K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

www.gutsweine.com

Nicolas Cheveau white Burgundy from Pouilly Fuisse recommended on Jancis Robinson web site

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 1 November 2011

We were thrilled to read the following revue by Tamlyn Currin on Jancis Robinson’s web site http://www.jancisrobinson.com

Nicolas Cheveau

„I don’t often go back twice, no, three times, during a tasting to the same wine. It’s even more rare that it’s a white Burgundy under £15 that has thrilled me so much. Of course, the price is probably everything to do with the fact that it hails from the sunny Mâconnais and doesn’t have the illustrious postcodes of its northern neighbours. But that doesn’t detract from the fact that this bottle of sunny Chardonnay is a serious summer bargain.

Domaine Cheveau is run by Nicolas Cheveau, who has 14 ha across the Mâcon, with a small underground winery in Pouilly. It was started by his grandfather André in 1950, and Nicolas has now taken over from his father Michel. As is not entirely unusual, all the grapes are picked by hand and he doesn’t use fertilisers, but he must be doing something special because the purity and clarity of his wines really sing out. The other delightful thing about this particular wine is that it needs no patience; it is absolutely deliciously ready to drink right now. Although, judging by comments from others on the 2009 vintage, it will certainly keep well for a couple of years.

This particular wine is from a small parcel of relatively young vines (16 years) grown on a clay-limestone hillside. There is no oak used – all stainless steel – but the wine is kept on fine lees for eight months. It clocks in at a civilised 13.5% alcohol.

My scribbled notes read, ‘An inviting nose with a hint of creaminess, hazelnuts and juicy yellow peach. Gentle roundness and weight, apricot tang and crisp apple. This really opens up and spreads across the mouth. Backbone of minerality. Real intensity. Tense acidity. Long. Superb. VVGV!’

Cheveau also makes a gorgeous Bourgogne Blanc and a much more serious Pouilly-Fuissé called Les Trois Terroirs, both of which are being sold in the UK at Caviste (along with the Sur Le Mont) for £13.95 and £18.95 respectively. The 2009 vintage, which Jancis recommended in 75 sure-fire whites, is available too.“

Derzeit verfügbare Weine bei K&M:

2009 Domaine Cheveau Macon Solutré-Pouilly (ausverkauft)
2010 Domaine Cheveau Macon Solutré-Pouilly @ € 10,90 € pro Flasche
2010 Domaine Cheveau Bourgogne Blanc @ £13.95 per Bt
2009 Domaine Cheveau Pouilly Fuisse ‘Trois Terroir’ @ € 14.40 pro Flasche

Weitere Weine und Auszeichnungen finden Sie auf unserer Webseite http://www.gutsweine.com, direkt zu Nicolas Weine bitte hier klicken.

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Dirk Würtz, Stuart Pigott und die bezahlbaren Bordeaux von Château Segonzac

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 22 August 2011

Bordeaux für Jedermann! (von Dirk Würtz)
Originalbericht hier

Wie bereits angekündigt, habe ich mich auf die Suche nach gutem und bezahlbarem Bordeaux gemacht. Und man glaubt es kaum, es war einfacher als gedacht…
Die Vorgeschichte ist schnell erzählt und den treuen Lesern hier ja auch bekannt: Bordeaux ist im wahrsten Sinne des Wortes in “aller Munde”. Ein Rekordpreis jagt den nächsten, für einen Normalsterblichen sind die großen Weine nicht mehr erschwinglich. Meiner Meinung nach leidet unter dieser Entwicklung das Image der gesamten Region. Einige Weintrinker wenden sich ab, oder erst gar nicht hin, da sie glauben Bordeaux = zu teuer. Das ist natürlich Quatsch, aber so läuft das eben gerne. In einem Gebiet mit 100.000 Hektar Rebfläche MUSS es ja aber auch Alternativen geben. Solche die schmecken und eben bezahlbar sind. Einige davon habe ich jetzt gefunden, weitere folgen. Ich bedanke mich schon einmal vorab, für die tolle Unterstützung einiger Händler und Verbände.

Es ging gleich gut los, bei der gestrigen Verkostung. 2006 Clos du Jaugueyron, Haut-Médoc. Ein zugegeben schwer auszusprechender Name, wenn man kein Franzose ist, aber ein grandioser Wein. Ein echter Klassiker, so wie ich mir einen Bordeaux vorstelle. Zuerst ein wenig ruppig – man sollte ihn unbedingt dekantieren – und dann einfach nur noch gute. Lang, ein Maul voll Wein, eine warme Frucht, viel Paprika und einen mächtigen Zug. Kann man jetzt bereits mit viel Spaß trinken, darf aber auch noch ein wenig im Keller liegen bleiben. 16,50 Euro ist ein absolut fairer Preis. Zu beziehen bei “Aux Fines Gourmets”

Quartett 09er Château Segonzac & Le Reysse 2009

Quartett 09er Château Segonzac & Le Reysse 2009

Wer es etwas moderner mag, der ist bei Château Segonzac extrem gut aufgehoben. Da gibt es einen Einstiegswein, der heißt “Tradition”, kostet schlappe 7,90 Euro und ist der Inbegriff des “Saufweins”. Kommt aus dem Jahrgang 2009 und macht einfach nur Spaß! Ein annähernd unschlagbares Preis-Genuss-Verhältnis!

Die nächste Stufe ist der 2009 “Vieilles Vignes”. Wie der Name schon sagt, kommt dieser Wein aus sehr alten Rebstöcken und ist extrem knackig. Er knistert sogar ein wenig. 11,40 Euro sind dafür fast schon zu wenig. Das Flagschiff des Hauses heißt “Heritage” und ist ein dickes Fettes Teil mit 100 Prozent neuem Holz. Wer jetzt glaubt, das Holz würde den Wein erschlagen, der täuscht sich. Es fällt fast gar nicht auf und ist perfekt eingebunden. Ein wirklich großartiger Wein, der lang und länger schmeckt und der mit 14,50 Euro mehr als fair bepreist ist.

Mein persönlicher Favorit ist allerdings ein ganz anderer – der “2009 Heritage Petit Verdot”. 15 Prozent Alkohol, 15 Euro. 100 Prozent Petit Verdot – eher ungewöhnlich – 100 Prozent Trinkspaß. Extrem reif und saftig, in keiner Weise unangenehm wegen des doch sehr hohen Alkoholgehaltes und ganz extrem süffig. Ich hätte mich reinlegen können! Mehr Infos und die Bestellmöglichkeit gibt es hier bei K&M Gutsweine. Ausprobieren, es lohnt sich wirklich!

Zu den obigen Weinen kann ich nur eines sagen: LECKER!

 

 

 

Stuart Pigott entdeckt K&M 2009 und lobt: K&M ist meine persönliche Weinhändlerentdeckung

Stuart Pigott entdeckt K&M 2009 und lobt: K&M ist meine persönliche Weinhändlerentdeckung

Folgender Text stammt aus der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 21.08.2011, Nr. 33 / Seite 46

REINER WEIN
Neues aus der Bordeaux-Welt
von stuart pigott

Die Rotweine des Bordeaux sind zugleich für ihre Kraft und Eleganz bekannt – Eigenschaften, die primär auf ihre herben Gerbstoffe zurückzuführen sind. Wenn sie früher enttäuschten, dann am häufigsten durch einen zu mageren Körper und unreife gemüsige Aromen wie grüne Paprika. Die Klimaerwärmung jedoch hat die Situation radikal verändert. Bis vor wenigen Jahren war ein Alkoholgehalt von über 14 Prozent bei einem roten Bordeaux eine Seltenheit, während ein solcher für 2009 und 2010 eher als normal gelten muss und manche berühmten Gewächse 15 Prozent und mehr aufzuweisen haben.

Die ersten Rotweine des Jahrgangs 2009 sind bereits auf dem Markt und bieten eine verblüffende Einführung in diese neue Geschmackswelt. Ihre Art wurde maßgeblich von einer sehr langen heißen Phase im Sommer geprägt, während derer der Zuckergehalt in den Trauben nach oben schoss und ihr Säuregehalt absackte. Das führte zu Weinen, die süßlich wirken, selbst wenn sie keinen unvergorenen Zucker enthalten, weil das Hauptgärprodukt Alkohol und das Gärnebenprodukt Glyzerin beide süßlich schmecken. Schon in einem „kleinen“ Wein wie dem 2009er „Tradition“ von Château Ségonzac in Blaye (7,90 Euro von K&M Gutsweine, 0 69/71 71 34 30) ist dieser neue Typus deutlich zu erkennen. Seine reife Brombeernote und der recht satte Körper sind keinesfalls traditionell für ein solch bescheidenes Gewächs. Der Alkoholgehalt von 13,5 Prozent wird halbwegs durch die recht herben Gerbstoffe ausbalanciert; trotzdem erinnert er auch geschmacklich eher an einen kalifornischen Rotwein als an einen klassischen Bordeaux. Dieser Wein wirkt klarer, wenn man ihn dekantiert, ihn also vor dem Konsum in eine Karaffe oder einen Krug umgießt, am besten ein paar Stunden davor (solange der Wein unter 20° Celsius bleibt).

Aber das hilft nicht bei jedem roten Bordeaux von 2009. Frisch geöffnet ist der 2009er „Vieilles Vignes“ von Château Ségonzac (11,40 Euro von K&M) noch gut erkennbar als Vertreter seiner Herkunft, trotz sehr reifer Brombeer- und Maulbeernoten, weil daneben etwas Frisches zu erahnen ist. Nach mehreren Stunden an der Luft entwickelt sich eine Note, die an jungen Portwein erinnert, die Gerbstoffe werden heftiger und der Körper ausladender. Ob man das mag, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber außer Frage steht, dass dies Lichtjahre von dem entfernt liegt, was bis vor wenigen Jahren von dem Wort „Bordeaux“ auf dem Etikett im Glas realistisch zu erwarten war. Ségonzac ist kein Top-Château, aber ein sehr professionell geführtes Haus mit hohem Qualitätsniveau für seine Preisklasse; es darf als beispielhaft gelten.

Alle Weine von Château Segonzac bei K&M finden Sie hier, seinen ersten Cremant aus 2010 („Ist das ein Champagner“, so die Frage von unseren Moselwinzern Olaf Schneider & Thorsten Melsheimer anläßlich der „Best of Mosel-RendezVino am 19.8.11 bei K&M im Nordend) wird es ab Ende Oktober im Rhein-Main-Gebiet exklusiv nur bei uns geben.

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Riesling 2010 – Laible & Pfirmann erfolgreich

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 12 August 2011

Zwei unserer jungen Winzergarde, Alexander Laible aus dem badischen Durbach (Ortenau) wie auch Jürgen Pfirmann aus Landau – Wollmesheim (Pfalz-Südliche Weinstrasse) haben wieder einmal bewiesen, dass sie auch in schwierigen Jahrgängen wie 2010 gute bis heraussragende Weine produzieren können. Zu diesem Ergebnis kommen die Verkoster der Weinzeitschrift „Weinwelt“ in ihrem aktuellen Heft 5 (August/September 2011)

Jürgen Pfirmann´s 2010er Riesling Kalkmergel zählt zu den Top 10 Weinen im Preisbereich 5,- € – 8,- € unter 1106 verkosteten Rieslingen des Jahrgang 2010.

„Frisch gepflückte Trauben, Weinbergspfirsich und zarte Zitrusnoten in der Nase, mineralisch-würzig, top Struktur. 87/100 Pkt.“ meinen die Verkoster der Weinwelt.

In der gestrigen Fachjuryverkostung für den Pfälzer Weissburgunderpreis in Ilbesheim, in der auch Bernd von K&M neben Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche und weiteren Weinfreunden wertete, erreichte sein 2010er Weissburgunder „Kalmit“ die Runde der letzten 36 Weine und scheiterte nur knapp, um in den Olymp der 8 besten Finalweine zu kommen, die am 30.7.11 anläßlich des schönsten Weinfestes Deutschlands an der Ilbesheimer Kalmit vom Publikum verkostet werden. Den Bericht von der Juryprobe und weitere Infos gibts es hier auf dem Blog.

Alle Weine von Jürgen Pfirmann bei K&M

 

Alexander Laible schaffte es mit seinem  2010er Riesling Spätlese Alte Reben *** trocken auf das Siegertreppchen. (92/100 Pkt. Platz 2, bei K&M leider schon restlos ausverkauft).

Damit aber nicht genug. Sein 2010er Riesling Alte Reben SG trocken *** (bei K&M noch erhältlich) erreichte gemeinsam mit 5 weiteren Weinen (90/100 Punkten) den vierten Platz.

Wir gratulieren Alexander ganz herzlich. Schon zur Prowein haben wir seine Weine als sehr gut empfunden, sie sind erwachsener geworden und wirken durch die schöne, reife Säure auch insgesamt trockener.

 
Alle Weine von Alexander Laible bei K&M

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Gastbeitrag – Eine Burgundreise mal ein wenig anders als sonst

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 August 2011

von Robert K. aus Fankfurt, seines Zeichens Burgunder-Liebhaber.

Wir waren vom 26.07.11- 31.07.11 mal wieder im Burgund. Und nun zum ersten Mal gemeinsam mit meiner Frau. Die Vorfreude war entsprechend groß. Der erste Tag gestaltet sich mit diversen Winzerbesuchen. So holte ich erst mal meine fantastischen Weine von Jean Michel Guillon in Gevrey Chambertin ab. Dort hatte ich folgende Weine reserviert:

Gevrey Chambertin Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Les Champonnets Vieilles Vignes 2009

Gevrey Chambertin 1er Cru Petit Chapelle 2009

Grand Cru Mazis Chambertin 2009

 Grand Cru Clos de Vougeot 2009

Da auf dem Weingut gerade abgefüllt wurde, konnten die Weine nicht verkostet werden. Diverse verkostete Weine von diesem Weingut haben immer mein Interesse geweckt, da sie ein tolles Geschmackserlebnis boten und sich zudem sehr fein die unterschiedlichen Charaktere der Lagen in den Weinen widerspiegelten.

Alle Weine haben zudem ein fantastisches Preis/Leistungsverhältnis.

Dann ging es weiter zu einem meiner Lieblings- Weingüter: Edmond Cornu in Ladoix.
Wir wurden wie immer sehr herzlich vom Junior empfangen, der sich auch entsprechend Zeit für uns nahm, obwohl wir nicht angemeldet waren. Was in Burgund an sich nicht typisch ist.

Folgende Wein wurden verkostet:

Ladoix 1er Cru de Bois Roumot 2009:
Ein jetzt schon gut zu trinkender Wein, der nicht zu tanninbetont ist, sondern eher frisch und fruchtig (rote Früchte) daher kommt. Hat ein Potenzial von 2-3 Jahren und würde sehr gut zu gebratenem Fisch passen.

Ladoix 1er Cru La Corvee 2009:
Ein toller Wein mit feinen Tanninen, elegant und wunderbar eingebunden. Potenzial 5- 10 Jahre. Eine rotbeerige Frucht, die im Abgang fein und anhaltend war. Mit Luft wurde der Wein, obwohl schon 1 Tag offen, immer besser. Cornu sgate uns auch, dass seine Ladoix- Weine an der Grenze zur Cote de Nuits liegen und eher Cote de Nuits Charakter aufzeigen als Cote de Beaune Weine. Wir können das nur bestätigen

Aloxe Corton 1er Cru La Mouttote 2009:
Dieser Wein wurde nicht geöffnet, da Cornu nur noch wenige Flaschen von diesem Wein besitzt. Nichts desto trotz kaufte ich 3x Flaschen davon, da ich viel Positives von diesem Wein gehört und gelesen hatte. Laut Cornu hat dieser ein Potenzial von 5- 10 Jahren,

Grand Cru Corton Bressandes 2009:
Was nun kam, verschlug mir die Sprache, denn ich hatte schon seinen 2005er Grand Cru Corton getrunken in 2008 und fand ihn damals schon genial. Aber dass er in 2009 so elegant ist, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Er war feinwürzig, elegant, dunkle Beeren und unglaublich lang im Abgang. Das Tannin extrem feinkörnig. Da konnte ich auch nicht ausspucken. So lecker war der Wein. Ein Wein zum sofort Trinken. Aber Cornu sagte, wir sollten lieber 10- 15 Jahre warten, denn dann hätte dieser Wein sein bestes Potenzial. Viele glauben gar nicht wie elegant ein Grand Cru vom Corton- Hügel sein kann. Aber es lohnt sich wirklich zu suchen.

Von Cornu ging es nach Savigny Les Beaune zum Weingut Pavelot, einige 1iere Crus probieren, 1er Cru Gravains 2009, 1er Cru Peuilttes 2009, 1er Cru Les Guettes 2009, 1er Cru Narbantons 2009

1er Cru Les Dominode 2009:
Dieser Wein fesselte mich, da sich hinter dem Tannin und Holzgerüst eine feine würzige Note gezeigt hat, welche in einem langen Abgang endete. Unterstütz durch eine feine dunkle Fruchtnote verbunden mit erdigen Noten. Sehr schön. Potenzial mindestens 10 Jahre oder auch mehr.
Alles feine Weine, die jedoch sehr vom Holz geprägt waren. Die unterschiedliche Lagencharakteristik kam aber bei allen Weinen sehr deutlich zum Ausdruck. Highlight war der La Dominode, der sich mit den Weinen der Cote de Nuits locker messen kann.

Abends wurde dann auf der Abbruchkante in St. Romain mit diversen Leckereien und entsprechendem Champagner gespeist. Mit schönem Blick auf St. Romain. Eine tolle Empfehlung unseres Freundes Harald. Ein wunderbarer Ausklang des ersten Tages.

Am Donnerstag ging es dann nach Rully. Auf dem kleinen Markplatz wurde noch genüsslich ein Cappucino getrunken, bevor es dann zum Wandern in die Berge ging. Ein kleiner Seitenweg führte hoch zu den Höhlen von Bouzeron. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick auf Rully.

Nach der Wanderung ging es zum Mittagessen in das Le Petit Blanc.
Dort nahmen wir das Menu mit Kaninchen in Weinsoße als Hauptgang. Wie immer war das Restaurant sehr voll um die Mittagszeit, dafür sehr gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen. Erst recht bei der leckeren Nachspeise: Creme Brulee. Getrunken haben wir einen 2009er Rully 1er Cru Pucelles vom Weingut Jacquesson. Ein fantastischer Wein, den man jetzt schon wunderbar genießen kann. Herrlich fruchtig mit einer schönen Mineralität. Wunderbar! An der Lage fuhren wir kurioserweise auch vorbei.

Nach dem Essen ging es wieder nach Rully, wo wir uns in Ruhe diesen wunderbaren Ort anschauten. Inklusive dem imposanten Chateau Rully. Der Tag in Rully endete mit einem Besuch des einzigen Weinladens vor Ort. Dort kaufen wir die letzten Flaschen Jacqueson 1er Cru Margote 2009 sowie einen Insidertyp zu günstigen Preisen, den 2009er Rully vom Weingut Jean Bapiste Ponsot

Von Rully fuhren wir dann zu einem Kurztrip nach Dijon über die Autobahn. Die Innenstadt ist wirklich schön mit alten Häusern und schönen Kirchen. Der Rest war eher dürftig.

Am Freitag wurde bei wunderbarem Wetter in Beaune gefrühstückt. Dort durfte ich auch gleich mal mit einem Weinberg- Trecker fahren. Eine lustige Sache.

Danach ging es zurück nach Pommard und wir schlenderten erst einmal länger durch das Dorf, das sehenswert ist. Zumal auch einige bekanntere Winzer dort vor Ort sind. Mann konnte Winzer als Küfer bei der Arbeit beobachten, an einigen Stellen wurde der 2010er Wein filtriert und abgefüllt mittels einer mobilen Abfüllanlage.

Gegen Mittag kehrten wir in einem neuen Restaurant, dem Auberge des Vignes ein, welches an der Straße zwischen Pommard und Volnay liegt. Für meine Frau eine fantastische Süßspeise und zu unserer großen Überraschung gab es dort einen fantastischen Wein, der mir eingeschenkt wurde: von der Farbe her goldfarben. Ich wusste nur, dass es ein Mersault war, nicht aber welches Jahr oder welche Lage. Dann wurde mir mitgeteilt, dass es ein 2001 Mersault Village Le Clos de Tavaux Monople vom Weingut Francoise Gaunoux ist. Ein herrliches Tröpfchen, auf den Punkt genau trinkreif und wunderbare Reife und Frucht. Wir lernten auch gleich die Besitzerin des Weingutes persönlich kennen. Sie ist auch sehr sympathisch.

Am Freitagabend ging es dann mit großer Spannung in das vielfach gelobte Sterne- Restaurant Aupre du Clocher. Die Vorfreude war groß. So bestellten wir gemeinsam das Menü Pommard (ca 40 €), welches uns von sehr guten Freunden sehr empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn das Essen war einfach fantastisch, sehr aromatisch und auch nicht zu übersichtlich. Zum Essen bestellen wir einen Mersault Village 2008 Charrons von Bouzereau. Ein herrlich mineralischer Wein, der hervorragend zum Essen gepasst hat. Ein super Wahl. Jeder Gang zeigte die Handschrift des Inhaber und Koches. Obwohl es nur 4 Gänge waren, waren wir hinterher papp satt.

Am Samstag ging es dann erst einmal zum Markt nach Beaune, den Marion ja noch nicht kannte. Es war wie immer sehr voll und wir ließen uns treiben. Zum Lunch kauften wir uns ein Bresse- Huhn.
Doch dann besuchten wir zum ersten Mal das wunderbare Hotel-Dieu in Beaune, welches bis 1971 noch ein Krankenhaus für bedürftige Menschen gewesen ist. Sehr imposant und unbedingt zu empfehlen.

Das Bresse- Huhn wurde anschließend genüsslich in den Weinbergen verspeist wurde. Wenn nicht da immer so viele Fahrradfahrer gestört hätten…

Nach dieser Stärkung ging es dann zu diversen Weinorten, die wir besichtigten. Vosne- Romanee, Chambolle- Musigy und Gevrey- Chambertin.

In Chambolle ging es dann noch einmal in einen Weinkeller zum Weingut Felettig, welches für seine Chambolle- Weine bekannt ist. Doch ich musste feststellen, dass diese alle viel zu verholzt waren. Das war eine echte Enttäuschung. Und den Echezeaux 2009 wollte er auch nicht aufmachen. So ging es ohne Weinkauf weiter.

In Gevrey- Chambertin wurde dann ein kleiner Zwischenstopp im Chez Guy eingenommen. Dort wurde eine typisch burgundische Wurst- Terrine (Jambon persillé maison) verspeist, wobei meine Frau sich dem leckeren Nachtisch frönte. Dazu gab es einen sensationellen Wein aus 2008, einen Puligny- Montrachet Le Trezin von Pierre Yves Colin . Mit einer herrlichen Mineralität und einem schönen Frucht- Säurespiel. Nun drängte die Zeit, da wir ja noch einen Termin in Marsannay hatten.

Wir kamen pünktlich bei Sylvain Pataille an, von ihm jedoch keine Spur. 15 Minuten später war er da. Für ihn sehr pünktlich. Wir waren nicht alleine, da ein sehr netter Belgier (Paul) ebenfalls zum ersten Mal in seinem Keller die 2009er Weine probieren wollte. Wir probierten zuerst seine Weißweine, die mir aber nicht so gefielen. Umso mehr dann sein Rose- Wein aus Marsannay.

Die roten Weine aus 2009 wirkten ein wenig süßlich, breit und konnten die nicht so typischen Lagenmerkmale darstellen. Ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig zu spät gelesen hatte. Das fiel besonders beim Marsannay Village Montagny 2009 auf, der die wärmste Lage seiner Weine darstellt. Erfreulicher war jedoch der 2009er Bourgogne. Welcher ein Jahr im Holzfass gelegen hatte und das durchschnittliche Niveau weit überschreitet, was Bourgogne- Weine angeht.

Sehr gut gefiel mir auch der Clos de Roi, der ebenfalls in 2009 sehr gut gelungen ist, auch wenn er noch die entsprechende Reife (5-8 Jahre) benötigt. Leider war die Zeit zu knapp bemessen, um mehr Zeit bei diesem sehr sympathischen Winzer zu verbringen, da wir einen Tisch in Volnay reserviert hatten.

Vom Hotel in Pommard Hotel Clos du Colombier , übrigens eine schöne Adresse an einem ruhigen, süßen Weinort, durch die Weinberge nach Volnay zum Restaurant Cellier la Volnaysien, wo wir einen Tisch reserviert hatten, um den Geburtstag meiner Frau entsprechend zu feiern. Leider war der versprochene Outdoor- Tisch nicht geöffnet, so dass es in den Keller ging. Wir nahmen beide ein 3 Gänge Menü. Dazu gab es einen wunderbaren 1991er Pommard 1er Cru Les Rugiens von Joseph Voillot. Ein toller gereifter süßlicher Wein, der den Burgund- Besuch wunderbar abrundete. Das ist das wahre Burgund: gereifte Burgunder!

So bleibt uns eine wunderbare Reise in Erinnerung, mit der großen Überraschung, dass wir nur Weißweine von der Cote d’Or tranken, was sonst nie der Fall gewesen ist. Das zeigt uns, wie groß doch das Potenzial der Weißweine im Burgund ist. Für mich eine sehr positive neue Erfahrung. Dank meiner Frau!

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Die Sieger des 10.Weißburgunderpreis von Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 August 2011

Der Weißburgunderpreis der Ilbesheimer Vereinigung Gast und Wein wurde in diesem Jahr zum 10. Mal durchgeführt. Während des Kalmitweinfestes konnte das interessierte Publikum am Samstag, 30. Juli 2011 von 18:00 bis 22:00 Uhr im Dorfmittelpunkt verkosten. 8 Finalisten standen in verdeckter Probe bereit, um sich dem Votum der Verbraucher zu stellen. Nachdem die Fachjury die 8 Finalisten und ihren Gewinner, und den sogar in einer Stichwahl, ermittelte, fiel die Wahl beim Publikumspreis viel „eindeutiger“ aus. Bisher nahmen an dieser Wahl rund 200 „Publikumswähler“ teil, in diesem Jubiläumsjahr waren es sage und schreibe 340 Personen, die an der Probe teilgenommen haben.

Die Wahl des Publikums fiel auf die Nummer 1 in der Publikums-Probe (C8 in der Fachjury-Verkostung) und damit auf das Weingut Valentin Ziegler Sohn, Weyher.

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Fachjurypreis gewann das Weingut Schäfer aus Neustadt-Mußbach, in der Publikums-Probe die Nummer 6, in der Fachjuryverkostung die Nr. D 31 und somit in meiner Gruppe.
Damit blieben für die weiteren 6 Finalisten nur die Teilnahmeurkunde, aber dies ist als großer Erfolg zu
werten, wenn man aus der eingereichten Zahl von 144 Weinen die Finalrunde erreicht, darauf können die
beteiligten Weingüter stolz sein.

Für die Teilnehmer am Publikumspreis die Auflösung welches Weingut sich hinter welcher Nummer verbarg:

Nr. 1: Weingut Ziegler, Weyher,
Nr. 2 Weingut Wilker, Pleisweiler-Oberhofen,
Nr. 3: Weingut Schreieck, Maikammer,
Nr. 4: Weingut Hauck, Maikammer,
Nr. 5: Weingut Gies-Düppel, Birkweiler,
Nr. 6: Weingut Schäfer, Neustadt-Mußbach,
Nr. 7: Weingut Aloisiushof, St. Martin,
Nr. 8: Weingut Meyer, Heuchelheim-Klingen.

Zur Preisverleihung am Sonntag, 31. Juli 2011, 18:00 Uhr waren zahlreiche interessierte Weinfestbesucher gekommen, was wieder beweist welchen Stellenwert dieser Preis auch und gerade beim Verbraucher mittlerweile genießt.

Nach einer Begrüßung durch die Vorsitzende der Vereinigung Gast und Wein, Silke Schunck, wurde durch die Vertreter der Politik, Nicolai Schenk, Thorsten Blank und Peter Hieb, ein kurzes Grußwort gesprochen. Anschließend wurden die Urkunden an die 6 Finalisten überreicht. Die pfälzische Weinkönigin Karen Storck und der 1. Kreisbeigeordnete Nicolai Schenk überreichten den Fachjurypreis an Frank Schäfer, der für das Weingut Schäfer aus Neustadt-Mußbach den Preis entgegen nehmen konnte.

Anschließend übergaben Sophie Rebholz, Weinprinzessin der Ferienregion Landau-Land gemeinsam mit dem 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Thorsten Blank, den Publikumspreis an Georg Meyer, den Vertreter des Weingutes Valentin Ziegler Sohn aus Weyher.

Beide Weingüter erhielten die Wanderpokale, die vom Pfälzer Künstler Stefan Müller gestaltet wurden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann. Ein Jahr lang werden die Kunstwerke bei den Gewinnerweingütern verbleiben und treffen wieder zusammen zum nächsten Weißburgunderpreis am Ilbesheimer Kalmitwingert.

von links nach rechts, hintere Reihe: Jürgen Wilker, Bürgermeister Peter Hieb, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Landau-Land Thorsten Blank, Gerhard Hauck, Bernhard Kiefer (Aloisiushof) Andreas Meyer, Volker Gies-Düppel, Volker Schreieck, Georg Meyer (Weingut Valentin Ziegler Sohn), 1. Kreisbeigeordneter Nicolai Schenk.
Vordere Reihe: Silke Schunck (Gast und Wein), Frank Schäfer, Karen Storck.

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Bericht & Pressemitteilung Verkostung Weißburgunderpreis in Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 20 Juli 2011

 „8 Finalisten stehen nach  der  Fachjuryverkostung fest“, so heißt es auch im 10. Jahr beim Weißburgunderpreis in Ilbesheim. Kaum zu glauben, aber der Ilbesheimer Weißburgunderwettstreit ist mittlerweile schon so alt!  Die Ilbesheimer pflegen eine lange Tradition mit der Rebsorte Weißburgunder. Lange bevor diese Sorte so nachgefragt war wie heutzutage, hatte die in Neustadt ansässige Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau an der Kleinen Kalmit eine Parzelle mit Weißburgunderreben zu Versuchszwecken bestockt. Man entdeckte  schnell, welches  Potential diese Rebsorte auf dieser Lage in sich barg. Gerade deshalb war es für die  Ilbesheimer naheliegend, nicht nur die Historische Weinbergsanlage Kalmitwingert mit Weißburgunderreben zu bestocken, sondern auch den Weißburgunderpreis vor zehn Jahren ins Leben zu rufen. Nach  zögerlicher Beteiligung in den Anfangsjahren ist der Wettbewerb mittlerweile etabliert in der Weinwelt. In  diesem Jahr konnten 144 Weine von 108  Pfälzer Weingütern verkostet werden. Von den eingereichten Weinen waren mehr als 50 % QbA-Weine, in leichte Kabinettweine und Spätlesen teilte  sich  fast paritätisch die restliche Hälfte auf.

Eine ausgesuchte Fachjury bestehend aus vierzehn Personen, (u.a. Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche, von K&M Bernd Klingenbrunn u.v.a.) die sehr viel Zeit mit Wein und dem Genuss dieses edlen Getränkes verbringen, sei es als Oenologen, Weinhändler, Journalisten oder Weinkenner, bewerteten die Weine blind nach dem 100 Punkte Schema. Nach einem sensorisch harten Vormittag mit 144 Weinen, wurden am Nachmittag 36 “Vorfinalisten“ nochmals verkostet. Die Vorfinalisten setzten sich zusammen aus den jeweils 8 Besten aus vier Verkostungsgruppen. Bei Punktgleichheit wurden auch mehr in die Vorfinalistengruppe aufgenommen (deshalb 36). Aus diesem Pool von Weinen wurden dann die 8 Finalisten für die Publikumsverkostung ermittelt. Den  Fachjurypreis erhält der Wein,  der aus diesen 8 die höchste Punktzahl bei der Verkostung erzielt. In diesem Jahr wurde diese Vorgabe zu einem regelrechten Krimi, denn 2 der 8 Weine erhielten, die identisch gleiche Punktzahl. Bei einer nochmaligen Verkostung hatte dann einer der Weine knapp die Nase vorn.

Bei der Publikumsverkostung am Samstag, 30. Juli 2011, ab 18.00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr, anlässlich des Ilbesheimer Kalmitfestes stehen diese 8 Besten im Dorfmittelpunkt öffentlich zur Verkostung bereit. Das Publikum kann aus diesen Finalisten seinen Favoriten wählen. Der Sieger des Publikumspreises und der bereits  ermittelte Sieger des Fachjurypreises werden am Sonntag, 31. Juli 2011, um 18.00 Uhr am Kalmitwingert, während des Kalmitweinfestes bekannt gegeben.

Diese Betriebe schafften den Sprung ins Finale:

Weingut Aloisiushof – St. Martin

Weingut Gies-Düppel – Birkweiler

Weingut Hauck – Maikammer

Weingut Meyer – Heuchelheim-Klingen

Weingut Schäfer – Neustadt

Weingut Schreieck – Maikammer

Weingut Wilker – Pleisweiler-Oberhofen

Weingut Ziegler – Weyher

Am Sonntag, 31. Juli 2011 um 18.00 Uhr findet dann an der  Historischen Weinbergsanlage  Kalmitwingert, im Rahmen des Kalmitweinfestes die Ehrung der beiden Gewinner statt.  

Vom Pfälzer Künstler Stefan Müller wurden zwei Kunstwerke gestaltet, die als Wanderpokale überreicht werden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann.

Wer Lust hat bei der öffentlichen Verkostung dabei zu sein, ist herzlich eingeladen, nähere Informationen dazu, und zum Kalmitfest, unter: http://www.ilbesheim.de 

Fotos: S. Schunck

Anmerkung von K&M:
2010 ist für den Weissburgunder wohl ein recht schwieriger Jahrgang, wie ich, aber auch einige andere nach der Vorprobe untereinander feststellen konnten. Viele der Weine wirkten recht säurelastig, teils recht spitz in ihrer Art, manche schmeckten regelrecht unreif, andere zeigten Sauvignon Blanc Aromen. Nein, Hochstimmung kam in unserer Gruppe nicht auf, es war daher recht schwierig, aus 36 Weinen 8 Weine zu ermitteln, die sich deutlich von den restlichen absetzten, mir persönlich gefielen lediglich 2 Weine sehr gut, die ich aber mit maximal 86 Punkten (D9) wertete. Der Rest krebste irgendwo zwischen 79-83 Punkten herum.

In der Finalprobe zeigte sich jedoch ein etwas homogeneres Bild, einige der sonst immer etwas zugunsten der „Wuchtbrummen-Weissburgunder“ auf den Plätzen landenden Kabinett-Weine schafften den Einzug ins Finale der besten acht, darunter mit Gies-Düppel auch einer meiner Favoriten, daneben gefiel mit ein Weissburgunder (der D9) aber auch sehr gut, gemacht von einem mir bis dato völlig unbekannten Weingut aus der Nordpfalz, bei dessen Aufdeckung ich zunächst dachte, die Kommission hätte einen Österreicher als Pirat eingeschleust, Name und rot-weiß-rote Aufmachung erinnerten stark daran und wie ich anschließend beim Besuch auf der Webseite feststellte, hat dies auf Grund österreichischer Wurzeln auch einen Grund. Aber das ist wieder ein anderer Bericht…

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Spitzenfranzosen zum Superpreis by Geschmacksreich-Blog

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 14 Juni 2011

 
Bastian Foerg

Bastian Foerg, geboren im Jahr, als die Jugend der Welt nach Montreal pilgerte , verheiratet, Kochprofi, Laferschüler, Dipl. Betriebswirt (FH), spezialisiert auf Hospitality, F&B, mittlerweile Berufsschullehrer und freiberuflich beratender Betriebswirt, Kochbuchsammler, Bonsaifan, Blogger stand eines Tages plötzlich bei uns im Laden in der Hamburger Allee und lies sich über 1 Stunde lang von uns in die Welt des Weines entführen. Schwer bepackt zog er von dannen, „ich meld mich“ klang es mir bei der Verabschiedung noch in den Ohren.

Hier folgt nun ein erster „Lieblingswein“-Report, er hat sich im Süden Frankreichs ausgetobt und vielleicht kommt er ja seinem Lebenstraum (das eigene Weingut) wieder einen Schritt näher. Dann must du uns aber deine Exemplare schicken, lieber Bastian!!

 

 

 

Spitzenfranzosen zum Superpreis Teil 2

In der Hitze des Südens - Gayda und die 3 Tomaten

Endlich ein Grillabend mit drei Spitzenfranzosen, den habe ich wirklich herbeigesehnt. Warum? Dazu eine kleine Vorgeschichte: Silvester 2010, 12 Uhr Mittags. Die Planungen fürs Fondue sind abgeschlossen. Brauch noch einen schönen Rotwein, also schnell um die Ecke zum Weinhandel und einfach mal querbeet probieren, Kontinent wurscht, Preis bis 15 Euro/Flasche. Ergebnis? Überraschend! Im internationalen Vergleich bis 15 Euro gewinnen um Längen unter allen verkosteten Weinen gleich drei Franzosen. Die Geschmackssieger entstammen alle dem größten Weinanbaugebiet Frankreichs, bisher eher für Masse und Tafelwein bekannt (ich liebe diese Analogien zu Rheinhessen).

 

 

 

 

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Grignan-les-Adhémar, Vinsobres, Côtes du Rhône & Villages

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 2 Juni 2011

Bei der Vorbereitung zur heutigen Verkostungstour musste ich erst einmal nachschlagen, wo denn die AC Grignan-les-Adhemar überhaupt beheimatet ist, denn von dieser Appellation hatte ich noch nie etwas gehört.

Und dabei kommt erstaunliches heraus. Seit 2008 kämpften die Winzer der Region „Coteaux du Tricastin“ um die Umbenennung ihrer Appellation. Warum? Nun, Tricastin ist der Name von Frankreichs zweitgrößter Kernreaktoranlage, vor knapp 3 Jahren wurden die umliegenden Bewohner aufgefordert, kein Wasser zu trinken bzw. auch nicht Fische der umliegenden Flüsse zu essen, nachdem flüssiges Uran ausgetreten war. Daraufhin wurden von 58 Reaktoren in Frankreich Wasserproben geprüft, es ergab dies jedoch nur ein minimiertes Risko von 1 auf der 8-stufigen Gefahrskala, auch in den Weinbergen wurden keine gefährlichen Strahlungspegel gemessen. Innerhalb 2 Jahren verloren die Winzer der Region jedoch über 40% ihres Verkaufsvolumens, manche Winzer rissen ihre Rebstöcke gar ganz aus –  dafür gab es ja Geld von der EU.
Seit dem 9. Juni 2010 heißt das Weinbaugebiet nun Grignan-les Adhémar. Ich tu mich mit der Bezeichnung etwas schwer.

Um als AC – Wein anerkannt zu werden, gelten folgende Regeln.

Traubensorte für Rot und Rosé:
Grenache noir und Syrah (mind. 10 – 80%) dazu Mourvedre, Carignan, Cinsault.

Traubensorte für Weissweine:
Grenache blanc, Viognier, Clairette blanc, Roussane, Marsanne, Bourboulenc. Keine der Rebsorten darf alleine mehr als 60% betragen, sortenreine Weine sind nicht zugelassen.

So gaben wir also die Adresse ins Navi ein und fuhren an den natürlich noch nicht blühenden Lavendelfeldern der Provence vorbei bis wir Chateau de Grignan erreichten.

Mas TheoFür mich waren alle teilnehmenden Winzer erst einmal böhmische Dörfer, woran sollte man sich also orientieren. Knapp 20 Winzer gaben sich die Ehre, daher also im ersten Durchgang erstmal die Groborientierung „Etiketten anschauen“. Da viel uns Mas Theo auf, am Stand erfahren wir dann auch, dass der Winzer AB – und Demeter zertifiziert ist, erst recht ein Grund, hier zu probieren.

 

 

 

2010 AOP Grignan-les Adhemar blanc Mas Theo Selection Mogul
Cuvée aus 50% Rousanne, 35% Marsanne & 15% Viognier. Fassprobe, kommt im August 2011 auf den Markt. Schöner, frischer Einstiegswein, zarte Säure, angenehm florale Note. Leider Silikonkorken. Ab Hof 7 €

2010 AOP Grignan-les Adhemar rosé TO
70% Grenache, 30% Cinsault; zurückhaltende Frucht, mehr von der Würze dominiert, recht trocken, zarte Frucht, weiniger Rosé. Silikonkorken, ab Hof 5 €

2009 AOC Coteaux du Tricastin rouge TO
Je 50% Grenache & Syrah, 8-21 jährige Reben, fruchtig, eher leicht, zugänglich. Silikonkorken, ab Hof 6 €.

2008 AOC Coteaux du Tricastin rouge Selecction Griffon
90% Syrah, 7% Grenache, 3% Mourvedre, alte Reben, 6 Monate Holz. Der 2008er ist auch hier mit einer prägnanten Säure als Jahrgangs wunderbar zu erkennen. Ab Hof 10 €.

2009 AOC Coteaux du Tricastin rouge Selecction Griffon (Fassprobe)
90% Syrah, 7% Grenache, 3% Mourvedre, alte Reben, 6 Monate Holz. Deutlich dichter und fleischiger als der 2008er, noch spürbares Tannin (etwas bitter), dazu Vanillenoten. Wirkt verschlossen.

2009 AOP Grignan-les Adhemar rouge Seleccion Mano (Fassprobe)
Syrah, Grenache und Mourverdre im 400l Holzfass ausgebaut, sehr feiner, eleganter Wein, Griottes-Kirsche, schmeckt etwas altholzig, auch würzig, dazu Noten von Fleischbrühe. Kommt 10-2011 auf den Markt und wird um die 18 € ab Hof kosten.

Gut, wenn auch mit kleinen Schwächen, zeigten sich die Weine von Philippe Fabrol, Eigentümer der Bio-Domaine Bonetto-Fabrol aus Lagarde Adhemar.

 A.O.C Grignan les Adhémar

2010 Héritage blanc 2010
100% Viognier, noch etwas trocknend, fehlt noch die Balance, noch sehr jung.

2010 Le Colombier rosé
80% Grenache, 20% Syrah, himbeerfarben, zart süßlicher Ansatz.

2009 Le Colombier rouge (Fassprobe)
50% Grenache, 50% Syrah, würzig, frische Beerenfrucht, noch sehr unruhig, hier muss die Zeit zeigen, was kommt, im Moment sehr schwer zu beurteilen.

2009 Sélection Vieilles Vignes rouge
50% Grenache, 50% Syrah, über 40 Jahre alte Rebstöcke, Kirsche, eleganter Ansatz, von feiner, femininer Art, guter Mittelbau mit Nachhaltigkeit, fein mineralisch, eher von kühler Stilistik, etwas Minze und fruchtige Pflaumennoten.

2009 Héritage rouge
100% Syrah; für mich der Wein mit dem besten Preis/Genuß-Verhältnis. Selektion der besten Trauben, kein Holz, viel Blaubeere, seidig, sehr feinsinniger Wein. Viel Fleisch am Gaumen.

A.O.C Cotes du Rhône


2009 Mas Vincente rouge
50% Grenache 50% Cinsault, die Weinbergslagen nahe Villeneuve, schöner, würziger CdR, realtiv kräftiger Stil, üppig, aber nicht fett, sehr gut.

 

 

Fazit: es waren einige interessante Weingüter dabei, allerdings hier und da bei einigen auch schwächere Weine. Es wird sicherlich schwer werden, sich ein eigenes Profil zu verschaffen, preislich sind sie etwas günstiger als die meisten Winzer der südlichen Rhône. Aber auch dort findet man gute und günstige Weine, hat jedoch ein wesentlich bekannteres Image anzubieten.

Weiter ging es nach Suze-la-Rousse zum mächtigen Château Suze-la-Rousse, wo wir nichts besonderes suchten, mal hier und da in diverse Côtes du Rhône reinprobieren, um sie mit unseren von Vincette Rochette (Dom. Roche-Audran) zu vergleichen. Aber auch um sich mit Geraud von Accent du Sud-Quest zu treffen und die tollen, aber nicht günstigen Weine der Domaine Charme-Arnaud zu probieren, die gut sind, aber Vincent Rochette hat das bessere Preislevel im Vergleich zur Qualität der Weine.

 

Aber keine Arbeit ohne entsprechende Stärkung vorneweg, Mittagessen. Fast jeden Mittag wurde uns von der Organisation ein großartiges Buffet zur Verfügung gestellt, wo es regionale Produkte zu probieren gab und das in ausreichenden Mengen, danach war dann meist eine längere Pause angesagt.

Nun aber an die Arbeit, bei der Domaine de la Bastide aus Visan fielen mir die exzellenten Preise für alle drei Weine auf, ich fühlte mich in alte Jean David Zeiten versetzt, der 2010er Côtes du Rhône Cuvée Les Figues (70% Syrah, Rest je 15% Grenache und Carignan) war schon sehr gut, der 2009er Côtes du Rhône Villages VISAN war dann deutlich fester und mit einem 20% Mourvedre-Anteil auch viel dunkelfruchtiger in seiner Art, das Preis/Leistungsverhältnis ist exzellent und wurde nur noch vom 2010er CdR Village VISAN „La Gloire de mon Pére (100% Syrah, neues Holz) getoppt, dieser Wein kommt im Mai 2011 auf die Flasche und hatte zum jetzigen Zeitpunkt wunderbares Tannin ohne Ende zu bieten. Für mich einer der Weine dieser Messe mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.

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Decouvertes en Valle du Rhône 2011 – Domaine de Creve Coeur & Clos de Mourres

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 2 Juni 2011

Weiter ging es nach Bouchet, auch hier standen Côtes du Rhone und Village-Weine aus dem Drôme und dem Vaucluse auf dem Programm und auch hier suchten wir eigentlich nichts besonderes, da ich aber für einen „kleinen“ Moment auf meine Frau warten musste, schaute ich mir mal einfach die Winzer genauer an, die da in unmittelbarer Nähe ihre Weine anboten. Einer stach mal wieder hervor. Ganz junger Typ, Vollbart, wuschelige Haare, etwas gewöhnungsbedürftige Künstleretiketten, also genau meine Zielgruppe 😉

Pablo Hocht (Domaine de Creve Coeur)Wir standen nun also am Stand der Domaine de Creve Coeur (übersetzt Herzensbrecher) und auf Englisch äußerte ich meinen Wunsch, die Weine zu probieren, da kommt ein „aber sehr gerne“ zurück und der junge Mann dahinter stellt sich in bestem Deutsch als Pablo Hocht vor.

Pablo hat eine interessante Vita. Nach Abschluss seines önologischen Studiums in Montpellier arbeitete er eine Zeit lang in Uruguay, bevor er wieder in seine Heimat Seguret zurückging. Ein Hektar Reben gehörte seiner Familie bereits und er experimentierte schon ein wenig bei der Weinbereitung. Im Frühjahr 2010 kaufte er dann zusätzlich zwei Hektar Reben in Seguret und vinifizierte seinen ersten offiziellen Wein, Jahrgang, den 2010er. Bei klangvollen Namen in der hiesigen Winzerszene hat er reingeschaut, z.B. bei Louis Barruol (Chateau Saint Cosme) in Gigondas.

Für den Jahrgang 2011 wird er noch weitere dreieinhalb Hektar in Seguret dazukaufen. Seine Weinberge sind in der Umstellung zur biologischen Landwirtschaft. Neben diesen sicherlich zeitaufwendigen Arbeiten findet er auch noch die Gelegenheit, einen Blog zu betreiben und auch bei Facebook an seinem Winzerleben teilzunehmen. Ein moderner Winzer, der aber traditionell arbeitet, was man schon an seinen rauen Händen merkt. Auf der ProWein gab es ein Wiedersehen und wir vereinbarten, in Kontakt zu bleiben, sobald seine 2010er Rotwein gefüllt sind. Mittlerweile hat er bereits einen Händler in Deutschland.

2010 Côtes du Rhone rosé
Cuvée aus Grenache und Cinsault, sehr frischer, auch kraftvoller, trinkiger Rosé.

2010 Côtes du Rhône rouge
100% Grenache, Füllung im Mai/Juni 2010, als Fassprobe ein herrlich feinwürziger Wein mit viel Trinkspaß.

2010 Côtes du Rhone Villages Sablet
80% Grenache, 20% Mourvedre, ausgebaut in 2-3 fach belegten Barriques, kommt im Oktober 2011 auf den Markt. Druckvoll, seidig, bin sehr gespannt auf diesen Wein.

Als letzte Station des Tages fuhren wir nach Cairanne, und das war im Nachhinein betrachtet eine der besten Entscheidungen der ganzen Reise, denn hier fanden wir einen der unvergesslichsten Weine der ganzen Reise und dieser ist bereits in unserem Sortiment. 

2009 Côtes du Rhône Villages Cairanne
Clos des Mourres (Jean-Phillipe & Ingrid Bouchet)

Schon immer hatte Jean-Philippe Bouchet den Traum vom eigenen Grund und Boden und das sein weiteres Schaffen etwas mit Wein zu tun haben muss. Denn die Leidenschaft für Wein wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt, fast täglich verbrachte er mit den Großeltern im Sommer den Tag im Weinberg, während der Lese im Herbst am liebsten auf dem Traktor, hier sind die Wurzeln für die Leidenschaft und den Respekt für Boden und Reben, die Achtung vor Mutter Erde.

“ Werte, die ich von meinem Großvater übernommen habe. Abends haben wir dann im Kamin gegarte Kartoffeln gegessen und dazu einen Salat aus einer besonderen Sorte wilden Löwenzahns, den man hier mourre nennt (der fängt an zu welken, kaum dass man ihn über der Wurzel abgeschnitten hat), das Ganze angemacht mit einer Vinaigrette aus Essig, Olivenöl, Knoblauch und Tomate. Geschmacks- und Geruchserlebnisse, die heute noch lebendig sind.“

Nach verschiedenen Berufserfahrungen, von denen Jean-Philippe jede ein Stück näher an die Welt des Weins heranführte, konnte er Anfang 2009 mit dem Kauf von 5 Hektar Rebfläche seinen Traum verwirklichen. Nach einem Tag mit Kindern und Eltern im Weinberg, wo sie in alter Erinnerung und um diese Leidenschaft an ihre Kinder weiterzugeben mourres gepflückt hatten, war am Abend auf einmal der Name der Domäne gefunden! „Le Clos des Mourres“!

Die 5 Hektar Weinberge (im Schnitt 45 Jahre alt) erstrecken sich über zwei Gemeinden, Cairanne und Saint Roman de Malegarde. Sie wachsen am Nordwest-Hang des Col-du-Débat-Passes und bescheren den Reben um das Dörfchen Vaison la Romaine ein einzigartiges Kleinklima, um sensationell dichte und komplexe Weine wachsen zu lassen. Durch diese Lage profitieren die Reben vom Einfluss des Mistral-Winds, der sie vor Krankheiten schützt.

Jean-Philippe und Ingrid BouchetJean Philippe sieht sich selbst als Weinhandwerker, weil das Wort „Handwerker“ beinhaltet, dass man mit seinen Händen arbeitet. Aber er ist auch – und in erster Linie – Bauer, denn „ich will die Erde bearbeiten – und dies auf naturnahe Weise.“
In der biodynamischen Praxis hat er Antworten und Lösungen gefunden, die mit seinen eigenen Überzeugungen im Einklang stehen und es ihm ermöglichen, dank gesunder Mikro-Organismen lebendige Böden, ein verbessertes Gleichgewicht im Rebberg und einen regen Austausch zwischen Boden und Rebwurzeln zu erreichen. Und dies ist für ihn der einzige Weg, die Besonderheit des Terroirs zum Ausdruck zu bringen.

Bei allen Arbeiten richtet er sich nach dem Mondkalender. Kompost- sowie kieselsäurehaltige Präparate werden auf den Boden bzw. die Weinblätter gesprüht. Die Böden werden zwei bis drei Mal im Jahr mit Pflug und Hacke schonend bearbeitet. Gegen Schädlingsbefall werden nur Schwefel sowie ein Minimum an Kupfer eingesetzt.

Die handgelesenen und bereits im Weinberg sortierten Trauben werden in kleinen Behältern, in denen sie nicht beschädigt werden, zum Keller gebracht. Dort werden sie teilweise entrappt und in Tanks gefüllt ohne gepumpt zu werden. Nach einigen Tagen Kaltmaischung setzen indigene Hefen ganz natürlich die Gärung des Mosts in Gang. Bei der Vinifikation folgt jeder Tank seinem eigenen Rhythmus. Die Gärungszeit beträgt ca. drei Wochen und wird von gelegentlichem Untertauchen des Tresterhutes bzw. Umpumpen der Maische begleitet. Letztere finden unter Luftausschluss statt, damit der Wein seine Fruchtigkeit bewahrt. Anschließend reift er acht Monate in Betontanks. Nach einmaligem Abstich wird dann der fertige Wein ohne Filterung in Flaschen abgefüllt. Für die Abfüllung wählen wir nach dem Mondkalender einen Fruchttag aus, dessen Energie dem Wein zugute kommen soll.

Boden:
Die Parzellen liegen zwischen 200 und 280 Metern Höhe auf Lehm-kalkhaltigen Böden.

Degustation:
Premierenjahrgang für die biodynamisch arbeitende Domaine und was für einer.

Dieser CAIRANNE ist unser ganz besonderer Tip für Sie, eine Entdeckung unserer Reise zur Fachmesse Decouvertes en Valle du Rhône 2011, vor Ort für uns der beste Wein der Appellation und einer der besten Weine, die wir in der letzten Zeit getrunken haben. Großzügiger, intensiver und gleichzeitig tiefer Duft nach dunkeln Beeren. Am Gaumen von großartiger Fülle, wunderschönes, fast seidiges Mundgefühl, enorm druckvoll ohne schwerfällig zu wirken, langer Abgang, wird sicher auch ein Langläufer sein, hat Potential über 2020 hinaus.

Minimaler Ertrag von knapp 20 hl/ha, kein Holz, gereift in Zementtanks. Mini-Produktion von 5.800 Flaschen.

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Spitzen-Winzer helfen Fukushima (G-Max 2009 KP Keller)

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 16 Mai 2011

Tomoko Kuriyama, Kellermeisterin beim Weingut Altenkirch im Rheingau, hatte ein schlechtes Gewissen. Die Japanerin, die seit Jahren in Deutschland lebt, stand den 55 Atomkraftwerken in ihrer Heimat schon immer skeptisch gegenüber. „Aber ich habe nie etwas dagegen unternommen“, sagt sie. Nach der Katastrophe von Fukushima wollte sie zumindest einen kleinen Beitrag leisten und organisierte zur Unterstützung von Kindern in der Erdbebenregion eine Benefizveranstaltung. Die hatte natürlich, wie es sich für die engagierte Winzerin gehört, mit Wein zu tun.

Fabian Lange, Weinjournalist und Buchautor, stellte die Räume seiner „Genießerakademie“ in Bockenheim zur Verfügung, Winzer und Weinhändler spendeten edle Tropfen, die zunächst verkostet und dann versteigert wurden.

Die Spitze der deutschen Winzerszene war vertreten: Paul Fürst aus Franken, Werner Näkel von der Ahr oder Reinhard Löwenstein von der Mosel zeigten sich großzügig.

Die Frankfurter Weinhändler Bernd Klingenbrunn und Armin Maurer (K&M Gutsweine) brachten Champagner mit, Star-Winzer Klaus-Peter Keller aus Rheinhessen spendierte gar sechs Flaschen seines Kultweins 2009 G-Max, des teuersten trockenen Rieslings in Deutschland. Für 150 Euro pro Flasche kam der edle Tropfen unter den Hammer. Fabian Lange trieb bei seiner Premiere als Auktionator die Preise geschickt in die Höhe, so dass am Ende mehrere tausend Euro für die Organisation „Atomfree-Eastwest“ in der Kasse waren. Und für Tomoko Kuriyama war’s ein schöner Abschluss ihrer Zeit in Deutschland, bevor sie sich neuen Aufgaben im Burgund zuwendet.

Hier einige „erlegte“ Exemplare in Bildform, der Dank gilt auch dem Kollegen Martin Kössler von K&U, der ebenfalls einige sehr schöne Flaschen Wein zur Verfügung stellte, eine (die 07er REDS Doppelmagnum) hat Einzug in den privaten Keller gefunden und ist als Weihnachtswein geplant, es wollen einige Mäuler gefüllt werden.

 

 

2009 Riesling G-Max / Klaus-Peter Keller

Quelle: Frankfurter Neue Presse / Text: mu / Bilder: K&M Gutsweine

Eine kleine private Anmerkung noch: Tomoko wird das Weingut Altenkirch in Lorch demnächst verlasssen und zurück ins Burgund gehen, wir finden es sehr schade, solch eine tolle Winzerin zu verlieren. Wir wünschen ihrem Nachfolger, Jasper Bruysten, ein gutes Händchen und Tomoko eine schöne Zeit im Burgund. Spätestens 2012 zur Grand Jour de Bourgogne gibt es ein Wiedersehen.

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