K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

www.gutsweine.com

Archive for November 2008

Jahrgangspräsentation Hanspeter Ziereisen bei K&M Gutsweine in Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 23 November 2008

Donnerstag, 27.11.2008 — 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr
K&M Gutsweine
Hamburger Allee 37
60486 Frankfurt
http://www.gutsweine.com

RendezVino – der After-Work-Weinabend

Jahrgangspräsentation Hanspeter Ziereisen / Baden

Nach der genialen Jahrgangspräsentation 2007 Heymann-Löwenstein erwartet uns hier der nächste vinophile Höhepunkt. Die Spätburgunder von Hans-Peter Ziereisen gehören schon lange zum besten, was es an Rotweinen aus Deutschland gibt. (bei K&M seit April 2004!!)
Wir bekommen den ersten Eindruck des großartigen Jahr 2007, sein Einstiegs-Spätburgunder „unfiltriert“ zeigt sich so unverschämt genial, da kann man sich gar nicht genug einlagern.
Dazu gibt es die Lagenweine Tschuppen, Schulen und Rhini aus 2006, was Hans-Peter in diesem „schwierigen“ Jahr erzeugt hat, lässt den Weingenießer sprachlos zurück. Weltklasse, wir konnten im Mai Fassproben in beeindruckender Form genießen! Aber Achtung: Hans-Peter hat im Weinberg stark selektiert, die Mengen sind extrem klein, wir werden sicher sehr schnell ausverkauft sein.

Zur Jahrgangspräsentation bieten wir die Weine natürlich zum Original Ab-Hof-Preis an.

Kosten: € 5,- pro Person, der ab einem Einkauf von diesmal € 35,- rückvergütet wird. Keine Anmeldung erforderlich, einfach zwischen 17:00 und 21:00 Uhr vorbeikommen!

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Gault Millau 2009: Ziereisen erhält die 3. Traube, Arndt Köbelin die 2. Traube

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 23 November 2008

Glückwunsch an Hanspeter und Arndt!

Der »Winzer des Jahres« kommt aus der Pfalz – Aufsteiger aus Rheinhessen – Entdeckung aus Baden – »Kollektion des Jahres« aus dem Rheingau

Der Jahrgang 2007 kann nur zum Teil seinem guten Ruf gerecht werden. Das ist das Fazit der GAULT MILLAU-Redaktion, nachdem sie rund 10.000 Flaschen geöffnet und den Inhalt kritisch unter die Lupe genommen hat. Waren es 2006 meist durch Fäulnis bedingte Fehltöne, so registrierten die Herausgeber Armin Diel und Joel Payne im Jahrgang 2007 oft unreife Noten. Sie sind das Ergebnis einer zu frühen Lese. »Doch wer Geduld hatte und sich nicht von den Wetter-Kapriolen verrückt machen ließ, der konnte häufig große Weine ernten«, haben die Chefredakteure herausgefunden.

Daneben sind es aber auch die Basisweine, die oft eine gute Figur machen. Vom Jahrgang 2007 gibt es folglich viele ordentliche Alltagstropfen – und zugleich grandiose Spitzenweine, die dem Genießer noch lange Freude bereiten werden.

Auf exakt 842 Seiten sind in der 16. Ausgabe des GAULT MILLAU Wein- Guide nunmehr 598 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 302 sind als empfehlenswert eingestuft. Und unter den rund 7.000 erwähnten Weinen ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat mehr als 100 Spitzenweine herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten. Doch die Zahl der Schnäppchen geht seit Jahren leicht zurück, nicht zuletzt weil die Nachfrage auch aus dem Ausland kontinuierlich zunimmt. Und weil auch in Deutschland das Interesse an überdurchschnittlichen Tropfen wächst, ziehen die Preise an. Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt.

Hier findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen wo. Dabei hilft der GAULT MILLAU WeinGuide, der auch die neuen Trends der Weinszene widerspiegelt. Die Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc de noirs sind in diesem Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund. Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt. Im GAULT MILLAU WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches Spektrum aufgeblättert. Kein Wein von Bedeutung fehlt in diesem Buch.

Dass die Bewertungen des GAULT MILLAU WeinGuide auch über längere Zeit Bestand haben, zeigt seit Jahren die Verkostung »Zehn Jahre danach «, in der vor einer Dekade getestete Weine nochmals auf den Prüfstand kommen. »Von den trockenen 1998er Rieslingen schnitt diesmal die Kallstadter Saumagen Riesling Auslese »R« am besten ab. Wieder einmal stellte Bernd Philippi vom Weingut Koehler-Ruprecht seine Ausnahmestellung unter Beweis«, berichten die Autoren Armin Diel und Joel Payne. Bemerkenswert ist, dass unter den besten zehn mit Andreas Laible und Schloss Neuweier auch zwei Weine aus Baden landeten, denen man ein solches Entwicklungspotenzial nicht unbedingt zugetraut hätte. Die restlichen Plätze teilen sich großartige Weine aus der Pfalz, dem Rheingau und Rheinhessen. Sie alle zeigen, dass sich trockene deutsche Weißweine nach zehn Jahren optimal gereift und in Bestzustand präsentieren können.

Zum »Winzer des Jahres« proklamiert die GAULT MILLAU-Redaktion die Brüder Werner und Volker Knipser vom gleichnamigen Weingut aus Laumersheim in der Pfalz. »Sie beherrschen die komplette Klaviatur der Kellerkunst. Kaum einer in Deutschland bietet ein derart vielfältiges Weinprogramm auf höchstem Niveau«, lobt Armin Diel die erfolgreichen Nordpfälzer. Der »Aufsteiger des Jahres« kommt aus Rheinhessen. »Daniel Wagner vom Weingut Wagner-Stempel katapultierte sich aus einer Randlage in die Spitze der Region. Mit Hingabe pflegt er Riesling, Silvaner und Burgunder«, erklärte Joel Payne während der Präsentation. Die »Entdeckung des Jahres« haben die Herausgeber in Baden gemacht. Der junge Alexander Laible stellte mit 2007 seinen ersten Jahrgang vor, »gleich ein großer Wurf«, wie Armin Diel und Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz betonten.

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal in den Rheingau: an das Traditionsgut Schloss Johannisberg. »Über Jahrhunderte bereicherte es die deutsche Weinkultur um wertvolle Werke. Nun kommt der Glanz alter Tage zurück«, hebt die Redaktion hervor. Georg Hünnerkopf (Franken) und Peter Barth (Rheingau) teilen sich die Auszeichnung »Gutsverwalter des Jahres«. Die dazugehörigen Güter des Grafen von Schönborn steigen zugleich in der Traubenhierarchie auf. Zum »Sommelier des Jahres« wurde Hagen Hoppenstedt vom Restaurant Haerlin im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten gekürt. Neben großen Rotweinen aus aller Welt empfiehlt er immer wieder Riesling, das hat die Chefredaktion beeindruckt. Der Titel »Weinkarte des Jahres« geht an das Restaurant Die Insel in Hannover, wo Norbert Schu eine der umfassendsten Weinkarten des Landes pflegt: eine Pilgerstätte für echte Weinkenner. Im neuen GAULT MILLAU WeinGuide wird es dem Genießer einfach gemacht, seinen Lieblingswein aus einer bestimmten Weinbergslage im Handumdrehen zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster Weinfreunde stößt die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten Preis- Leistungs-Verhältnis. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter werden auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles Wegweiser zu guter Qualität, die nicht die Welt kostet. Außerdem erleichtert ein Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein.

In acht Kategorien, wovon drei trockenen Weinen vorbehalten sind, listet der GAULT MILLAU WeinGuide die besten Weißweine des Jahrgangs 2007 und die vorzüglichsten 2006er Rotweine Deutschlands auf. Die Gruppenbesten werden als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet. Sie stammen einmal aus der Pfalz (bester trockener Rotwein), einmal aus Baden (bester trockener Weißer Burgunder), einmal aus Rheinhessen (bester trockener Riesling), einmal von der Nahe (bester feinherber Riesling), einmal aus dem Rheingau (beste Riesling Spätlese) sowie zweimal von der Mosel (beste Riesling Auslese und bester edelsüßer Weißwein). Aus Rheinhessen kommt der Lieblingssekt der Autoren.

Der GAULT MILLAU WeinGuide steht in der kritischen Tradition des GAULT MILLAU Reiseführers Deutschland, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert die Köche das Fürchten lehrt und den Gourmets eine Fülle von neuen Entdeckungen beschert hat. Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle. Dabei kommt den Autoren ihre langjährige Berufserfahrung zugute: Armin Diel ist seit gut zwei Jahrzehnten einer der führenden Weinkritiker des Landes und leitet seit 20 Jahren selbst ein Weingut an der Nahe. Joel Payne, der früher als Sommelier und im Weinhandel tätig war, schreibt seit Ende der 80er Jahre über die Weine der Welt.

Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, indem er die Anfahrtswege beschreibt, Anschriften und Öffnungszeiten vermerkt, Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf enthält. Bei Reisen in die Anbaugebiete bilden die Empfehlungen der dortigen Winzer über Hotels und Gasthöfe sowie Restaurants und Weinstuben eine nützliche Orientierung.

Die 13 deutschen Anbaugebiete im Überblick

Ahr: 2006er Spätburgunder verdienen ihre Lorbeeren
Das Spitzenquartett, das die Ahr seit dem Aufstieg der Brüder Adeneuer im vorigen Jahr anführt, hat seine Stellung souverän gefestigt. Marschierten anfangs die Weingüter Meyer-Näkel und Deutzerhof einsam vorneweg, hatten sie vor Jahren schon durch das Weingut Jean Stodden Gesellschaft bekommen. Adeneuer komplettierte den Reigen der Vier- Trauben-Betriebe und war im Vorjahr folgerichtig von den Herausgebern des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne, zum »Aufsteiger des Jahres« gekürt worden.

Der von manchem Ahrwinzer schon als »Jahrhundertjahrgang« apostrophierte Jahrgang 2006 konnte weitgehend seine Vorschusslorbeeren bestätigen. Zwei großartige Spätburgunder aus Walporzheimer Lagen, von Adeneuer und Meyer-Näkel, schafften gar den Sprung unter die zehn besten besten trockenen Rotweine des Jahrgangs und konnten hier erneut in die Phalanx der Spitzen aus der Pfalz und Baden eindringen. Zwar sind die besten Ahr-Rotweine mehr und mehr auch mit Lagerpotenzial ausgestattet. Doch monieren die strengen Tester zugleich die hohen Alkoholgehalte einiger Weine, die mit 14 Volumenprozent und mehr den eleganten und fruchtigen Spätburgundertyp eher in den Hintergrund treten lassen.

Aufsteiger ist das ökologische Weingut Maibachfarm in Ahrweiler, das mit einer tollen Serie 2006er Spätburgunder den Sprung in die Zwei- Trauben-Klasse schaffte. Neu in der Traubenriege ist Paul Schumacher aus Marienthal. Insgesamt 18 Betriebe mit einer und mehr Trauben werden ausführlich besprochen, zwei weitere sind empfehlenswert.

Baden: »Entdeckung des Jahres« ist Alexander Laible

Die »Entdeckung des Jahres« machten die Chefredakteure des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne, in diesem Jahr in dem lang gestreckten Anbaugebiet zwischen Heidelberg und Basel. Etwa in der Mitte auf dieser Strecke liegt Durbach. Dort hat sich Alexander Laible, ein Spross aus renommierten Hause, selbstständig gemacht und gleich mit seinem ersten Jahrgang einen erstaunlichen Wurf hingelegt. Den kritischen Verkostern gefallen seine Rieslinge ebenso wie die weißen Burgundersorten.

Beim Jahrgang 2007 kommt in Baden Trinkfreude auf. »Die Winzerleistung ist derzeit im Anbaugebiet so gut wie nie seit Erscheinen des Wein- Guide«, schreiben die Autoren. Entsprechend ist in der Hierarchie der besten Betriebe einiges in Bewegung gekommen. Bemerkenswert ist die Rückkehr von Schloss Neuweier in die Riege der Vier-Trauben-Betriebe – und damit unter die besten sechs in der Region. Beim trockenen Riesling kann dem Baden-Badener Spitzengut derzeit im Gebiet keiner das Wasser reichen, finden die Herausgeber Diel und Payne.

Gleich drei Winzer dürfen sich über eine dritte Traube freuen: Klumpp, Claus Schneider und Ziereisen. Mit zwei Trauben werden nun Arndt Köbelin und die Shelter Winery geführt. Insgesamt sechs Neulinge begrüßt die Redaktion unter den Traubenbetrieben, doch fast ebenso viele sind abgestiegen, so dass die Zahl in etwa konstant blieb. Prominenteste Absteiger sind Aufricht und das Weinhaus Pfaffenweiler.

Von den acht weißen und roten Burgundern, die Baden unter den besten Weinen aus Deutschland platzieren konnte, stellt allein Bernhard Huber die Hälfte. Mit zwei 2006er Spätburgundern sowie einem Grauen und einem Weißen Burgunder aus 2007 spielt der Malterdinger wieder einmal ganz vorne mit. Salwey (zweimal), Gleichenstein und Martin Waßmer konnten ebenfalls Spitzengewächse im Weinolymp positionieren. Insgesamt werden im neuen GAULT MILLAU WeinGuide 84 Erzeuger aus Baden ausführlich dargestellt, weitere 35 Betriebe gelten als empfehlenswert.

Franken: »Gutsverwalter des Jahres« von Schloss Hallburg

Der »Gutsverwalter des Jahres« kommt wieder einmal aus Franken. In keinem anderen Gebiet wurde diese Ehrung bislang so oft verliehen, was an der Häufung der großen Spitäler und Güter liegt. Diesmal wird Georg Hünnerkopf vom Weingut Graf von Schönborn auf Schloss Hallburg ausgezeichnet.

Zwar muss sich der verdiente Betriebsleiter die Ehre mit seinem Kollegen vom Domänenamt Schönborn im Rheingau teilen. Doch tut dies der Leistung Hünnerkopfs nach Ansicht der Herausgeber des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne, nicht den geringsten Abbruch. Sie finden es beispielhaft, wie der Verwalter das Gut aus einer Schwächephase wieder nach oben geführt habe.

Mit dem Vier-Trauben-Trio von Fürst Castell, Rudolf Fürst und Horst Sauer ist die fränkische Betriebshierarchie unverändert geblieben. Unter den Drei-Trauben-Gütern rangiert jetzt neben Schönborn auch das Weingut Bickel-Stumpf, das sich in den letzten Jahren kontinuierlich nach vorn gearbeitet hat. Aufsteiger mit zwei Trauben ist Höfler, ein Spessart- Weingut, das näher an Frankfurt denn an Würzburg liegt. Die Zahl der Nachrücker ist bemerkenswert. Insgesamt fünf Betrieben verlieh die Redaktion die erste Traube.

Das Wetter bescherte den Winzern in Franken im Jahrgang 2007 eine wahre Achterbahnfahrt. Entsprechend unterschiedlich sind die Ergebnisse, haben die kritischen Prüfer bei den Verkostungen festgestellt.
Erneut ist vor allem der Silvaner sehr gut ausgefallen. Erfreulich finden die Herausgeber auch, dass die im Vorjahr oft notierten hohen Alkoholwerte auf moderate Höhen zurückgeführt wurden. Positives gibt es auch von den Großbetrieben zu berichten: Die Genossenschaften haben in den letzten Jahren deutlich an Qualität zugelegt.

Insgesamt werden 58 Güter und ihre Weine im neuen GAULT MILLAU WeinGuide ausführlich vorgestellt, 34 weitere schafften die Aufnahme in die Rubrik der empfehlenswerten Betriebe.

Hessische Bergstraße: Simon-Bürkle hält die Fahne hoch
Früher war das Hessische Staatsweingut – Domaine Bergstraße – der Motor der Region. Doch seit einigen Jahren ist der Glanz alter Tage verblasst, finden die Chefredakteure des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne. Nach mäßigen Jahrgängen in 2006 und 2007 stufen sie den Betrieb folgerichtig auf zwei Trauben ab. Dort stehen die Staatsdiener jetzt in einer Reihe mit Simon-Bürkle, jenem Betrieb, der derzeit die verlässlichsten Kollektionen vorweisen kann. Auch das Weingut der Stadt Bensheim kann nach einem Durchhänger wieder punkten. Alles in allem ziehen die Autoren eine mäßige Bilanz für das kleine Gebiet zwischen Darmstadt und Heppenheim, das derzeit seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfe. Viele Winzer scheinen sich mit der Erzeugung einfacher Tinkweine zufrieden zu geben, monieren Diel und Payne.

Es sei Betrieben wie der Bergsträßer Winzergenossenschaft zu verdanken, dass sich das Bild von der Region nicht völlig eintrübt.
Kein Verständnis haben die Autoren für die überproportional häufige Verwendung von Plastikstopfen in Betrieben des Gebietes. Diese seien häufig für Fehltöne verantwortlich, haben die strengen Verkoster festgestellt.
Fünf Traubenbetriebe sind im neuen WeinGuide gelistet, drei weitere Güter sind als empfehlenswert eingestuft.

Mittelrhein: Matthias Müller schafft den Sprung an die Spitze Nach seiner Kür zur »Entdeckung des Jahres« vor elf Jahren ist Matthias Müller auf seinem weiteren Weg Schritt für Schritt vorangekommen. Heute markiert er zusammen mit Florian Weingart die Spitze des Gebietes, weshalb die Verleihung der vierten Traube die logische Konsequenz ist. »Müller hat schon im Jahrgang 2006 gegen den Jahrgangstrend eine überzeugende Kollektion vorgestellt. Mit tollen Rieslingen ließ er einen ebenso gelungenen Jahrgang 2007 folgen«, lautet das Fazit der Herausgeber des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne.

Noch nie gab es am Mittelrhein so viele halbtrocken und feinherb ausgebaute Weine wie im Jahrgang 2007. Teilweise sind die Weine in der Gärung stecken geblieben, teilweise wurde ganz bewusst auf eine zu hohe Alkoholausbeute verzichtet, haben die Autoren in ihrer umfangreichen Testreihe ermittelt. Edelsüße Rieslinge wurden hingegen wenige vorgestellt. Hier verfügen die Winzer nach den reichhaltigen Jahrgängen 2005 und 2006 noch über gute Vorräte.

Neben den Spayer Weingütern Weingart und Matthias Müller sind es die altrenommierten Bacharacher Betriebe Toni Jost und Ratzenberger, die ihre Leistungen zunehmend stabilisieren. Die anderen Drei-Trauben- Betriebe folgen da mit einem respektvollen Abstand. Dieses Niveau kann das Weingut August und Thomas Perll nicht mehr halten und steigt auf zwei Trauben ab. Das Weingut Selt in Leutesdorf kann sich hingegen nun über zwei Trauben freuen.
Das von rund 450 Hektar Steillagen geprägte romantische Rheintal bleibt fest in den Händen von einigen leistungsfähigen Familienbetrieben, wovon der neue GAULT MILLAU WeinGuide 17 in der Traubenklasse vorstellt. Dazu kommen immerhin noch 12 »weitere empfehlenswerte Betriebe«.

Mosel: Dominanz in den Riesling-Hitlisten

Kein anderes Anbaugebiet verfügt über eine solche Phalanx an Spitzen- Weingütern wie die Mosel. Fünf Güter mit fünf Trauben, der Höchstbewertung für die weltbesten Erzeuger, dazu zehn Vier-Trauben-Betriebe. Zu diesem erlauchten Kreis zählt nun auch wieder Willi Schaefer, der bereits vor 12 Jahren als »Aufsteiger des Jahres« gefeiert wurde und nun seine vierte Traube zurück erhält. »Der Graacher Winzer hat seine alte Form wieder und in 2007 eine grandiose Kollektion vorgestellt«, begründen Armin Diel und Joel Payne, Chefredakteure des GAULT MILLAU WeinGuide, ihre Entscheidung.

Doch auch eine Etage tiefer in der Hierarchie zeigt sich die Mosel im Aufwind.
Allein fünf Güter schafften den Sprung in die Drei-Trauben-Klasse (Adam, Erbes, Dr. Hermann, Lubentiushof und Melsheimer), sogar sechs Betriebe können sich nun mit der zweiten Trauben schmücken. Große Dynamik herrscht auch eine Stufe darunter. Insgesamt acht Güter dürfen sich über ihre erste Traube freuen, darunter als reines Sektgut St. Laurentius in Leiwen. Auch unter den empfehlenswerten Betrieben gibt es erneut einige Entdeckungen zu machen.

Ihre Dominanz spielt die Mosel regelmäßig auch bei der Bundesfinalprobe aus. Von den 50 zu vergebenden Plätzen der besten Rieslinge des 2007er Jahrgangs belegten Weine aus Mosel-Gütern alleine 22. Vor allem feinherbe Rieslinge, Spät- und Auslesen sowie edelsüße Gewächse sind ihre Hausmacht. Die größten Lorbeeren ernteten die Güter Joh. Jos. Prüm in Bernkastel-Wehlen und Heymann-Löwenstein in Winningen mit je vier Platzierungen sowie Fritz Haag in Brauneberg mit drei Nennungen.

Den Vogel schossen diesmal Fritz Haag und Clemens Busch ab, die jeweils einen Siegerwein des Jahres stellen. 97 Punkte gaben Diel und Payne der langen Goldkapsel Auslese Nummer 15 aus der Brauneberger Juffer-Sonnenuhr: »Überwältigendes Süße-Säure-Spiel, hintergründiges Raffinement«. Bester edelsüßer Wein des Jahrgangs wurde eine Trockenbeerenauslese aus der Pündericher Marienburg von Clemens Busch mit 99 Punkten: »Opulentes Quittengelee-Aroma, eröffnet ungeahnte Dimensionen«.

Insgesamt 115 Betriebe und ihre Weine haben die Autoren an Mosel, Saar und Ruwer ausführlich besprochen, soviel wie in keiner anderen deutschen Weinregion. Dazu kommen 58 als empfehlenswert eingestufte Güter. (Anmerk. K&M: dazu gehört auch Olaf Schneider)

Nahe: Crusius stößt in die Spitze des Gebietes vor

Das Spitzen-Trio der Nahe hat sich zu einem Quartett verstärkt. Zu den beiden Fünf-Trauben-Betrieben Dönnhoff und Emrich-Schönleber sowie dem bislang einzigen Vier-Trauben-Gut Schäfer-Fröhlich ist nun Dr. Crusius gestoßen. Das Traiser Traditionsgut von der mittleren Nahe hatte schon unter Vater Hans Crusius goldene Zeiten erlebt, an die Peter Crusius nun anschließt und somit die vierte Traube für sich verbucht. Zusammen mit dem nicht gelisteten Schlossgut Diel in Burg Layen – Armin Diel ist Chefredakteur des GAULT MILLAU WeinGuide – bilden die besten Nahe-Betriebe nun eine Führungsformation, die bereits weltweit von Riesling-Kennern hoch geschätzt wird.
Das große Leistungsspektrum schlägt sich auch in den Hitlisten der besten Rieslinge Deutschlands im Jahrgang 2007 nieder. Insgesamt elf Mal konnten sich Naheweine unter den 50 besten in fünf Kategorien platzieren.

Den Vogel schoss dabei Werner Schönleber aus Monzingen ab, der die Kategorie der halbtrockenen und feinherben Rieslinge für sich entscheiden konnte. Der Monzinger Halenberg »R« ließ sogar die mächtige Phalanx der Rieslinge von Mosel und Saar hinter sich. »Ein Bukett von köstlicher Vanillecreme, sanfte Mineralität, etwas von einem Apfel aus dem Garten Eden«, notierte Chefredakteur Joel Payne bei der Bundesfinalprobe.

Gleich drei »Große Gewächse« von der Nahe gehören zu den besten zehn trockenen Rieslingen des Landes. Erneut sind es ein Monzinger Halenberg von Schönleber (»wie eine frische Meeresbrise«) und gleich zwei Dönnhoff-Weine: Die Niederhäuser Hermannshöhle ist für die Verkoster ein Wein »wie in Stein gemeißelt«, das Norheimer Dellchen erinnert an »bezaubernde Aromen von Pfirsich und Wildkräutern«. Überhaupt Dönnhoff: Insgesamt fünf seiner Rieslinge schrieben sich in die Siegerlisten ein.

Neben Dr. Crusius schaffte mit Jakob Schneider aus Niederhausen ein weiteres Gut der mittleren Nahe den Sprung in die nächsthöhere Klasse: von zwei auf drei Trauben. Zwei neue Gesichter gibt es unter den Ein- Trauben-Gütern: Albert Gälweiler aus St. Katharinen und Karl Stein aus Oberhausen. Insgesamt 38 Betriebe haben die Autoren ausführlich beschrieben und deren Weine bewertet, 17 weitere werden empfohlen.

Pfalz: Volker und Werner Knisper sind »Winzer des Jahres«

Die »Winzer des Jahres« kommen diesmal aus der Pfalz. Es gibt nur wenige Ausnahmegüter in Deutschland, die gleichermaßen mit trockenen Weiß- und Rotweinen auftrumpfen können. Werner und Volker Knipser gelingt dies seit Jahren, wenngleich der Spätburgunder im Mittelpunkt steht und die besten Ergebnisse hervorbringt. »Wir kennen zudem keinen anderen deutschen Betrieb, der eine solch breite Palette an hochklassigen Merlot-, Cabernet- und Syrah-Weinen vorstellen kann«, begründen die Chefredakteure des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne, die Verleihung der höchsten Auszeichnung. Erneut stellt die Pfalz den besten Rotwein in ganz Deutschland.
Trotz aller Bemühungen der badischen Konkurrenz trägt Friedrich Becker zum sechsten Male in Folge diese Ehrung nach Hause. Diese Leistung ist ohne Beispiel in der 16-jährigen Geschichte des WeinGuide. Becker konnte auch noch zwei weitere Weine in der Top Ten platzieren. Ähnlich erfolgreich ist nur noch das Weingut Rebholz aus Siebeldingen, das ebenfalls drei Weine in einer Kategorie unterbringen konnte: bei den weißen Burgundersorten.

Insgesamt erreicht die Pfalz zehn Nennungen in den Spitzenreiterlisten, darunter allein neun bei den Burgundersorten.
Weiterhin führt Hansjörg Rebholz in Siebeldingen die Phalanx der Spitzenbetriebe der Pfalz alleine an. Dem einzigen Fünf-Trauben-Betrieb folgen zehn Vier-Trauben-Güter und 19 in der Drei-Trauben-Kategorie.
Den Sprung in die Zwei-Trauben-Klasse schafften Matthias Gaul in Grünstadt- Asselheim und Jürgen Leiner in Ilbesheim. Das Traditionsgut Karl Schaefer in Bad Dürkheim muss hingegen eine Abstufung auf zwei Trauben verkraften. Insgesamt drei neue Betriebe wurden in die Traubenklasse aufgenommen: Georg Naegele in Neustadt-Hambach, Dominik Sona in Esthal und das Weingut Wolf in Bad Dürkheim-Ungstein.

Insgesamt zählen die Autoren 86 Erzeuger zu den Traubenbetrieben. Außerdem werden 35 weitere Betriebe empfohlen.

Rheingau: Die »Kollektion des Jahres« kommt vom Schloss Johannisberg

In den letzten Jahren waren es meist ehrgeizige Familienbetriebe, die das Heft des Handelns im Rheingau in die Hand genommen hatten. Doch diesmal erkennen die Herausgeber des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne, zumindest in Ansätzen eine Renaissance der großen Traditionsgüter, die im Rheingau über Jahrhunderte das Sagen hatten.
Gleich zwei Ehrungen legen davon beredt Zeugnis ab.
Zum einen ist es das majestätisch über der Region thronende Schloss Johannisberg, das unter der Ägide des neuen Direktors Christian Witte zu alter Größe mutiert. Schon in 2006 überraschte das Gut mit einem der besten trockenen Rieslinge des Jahrgangs. 2007 landeten gleich vier Weine von Schloss Johannisberg in den Spitzenreiterlisten: in den Kategorien trockener Riesling, Riesling Spätlese, Riesling Auslese und Edelsüß.
»Diese Vorstellung war so überzeugend, dass sich der Titel »Kollektion des Jahres« geradezu aufdrängte«, begründet Armin Diel die Verleihung des hohen Auszeichnung und den Aufstieg auf vier Trauben.

Vier Trauben zieren jetzt auch das Domänenweingut Schloss Schönborn – und der Titel »Gutsverwalter des Jahres«. Zwar muss sich Peter Barth die Ehrung mit seinem Kollegen im fränkischen Weingut des Grafen Schönborn teilen, doch tut dies seiner Leistung nicht im Mindesten Abbruch.
»Kein anderes Weingut im Rheingau kann im Jahrgang 2007 mit einer überzeugenderen Phalanx trockener Erster Gewächse aufwarten«, hat Herausgeber Armin Diel bei seinen akribischen Verkostungen festgestellt.

Der Rheingau entwickelt sich auch immer mehr zu einem Qualitätszentrum für Winzersekt. Gleich fünf der besten zehn Sekte Deutschlands kommen aus dieser Region. Am besten schnitt das Wein- und Sektgut Barth ab, das gleich zwei seiner Sekte platzieren konnte: den Riesling extra Brut und den Pinot Ultra Brut. Doch auch Wegeler, Mohr Erben und Solter gehören zu den Siegern.

An der Spitze der Hitliste mit fünf Trauben steht nach wie vor unangefochten das Weingut Robert Weil in Kiedrich. Dahinter tummeln sich jetzt sechs Vier-Trauben-Betriebe. Barth, Robert König und F.B. Schönleber sind die Aufsteiger in der Drei-Trauben-Kategorie. Von Mumm und W.J. Schäfer in Hochheim freuen sich über zwei Trauben. Drei Neulinge begrüßt die Redaktion in der Ein-Trauben-Riege: Stefan Breuer, Chat Sauvage und das Weingut Crass.

Im neuen GAULT MILLAU WeinGuide werden insgesamt 63 Güter und ihre Weine ausführlich vorgestellt. 12 weitere empfehlenswerte Betriebe runden das Angebot aus dieser Region ab.

Rheinhessen: Daniel Wagner ist »Aufsteiger des Jahres«

Die beiden etwas einsam an der Spitze stehenden Güter Keller (fünf Trauben) und Wittmann (vier Trauben) haben Gesellschaft bekommen. Durch den Aufstieg des Weingutes Wagner-Stempel von drei auf vier Trauben ist aus dem Duo ein Führungs-Trio geworden. Zugleich kürte die Redaktion des GAULT MILLAU WeinGuide Wagner Stempel zum »Aufsteiger des Jahres«. »Diese Auszeichnung ist auch Anerkennung für die Pionierarbeit, die Daniel Wagner über Jahre im Westen des größten Anbaugebietes geleistet hat«, begründen die Chefredakteure Armin Diel und Joel Payne ihre Auswahl.
Waren es bislang oft Keller und Wittmann gemeinsam, die das Gebiet in den Spitzenreiterlisten der besten Weine Deutschlands vertraten, so hält Keller im Jahrgang 2007 im Alleingang die Fahne der Region hoch. Sage und schreibe acht Weine hat der Ausnahmewinzer aus Flörsheim- Dalsheim unter die besten 50 Rieslinge Deutschland gebracht, davon allein vier unter den zehn besten trockenen. Keller belegt in dieser Kategorie die ersten drei Plätze: Das gab es noch nie! Dazu kommen noch eine Spätlese, eine Auslese und zwei Trockenbeerenauslesen – kein anderes Weingut in Deutschland kann auch nur annähernd so viele Nennungen vorweisen.

In der Gebiets-Hitliste bildet sich hinter Keller, Wittmann und Wagner- Stempel eine massierte Drei-Trauben-Riege heraus. Die Weingüter Dreißigacker, Spieß und Winter sind aufgestiegen, Gunderloch ist abgestiegen und tritt ebenso dieser Gruppe bei, die jetzt über neun Mitglieder verfügt. Aufgewertet wurde auch die Zwei-Trauben-Kategorie mit den Aufstiegen des Wein- und Sektgutes Hofmann, von Georg Gustav Huff und Arndt F. Werner.

Die Dynamik, vor allem unter den Jungwinzern, ist im größten deutschen Weinanbaugebiet ungebrochen. Auch diesmal gibt es gleich fünf neue Traubenbetriebe: Bischel in Appenheim, Burgunderhof in Worms- Pfeddersheim, Dr. Koehler in Bechtheim, Meiser in Gau-Köngernheim und Villa Sachsen in Bingen. Insgesamt 67 Trauben-Betriebe werden ausführlich beschrieben. 61 weitere sind als »empfehlenswert« eingestuft, darunter einige Neulinge.

Saale-Unstrut: Die Basisweine konnten profitieren

Von einer frühen Lese, wenig Fäulnis und reifem Lesegut profitierten im Jahrgang 2007 vor allem die Basisqualitäten im nördlichsten Weinanbaugebiet Europas. Auf der anderen Seite gab er aber kaum edelsüße Spitzenqualitäten, haben die Chefredakteure des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne, in ihren umfangreichen Verkostungen festgestellt.

Bernhard Pawis steht zwar nach wie vor allein an der Spitze von Saale- Unstrut. Doch die Konkurrenz schläft nicht. André Gussek macht sich auf die Verfolgung mit eigenständigen Weinen, die immer besser werden.
Einen deutlichen Aufschwung verzeichnen die Autoren aber vor allem im Weingut Lützkendorf, das vor Jahren bereits einmal an der Spitze gestanden hatte und nun mit mineralisch-trockenen Gewächsen auftrumpft. Doch auch der dritte im Bunde der Zwei-Trauben-Betriebe, das Weingut Klaus Böhme, festigt seine Position.
Das Thüringer Weingut Bad Sulza und das Harzer Weingut Kirmann tragen jeweils eine Traube. Weitere acht Betriebe halten die Autoren für empfehlenswert. Darunter sind auch die Winzervereinigung Freyburg, das Landesweingut Kloster Pforta und die Naumburger Wein- und Sektmanufaktur.

Ganz neu ist das Weingut Salsitz, unweit der Weißen Elster gelegen. Für die nächsten Jahre rechnen Diel und Payne mit weiteren Neulingen, denn in Thüringen werden die Rebflächen ebenso erweitert wie am neu entstehenden Geiseltalsee.

Sachsen: Zeit des Experimentierens ist vorbei

Nach Jahren des Experimentierens haben fast alle Betriebe im östlichsten Anbaugebiet der Republik ein eindeutiges Sorten- und Betriebsprofil gefunden. Dies ist das Fazit der Herausgeber des GAULT MILLAU Wein- Guide, Armin Diel und Joel Payne, die sich ein umfassendes Bild vom Jahrgang 2007 gemacht haben. Allerdings sind nicht alle Weine ohne Fehl und Tadel. »In manchen Betrieben wurde aus Angst vor Fäulnis zur Sicherheit allzu früh gelesen. Dies ist vor allem dem spät reifenden Riesling nicht immer gut bekommen«, haben die Autoren festgestellt.
Schloss Proschwitz in Meißen und Klaus Zimmerling in Dresden-Pillnitz haben sich längst in der Drei-Trauben-Klasse etabliert. Beide stellen Jahr für Jahr eine große Bandbreite an Spitzenweinen vor. In der Zwei- Trauben-Riege zeigt die Tendenz im Staatsweingut Schloss Wackerbarth weiterhin nach oben, vor allem mit deutlich besseren Basisweinen. Martin Schwarz ist Kellermeister bei Schloss Proschwitz, doch auch seine eigenen Weine, die er quasi nach Feierabend und am Wochenende erzeugt, können überzeugen.

Neuling unter der Ein-Trauben-Gütern ist das Weingut Drei Herren, ein ungewöhnlicher Zusammenschluss dreier Besitzer im ehemaligen Weingut Herrmannsberg. Karl-Friedrich Aust und Vinzenz Richter runden diese Kategorie ab. Jetzt sind es ingesamt schon sieben Güter, die mit einer oder mehr Trauben ausgezeichnet wurden. Dazu kommen noch vier empfehlenswerte Betriebe.

Württemberg: Genossen gut für drei Trauben

Württemberg ist das Land der Genossenschaften. In keinem anderen Anbaugebiet ist der Anteil der Kooperativen so hoch wie hier.
Über viele Jahre hinweg haben sie die Erzeugung feiner Weine weitgehend den privaten Weingütern überlassen. Doch es gibt Ausnahmen. Ein leuchtendes Beispiel dafür ist die Weinmanufaktur Untertürkheim, die nunmehr in die Drei-Trauben-Kategorie aufsteigt. »Dieser Betrieb hat eine durchgängige Qualitätsphilosophie etabliert, wobei nicht nur die Spitzen, sondern auch der Mittelbau und das Basissegment bemerkenswert sind«, loben die Chefredakteure des GAULT MILLAU WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne.

Gert Aldinger bleibt die dominante Figur unter den führenden Winzern der Region. Ebenso unverändert ist die Verfolgerposition von Rainer Schnaitmann, der nach wie vor mit seinen Rotweinen punkten kann. Beide führen mit jeweils vier Trauben die Spitze der besten Betriebe im Ländle an. Nicht vergessen darf man den Spezialisten Schwegler in Korb, der mit seinem grandiosen Granat wieder einmal den besten Rotwein in Württemberg auf den Tisch stellte. Starke Auftritte hatten erneut Ernst Dautel, Jürgen Ellwanger und Hans Haidle.

Neben den Genossen aus Untertürkheim konnte sich auch Wolfgang Klopfer eine Spielklasse höher platzieren und hat jetzt zwei Trauben.
Den Aufstieg in die Traubenklasse schafften das Heilbronner Weingut Schäfer-Heinrich und Schloss Lehrensteinsfeld. Dort hat der junge Franke Christoph Ruck fast im Alleingang eine Renaissance ausgelöst.

Die Autoren stellen die 34 besten Betriebe des Anbaugebietes ausführlich mitsamt ihren Weinen vor und geben 21 weitere Empfehlungen, die oft zu interessanten und noch immer preiswerten Weinen führen.

GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2009
16. Jahrgang, 842 Seiten
29,95 Euro (D) I 30,80 Euro (A) I 49,90 SFr
ISBN 978-3-88472-912-0 (Bestell-Link)
Christian Verlag, München

http://www.gourmet-report.de/artikel/22387/GAULT-MILLAU-WeinGuide-2009.html

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„Le nouveau Alsace est arrivée – entdecke das neue Elsaß“

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 22 November 2008

Bei der Jahrgangsprobe Anfang September 2008 im Weingut Breuer zu Rüdesheim präsentierte Marc Kreidenweiss, Winzer aus Andlau im Elsaß, seine Weine, zwar nicht im direkten Vergleich mit den Rheingauer Unikaten – aber er blieb selbst ein Unikat, denn so singulär die Breuer´schen Weine sind, so einzigartig ist die unbestritten hohe Qualität – nicht nur der Kreidenweis´schen Weine – im Elsaß.

Die letzte Elsaß-Probe des alten Rhein-Main-Stammtisch lag nun nun auch schon fast 4 Jahre zurück, auch im einschlägig bekannten Handel – ein, zwei Alibiweine im Regal – ist es in den vergangenen Jahren sehr still geworden um die traditionsreiche Weinregion – zumindest hier bei uns in Deutschland.

Wer aber meint, dass Elsaß sei in seiner Tradition erstarrt und wenig innovativ, der irrt gewaltig. Die Region ist nachwievor in vielen Sachen im Weinbereich Vorreiter. Stichwort Biodynamik, hier ist die Hochburg, nirgendwo sind auf so engen Raum so viele innovative Winzer versammelt. Jean-Michel Deiss, Marc Kreidenweiss, Odile Weber, Valentin Zusslin, Martine & Etienne Sipp, Silvie Spielmann, Jean-Luc Schaerlinger , Albert Mann, Trimbach, Domaine Faller und, und und.

Gründe genug also, zu einem Weinabend in den Räumlichkeiten bei K&M Gutsweine einzuladen, der 13 Weinfreundinnen und Weinfreunde gefolgt sind.

Weine zum Rhein-Main-Stammtisch Ort: K&M Gutsweine Thema: Elsass Datum:21.11.2008

2005 Cremant d´Alsace AOC brut 12%
Pinot Auxerrois, Pinot Blanc Domaine Odile Weber / Eguisheim / Preis ab Weingut: 8,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Odile Weber bewirtschaftet rund um Eguisheim gut 4,5 Hektar seit 2004 biodynamisch, allerdings nicht konsequent nach der Steinerschen Theorie, denn “das wäre zu zeitaufwändig”, sie ist ja schließlich auch noch Mutter von ihren Kindern und auch als Reikipädagogin tätig (sprich: Ree-Kii) eine sehr alte Heilmethode, die universelle Energien dem Körper zur Selbstheilung zur Verfügung stellt. Der Boden ist eine Mischung aus Lehm und Kreide, der hohe Anteil der Kreide im Boden gibt dem Wein seine Mineral- und Zitrusfruchtnoten. Aber auch der Gewürztraminer Grand Cru profitiert von diesen Gegebenheiten.

Degustationsnotiz Armin:
Weniger ein Sekt, der durch frische Frucht begeistert, hier schmeckt man eher würzige Aromen, auch Kräutertee, Kamille, dazu Weißbrot, dezent Birne ud Waldmeister. Auch etwas Marzipan oder Kirschkern. Schwingt würzig aus, nachhaltig. Perlage könnte etwas feiner sein.

Nachverkostung 22.11.2008 Bernd
Nachwievor wie auch schon am Abend geäußert feine Perlage, cremig, würzig. Auch 2 Kunden fanden diesen Cremant sehr schön.

2007 Sylvaner AOC Domaine Odile Weber 12,5%
Preis ab Weingut 4,75 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Die Weinberge von Odile Weber – geschützt durch die Ausläufer der Vogesen -, befinden sich auf einem Kalk/Tonboden. Sie werden seit 1992 biologisch bewirtschaftet, seit 2004 wird die biologisch-dynamische Anbauweise praktiziert. Die Weinbereitung erfolgt sehr natürlich, ohne Enzyme, mit wenig oder gar keiner Chaptilisation, ohne synthetische Stabilisatoren. Schwefel wird geringer eingesetzt als im konventionellen Bereich üblich. Auf dem Etikett ihrer Weine ist die seltene zierliche Weinbergtulpe abgebildet.. Diese Sylvaner Rebstöcke wurden 1992 gepflanzt

Degustationsnotiz Armin:
Präsentierte sich zuerst recht blumig (süßliche Blütendüfte), duftig, fast aber auch schwül, orientalisch, exotisch. Die Frucht erinnert an Aprikose. Mit Luft und Zeit wird der Wein aber immer eleganter. spannend.

Nachverkostung 24.11.2008 Bernd
wunderbarer floraler Duft, auch reifes Steinobst, auf der Zunge kräftig und konzentriert, gegen Ende Vanille, etwas exotisch, endet etwas auf einer Art rauhen Tanninstruktur. Wunderbares Preis/Genuß-Verhältnis!

2003 „S“(poren) de Hugel Hugel et Fils 13%
Preis ab Weingut 11,92 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Cuvée aus Riesling, Gewürztraminer, Muskat, Pinot Gris
Das Weingut und Handelshaus ist seit dem Jahre 1639 in Familienbesitz und war schon im 18. und 19. Jahrhundert für seine Weine berühmt. Im Jahre 1902 wurde von Frédéric Emile Hugel der heutige Hauptsitz in Riquewihr gegründet, wobei das Gebäude vom Erzkonkurrenten Trimbach gekauft wurde. Heute wird das Familien-Unternehmen von Jean-Philippe und Etienne Hugel geleitet, Marc Hugel ist Kellermeister. Die Weingärten umfassen 25 Hektar Rebfläche, davon rund die Hälfte in den Grands Crus Schoenenbourg und Sporen. Jean Hugel war Verfechter und Initiator des Grand Cru Systems. „ 500 Jahre lang war der Sporen ein Stück Land von fünf Hektaren. Hätte man nun diese Lage für die Grand-cru-Appellation auf 18 Hektaren festgelegt, hätte ich das als Kompromiss akzeptieren können. Doch nun umfasst der Grand-cru-Sporen über 50 Hektaren. So hat man den Sporen richtiggehend massakriert!» schimpft er. Hugel verwendet daher nicht die AC Alsace Grand Cru (die Lagenamen erscheinen nicht auf dem am Etikett, sondern vermarktet die Weine unter der AC Alsace. Die Weinberge sind zum Großteil mit Riesling und Gewürztraminer (je 40%), sowie Pinot Gris und Pinot Noir bestockt. Es wird naturnaher Weinbau praktiziert. 9g Restzucker.

Degustationsnotiz Armin:
Rieslingnase, eher geradlinig, Citrus (sehr guter Limoncello) Sehr schön harmonisch, balanciert. Zum Abgang feine Bitternote, Citruszesten. In sich sehr stimmiger Wein.

Nachverkostung 24.11.2008 Bernd
2003er Schwere kommt jetzt deutlicher durch, leichte Bitternoten, abgebaut, warme Ausstrahlung, sollte ausgtrunken werden.

2007 Riesling Andlau AOC Marc Kreydenweiss 13%
Preis ab Weingut 12,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Marc Kreydenweiss ist ein überzeugter Anhänger des biodynamischen Weinbaus. Entgegen dem modischen Trend, der die elsässischen Weine immer süßer werden lässt, setzt er auf wirklich trockene, mineralische Weine. Der “Andlau” ist der kleine Riesling der Domaine. Er wächst auf flach gelegenen Grauschieferböden zu Füßen des Grand Cru Wiebelsberg. Gärung und Ausbau in großen Fässern. Weniger als 2g Restzucker

Degustationsnotiz Armin:
Schöne goldgelbe Farbe, sehr fein und elegant in der Nase, Grapefruit, Zitrone. Packende, straffe Säure. Muss man sicher mögen. Für mich aber absolut reife Säure, deshalb durchaus bekömmlich. Auch der Geschmack von Grapefruitfleisch und den Häuten. Sicher ein Wein, der polarisiert, mir (Armin)machte er sehr viel Spaß. Mit nur 2gr RZ richtig trocken. (Erinnerte mich ein klein wenig an den Zechpeter von Minges)

2004 Riesling “Geisberg” Grand Cru André Kientzler (keine Homepage) 13%
Adresse: 50, route de Bergheim Ribeauvillé
Bezug: Boutique Vini (Riquewihr) 26,90 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
45 Jahre alten Reben stehen auf kalkhaltigen Böden mit guter Drainage; André Kientzler, vom Gault Millau zum König des Riesling ernannt, bewirtschaftet die 10 ha große Domäne in Ribeauvillé. Diese Ortschaft im Herzen des Elsaß verfügt über ausgezeichnete Gr. Cru-Lagen, wobei dem nach Süden exponierten, in Terassen angelegten Geisberg die erste Stelle gebührt. Aus diesem Weinberg gewinnt André Kientzler wahrlich große Rieslinge. Es sind sehr klare Weine voller Finesse, die einige Jahre Reife benötigen. Gault Millau, Vin 2006 S. 78: ****(*) (= herrausragende) Domäne :„… A. Kientzler liebt klare und ausgewogene Weine, ..dem Terroir verpflichtet, erlangt der Riesling Geisberg eine unglaubliche Finesse…

Degustationsnotiz Armin:
Irgendwie erinnerte mich dieser Wein in der Nase sofort an meine ersten Elsaß-Reisen vor 15 Jahren. Intensiv, kraftvoll, eher exotische Früchte, Mango, Maracuja, ein Hauch von ACE-Saft. Erstschlucksüße,(Gerhard) schöne cremige Textur, endet eher trocken. Sehr gelungen.

2003 Riesling „Zinnkoepflé“ Grand Cru Dom. Schlegel-Boeglin (Keine Webseite)13%
Adresse: 22 A, Rue d’Orschwihr, 68250 WESTHALTEN
Preis ab Weingut 18 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Der Muschelkalk des Zinnkoepflé, gepaart mit sehr niedrigen Niederschlägen (270 mm während der Vegetationszeit dank des besonderen Schutzes durch die Petit und Grand Ballon), ergibt Weine mit einem großen Bukett, würzig und feurig, besonders beim Gewürztraminer. Paradoxerweise gedeiht der Riesling ganz fein und in diskreter Harmonie.

Degustationsnotiz Armin:
Zuerst Petrol in der Nase, aber noch schön (wenn es zuviel wird mag ich das einfach nicht), eher mineralisch, herbe Noten in der Nase, die mineralischen Noten wiederholen sich auch im Mund, hier zeigt er aber eher eine dezente Süße, die aber wirklich gut eingebunden ist. Sehe ich eher als Essensbegleiter, vielleicht zu thailändisch inspirierter Küche.

2005 Riesling „Kastelberg“ Grand Cru Marc Kreydenweiss 12,5%
Preis ab Weingut 40,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Ca. 4g RZ, schwarzer Schieferboden, Gärung und Ausbau in großen Fässern. nicht chaptalisiert, eine im Elsaß sonst übliche Praxis. Über zehn Jahre lang produzierte Kreydenweiss brave Durchschnittsweine und lebte gut damit, bevor er ab 1983 konsequent auf Qualität setzte. Neunzig Prozent der alten Stammkunden mochten diesen Kurswechsel nicht und sprangen ab. Das brachte am Anfang Probleme, doch inzwischen sind seine Weine rar wie noch nie. Und der 58 jährige aus Andlau ist neben André Ostertag die zweite grosse Winzerpersönlichkeit im Unterelsass, von dem wichtige Impulse ausgegangen sind. Er arbeitet streng biodynamisch nach der Philosophie von Rudolf Steiner und beweist, dass man auch in einer nördlich gelegenen Weinbauregion wie dem Elsass ohne Pestizide, Herbizide oder Fungizide auskommen kann. Ertragsbeschränkung auf 400 g pro Quadratmeter. Alte Lagen, die wegen ihres enormen Gefälles längst aufgegeben wurden, kaufte und bepflanzte er mit alten Selektionen von Riesling- und Pinot-Gris-Stöcken.

Degustationsnotiz Armin:
Der erste Eindruck, Wurstküche, dann feine Birnennoten, viel Kräuter, herb, Thymian, schwarze Johannisbeere, sehr fest, straff, sehnig, definiert. Prägnant, dunkle Aromatik, auch Noten von Lakritz. Sehr spannend, sehr komplex, entwickelt sich von Minute zu Minute weiter. Großer Wein.

2005 Riesling Rangen de Thann Grand Cru Dom. Martin Schaetzel (keine Webseite)13,5%
Adresse: 3 rue de la Ve-Division-Blindée, 68770 Ammerschwihr
Bezugsquelle: Boutique Vini (Riquewihr) 28,90 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
COUP DE CŒUR ** GUIDE HACHETTE 2008; 8,2g Restzucker; Jean Schaetzel, Winzer von 13 ha Reben in Ammerschwihr, erzeugt seine Trauben seit 1980 biologisch. Im Kampf gegen den falschen Mehltau störte ihn dabei der hohe Einsatz von Kupfer. So stieß er auf die Ideen der Biodynamik und versucht seitdem ein natürliches Gleichgewicht im Weinberg zu erreichen. Seit 1998 ist er als biodynamischer Betrieb (Demeter) zertifiziert, der Einsatz von Kupfer ist auf deutlich unter 2 kg/ha gedrückt. Wichtigstes Ziel der Weinbergsarbeit ist ein aktives Bodenleben mit Mikro-Organismen, Bakterien und Kleinlebewesen, denn diese schließen den Wurzeln Nährstoffe und Mineralien auf. Bei der Dauerbegrünung wird auf Vielfalt wert gelegt, auch darauf, dass sie gezügelt wird. Zweimal jährlich wird der Boden umgebrochen, damit genügend Sauerstoff in den Boden gelangt. Zur gezielten Düngung wird biologischer Kompost eingesetzt, der ein Gemeinschaftsprodukt von 10 Winzern ist. Das gezügelte Wachstum der Reben wird begleitet durch Maßnahmen zur Erhöhung ihrer Widerstandsfähigkeit. Dazu gehört das Ausbringen von Pflanzenextrakten und das Besprengen mit dynamisiertem Wasser in homöopathischen Mengen (10 Ltr/ha). Was anfänglich im Dorf belächelt wurde, hat inzwischen zu sechs biodynamisch arbeitenden Nachahmern geführt. So unspektakulär Jean Schaetzel seine Weinbergsarbeit verrichtet, so einfach ist auch seine Arbeit im Keller. Wichtig sind ihm die sehr schonende Pressung der Trauben, die spontane Gärung (ohne besondere Temperatur-kontrolle) und eine monatelange Reifung der Weine auf der vollen Hefe im Holzfass.

Degustationsnotiz Armin:
Hochfarben, auch in der Nase deutliche Botrytisanmutung, Typ: trockene Botrytisauslese. Karamell, bitter, würzig, barock. Braucht auch Zeit und Luft, dann kommt etwas Frucht, reifer Pfirsich und Pfirsichschale. So etwas muss man mögen. Sicher spannend, aber doch eher nicht trinkanimierend. Interessant, dass die Botrytisbitternis doch insgesamt gut eingebunden ist, auch der Alkohol.

Nachverkostung 25.11.2008 Bernd
Im Duft Honig und etwas Bienenwachs. Am Gaumen dicht, komplex, Süße, etwas Pfirsichnoten, im Hintergrund stramme, noch recht dominante Säure, die der Süße die Breite nimmt, sehr dicht und dennoch frisch und nicht schwerfällig. Keine Alkoholdominanz, der Wein ist immer noch top in Schuss und zeigt eher eine Rundung denn einen Abbau. Typ Essenswein.

2005 Riesling Rangen „Clos Saint-Theobald“ Grand Cru Domaine Schoffit (keine Webseite) 13,2%
Bezugsquelle: Boutique Vini (Riquewihr) 28,90 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Bis zu 68 Grad Hangneigung hat der Grand Cru „RANGEN“ in den Gemeinden Thann und Vieux-Thann, der einzige Weinberg im Elsaß mit ausschließlich vulkanischem Boden in ausschließlich südlicher Ausrichtung. Innerhalb des RANGEN besitzt Bernard Schoffit 4 Hekar des legendären Weingarten „CLOS SAINT-THEOBALD“, der die Domaine Schoffit berühmt gemacht hat. Ganztraubenpressung, Spontanvergärung, behutsame, geringe Filtration, organische Düngung sind die Eckpfeiler für große Weine. 9 g RZ (Restzucker) 91/100 Punkte Steven Tanzer: Ripe aromas of butter, lichee and smoked meat, complicated by earthy and salty nuances. Sweet, dense and concentrated but given shape by firm, juicy acidity. At once full and lively, with a powerful mineral underpinning. There’s something almost gewurztraminer-like in the wine’s spiced meat and saline elements, yet this comes across as quite elegant. A soil-driven, very deep riesling with a very long finish.

Degustationsnotiz Armin:
„Deutscher Touch“, viel mehr Primärfrucht als bei allen anderen, Steinobst, saftig, dicht, fokussierte Säure aber auch viel Süße, mir ist die Süße etwas zu vordergründig. Liegenlassen.

Nachverkostung 5.11.2008 Bernd
Zu Beginn auch hier Süße spürbar, zunächst geht eine gute Säure und eine Frische dagegen an, letztendlich aber kommt der Wein dann doch eher wieder mit einem etwas dominaten Süßeschwänzchen daher, auch Kräuternoten kommen nun durch. Im Vergleich zum Wein davor deutlich „leichtgewichtiger“, dennoch mit Nachhaltigkeit und Druck. Wirkt auf mich etwas unruhig, hat für mein Gefühl noch deutliches Entwicklungspotential, schöne Mineralik. Gewinnt im Mund. Braucht Zeit: 2010-2018

2004 Burg (Niveau Premier Cru) Cuvée Dom. Marcel Deiss 12%
Preis ab Weingut: 33,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Cuvée aus 13 lokalen Rebsorten: Terroir – das gerade in Frankreich bis zur Ermüdung beigefügte Zauberwort für alles was sich Wein nennen darf – nimmt der JM Deiss so ernst, dass es für ihn nur folgerichtig war, dem heute üblichen rebsortenreinen Wein abzuschwören, da zu allererst der BERG und nicht die Rebe zu zeigen habe, was in ihr steckt. Nicht die Rebe sei unique, sondern der Weinberg. Das heißt: in seinen Topplagen wächst Riesling neben Grauburgunder neben Pinot Noir, neben Muskateller, neben Rot, neben Weiß. „Genau so, wie es früher immer und überall war. In Burgund, in Bordeaux, an der Loire und in Deutschland genauso“, ereifert sich Deiss. Die Bergheimer Lage „BURG“ ist durch eine mergelige Toarcium-Unterflur gekennzeichnet. Tonmergelschichten mit stellenweise kalkhaltigen & fossilienreichen Knollen bilden einen schweren und tiefgründigen Lehmboden. Dank der Topographie (mittlere, südl. ausgerichtete Hangneigung von 10-20%, Schutz durch die Vogesenwälder) entstehen kräftige, komplexe und langlebige Weine.

Degustationsnotiz Armin:
Wirkt in der Nase sehr sanft, fast zart, Honigmelone und Lagerapfel, Honig, Kerne von Steinobst, dann auch reife Aprikose. Zeigt auf solch spektakulär elegante Art seine Kraft und seinen enormen Druck, dass das mehr als beeindruckt. Nicht den Hauch von Alterung und Reife. Unglaublich stimmig, wirkt fast alterslos. Genial.

2005 Pino Gris “Clos Rebberg” AOC Marc Kreydenweiss 14%
Preis ab Weingut: 14,30 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Die Rebstöcke stehen auf Schieferböden inmitten den oberen und unteren Terrassen des Rebberg, Feuersteinnoten gelten als charakteristische Noten, am Gaumen präsentiert sich der Wein elegant. Von einer neu erworbenen, extrem steilen, terrassierten, schwierig zu bearbeitenden Lage der Domaine (die Neigung dieses großartigen Terroirs reicht bis zu 80 Prozent) 4g Restzucker

Degustationsnotiz Armin:
Noten von Vanille und Birne, auch wieder elegant und sanft. Anklänge von Bienenwachs, sehr cremige Textur, wunderschöner Trinkfluß. Klasse.

Nachverkostung 26.11.2008 Bernd
Hat sich vollkommen geöffnet, wunderbar saftig am Gaumen, italienischer Backstubenduft (Crema Pasticceria!) Tolle Perfomance, unglaublich trinkig und mit der richtigen Dosis an Kraft ausgestattet, im Hintergrund zarte Kräuternoten, ewig lang. Ganz Großer Wein! 94-96/100 Pkt.

Es folgten zwei große Töpfe mit selbstgemachtem Baeckeoffe, einem traditionellen Elsäßer Eintopfgericht, das Rezept wurde dem Kochbuch der Auberge de L´Ill entnommen.
Haeberlin, Paul ; Haeberlin, Jean-Pierre, Meisterküche im Elsass, die Auberge de l`Ill, ISBN: 3430137438 )

Nach dieser Stärkung ging es nun an die etwas schwereren Kaliber!

2005 Pino Gris Cuvée Ste.Catherine „Clos de Capucins“ Grand Cru Domaine Weinbach 14%
Bezugsquelle: Behringer (Mannheim) 30,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Das 1612 gegründete Weingut liegt am Fuß des majestätischen Schlossberges im Steingarten des ehemaligen Kapuzinerklosters. Die Mönche bauten hier bereits seit dem Jahre 890 Wein an und verliehen dem Weingut seinen Namen, nach dem kleinen Bach, der durch den Steingarten fließt. Während der französischen Revolution wurde das Kloster säkularisiert und verkauft. Seit 1898 ist es im Besitz der Familie Faller und wird seit 1979 von Colette Faller und Ihren Töchtern Catherine und Laurence geführt. Das Weingut erstreckt sich über 27 Hektar im Tal und an den Hängen um Kaysersberg. Das trockene und warme Mikroklima von Colmar wird hier durch die Südlage der Weinberge und die vor Nordwinden schützenden Vogesengipfel verstärkt. Domaine Weinbach hat 1998 begonnen, auf ökologischen Weinbau umzustellen. Alle Lagen werden jetzt nach biodynamischer Methode bewirtschaftet. Es werden keine Pestizide oder Insektizide und kein Kunstdünger verwen-det. Eine ausschließlich von Hand durchgeführte, späte Weinlese, bei optimaler Reife der Trauben, ist die Voraussetzung für die sich später entwickelnden komplexen Aromen. Nach statischem Vorklären werden die Trauben ohne Zusatz von Hefe in alten, temperatur-kontrollierten Eichenfässern zu Wein verarbeitet. Auf die Verwendung von jungem Holz wird bewusst verzichtet, um die besondere Fruchtigkeit der Weine zu bewahren. Die jährliche Produktion liegt nur bei 10.000 bis 12000 Kisten Wein, wovon fast die Hälfte vom Schlossberg stammt. 90 Parker, 92 Winespectator-Punkte, Finesse und Eleganz, stoffiger Aromatik, charaktervoller Kraft ist der Fingerabdruck diess Weines, dessen Lage als erste im Elsass den Status eines Grand Cru erhielt. ca. 11g RZ

Degustationsnotiz Armin:
Nach dem Essen erst einmal etwas schwierig, hier gab es wieder die Erstschlucksüße, dann aber fast schon salzige Mineralität. Voluninös, körperreicher Wein, wirkt aber nicht fett. Sicher mit keinem deutschen Grauburgunder zu vergleichen.

1999 Pino Gris „Sonnenglanz“ Grand Cru Domaine Bott-Geyl 13,5%
Preis ab Weingut Mai 2002 15,40 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Nach seinen Lehr- und Wanderjahren, die ihn neben Stationen in Südafrika und Australien auch zum burgundischen Kultwinzer Dominique Lafon geführt haben, übernahm Jean-Christoph Bott 1993 das elterliche Gut in Beblenheim und entwickelte sich schnell zu einem der großen Geheimtipps des Elsass. Das Weingut umfasst heute rund 13 Hektar überwiegend biologisch bewirtschafteter Weinberge, darunter auch Parzellen in vier Grand-Cru-Lagen. Niedrige Erträge, sorgfältige Weinbergsarbeit, schonende Ganztraubenpressung und langsame Vergärung lassen im Bott’schen Keller Weine von ausnehmender Komplexität und Persönlichkeit entstehen. Reichhaltige Pinot Gris, mineralische Rieslinge und markante Gewürztraminer werden hier gleichermaßen geschätzt und zeugen von der umfassenden Qualitätsphilosophie von Jean-Christoph Bott. / Parker 21.12.2001 90/100 Punkte

Degustationsnotiz Bernd Mai 2002:
Honig; Steinobst; Quitten; herrlich unterstützende Süsse. Kräftig, aber nicht plump Laaaaaaannnng.90+

Degustationsnotiz Armin:
Sojasauce, Marille, Lagerapfel, auch etwas Orange, selbstverständliche, elegante Kraft ohne vordergründige Sperenzchen. Tolle Harmonie, sehr lang.

2005 Gewürztraminer Schweigener Sonnenberg Spätlese trocken Weingut Jülg 14,5%
Preis ab Weingut (ausverkauft) 9 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Selektion der gesündesten Trauben, z.T. von französischer Gemarkung des Sonnenbergs. 18 Monate Hefelager. Sieger des Gwürztraminer – Tests im Feinschmecker 3-2007: „Mit deutlichem Abstand gewinnt Werner Jülgs opulente Spätlese aus den Schweigener Sonnenberg, der die Südpfalz mit dem Elsaß verbindet. Die faszinierend natürlich anmutende Frucht und der entspannte Fluss dieses vollmundigen und angenehm cremigen Weins sind nahezu einzigartig. Allen Juroren fiel es schwer, sich von dem Sieger mit seinem animierenden Reichtum zu trennen“

Degustationsnotiz Armin:
Wie hatte uns dieser Wein Mitte 2007 begeistert, dermaßen saftig habe ich noch keinen GT erlebt. Heute dagegen kam doch der Alkohol und die Bitternoten etwas deutlich zum tragen, so machte er einfach nicht soviel Spaß, aber zugegeben nach dem grandiosen „Sonnenglanz“ war es sicher nicht einfach.

2005 Gewürztraminer Pfersigberg Grand Cru Domaine Odile Weber 13,5%
Preis ab Weingut 10,50 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Die Grand Cru Lage ist von lehmig-kalkmergelhaltigen Böden geprägt. Er ergibt kräftige, opulente Weine, die perfekt für den Gewürztraminer sind Die Palette der Aromen reicht von Rosen und den Blättern, Blumen, Muskat, Quitten, exotischen Früchten (Litschi) , Zitronenverbene und Gewürze. Potential ab Ernte von 7 bis 10 Jahren.

Degustationsnotiz Armin:
Jetzt wurde es doch wieder deutlich frischer, schöne animierende Frucht, Litschi und Stachelbeere auch etwas von Orangen, bzw. vielleicht sogar Orangeat, ganz am Schluß dann auch etwas würzig, bittere Noten. Nach ein paar Schlucken blieb die Bitterkeit etwas hängen, kleines Fragezeichen blieb so.

2000 Gewürztraminer „Steingrubler“ Grand Cru Domaine Albert Mann 13,6%
Preis ab Weingut (Mai 2002) 14 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Der Name Steingrubler erinnert an die Sandgruben, die hier erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt sind. Der Weinberg „in der Steingrub“ wird erstmals 1487 erwähnt, und die Abtei von Marbach hatte hier zahlreiche Weinberge, die sich bereits seit Jahrhunderten besonderer Beliebtheit erfreuen. Der Steingrubler liegt bei Wettolsheim auf einem Südosthang in einer Höhe von 280 bis 350 Meter. Der Boden enthält Sand, Steine und Granitgeröll und ist ton- und kalkhaltig. Der obere Teil des Steingrublers, der sandiger ist, eignet sich besonders gut für den Riesling, der untere Teil, der reicher und kalkhaltiger ist, für den Gewürztraminer. Albert Manns Steingrubler Grands – Crus sind gute Lagerweine, haben eine klare, goldene Farbe und sind reich an fruchtigen Aromen. 94/100 Parker-Punkte, biodynamisch erzeugt.

Degustationsnotiz Armin:
Hier habe ich mir leider nicht mehr so viel notiert, der Wein war absolut Top, saftig, trinkig, da konnte man wunderbar reinschmecken, sich mit dem Wein beschäftigen, aber auch diesen einfach trinken. Zusammen mit dem Deiss vielleicht der beste Wein der Probe und ein würdiger Abschluss, bevor es dann ganz süß wurde.
Vielleicht hat ja der ein oder andere Teilnehmer hier noch genauere Notizen und stellt sie hier mit ein? Ich wollte einfach lieber genießen als notieren bei diesem Wein. Vielleicht auch nicht das schlechteste Fazit bei einem Wein.

Gemeinsam zum letzten Wein gab es dann eine selbstgemachte Tarte Tatin von Williamsbirnen.

2001 Gewürztraminer Pfersigberg Grand Cru Selection de Grains Nobles Domaine Odile Weber 13,5%
Preis ab Weingut: 32,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Die Grand Cru Lage ist von lehmig-kalkmergelhaltigen Böden geprägt. Er ergibt kräftige, opulente Weine, die perfekt für den Gewürztraminer sind Die Palette der Aromen reicht von Rosen und den Blättern, Blumen, Muskat, Quitten, exotischen Früchten (Litschi) , Zitronenverbene und Gewürze. Potential ab Ernte von 7 bis 10 Jahren.

Degustationsnotiz Armin:
Auch hier leider keine Notiz mehr auf meinem Zettel, war aber mit der Tarte ein wunderbarer Abschluss eines tollen Weinabends.

Der Dank geht an Bernd und Gerhard für eine sehr spannende Probe mit höchst eigenständigen Weinen. Interessant, die doch sehr unterschiedliche Charakteristik im Vergleich zu deutschen Weinen, viel weniger vordergründige Primäraromatik, oft sehr vielschichtig und auch hochklassig. Das Elsaß lohnt ganz sicher wieder eine Entdeckung!

Der Dank geht zurück!

Da von einigen Weinen noch ein paar Schlucke übrig geblieben sind – der ein oder andere Kandidat hätte sicher mit Luftzufuhr noch mehr Brillanz gezeigt – werden wir die ein oder andere Degunotiz nachlegen. Alle Beteiligten der Probe dürfen natürlich sehr gerne ihre Kommentare abgeben, unser Roland hat das auf seinem immer wieder gern gelesenen Blog bereits getan.

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„Machen Sie weiter so, Thomas Herter“

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 14 November 2008

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so Stuart Pigott (im Bild bei der Arbeit) nach einem langen K&M RendezVino After-Work-Weinabend am 6.11.2008 zu unserem Bordelaiser Winzer Thomas Herter (rechts im Bild) von Château Segonzac.

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Es war ein Lob, dass Thomas mit großem Stolz und enormer Freude entgegegen genommen hat und er und wir wissen, dass dieses Lob auch seinem Kellermeister Gilles Thomas gebürt.
Es war kein leichter Weg dahin, 2004 war in Deutschland Jammern und „Geiz ist Geil“ angesagt, dennoch wagte sich einer in die Selbstständigkeit und schickte ein Fax gen Bordeaux, darauf eine Weinbestellung. Keine Bestellung „ins Blaue“, die Weine haben wir mehrfach auf Messen in Hamburg, München etc. verkostet und jedesmal wurden Emotionen geweckt, das berühmte Bauchgefühl war immer Begleiter. Was gibt es Schöneres beim Wein!

Thomas schrieb damals sinngemäß (das Thermopapier ist verblasst) zurück: „Schön, dass jemand in solch schwierigen Zeiten den Schritt in die Selbstständiglkeit wagt.“ Es war harte Arbeit, die Weine in Deutschland bekannt zumachen, gerade die Seitenappellationen in Bordeaux haben es sehr schwer, sie sind fast in Vergessenheit geraten, dabei muss dem Weinfreund doch klar sein, dass man hier Bordeaux-Weine mit genau so viel Wissen und Enthusiasmus lebt und vinifiziert, wie die renommierten, aber auch deutlich teureren Prestigegüter, diese aber zu besten Konditionen erhalten kann.

Einhergehend mit der Suche nach unbekannten Winzer-Juwelen gibt es auch Journalisten, die sich diesen Weinen nicht verweigern, sondern genau diesen Gewächsen Aufmerksamkeit schenken. Seit dem 8.11.08 (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung-Kolumne) kennt nun auch Deutschland die Weine, als der renommierte Journalist Stuart Pigott die Weine entdeckte und sie zu den besten 2005ern in der Preisklasse bis 15 EUR kürte.

Aktuell stehen die 2006er Weine von Château Segonzac bei K&M im Regal. Diesesmal sind es wieder Segonzac-typischere Weine, (2005 waren Jahrgangsweine, enorm konzentriert, schwer in der Jugend zu Trinken, zur Lagerung bestens geeignet) aber dies ist nicht primär die Philosophie von Segonzac, die Weine sollen schon in der Jugend Spaß bereiten, getrunken werden und das unterstreichen sie mit den 2006ern enorm.

Aktuell gibt´s den Top-Wein des Hauses „Heritage“ als Monatswein; statt 13,90 € im November nur 12,90 €.

Alle Weine finden Sie hier:

Vom 2006er Vieilles Vignes haben wir auch Magnums und Doppelmagnums in limitierter Stückzahl vorrätig.
Fragen Sie nach: info@gutsweine.com oder 069-7171-3430 Mo-Fr.:11-19 Uhr, Sa: 10-16 Uhr oder http://www.gutsweine.com

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Weihnachten im Wildpark: Leverkusen schenkt KSC einen (wichtigen) Punkt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 8 November 2008

Karlsruher SC – Bayer Leverkusen 3:3 (1:3)

„Über den Kampf zum Spiel“, selten war eine Fußballfloskel gerechtfertigter, dahingeschrieben zu werden, als nach diesem Spiel. War der KSC in Halbzeit eins in keiner Weise auf dem Platz anwesend – man war mausetot, ein Debakel drohte, denn man lag nach 30 Minuten bereits mit 0:3 gegen den Tabellenzweiten aus Leverkusen zurück – umso beeindruckender der Sturmlauf in Halbzeit zwei, als man auf das „Heimtor“ spielte und die vielen technischen und spielerischen Mängel mit Kampf und Willen wettmachte. Bei konsequenter Chancenausnutzung wäre ein Sieg möglich gewesen, aber nach 5 Niederlagen in Serie und diesem Spielbeginn ist man schon mit einem Punkt zufrieden.

Patrick Helmes (1.), Stefan Kießling (17.) und Michal Kadlec (24.) trafen für Bayer. Der KSC wurde für seine tolle Moral durch die Tore von Antonio da Silva (37.), Tim Sebastian (60.) sowie Alexander Iaschwili (76.) per Kopf(!!!!!!) belohnt. Beste Spieler auf Seiten der Leverkusener waren Kapitän Simon Rolfes und der Schweizer Tranquillo Barnetta. Bei den Gastgebern konnten vor allem Außenverteidiger Stefano Celozzi – warum saß der eigentlich 2 Spiele auf der Bank, Herr Becker! – und der zuletzt nicht mehr unumstrittene Spielmacher da Silva überzeugen. Jetzt gilt es, gerade in Cottbus nachzulegen.

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