K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for April 2007

Ganz Baden feiert den Aufstieg des KSC

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 30 April 2007

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Quelle: KSC.de

Einer der Väter des Erfolges:

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Auch die Haupttribüne steht Kopf

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DIE WAHRE LICHTGESTALT;-)

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Und jetzt wird gefeiert

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Burgund in 7 Tagen: Tag 2

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 25 April 2007

Tag 2 – Besuch Domaine Michel Cheveau / Solutré – Pouilly

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Auch die französischen Tankstellen haben gemerkt, dass die Osterfeiertage vorbei sind und die Benzinpreise um ca. 10 Cent gesenkt. Warum soll es den französischen Autolenkern anders gehen…

Etwas mehr als 1 Stunde benötigen wir von Premeaux bis an die berühmten Felsen von Solutré im Maconnais, pict0165.jpg
wo wir mit Nicolas Cheveau um 10:00 Uhr verabredet sind.

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Als ich die Weine des jungen Winzers erstmals auf einer Messe in Frankreich probieren konnte, stand für mich mit großer Wahrscheinlichkeit fest, dass es die Weine in die engere Auswahl der Weingüter aus dem Burgund schaffen würden, die für unser Sortiment in Frage kommen.

Alle Weine kennzeichnet eine wunderbare Mineralik mit schönem Fruchtfond bei komplexer Struktur. Und so haben dann beide Weine, der 2005er Macon Solutre „Sur le Mont“ sowie der 2005er Pouilly Fuisse „Aux Bouthieres“ in einer „Ausscheidungsprobe“ bei uns im Laden sowohl den kritischen Weinfreak als auch den „normalen“ Weinkonsumenten begeistert. Grund genug also, heute nochmals die Weine und insbesondere den Winzer etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Auf dem Weingut angekommen, werden wir von der Mutter des Winzers in Empfang genommen und in den Degustationsraum geführt. Und schnell ist auch die junge Frau von Nicolas Cheveau zur Stelle und lässt uns die ganze Reihe der Weißweine probieren:

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14 ha stehen im Ertrag, durchschnittlich werden etwa 6000 Liter pro Hektar von 100% Puilly Terroir geerntet.
Grundsätzlich werden alle Trauben direkt nach der Lese gekühlt, um sie entspannt in die Presse zu bringen. Die Weinberge werden nicht auf Grund der bio-dynamischen Richtlinien möglichst naturnah bewirtschaftet (Gründüngung), sondern weil es die Tradition und der Respekt vor der Natur so fordert. Auch die Weißweine stehen lange auf dem natürlichen Hefelager – Pumpen wird vermieden um möglichst viele Aromen im Wein zu erhalten. Die roten (Gamay aus Beaujolais-Lagen) werden entgegen der dortigen Tradition entrappt und mit 15 Tage Maischestandzeit vergoren – sie sind damit natürlich herausragend unter den üblichen „Standard“ Beaujolais Villages – aber leider nicht für unseren Markt geeignet.

Zurück zu den probierten Weißen:

2005 Solutre Macon „Sur le Mont“
Ausgebaut im Stahltank, mit natürlichen Hefen und unter Temperatur-Kontrolle vergoren, behält er seine Frische und herrlichem Duft nach Reineclaude und Birne – ein fruchtig-mineralisch animierender Wein mit wunderbarer Struktur und langer Nachhaltigkeit.

2005 Saint Veran „Terroir Davaye“
ebenfalls aus dem Stahltank. Aus der etwa 1 Hektar kleinen Lage zeigt er sich weicher als der Solutre, noch deutlich mehr Fruchtaromen, außerdem Würze und Mineralik.

2004 Pouilly Fuissé „Les Trois Terroir“.
Die Poilly Fuissé sind alle 12 Monate im Holzfass mit natürlicher Hefe vergoren. Der Trois Terroir ist eine Assemblage aus drei verschiedenen Böden – hier wird immer versucht, einen eher leichten, frucht-animierenden Pouilly Fuisse zu bieten. Er schmeckt weich, fest am Gaumen mit einer gut balancierten Säure.

Der 2005er Pouilly Fuissé „Les Trois Terroir“
zeigt sich elegant, frisch mit der richtigen Dosis Holz und hat eine enorme Dichte! Eine Spur besser als 2004.

2005 Poilly Fuisse Vieilles Vignes
von 50-70 Jahre alten Reben, zeigt eine deutliche Mineralik, man schmeckt fast das Salz.

2005 Pouilly Fuisse „Aux Bouthieres“
kraftvoll, enorm saftig, mit reifer, gut ausbalancierender Säure. Langer Nachhall. Ein Kraftpaket!

Wir verabreden, die Bestellung am nächsten Tag abends abzuholen und werfen noch einen Blick in den Weinkeller mit kleinen Barrique- und größeren Holzfässern. Nicolas ist in den Reben – wir besuchen ihn und können gleichzeitig einen Blick auf den derzeitigen Vegetationsstand der Lage „Davaye“ in Saint Veran nehmen. Alles ist etwa 3 Wochen früher dran als üblich!

Wir fragen Nicolas noch nach Empfehlungen für Pinot Noir und besuchen gleich noch das Weingut Francois Raquillet in Mercurey. Ein kleines Weingut mit einem agilen und kräftigen Winzer. Die Weine sind kräftig elegant und gut fondiert. Wir schmecken dunkle Früchte! Zwei Fassproben von zwei weiteren 1er Cru Lagen begeistern uns ebenfalls. Wir werden in ca. 3 Wochen davon Probeflaschen bekommen und können noch einmal vergleichen.

Das Mitbringsel wurde gestern, am 19.05.2007 nachprobiert:

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Viel dunkle Frucht nach Lakritz und schwarzen Oliven, präsentes Säuregerüst, zarter Schmelz, noch jugendlich ungestüm, gegen Ende im etwas größeren Glas tritt die Säure etwas stärker hervor. Nach insgesamt 3 Tagen, an denen der Wein geöffnet war, nahm er insgesamt einen schönen Verlauf. Letztendlich fehlt dem Wein im jetzigen Stadium etwas die Eleganz und Tiefe, die ich bei anderen Weinen deutlicher vorfand.

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Montag 23.04.2007 22:04:05: der KSC wieder in LIGA 1

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 23 April 2007

Fast 8 Jahre nach dem Abstieg in Liga 2 – übrigens mit einer Niederlage im Rostocker Ostseestadion – , mit vorübergehendem Intermezzo in Liga 3, steht der KARLSRUHER SPORT CLUB zu 99,9% wieder in der höchsten deutschen Fussballklasse namens BUNDESLIGA! GRATULATION.

Mit einer überzeugenden Defensivleistung in Halbzeit 1 – taktisch hervorragend eingestellt von Trainer Edmund (Ede) Becker – und einer vielleicht etwas glücklichen, aber effektiven Halbzeit 2, schließt sich mit einem verdienten 1:2 Sieg durch Tore von Edmond Kapllani und Kapitän Mario Eggimann – unmittelbar nach dem Rostocker Ausgleich – nach 8 Jahren wieder der Kreis im Rostocker Ostseestadion.

Bei Hansa machte sich deutlich das Fehlen des Spielgestalters Stefan Beinlich bemerkbar, während beim KSC Timo Staffeldt den verletzungsbedingt fehlenden Ex-Rostocker Gottfried Adoube mit einer überrragenden Leistung in Defensive sowie einigen offensiven Akzenten nahezu vergessen lies.

Bedanken darf man sich auch bei KSC-Keeper Markus Miller, der mit zwei Glanzparaden in der 2. Halbzeit den Sieg festhielt.

Nach der zuletzt eher schwachen Leistung bei den Münchner Löwen hat sich die Mannschaft wieder enorm konzentriert gezeigt und verdient einen Riesenschritt in Liga 1 gemacht.

Übrigens: der KSC ist seit Einführung der eingleisigen Liga 2 die einzigste Mannschaft, die bis jetzt jeden Spieltag in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz verbracht hat.

Natürlich fehlt noch rechnerisch ein Punkt, doch sollte dieser am kommenden Sonntag im proppenvollen und ausverkauften WILDPARKSTADION zu Karlsruhe eingefahren werden. Ich(Bernd) werde dabei sein, sicher den ein oder anderen Schnappschuss machen, und den Aufstieg feiern, sofern man mir es gönnt, denn wie heist es so schön: der nächste Saison ist eh die Schwerste. (nein, ich zahl nix in´s Phrasenschwein)

In diesem Sinne, herzlichst, ein eingefleischter Blauer seit 1979!

Bernd Klingenbrunn,
Eine lange Leidenszeit hat endlich eine Ende. Endlich wieder Erstligafußball in Badens Metroplole.

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Burgund in 7 Tagen: Tag 1

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 19 April 2007

Tag 1 – Anreise

Ostermontag, 10:00 Uhr: bei strahlendem Sonnenschein sind wir in Gernsbach losgefahren. Die Wetteraussichten versprechen für die kommenden Tage viel Sonne mit bis zu 25 Grad.

Nach knapp 4 Stunden Fahrt über eine volle A5 sowie eine recht leere französische (M)autobahn sind wir gegen 14:00 Uhr in unserer Ferienwohnung in Premeaux-Prissey bei Madame Magnin angekommen. (Besten Dank an Thomas Deck für die Nennung, ein wirklich sehr sympathisches Haus)
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Begrüßt wurden wir von einer Yorkshire-Terrier – Dame namens Nessie, die uns nach ausführlichem Beschnüffeln für gastwürdig befunden hatte. Auch das Nicht-anbellen konnten wir so deuten. Auch unserem französischem Gefährt mit Reifen eines Gourmetführers erwies sie durch Markieren seine Aufwartung.

nessi.jpg Kurz darauf schaute Madame Magnin aus einem der Fenster und begrüßte uns sehr herzlich. Nach einem kurzen Rundgang durch das Haus konnten wir unsere Klamotten in der Ferienwohnung auspacken. Da wir am heutigen Tag noch keine Termine hatten, fuhren wir kurzerhand nach Beaune, um uns ein wenig die Füße zu vertreten und in einen Cafe etwas abzuhängen.

Am Place Carnot ergatterten wir einen Platz und ließen es uns bei Cafe und Eclairs gut gehen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen eine Reihe von empfehlenswerten Restaurants, wie z.B. das Ma Cuisine oder Les Tontons, heute aber hatten wir uns für das LE GOURMANDIN am Place Carnot entschieden.

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Das Restaurant begegnet einem von außen betrachtet wie eine Mischung aus einem irischen Pub und einem Pariser Bistro. Wie viele Häuser der Stadt ist der eigentliche Gastraum sehr schmal, dafür aber unendlich lang, so dass es sozusagen mehrere „Abteile“ gibt. Wir nahmen im vorderen „Waggon“ Platz. Nach dem Studium der Karte entschieden wir uns für folgende Speisen:

Millefeuille vom weißen und grünem Spargel, Lachs sowie einem Spinat-Minz-Pesto (18 €)
Eine schöne Variante, sehr elegantes Gericht. Die Menge für eine Vorspeise sehr großzügig bemessen.

Foie Gras a canard (18 €)

Risotto mit grünem Spargel und gebratenen Jakobsmuscheln (24 €)
Das Risotto war etwas zu stark gepfeffert, die Jakobsmuscheln dagegen sehr zart.

Entenbrust gebraten mit Cassissauce, geschmortem Lauch, Kartoffelplätzchen und Linsenpüree (18 €)
Entenbrust war zart und kross sowie gut gebraten, die Cassisauce kräftig-fruchtig mit schöner Konsistenz, der Lauch leider unangenehm bitter, das Kartoffelplätzchen auf der Oberseite leider etwas zu dunkel um nicht zu sagen schwarz und geschmacklich eher sehr fad (brauch ich nicht), einzig die als Garnitur gedachten Zuckerschoten waren ein geschmacklich willkommener Kontrast. Das Püree hatte einen leicht süßlichen Einschlag, was zu dem Gericht sehr gut passte.

Glasweise getrunken haben wir dazu einen

2003er Chardonnay von Denis Mortier (8 €)
2004 Rully von A. Rodet (7€)

Sehr schade, dass keine halben Flaschen angeboten werden, auch die Preise der Einzelflaschen haben mich doch etwas abgeschreckt, eine ganze Flasche zu ordern.

Fazit: das Preisniveau ist für die dargebotene Leistung etwas zu hoch, die Plätze, besonders die Stühle sind unbequem, der Service ist ausgesprochen freundlich, die Küche muss noch an Kleinigkeiten arbeiten. Ein weiteres mal werde ich dieses Restaurant wohl nicht mehr besuchen, da gibt es im Nachhinein betrachtet besseres zu gleichem oder günstigeren Preis.

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