K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

www.gutsweine.com

Archive for Juli 2007

Es kam, wie es kommen musste: 1.FCN vs. KSC: 1. Spieltag der neuen Saison 07/08

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 27 Juli 2007

fcn_logo.png vs ksc_logo.jpg

ACHTUNG TIPPSPIEL WEITER UNTEN!!

Ein wichtiger Tag für K&M, denn neben Wein gibt es eine zweite Leidenschaft, der in der Hamburger Allee 37 gefrönt wird, Fußball! Baden gegen Franken, manchmal auch Franken für Baden und Baden für Franken, allerdings mit der Rückkehr des KSC in die 1.BL wird die Rivalität vielleicht doch ein klein wenig wachsen. Der erste Spieltag wird da vielleicht schon einen kleinen Fingerzeig geben. Der ständige Tabellenführer der 2.BL 06/07 und souveräne Aufsteiger KSC muss gleich zum ersten Spieltag beim Pokalsieger und Tabellensechsten 1.FCN antreten. Das interne K&M-Derby schon zum Beginn der Spielzeit, da steigt die Vorfreude auf die neue Saison gleich noch einmal an. Werden die Nürnberger weiter positive Akzente setzen, wie in der Rückrunde 05/06 und in der Runde 06/07 oder können die Karlsruher an die grandiose Zweitligasaison 06/07 anschließen?

Natürlich können wir diesen Fußballfeiertag nicht einfach so von statten gehen lassen. Da das Spiel nun für Sonntag, den 12.08.07 terminiert wurde, werden wir uns die fränkische Metropole aufmachen um im ehemaligen Frankenstadion die jeweilige Mannschaft zu unterstützen.

TIPPSPIEL:

Auf alle Fälle wird es ein kleines Tipp-Spiel geben, wer das genaue Ergebnis des Spiels (bis zum Sonntag, 12.08.07 richtig tippt) bekommt bei einem Sieg des KSC eine Flasche Spätburgunder „Carl Friedrich“ vom Weingut Markgraf von Baden und bei einem Sieg des Club eine Flasche Silvaner Spätlese vom Weingut Stich aus Bürgstadt, mitmachen lohnt also!

Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit dem Club und dem KSC, Bernd glaubt ja immer noch an die Meisterschaft der Karlsruher, ich wäre auch mit der Titelverteidigung im Pokal, dem UEFA-Cupsieg und einem Championsleague-Platz der Nürnberger zufrieden. Sie sehen, wir bleiben auch beim Thema Fußball immer auf dem Teppich, wie Sie es auch beim Thema Wein von uns gewöhnt sind ;-)!

Und nicht vergessen: Tippen: 1.FCN : KSC = ___ : ___

Tipps werden nur bis Sonntag, 12.08.07, 16:59 Uhr angenommen. Pro Teilnehmer bitte nur einen Tipp. Bitte den Namen und die eMail Adresse angeben zwecks Gewinnbenachrichtigung. Bei identischem Tipp entscheidet das Los! Danke!

Wir versichern: eure email-Adresse wird nicht für Werbezwecke genutzt. Wer aber gerne in unseren Verteiler möchte, kann dies gerne vermerken, wir versenden maximal 2 Mails im Monat

Beste und vinophile Grüsse
Bernd Klingenbrunn und Armin Maurer
K&M GutsWeine
http://www.gutsweine.com

Wir brauchen Eure Stimme!
localwineevents.gif

Advertisements

Posted in DIE Blauen - KSC (Bernd) | Leave a Comment »

6. Pfälzer Weissburgunder-Preis 2007

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 15 Juli 2007

Vergangen Mittwoch hatte Bernd die Ehre und natürlich auch die Arbeit, die Farben von K&M Gutsweine bei der Vorverkostung zum 6. Pfälzer Weissburgunderpreis zu vertreten.

weisburgunderpreis_bernd.jpg

Im pfälzischen Ilbesheim trafen sich ca. 20 Jurymitglieder, bestehend aus Vertretern der Weinbranche und der Fachpresseum, um aus aus über 140 trockenen Weissburgunder der Jahre 2005 & 2006 die 8 Finalteilnehmer zu ermitteln, die am Samstag, den 28.07.2007 zwischen 18 und 22 Uhr dem Publikum am Ilbesheimer Kalmitfest zur Verkostung vorgestellt werden. Bewertet wurde nach dem 100 Punkte-System. Der Siegerwein erhält den Fachjury-Preis.

Unter den eingereichten Weißburgundern werden die acht von der Fachjury am höchsten bewerteten Weine zur Finalverkostung durch das Publikum am Ilbesheimer Kalmitfest zugelassen. Nicht ein Expertenteam also, sondern das Publikum wählt den Weißburgunder, der den Publikumspreis gewinnt.

Die beiden Wanderpokale werden bei der Siegerehrung am Sonntag, den 29. Juli 2007 um 18 Uhr auf dem Ilbesheimer Kalmitfest an die Weingüter der Siegerweine verliehen.

Die besten Weine werden in Vinum vorgestellt und es wird ein Probepaket angeboten.

Für mich, der ich eigentlich Weine ungern in ein Punktekorsett zwänge, dennoch eine willkommene Gelegenheit, mich selbst auf den Prüfstand zu stellen und vorallem noch mehr zu lernen. Besonders wenn man mit 2 Weinkoryphaen wie Rudolf Knoll (Vinum) und Frau Dr. Ute Michalsky (Ökotrophologin und Leiterin eines Weinlabors in Nierstein) in der Vorrunde in einer Gruppe verkosten darf. Größteinteils lagen wir bei den Weinbewertungen punktemäßig nicht allzu weit auseinander, hier und da sicher, denn ganz kann man persönliche Vorlieben oder Abneigungen beim Wein doch nicht auschalten.

Zur Probe selbst ist zu sagen, dass der Jahrgang 2006 im Großteil der angestellten Weine, insbesondere bis zur Kabinett-Klasse, doch recht einfach, manchmal mitunter doch zu banal gestrickt ist. Die Säure war bisweilen recht grün und aggressiv, mancher Wein auch fehlerhaft. Im höheren Prädikatssegment jedoch waren einige wunderschöne, teils fruchtig-mineralische oder auch sehr elegante Vertreter dabei, was sich dann auch an den 8 Finalisten wiederspiegelt.

lagen.jpg
Gestern also hatte ich dann auf dem Kalmitfest die Gelegenheit, alle 8 Finalisten nochmals nachzuprobieren. Schlußendlich habe ich mich für die Nr. 8 als meinen persönlichen Favoriten entschieden.

Folgende Weine haben es ins Finale gechafft:

2006 Weissburgunder Spätlese trocken „St. Martiner Baron“
Weingut Alfons Ziegler/Maikammer

2006 Weissburgunder Spätlese trocken
Weingut Wilhelmshof/Siebeldingen

2006 Ruppertsperger Weissburgunder trocken
Hofgut Schädler/Ruppertsberg

2006 Weißer Burgunder „Böchinger Rosenkranz“ Spätlese trocken Die NR.8
Weingut Theo Minges/Flemlingen

2006 Kalmit Weißer Burgunder Spätlese trocken
Weingut Kranz/Ilbesheim

2006 Rittersberg Weißer Burgunder trocken
Weingut Kranz/Ilbesheim

2005 Weissburgunder „Hohe Linie“ trocken
Weingut Lidy/Frankweiler

2006 Weissburgunder „Maria Magdalena“ Spätlese trocken
Weingut Andreas Porzelt/Klingenmünster

Sieger Fachjury:
2006 Weissburgunder Spätlese trocken
Weingut Wilhelmshof/Siebeldingen

Sieger Publikumspreis:
2006 Weissburgunder „Maria Magdalena“ Spätlese trocken
Weingut Andreas Porzelt/Klingenmünster

sieger.jpg
Die strahlenden Sieger: links Barbara Roth (weiße Jacke) vom Wilhelmshof, rechts mit Nachwuchs Andreas Porzelt.

Mein Favorit die Nr. 8, der Wein von Theo Minges hat leider nicht gewonnen.

Posted in Deutschland, K&M on Tour | Leave a Comment »

Tour de France 2007 Tag 5: Champagne – Kulinarisches aus Epernay & Übernachtungstipp: „Parva Domus“

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 15 Juli 2007

Nach unserem vormitaglichem Besuch bei Henri Geffard und dem nicht geplanten Mittagessen im La Petite Champagne machten wir uns ins 7 Stunden entfernte Epernay auf, wo wir am nächsten Vormittag einen Termin mit unseren Champagner-Winzer Cyril Janisson vom Champagnerhaus Janisson-Baradon vereinbart hatten.

Zwecks dortiger abendlicher Nahrungsaufnahme hatten wir auch schon einen Tisch im Les Berceaux reserviert, aber aufgrund eines Staus um Paris – der uns 1,5 Stunden kostete – konnten wir diesen nicht mehr warnehmen, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als nach unserer Ankunft in unserem Domizil auf der Avenue de Champagne, dem „PARVA DOMUS“, die Stadt nach einer Alternative abzuklappern.

Epernay biete kulinarisch einige schöne Restaurants. Schon bei unserem letztjährigen Besuch (siehe hier) hatten wir die Qual der Wahl. Die Empfehlung von Cyril, das „La Table Kobus“ hatte letztes Jahr nach Ostern geschlossen. Dieses Mal hatten wir unseren Besuchstermin in Epernay auf den Donnerstag Abend gelegt, leider hatte es genau an diesem Tag seinen Ruhetag. Ehrlich gesagt waren wir froh, dass wir nach einer sehr stressigen und langen Fahrt etwas „legerer“ essen konnten.

pict0488.jpg

Epernay feierte just an diesem Tag die „Fete de la Musique“ Die ganze Stadt war auf den Beinen und an jeder Ecke gab es musikalische Darbietungen jedwelcher Couleur. Direkt am Bahnhof am Place Mendes wurde gerade im „Le Sardaigne“ ein Tisch im Freien frei und so gab es dann halt PIZZA und eine Flasche italienischen Rosato, über den ich lieber den Mantel des Schweigens decken möchte. Die Pizza jedoch schmeckte mit den Techno-Beat-Klängen der Musikgruppe gegenüber noch mal viel besser.

Wie schon erwähnt, lag unser Domizil direkt auf der Avenue de Champagne. Große Champagner-Häuser wie Moet Chandon, Pol Roger, de Venoge, Vranken, Martel, Perrier-Jouet, de Castellane etc. haben hier ihre Paläste und zur Zeit wird dort auch an wirklich jeder Ecke der abgesperrten Straße gebuddelt und geschaufelt, um die Prachtbauten in noch hellerem Glanz erscheinen zu lassen. Wundern Sie sich also nicht, wenn ihr Champagner dieser Häuser nächstes Jahr noch teurer wird;-)

pict0490.jpg
Das Haus Moet Chandon mit Dom Perignon

pict0485.jpg
Das dazugehörige Hotel gegenüber am frühen Abend

und etwas später
pict0491.jpg

Und direkt zwischen diesen Prunkbauten liegt das B&B Hotel „PARVA DOMUS“.

pict0502.jpg

Dieser „kleine Ort der Ruhe“, was PARVA DOMUS übersetzt heißt, wird geführt von den beiden rührigen Eheleuten Rimaire. Als wir im Internet nach einer Unterkunft in Epernay suchten, gaben letztendlich die atmosphärischen Bilder und die sehr positiven Bewertungen der Besucher – natürlich auch der Preis von € 70,- pro Zimmer inkl. Frühstück – den Ausschlag, hier zu buchen. Und wir haben es nicht bereut. Selten haben wir in einem so herzlich geführten Haus übernachtet. Gastfreundschaft wird hier sehr, sehr groß geschrieben.

Schon der äußere Eindruck des Gebäudes lässt viel Liebe zum Detail erkennen. Viel Grün im kleinen Innenhof, wo man seinen Wagen kostenfrei abstellen kann. Die Fenster mit den vielen kleinen Querstreben vermitteln ein heimeliges Gefühl. 5 Zimmer vermieten die Rimaires und jedes ist individuell, mit viel Liebe eingerichtet. Ihr Sohn, ein Apotheker, hat diese Gebäude vor etwa 3 Jahren komplett renoviert und die teils kleinen Zimmer nur mit dem nötigsten an Interieur ausgestattet. Über eine wunderbar knarrende Holztreppe gelangen wir in unser Zimmer namens „Jaune“ (gelb).

jaune.jpg

Ein relativ kleines Zimmer ohne Schrank (der würde zuviel Platz wegnehmen), aber mit viel Atmosphäre, mit zart-gelb-gestrichenen Wänden. Der Boden besteht aus alten Dielen, die jeden Schritt durch ein Knarren dokumentieren.

pict0494.jpg

Dazu gibt’s es ein schönes Bad mit Wanne und Waschtisch ausgestattet, eben nur das nötigste, es gibt aber auch Zimmer mit Schränken und Duschkabine. Der Blick durch die Fenster auf den dahinterliegenden Park mit vielen Bäumen und die darunterliegende Terrasse nehmen wir erst am nächsten Morgen mit dem Wecken durch Vogelgezwitscher war.

pict0501.jpg

Auch am nächsten Morgen können wir unsere Blicke nicht von diesem tollen Haus lassen. Der Park nach hinten heraus ist eine Wohltat für´s Auge.

pict0505.jpg

Auf der darunterliegenden, schattigen Terrasse wird bei etwas wärmeren Temperaturen das Frühstück eingenommen. Herr Rimaire – ein Mitsiebziger??? – begrüßt uns schon am Morgen sehr herzlich mit einem Lächeln und erkundigt sich, ob wir gut geschlafen haben. Haben wir und auch schon wieder Appetit auf herrliche Croissants, frischem Kaffee und allerlei Köstlichkeiten auf dem kleinen, aber feinen Buffet. Neben Wurst, Käse etc gibt es auch frische, herrlich duftende Erdbeeren. Etwas später kommen noch 2 weitere Pärchen zum Frühstück, mit denen wir gemeinsam über das Haus schwärmen. Nach einem entspannten Frühstück in wiederum sich wie zu Hause fühlender Atmosphäre im großen „Wohnzimmer“ bekommen wir noch eine Führung durch die anderen 4 Zimmer. Eines schöner als das andere, in einen (Zimmer Prune) eine frei stehende Badewanne mit einem Baldachin, einfach herrlich anzuschauen. (siehe auch die weiteren Fotos auf der Webseite)

Gerne hätten wir an diesem besonderen Ort der Ruhe noch eine Weile länger verbracht, aber die Pflicht ruft: der Termin um 10:00 Uhr bei Cyril Janisson. Zum Abschied versprechen wir den Rimaires noch, in Deutschland etwas die Werbetrommel zu rühren, denn noch kommt kaum jemand aus Deutschland, was wir mit diesem Bericht gerne machen, denn sie haben es sich verdient, die Rimaires und das PARVA DOMUS!

pict0504neu.jpg
Merci bien Madame & Ms. Rimaire!

Adresse:
PARVA DOMUS – Chambres d´Hotes
M. et Mme. Rimaire
27, Avenue de Champagne
51200 Epernay
Tel: 0033-(O)326-324074
FAX:0033-(0)326-529756
Web: http://www.parvadomusrimaire.com

***************************************************************

Bei Cyril Janisson, unserem unglaublich liebenswerten und umtriebigen Champagner-Produzenten werden wir sehr herzlich begrüßt. Wir berichten vom PARVA DOMUS und auch er kennt dieses Schmuckkästchen. Nun, viel Neues gab es bei Cyril nicht, wir reden über Etiketten für einen norwegischen Importeur, Moet Chandon und das die Perioden, wann die bekannten Häuser ihre Prestigecuvées auf den Markt bringen, immer kürzer werden, den Champagnern immer weniger Zeit zum Reifen gegeben werden, (nicht bei ihm) und natürlich über seinen bevorstehenden Besuch im Dezember 2007 bei uns in der Weinhandlung in Frankfurt/Main. Dass er „sehr gerne kommt“, zumal er sich nur in den ICE/TGV zu setzen braucht und in 4 Stunden in Frankfurt ist. Am Nikolaustag, den 06.12.2007 im Rahmen unserer RendezVino haben sie die Möglichkeit, einige außergewöhnliche Champagner zu probieren und diesen humorvollen Menschen kennenzulernen. Cyril spricht übrigens perfekt Englisch.

Natürlich haben wir auch – nicht zu knapp – Champagner aus Epernay mitgebracht, darunter die geniale Jahrgangscuvée 2001 George Baradon.

Nutzen Sie diese Chance, denn Cyril´s Weine werden südlich von Berlin exclusiv nur bei uns angeboten. Für unseren Begriff müssen sich einige wesentlich bekanntere und auch deutlich teurere Nobelmarken hinter diesen cremigen, fein perlenden und sehr intensiven Champagnern von Cyril hinten anstellen. Oder wollen Sie die doch lieber Prachtbauten auf der Avenue de Champagne mitfinanzieren??

_______________________________________________________________________

Freitag mittag – High Noon – in Epernay. Was machen? Heimfahren oder doch einen Mittagstisch im La Table Kobus besetzen? Für mich keine Frage! So sitzen wir dann Schlag 12 im La Table Kobus am Fenster und lassen unseren „Arbeitsurlaub“ gebührend ausklingen.

Die Einrichtung des Restaurants strahlt die seriöse Ruhe eines guten, alten Pariser Bistros aus.

pict0507.jpg

Hier werden traditionelle Gerichte höchst raffiniert verfeinert. Sehr gut auch die Champagnerkarte. Über 70 wenig bekannte Winzerchampagner (Cyril Janisson ist auch vertreten) aus kleiner Produktion. Prestigecuvées findet man hier kaum. Toll auch, dass man hier Champagner bereits zwischen 30-40 EUR relativ günstig genießen kann. Übrigens kann man hier auch seinen eigenen Champagner mitbringen und ihn zu den Speisen des Küchechef´s Thierry Sidan ohne Aufpreis verköstigen! Natürlich sollte man dies vorher ankündigen und nicht einfach so mit der Flasche auftauchen.

Eine Besonderheit haben wir auch auf der Karte ausgemacht! Immer wieder ist zu lesen, dass für die Herstellung nur 3 Rebsorten zugelassen sind. Das ist falsch. Neben Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier sind auch Petit Meslier und die Arbane zugelassen. Und solch eine Rarität vom Haus Moutard wird dort als Vieilles Vignes „Cepage Arbane“ angeboten, allerdings dann doch nicht ganz billig. Ab Winzerhof kostet das Teil übrigens 80,- EUR, hier im Restaurant doch etwas mehr und so entschieden wir uns für die Brut Selecction von Janisson-Baradon.

Es gab 2 Mittagsmenü, ich entschied mich für das Menü, dass der Tomate gewidmet war.
pict0510.jpg

pict0512.jpg
Geräucherter Lachs mit gehäuteten Tomatenhälften und einem Avocado-Koriandermousse

pict0519.jpg
Tranche vom Lamm auf einem Risotto von getrockneten Tomaten und Risotto-Beignets, Rosmarin-Jus

pict0521.jpg
Milchreis mit Früchten, überbacken mit Meringue, Coulis von Tomate und Vanille

Und so gings dann mit vollem Magen und ebensolchem Auto Richtung Frankfurt!

La Table Kobus
3 rue Dr Rousseau
51200 EPERNAY
tel. : 0033 (0)3 26 51 53 53

http://www.lattablekobus.com

Posted in Frankreich, K&M Essen & Trinken, K&M on Tour | Leave a Comment »

RendezVino III – mit Werner Jülg & den Les Trois Tomates (zumindest einer;-))

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 14 Juli 2007

RendezVino – die Dritte, am Donnerstag, den 05. Juli 2007 zwischen 17:00 und 22:00 Uhr

Zwei Pfälzer bei K&M
Die 3. RendezVino war wieder ein echtes vinophiles Highlight. Zwei Pfälzer, zwei Winzer kamen zu Besuch. Der eine, Werner Jülg, hat sein Weingut direkt an der Grenze zum Elsass im schönen südpfälzischen Schweigen und ist vom Start unseres Geschäfts weg einer der Lieblingswinzer unserer Kunden. Der andere, Günter Hutter, ist Ende der 1990er Jahre nach Südfrankreich ausgewandert und macht heute im Languedoc Rotweine, die mit einer besonders sauberen, klaren, fokussierten Frucht begeistern. Auch er eroberte mit seinen Weinen sehr schnell die Herzen unserer Kunden.

pict0568.jpg
Sehr gut besucht war unsere Probe, so dass einige das Summerfeeling auf der Straße suchten

Die 3. Auflage der RendezVino brachte diesmal also sogar zwei Winzer zu uns nach Frankfurt, die ihre Weine persönlich den anwesenden Weinfreunden präsentierten. Und Günter Hutter und Werner Jülg mobilisierten noch einmal mehr Freunde des Rebensaftes, unser kleiner Laden in der Hamburger Allee 37 war bestens besucht, die Winzer hatten reichlich zu tun, den Gästen die Weine zur Probe einzuschenken und ihnen Rede und Antwort zu stehen. Ab und an bildeten sich sogar kleine Schlangen vor den Verkostungstischen, so groß war am Donnerstag, 05. Juli der Andrang. So langsam scheint sich dieser vinophile Event bei den Frankfurter Weinfreunden herum zu sprechen. Es gab aber auch wieder spannende Charakterweine zu entdecken.

picto_rm.jpg
Bildquelle: duesenschrieb.de (Günter Hutter, links, daneben Werner Jülg)

Werner Jülg – Schweigen / südliche Weinstraße (Pfalz)

pict0569.jpg

Das Warten auf die Winzer hat schon ein klein wenig Tradition bei unseren Winzerproben, der Verkehr rund um Frankfurt macht den Reiseplanungen immer wieder mal einen Strich durch die Rechnung. Egal, gegen 18:30 kam er endlich und wurde schon von einigen Gästen heiß ersehnt. Wie immer gut gelaunt, mit einem Lächeln auf den Lippen, fragte er erst einmal, ob es denn auch einen kleinen Schluck für ihn zum Probieren gäbe? Das war natürlich kein Problem, wir präsentierten ihm zur Begrüßung unseren Champagner, zur Erfrischung nach der Fahrt. Dann musste er aber ran an die Präsentationsarbeit, schließlich wollten die anwesenden Weinfreunde seine Weine probieren. Und das taten sie dann auch ausgiebig und mit großer Freude, so dass Werner Jülg kaum mal eine Minute Ruhe an seinem Weinstand hatte. Wie von uns schon erwartet, konnte er unsere Gäste mit seinen Weinen richtiggehend begeistern:

2006 Grauburgunder Kabinett trocken € 5,50
Duftet wunderbar nach gelben Äpfeln, im Mund anfangs würzig, im weiteren Verlauf dominieren feine Fruchtnoten wie Birne und Quitten. Sehr stimmig am Gaumen, saftig und süffig. Ein toller Begleiter deftiger (Pfälzer) Gerichte.

Sein Grauburgunder Kabinett ist vom Beginn an einer der bestverkauften Weine in unserem Programm und auch gestern fanden sich schnell wieder viele Weinfreunde, die regelrecht begeistert von diesem Wein waren. Manch neuer Gast in unserem Laden konnte den Preis kaum glauben, war der Meinung, dass dieser Grauburgunder viel mehr Wert sei. Damit entspricht er natürlich ganz unserer Philosophie, gute Weine zum besten Preis-Genuss-Verhältnis anzubieten. Auch bei der 3. RendezVino wurde der Grauburgunder Kabinett wieder seinem Ruf als Bestseller mehr als gerecht!

2006 Chardonnay Kabinett trocken € 5,50
Bei den 06ern sind wir auf diesen ausgezeichneten Chardonnay Kabinett gestoßen, unser Urteil: unbedingt probieren!

Diesen Wein präsentierten wir gestern unseren Kunden zum ersten Mal. Für uns war der Chardonnay Kabinett eine echte Entdeckung bei der Verkostung der 2006er Kollektion bei Werner Jülg. Wunderbar animierend, frisch und straff begeisterte uns dieser Kabinett, dass wir sofort beschlossen: den wollen wir unseren Kunden nicht vorenthalten und wir haben unser Programm mit Weinen von Werner Jülg um ihn erweitert. Dass wir mit dieser Entscheidung richtig gelegen haben, zeigte uns die RendezVino-Probe, die anwesenden Weinfreunde teilten zu einem ganz großen Teil unsere Begeisterung und einige Kisten nahmen den Weg in die Kofferräume unserer Gäste.

2005 Chardonnay Spätlese „S“ trocken € 7,50
Dieser Wein aus 40-jährigen Reben reifte einige Monate im Fass, was ihm zusätzlich Struktur, Kraft und eine harmonische Eleganz mitgegeben hat. Er duftet wunderbar nach frischem Steinobst wie Mirabellen und gelben Äpfeln, dazu dezent rauchigen Noten des „Terroirs“ mit perfekt eingebundener Säure. Sanfter Schmelz im langen Finish.

Die Chardonnay Spätlese zeigt sich jetzt nach fast zwei Jahren Reife perfekt auf den Punkt, cremige Textur, dabei fester Körper, nachhaltig mit dem nötigen Druck am Gaumen. Sehr schöne Spätlese, die eindrücklich zeigt, dass Chardonnay nicht notwendigerweise buttrig oder fett sein muss und trotzdem kraftvoll sein kann. Ein Wein, der einige Gäste gleich dazu brachte zu überlegen, was man dazu essen könnte. Auch wir sehen genau da seine Stärke.

2005 Riesling „Wurmberg“ Spätlese trocken € 12,00
Werner Jülg hat diesem Wein eine besonders lange und schonende Ausbauzeit gegönnt. Der Lohn der Mühe hat uns schon vom Fass weg ungemein beeindruckt. Ein von gelben Steinobstnoten dominierter Wein mit reichlich Schmelz, enorm stoffig und nachhaltig am Gaumen, verbindet Kraft und Eleganz aufs Vorzüglichste.

Im Jahr 2005 hat Werner Jülg zum ersten Mal drei Riesling Spätlesen aus kleinen Einzelparzellen selektiert und getrennt ausgebaut. Es handelt sich um seine besten Lagen mit zum Teil alten Rebstöcken bei niedrigen Erträgen. Diese Weine blieben lange auf der Hefe liegen, bekamen die nötige Zeit der Reife. Und das Ergebnis war umwerfend. Als wir die Weine das erste Mal bei Werner Jülg im Keller direkt vom Fass probieren durften, war sofort klar, das da etwas sehr gutes entstanden ist. Wir entschieden uns beim 2005er für den Wurmberg. Jetzt – nach fast 2 Jahren – zeigt sich der Wurmberg enorm ausdrucksstark, komplex, mit toller Länge. Die Säure noch straff und frisch, die Textur mit feiner Cremigkeit. Einfach klasse! Bei diesem Wein können sich viele der teilweise doppelt so teuren Großen Gewächse ganz warm anziehen.

2006 Riesling „St. Paul“ Spätlese trocken € 12,00
Großartige trockene Riesling Spätlese aus der Parzelle St. Paul unterhalb der gleichnamigen Burg. Einer der besten trockenen Pfälzer Rieslinge des Jahrgangs, der einige der hochgelobten GG deutlich deklassiert. Unbedingt probieren!

Direkt bei der Burg St. Paul liegt die gleichnamige Parzelle, aus der Werner Jülg auch im schwierigen Jahr 2006 einen hochklassigen, ungemein sauberen und reschen Riesling erzeugt hat. Die besten Trauben des Jahres 2006 erntete er dort, schonender, langsamer Ausbau zeichnet den St. Paul aus. Unsere Gäste teilten sich in die Jungweinfans und Rieslingsäureliebhaber, die den St Paul bevorzugten. Die anderen zogen den gereifteren, weicheren Riesling Wurmberg vor. Hier ging es mehr um persönliche Vorliebe, große Klasse bewiesen beide Weine. Viele unserer Gäste waren sehr angetan von der Güte der Jülg’schen Rieslinge. Wir denken, dass Werner mit diesen Weinen zur Spitze in der südlichen Pfalz aufgeschlossen hat und wir sind gespannt, was uns da noch an spannenden Weinen in den nächsten Jahren erreichen wird.

2006 Sauvignon blanc Spätlese trocken € 12,00 LEIDER SCHON AUSVERKAUFT

Vinum 07/08 2007: „Helles Strohgelb. Eine recht verhaltene Nase, dabei aber sehr typisch. Feine Kräuternuancen. Ein schöner, eleganter Wein, dabei kraftvoll, saftig, aber auf seriöse Art.“ 16 Punkte, 4. bester Pfälzer Sauvignon Blanc vor wesentlich bekannteren Winzern!
Wir sagen: wieder ein mehr als gelungener Wein unseres „Lieblingswinzer“, Werner Jülg zeigt das Potential der Rebsorte in der Pfalz.

Da waren doch einige Besucher ganz schön überrascht. Die Premiere des Sauvignon Blanc (Jungfernjahrgang!) von Werner Jülg bei uns, ließ den ein oder anderen erstaunen. Noch immer ist der Sauvignon Blanc in Deutschland ein Exot, aber die Anbaufläche steigt und die Nachfrage ist sehr groß. Wir haben in den letzten beiden Jahren schon viele Sauvignon Blanc aus Deutschland probiert und sind der Meinung, dass Werner Jülg hier auf Anhieb zu den besten Erzeugern gehört. Dies sahen unsere Gäste auch und viele orderten gleich eine oder zwei Kisten. Ein toller Erfolg für unseren sehr sympathischen Pfälzer Winzer Werner Jülg.

Während wir von K&M im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf sorgten, widmeten sich unsere Gäste, nach den Weißweinen von Werner Jülg, dem Rosé. Direkt von der VinExpo, wo Bernd von K&M bei der Domaine Saint Michel Les Clauses einen südfranzösischen Rosé wie aus dem Bilderbuch – nach einem Kollegentipp – entdeckt hat.

Dieses Jahr hatten wir uns ja eigentlich auf die Provence konzentriert, vielleicht das bekannteste Anbaugebiet für Rosé, aber was wir da probiert haben, hat uns einfach nicht überzeugt. Wie Sie alle wissen, interessiert uns Image eher wenig, bekannte Namen sollten auch mit der Weinqualität überzeugen und das war einfach nicht der Fall bei all den Provenceweingütern, die wir probiert haben. Wir wollten uns schon damit abfinden, dass es dieses Jahr keinen französischen Rosé geben sollte, da entdeckte Bernd den „Esprit de Grain“ der Domaine Saint Michel Les Clauses und die Entscheidung war schnell gefallen: den müssen wir haben, der soll es sein.

Wir waren natürlich sehr gespannt, was unsere Kunden nun zur ersten Präsentation am Donnerstag, 05. Juli bei der 3. RendezVino sagen würden. Und schon nach den ersten Verkostungen konnten wir beruhigt feststellen: wir haben mal wieder ins schwarze getroffen, Qualität überzeugt eben doch. Leider machte das Wetter nicht ganz mit, natürlich wären 30°C oder gar mehr das richtige Wetter für diesen Wein, dann schön gekühlt, das Glas beschlägt leicht, wunderbar erfrischend die straffe, gleichzeitig reife Säure, saftig, fruchtig, rote Johannisbeere und Himbeere, einfach sehr, sehr lecker. Da heißt es jetzt wohl entweder warten, bis der Sommer zurück ist oder sich den Sommer schön trinken mit diesem vorzüglichen Rosé aus dem Corbieres

2006 „Esprit de Grain“ Corbieres AC Rosé € 6,40
Domaine St. Michel – Corbieres/Frankreich

Wunderbar trinkanimierender, saftiger Rosé par excellence, die Farbe zart rosa, die Frucht Himbeere und rote Johannisbeere, mineralisch, frisch. Ein Rosé wie er sein sollte, Terrassenwein, Sommerwein, absolut lecker

Nach dieser Erfrischung in Rosé ging es weiter zu den Roten aus dem Languedoc, Günter Hutter war extra zu unserem After Work Weinabend aus Südfrankreich angereist, um seine großartigen Rotweine persönlich unseren Kunden vorzustellen. Was ganz viele Weinfreunde begeistert annahmen und den Weg in unsere Weinhandlung fanden.

Günter Hutter von der Domaine St. Eugene – Les Trois Tomates / Languedoc/Frankreich

Schon seine unkomplizierte, fröhliche Art kann begeistern, Günter Hutter lebt seine Begeisterung für Wein, für seinen Weine, für seine Region, für das Languedoc. Oft sind Menschen, die in eine Region einwandern, sogar die glühenderen Freunde des Landes, als die ursprünglich dort heimischen. Natürlich spürt Günter Hutter aber auch gelegentlich den Neid der Alteingesessenen, wenn er mit seinen Weinen mehr Erfolg hat. Im Languedoc tun sich viele Winzer im Moment sehr schwer, ihre einfachen Weine finden einfach keine Kunden mehr, viele Winzer stehen vor dem wirtschaftlichen Ruin. Wie er uns erzählte, haben sich allein 8 Winzer in den letzten 14 Tagen umgebracht, weil sie vor dem Konkurs standen. Kein leichtes Thema. Am Donnerstag Abend wollten wir uns aber mit schönerem beschäftigen, mit den Weinen von Günter Hutter, der ganz sicher keine banalen, einfachen Weine macht, dementsprechend Erfolg hat, was sich auch bei uns und bei unseren Kunden wieder zeigte.

2004 Les Trois Tomates „Classique“ € 11,40

Sehr würzig und mit intensivem Duft nach dunklen Beeren, Lakritze und Waldlaub.
Am Gaumen wunderbar geschliffen, mit klaren Aromen nach schwarzen Johannisbeeren, etwas Lakritzsüße und Vanille am Gaumen. Sehr präzise gewirkter, enorm nachhaltiger Südfranzose. Hut ab, Günter Hutter!

Eine kleine Geschichte von Günter Hutter zu seinen Weinen, bis zu 40 Mal besucht er seine Rebstöcke, jeweils eine halbe bis eineinhalb Minuten, macht ca. eine Stunde pro Rebstock im Jahr. Dabei ist die Ernte und die Vinifizierung im Keller oder solche Besuche, wie der heutige bei uns, noch nicht einmal dabei. Man kann sich selbst ausrechnen, was dieser Aufwand bei heutigen Arbeitskosten wert ist. Aber wie sagte es Günter Hutter so schön: „als Winzer ist man eben auch Idealist, man hat eine Idee von seinen Weinen und sucht dieses Ideal zu erreichen.“

Die Resonanz auf den Classique war auch an diesem Abend wieder sehr, sehr positiv. Schön wenn wir unsere Gäste mit den vorgestellten Weinen auf den RendezVino-Abenden immer wieder positiv überraschen können. Wie so oft beim LTT Classique, begeisterte seine strahlende Frucht, diese Klarheit, diese Fruchtreife, die Sauberkeit der Frucht, das ist schon große Klasse Da macht auch die „Einstiegsqualität“ schon enorm viel Weingenuss.

2004 Les Trois Tomates „Barrique“ € 13,90

Die Trauben werden traditionell per Hand gelesen und so schonend wie möglich in kleinen 10 kg Kisten geerntet. Am „Table de Tri“ werden die Trauben nochmals per Hand selektiert, so dass nur absolut gesundes Lesegut den Weg in die Cuvée findet. Nach 3-monatiger Maischegärung reift der Wein für weitere 18 Monate in Barriques aus französischer Allier- und Limousineiche.

Der „Barrique“ ist der Wein mit dem höchsten Cabernet-Sauvignon-Anteil bei Günter Hutter, die Verwendung von Cabernet Sauvignon ist ja der Grund, warum seine Weine keine AOC tragen, von den Lagen her wären alle Weine AOC-Weine. Trotzdem: Günter Hutter glaubt an die Notwendigkeit der Rebsorte Cabernet Sauvignon für „seine“ Weine. Sie bringt das Rückgrat, das Tanningerüst. Auch der Barrique fand bei den Gästen der RendezVino viele Freunde.

2004 Les Trois Tomates „Opppidom“ (0,5ltr) Glasverschluss € 19,40

Der Spitzenwein des Weinguts, von den besten Lagen, strengste Selektion, extrem niedrige Erträge. Ungemein dichter, konzentrierter, trotzdem eleganter Rotwein.

Einer der beiden Topweine des Weinguts. Neben dem Opppidom gibt bzw. gab es auch noch den Consul, der aber letztmalig 2001 vinifiziert wurde. Vielleicht ein paar Worte zum Namen. Erst sollte er eigentlich Opidum heißen, nur gab es schon einen Wein, der so hieß und dessen Winzer sich den Namen hatte schützen lassen. Na gut ! Dann eben Oppidom mit zwei „p“ und o, aber auch das war der Behörde für das Namensrecht noch zu nahe am geschützten Namen, na dann eben drei „ppp“ entsprechend den „drei Tomaten“. Gar nicht so einfach einen Namen zu finden für einen Winzer.

Natürlich ist das kein Wein, den man sich jeden Abend gönnt, den man mal einfach so nebenher trinkt, der Opppidom stammt zu 80% von den ältesten über 80 Jahre alten Syrahrebstöcken, der Ertrag liegt bei extrem niedrigen 27 hl/ha! So begeistert dieser Wein mit einer enormen Konzentration, glücklicherweise ohne Anflug von Überreife. Sehr dicht am Gaumen, unheimlich Druck und Struktur, ganz dichte Frucht, ein Elixir, mit dem man sich lange beschäftigen kann. Ungemein komplex im Mund und enorme Länge, das ist schon ganz großes Theater! Auch die Besucher der RendezVino waren hier begeistert, man konnte den ein oder anderen beobachten, der sich zum Abschluss diesen Wein noch einmal einschenken ließ – Günter Hutter war auch beim Topwein nicht sparsam mit den Probierschlücken – um sich dann ganz in Ruhe diesem großen Rotwein zu widmen, zuzuhören, was einem dieser tolle Wein alles erzählen konnte. Ganz sicher ein würdiger Abschluss dieser großartigen Weinprobe mit zwei tollen Winzern und ihren Weinen.

Hier ein „Zeugenbericht“

Drück mich
Klick mich!

Nach dem großen Erfolg der dritten RendezVino steht natürlich fest, dass wir mit unseren After Work Weinabenden, mit diesen Winzerproben fortfahren werden. Ob wir über die Sommer- und Ferienzeit einen Winzer im August gewinnen können, das können wir noch nicht versprechen. Wir werden aber natürlich alle Kunden und Weinfreunde über unseren Newsletter und unsere Homepage (www.gutsweine.com) informieren.

Allerspätestens wird es die nächste Veranstaltung aber dann am 06. September 2007 geben.

Sie sind natürlich wieder herzlich eingeladen, wenn es heißt:

RendezVino MkIV (oder V)
Der K&M After-Work-Wein-Abend
mit dem Saar-Winzer Jürgen Weber vom Margarethenhof
Donnerstag 06. September 2007 17:00 bis 21:00 Uhr (mindestens)
Probenbeitrag € 5,00/Person, wird ab einem Einkauf von € 25,00 verrechnet

Hamburger Allee 37 – 60486 Frankfurt-Bockenheim
http://www.gutsweine.cominfo@gutsweine.com

Posted in Deutschland, Frankreich, K&M RendezVino - After-Work-Weinabend | Leave a Comment »

Tour de France 2007 Tag 5: Cognac & Pineau – Besuch Henri Geffard

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 11 Juli 2007

geffard.jpgpict0472.jpg

Henri Geffard bewirtschaftet bereits in der 5.Generation ca 25 ha Reben in Verriers und Juillac le Coq – dem 1er Cru Gebiet des Cognac. Er nimmt für seine Cognac ausschließlich eigene Trauben und nur die Sorte Ugni Blanc.

Der ganze Stolz Monsieur Geffard´s ist seine polierte rote Brennblase (alambic) und erklärte sie uns anhand eines Schaubilds ausführlich.

alambic.jpg pict0478.jpg

Pro Brenngang werden der „Kopf“ – also das zuerst durchlaufende Destillat und der „Schwanz“ – das Ende – separiert, dafür wird der Durchlauf immer wieder probiert (Geruch- und Geschmacksprobe). Ca. 80 % reiner Eau de Vie bleibt übrig und kann für die Cognac-Herstellung verwendet werden. Der Rest wird wieder neu mit Wein gemischt und wieder gebrannt.

Gemäß der Verordnung von 1936 finden zwei getrennte Brennvorgänge statt. Das Charentaiser Verfahren mit Rauhbrand (Brouillis) und zweitem Durchlauf. Dabei wird die Brennblase mit maximal 30 hl gefüllt. Die Füllmenge für den zweiten Durchlauf, die „Bonne Chauffe“, oder Feinbrand darf nur 25 hl betragen. Der letzte Destillationstermin ist der 31. März des Jahres, das auf die Ernte folgt.

Henri Geffard gibt jährlich einen Teil seines hergestellten Destillats an Remy Martin ab, da er nur begrenzte Kapazitäten zum Ausbau und Eigenvertrieb hat. Viele Produzenten der Gegend machen dies, da die Selbstvermarktung sehr aufwendig ist.

pict0470.jpg

Wir sehen mehrere Barrique-Fässer (Limousin-Holz) mit den unterschiedlichsten Jahrgängen und Cuvées. Henri Geffard ist sehr stolz, dass er Cognacs bis zu 39 Jahre alt reifen lassen kann und auch die Möglichkeit hat, alte Pineau de Charentes anzubieten.

Ein Grossteil seines Cognacs kommt aus Weinen des 1er Cru Gebiets von Cognac. Um jedoch 1er Cru auf das Etikett schreiben zu können, müssten die mit der Cuvée gefüllten Fässer zertifiziert und verplombt werden – was enorme Kosten verursacht. Darum spart er sich den Zusatz – und kann so seine Cognac in 1er Cru Qualität zu einem guten Preis anbieten.

Henri Geffard bietet insgesamt 4 Sorten Cognac im Verkauf an: einen jungen für den Aperitif oder zum Kochen, einen VSOP, eine „Vieille Reserve“ und ein Trés Vieux Cognac.

Seine Pineau de Charentes werden zu ¾ aus Traubensaft und ¼ aus Eau de Vie hergestellt. Diese Melange kommt in Holzfässer zum Reifen und wird als reifer und sehr reifer Pineau de Charentes angeboten.

pict0476.jpg

Seit 1997, wird zusätzlich auch ein Vin de Pays weiß (aus Chardonnay und Sauvignon Blanc), sowie Rosé und Rot aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon (Anteil je gedrittelt) produziert.

Bei den Geffard´s kann man auch übernachten, das Zimmer kostet 40,- EUR und jeder Gast darf sich im Aufenthaltsraum der Spirituosen bedienen wie er will, all inklusive.

Posted in K&M on Tour | Leave a Comment »

Restaurant-Tipp La Petit Champagne (aber im Cognac-Gebiet)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 11 Juli 2007

Diese Empfehlung stammt von Henri Geffard, unserem Cognac-Brenner. Kurzer Hand rief er im La petit Champagne an um nach einem freien Tisch zu fragen. Kein Problem, hies es am anderen Ende der Leitung.

petit_champagne1.jpg

Wer hier Sterneküche erwartet, war fehl am Platz. Hier kehrt der Arbeiter, Fernfahrer und auch Winzer ein, also ein gutes Zeichen, dass es hier gute, bürgerliche Hausmannkost gibt. Noch gab es auf dem großen Parkplatz vor dem Restaurant einen Parkplatz. Keine 15 Minuten später war dieser und auch der Speisesaal voll.

petit_champagne2.jpg

Die Empfehlung des Tages war per Hand in die Karte eingepasst, es gab Vorspeise, gemischter Salat, eine Karaffe guten Wein, Steak vom Grill mit Gemüse und Pommes, und eine vorzügliche Creme brulée. Alles reichlich und gut zubereitet. Hier fühlt man sich wohl und arm wird man auch nicht. Das Menü kostete 16 EUR und das war es wert!
petit_champagne3.jpg

Der Blick von unserem Platz: wie im Paradies, schade dass das Wetter nicht mitspielte.

petit_champagne4.jpg

Und nach 90 Minuten waren alle wieder weg……, aber sehr gut wars und bis Epernay waren wir gut und reichlich genährt!
petit_champagne5.jpg

Adresse:;
La Petit Champagne
Route de Barbezieux
17520 Archiac
Tel.: 0546491054

Posted in Frankreich, K&M Essen & Trinken, K&M on Tour | Leave a Comment »

Tour de France 2007 Tag 4: Vinexpo – die Entdeckungen Teil 3

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 10 Juli 2007

Nachdem mich die Rotweine der Domaine Jean Chartron auf der „Probe großer Burgunder der Cote d´Or 1985-2005“ schon beeindruckt hatten, beschäftigten mich die Weine gedanklich auch noch an unserem letzten Tag auf der Vinexpo. Ich wurde bei der Probe der Weißweine nicht enttäuscht! Für mich eine sehr homogene Kollektion auf unglaublich hohem Niveau, aber leider auch auf unglaublich hohem Preisniveau.

Alle probierten Weine stammen aus 2006 und sind weiße Burgunder.

Bourgogne Chardonnay „Clos de la Combe“
wie alle Weine wird auch der vermeintlich einfachste Wein im Holzfass (20% neu) spontanvergoren; saftige Frucht, sehr cremig (6 Monate Lagerung auf der Feinhefe). Macht viel Spaß!

Rully „Montmorin“
Noch hefebetont, reife Säure, saftig, mineralische Würze, cremig, schönes Mudgefühl.

Saint Aubin 1er Cru „Murgers des Dents de Chien“
100% im kleinen Holz vergoren (30% neues Holz), 9 Monate Feinhefe-Lager. Leichter Gelbstich, auch am Gaumen eher gelbes Steinobst, feinnervige Säure, apartes Spiel der Komponenten, sehr lebendiger, frischer Wein mit bester Balance. Mineralisch!!!
Saint Aubin 1er Cru liegt etwa 200m oberhalb des berühmteren Chevalier-Montrachet!

Chassagne Montrachet „Benoites“
100% im kleinen Holz vergoren (30% neues Holz), 10 Monate Feinhefe-Lager; ähnlich wie zuvor, aber mit deutlich mehr Kraft und Intensität! WOW!

Puligny Montrachet
100% im kleinen Holz vergoren (30% neues Holz), 9 Monate Feinhefe-Lager; sehr mineralisch, die Frucht eher verhalten, Kraft, Kraft und nochmals Kraft, man möchte sie einfangen im Glas. Um die 40,- EUR in D

>puligny1.jpg
Puligny Montrachet „1er Cru „Clos de La Pucelle“ MonopolePuligny Montrachet „1er Cru „Clos du Cailleret“ MonopoleChevalier Montrachet „Clos des Chevaliers“ Monopole
hier hab ich fast geweint;-)))) UNENDLICH laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang!
100% im kleinen Holz vergoren (50% neues Holz), 12-monatiger Ausbau auf der Feinhefe, intensiv, Noten von gerösteten Nüßen. Um die 120,- EUR in D

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis waren die schweren Beine und plattgelaufenen Füße wie weggeblasen.

Posted in K&M on Tour | Leave a Comment »

Tour de France 2007 Tag 4: Vinexpo – die Entdeckungen Teil 2

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 10 Juli 2007

und es geht weiter, diesmal lose und nicht ein einzelnes Weingut.

Seit etwa 2 Jahren habe ich die Weine von Giampaolo Tabarrini auf meiner Watchlist. Damals, es war die Prowein, präsentierte das Consorzio Vini Montefalco Erzeuger aus der Region Montefalco und besonders Tabarrinis Weine, insbesondere der 2001er Sagrantino stach heraus. Ein halbes jahr später bekam just dieser Wein die begehrten 3 Gläser vom Gambero Rosso…..

Nun ist der Montefalco Sagrantino beileibe kein einfacher Wein. Das wichtigste Anbaugebiet des Sagrantino erstreckt sich von Collemancio nahe Torgiano im Norden über Assisi, Montefalco bis Spoleto im Süden. Die autochthone, wertvolle, italienische Rebsorte Sagrantino aus der Region Umbrien liefert schwere, kräftige Rotweine mit reichlich Tannin und Extrakt, die erst nach Jahren in Saft und Blüte stehen. Qualitativ könnte der Sagrantino locker neben berühmten Namen wie Brunello und Barolo bestehen, doch nicht jeder Betrieb kann sich modernste Technik leisten, so dass viele Tropfen allzu rustikal und tanninbetont bleiben, da hilft dann auch keine Lagerung mehr.

Auf der Prowein waren ebensolche, besonders tanninharte Brocken zu probieren, die sicherlich in ein paar Jahren sehr gute Weine sein werden, aber wer kann so lange warten. Giampaolo Tabarrinis Weine jedoch bestechen jetzt schon durch ihren enormen Fruchtfond, kräftigem Holzausbau und herrlich reifen, sehr geschliffenen und keinesfalls adstringierenden Tanninen. Traditionalisten werden sicherlich nichts damit anfangen können und „zu modern“ meckern. Mir jedoch haben dies „Kaliber von Wein“ ausgesprochen gut gefallen und einem Abstecher bei meinem Trip in die Toskana im September 2007 steht nicht im Wege.

Die Weine:

2004 Montefalco Rosso
Cuvée aus hauptsächlich Sangiovese (65%) etwas Sagrantino (20%), Cabernet Sauvignon und Merlot (15%), 6 Monate Ausbau im großen Holz. Satte rubinrote Farbe mit Tendenz zum Granatrot. Am Gaumen sehr vielschichtig, Noten von Brombeeren, Kirschen, Nüssen und Leder, trocken und ausgewogen.

2003 Sagrantino di Montefalco Rosso „Colle Grimaldesco“

sagrantino.jpg

Im Duft hochreife und sehr saubere Beeren- und Kirschnoten, viel edles Holz und Zigarrenkiste. Am Gaumen Massen von reifem Tannin, spürbar, aber die außerordentliche, sehr präsente Frucht rangelt sich um die Voherrschaft und letztlich ergibt das ein faszinierendes Aromenspiel von dunklen Beeren, Vanile, perfekter Säure, viel Schmelz und edlem Tannin. Enorme Kraft ohne dabei überkonzentriert zu wirken oder gar satt zu machen. Macht schon jetzt verdammt viel Spaß und hat ein langes Leben vor sich. Wer kann, sollte sich bevorraten. Preis in D: um die 26,- EUR

Hier gibt´es einen schönen Artikel über Montefalco und seinen Sagrantino, geschrieben von Helmut Knall, einem österreichischen Weinjournalisten.

Domaine Saint Michel Les Clauses – Languedoc-Roussillon / AOC Corbieres

Hier sind wir nicht durch Zufall gelandet, sondern durch einen Händlerkollegen, der uns einen wundervollen Rosé , den 2006er „Esprit de Grain“ in Frankfurt zu probieren gab. Schon seine zart lachs schimmernde Farbe vermittelte einem Urlaubsfeeling. Auch am Gaumen eine enorme Fruchtreife mit Aromen von frischen, reifen Beeren. Genau so einen Rosé haben wir eigentlich auf einer vor einigen Wochen in Frankfurt stattgefundenen Provence-Verkostung gesucht und nicht gefunden.

Der Wein machte Lust auf mehr und so hatten wir das große Vergnügen, fast das komplette Sortiment zu probieren und den sehr ehrgeizigen und charismatischen Winzer Michel Raynaud persönlich kennen zu lernen.

Wir probierten:

2006 Corbieres AOC blanc „Domaine Segala Le Haut“
Cuvée aus Marsanne, Roussanne und Viognier. Neben dem Riesling haben es andere, besonders Rebsorten aus dem europäischen Ausland bei mir besonders schwer. Anfreunden konnte ich mich in den letzten Jahren mit den erstgenannten Roussanne und Marsanne, die ja besonders an der Rhone tolle Exemplare hervorbringen. Mit Viognier bin ich bisher noch nicht klar gekommen, wobei der Anteil in dieser Cuvée eher gering ist. Dieser Basis-Weiße ist durch und durch mit einer angenehmen, nicht aufgesetzt wirkenden Frucht ausgestattet, begleitet von einer feinen Säure, mit guter Balance, vermittelt immer ein schönes Trinkgefühl.

2005 Romeo & Julietta VDP rouge
Je 50% Merlot & Syrah, gemeinsam gekeltert, die Trauben wurden nur leicht angemahlen, das Lesegut abgebeert und früh abgefüllt. Sehr angenehmer Easy-Drinking Wein mit der Frucht der Merlot und dezenter Würze und Kräutern des Syrah, viel Ausdruck, moderater Alkohol von 12,5% Tolles Preis/Leistungsverhältnis. Um die 5,50 – 6,00 EUR in D.

2004 Cousu Main rouge AOC Corbieres
Cousu Main bedeutet „handgemacht“. Cuvée aus Carignan, Grenache Noir, Syrah. Dunkelrote Farbe, viel Würze und Kräuter schmeckbar, dezente Frucht, tief, sehr elegant und sehr lang! Unfiltriert abgefüllt. Um die 7,00 EUR in D

2003 Clos Combe long rouge AOC Corbieres
Von über 100 jährigen Carignan-Stöcken bei einem minimalistischen Ertrag von 23hl/ha stammt diese Entdeckung der Vinexpo in Bordeaux. Michel Raynaud beobachtete jahrelang, was der Nachbar denn da auf diesem wertvollen, von Sandsteingeröll und Muschelkalk durchsetzten Böden veranstaltete. Jedenfalls kam von dort kein guter Wein oder die Reben wurden nicht gepflegt. Als Ihm diese Einzellage zum Kauf angeboten wurde, lies er sich nicht lange bitten.

100% Handlese, um die Trauben nicht zu verletzen, werden bei der Ernte kleine 40kg Behälter für den Transport benutzt. Die Hälfte des Weins wird in neuen und einjährigen Barriquefässern ausgebaut, nach der Assemblage ruht er für einige lange Zeit auf den eigenen Hefen und wird im August unfiltriert abgefüllt. Michel Raynaud bezeichnet ihn als seinen vielleicht untypischten Corbieres. 75% 90-jähriger Carignan, 22% Grenache Noir und etwas Syrah. Lange Gärung ganzer Trauben, 50% des Mostes wurden für 6 Monate in Eichenholzfässern ausgebaut, 50% im Stahltank, minimale Filterung. Tiefes Rot, in der Nase komplexe, sich wunderbar zart einschmeichelnde Noten von roten und schwarzen Beerenfrüchten, einem Hauch Kakao und feinstem Ceylon-Zimt. Am Gaumen reif, mit beeindruckender Würze und sehr lange anhaltendem Finale. Ein ganz besonderer Wein, feingliedrig, schmeichelnd und dicht zugleich.

Passt kulinarisch auch in den Sommer zu Lamm oder Rind vom Grill, zu Steinpilzen etc.

Kaufen kann man ihn auch und zwar hier (bei uns) für 10,90 EUR

Bis dahin ein wirklich beeindruckendes Sortiment, Weine mit viel Ausdruck und Sortentypizität, dabei immer elegant und nie schwer oder fett wirkend, beste Trinkweine im positiven Sinne und dabei immer sehr individuell.

Die Krönung der Kollektion aber war der 2000er Chorus!

chorus.jpg

2000 Chorus rouge AOC Corbieres
Von 130 Jahre altem Carignan, der 95% dieses Unikates großer Winzerkunst ausmacht. Erinnert in seiner ersten Nase fast an große Prioratweine. 25 Tage Maischegärung, 9 Monate Reifung in französischem und amerikanischer Eiche, 4 Jahre Flaschenreife. Natürlich alles Handlese, nur das allerbeste Traubenmaterial findet Verwendung. Wunderschöne komplexe Nase nach reifen Beeren, Kirsche, schwarze Johannisbeeren, Kräutern wie Thymian oder Rosmarin. Sehr gute Struktur, sehr reiche Aromatik mit perfekter Balance von Holz und Frucht. Enorme Tiefe. Einfach phänomenal. Einzig eine kleine Bret-Note könnte vielleicht den ein oder anderen stören. Liegt um die 17-18,- EUR in D

2001 Chorus rouge AOC Corbieres
hat alle Anlagen, wirkt im Moment etwas verschlossener und braucht noch etwas Zeit.

Bei CGM Vins (vielen Dank an die sympathische Sandra Rossi) gab es Bordeaux, aufgefallen ist mir dieser:

2005 Château Fombrauge Grand Cru St. Emillion
77% Merlot, 14% Cabernet Franc, 9% Cabernet Sauvignon, Ertrag von 28 hl/ha. Keine Pumpen, keine Filter, reine Handarbeit wie zu Urgroßvaters Zeiten, nur mit moderner Präzision. Sehr dunkel, „moderne“ Frucht nach Holunderbeeren mit Schokonoten, dicht und fein, kraftvoll und geschliffen, rassig und mit guter Tiefe. Dichter und fester Ansatz, kräftig, saftig und von gutem Fett. Schwungvoll, klar, kühl, frisch. Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Posted in K&M on Tour | Leave a Comment »

Tour de France 2007 Tag 4: Vinexpo – die Entdeckungen Teil 1

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 3 Juli 2007

Viele Weine haben wir auf der Messe probiert, mit vielen Menschen über den Wein gesprochen. Doch was ist hängen geblieben an Entdeckungen, was spukt einem aufgrund toller Qualitäten von Weinen und den menschlichen Qualitäten noch heute, knapp 14 Tage nach der Messe im Kopf herum. Das nenne ich dann Entdeckungen, Erinnerungen an besondere Menschen und deren Weine.

Mehrmals am Tag kam ich immer wieder am Gemeinschaftsstand der portugiesischen Winzer vorbei, und die Quinta da Cortezia stand auch auf meinem Zettel, hatte Armin die Weine doch auf der ProWein für sehr gut befunden, also musste ich doch probieren, doch immer wieder lief ich daran vorbei. „Hat noch Zeit, kann man ja später machen.“ Was hätte ich mich geärgert, wenn ich die Weine verpasst hätte.

Quinta da Cortezia / Portugal

pict0452.jpg

Quinta da Cortezia ist vorallem Miguel Reis Catarino, ein Mitfünfziger würde ich sagen mit sonorer tiefer Stimme und einer großen Portion Selbstbewusstsein in seiner Ansprache.

pict0453.jpg

Er war noch dabei, seine Weine, die noch von einem Winzertreffen vom Vortag geöffnet waren, zu probieren, um sich einen Eindruck über die Entwicklung zu machen. Er erzählte uns auch, von dem vergangenen Abend – viele große Winzer saßen zusammen und haben Weine probiert – und alle waren durch seine Weine in Staunen versetzt. Bis in die Morgenstunden saßen sie zusammen und haben Weine probiert und diskutiert, was er macht, warum seine Weine so tief und vielschichtig sind. Nicht ohne Stolz zeigt er uns die Auszeichnungen und erzählt, dass er Portugals besten Touriga Nacional macht. Seinen Merlot macht er unter anderem, um ihn mit renommierten Weingütern in allen Regionen der Welt vergleichen zu können. Mit Touriga Nacional hat Portugal ja ein Alleinstellungsmerkmal und keine Vergleichsmöglichkeit. Und mit seinem Merlot muss er sich beileibe nicht verstecken!

pict0451.jpg

Die Quinta da Cortezia befindet sich an der Atlantikküste von Portugal ca. 50 km von Lissabon entfernt in der Nähe von Alenquer. Seit dem frühen 20. Jahrhundert ist sie in Familienbesitz und wird derzeit von Miguel Reis Catarino geführt, der seinen Abschluss als graduierter Landwirt an der Universität in Lissabon machte und ebenso an der Ecole Nationale Superieure Agronomique de Montpellier (spezialisiert auf Weinanbau) studierte.

103 ha groß ist die Quinta, davon stehen 66 ha Reben in Ertrag. Schaut man sich einmal die Weinbege genauer an, kann man feststellen, mit welcher Leidenschaft und Präzision sie angelegt sind. Man sieht die Kontinuität, wie die Reben gepflanzt, erzogen und geerntet werden. Technisch auf dem neuesten Stand, wird ein strenger, interner Qualitätsmassstab angewendet. Unterstützung in seiner Arbeit findet Miguel Reis Catarino in Antonio Ventura und Madalena Biancard.

80 % Rotweine und 20 % Weißweine werden produziert.

Zwei Linien werden produziert, die Basis Linie nennt sich Vinha Conchas und ist für den gastronomischen Einsatz erkoren, die höherwertigen Weine mit bester Qualität werden unter dem Label „Qunta da Cortezia“ vermarktet.

2005 Vinha Conchas branco
Cuvée aus Fernao Pires, Arinto, Seara Nova; trocken und frisch, angenehmer Duft, hauptsächlich reife Birne, ausbalancierende Säure, sehr schöner Trinkwein. Toller Einstieg, macht sofort Lust auf mehr.

2005 Quinta da Cortezia branco
Aus 100% Arinto aus dem Stahltank; sehr schöne Harmonie am Gaumen, angenehme Säure, auch nicht zu schwer, natürlich intensiver in der Aromatik.

2005 Quinta da Cortezia Touriga Nacional Rosado
100% Touriga nacional; knapp 1g/Restzucker, herrlich frischer Duft nach reifen Himbeeren, sehr weich und rund am Gaumen, intensive, aber nicht übertriebene Fruchtigkeit, wirkt sehr natürlich. (Weinwirtschaft 11/2006, bester Rosé Portugals)

2004 Vinha Conchas red
angenehmer, sehr trinkiger, fruchtiger Wein für jeden Tag mit viel Charakter. Saubere, beerige Frucht, ein easy-drinking Wein. Enthält 25% der Edelrebe Touriga Nacional.

2004 Vinha Conchas red “Special Seleccion
vor lauter Faszination der Weine nichts notiert, er enthält aber 40% Touriga Nacional und hat 87 Punkte im Winespectator Dezember 2006 bekommen.

2004 Quinta da Cortezia Reserva
55% Touriga Nacional, 25% Tinta Roriz, 20% Merlot.
Tiefes Rubinrot. 7 Monate in frz. Eichenfässern gereift, intensiver, fast wilder Duft nach reifen roten Kirschen und Pflaumen mit einem Touch Vanille. Am Gaumen sanft, rund aber immens intensiv. Kräftige, komplexe Struktur. Kann reifen oder 3-4 Jahre liegen lassen.

2004 Quinta da Cortezia Touriga Nacional
Tief rot zeigt sich dieser reinsortige Touriga Nacional. Ausbau für 10 Monate in französischen Eichenfässern. In der Nase reife Pflaumen und schwarze Früchte, Aromen, die auch am Gaumen präsent sind. Viel Kraft, herrliche Würze, aromatische Frucht, wunderbare innere Dichte und Komplexität, perfekte Balance. Sehr intensive, fast burgundisch anmutender Wein. Kann man schon wunderbar antrinken (dekantieren) oder 10 Jahre liegen lassen. 90 Punkte Winespectator.

Ich bin mir fast sicher, dass es diese Weine demnächst bei K&M gibt!

Posted in K&M on Tour | Leave a Comment »

Tour de France 2007 – Tag 3: Abseits der Vinexpo – Probe auf Château Angelus

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 1 Juli 2007

pict0421.jpg

Muß man Château Angelus eigentlich noch vorstellen? Innerhalb kürzester Zeit gelang Angelus der Aufstieg in die absolute Spitze der Erzeuger großer Bordeaux-Weine. Hubert de Bouard ist der Denker und Lenker auf Angelus, dessen Name „Engel“ bedeutet. Passend dazu ziert das Etikett eine Glocke. Die Legende sagt, dass man von einer bestimmten Stelle des Weingutes gleichzeitig das Schlagen der Glocken der drei Nachbargemeinden St. Martin Mazerat, La Chapelle de Mazerat und die aus Saint Emilion hören konnte. Von letzterer wird behauptet, sie herausgehört zu haben. Wir haben es leider nicht überprüft…

24 ha Rebfläche nennt Hubert de Bouard sein Eigen auf Angelus. Hauptrebsorten sind der Cabernet Franc und Merlot, ergänzt von etwas Cabernet Sauvignon. Die Reifung erfolgt immer in neuen Barriques über einen Zeitraum von 18-22 Monaten. Es werden je nach Jahrgang nur zwischen 80-90.000 Flaschen gefüllt. 1996er gelang der Aufstieg zum Premier Grand Cru Classé und damit zu einem der besten Weingüter in Bordeaux.

Wie kommt man an eine Probe auf solch einem renommierten Weingut, werden sich sicher viele fragen. Immerhin ein Weingut, dass in der zweithöchsten Premier Grand Cru Classé B-Klassifikation eingestuft ist. Ich weiß es nicht! Egal, an diesem Termin hätte ich alles abgesagt, bis auf ein mögliches Championsleague-Finale mit dem KSC😉 Und daran wird ab kommender Saison gearbeitet!

Kurzerhand hat sich auch noch unser Winzer im Bordelais, Thomas Herter von Château Segonzac, angemeldet und so machten wir uns auf den Weg. Natürlich wussten wir irgendwann nicht mehr, ob wir nun links oder rechts abbiegen sollten, die Navigation lag zu Hause und Straßenhinweisschilder hat dieses Gut nicht nötig, und Thomas Herter verkehrt dort auch nicht wöchentlich, dass er den Weg kannte. Irgendwann hatten wir es aber geschafft und so stand einer genußvollen Probe nichts im Weg.

pict0409.jpg

Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass neben Angelus ja auch noch ein weiteres Weingut seine Weine präsentierte: das Schloßgut Diehl von der Nahe. Vielleicht hat sich ja von dort einer der Adresse bedient, mir auch recht.

Wir begannen also mit Weißwein aus heimatlichen Gefilden. Armin Diehl und sein Sohn Victor standen persönlich hinter dem Tisch, während bei Angelus 4 Angestellte für 4 Weine zuständig waren und noch ein paar weitere, die nur für´s Öffnen der Flaschen benötigt wurden.

2005 Cuvée Victor trocken
Grauburgunder & Weissburgunder für 10 Monate in neuem Holz ausgebaut. Ein insgesamt mächtiger Wein mit guter Balance, mir allerdings als Solowein zu mächtig. Ich würde ihn als Essensbegleiter zu gebratenem Fisch einsetzen. Das Internet-Portal Wein-Plus vergibt stolze 93 von 100 Punkten, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann.

2006 Riesling „Eierfels“ trocken
Stammt von Kalk und Quarzböden und reifte 7 Monate im klassischen Holzfuder. Der Eierfels enthält alle Trauben, die für die Großen Gewächse nicht gut genug waren. Abgefüllt wurde er erst Mitte Mai 2007. Auf mich wirkte der Wein sehr eigenwillig, mit Noten von Vanille, recht parfümiert. Das, was ich am Riesling so liebe, das Spiel der Aromen mit Süße und Säure konnte ich leider nicht feststellen.

2005 Riesling Spätlese „Goldloch“
Ausgebaut für 7 Monate im klassischen Holzfuder. Das machte etwas mehr Spaß. Mit 8,5% Alkohol ein wunderbarer leichter Vertreter seiner Art, wirkt auf der einen Seite verspielt, hat aber dennoch eine gute Tiefe mit guter Komplexität. Im Mund schöne Saftigkeit. Würde ich bei 88/100 Punkten einjustieren, aber ein Freund von Nahe-Weinen werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr werden. Insgesamt sind mir die meisten Weine, die ich aus dieser Region probieren konnte, zu wenig druckvoll. Ausnahme bestätigen natürlich die Regl, wie z.B Weine vom Weingut Schäfer-Fröhlich aus Bockenau. (Hat leider noch keine Web-Präsenz.)

2002 Riesling Eiswein
Haben wir den Wein angesichts 96 Wein-Plus-Punkten und einem Reife-Potential bis 2040 nicht verstanden? Diese Wertung habe ich erst eben nachgeschlagen. Nun, das Spiel von Säure und Süße war zweifelsfrei erkennbar, wobei mir die Säure etwas zu aggressiv im Vordergrund stand und am Ende Oberhand behielt. Zwischendrin gefällige Zitrusnoten, ein wenig Pfirsich, prägnante Säure, gut. Vielleicht muss ich erst noch 30 Jahre warten, um ihn zu verstehen. Wenn wir hier bei 96 Punkten sind, muss man die anzuwendende 100 Punkte – Skala für die edlesüßen Gewächse aus 2006 vom Weingut Breuer aus Rüdesheim um 50 Punkte aufstocken.

Nun, richtig begeistert haben mich die Diehl´schen Weine nicht, auch Thomas Herter nicht. Schade, dass zu so einem Anlaß die Chance nicht genutzt wurde, die trockenen Top-Weine zu präsentieren, aber anscheinend existiert auch keine Chateau-Reserve für solche Veranstaltungen, denn Victor Diehl beantwortete meine Frage danach mit : alles verkauft, nichts mehr da. Schade, hier wurde eine Chance verpasst. Dennoch scheint sich eine kleine Fangemeinde in Bordeaux zu bilden, führen doch einige Händler die Diehl´schen Weine und sie scheinen sich gut zu verkaufen.

Danach gönnten wir uns eine kleinen Mittagsimbiss am großzügig gestalteten Käsebuffet.
pict0427.jpg

warfen einen Blick in den Barrique-Keller

pict0417.jpg

um dann ans eingemachte zu kommen. ROTWEIN!!!

pict0419.jpg pict0425.jpg pict0426.jpg

1998er Château Angelus
Immer noch erstaunlich dunkle, ja fast schwarze Farbe. Herrliche Aromen von dunklen Beerenfrüchten, Lakritz, ein Hauch Minze, natürlich auch Holz, süßlich-reife Noten, wunderbare, reife Tannine, herrlich komplex und konzentriert am Gaumen.
Parker vergibt 95++ Punkte bei einer Genußreife von 2005-2018. Preis in Deutschland ca. 140,- EUR

2001 Chateau Angelus
der erste Gesamteindruck: wirkt schon deutlich zugänglicher und antrinkbarer als 1998. Intensive, sehr reichhaltige Frucht von Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, leichten Kaffeeröstnoten bei viel weichem Tannin. Macht schon viel Spaß. Parker vergibt 93/100 Punkte. Preis im Fachhandel in Deutschland bei seriösen Anbietern bei ca. 110,- EUR

2004 Chateau Angelus
pict0411.jpg
60% Merlot & 40% Cabernet Franc
schwarzes Rot oder doch rotes Schwarz??? Undurchdringliche Farbe! Erster Eindruck: ein faszinierende, kühle Aromatik. In seiner Gesamtheit eher an den 98er denn an den 01er erinnernd. Noten von Graphit, ganz leichte Bitterniß, herrlich feines Tannin, ganz zarte Edelschokolade schmeckbar, heller Tabak, tendeziell von einer fast elegant-burgundisch-aristokratischen Erscheinung, sehr viel frische Beerenfrucht (Erdbeere). Einer der Top-Weine des Jahrgangs. Um die 100,- EUR

Parker: 92-94+ Punkte
Weinwisser 19/20 Punkte
Bettane & Desseauve: 18/20 Punkte
Winespectator: 92-94/100 Punkte
Decanter: 5/5 Sterne
Revue du Vins de France: 4/5 Sternen

2006 Château Angelus (Fassprobe)
62% Merlot & 38% Cabernet Franc
Schwarz mit violettem Schimmer. Sehr offene, ätherische Nase nach reifen Kirschen, auch Gewürze wie Vanille und die allgegenwärtige Schokoladennote. Erstmals etwas Alkohol spürbar, liegt aber an seiner Jugend. Die Tannine sind natürlich deutlich spürbar, massiv und fordernd, aber eben auch weich und elegant und nicht austrocknend. Sehr gute Konzentration, fein und elegant, Blaubeeren und Brombeeren erschmeckbar. Wird sicherlich schon früh antrinkbar sein, kann aber auch bedenkenlos 15-20 Jahre liegen.
Parker: 92-95 Punkte
Weinwisser 19/20 Punkte
Neal Martin, Wine-Journal.com: 97-99/100 Punkte „Wein des Jahrgangs“

In Subskription, also Vorbestellung um die 160,- EUR netto, Auslieferung ca. im Frühjahr 2009

Fazit:
Wunderbar erkennbar die Handschrift, die klare Linie, vorallem die Direktheit der Weine. Am besten Gefallen hat mir der derzeit sehr schön zu trinkende 2001er, aber auch der 2004er mit seiner burgundischen Ader hatte etwas für sich. Auf Anfrage haben wir – und das sehr gerne – die (fast) leere Flasche des 2001ers vor dem Glaskontainer gerettet und Thomas Herter´s Kellermeister Gilles kam auch noch in den, wenn auch quantitativ geringen Genuß des Weines. Nun schmückt sie unsere Trophäensammlung im Laden.

Besichtigung möglich Mo-Fr von 11-19 Uhr, Samstag 10-16:00 Uhr 😉

pict0429.jpg
Traubenzustand am 19.06.2007 auf Angelus

pict0424.jpg
es muss gute Weine gegeben haben, ansonsten kommt der Autor ungerne auf´s Bild

pict0422.jpg
Auch Thomas scheint es gefallen zu haben

Aktuell aus der November 2007 Ausgabe der Zeitschrift Vinum:

Nummer: 11-2007, Ausgabe D. Seite 88

Titel: Bordeaux. Verdienter Aufstieg

Château Angélus in Saint-Emilion hat etwas geschafft, was auch in Bordeaux selten ist: den Aufstieg in eine höhere Klassierungskategorie. Seit über zehn Jahren gehört das Gut zum engen Zirkel der Premiers Crus in Saint-Emilion. Verdient, wie unser Rückblick zeigt.

Angélus 1997
Reifendes, dichtes Rubin; würzig, nicht überaus komplex vielleicht, aber sehr gefällig. Im Mund dominiert etwas der Alkohol und übertönt die fruchtig-reife Textur, doch die Gerbstoffe sind erstaunlich geschmeidig, von guter Qualität. Jetzt trinken. 2007 bis 2008. 16.5/20 Pkt

Angélus 1998
Sattes und noch jugendliches Rubin; komplexe, würzig-fruchtige Nase; von grosser Dichte und Rasse im Mund, mit kernigem, herbem Tannin, langes Finale von roten Beeren; kann sogar noch reifen. 2008 bis 2020. 17.5/20 Pkt

Angélus 1999
Überraschende, blumige Aromatik, herbe, aber erstaunlich elegante Textur – wir haben ein Faible für diesen Rasse und Frische ausdrückenden Wein, der auch noch jugendlich-fruchtig endet. Das genau reife Tannin ist ohne Härte. Wenn man an die Bedingungen denkt, unter denen der Wein zustande kam (Hagel kurz vor der Ernte), eine totale Überraschung. 2008 bis 2013. 17/20 Pkt

Angélus 2000
Sattes, jugendlich glänzendes Rot; noch sehr zurückhaltend, blumig-fruchtig-würzig. Dicht, satt, saftig, voll und lang, feuriges Finale: Ohne die Rasse würde man den hohen Alkoholgehalt wohl als störend empfinden, so aber bleibt der Eindruck eines gewiss feurigen, opulenten, konzentrierten, aber letztlich perfekt ausbalancierten Weins, der noch etwas reifen sollte. 2008 bis 2016. 18/20 Pkt

Angélus 2001
Blumig, Noten von Pfingstrose, auch leichte Holznote; von erstaunlicher Frische und Jugendlichkeit, mit lebhaften Tanninen und langem, fruchtigem Finale. Ausgezeichnet für das Jahr. 2010 bis 2016. 17/20 Pkt

Angélus 2002
Satt und jugendlich, etwas flockiges Tannin, aber dennoch recht ausgewogen, frisch, macht Spass. Nicht zu lange reifen lassen. Im Ausklang spürbarer Alkohol. 2007 bis 2013. 16.5/20 Pkt.

Angélus 2003
Interessante Nase mit würzigen und blumigen Komponenten, erstaunliche, überraschende Frische, die Reife und der Alkohol erst im Ausklang spürbar, das etwas harte Tannin nimmt man gern in Kauf. Es stützt den Wein. Ausgezeichnet für das Jahr. 2009 bis 2012. 17/20 Pkt.

Angélus 2004
Superber Extrakt, Rasse und Dichte; langes, fruchtiges Finale, dichtes, kantiges Tannin.
2012 bis 2020. 17.5/20 Pkt

Angélus 2005
Trotz der schwierigen, sehr durch den Ausbau dominierten Phase, in der wir den Wein verkostet haben, von erstaunlicher Dichte und Rasse – wir sind doppelt gespannt auf den fertigen Wein.
2013 bis 2020. 18/20 Pkt.

Angélus 2006
Superbe Nase von Gewürzen und Beeren; rauchig und mineralisch; von aussergewöhnlicher Feinheit im Mund, voller Tiefe, elegant und lang, zeigt Schliff. 2014 bis 2020. 17.5/20 Pkt.

counter
Blogscout.de

Posted in K&M on Tour | 1 Comment »

 
%d Bloggern gefällt das: