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Die 2. RendezVino bei K&M: Winzer Gerhard Stich zu Gast

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 14 Juni 2007

RendezVino – die Zweite

nachdem die Premiere am 06. Mai mit Winzer Arndt Köbelin vom Kaiserstuhl ein voller Erfolg war, folgte schon einen Monat später der zweite Streich.
Für die zweite K&M RendezVino steigerten wir die Herausforderung, ein Abend mit Fußball und der Vorabend des langen Fronleichnam-Wochenendes. Erfahrungsgemäß in Frankfurt ein schwieriger Termin, da viele die Stadt da schon gegen mittag fluchtartig verlassen und in kurze Ferien starten oder nach Hause fahren. Mit unserem Frankenwinzer Gerhard Stich und den zusätzlich geöffneten österreichischen Weinen hatten wir aber wohl gute Argumente, denn auch unsere zweite RendezVino war wieder sehr gut besucht.

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Der Winzer – Gerhard Stich aus Bürgstadt mit seinen Silvaner-Heimatweinen und großen Spätburgundern

Alle Weine von Gerhard Stich finden Sie in unserem Shop

Sicher: der Erfolg der ersten RendezVino machte uns Mut für Teil 2, wir hatten aber nicht bedacht, dass an diesem Abend das Qualifikationsspiel zur EM 2008 gegen die Slowakei auf dem Kalender stand und seit der WM im eigenen Land sind die Spiele unserer Nationalmannschaft ja schon fast Pflichtprogramm in Deutschland. Dazu war es der Vorabend eines langen Wochenendes, in Frankfurt nicht ideal, da viele da die Stadt schon am mittag verlassen, um in kurze Ferien zu starten oder nach Hause zu fahren. Wir waren also wieder etwas nervös und gespannt wie der Abend werden würde.

Zuerst steigerte sich unsere Nervosität etwas als der Winzer um 17:00 Uhr noch nicht bei uns war. Bürgstadt ist doch gar nicht so weit!? Es wurde 17:30 Uhr immer noch kein Winzer da. Wir hatten doch noch am Morgen telefoniert? Schließlich sollte uns Gerhard Stich auch ein paar Weine mitbringen. Na und dann kam er doch, verschmitzt lächelnd, die Autobahn A3 war mal wieder schuld, er kam fast nur im Stop and Go voran. Egal, Hauptsache er war da, denn die ersten Gäste waren auch schon da. Zum Glück hatten diese keine Eile, wollten einen entspannten Weinabend verbringen. Der Stand war ja auch schon aufgebaut, so konnte Gerhard Stich gleich in medias res gehen und mit der Präsentation seiner Weine beginnen.

Folgende Weine seiner Kollektion stellte er an diesem Abend bei uns in der Hamburger Allee 37 vor:

2006 Silvaner Kabinett trocken „Bürgstadter Centgrafenberg“ € 7,20
Weingut Stich im Löwen – Franken/Deutschland

Die Silvanerrebe wird wieder verstärkt von den Winzern Frankens als „ihre“ regionale Spezialität geschätzt, dezent im Bouquet kann gerade diese Rebsorte das lokale Terroir Frankens besonders gut widerspiegeln. Die Frucht erinnert an grüne Äpfel und Birne, dann mineralische Noten, nachhaltig. Perfekter Essensbegleiter, gerade jetzt zum Spargel.

2006 Silvaner Spätlese trocken Prichsenstadter Krone € 10,30
Weingut Stich im Löwen – Franken/Deutschland

Der 2006er gelang wunderbar kraftvoll, ein echtes Maul voll Wein, wie eine trockene fränkische Silvanerspätlese sein sollte. Die feine Frucht, Apfel und Quitte, wird von einer festen, Struktur gebenden, und gleichzeitig reifen Säure getragen, im mittleren Bereich schwingt eine schöne Erdigkeit, Mineralik mit, die den Charakter des Weins prägt. Für uns einer der besten fränkischen Silvaner in 2006. Unbedingt probieren.

Eine kleine Restmenge (nur noch 24 Flaschen) zum Sonderpreis:

2004 Silvaner Spätlese trocken Bürgstadter Centgrafenberg statt € 9,90 nur € 6,90
Weingut Stich im Löwen – Franken/Deutschland

An unseren letzten Flaschen (nachdem die neue Spätlese jetzt da ist, müssen diese zum Schnäppchenpreis raus) können Sie wunderbar erkennen, dass fränkische Silvanerspätlesen Reifepotential besitzen. Diese zeigt eine herrlich würzig, erdig-kräuterige Art, getragen von einer feinen Mineralik, weich, fast cremig am Gaumen. Exzellenter Begleiter zu kräftig gewürzten Speisen oder zu gereiftem Käse, alter Bergkäse oder gereifter Pecorino.

Rotwein:

2006 Cuvee Rot „frank und frei“ € 7,50
Weingut Stich im Löwen – Franken/Deutschland

Sehr schön stoffig, dichter Rotwein. Samtig weich am Gaumen, viel Frucht, harmonisch rund mit weichen Tanninen.

2003 Spätburgunder Spätlese Barrique „Löwenlinie“ € 19,50
Weingut Stich im Löwen – Franken/Deutschland

Großer Spätburgunder aus der berühmten Burgunderlage „Bürgstadter Centgrafenberg“. Mineralische Würze, etwas rauchige Noten, straffe Burgunderfrucht, rote Beeren, Kirsche. Feste Struktur, wunderbar lang im Mund.

Schon nach wenigen Verkostungen deutete sich eine kleine Sensation an, gerade die 2004er Silvanerspätlese konnte bei unseren Gästen enorm punkten. Dabei ist das mit gereiften Weißweinen immer so eine Sache, viele Weinfreunde erwarten sich bei Weißweinen eher die jungen, fruchtbetonten Typen, frisch, elegant und spritzig ist die Devise. Hier aber wartete ein fein gereifter Tropfen im Glas, geprägt von seiner mineralischen, leicht erdig-würzigen Art, dazu dezente Noten von Honig und Sherry durch die Reife, auch etwas Tabak und Aromen von Kräutern konnte man schmecken. Ein eher fein gereifter Silvaner, der das Potential dieser Rebe mal wieder sehr schön bewies. Dass dies von so vielen unserer Gäste auch so gesehen wurde erfreute uns doch sehr, noch mehr zeigte sich der Winzer erfreut, auch er hat leider schon all zu oft die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sich gar nicht erst auf die etwas „andere“ Aromatik der gereiften Weißweine einlassen wollen.

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Ebenso wie Arndt Köbelin sehr angetan war, der Winzer der Premieren-RendezVino, so war auch Gerhard Stich voll des Lobes über unsere Probengäste. „Alles Menschen, die etwas vom Wein verstehen, die sich aber auch auf neue Eindrücke einlassen. Ein tolles Publikum!“ So seine Aussage.
Und viele Teilnemer zeigten sich nicht nur interessiert an dieser 2004er Spätlese, nein es wurden auch einige Kisten gekauft, eine bessere Bestätigung über die Qualität und die Akzeptanz gibt es sicher nicht.
Aber auch seine aktuellen Silvaner konnten überzeugen, der Kabinett durch seine feine, eher leichtere Art, dabei trotzdem fest gewirkt mit mineralischen Noten und einer guten Länge. Für viele ein schöner Essensbegleiter, was beim Silvaner durchaus als Kompliment verstanden werden kann. Ein wenig „Probleme“ machte im aber sein Bruder aus Prichsenstadt, die 2006er Spätlese. Denn kaum hatten die Gäste diesen Wein im Glas kam Begeisterung auf. Auch für mich ist dieser Silvaner einer der besten bisher verkosteten fränkischen Silvaner aus 2006. Die Regionen weiter im Osten waren vom Regen Anfang Oktober einfach nicht so belastet, so war die Reife deutlich ausgeprägter, die Frucht zwar silvanertypisch eher fein, aber auch reintönig und sauber, wir schmeckten gelben Apfel, Quitte aber auch reife, süße Birne, ein Kunde meinte Holunderblüten zu erkennen, ein anderer Waldmeister. Das ganze wurde hier von einer straffen, reifen Säure getragen und von der feinen „Muschelkalk-Würze“ des Terroirs gestützt! Ein klassischer fränkischer Silvaner wie man ihn sich wünscht, der auch bei dieser Verkostung wieder viel Lob einheimste!

Danach ging es an die Roten aus dem Hause Stich. Die Region des Mainvierecks hat sich ja schon länger einen guten Ruf bei den Rotweinen schaffen können, weltbekannt sind einige „fürstliche“ Weine zu ebensolchen Preisen. Sicher mit diesem Renommee sind die Stichschen Tropfen noch nicht gesegnet, aber auch hier wohlwollendes Raunen bei unseren Gästen, als sie den Top-Spätburgunder aus der Löwenlinie im Glas hatten. Einige Weinkenner lobten diesen Wein als einen der besten 2003er Spätburgunder den sie bisher probiert hatten und andere verglichen diesen Wein mit seinen deutlich teureren Brüdern aus der gleichen Rebe aus dem Burgund, auch hier die einhellige Meinung, dieser Wein muss sich sicher nicht vor den besten Premier Crus verstecken, kommt vielleicht sogar an gute Grand Crus ran. Weine die das doppelte bis vierfache Kosten. Für uns wieder einmal eine Bestätigung, dass das wichtigste die Qualität im Glas ist und nicht der Name der außen an der Flasche prangt. Schließlich soll das K&M-Weinprogramm Freude und Genuss bereiten. Und bei noch unbekannteren Erzeugern kann man halt günstigeren Genuss finden. Leider spricht sich die außergewöhnliche Qualität unserer Winzer in den Zeiten des Internets und des Kommunikationszeitalters heute aber auch schnell herum. Namen wie Reinhard Löwenstein und Hans-Peter Ziereisen aus unserem Programm haben es vorgemacht.
Wir freuen uns an diesem Abend mit dem Erfolg und der Anerkennung die Gerhard Stich an diesem Abend für seinen 2003er Spätburgunder Barrique ernten konnte. Auch sein „kleinerer“ Rotwein, die Cuvee Rot aus der „frank und frei“-Linie erfreute mit üppiger Frucht und weichen, runden Tanninen, ein Wein, der jetzt im Sommer auch leicht gekühlt zum Grillen passt.

dazu Österreich

Von unseren österreichischen Winzern Erwin Tinhof (Burgenland) und Josef Bauer (Wagram) haben wir noch 5 Weine aufgemacht. Der Einstiegs-Grüne-Veltliner „Juche“ von Bauer begeisterte mit seinem sensationellen Preis-Genuss-Verhältnis, einige Gäste wollten den Preis von nur 4,90 EUR kaum glauben. Wunderschön sauber, feinfruchtig, leicht, aber eben nicht banal, perfekter Sommerwein eben, einfach lecker, auch dieser Wein ging an diesem Abend weg wie geschnitten Brot.
Dann gab es noch den Neuburger von Erwin Tinhof, eine autochthone Rebsorte aus Österreich, begeistert mit animierender Frucht, Ananas und Citrusfrüchte, sehr elegant und duftig, kanckig trocken, eine unserer Spargelempfehlungen. Im Juni noch Wein des Monats und kostet deshalb statt 7,90 EUR nur 6,90 EUR, auch dieses Angebot für den ein oder anderen ein Argument sich ein Kistchen mitzunehmen. Dazu präsentierten wir den frischen, fruchtigen, süffigen Rose vom selben Winzer, beste Terrassenweinqualität, trinkanimierend und erfrischend. Wir schmecken Himbeeren und rote Johannisbeeren, da kann der Sommer kommen.

Als Spitze gab es den Feuersteig von Erwin Tinhof, eine St. Laurent geprägte Cuvee der besten Trauben aus seiner Spitzenlage Feiersteig. Niedrige Erträge und lange Reife der Trauben, schonender Ausbau im Keller ergeben hier einen Toprotwein, wunderbar vollmundige Frucht, samtig rund am Gaumen, feinstkörnige Tannine, wunderbare Textur und langer Nachhall. Da gab es einige Gäste die zwischen dem Spätburgunder von Stich und dem Feuersteig hin und her probierten, einen echten Sieger gab es nicht aber zwei Weine die unsere Gäste begeistert haben. Auch beim JLF-Test (je leerer die Flasche-Test) gewannen diese beiden Weine den Vergeich des heutigen Abends, drei Flaschen mussten jeweils dran glauben und bewiesen, dass sich bei beiden Weinen unsere Kunden gern mal ein zweites und drittes Glas zum „nachprobieren“ holten.

Der fünfte Österreicher war ein Blauburger von Josef Bauer, ebenso wie sein Grüner Veltliner Juche begeisterte auch hier das Preis-Genuss-Verhältnis, für 5,50 EUR gibt es einen mittelkräftigen Rotwein mit schöner Frucht nach roten Beeren und Kirsche, leicht gekühlt kommt seine Frucht wunderbar frisch rüber, macht Lust auf mehr als ein Glas.

Irgendwann war es dann schon fast 22:00 Uhr, die letzten Gäste waren gegangen, der Winzer, Gerhard Stich packte zusammen, nahm sich noch drei Flaschen zum in Ruhe zuhause Nachprobieren aus unserem Programm mit. Und wir konnten wieder feststellen, alle Befürchtungen, alle Aufregung vom Anfang waren gar nicht notwendig gewesen, unser Haus war wieder voll, die Stimmung gut, die Weine fanden gefallen und Gerhard Stich konnte sicher einige neue Freunde für sich und seine Weine finden. Genau was wir uns für unsere RendezVino After Work Weinabende wünschen

Die nächste Ausgabe ist auch schon fix terminiert, diesmal kommen gleich zwei Winzer, Günter Hutter von der Domaine St. Eugene wird seine ausdrucksstarken Rotweine präsentieren, dazu gibt es einen ihrer Lieblingswinzer in unserem Programm, Werner Jülg aus Schweigen in der Südpfalz wird Burgunder und Rieslinge mitbringen und Ihnen vorstellen. Ganz sicher wird es auch an diesem Abend wieder viel zu schmecken und zu entdecken geben. Wir und die Winzer freuen uns wieder über Ihr zahlreiches Erscheinen und Weininteresse.

Sie sind herzlich eingeladen:

RendezVino MkIII
Der K&M After-Work-Wein-Abend
Mittwoch 05. Juli 2007 17:00 bis 22:00 Uhr (mindestens)
Mit den Winzern Günter Hutter, Domaine St Eugene (Languedoc/Frankreich), und
Werner Stich aus Schweigen (Pfalz)
Probenbeitrag € 5,00/Person, wird ab einem Einkauf von € 25,00 verrechnet

Hamburger Allee 37 – 60486 Frankfurt-Bockenheim
http://www.gutsweine.cominfo@gutsweine.com

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Duesenschrieb.de und der „Stich“-Tag:K&M RendezVino2-der After-Work-Weinabend

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 7 Juni 2007

Bildquelle:duesenschrieb.de

Einer der fleissigsten Blogger der Nation, Duesenschrieb.de, war am „Stich-Tag“, dem 2. K&M RendezVino – der After-Work-Weinabend zu Gast und schildert

hier

und

hier

seine Eindrücke, die vorallem die Weine unseres Winzers Gerhard Stich bei Ihm hinterließen. Er war übrigens nicht alleine mit seinen Eindrücken!

K&M Gutsweine sagt Danke an alle unsere Kunden, die diese Veranstaltung zu einem großen Erfolg gemacht haben und wünscht immer eine Handbreit Wein im Glas!

Die Fortsetzung – K&M RendezVino 3 – folgt:

Donnerstag, den 05.07.2007 mit unserem Winzer Günther Hutter von den „Les Trois Tomates“, der eigens für diese Veranstaltung aus dem Languedoc anreist.

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Die 1. RendezVino bei K&M: Winzer Arndt Köbelin zu Gast

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 4 Mai 2007

K&M GutsWeine
Hamburger Allee 37 – 60486 FFM-Bockenheim
Tel.: +49 (0)69 7171 3430 – Fax: +49 (0)69 7171 3431

Die erste RendezVino
spannende Weine, interessante Weinfreunde, genussvolle Gespräche rund um das Thema Wein
Unser erster After-Work-Wein-Abend war ein voller Erfolg, wir freuen uns, dass Sie, unsere Kunden so zahlreich gekommen sind und diesen Abend zu einer mehr als gelungenen Premiere unserer neuen Veranstaltungsreihe gemacht haben. Ganz herzlichen Dank dafür! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei RendezVino Teil II am Mittwoch, 06. Juni, wieder ab 17:00 Uhr, diesmal mit dem sympathischen Winzer Gerhard Stich aus Franken.

Der Winzer – Arndt Köbelin, ein „Jungwinzer“ mit fast 20 Jahren Erfahrung beim Weinmachen

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Ein klein wenig Bammel hatten wir schon; eine neue Veranstaltungsreihe, unter der Woche statt am Wochenende und gleich einen Winzer als Gast, vor dem man sich ja auch im besten Licht zeigen will. Als gegen 17:30 Uhr dann auch noch kein einziger Gast da war, wurde uns ein klein wenig bang ums Herz. Nun, wir nutzten die Zeit, um uns mit dem Winzer ein wenig zu unterhalten. Im Moment ist Arndt Köbelin enorm eingespannt, die Reberziehung, die jungen Triebe müssen gebunden werden, und die Bodenarbeit fordern den Winzer. Wenn ein Winzer enorm hohen Wert auf Handarbeit legt, handwerkliche Erzeugung groß schreibt und ökologische Weinbergsbewirtschaftung betreibt wie Arndt Köbelin, dann ist der Aufwand umso größer. Als „Jungwinzer“, 2006 war erst seine zweite Ernte, bleibt das Gros der Arbeit natürlich an ihm hängen. Wenn man ihm die Hand reicht, spürt man das auch sofort: das sind Hände, die Tag für Tag die Arbeit draußen im Weinberg und im Keller erledigen, groß, kräftig, von der Weinbergserde gezeichnet. Da haben wir uns natürlich noch mehr gefreut, dass er sich einen ganzen Tag mit An- und Heimreise für uns Zeit genommen hat. Und noch war niemand da.

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Aber dann ging es Schlag auf Schlag. Im nu war unser Laden mit interessierten Weinfreunden gefüllt, alle mit einem Glas in der Hand. Schmecken, Riechen, im Gespräch untereinander und wissbegierig gegenüber dem Winzer. Natürlich galt das erste Interesse dem Winzer Arndt Köbelin und seinen Weinen. Was gibt es schöneres für einen Weinfreund, als mit dem Winzer selbst dessen Weine zu verkosten. Man bekommt die Informationen aus erster Hand, kann nachfragen. Wenn man den Erzeuger kennt, kann man immer noch mehr mit den Weinen anfangen. Der Charakter, die Art des Winzers haben doch sehr viel mit dem Stil seiner Weine zu tun, gerade wenn der Winzer auch der Weinmacher ist.

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Immer voller wird es im Laden, Arndt Köbelin muss sich fast zweiteilen, den neuen Gästen nachschenken, während man gerade noch mit einem anderen Weinfreund im intensiven Gespräch ist. Und viele Kunden nutzten die Gelegenheit, sich mit dem Winzer länger zu unterhalten, mehr über ihn und sein neues Weingut kennen zu lernen. Dass die Weine auf positive Resonanz stießen, merkte man schon beim Probieren und in den Gesprächen mit dem Winzer oder mit uns, wie gut sie aber wirklich aufgenommen werden erkennt man am besten natürlich am Verkaufstresen und dort kam Bernd Klingenbrunn jetzt richtig in Streß, es gab kaum einen, der ohne Wein unseren Laden verlassen wollte und das schöne dabei: die meisten wollten sich nicht mit einer Flasche begnügen, nein gleich kistenweise wurden die tollen Weine von Arndt Köbelin mitgenommen, kann es eine bessere Bestätigung für uns geben, dieses junge Weingut in unser Programm aufzunehmen? Sicher nicht! Oder vielleicht doch, denn ein sehr schönes Kompliment kam von einem ausgewiesenen Weinkenner: „Kompliment, da habt ihr eine sehr schöne Entdeckung gemacht“

Auch der Winzer freute sich über den Erfolg seiner Weine. Ganz besonders hatten es ihm aber auch die Menschen, unsere Kunden angetan, er war regelrecht begeistert von der Neugier und dem Weininteresse, das ihm entgegengebracht wurde, meinte zu uns, „das ist ein wirklich tolles Publikum, das heute da ist! Die Frankfurter sind tolle Weinfreunde!“ Dass er sich bei uns wohl fühlt, hat er nicht nur einmal gesagt.

weitere Neuheiten im K&M-Programm

Neben dem Winzer, der natürlich im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, haben wir aber auch noch einige weitere interessante Weine aufgemacht. Neue Weine aus dem Burgund, die Bernd von seiner großen Ostertour durch diese renommierte und wunderschöne Weinregion mitgebracht hat. Dann gab es auch den neuen Weißwein von den beiden Schwestern Saladin, einer der besten Weißen von der Rhône, der neue Jahrgang unseres Vinho Verdes, wieder wunderbar leicht und spritzig, sommerlich und von Bodegas Eguren aus Spanien, ein wunderbar samtig, runder Rotwein aus Tempranillo und Syrah, der 6 Monate im kleinen Eichenholzfass seinen letzten Schliff bekommen hat.
Vor allem der Weißwein der Domaine Saladin und die beiden weißen Burgunder von der Domaine Michel Cheveau verursachten einige „Ahs“ und „Ohs“. Der Wein der beiden jungen Winzerinnen Elisabeth und Marie Laurence Saladin begeisterte mit seiner recht straffen, eher kargen, mineralischen Art. Es gab Stimmen, die den Wein als den „männlichsten“ des Abends bezeichneten. Ein Wein, der geradezu nach kräftig gewürzten Meeresfischen auf provenzalische Art verlangte. Dies verwundert auch kaum, wurde der Wein doch einst vom Vater, der heutigen Winzerinnen für das Restaurant seiner Frau kreiert, die gerade für ihre hervorragende Fischküche bekannt war.
Dichter und üppiger zeigten sich die beiden Chardonnay aus der Stammheimat des Chardonny, dem Burgund. Die Domaine Michel Cheveau ist ganz im Süden der Region beheimatet, im Maconais mit der bekannten Spitzen-Appellation „Pouilly-Fuisse“. Michel Cheveau ein junger Winzer, der vor wenigen Jahren das Weingut vom Vater übernommen hat und aus unserer Sicht auf dem Weg nach ganz oben ist. Enorm ambitioniert, merkt man seinen Weinen die große Sorgfalt des Weinmachens an, die er ihnen angedeihen lässt, niedrige Erträge, lange Reife der Trauben am Stock und der Weine im Fass auf der Hefe. Es ist wie so oft die Zeit, die den Wein macht, die Zeit, die von der Pflanze eingefangen wird, beim Wachsen und Reifen der Trauben am Stock, die Zeit, die der Winzer dem Wein im Keller gibt, um langsam all seine Aromen auszuprägen. Solche „langsamen“ Weine sind dann auch in der Lage, all ihre Qualitäten über eine lange Zeit zu erhalten und uns Weinfreunden wider zu schenken.
Manch einer bevorzugte bei der Probe den „kleinen“, einen 2005 Macon Solutre-Pouilly, der bis April, Mai nach der Ernte im Gebinde auf der Hefe reifen durfte und sich jetzt schon sehr trinkanimierend zeigte, der eine feine mineralische Ader mit schöner Frucht verbindet, von unseren Kunden kamen die Aussagen, gelbe Äpfel, auch Quitte und sogar Erdbeeren, das ganze getragen von einer wunderbar reifen, harmonischen und frischen Säure. Für uns verbindet sich hier perfekt hedonistisches Trinkvergnügen mit Anspruch und Komplexität.
Daneben gab es dann den Topwein von Michel Cheveau, einen 2005 Pouilly-Fuisse aus der Top-Einzellage „Aux Bouthieres“, ein Wein, der vielleicht aktuell noch etwas zu jung ist, seine Frucht noch recht verschlossen ist. Leichte Anklänge gehen hier wieder Richtung Apfel, aber auch Holunderblüten, dazu etwas Karamell. Was aber absolut beeindruckend ist, ist die enorm dichte Struktur, der feste Körper, Mineralität ohne Ende, Komplexität, bei jedem Schmecken tun sich neue Aromen auf. Der „Aux Bouthieres“ sollte aktuell dekantiert werden, bzw. noch besser noch 3 bis 4 Jahre im Keller reifen, gehört aber ganz sicher zu den Top-Burgundern und muss sich auch vor vielen bekannteren und drei bis viermal so teuren Grand Crus nicht verstecken. Wir denken mit Michel Cheveau haben wir auch wieder eine echte K&M-Entdeckung gemacht!

Am Schluss konnten wir sagen, der Abend war ein großer Erfolg. Es gab interessante Gespräche zwischen dem Winzer und unseren Kunden, eine entspannte Atmosphäre und genussvolle Weine. Wir sind uns sicher, die RendezVino-Abende werden ein Fixum im Kalender von K&M werden.

Der nächste Abend ist schon fest terminiert, Mittwoch 06. Juni, der Abend vor dem Feiertag Fronleichnam. Dann wird uns unser sympathischer, fränkischer Winzer Gerhard Stich besuchen und seine Weine persönlich vorstellen. Wunderbar mineralische, fränkische Silvaner und ausdrucksstarke Rotweine. Ganz sicher wird es auch an diesem Abend wieder viel zu schmecken und zu entdecken geben. Zusätzlich präsentieren wir ausdrucksstarke Heimatweine aus unserem österreichischen Programm, auch diese ganz sicher eine Entdeckung wert! Wir und der Winzer freuen uns wieder über Ihr zahlreiches Erscheinen und Weininteresse.

Sie sind herzlich eingeladen:

RendezVino MkII
Der K&M After-Work-Wein-Abend
Mittwoch 06. Juni 2007 17:00 bis 21:00 Uhr (mindestens)
Mit unserem fränkischen Winzer Gerhard Stich
Probenbeitrag € 5,00/Person, wird ab einem Einkauf von € 25,00 verrechnet

Hamburger Allee 37 – 60486 Frankfurt-Bockenheim
http://www.gutsweine.cominfo@gutsweine.com

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