. Der Unterschied zum vorherigen Wein ist mir trotz gleicher Bezeichnung nicht bekannt, die Hoch2 sind nur ein handschriftlicher Vermerk des Winzers, auf jeden Fall ist der Wein deutlich komplexer, am Gaumen auch mit einer größeren Vielschichtigkeit, es wechseln sich die Eindrücke von Frucht und Würze, dunkler Mineralität, hat auch deutlich mehr Kraft und Substanz, ist vom Stil etwas „wärmer“. Könnte mir vorstellen, dass der Wein ein Sponti ist und eventuell im Holz war. Werde mich aber mal beim Winzer erkundigen.

2009 Riesling vom Vulkangestein trocken (Drehverschluss)  ?? %Alk.
Weingut von Racknitz / Nahe – (demnächst bei K&M)
Im Duft eher knappe Frucht, dafür Hefe pur! Ca. 3 Wochen auf der Flasche. Wirkt deutlich kräftiger als sein Jahrgangsvorgänger, der sich im Moment wunderbar auf der Zunge mit Noten von Thymian und Zitrusfrüchten präsentiert. Ist auch viel verspielter, der 09er hat mehr „Grundbums“, wir lassen den jetzt mal 2 –3 Tage offen im Kühlschrank „ziehen“, mal schauen, was da passiert. Strukturell und vom Mundgefühl einer der spannendsten Wein bis dato, für Riesling-Puristen und eher schwierig für Limotrinker 😉

 

2009 Riesling QbA trocken „Edition S“(Premiumlinie) (Naturkork) 13,5% Alk
Weingut Raddeck / Rheinhessen / BIO 

Recht molliger Typ, Fruchtbowle mit Erdbeeren und Wodka, extrem breitschultrig, sattmachend, fett, Restzuckerl. Säure da, aber durch die Wucht nur ganz weit hinten erahnbar. Für uns von allem etwas zuviel.

 

2009 Hochheimer Hofmeister Riesling Spätlese trocken Alte Reben (Naturkork) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
Wieder etwas klarer und leichter in seinem Auftreten als der Wein zuvor. Wirkt leicht bonbonhaft, ganz dezente Bitternote, feine Säure. Überzeugt eher durch seine Filigranität als durch Power und lautes Rumgekreische. Etwas mehr Druck stünde ihm gut. Verfolgenswert.

 

2009 Hochheimer Hölle Riesling Spätlese trocken Alte Reben (Naturkork) 12% Alk.
Weingut Im Weinegg / Hochheim / Rheingau
Erstmals im Juli beim Public-Viewing zum Spiel um Platz 3 getrunken. Für schlappe 8,50 € ab Weingut. Auch hier eher wieder filigran am Anfang, zitronige Noten, macht derzeit keine gute Figur. Was ihn im Juli auszeichnete, Schmelz, Kraft, Länge, Trinkvergnügen, von diesen Attributen ist er im Moment etwas deutlich entfernt. Verschlussphase? Ich fürchte ja.

 

2008 Riesling Spätlese trocken „Berghauptener Schützenberg“ (Naturkork)
Weingut von und zu Franckenstein / Baden
KORK

 

2009 Riesling Spätlese trocken „Westhofen Morstein“ (Naturkork) 13,5% Alk.
Weingut Winzerfamilie Flick / Rheinhessen
Eine sogenannte „Bürgerjury“ erkor diesen Wein vor etwa 4 Wochen zum Sieger der Twitter Wine Awards 2010, im Twitterfachchargon kurz #TWA genannt. Und womit: mit Recht! Auch hier 13,5 % Alk. Wie bei Raddeck´s Edition S, aber deutlich besser integriert. Faszinierendes Nasenspektrum: Rauch, Orangenzesten, dazwischen kühle Kalknoten. Am Gaumen kraftvoll, entwickelt Spannung und Druck im Mund, hat immens Kraft, leichtes Zuckerl, dass aber gegen Ende von der Mischung aus Mineralität, Kraft und reifen Früchten wunderbar eingefangen wird. Da muss ich der Bürgerjury ein großes Kompliment machen. Für mich 90 Punkte und auch mit konsumentenfreundlichem Preis um die 10 € , glaub ich zumindest. Macht neugierig auf den noch vorhandenen Silvaner und Weissburgunder.

Zum Abschluss gab es dann noch etwas besonderes, einen deutschen Riesling aus Rheinhessen, von dem exakt kosmosweit 18 Flaschen existieren. (Jetzt nur noch 17 😉 )Den gibt’s natürlich nicht im Verkauf, den gibt es nur für besonders fleißige Weinhändler. Die Beschreibung gibt’s dann aber erst morgen.

Würde uns freuen, wenn ihr dann wieder einschaltet 😉

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So schmeckt der Sommer: Das Sommerweinpaket der Zeitschrift BRIGITTE bei K&M Gutsweine

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 11 Juli 2010

Von Natalie Lumpp, Brigitte vom 14.7.10.

„Mit diesem Sommerweinpaket haben Sie den Sommer ganz sicher auf Ihrer Seite! Jung, spritzig, fruchtig, frisch – sind die Weine allemal, aber diese drei ausgesuchten Sommerweine bieten irgendwie noch viel mehr. Es sind sehr innovative junge Leute am Werk, die schon lange auch über den Tellerrand schauen – und vor allem sich auch austauschen. Letzteres kann man gar nicht oft genug preisen, geht man doch gemeinsam mit viel größeren Schritten voran. 

Absolut begeistert bin ich zur Zeit vom Weingut Eva Vollmer in Mainz – Ebersheim! 2007 war der erste eigene Weinjahrgang der super sympathischen, hübschen und selbstbewussten Winzerin. Sie ist für mich das beste Beispiel einer neuen Generation von Winzerinnen. Sie hat das Weingut von sich aus aufgebaut, und ihren zukünftigen Mann überzeugt ebenfalls in den Weinbau zu gehen. Ihre Weine sind durch die Bank großartig, und neben ihrer spielerischen Art vor allem auch sehr „terroir“ betont. Nach ihrem Studium in Geisenheim arbeitet sie jetzt an ihrem Doktor – wir werden also noch viel von ihr hören. 

Ihr 2009er Weißburgunder trocken (ab Weingut ausverkauft, Anm. K&M) leuchtet in hellem Gold und zeigt einen wunderbaren herzhaften, kernigen Charakter, der auch etwas Würziges, wie an Curry und Liebstöckel erinnernd mitbringt. Im Gaumen super sauber, das Terroir deutlich schmeckbar, mineralisch und lange im Nachhall. Okay ich gebe zu: es ist schon ein anspruchsvollerer Sommerwein. 

Ebenfalls von einer jungen Frau ausgebaut ist der 2009er Boogie vom Weingut Altenkirch in Lorch – eine Weißweincuvée aus Riesling, Sauvignon Blanc, Weissburgunder und Traminer. Mit dem fetzigem Namen wirkt dieser Wein schon etwas internationaler und schmeckt wirklich wie Sommer pur! Sein Aroma erinnert an Melonen, Zitrusfrüchte und Zitronenmelisse. Super frisch und lecker ist er zu trinken. Im alteingessenen Weingut haben sie es wirklich verstanden, es jung und dynamisch zu gestalten. So ist seit 2007 im Keller die Japanerin Tomoka Kuriyama für den Ausbau der Weine zuständig. Sie hat wie Eva Vollmer ihren Diplomingenieur für Weinbau in Geisenheim gemacht. 

Der dritte Sommerwein stammt vom Weingut Arndt Köbelin in Eichstetten. 2004er hat der Kaiserstühler das elterliche Weingut übernommen. Mir imponiert immer wieder, wie durchdacht er seine Weine macht. Wenn möglich vergärt er sie spontan oder macht aus jüngeren Rebanlagen einen herrlich frischen Sekt. Sein 2009er Rivaner trocken ist wirklich die moderne gelungene Version des Müller-Thurgaus. Früher gelesen behält der Wein mehr Frische und seine feine Säure. Der Wein zeigt sich eher blassfarben mit grünen Reflexen und wirkt super kernig. Erinnert an grüne Äpfele und frische Kräuter und schmeckt herzhaft frisch und wirkt sehr ehrlich. Man könnte ihn auch als Gaumenputzer bezeichnen – aber bitte positiv zu sehen!

Das Dreierpaket können Sie zum Preis von 23,80 €, bzw. ein Sechserpaket zu 42,20 € inkl. Porto und Verpackung beziehen bei K & M Gutsweine, Telefon 069 – 71713430, Fax 069 – 71713431 oder info@gutsweine.com 

Bestellung 3er Paket für 23,80 € (je 1 Fl.)
Bestellung 6er Paket für 42,20 € (je 2 Fl.)
Bestellung 12er Paket für 79,00 € (je 4 Fl.)
Bestellung 18er Paket für 115,80 € (je 6 Fl.) 

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Der Weinspion und Eva Vollmer

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 18 Januar 2010

per Copy and paste from Der Weinspion vom 18.1.2010

Heute gibts mal Wein von der Entdeckung 2010:

2008 Silvaner ! trocken Vol.2 - Eva Vollmer

den 2008er Silvaner! Selection trocken Vol.2 von Eva Vollmer aus Mainz-Ebersheim /Rheinhessen.

Nein, nicht meine persönliche Entdeckung, sondern “Entdeckung des Jahres” im Gault Millau 2010. Das alleine ist ja schon mal ein Grund zu schauen, ob da wirklich was zu entdecken ist. Immerhin ist das Weingut Eva Vollmer in dieser Form erst seit 2007 tätig und so muss sich die gute Eva nicht nur qualitativ und kaufmännisch als Winzerin beweisen, sondern auch noch gegen die Vorbehalte einiger ihrer alteingesessenen rheinhessischen Winzerkollegen behaupten.  Also habe ich mir von Bernd von K&M gleich mal eine Flasche mit ins aktuelle #twv – Paket legen lassen, denn man soll ja solche Vorhaben nicht allzu lange vor sich her schieben.

Die äußere Aufmachung ist modern ohne jedoch zu übertrieben stylisch zu wirken. Immerhin prangt sogar noch eine “klassisch” anmutende Banderole der Initiative “Selection Rheinhessen” am oberen Ende des Flaschenhalses. Der Wein selbst zeigt sich in einem sehr hellen Gelb mir grünlichem Schimmer und weißen Reflexen. Das Bouquet ist im ersten Moment eher zurückhaltend mit fruchtigen Elementen wie Citrus, Stachelbeere und Birne sowie sonnenwarmen Heu, saftiger Kräuter-Wiese und Mineralien. Am Gaumen dann der typisch säurebetont frische Geschmack von trockenen & leichten Silvanern, wie man sie gerade in Rheinhessen des öfteren findet. Hier bekommen die o.g. Aromen des Bouquets ein gut sitzendes Säuregerüst verpasst und führen gerade auf der Zunge zu einem Eindruck von Naturkohlensäure, die aber eigentlich garnicht da ist. Kurz gesagt: spritzig frisch – jedoch nicht ohne einen leicht cremigen Schmelz, den man auch oft bei Champagner findet. Könnte wohl an der eingesetzten Hefe liegen!? Der nicht all zu lange – aber präsente – Abgang ist dann erneut mineralisch trocken.

Der 2008er Silvaner ! Selection trocken Vol.2 von Eva Vollmer ist ein wunderbarer Wein für Trockenweintrinker wie mich sowie als “best friend” zu Spargel und Co. Ich hoffe Eva Vollmer wird mir verzeihen, dass ich ihren Silvaner heute Abend nicht nur ZU sondern auch IN meinem Essen genossen habe: es gab Rahmgeschnetzeltes und Reis. Lecker. Womit ich auch schon direkt eine kulinarische Empfehlung ausgesprochen hätte …

WeinSpion – Votum

  • Gaumen: 3,7 von 4 Loupes
  • Nase: 2,5 von 3 Loupes
  • Auge: 1,7 von 2 Loupes
  • Preis: 0,8 von 1 Loupe
  • Fazit: 8,7 von 10 Loupes

http://www.weinspion.de/2010/01/2008-silvaner-selection-trocken-vol-2-eva-vollmer/#more-1810

Hier geht es zum Weingut und den Weinen bei K&M

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