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Bericht & Pressemitteilung Verkostung Weißburgunderpreis in Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 20 Juli 2011

 „8 Finalisten stehen nach  der  Fachjuryverkostung fest“, so heißt es auch im 10. Jahr beim Weißburgunderpreis in Ilbesheim. Kaum zu glauben, aber der Ilbesheimer Weißburgunderwettstreit ist mittlerweile schon so alt!  Die Ilbesheimer pflegen eine lange Tradition mit der Rebsorte Weißburgunder. Lange bevor diese Sorte so nachgefragt war wie heutzutage, hatte die in Neustadt ansässige Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau an der Kleinen Kalmit eine Parzelle mit Weißburgunderreben zu Versuchszwecken bestockt. Man entdeckte  schnell, welches  Potential diese Rebsorte auf dieser Lage in sich barg. Gerade deshalb war es für die  Ilbesheimer naheliegend, nicht nur die Historische Weinbergsanlage Kalmitwingert mit Weißburgunderreben zu bestocken, sondern auch den Weißburgunderpreis vor zehn Jahren ins Leben zu rufen. Nach  zögerlicher Beteiligung in den Anfangsjahren ist der Wettbewerb mittlerweile etabliert in der Weinwelt. In  diesem Jahr konnten 144 Weine von 108  Pfälzer Weingütern verkostet werden. Von den eingereichten Weinen waren mehr als 50 % QbA-Weine, in leichte Kabinettweine und Spätlesen teilte  sich  fast paritätisch die restliche Hälfte auf.

Eine ausgesuchte Fachjury bestehend aus vierzehn Personen, (u.a. Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche, von K&M Bernd Klingenbrunn u.v.a.) die sehr viel Zeit mit Wein und dem Genuss dieses edlen Getränkes verbringen, sei es als Oenologen, Weinhändler, Journalisten oder Weinkenner, bewerteten die Weine blind nach dem 100 Punkte Schema. Nach einem sensorisch harten Vormittag mit 144 Weinen, wurden am Nachmittag 36 “Vorfinalisten“ nochmals verkostet. Die Vorfinalisten setzten sich zusammen aus den jeweils 8 Besten aus vier Verkostungsgruppen. Bei Punktgleichheit wurden auch mehr in die Vorfinalistengruppe aufgenommen (deshalb 36). Aus diesem Pool von Weinen wurden dann die 8 Finalisten für die Publikumsverkostung ermittelt. Den  Fachjurypreis erhält der Wein,  der aus diesen 8 die höchste Punktzahl bei der Verkostung erzielt. In diesem Jahr wurde diese Vorgabe zu einem regelrechten Krimi, denn 2 der 8 Weine erhielten, die identisch gleiche Punktzahl. Bei einer nochmaligen Verkostung hatte dann einer der Weine knapp die Nase vorn.

Bei der Publikumsverkostung am Samstag, 30. Juli 2011, ab 18.00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr, anlässlich des Ilbesheimer Kalmitfestes stehen diese 8 Besten im Dorfmittelpunkt öffentlich zur Verkostung bereit. Das Publikum kann aus diesen Finalisten seinen Favoriten wählen. Der Sieger des Publikumspreises und der bereits  ermittelte Sieger des Fachjurypreises werden am Sonntag, 31. Juli 2011, um 18.00 Uhr am Kalmitwingert, während des Kalmitweinfestes bekannt gegeben.

Diese Betriebe schafften den Sprung ins Finale:

Weingut Aloisiushof – St. Martin

Weingut Gies-Düppel – Birkweiler

Weingut Hauck – Maikammer

Weingut Meyer – Heuchelheim-Klingen

Weingut Schäfer – Neustadt

Weingut Schreieck – Maikammer

Weingut Wilker – Pleisweiler-Oberhofen

Weingut Ziegler – Weyher

Am Sonntag, 31. Juli 2011 um 18.00 Uhr findet dann an der  Historischen Weinbergsanlage  Kalmitwingert, im Rahmen des Kalmitweinfestes die Ehrung der beiden Gewinner statt.  

Vom Pfälzer Künstler Stefan Müller wurden zwei Kunstwerke gestaltet, die als Wanderpokale überreicht werden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann.

Wer Lust hat bei der öffentlichen Verkostung dabei zu sein, ist herzlich eingeladen, nähere Informationen dazu, und zum Kalmitfest, unter: http://www.ilbesheim.de 

Fotos: S. Schunck

Anmerkung von K&M:
2010 ist für den Weissburgunder wohl ein recht schwieriger Jahrgang, wie ich, aber auch einige andere nach der Vorprobe untereinander feststellen konnten. Viele der Weine wirkten recht säurelastig, teils recht spitz in ihrer Art, manche schmeckten regelrecht unreif, andere zeigten Sauvignon Blanc Aromen. Nein, Hochstimmung kam in unserer Gruppe nicht auf, es war daher recht schwierig, aus 36 Weinen 8 Weine zu ermitteln, die sich deutlich von den restlichen absetzten, mir persönlich gefielen lediglich 2 Weine sehr gut, die ich aber mit maximal 86 Punkten (D9) wertete. Der Rest krebste irgendwo zwischen 79-83 Punkten herum.

In der Finalprobe zeigte sich jedoch ein etwas homogeneres Bild, einige der sonst immer etwas zugunsten der „Wuchtbrummen-Weissburgunder“ auf den Plätzen landenden Kabinett-Weine schafften den Einzug ins Finale der besten acht, darunter mit Gies-Düppel auch einer meiner Favoriten, daneben gefiel mit ein Weissburgunder (der D9) aber auch sehr gut, gemacht von einem mir bis dato völlig unbekannten Weingut aus der Nordpfalz, bei dessen Aufdeckung ich zunächst dachte, die Kommission hätte einen Österreicher als Pirat eingeschleust, Name und rot-weiß-rote Aufmachung erinnerten stark daran und wie ich anschließend beim Besuch auf der Webseite feststellte, hat dies auf Grund österreichischer Wurzeln auch einen Grund. Aber das ist wieder ein anderer Bericht…

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Felix Waldkirch & Volker Gies-Düppel gewinnen den 8. Pfälzer Weißburgunder-Preis 2009

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 27 Juli 2009

Felix Waldkirch (Weingut Waldkirch / Rhodt) und Volker Gies-Düppel (Weingut Gies-Düppel / Birkweiler) heißen die diesjährigen Sieger bei der bereits zum achten Mal stattfindenden Auflage des Pfälzer Weißburgunder-Preises 2009.

Sie

Sieger der Fachjury - Felix Waldkirch

Sieger des Publikumpreis - Volker Gies-Düppel

Sieger des Publikumpreis - Volker Gies-Düppel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während Felix Waldkirch bei der Verkostung der „Profis“ (Fachjournalisten, Weinhändler) am 7.7.09 unter 129 eingereichten Weißburgundern als Sieger der 8 Finalisten durchs Ziel ging, stellten sich diese 8 Finalisten im Rahmen des schönsten Weinfestes der Pfalz (2004) in Ilbesheim an der Kalmit am vergangenen Samstag dem zahlreich erschienenen Publikum zur Abstimmung. Hier machte Volker Gies-Düppel aus Birkweiler verdientermaßen das Rennen.

Fast schon traditionell kamen die doch oftmals üppigeren und teils mit viel Alkohol ausgestatteten Favoriten der Fachjury (u.a. einer meiner Favoriten, der 2008er Weißburgunder „Strohlen“ vom Weingut Scheu aus Schweigen) bei der breiten Masse des Publikums nicht so an. Der Konsument bevorzugt wohl eher den „gefälligen“ Typus , wobei der 2008er Weißburgunder trocken aus dem Birkweiler Kastanienbusch von Volker Gies-Düppel alles andere als gefällig daherkommt, er wirkt aber alles in allem etwas leichter,, wenn man das bei 13,5% Alk. überhaupt sagen kann, runder, trinkiger.

Felix Waldkirchs Siegerwein, ein 2008er Rhodter Rosenberg Weißburgunder Spätlese trocken – mit 14% Alk. ebenfalls kein Leichtgewicht – war aber die deutlich höhere Reife der Trauben „anzuschmecken“; kräftiger Typus, aber nicht sattmachend, untermalt von einem würzigen, mineralischen Grundcharakter, trocken und als kulinarischer Begleiter zu Zanderfilet auf Pfifferlingsragout mit Bärlauchknödel und Rieslingschaum ein adäquater Begleiter.

Nachdem die letzten beiden Jahre wettermäßig eher bescheiden ausfielen, waren am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein sicher 200 Interessierte bei der Preisverleihung. 

Hier die weiteren platzierten:

Platz 3: 2008 Weissburgunder Spätlese trocken
Weingut Dengler-Seyler / Maikammer
Meine Wertung vom 07.07.09: 82/100 Pkt.

Nevige Säure, angenehme Frucht, guter Trinkfluß, ich hätte mir etwas mehr Komplexität gewünscht.

Platz 4: 2008 Weissburgunder QbA trocken “Laumersheimer Kirschgarten”
Weingut Zelt / Laumersheim
Meine Wertung vom 07.07.09: 82/100 PunkteEtwas Co2, müßte mehr Druck haben, wirkt in der Mitte etwas schhwachbrüstig, aber gut gemachter Wein, der beim Publikum sicher gut ankommt.

Schon letztes Jahr in der Finalrunde und vom Fachpublikum zum Sieger gekürt. Mir war er damals viel zu alkoholisch und wuchtig, auch etwas mainstreamig, was sich auch bei mir dieses Jahr in Punkten ausdrückt, wie man überhaupt sagen muss, dass es alles in allem gute Weine im Kabinettbereich gibt, aber in der absoluten Spitze wird es 2008 wohl eng werden.

Platz 5: 2008 Weisser Burgunder trocken Freinsheimer S
Weingut Rings / Freinsheim
Meine Wertung vom 07.07.09: 82/100 Pktsicher guter, individueller Stoff, mich hat eine gewisse Schärfe, die in Richtung Senf bzw. Meerettich ging, etwas gestört.

Aktuelle Bewertung vom 11.7.09 Wein-Plus.de

Nussiger und vegetabiler, auch eine Spur holzig wirkender Kernobst- und Melonenduft. Ruhige, etwas schmelzige Frucht, nicht ganz trocken, moderate Säure, laktische Spuren, etwas pflanzlich und nussig am Gaumen, auch mineralische Spuren, etwas Nachhaltigkeit, eine Spur süßlicher und etwas schmelziger Abgang. Sehr gut (83)

Platz 6: 2008 Weissburgunder Kabinett trocken “Birkweiler Mandelberg”
Weingut Wolf / Birkweiler
Meine Wertung vom 07.07.09: 84/100
saftig-herzhafter, frischer Weissburgunder, macht Trinkspaß, so wie ein Kabinett sein sollte.

Platz 7: 2008 Weissburgunder trocken ”Expression”
Weingut Alfons Hormuth / St. Martin
Meine Wertung vom 07.07.09: 82/100 Pkt.hier war mir die Säure im Vergleich zum Rest des Sinneseindruckes zu präsent, für mich etwas zu aggressiv.

Platz 8: 2008 Weissburgunder Spätlese trocken “Strohlen”
Weinhof Scheu / Schweigen-Rechtenbach
Meine Wertung vom 07.07.09: 90/100 Pkt
Herrliche Kombination von Kraft, Mineralik, straffer Frucht, ungemein nachhaltig

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