K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for the ‘Deutschland’ Category

Nicht einfach nur Wein! Unser Rosé des Jahres 2012!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 10 Juli 2012

BildWunderschönes Rosé. In der Nase dunkle Früchte, etwas Brombeere. Keiner dieser kitschigen Fruchtplörren, die nach allen möglichen unnatürlichen Düften aus der Dropsdose riechen, sondern seriöser deutscher Rosé aus der edlen Spätburgunder und etwas St. Laurent. Trinkspaß garantiert.

10.07.12 WEINLEUTE 3  

Die Weine des Andreas Durst

Er ist Fotograf, Nebenerwerbswinzer und ein Star der sozialen Medien. Und obwohl er nur 5000 hervorragende Flaschen füllt, ist er nach wie vor nicht ausverkauft. Da kann sich der Captain nur wundern. Mit einer Fotostrecke von Rachel Wirth.

Mehr Infos auf Captain Kork

http://www.captaincork.com/Weinleute/die-weine-des-andreas-durst

Und hier gibt es Ihn zu kaufen
http://www.gutsweine.com/gutsweine/p10210.php?SA_ID=485

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Genialer Stoff von der Kleinen Kalmit – 2011er Weissburgunder von Jürgen Pfirmann

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 10 Juli 2012

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1. K&M Hausmesse am 5.5.12 – das Weinevent in Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 2 Mai 2012

K&M Hausmesse am 5.5.12 14-21 Uhr
Samstag, 05.05.2012 / 14:00-21:00
1. K&M Frühjahrs-Hausmesse
Ort: KETAO Hanauer Landstrasse 186, 60314 Frankfurt
Kosten: 19 € Vorverkauf / 25 € (Tageskasse)

Karten in beiden Läden erhältlich.
Im Preis inbegriffen ist ein hochwertiges Stölzle Verkostungsglas.

Wir präsentieren Ihnen auf unserer 1. Frühjahrs-Hausmesse ca. 20 deutsche Weingüter, von der Entdeckung des Jahres bis zum hoch-dekorierten VDP Weingut. Knapp 100 Weine zum Verkosten, ein Flying Buffet aus der Aromaküche von KETAO Chef Markus Liebethal sowie viele spannende Gespräche warten auf Sie.

Nur am 5.5.2012 erhalten Sie auf die Original-Winzer-Abhof-Preise aller vorgestellten Weine 10% Messerabatt!!

Einige Winzer, u.a. Hanspeter Ziereisen, Arne Bercher, Eva Vollmer, Arndt Köbelin, usw. werden persönlich einschenken.

Aus Deutschland:
Heymann-Löwenstein / Wittmann / Bercher / Theo Minges / Eva Vollmer / Köbelin / Alexander Laible / Ziereisen / Speicher-Schuth / von Racknitz / Melsheimer / (O)laf Schneider / Margarethenhof-Weber / Jülg / Pfirmann / Andreas Durst / Stefan Raddeck / Altenkirch /

Special guests:
Erwin Tinhof – passioniert pannonisch auf Topniveau
Uschi Wengelnik – Ihr Lieblings-Rosé aus dem Corbieres


>> mehr Info, Anfahrt, Location, Parkplätze 

 K&M Gutsweine – 2 mal für Sie in Frankfurt (Bockenheim & Nordend, sowie weltweiter Versand via Online – Shop

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Der am Boden gebliebene Holländer – 10 Jahre Spätburgunder SD Jacob Duijn

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 9 Januar 2012

Die Objekte der Begierde

Dunkel erinnere ich mich noch, es muss wohl 1998 oder 1999 gewesen sein, da wurde in der Weinszene über einen Holländer gemunkelt, der in der Ortenau so gar nicht typische deutsche Spätburgunder ausbaut, dazu noch mit „exzessivem“ Barriqueeinsatz. Erneut eine Revolution in Baden oder was??

Es klang interessant, also besuchte ich den guten Mann damals in den Räumen einer ehemaligen Metzgerei in Bühl-Kappelwindeck. Jacob Duijn war sein Name, und zum Zeitpunkt unseres Besuches wurde gerade gefüllt und das sah schon alles sehr „traditionell“ aus, wie da die Flaschen verkorkt und etikettiert wurden. Aber es hatte Charme und Jacob hatte auch während dieser Phase Zeit und Lust, uns seine Weine vorzustellen. Zum damaligen Zeitpunkt lag mein Schwerpunkt weintechnisch ganz klar in der Toskana, mit badischen Weinen hatte ich wenig am Hut, geschweige denn mit Spätburgunder. Während der Probe aber fand ich Gefallen an dieser Art von Weinen, sie waren so anders in Ihrer Art, als vieles, was ich aus der näheren Umgebung probiert hatte, vielleicht auch durch den Barriqueeinsatz, den ich ja aus der Toskana auch schon kannte und in Teilen auch mochte, und so wanderten damals der 1999er Spätburgunder Qba und der 1999er SD (damals 30,- DM) in den Keller. Während der SD mit der letzten Flasche 2008 nach knapp 10 Jahren perfekt auf dem Höhepunkt erwischt wurde (man riet mir damals“ leg ihn 8-10 Jahre weg“, liegt der „kleine“ Duijn aus 99 noch immer im Keller. Und steht – wie am Samstag in Vorbereitung auf diese SD Probe festgestellt – wie eine eins im Glas.

Vor und während der Probe der Vertikale gab uns der Winzer einen Einblick in sein Schaffen. 1994 hängte er seinen Sommelierjob (bei Witzigmann und der Bühler Höhe) an den Nagel und wechselte in den Vertrieb eines Bremer Importhauses, aber auch das war nur ein knapp 10jähriges Zwischenspiel. Er kam damit dem Wein immer näher. Als man ihm einen Weinberg hoch über Bühl anbot, beschloss er, nur noch Wein zu machen. Seine ganze Leidenschaft galt und gilt dem Spätburgunder. Die ursprünglich auf 11 Hektar angewachsene Rebfläche hat er zwischenzeitlich wieder auf 6,5 Hektar verkleinert, weil er es nach seiner Vorstellung so besser machen kann. Bewirtschaftet wird seit 1994 naturnah und biodynamisch, seit 2009 hat er das Demeter-Siegel, wobei selbst der Mond eine gewichtige Rolle spielt. „Die Mondphasen haben großen Einfluss auf das Leben“, erklärt er. Und ernst fügt er hinzu: „Wir brauchen die Natur, aber die Natur braucht uns nicht.“

Hier nun die Verkostungsnotizen, die Probe fand im sehr kühlen und schumrigen Barriquekeller des Weingutes statt, so dass ich die Farbbeschreibung leider außen vor lassen muss.

1998 Spätburgunder SD (aus der Magnum)

Premierenjahrgang, laut Winzer ein gutes Jahr. 32hl/ha Ertrag. Hauch von Minze, Tannin merklich, wirkt immer noch sehr jugendlich. 89/100 Pkt.

1999 Spätburgunder SD

Weder auf dem Weingut noch bei mir keine einzige Flasche mehr vorhanden, dafür hier eine Notiz von der Spätburgunderprobe des Rhein-Main-Stammtisches vom 13.10.2008 von Armin Maurer
Der letzte trockene Wein war dann mein Sieger des Abends:
Zuerst grüne Tabakblätter und etwas Zedernholz, dann feine Frucht, rote Beeren, etwas süßliche Walderdbeere, auch feine Kirschnoten, sehr schön komplex, samtig gereift, elegant und eher leicht, aber doch in keiner Weise dünn, wunderbar samtig zog der Wein über die Zunge. Großartig und mir 94P wert, ich denke er war auf den Punkt, Potential sehe ich eher nicht mehr.

 

 

 

 

Der Müller-Thurgau aus Weisenbach (links im Bild) hat auch eine Geschichte, am Ende dazu mehr.

2000 Spätburgunder SD (aus der 0,75l Flasche)

Am Gaumen deutlich wuchtiger und auch leicht öliger, wirkt konzentrierter, von Hand entrappt, kraftvoller Bursche, sehr ausladende Beerenaromatik, auch ein Tick alkoholisch wirkend. Das Holz zeigt sich noch leicht dominant. Insgesamt trotz der Wucht recht ausgeglichen am Gaumen. 87/100 Pkt.

2001 Spätburgunder SD (aus der 0,75l Flasche)

Zu 100 % neue Eichenfässser benutzt, zeigt sich der Wein jetzt nur noch vom Holz geküsst, die feine, frische Säure verleiht ihm eine ungeheure Strahlkraft. Was für eine geile Nase, Tabaknoten erinnern an Burgund, tiefgründig und von feiner Finesse, duftet herrlich fein nach roten, reifen Beeren. Dazu wunderbare an Salbei erinnernde Noten. Herrlich komplex und kraftvoll, saftig und mit feinem Säurespiel, spielt mit den Muskeln um dann gleichzeitig anmutig mit feinen, tiefen Aromen zu beeindrucken. Mein Favorit der Probe und mir 94-96 Punkte wert.

2002 Spätburgunder SD (aus der Magnum)

Ein schlimmes Jahr, verfaulte Trauben, Regen während der Lese. Jacob selektierte rigoros aus. Zeigt sich deutlich schlanker am Gaumen, dunkle, weniger reif schmeckende Beerennote unterlegt von etwas rauem Tannin. Wirkt am Ende etwas stumpf, zeigt auch hier wieder tabakige Noten. Hmmm…84/100 Pkt.

2003 Spätburgunder SD (aus der Magnum)

Geerntet am 28.8. War er sonst immer einer der letzten bei der Ernte – viele Kollegen schüttelten die Köpfe- war er diesmal der erste. Auch hier wieder ungläubiges, unverständliches Kopfschütteln. Keine Frage, man merkt dennoch den Jahrgang. Im Jugendstadium sicher als wuchtiger Rhonewein zum Verwechseln ähnlich, leugnet er auch nach 8 Jahren nicht seinen Jahrgang. Wuchtig am Gaumen, Kräuter, Schattenmorellen, ein Hauch Lakritz, Nelke, minimal Likör. Jedoch sorgt die feine Säure im Hintergrund für einen gelungenen Frischeschub, er trinkt sich trotz aller Kraft sehr gut. 87/100 Pkt

2004 Spätburgunder SD (aus der Doppel-Magnum)

„Ein „Opfer des 2003er Stress-Jahrgangs, wie auch der 2005er“,  so der Winzer. Zeigt gewisse Parallelen zum 2001er, wie etwa bei der Säure, hat allerdings nicht die Strahlkraft. Ich bemerke Kaffeeröstnoten, Aromen von Nelke und Rosenblättern, auch wieder Tabak, der Wein zeigt mit seinen recht weichen, runden Tanninen sehr zugänglich. Insgesamt auf trinkigem Niveau. Mir fehlt etwas der Zug und die Spannung am Gaumen. (87/100 Pkt)

2005 Spätburgunder SD (aus der Magnum)

Jacob erwähnt, dass sich für Ihn die Umstellung auf die biodynamische Arbeitsweise in diesem Jahrgang erstmals deutlich spürbar zeigt. Zudem wird 10 % weniger Holz eingesetzt. Ich erkenne eine etwas fülligere Struktur, hat etwas von der Art des 2003, ist aber deutlich vitaler in seiner ganzen Erscheinung. Wir riechen Rosenblatt, Tabak, wiederum Kräuter wie Salbei und etwas Liebstöckel. Das Tannin ist runder, der Wein sehr gut haftend am Gaumen, von klebrigen Tanninen – wie ein Journalist behauptet – keine Spur. Hier bin ich zum ersten Mal dabei, Babymord zu schreiben, viel zu jung. 94+/100 Pkt.

2006 Spätburgunder SD (aus der 0,75l Flasche)

WOW! Zeigt einen leichten animalischen Ton, der verfliegt aber mit der ersten Umdrehung im Glas. Wir schnuppern reife Johannisbeeren, etwas Himbeere, auch Holz. Am Gaumen salzig-mineralisch, enorm saftig, wirkt eher kühl, stoffig und voll am Gaumen haftend. 93/100 Pkt.

2007 Spätburgunder SD (aus der Magnum)

Farblich etwas heller, zeigt sich schon sehr zugänglich, sehr harmonisch, sehr trinkig, wirkt fast weiblich und filigran, dennoch sehr elegant und nachhaltig am Gaumen. Tolle Nase nach roten Beeren, feines, edles Holz, wirkt auch bei diesem Jahrgang kühl in seiner Art. Ob er aber ein Langläufer wird und sich daher weiter verbessern wird??? 90/100 Pkt.

2008 Spätburgunder SD (aus der 0,75l Flasche)

Sehr frischer, jugendlicher Beerenmix zu Beginn am Gaumen, wir riechen wieder feine Tabaknoten, wirkt wiederum recht kühl, Aromen von Johannisbeeren, Kirschen, Schlehen umkreisen die Zunge, zarte Holznote, am Gaumen sehr frisch und saftig, extrem jugendlich wirkend, dabei seidige Textur. 89/100 Pkt.

2009 Spätburgunder SD (aus der 0,75l Flasche)
Der Ertrag liegt bei ca. 25 hl/ha. In großen 3000l Holzbottichen vergoren, ca. 24 Monate im Barrique gelagert. Wunderbar klare und präzise Frucht, tiefgründige Mineralität, feines, elegantes Säurespiel, packt am Gaumen zu, muskolös. Kaufen und wenigstens 5 Jahre weglegen. Derzeit 90+ Pkt. €47,-

Premiere in Weisenbach: Wein aus heimischer Lage.

Weisenbacher KapfFür den Weisenbacher Gerhard Strobel war der Erhalt vom Weinberg Weisenbacher Kapf  eine besondere Herzensangelegenheit. Sein Vater hatte schon dort Weinbau betrieben. Die Tradition und der Erhalt dieses wunderschönen Naturparadies muss fortgeführt werden.

In Weisenbach steht zum 18.06.2010 eine besondere Premiere an. Es wird zum ersten Male ein eigenständiger (selbstvermarkteter) Wein aus dem Weisenbacher Weinberg Kapf angeboten. Die Tradition des Weinbaus reicht weit in das Mittelalter zurück. Weinbau in Deutschland ist seit den Römern bekannt. Ins Murgtal gelangte der Wein im Zuge der mittelalterlichen Besiedlung. Erstmalig wurde der Weinbau in Weisenbach in einem Dokument des bischhöflichen Generalvikars 1481 unter „Kapelle St. Wendel in den Weinreben“ erwähnt. Im späten Mittelalter war der Weinanbau weit verbreitet. Es wurde reichlich produziert und konsumiert. Hohe Qualitätsanforderungen durfte man damals an dieses Getränk jedoch nicht stellen. Einen Hinweis auf den Weinhandel liefert die ehemalige Fernhandelsstraße von Gernsbach entlang der Höhenzüge nach Baiersbronn. Der Weg führt heute noch die Bezeichnung „Alte Weinstraße“.

Aus einem Ebersteinischen Lagerbuch vom Jahre 1597 ist zu entnehmen, dass der „Weißenbacher Frucht-weyn“ aus den „Wyngärten“, als „Kleinnzehnt“ dem Domstift Speyer abzuliefern ist. Der Weinzehnt wurde erst im Jahre 1851 abgeschafft. 1880 betrug die Anbauflächen 15 Morgen (=540 ar), 1937 bereits 634 ar. Eine Flurbereinigung erfolgte im Jahre 1972, der Weinbau wurde modernisiert und aktiviert. Zum Anbau kamen die Rebsorten Spätburgunder, Ruländer und Müller-Thurgau.

Der Weisenbacher Gerhard Strobel gewann 2009 den in Bühl – Kappelwindeck ansässigen Winzer Jacob Duijn für die Arbeiten im Weinberg und für den Ausbau der Qualitätsweine. Vor Jahren verwirklichte sich der Holländer seinen Traum: Ein eigenes Weingut. Es war mehr eine Laune des Zufalls, als der erfahrene Sommelier 1994 den ersten Weinberg von einem ortsansässigen Winzer kaufte. Inzwischen hat Duijn seinen Betrieb beachtlich erweitert und sich innerhalb weniger Jahre zur Spitze der deutschen Rotweinerzeuger emporgearbeitet. Sein Weingut zählt heute zu den besten Deutschlands.

Das Lesegut aus dem Weisenbacher Kapf wird sorgfältig in der Kellerei von Weingut Duijn in Bühl-Kappelwindeck veredelt. Das Resultat ist ein leichter, feiner Wein mit lang anhaltender Frucht und gut eingebundener Säure. Der ideale Begleiter zu leichten Sommergerichten.

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Riesling 2010 – Laible & Pfirmann erfolgreich

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 12 August 2011

Zwei unserer jungen Winzergarde, Alexander Laible aus dem badischen Durbach (Ortenau) wie auch Jürgen Pfirmann aus Landau – Wollmesheim (Pfalz-Südliche Weinstrasse) haben wieder einmal bewiesen, dass sie auch in schwierigen Jahrgängen wie 2010 gute bis heraussragende Weine produzieren können. Zu diesem Ergebnis kommen die Verkoster der Weinzeitschrift „Weinwelt“ in ihrem aktuellen Heft 5 (August/September 2011)

Jürgen Pfirmann´s 2010er Riesling Kalkmergel zählt zu den Top 10 Weinen im Preisbereich 5,- € – 8,- € unter 1106 verkosteten Rieslingen des Jahrgang 2010.

„Frisch gepflückte Trauben, Weinbergspfirsich und zarte Zitrusnoten in der Nase, mineralisch-würzig, top Struktur. 87/100 Pkt.“ meinen die Verkoster der Weinwelt.

In der gestrigen Fachjuryverkostung für den Pfälzer Weissburgunderpreis in Ilbesheim, in der auch Bernd von K&M neben Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche und weiteren Weinfreunden wertete, erreichte sein 2010er Weissburgunder „Kalmit“ die Runde der letzten 36 Weine und scheiterte nur knapp, um in den Olymp der 8 besten Finalweine zu kommen, die am 30.7.11 anläßlich des schönsten Weinfestes Deutschlands an der Ilbesheimer Kalmit vom Publikum verkostet werden. Den Bericht von der Juryprobe und weitere Infos gibts es hier auf dem Blog.

Alle Weine von Jürgen Pfirmann bei K&M

 

Alexander Laible schaffte es mit seinem  2010er Riesling Spätlese Alte Reben *** trocken auf das Siegertreppchen. (92/100 Pkt. Platz 2, bei K&M leider schon restlos ausverkauft).

Damit aber nicht genug. Sein 2010er Riesling Alte Reben SG trocken *** (bei K&M noch erhältlich) erreichte gemeinsam mit 5 weiteren Weinen (90/100 Punkten) den vierten Platz.

Wir gratulieren Alexander ganz herzlich. Schon zur Prowein haben wir seine Weine als sehr gut empfunden, sie sind erwachsener geworden und wirken durch die schöne, reife Säure auch insgesamt trockener.

 
Alle Weine von Alexander Laible bei K&M

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Die Sieger des 10.Weißburgunderpreis von Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 9 August 2011

Der Weißburgunderpreis der Ilbesheimer Vereinigung Gast und Wein wurde in diesem Jahr zum 10. Mal durchgeführt. Während des Kalmitweinfestes konnte das interessierte Publikum am Samstag, 30. Juli 2011 von 18:00 bis 22:00 Uhr im Dorfmittelpunkt verkosten. 8 Finalisten standen in verdeckter Probe bereit, um sich dem Votum der Verbraucher zu stellen. Nachdem die Fachjury die 8 Finalisten und ihren Gewinner, und den sogar in einer Stichwahl, ermittelte, fiel die Wahl beim Publikumspreis viel „eindeutiger“ aus. Bisher nahmen an dieser Wahl rund 200 „Publikumswähler“ teil, in diesem Jubiläumsjahr waren es sage und schreibe 340 Personen, die an der Probe teilgenommen haben.

Die Wahl des Publikums fiel auf die Nummer 1 in der Publikums-Probe (C8 in der Fachjury-Verkostung) und damit auf das Weingut Valentin Ziegler Sohn, Weyher.

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Fachjurypreis gewann das Weingut Schäfer aus Neustadt-Mußbach, in der Publikums-Probe die Nummer 6, in der Fachjuryverkostung die Nr. D 31 und somit in meiner Gruppe.
Damit blieben für die weiteren 6 Finalisten nur die Teilnahmeurkunde, aber dies ist als großer Erfolg zu
werten, wenn man aus der eingereichten Zahl von 144 Weinen die Finalrunde erreicht, darauf können die
beteiligten Weingüter stolz sein.

Für die Teilnehmer am Publikumspreis die Auflösung welches Weingut sich hinter welcher Nummer verbarg:

Nr. 1: Weingut Ziegler, Weyher,
Nr. 2 Weingut Wilker, Pleisweiler-Oberhofen,
Nr. 3: Weingut Schreieck, Maikammer,
Nr. 4: Weingut Hauck, Maikammer,
Nr. 5: Weingut Gies-Düppel, Birkweiler,
Nr. 6: Weingut Schäfer, Neustadt-Mußbach,
Nr. 7: Weingut Aloisiushof, St. Martin,
Nr. 8: Weingut Meyer, Heuchelheim-Klingen.

Zur Preisverleihung am Sonntag, 31. Juli 2011, 18:00 Uhr waren zahlreiche interessierte Weinfestbesucher gekommen, was wieder beweist welchen Stellenwert dieser Preis auch und gerade beim Verbraucher mittlerweile genießt.

Nach einer Begrüßung durch die Vorsitzende der Vereinigung Gast und Wein, Silke Schunck, wurde durch die Vertreter der Politik, Nicolai Schenk, Thorsten Blank und Peter Hieb, ein kurzes Grußwort gesprochen. Anschließend wurden die Urkunden an die 6 Finalisten überreicht. Die pfälzische Weinkönigin Karen Storck und der 1. Kreisbeigeordnete Nicolai Schenk überreichten den Fachjurypreis an Frank Schäfer, der für das Weingut Schäfer aus Neustadt-Mußbach den Preis entgegen nehmen konnte.

Anschließend übergaben Sophie Rebholz, Weinprinzessin der Ferienregion Landau-Land gemeinsam mit dem 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Thorsten Blank, den Publikumspreis an Georg Meyer, den Vertreter des Weingutes Valentin Ziegler Sohn aus Weyher.

Beide Weingüter erhielten die Wanderpokale, die vom Pfälzer Künstler Stefan Müller gestaltet wurden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann. Ein Jahr lang werden die Kunstwerke bei den Gewinnerweingütern verbleiben und treffen wieder zusammen zum nächsten Weißburgunderpreis am Ilbesheimer Kalmitwingert.

von links nach rechts, hintere Reihe: Jürgen Wilker, Bürgermeister Peter Hieb, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Landau-Land Thorsten Blank, Gerhard Hauck, Bernhard Kiefer (Aloisiushof) Andreas Meyer, Volker Gies-Düppel, Volker Schreieck, Georg Meyer (Weingut Valentin Ziegler Sohn), 1. Kreisbeigeordneter Nicolai Schenk.
Vordere Reihe: Silke Schunck (Gast und Wein), Frank Schäfer, Karen Storck.

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Bericht & Pressemitteilung Verkostung Weißburgunderpreis in Ilbesheim / Pfalz

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 20 Juli 2011

 „8 Finalisten stehen nach  der  Fachjuryverkostung fest“, so heißt es auch im 10. Jahr beim Weißburgunderpreis in Ilbesheim. Kaum zu glauben, aber der Ilbesheimer Weißburgunderwettstreit ist mittlerweile schon so alt!  Die Ilbesheimer pflegen eine lange Tradition mit der Rebsorte Weißburgunder. Lange bevor diese Sorte so nachgefragt war wie heutzutage, hatte die in Neustadt ansässige Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau an der Kleinen Kalmit eine Parzelle mit Weißburgunderreben zu Versuchszwecken bestockt. Man entdeckte  schnell, welches  Potential diese Rebsorte auf dieser Lage in sich barg. Gerade deshalb war es für die  Ilbesheimer naheliegend, nicht nur die Historische Weinbergsanlage Kalmitwingert mit Weißburgunderreben zu bestocken, sondern auch den Weißburgunderpreis vor zehn Jahren ins Leben zu rufen. Nach  zögerlicher Beteiligung in den Anfangsjahren ist der Wettbewerb mittlerweile etabliert in der Weinwelt. In  diesem Jahr konnten 144 Weine von 108  Pfälzer Weingütern verkostet werden. Von den eingereichten Weinen waren mehr als 50 % QbA-Weine, in leichte Kabinettweine und Spätlesen teilte  sich  fast paritätisch die restliche Hälfte auf.

Eine ausgesuchte Fachjury bestehend aus vierzehn Personen, (u.a. Hans-Günther Schwarz, Jürgen Matthaes, Richard Grosche, von K&M Bernd Klingenbrunn u.v.a.) die sehr viel Zeit mit Wein und dem Genuss dieses edlen Getränkes verbringen, sei es als Oenologen, Weinhändler, Journalisten oder Weinkenner, bewerteten die Weine blind nach dem 100 Punkte Schema. Nach einem sensorisch harten Vormittag mit 144 Weinen, wurden am Nachmittag 36 “Vorfinalisten“ nochmals verkostet. Die Vorfinalisten setzten sich zusammen aus den jeweils 8 Besten aus vier Verkostungsgruppen. Bei Punktgleichheit wurden auch mehr in die Vorfinalistengruppe aufgenommen (deshalb 36). Aus diesem Pool von Weinen wurden dann die 8 Finalisten für die Publikumsverkostung ermittelt. Den  Fachjurypreis erhält der Wein,  der aus diesen 8 die höchste Punktzahl bei der Verkostung erzielt. In diesem Jahr wurde diese Vorgabe zu einem regelrechten Krimi, denn 2 der 8 Weine erhielten, die identisch gleiche Punktzahl. Bei einer nochmaligen Verkostung hatte dann einer der Weine knapp die Nase vorn.

Bei der Publikumsverkostung am Samstag, 30. Juli 2011, ab 18.00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr, anlässlich des Ilbesheimer Kalmitfestes stehen diese 8 Besten im Dorfmittelpunkt öffentlich zur Verkostung bereit. Das Publikum kann aus diesen Finalisten seinen Favoriten wählen. Der Sieger des Publikumspreises und der bereits  ermittelte Sieger des Fachjurypreises werden am Sonntag, 31. Juli 2011, um 18.00 Uhr am Kalmitwingert, während des Kalmitweinfestes bekannt gegeben.

Diese Betriebe schafften den Sprung ins Finale:

Weingut Aloisiushof – St. Martin

Weingut Gies-Düppel – Birkweiler

Weingut Hauck – Maikammer

Weingut Meyer – Heuchelheim-Klingen

Weingut Schäfer – Neustadt

Weingut Schreieck – Maikammer

Weingut Wilker – Pleisweiler-Oberhofen

Weingut Ziegler – Weyher

Am Sonntag, 31. Juli 2011 um 18.00 Uhr findet dann an der  Historischen Weinbergsanlage  Kalmitwingert, im Rahmen des Kalmitweinfestes die Ehrung der beiden Gewinner statt.  

Vom Pfälzer Künstler Stefan Müller wurden zwei Kunstwerke gestaltet, die als Wanderpokale überreicht werden. Die aus Kalksteinen der Kleinen Kalmit gestalteten Skulpturen zeigen jeweils die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. Jedes Jahr wenn die Pokale am Kalmitfest zusammenkommen, bilden sie eine Einheit und zeigen, dass ein perfekter Wein nur unter Achtung der Natur und mit größtem Sachverstand in Weinberg und Keller entstehen kann.

Wer Lust hat bei der öffentlichen Verkostung dabei zu sein, ist herzlich eingeladen, nähere Informationen dazu, und zum Kalmitfest, unter: http://www.ilbesheim.de 

Fotos: S. Schunck

Anmerkung von K&M:
2010 ist für den Weissburgunder wohl ein recht schwieriger Jahrgang, wie ich, aber auch einige andere nach der Vorprobe untereinander feststellen konnten. Viele der Weine wirkten recht säurelastig, teils recht spitz in ihrer Art, manche schmeckten regelrecht unreif, andere zeigten Sauvignon Blanc Aromen. Nein, Hochstimmung kam in unserer Gruppe nicht auf, es war daher recht schwierig, aus 36 Weinen 8 Weine zu ermitteln, die sich deutlich von den restlichen absetzten, mir persönlich gefielen lediglich 2 Weine sehr gut, die ich aber mit maximal 86 Punkten (D9) wertete. Der Rest krebste irgendwo zwischen 79-83 Punkten herum.

In der Finalprobe zeigte sich jedoch ein etwas homogeneres Bild, einige der sonst immer etwas zugunsten der „Wuchtbrummen-Weissburgunder“ auf den Plätzen landenden Kabinett-Weine schafften den Einzug ins Finale der besten acht, darunter mit Gies-Düppel auch einer meiner Favoriten, daneben gefiel mit ein Weissburgunder (der D9) aber auch sehr gut, gemacht von einem mir bis dato völlig unbekannten Weingut aus der Nordpfalz, bei dessen Aufdeckung ich zunächst dachte, die Kommission hätte einen Österreicher als Pirat eingeschleust, Name und rot-weiß-rote Aufmachung erinnerten stark daran und wie ich anschließend beim Besuch auf der Webseite feststellte, hat dies auf Grund österreichischer Wurzeln auch einen Grund. Aber das ist wieder ein anderer Bericht…

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Weingut Koebelin

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 20 März 2011

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Die Ziereisens – Besuch der 2008er Jahrgangsprobe am 27.11.2010

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 9 Dezember 2010

TERMINHINWEIS:

Jahrgangsprobe Ziereisen bei K&M Gutsweine, dazu öffnen wir alle Champagner von Cyril Janisson
 (5 € Kosten)

Do, den 16.12.2010 16-21 Uhr K&M Gutsweine – Bockenheim, Hamburger Allee 37, 60486 Frankfurt
Sa, den 18.12.2010 12-17 Uhr K&M Gutsweine – Nordend, Gluckstrasse 20, 60318 Frankfurt

Weitere Infos: hier klicken

Impressionen bei Hanspeter und Edeltraut Ziereisen 2010

Ach was war des scheee. Edeltraud und Hanspeter Ziereisen hatten zur jährlichen Jahrgangspräsentation geladen und für mich Grund genug, nach einigen Besuchen zur etwas wärmeren Jahreszeit mich diesmal zur Adventszeit auf den Weg gen Süden der Republik aufzumachen. Der Wettergott hatte auch ein Einsehen und tauchte die Markgräfler Landschaft und den Ziereisen´schen Hof in ein „Winter-Wonder-Land“.

An 5 Stationen über das ganze Haus sowie über das angrenzende Blumenatelier verteilt konnte man die aktuellen Jahrgänge in Weiß und Rot probieren, dazu gesellten sich auch Weine der Winzer, die die Ziereisens´s ebenfalls aufgrund der gr0ßen Nachfrage aus der Schweiz nach deutschen Weinen in ihrem Hofladen verkaufen, (van Volxem / Saar), ( Jochen  Beurer / Würtemberg), (Markus Molitor / Mosel). Gastwinzer war Thomas Teibert von der Domaine L´Horizon aus dem Roussillon,  dazu aber später mehr. Der Gastgeber war sichtlich überrascht, uns zu sehen, freute sich aber sehr herzlich und bot sogleich ein Quartier an, falls wir angesichts der zu probierenden Menge nicht mehr gen Heimat fahren wollen. 

2002er Pinot Sekt (12 €)
Hanspeter ist ein großer Fan von gutem „Prickelwasser“, (bei unserer letzten RendezVino verteidigte er vehement eine Flasche Champagner Janisson-Baradon „Toulette“), aber der 2002er und der noch folgende 03er werden seine letzten Prickler sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Eigentlich schade, denn dieser 02er war richtig gut und man merkt auch hier den hohen Anspruch. Feinstes Mousseux, sehr elegant am Gaumen, wunderbare Aromen gelber Früchte, etwas Nuss. Sehr stimmig und auch nachhaltig. (88/100 K&M Punkte)

2008 und 2009er Weißer Burgunder (8,80 €)
Immer wieder schön, Weine aus zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen parallel zu verkosten und auch einmal den Jugendwahn-Trinkern den Zahn zu ziehen. Während hierzulande schon über ungelegte Eier (2010er Jahrgang) geurteilt wird, der 2009er noch nicht einmal seinen Kinderschuhen entwachsen ist, bereitet jetzt der 2008er – egal, bei welchen Weingütern ich die letzten Wochen probiert habe – enormen Trinkspaß. Diese Leichtigkeit, diese reife, zarte Säure, die Aromenentwicklung, alles passt jetzt perfekt zusammen und entwickelt sich auf der Zunge zu einer perfekten Harmonie, alleine, wie auch zu einem schönen Essen. Auch hier zeigt der feine, zart Apfel-Birnen- Fruchtige 08er deutlich seine Vorteile gegenüber dem noch deutlich von Hefe geprägten, mit Maracuja-Frucht unterlegtem, auch wuchtigeren 2009er. (87/100 Gault Millau 2011, 86/100 K&M-Punkte)

2009 Gutedel „Steingrüble“(10,50 €)
Gutedel kann so fade, langweilig und dünn wie Wasser sein.. Was Hanspeter jedoch dieser Rebe durch konsequentes Qualitätsmanagement im Weinberg wie im Keller entlockt, ist schon faszinierend. Die knapp 30 jährigen Reben stehen auf Muschelkalkböden, zeigen durch die niedrige Säure und den feinen Schmelz fast burgundische Züge. Und Kraft hat der Wein allemal. Hanspeter lässt den Most einige Zeit auf der Maische stehen und ihn zudem im Fass reifen. Wir schmecken florale Noten, auch Äpfel und Zitrus, am Gaumen zeigt er eine mittlere Kraft, zarten Schmelz und: TRINKIGKEIT! Dazu noch eine leicht hefige Note mit einem kleinen Bitterl im Nachhall, dieses stört aber so ganz und gar nicht. (87/100 Gault Millau 2011, 86/100 K&M-Punkte)

2008 Blauer Spätburgunder „unfiltriert“ (8,80 €) (als Schnäppchen-Wein im Gault Millau 2011 ausgezeichnet)
Ganz feine Rotfrucht, Pflaume, Tannin lugt noch etwas hervor, feine Säure, die Frucht wirkt niemals kitschig aufgesetzt, ja gewollt, sondern immer in Richtung Pflaume und Kirsche tendierend. Im Kern feiner Schmelz und für einen Einstiegswein von sehr, sehr guter Qualität. (87/100 Pkt. Gault Millau 2011, 88+/100 K&M Punkte)

2008 Zunderobsi Cuvée (12 €)
Hanspeter beugt sich (gerne) dem Druck seiner Kundschaft. Was 2006er nur als Notlösung wegen der minderen Qualität der Syrah für seinen Gestad eingeführt wurde, erfreute sich so großer Nachfrage, dass er 2008 wieder mit einem Zunderobsi aufwartet. Und das „Teil“ ist nochmals besser geworden. Zu Spätburgunder und Syrah gesellt sich ein wenig Regent, die man durch die dunkle Farbe zu erkennen scheint. Duftet nach Blaubeeren, Kirsche und neuem Holz (18 Monate Barrique, 20% davon waren neu) Am Gaumen voller dunkler Frucht, ein Maul voll Wein, frische rote Frucht, kühl, rauchige, pfeffrige Noten, sehr saftiger Charakter. (keine Wertung Gault Millau 2011, 87/100 K&M Punkte)

2007 Grauer Burgunder „Musbrugger“ (18 €)
35 jährige Rebanlage, in einer Korbpresse schonend gepresst und im großen Holz spontan vergoren. Vollreife, und herrlich ausgeprägte gelbe Fruchtnoten, auch feine Gebäcknoten (Nuss, Butter), kraftvoll am Gaumen, endet in einer wunderbar kalkigen Mineralität, zügelt die Kraft und gibt dem kraftvollen eine herrliche Wendung ins Mineralische. Lang! (keine Wertung Gault Millau 2011, 90/100 K&M Punkte)

2008 Chardonnay „Hard“ (18 €)
Der Hard zeigte sich in dieser Reihenfolge der Probe etwas arg von seiner frischen, doch eher kargen Art. Relativ säurebetont, zarte Rauchnoten, leicht herb-grüne, vegetative Noten. Würde mir da lieber noch einmal eine andere Flasche zu Rate ziehen, denn so kenne ich ihn nicht. (90/100 Pkt. Gault Millau 2011, o.W K&M Punkte)

2008 Grauer Burgunder „Jaspis“ Alte Reben (30 €)
WOW! Was für ein Kaliber! Der Wein packt zu und lässt einen nicht mehr los. Der Duft irgendwo zwischen Quitten, gelben Äpfeln, Birnen, Aprikose. Auf der Zunge von seidig-dichter Textur, cremig. Zeigt aber auch über eine feine, reife Säure eine tolle Rasse. Tolles Spiel am Gaumen, seidige Textur, crispy frisch, tolle Konzentration, enorme Kraft. Hanspeter nennt ihn „seine Montrachet“. Für mich das weiße HIGHLIGHT, noch vor den Gastweinen aus dem Roussillon der Domaine L´Horizon. (91/100 Pkt. Gault Millau 2011, 93/100 K&M Punkte)

2008 Blauer Spätburgunder „Tschuppen“ (12 €)
Viel reife Fruchtaromen, Zwetschge, insbesondere Kirsche, die Aromen wirken sehr natürlich, ich erinnere mich an den Geschmack der Früchte, als man noch selbst auf den Baum klettern konnte. Dazu eine bestimmende, reife Säure, die aber durch den Schmelz des Weines wunderbar aufgefangen wird. Alles wirkt sehr harmonisch, macht schon viel Spaß, kann aber durchaus seine 7 Jahre lagern, wie neulich ein 2003er Tschuppen eindrucksvoll als begleitender Wein zu einem Hirschrückensteak belegte. (88/100 Pkt. Gault Millau 2011, 89+/100 K&M Punkte) Bei K&M auch als MAGNUM verfügbar

2008 Blauer Spätburgunder „Schulen“ (18,50 €)
Der Schulen zeigt sich im Vergleich zum Tschuppen deutlich dunkelfruchtiger und wesentlich konzentrierter. Ich schmecke schwarzen Pfeffer, Lakritz, auch sehr ätherische Kräuternoten (ja es war der Schulen und kein Syrah) Fleischig, mundfüllend, auch feines Tannin, die Säure da, versteckt sich aber hinter der fleischigen Fruchthülle des Weines. Wunderbarer Wein!! (89/100 Pkt. Gault Millau 2011, 90/100 K&M Punkte)

2008 Blauer Spätburgunder „Rhini“ (22 €)
Hanspeter schaute etwas komisch, als ich meinte, für mich der vernagelste Wein der Serie. Klar, Tschuppen und Schulen sind eigentlich immer die offensten Weine, der Rhini zeigt sich für mich aber eher immer über seine kraftvolle Art denn seine Frucht, die mich diesmal an aromatische Himbeeren erinnerte. Zeigt Kraft und ist herrlich elegant am Gaumen, in der Leichtathletiksprache würde ich ihn als Langstreckenläufer bezeichnen, allerdings bepackt mit Muskeln. 10 Jahre Reife sollten kein Problem für ihn, also den Wein, werden. (92/100 Pkt. Gault Millau 2011, 92+/100 K&M Punkte)Bei K&M auch als MAGNUM verfügbar

2008 Syrah „Gestad“ (22 €)
Kühl bis unter den Kapselrand, wirkt recht leicht (hat auch nur 11,9 Volt), am Gaumen ebenfalls sehr straff, die Säure noch etwas prononciert, wahrlich kein Schmeichlerwein, dunkle Beeren, hat guten Zug am Gaumen, Graphitmineralik (??). Puristisch, muss ich nochmals nachprobieren. (90/100 Gault Millau 2011, o.W. K&M-Punkte) Bei K&M auch als MAGNUM verfügbar

2008 Pinot Noir Jaspis Alte Reben (35 €)
Duftet nach hochreifen roten Beeren, aber auch dunkle „Untertöne“ von schwarzen Johannisbeeren mischen mit. Holz?, Ja, aber mehr gebrauchtes Fass, keinesfalls dominant, die Frucht, die Dichte, die Länge, all diese Faktoren gehen eine wunderbare Verbindung miteinander ein. Wirkt einerseits kraftvoll, dann aber wieder filigran. Tolle Länge. (92/100 Pkt. Gault Millau 2011, 91/100 K&M Punkte)

2008 Pinot Noir Jaspis Jungfernwein (28 €)
Erstertrag aus neu angepflanzten Reben in der Gemarkung Tschuppen. 2 Träubchen pro Stock wurden geerntet, der Saft 7 Wochen auf der Maische gelagert und für 20 Monate in je 50% neuen und gebrauchten 2 Barriques ausgebaut, Hanspeters Spielwiese….Viel reife Beeren, am Gaumen dicht und kompakt, weich wie Seide, Lakritz, fleischig (ein Maul voll Wein) 3 Flaschen wanderten in den Kofferraum…(k.W. Gault Millau 2011, 90+/100 K&M Punkte)

Von den Gastwinzern stachen vor allem die Weine des gebürtigen Schwaben Thomas Teibert heraus. Er betreibt die Domaine L´Horizon an der Côtes du Roussillon. Wir probierten:

2008 und 2009 Le Patriot VdP Côtes de Catalanes
Eine Cuvée aus den Rebsorten Macabeau und Muscat Petit Grain, der 09er besteht zu 95% aus Muscat. Eine völlig andere Welt im Vergleich zu Hanspeters Weinen. Zuerst fiel mir die relativ reife, fast süßliche Frucht auf, insbesondere beim 08er, dazu schmeckten wir auch würzige Nuancen, für mich alleine getrunken eher zu anstrengend, der 09er hatte den Vorteil der Frische, war recht süffig, groß lagern würde ich aber beide Weine nicht. Kostet bei Hanspeter 20 €, in Frankfurt für 18 € gesehen.

2008 Domaine de L´Horizon blanc
Aus größtenteils Macabeu, dazu Grenache Gris und etwas Grenache Blanc entsteht ein Kraftpaket von Wein, der mit seinen subtiler Aromen von Zitrus, Tabak und floralen Noten Tiefe und Komplexität verbindet. Am Gaumen angenehm frisch, sehr harmonisch, Aromen von Steinobst (Pfirsich) wieder Tabak, ungemein trinkig. Kostet um die 30 €, (in Frankfurt für 26,50 € gesehen), ehrlich gesagt hatte ich am 08er Jaspis Grauburgunder von Hanspeter mehr Spaß.

Ziereisen-Weine bei K&M Gutsweine

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Ziereisen 2010 – Ein Jahr der Extreme

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 7 Dezember 2010

Der Jahrgangsbericht ZwanzigZehn vom Weingut Ziereisen

Die extreme Witterung hat uns in diesem Jahr große Herausforderungen beschert –nach unserer aktuellen Einschätzung aber auch einen der besten Jahrgänge im Hause Ziereisen. Doch der Reihe nach.

Nach dem langen, kalten Winter ließ das Frühjahr so lange auf sich warten, dass wir phasenweise mehr als zwei Wochen hinter dem langjährigen Wachstumsschnitt lagen. Hinzu kamen ein Kälteeinbruch und Regen während der Blütezeit. Folge: eine starke Verrieselung.

Nach der extremen Wärmeperiode im Frühsommer und einem absolut verregneten August meinte es Petrus zum Herbststart Ende September aber noch mal gut mit uns: Erst nach dreiwöchiger Traubenlese schickte er uns den ersten Regen und gestattete uns damit erneut, gesundes und reifes Lesegut in den Keller zu bringen. Also ging es im Weinberg und Keller wieder sehr turbulent zu.

Hanspeter nutzte die erste „Herbscht“-Phase, um mit einer strengen Vorlese im Weinberg die Weichen Richtung optimales Lesegut zu stellen. Was dann zur Hauptlese vor allem im roten Bereich im Keller auf dem Sortiertisch landete, ließ Hanspeters Stimmung gewaltig steigen. Gesundes, perfekt gereiftes Lesegut mit durch die Verrieselung teilweise extrem kleinen Beeren, die oft an Heidelbeeren erinnerten, dürfte hocharomatische, dichte, farbintensive Rotweine garantieren.

Die Syrah-Beeren, die bei uns auf dem Tisch landeten, sind definitiv die besten, die wir je in den Keller geholt haben. Auch bei den Weißen lässt uns die optimale Balance aus Alkohol und Säure große Weine erwarten.

Im Keller hat Thomas Jost seinen ersten Herbst bei uns verbracht. Der junge Schweizer Winzer unterstützt uns tatkräftig und sorgt mit seinem Einsatz dafür, dass wir unsere Kellerarbeit weiter perfektionieren und mit neuen Ideen bereichern können. Nach knapp vierwöchiger Lese haben wir am 22. Oktober als letzte Traube die Gutedel in den Keller gebracht. Jetzt sind wir wirklich sehr gespannt auf das Ergebnis. Aber alle Indizien deuten tatsächlich bei uns auf einen außergewöhnlichen Jahrgang hin. Drücken Sie uns die Daumen.

Bilder und Quelle: Weingut Ziereisen; Jahrgangsbrief Weingut Ziereisen 2010

Die roten 2010er gibt es frühestens ab November 2012, natürlich bei K&M. Einfach hier klicken

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