K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

www.gutsweine.com

Posts Tagged ‘Weißwein’

Bericht & Pressemitteilung Verkostung Weißburgunderpreis in Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 20 Juli 2011

 „8 Finalisten stehen nach  der  Fachjuryverkostung fest“, so heißt es auch im 10. Jahr beim Weißburgunderpreis in Ilbesheim. Kaum zu glauben, aber der Ilbesheimer Weißburgunderwettstreit ist mittlerweile schon so alt!  Die Ilbesheimer pflegen eine lange Tradition mit der Rebsorte Weißburgunder. Lange bevor diese Sorte so nachgefragt war wie heutzutage, hatte die in Neustadt ansässige Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau an der Kleinen Kalmit eine Parzelle mit Weißburgunderreben zu Versuchszwecken bestockt. Man entdeckte  schnell, welches  Potential diese Rebsorte auf dieser Lage in sich barg. Gerade deshalb war es für die  Ilbesheimer naheliegend, nicht nur die Historische Weinbergsanlage Kalmitwingert mit Weißburgunderreben zu bestocken, sondern auch den Weißburgunderpreis vor zehn Jahren ins Leben zu rufen. Nach  zögerlicher Beteiligung in den Anfangsjahren ist der Wettbewerb mittlerweile etabliert in der Weinwelt. In  diesem Jahr konnten 144 Weine von 108  Pfälzer Weingütern verkostet werden. Von den eingereichten Weinen waren mehr als 50 % QbA-Weine, in leichte Kabinettweine und Spätlesen teilte  sich  fast paritätisch die restliche Hälfte auf.

Eine ausgesuchte Fachjury bestehend aus vierzehn Personen, (u.a. Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche, von K&M Bernd Klingenbrunn u.v.a.) die sehr viel Zeit mit Wein und dem Genuss dieses edlen Getränkes verbringen, sei es als Oenologen, Weinhändler, Journalisten oder Weinkenner, bewerteten die Weine blind nach dem 100 Punkte Schema. Nach einem sensorisch harten Vormittag mit 144 Weinen, wurden am Nachmittag 36 “Vorfinalisten“ nochmals verkostet. Die Vorfinalisten setzten sich zusammen aus den jeweils 8 Besten aus vier Verkostungsgruppen. Bei Punktgleichheit wurden auch mehr in die Vorfinalistengruppe aufgenommen (deshalb 36). Aus diesem Pool von Weinen wurden dann die 8 Finalisten für die Publikumsverkostung ermittelt. Den  Fachjurypreis erhält der Wein,  der aus diesen 8 die höchste Punktzahl bei der Verkostung erzielt. In diesem Jahr wurde diese Vorgabe zu einem regelrechten Krimi, denn 2 der 8 Weine erhielten, die identisch gleiche Punktzahl. Bei einer nochmaligen Verkostung hatte dann einer der Weine knapp die Nase vorn.

Bei der Publikumsverkostung am Samstag, 30. Juli 2011, ab 18.00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr, anlässlich des Ilbesheimer Kalmitfestes stehen diese 8 Besten im Dorfmittelpunkt öffentlich zur Verkostung bereit. Das Publikum kann aus diesen Finalisten seinen Favoriten wählen. Der Sieger des Publikumspreises und der bereits  ermittelte Sieger des Fachjurypreises werden am Sonntag, 31. Juli 2011, um 18.00 Uhr am Kalmitwingert, während des Kalmitweinfestes bekannt gegeben.

Diese Betriebe schafften den Sprung ins Finale:

Weingut Aloisiushof – St. Martin

Weingut Gies-Düppel – Birkweiler

Weingut Hauck – Maikammer

Weingut Meyer – Heuchelheim-Klingen

Weingut Schäfer – Neustadt

Weingut Schreieck – Maikammer

Weingut Wilker – Pleisweiler-Oberhofen

Weingut Ziegler – Weyher

Am Sonntag, 31. Juli 2011 um 18.00 Uhr findet dann an der  Historischen Weinbergsanlage  Kalmitwingert, im Rahmen des Kalmitweinfestes die Ehrung der beiden Gewinner statt.  

Vom Pfälzer Künstler Stefan Müller wurden zwei Kunstwerke gestaltet, die als Wanderpokale überreicht werden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann.

Wer Lust hat bei der öffentlichen Verkostung dabei zu sein, ist herzlich eingeladen, nähere Informationen dazu, und zum Kalmitfest, unter: http://www.ilbesheim.de 

Fotos: S. Schunck

Anmerkung von K&M:
2010 ist für den Weissburgunder wohl ein recht schwieriger Jahrgang, wie ich, aber auch einige andere nach der Vorprobe untereinander feststellen konnten. Viele der Weine wirkten recht säurelastig, teils recht spitz in ihrer Art, manche schmeckten regelrecht unreif, andere zeigten Sauvignon Blanc Aromen. Nein, Hochstimmung kam in unserer Gruppe nicht auf, es war daher recht schwierig, aus 36 Weinen 8 Weine zu ermitteln, die sich deutlich von den restlichen absetzten, mir persönlich gefielen lediglich 2 Weine sehr gut, die ich aber mit maximal 86 Punkten (D9) wertete. Der Rest krebste irgendwo zwischen 79-83 Punkten herum.

In der Finalprobe zeigte sich jedoch ein etwas homogeneres Bild, einige der sonst immer etwas zugunsten der „Wuchtbrummen-Weissburgunder“ auf den Plätzen landenden Kabinett-Weine schafften den Einzug ins Finale der besten acht, darunter mit Gies-Düppel auch einer meiner Favoriten, daneben gefiel mit ein Weissburgunder (der D9) aber auch sehr gut, gemacht von einem mir bis dato völlig unbekannten Weingut aus der Nordpfalz, bei dessen Aufdeckung ich zunächst dachte, die Kommission hätte einen Österreicher als Pirat eingeschleust, Name und rot-weiß-rote Aufmachung erinnerten stark daran und wie ich anschließend beim Besuch auf der Webseite feststellte, hat dies auf Grund österreichischer Wurzeln auch einen Grund. Aber das ist wieder ein anderer Bericht…

Werbeanzeigen

Posted in Deutschland, K&M on Tour, K&M Weine - Presseschau, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

Spitzen-Winzer helfen Fukushima (G-Max 2009 KP Keller)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 16 Mai 2011

Tomoko Kuriyama, Kellermeisterin beim Weingut Altenkirch im Rheingau, hatte ein schlechtes Gewissen. Die Japanerin, die seit Jahren in Deutschland lebt, stand den 55 Atomkraftwerken in ihrer Heimat schon immer skeptisch gegenüber. „Aber ich habe nie etwas dagegen unternommen“, sagt sie. Nach der Katastrophe von Fukushima wollte sie zumindest einen kleinen Beitrag leisten und organisierte zur Unterstützung von Kindern in der Erdbebenregion eine Benefizveranstaltung. Die hatte natürlich, wie es sich für die engagierte Winzerin gehört, mit Wein zu tun.

Fabian Lange, Weinjournalist und Buchautor, stellte die Räume seiner „Genießerakademie“ in Bockenheim zur Verfügung, Winzer und Weinhändler spendeten edle Tropfen, die zunächst verkostet und dann versteigert wurden.

Die Spitze der deutschen Winzerszene war vertreten: Paul Fürst aus Franken, Werner Näkel von der Ahr oder Reinhard Löwenstein von der Mosel zeigten sich großzügig.

Die Frankfurter Weinhändler Bernd Klingenbrunn und Armin Maurer (K&M Gutsweine) brachten Champagner mit, Star-Winzer Klaus-Peter Keller aus Rheinhessen spendierte gar sechs Flaschen seines Kultweins 2009 G-Max, des teuersten trockenen Rieslings in Deutschland. Für 150 Euro pro Flasche kam der edle Tropfen unter den Hammer. Fabian Lange trieb bei seiner Premiere als Auktionator die Preise geschickt in die Höhe, so dass am Ende mehrere tausend Euro für die Organisation „Atomfree-Eastwest“ in der Kasse waren. Und für Tomoko Kuriyama war’s ein schöner Abschluss ihrer Zeit in Deutschland, bevor sie sich neuen Aufgaben im Burgund zuwendet.

Hier einige „erlegte“ Exemplare in Bildform, der Dank gilt auch dem Kollegen Martin Kössler von K&U, der ebenfalls einige sehr schöne Flaschen Wein zur Verfügung stellte, eine (die 07er REDS Doppelmagnum) hat Einzug in den privaten Keller gefunden und ist als Weihnachtswein geplant, es wollen einige Mäuler gefüllt werden.

 

 

2009 Riesling G-Max / Klaus-Peter Keller

Quelle: Frankfurter Neue Presse / Text: mu / Bilder: K&M Gutsweine

Eine kleine private Anmerkung noch: Tomoko wird das Weingut Altenkirch in Lorch demnächst verlasssen und zurück ins Burgund gehen, wir finden es sehr schade, solch eine tolle Winzerin zu verlieren. Wir wünschen ihrem Nachfolger, Jasper Bruysten, ein gutes Händchen und Tomoko eine schöne Zeit im Burgund. Spätestens 2012 zur Grand Jour de Bourgogne gibt es ein Wiedersehen.

Posted in K&M Weine - Presseschau, Vermischtes | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Kolumne von Stuart Pigott in der FAS vom 21.11.2010 über das Weingut von Racknitz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 21 November 2010

Vergesst 2009 nicht!
von stuart pigott

Gerade wegen der umfangreichen Medienberichterstattung ist es beim Wein manchmal schwierig, sich zu orientieren. Ziemlich groß und verwirrend waren die Schlagzeilen über die gerade abgeschlossene Weinlese in Deutschland. Von geringer Menge und geringer Qualität war zu lesen und zu hören; manche Journalisten haben das Urteil „schlechter Jahrgang“ gewagt. Das beschreibt aber nur eine Seite der Wahrheit, nämlich die erste Hälfte der Lese, als vorwiegend frühreife Traubensorten wie Müller-Thurgau gelesen wurden. Aus der heutigen Perspektive wird deutlich, dass 2010 in Deutschland ein zwiespältiger Jahrgang ist, der aber ganz klar auch eine positive Seite hat: Die zweite Hälfte der Lese mit den spätreifenden Traubensorten wie Riesling verlief ganz anders.

Bei alledem wird gern vergessen, dass manche Weingüter wie von Racknitz in Odernheim/Nahe erst jetzt ihre 2009er Weine auf den Markt bringen. Seit über 250 Jahren gehört das Gut der Familie von Racknitz; seit 2003 wird es von Luise Freifrau von Racknitz-Adams, die Weinbau in Geisenheim/Rheingau studiert hat, und ihrem Mann Matthias Adams geführt, der vorher ein hohes Tier bei KPMG und Infineon war. Eine ungewöhnliche Kombination, doch die kreative Chemie zwischen beiden scheint zu stimmen. Von Jahrgang zu Jahrgang werden die Von-Racknitz-Weine besser und weisen eine ganz eigene Prägung auf. Inzwischen gehören sie zu den eigenständigsten Weinen an der Nahe. Bereits der normale 2009er Riesling trocken (7,50 Euro ab Hof und bei K&M, 069-71713430) hat einen wunderbaren Pfirsichton und viel Charakter für den Preis. Wie bei allen 2009er Weinen des Guts riecht man noch eine kleine, hefige Note von der langen Lagerung auf der Gärhefe, aber die hilft auch, die typisch rassige Säure der Nahe-Rieslinge zu bändigen und balancieren.

So stark dieser Wein in seiner Kategorie ist, in der mineralischen Kraft wird er vom 2009er Traiser Rotenfels Riesling trocken des Guts (20 Euro ab Hof) um Dimensionen übertroffen. Viel Fülle und satte Reife bilden eine imposante Einheit; ein großartiger 2009er Riesling. Er stammt aus einer Parzelle mit fast 80-jährigen Reben, die von Matthias Adams mühsam wieder aufgepäppelt wurden, dazu kommen ein sehr niedriger Ertrag und sehr späte Lese. Wie stark die verschiedenen Lagen diese Weine prägen, zeigt der deutlich schlankere und rassigere 2009er Odernheimer Disibodenberg Riesling trocken (16 Euro ab Hof), der viel Würze zeigt. Das passt zum Hausberg des Klosters Disibodenberg, wo Hildegard von Bingen Anfang des 12. Jahrhunderts lebte.

Wie langlebig die Racknitz-Weine sind, beweisen die etwas leichteren 2008er Weine des Gutes, die jetzt langsam zu ihrer besten Form finden. Sie vermitteln eine Vorstellung davon, wie sich die 2009er Rieslinge entwickeln werden, wenn man Geduld hat. Mit der Zeit kommt jede Wahrheit ans Licht – auch die über den Jahrgang 2010.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 21.11.2010, Nr. 46 / Seite 64

Alle Weine vom Weingut von Racknitz gibt es zu den Original-Winzer-Ab-Hof-Preisen bei K&M Gutsweine finden Sie hier

Posted in Deutschland, K&M Weine - Presseschau, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Stuart Pigott´s Empfehlung aus der FAZ von heute gibt es auch bei K&M Gutsweine / Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 7 November 2010

Chardonnay global
Von Stuart Pigott

Die Weißweine Burgunds gelten vielen älteren Weinfreunden nach wie vor als qualitative Spitze des trockenen Weißweins – und das nicht ohne Grund. Wenn der Vigneron – also der Winzer – in Weinberg und Keller alles richtig hinbekommt, kann die Chardonnay-Traube Weine ergeben, die zugleich körperreich und elegant sind, kraftvoll und vielschichtig. Deshalb – aber auch weil der Chardonnay resistent gegen Hitze und trockene Böden ist – wurde er quasi überall auf „Planet Wein“ gepflanzt, so dass er sich zum Inbegriff des globalisierten Weißweins entwickelt hat. Den Erfolg der Weine aus seiner Heimat hat dies nur gesteigert.
Die Preise sind in die Höhe geschossen. Dabei entspricht die Qualität leider nicht immer dem Potential, und selbst schwache Weine finden ihre Abnehmer. Kein Wunder, dass jüngere Kenner Burgund nur selten als Quelle weltbester Weißweine nennen. Sie rühmen vielmehr die deutschen „Großen Gewächse“, die Wachauer „Smaragde“ und ähnlich konzentrierte Gewächse aus Weinbaugebieten Niederösterreichs – und auch das nicht ohne Grund. Diese vergleichsweise neuen Kategorien für trockene Spitzenweine aus dem deutschsprachigen Raum sind für die Weißweinerzeuger Burgunds seit Jahren eine ernsthafte Konkurrenz.

Es stellt sich die Frage, ob es aus Burgund überhaupt noch sehr gute trockene Weißweine gibt, die weder zu teuer sind noch zu sehr vom Eichenton dominiert – ein weiteres häufiges Problem. Glücklicherweise räumen Winzer wie Nicolas Cheveau in Solutré-Pouilly im Côte Mâconnais solche Zweifel aus. Seit langem gilt das Mâconnais als Quelle für ansprechende Alternativen zu den gesetzlich höher eingestuften Weinen aus den Premier-Cru- und Grand-Cru-Lagen der Côte d’Or. Allerdings schmecken die Weine von Nicolas Cheveau nicht im Geringsten wie Alternativen zu irgendetwas anderem, sondern sind allesamt stark und eigenständig. Auch wenn die Weinberge hier bis fast 400 Meter über den Meeresspiegel reichen, herrscht ein recht freundliches Klima. Zusammen mit den kalkhaltigen Böden führt dies oft zu ziemlich fülligen Weinen.

Trotz seiner Kraft besticht Cheveaus 2009er Mâcon Solutré-Pouilly „Sur le Mont“ (10,90 Euro bei uns, 11,50 Euro beim Mitbewerber) durch Frische und einen lebhaften Birnenton, der die Geschmeidigkeit nur zart andeutet. Mit seiner ausgeprägten Note von frischen Kräutern ist der 2008er Saint-Véran „Terroir Davate“ (nicht bei K&M) noch filigraner mit lang anhaltendem mineralischen Finale. Auch bei Cheveaus Spitzenwein, dem Pouilly-Fuissé „Les Vieilles Vignes“, ist der Eichenton vom Holzfassausbau vorbildlich dezent und fein. Der Jahrgang 2007 (21 Euro beim Mitbewerber, der 2008er bei K&M 18,40 €) wirkt cremig und geschmeidig, aber keinesfalls ausladend und außerdem eindeutig herb, mit subtilen Noten von getrockneter Birne, Zitronat und frischen Kräutern. Noch üppiger, mit einer Blütenhonignote, ist der Jahrgang 2006 (bei K&M schon lange ausverkauft, beim Mitbewerber 21 Euro) bereits auf seinem Höhepunkt – ein prächtiger Wein, der zeigt, warum Burgund, wenn denn alles stimmt, immer noch einen besonderen Ruf für trockene Weißweine verdient.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.11.2010, Nr. 44 / Seite 60

Alle Weine von Nicolas Cheveau finden Sie in Frankfurt bei K&M Gutsweine

Posted in Frankreich, K&M Weine - Presseschau, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | Leave a Comment »

2008 Gewürztraminer „Feld“ Weinhof Kobler / Südtirol

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 10 März 2010

 

Site logoMonika Gamberoni & Armin Kobler

Heute abend braucht es zum Championslegue-Spiel der „Galaktischen“ gegen Lyon etwas mehr Power, um gegen das Fußballfeuerwerk der Madrilenen weintechnisch anzukommen. Meine Wahl fiel auf den 2008er Gewürztraminer aus der Lage Feld, trocken ausgebaut.

Wie bei allen bisher probierten Weinen gefallt mir die Balance, die die Weine besitzen, im speziellen bei einem Gewürztraminer sicher nicht ganz einfach, den der Hang, zu alkoholisch daher zu kommen ist gegeben. Auch sein Duft kommt nicht wie ein aufgedonnertes Nüttchen daher, sondern ist wohldosiert, nie aufdringlich. Am Gaumen dann ein eindringlicher, leicht cremiger Auftakt, unterschwellig begleiten leicht nussig-würzige Noten den Wein, besitzt durch den nicht durchgeführten BSA eine angenehme Frische, wird begleitet von floralen Blütennoten und einem Hauch Mineralik, wieder Fruchtnoten und Würtze im Wechselspiel, gute Länge. Macht auch solo eine gute Figur.

Kompliment, Armin Kobler!

blocks_image

Weinbezeichnung:
Südtiroler Gewürztraminer 

Lage:
„Feld“ auf dem Schuttkegel des Fenner Baches, leicht geneigt, sandig-lehmiger Boden auf feinem Dolomitschutt. 

Rebanlage:
Flachbogen, ca. 7.000 Reben/ha, fünf Jahre alt. 

Ausbau:
Gärung und Lagerung auf der Feinhefe im Stahlfass, kein biologischer Säureabbau, keine Weinsteinstabilisierung.  

Sensorik:
Der sortentypische Geruch ist von Rosenblüten sowie von Gewürznelken geprägt. Floreale Aromen unterstützen diese für das Unterland markante Geruchsausprägung. Der Geschmack ist trocken, wobei Extrakt und Alkohol dem Wein ein angenehmes Mundgefühl verleihen.

Anzahl Flaschen:
3.700

Analysenwerte:
Alkohol 14,5 % Vol,
Gesamtsäure 4,0 g/L,
Restzucker 3,5 g/L,
Red. Extrakt 24,7 g/L.

Posted in Italien, Probeflaschen-Tasting | Verschlagwortet mit: , , | 1 Comment »

Chardonnay at it´s best – Weinhof Kobler / Südtirol

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 März 2010

kobler1

Armin Kobler arbeitet in seinem Hauptberuf bei der Landesversuchsanstalt Laimburg. Dort ist er für die Betreung der Südtiroler Weinbauern zuständig um sie in Fragen der Kellerwirtschaft zu betreuen. Zu Hause jedoch ist er auf dem eigenen Weinhof, den Armins Vater vor 60 Jahren 1950 erworben hat. Heute stehen etwa knapp 6 Hektar im Anbau, wobei auch noch Obstbau betrieben wird. Besonders stolz ist er auf die fast 60 jährigen, noch vom Vater gepflanzten Chardonnay-Reben.

Mitte der 90er fand er Gefallen am Selbstkeltern der Weine, was zunächst nur als Hobby und Selbstzweck angedacht war, entwickelte sich schnell zur Leidenschaft, nicht zuletzt, weil viele renommierte Winzer die Weine des Hobbywinzers lobten und ihn ermutigten, es professionell anzugehen. So besuchte er die Landwirtschaftsoberschule in San Michele, studierte Landwirtschaft in Wien und jobbte bei renommierten Kellereien wie z.B Peter Zemmer in Kurtinig. Seit 2006 verarbeitet er einen Teil seiner Trauben selbst, ab dem aktuellen Jahrgang 2008 zieht er über die Lande, den Weg zu K&M fand er über unseren Wein-Blog. Knapp 15.000 Flaschen füllt der emsige und umtriebige Winzer nun ab, peu a peu baut er sich sein Händlernetz auf. Billige Weine wird man bei ihm vergebens suchen, zu aufwändig ist die Weinbergsarbeit, zu reduziert sind die Erträge. Ich finde: diese sorgfältige Arbeit schmeckt man den Weinen an.

 

2008 Chardonnay Ogeaner – Weinhof Kobler / Südtirol

Auch wenn ein Rheingauer Labor bei einem Wein eines anderen Winzers meinte, grüner Apfel sei nicht typisch für Chardonnay, duftet dieser Wein eindeutig nach der grünen, saftigen Baumfrucht. Am Gaumen ein Hauch Banane, eher der etwas frühreife Typ, immer unterlegt von Ananas und einer salzigen Mineralität, zeigt eine wunderbare frische Säure, nicht zu viel. Neben dem zarten Schmelz dominieren auch erdige Noten den Gaumen, der Wein tendiert niemals in den breiten, langweiligen Typ, sondern animiert – wie auch schon der 15%ige Merlot gestern – immer zum nächsten Schluck. Lobenswert auch hier die Konsequenz, einen Drehverschluß zu verwenden, visuell sehr gut gelöst.

Fazit: So macht mir Chardonnay Spaß und ich bin gespannt, ob ich bei meiner Reise ins Burgund Ende März ähnlich gute Weine in dieser Preisklasse finde

blocks_image

Lage:
„Ogeaner“ in der Großlage „Punggl“, eben, sandiger Flinsboden. 

Rebanlage:
einfache Pergl, ca. 3.300 Reben/ha, größtenteils über 50 Jahre alt. 

Ausbau:
Gärung und Lagerung auf der Feinhefe im Stahlfass, kein biologischer Säureabbau, keine Weinsteinstabilisierung.  

Sensorik:
Im Vordergrund steht das sortentypische Aroma von Banane, unterlegt von Ananas und grünem Apfel. Im Mund überwiegt die säureunterstütze Frische, welche in einen anhaltenden, salzigen Abgang übergeht.

Anzahl Flaschen:
1.700

Analysenwerte:
Alkohol 13,0 % Vol,
Gesamtsäure 6,3 g/L,
Restzucker 1,6 g/L,
Red. Extrakt 25,5 g/L

Posted in Italien, Probeflaschen-Tasting | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Salon des Vins de Vignerons Independants Strasbourg Tag 1

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 12 Februar 2010

Es ist wieder angerichtet. Die unabhängigen Winzer Frankreichs machen wie immer zu dieser Jahreszeit Station in Strasbourg, ganz in der Nähe des Europaparlaments im Ortsteil Wacken. Ca. 650 Winzer aus der ganzen französischen Republik werden wieder 4 Tage einer großen Anzahl französischen und immer mehr deutschen Weinfreunden ihre Gewächse zur Verkostung anbieten. Für mich ist es etwa die 7 oder 8te Teilnahme. Anfangs irrte man noch orientierungslos durch die Halle, probierte hier und dort und machte manchmal so auch eine Entdeckung, mittlerweile geht man etwas strukturierter und als Deutscher natürlich vorbereitet auf die Messe. So habe ich heute ab 15.30 alle Winzer und Weine aus dem Chablis probiert. Meine beiden Favoriten waren folgende Winzer: 

Domaine Alain Gautheron
Alle Chablis kennzeichnert eine Direktheit, die Frucht ist eher unterschwellig warnehmbar, der Focus steht auf Mineralität und rasssiger Säure. Im 1er Cru Bereich überzeugte der 2008er 1er Cru „MONT DE MILIEU“ (12 €)  mit den genannten Attributen, dazu von reicher Konzentration an Aromen und toller Balance sowie langem Nachhall gekennzeichnet, viel Druck ausübend von feiner, eleganter Länge. Überzeugend auch der 2007er 1er Cru „Vaucoupin“ (11 €), der neben rassiger Mineralität auch eine wunderbare Cremigkeit aufwies.

Domaine La Meuliere
Im Vergleich zu Gautheron steht hier die Frucht etwas mehr im Vordergrund ohne es jedoch an Rasse, Frische und Mineralität vermissen zu lassen. Die Weine sind alle sehr gut durchstrukturiert und vermitteln viel Trinkspaß bei etwas höheren Preisen im Vergleich zu Gautheron.
An der Spitze des Sortiments stehen die beiden 08er Chablis aus der 1er Cru-Lage „MONT DE MILIEU“.(13,50 €) Der „normale“ betört mit Mineralität und Aromen von weißen Früchten, herrlicher Konzentration am Gaumen und einer reifen Säure. Eine Schippe drauf legt dann der 08er 1er Cru „MONT DE MILIEU“ Vieilles Vignes Les Gougueys“ (16,50 €). Verschwenderische Aromen von Haselnüssen, frischer Butter, Brioche und etwas Honig. Herrlich lang am Gaumen.

Wie immer gibt es im Fahrwasser der großen, bekannten Appellation Gebiete, die beim Weinfreund weniger bekannt sind. Oder kennt jemand Saint-Bris? Er liegt im französischen Burgund westlich von Chablis und umfasst rund 100 Hektar Rebfläche im Département Yonne in den Gemeinden Chitry, Irancy, Quenne, Saint-Bris-le-Vineux und Vincelottes. Der Weißwein wird aus den für das Burgund unüblichen Sorten Sorten Sauvignon Blanc und Sauvignon Gris gekeltert.

Die Domaine Felix produziert da zwei wunderbare, äußerst preisWERTE weiße Saint-Bris. Der einfache zu 6 € mit reifen Citrus – und Stachelbeernoten, sehr klar und reine Aromatik, der andere, ein 2008er Saint Bris Cuvée Ste-Claire mit etwas mehr Dichte und Schmelz, beide mit bestem Preis-Genußverhältnis.

Fortsetzung folgt am Samstag abend….

Posted in Frankreich, K&M on Tour, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

2007 Chablis Premier Cru Fourchome Domaine Vrignaud

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 7 Februar 2010

Bereits seit 2 Tagen geöffnet, zeigt sich der Wein heute von seiner schönsten Seite.

2007 Chablis Premier Cru „Fourchaume“ 13% Alk.
Domaine Vrignaud
89800 Fontenay-Prés-Chablis 

Hier gibts vorbildliche Infos zum Wein ab Winzer
http://www.domaine-vrignaud.com/uk-chablis-fourchaume-domaine-vrignaud-vins-chablis-bourgogne.html

Fiche technique Chablis 1er cru fourchaume

Der Fourchaume stammt von einem etwas 4 Hektar großen Gebiet in Vaupoulent. Klassiche Chablis-Nase nach Salzwasser, leicht grünen Früchten, auch würzige und florale Eindrücke. Am Gaumen geprägt von einer gewissen Strenge, straffe Säure, trocken, es blitzt immer wieder eher Feuerstein-Mineralität durch, dazu wecken Noten von Zitronen Erinnerungen an meine Kindheit, als wir Lutscher gleichen Geschmackes beim Bäcker unseres Vertrauens kauften. Daneben hat der Wein ein sehr abwechslungsreiches Spektrum an Früchten, immer mal wieder bltzen reife Mirabellen durch. Mittlere Kraft, durchaus mit guter Balance, Hat sicher noch Potential, ich würde 89/100 Punkte vergeben. Potential bzw. Trinkvergnügen 2010-2012+

Preis: Fehlanzeige, laut Google kein Händler in Deutschland. Woher meine Flasche stammt, muss ich auch erstmal recherchieren;-)

Posted in Frankreich, Probeflaschen-Tasting, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Coup de Coeur 2010 – Chablis 2007 Dom. Fevre

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 3 Februar 2010

Heute abend im Glas: 

2007 Chablis AOC von Nathalie & Gilles Fevre, ein Wein, der in Frankreichs wichtigstem Weinführer „Guide Hachette 2010“ als „Coup de Coeur“ (Lieblingswein der Verkoster) ausgezeichnet wurde. Die Flasche stand schon einige Wochen auf unserem Verkostungstisch, während der Vorweihnachtszeit hatten wir für eine dem Wein gerechte Verkostung nicht die Zeit, aber nachdem nun Tauwetter eingesetzt hat und die Temperaturen sich wieder im Plusbereich bewegen (der Frühling also quasi vor der Tür steht) hatte ich einfach Lust auf einen erfrischenden Weisswein. Chablis wird mich in den nächsten 8 Wochen öfters beschäftigen, denn immer wieder kommt von unseren Kunden die Nachfrage nach dem Klassiker aus den Winzerkellern Burgunds, so dass ich auf meiner Reise im März zu den Verkostungen der „Grand Jour de Bourgogne 2010“ auch einige Weingüter besuchen werde. Einige Weine, z.B. von Alain Gautheron oder der Domaine Felix konnte ich in den letzten 2-3 Jahren immer wieder mal probieren, deren Stilistik hatte mir sehr gut gefallen. Auch der heutige Chablis reiht sich nahtlos in diese Favoritenliste ein.

2007 Chablis AOC
Domaine Nathalie & Gilles Fevre
100% Chardonnay; 12,5% Alk.
ROUTE DE CHABLIS89800 FONTENAYPRESCHABLISTEL : (+33) 3 86 18 94 47
EMAIL : fevregilles@wanadoo.fr

Dieser Chablis stammt aus Parzellen des Dorfes Fontenay-Près-Chablis. Die Reben stehen auf Kimmeridge-Kalk und sind im Schnitt erst 15-20 Jahre jung.

Degustation vom 3.2.2010:
Die Farbe ist ein nicht allzu kräftiges Gelb mit leicht goldenen Reflexen. Am Gaumen ein schöner, recht dichter Auftakt, schmelzig, dann jedoch übernehmen reife Säure, Zitrus und dezent gelbe Früchte mit einem Hauch Exotik und weißen Früchten den Takt. Im Hintergrund deutliche Kalk-Mineralität, die den Wein auch in eine gutes, mittellanges Finale trägt. Insgesamt ein Wein der frischen, saftigen Art, der für einen Basiswein eine schönen Auftakt darstellt. Kann man sehr gut alleine trinken, macht aber sicher auch zu Gerichten mit Meeresfrüchten, Geflügel oder Kalbfleisch eine gute Figur.  

Punkte: 85/100 (guter Wein) 

Dafür würde ich ausgeben wollen: max. 10-12 € inkl. MWST

Preisspanne von Anbieter, die nach Deutschland liefern (Google-Recherche):
11 € – 16 € (2 Anbieter gefunden)

Posted in Frankreich, Probeflaschen-Tasting, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Der Weinspion und Eva Vollmer

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 18 Januar 2010

per Copy and paste from Der Weinspion vom 18.1.2010

Heute gibts mal Wein von der Entdeckung 2010:

2008 Silvaner ! trocken Vol.2 - Eva Vollmer

den 2008er Silvaner! Selection trocken Vol.2 von Eva Vollmer aus Mainz-Ebersheim /Rheinhessen.

Nein, nicht meine persönliche Entdeckung, sondern “Entdeckung des Jahres” im Gault Millau 2010. Das alleine ist ja schon mal ein Grund zu schauen, ob da wirklich was zu entdecken ist. Immerhin ist das Weingut Eva Vollmer in dieser Form erst seit 2007 tätig und so muss sich die gute Eva nicht nur qualitativ und kaufmännisch als Winzerin beweisen, sondern auch noch gegen die Vorbehalte einiger ihrer alteingesessenen rheinhessischen Winzerkollegen behaupten.  Also habe ich mir von Bernd von K&M gleich mal eine Flasche mit ins aktuelle #twv – Paket legen lassen, denn man soll ja solche Vorhaben nicht allzu lange vor sich her schieben.

Die äußere Aufmachung ist modern ohne jedoch zu übertrieben stylisch zu wirken. Immerhin prangt sogar noch eine “klassisch” anmutende Banderole der Initiative “Selection Rheinhessen” am oberen Ende des Flaschenhalses. Der Wein selbst zeigt sich in einem sehr hellen Gelb mir grünlichem Schimmer und weißen Reflexen. Das Bouquet ist im ersten Moment eher zurückhaltend mit fruchtigen Elementen wie Citrus, Stachelbeere und Birne sowie sonnenwarmen Heu, saftiger Kräuter-Wiese und Mineralien. Am Gaumen dann der typisch säurebetont frische Geschmack von trockenen & leichten Silvanern, wie man sie gerade in Rheinhessen des öfteren findet. Hier bekommen die o.g. Aromen des Bouquets ein gut sitzendes Säuregerüst verpasst und führen gerade auf der Zunge zu einem Eindruck von Naturkohlensäure, die aber eigentlich garnicht da ist. Kurz gesagt: spritzig frisch – jedoch nicht ohne einen leicht cremigen Schmelz, den man auch oft bei Champagner findet. Könnte wohl an der eingesetzten Hefe liegen!? Der nicht all zu lange – aber präsente – Abgang ist dann erneut mineralisch trocken.

Der 2008er Silvaner ! Selection trocken Vol.2 von Eva Vollmer ist ein wunderbarer Wein für Trockenweintrinker wie mich sowie als “best friend” zu Spargel und Co. Ich hoffe Eva Vollmer wird mir verzeihen, dass ich ihren Silvaner heute Abend nicht nur ZU sondern auch IN meinem Essen genossen habe: es gab Rahmgeschnetzeltes und Reis. Lecker. Womit ich auch schon direkt eine kulinarische Empfehlung ausgesprochen hätte …

WeinSpion – Votum

  • Gaumen: 3,7 von 4 Loupes
  • Nase: 2,5 von 3 Loupes
  • Auge: 1,7 von 2 Loupes
  • Preis: 0,8 von 1 Loupe
  • Fazit: 8,7 von 10 Loupes

http://www.weinspion.de/2010/01/2008-silvaner-selection-trocken-vol-2-eva-vollmer/#more-1810

Hier geht es zum Weingut und den Weinen bei K&M

Posted in Deutschland, K&M Weine - Presseschau, Weine aus aller Herren Länder | Verschlagwortet mit: , , , , , , | Leave a Comment »

 
%d Bloggern gefällt das: