K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

www.gutsweine.com

Archive for the ‘K&M GutsWeinProben’ Category

Hier gibts einen Nachbericht zu unseren GutsWeinProben, die immer am letzten Freitag im Monat stattfinden. Infos und Termine auf www.gutsweine.com

Ein Genuss mit Laible und Seele – Menüabend mit Alexander Laible

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 15 September 2013

Foto-Copyright by R. Müller

Blogger „Düsenschrieb“ hat den Menübend mit Alexander Laible am 23 August 2013 genussvoll beschrieben

Zugegeben, der 23. August ist schon ein bisserl her. Aber aus vielerlei Gründen ist er mir in schmackhafter Erinnerung geblieben. An jenem Freitag haben wir uns nämlich nach spontaner Anmeldung in den Räumen unserer bevorzugten Weinhandlung in Frankfurt, K&M Gutsweine in der Hamburger Allee 37, zu einem ‘Badischen Menü mit Alexander Laible’ eingefunden – bestehend aus 5 Gängen und 8 Weinen.

Hier bitte weiterlesen.

http://www.duesenschrieb.de/2013/09/03/ein-genuss-mit-laible-und-seele/#more-2745

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Alexander Laible bester Nachwuchswinzer Europas – Präsentation von K&M Gutsweine in Frankfurt am 17.5.2009

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 25 April 2009

Der Durbacher Alexander Laible ist bester Nachwuchswinzer Europas.

Alexander Laible

Alexander Laible

Laible erhielt die baden-württembergische Auszeichnung ARTVINUM als bester europäischer Nachwuchswinzer. Verantwortlich für die Ehrung war die sogenannte Grand Jury Européen, die Laible vorgeschlagen hatte.

Alexander Laible ist der Sohn des Durbacher VDP-Winzers Andreas Laible und hatte bereits früher die Ehrung als bester Jungwinzer Deutschlands erhalten. In den Vorjahren hatten der Franzose Stéphane Derenoncourt und der Spanier Alvaro Palacios den Titel des „Nachwuchswinzers“ gewonnen. (WF)

K&M Gutsweine präsentiert am Sonntag, den 17.05.2009 die Weine des Winzers. Kostenfreie Probe!

Wo:
Sonntag, 17.05.2009, 10:00-17:00
KETAO and friends day in der KETAOKITCHEN

Ort: 60314 Frankfurt, Hanauer Landstrasse 186
Kosten: Eintritt frei

Freunde und Geschäftspartner präsentieren sich und Ihre Produkte. Von Schokolade zu Wein und natürlich Proben aus der KETAOKITCHEN ist alles dabei.

K&M Gutsweine präsentiert die Entdeckung des Jahres 2009 im Weinführer Gault Millau: Alexander Laible aus Durbach/Baden, der Winzer wird aller Vorraussicht nach selbst anwesend sein und seine Weine präsentieren.

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GutsWeinProbe „PASSION PINOT NOIR“ am 30.01.09 bei K&M Gutsweine

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 11 Januar 2009

Freitag, 30.01.2009 — 19:30 Uhr bis ca. 23:00 Uhr
GutsWeinProbe mit großem, hausgemachtem Buffet

GWP

THEMA: PASSION PINOT NOIR

Pinot Noir, Pinot Nero oder aber eben Spätburgunder.
Während Cabernet, Merlot und Co. fast auf jeder Ecke des Globus angepflanzt werden kann und teilweise auch gute Ergebnisse hervorbringt, stellt der Spätburgunder ganz besondere Anforderungen an seinen Untergrund aber auch an seinen Winzer. Sie zeigen das breite Spektrum der Interpretationsmöglichkeiten und Stile dieser vielseitigen Rebsorte auf, die auf der ganzen Welt ihre Fans hat. Wir präsentieren Ihnen die Vielfalt und den Spannungsbogen der unterschiedlichen Qualitäten und Stilistiken mit unseren Weinen aus Frankreich, Deutschland etc. Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend!

Kostenbeitrag: 35,- € pro Person, Anmeldung und Vorkasse erforderlich. Es erwarten Sie ca. 10 Weine, unser hausgemachtes Buffet ( Suppe, warmer Hauptgang, Salate, Käseauswahl, Wurstwaren vom Landmetzger, Dessert)

K&M GutsWeine – unsere Leidenschaft – Ihr Genuß
Klingenbrunn und Maurer GbR
Hamburger Allee 37 – 60486 Frankfurt
Fon/Fax: 069 7171 – 3430 /-3431
eMail: info@gutsweine.com

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K&M GutsWeinProbe mit Winzerbesuch: Erwin Tinhof/Burgenland – elegante Weißweine und grandiose Rotweine!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 19 März 2007

K&M GutsWeine
Hamburger Allee 37 – 60486 FFM-Bockenheim
Tel.: +49 (0)69 7171 3430 – Fax: +49 (0)69 7171 3431

Am Freitag, den 16.03.2007 war es wieder soweit. Unser „erster“ Winzer, Erwin Tinhof, hat uns wieder besucht. Wie im letzten Jahr im März, hat er sich wieder die Zeit genommen, seine Weine persönlich, gewohnt informativ aber eben auch mit dem ihm eigenen, so sympathischen Österreichischen Schmäh bei uns vorzustellen. Heraus kam ein wunderbar genussreicher Abend mit besten burgenländischen Weinen!

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Mitgebracht hat er uns seine ganz frischen 2006er Weißweine Muskat und Neuburger, die neue Regionscuvée Leithaberg weiß, aus Neuburger und Weißburgunder, seine Classic-Rotweine St. Laurent und Blaufränkisch, den ganz neuen Feuersteig 2004, eine St. Laurent geprägte Cuvee, seinen Top-Blaufränkisch Gloriette, der ganz sicher zu den besten Blaufränkisch Österreichs gehört und seine 2002er Beerenauslese, die mit den hausgemachten Marillenknödeln von Bernd die würdige Krönung des Abends war.
Dazwischen gab es als ganz besonderes Schmankerl und Rarität, den 2000er Feuersteig zu probieren, von dem wir nach langer Überredung 12 Flaschen aus dem Privatkeller von Erwin Tinhof erhalten haben und als Ausblick, seinen derzeit noch im Fass schlummernden 2005 Leithaberg rot, der erst im Oktober in den Handel kommen wird.

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Zum Intro und Überbrücken bis alle Gäste eintrafen, begeisterte uns der ganz neue Muskat 2006, eine Cuvee aus Muscat-Ottonel und gelbem Muskateller. Viele haben bei Muskat einen halbtrockenen bis lieblichen Wein erwartet, auch das Bouquet schien im ersten Moment in diese Richtung zu deuten. Traubenfruchtig, Wiesenblüten, ganz offen und duftig. Als dieser elegante Tropfen dann aber auf dem Gaumen landete, stellten wir fest: ganz durchgegoren! 1,3 gr/l Restzucker (RZ), knackig, frisch, feine Säure. Das hat nichts mit Barock zu tun, das ist die Verspieltheit des Jugendstils gepaart mit straffer Eleganz. Ein milder Sommer-Sonntag auf der Terrasse und es steht zu befürchten, dass uns eine Flasche allein nicht ausreichen könnte, so trinkanimierend und Freude bereitend rinnt dieser Wein die Kehle hinab. Mit diesem Wein konnte Erwin Tinhof die Teilnehmer von Beginn an für sich und seine Weine begeistern.

Danach folgte als erste Stärkung eine klare Rindsuppe von Gemüse und Tafelspitz mit Kräuterfrittaten (Flädle). Und weiter ging es mit den Weißweinen. Der nächste im Glas: 2006 Neuburger, klassisch Österreich, wie Erwin Tinhof sich sowieso nur auf die typischen Rebsorten seiner Heimat konzentriert. Nicht weil internationale Rebsorten keine guten Weine ergeben würden, die heimischen Rebsorten interpretieren die von ihm angestrebte Regionaltypizität einfach um ein vielfaches authentischer. Nun also Neuburger. Nach dem Muskat hatte es dieser etwas schwerer, schlicht weil diese Rebsorte dezenter und zurückhaltender in Frucht und Bouquet auftritt. Mit ihren feinwürzig, mineralisch erdigen Noten im Abgang wird der Neuburger aber ganz sicher wieder einer unserer beliebtesten Spargelweine sein.

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Danach folgte 2005 Leithaberg weiß, eine Cuvee aus Neuburger und Weißburgunder, spontan im Holzfass vergoren, langes Hefelager. Ein Wein, der sich sehr gut zum Reifen eignet, jetzt immer noch sehr jung und ein klein wenig unruhig wirkte. Seine großen Anlagen bewies er dann aber um so mehr, als wir diesen am Ende der Probe noch einmal nachprobierten, jetzt mit ganz viel Luft über den Abend und deutlich wärmer, zeigte er sich viel offener, schmelziger, harmonischer. Im Moment sollte man diesen Weißwein wohl noch dekantieren oder zwei bis drei Jahre im Keller reifen lassen!

Vor dem hausgemachten, marktfrischen burgenländischen Buffet kam noch der 2005er Blaufränkisch Rosé. Die Idee dazu kam Erwin Tinhof während eines Urlaubs in Südfrankreich, vielleicht die Urheimat süffiger Roseweine. Saftabzug nach 14 Stunden, wunderbar strahlend helles Himbeerrot, duftig in der Nase, rote Johannisbeere, Himbeere. Im Mund getragen von einer nach einem Jahr wunderschön weichen, gleichwohl festen Säure. Saftig, lecker schmeichelte sich dieser Wein in die Herzen der Probierenden, zur ersten Runde am Buffet ein leckerer Begleiter. Es kam wie es kommen musste, eine Flasche langte nicht, eine zweite und dann auch eine dritte Flasche gingen den Weg allen Irdischen. In der Süffigkeitswertung konnte sich der Rosé damit sogar noch vor den Muskat schieben!

Auf dem Buffet befanden sich wieder viele leckere Schmankerl, von Bernd perfekt zubereitet, z.B.: Erdäpfel-Lachs-Terrine, Bärlauch-Frischkäse-Tarte mit Pignoli, Ländliche Fleischterrine vom Huhn, Vogerlsalat mit Kürbiskernöl-Dressing, Erdäpfelsalat, Tafelspitz mit Apfelkren und frischem Bärlauchpesto, dazu Erdäpfel-Petersilienwurzel-Stampf, Strudel gefüllt mit ungarischem Paradeiser-Paprika-Relish. Später folgte noch ein Käsebrett mit österreichischem Käse und als Abschluss, Marillen-Topfen-Knödel mit karamellisierten Hefezopfbröseln.

Weiter ging es mit den Roten, vorneweg ein eleganter, feinfruchtiger 2004er St. Laurent, sehr burgundertypisch, Frucht nach Kirsche und roten Beeren, feine Mandeln, delikate Säure, nach hinten raus etwas Bittermandelnoten, ein schöner Essensbegleiter. Danach bei K&M die Premiere des 2004er Blaufränkisch, mit diesem Jahrgang haben wir auch bei den Basisroten von Erwin Tinhof auf Schrauber als Verschluss umgestellt, endlich kein Korkschmecker mehr!

Der 2004er Blaufränkisch konnte mit einer wunderbar dichten Art, festen Frucht, kräftigen Körper und feiner Kräuterwürze überzeugen. Ein Maul voll Wein, der es lohnt, dass man sich auch mal etwas näher mit ihm beschäftigt, der Charakter zeigt, bei dem aber auch der Trinkspaß nicht zu kurz kommt. Das war schon einmal ein schönes Doppel zum Start der Rotweine. (Ein paar wenige Flaschen vom 2003er gibt es auch noch bei uns im Laden, wer Lust hat kann hier zwei Jahrgänge vergleichen)

Es folgte ein absoluter Höhepunkt des Abends, der 2004er Feuersteig.
Mit diesem Jahrgang hat Erwin Tinhof die Zusammensetzung des Feuersteig etwas geändert, jetzt ist St. Laurent das Rückgrat der Cuvee. Was wir im Glas hatten, gab dem Winzer für diese Entscheidung mehr als Recht, das war ganz großes Kino. Tiefdunkles intensives Rot mit fast schwarzen Einsprengseln. Dicht, cremig, samtiges Tannin, mundfüllend und lang. Intensive Frucht, dunkle Kirsche, Waldbeeren aufgefangen durch eine fast schon kühle Mineralik. Klasse!

Als nächstes kamen zwei Weine neben dem regulären Programm, ein Blick zurück und ein Blick in die Zukunft. Zuerst aus dem Privatkeller von Erwin Tinhof sein 2000er Feuersteig, hier eben noch die Blaufränkisch geprägte Cuvee. Jetzt wunderschön mürbe, gereifte Tannine, würzig, eine feine Säure und vornehme Frucht, rote Beeren, rote Kirschen. Nicht mehr der jugendliche Kraftprotz, sondern schon ein distinguierter älterer Herr. Zeigt wiederum das große Potential der Weine von Tinhof.

Danach ein Blick in die Zukunft, der Leithaberg rot 2005. Noch reift der Wein im Fass im Keller, Erwin hat extra für uns zwei Flaschen vorab gefüllt, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen. Natürlich ist dieser Wein noch nicht „fertig“, aber er zeigt doch schon alle Anlagen zum großen Wein. Perfekt durchstrukturiert, eleganter Charakter, festes Säurerückgrat, das ihm sicher viele Jahre Entwicklungszeit ermöglicht, feinkörnige und reife Tannine, natürlich jetzt noch etwas vorstehend, aber schon in einem halben Jahr, wenn er auf den Markt kommt, wird das eingebunden sein. Das könnte ein ganz großer Wurf für Erwin Tinhof werden, einige Mitkoster haben schon nachgefragt, ob wir den Wein bei K&M auch haben werden? Wir werden! So einen Wein können wir uns doch gar nicht entgehen lassen!

Zum Abschluss der Roten folgte noch der Topwein von Erwin, seine Gloriette. Wie diese ein Ort der Muße, Kontemplation und der Kunstfreude war, ist heute dieser Wein Genuss pur, ein Wein in den man sich verlieren kann. Da ist einfach alles da, nichts Aufgesetztes, Gewolltes. Komplexes Geschmacksbild, nachhaltige Struktur, große Tiefe und Länge, jetzt in der Jugend auch noch ein wenig adstringierend herb im Mund, die Frucht ein klein wenig verschlossen, aber dieser Wein steht erst ganz am Anfang seines Weinlebens. Lassen wir ihm schlicht noch ein paar Jährchen zur Reife, der dann kommende Genuss wird es uns lohnen, ganz sicher ein würdiger Abschluss und Höhepunkt der trockenen Weine und der Rotweine.

Jetzt fehlte nur noch das Zuckerl auf den Abend und das folgte mit der 2002er Beerenauslese. Die Region um den Neusiedlersee gehört sicher zu den ganz großen Süßweinregionen, ähnlich wie Tokay in Ungarn oder Sauternes in Frankreich. Durch die Edelfäule Botritis einkonzentrierte, rosinierte Beeren ergeben Süßweine, die für die Ewigkeit gemacht sind, die aber auch in der Jugend ob ihrer Opulenz und Fruchtsüße große Geschmackserlebnisse erleben lassen. Hier ein Spiel von Frucht, getrocknete Marillen aber auch etwas Lagerapfel, und eleganter Säure. Kraft und Finesse ergeben ein fast perfektes Weinerlebnis, man könnte noch Stunden nachriechen und nachschmecken. Lecker auch zu den Marillenknödeln.

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Auch dieser Besuch von Erwin Tinhof hat uns wieder viel Freude gebracht, seine freundlich, sympathische Art, noch mehr die wieder begeisternden Weine, ließen den Abend zu einem reinen Genuss für alle werden. Wir, und ich denke, wir können da für alle Anwesenden sprechen, danken Erwin für diesen schönen Abend!

Rezept der Marillenknödel für 4 Personen

100 g getrocknete Aprikosen
etwas Zucker
150 g Hefezopf vom Vortag
1 Vanilleschote
60 g Butter
65 g Puderzucker
3 Eigelb
500 g Schichtkäse
1 EL Speisestärke
2 EL Rum
1 Msp abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz

Die getrockneten Aprikosen in einen Topf mit Zuckerwasser geben, so dass sie gut bedeckt sind und aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen und ca. 1 Stunde ziehen lassen. Den Hefezopf zu Bröseln zerreiben. Die Vanille längs aufschneiden und das Mark herausstreichen. 30 g Butter mit 40 g Puderzucker und Eigelbe mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.
Den Schichtkäse gut ausdrücken. Die Stärke mit dem Rum (oder Wasser) anrühren und mit 100 g Hefezopfbröseln, der Zitronenschale, Vanillemark, Salz und dem Schichtkäse zur schaumig gerührten Masse geben und alles miteinander gut durchkneten.
Die eingeweichten und abgetropften Aprikosen jeweils mit etwas Teig umgeben und zu Knödeln formen. Diese in gezuckertem Wasser ca. 10 Minuten pochieren. Herausnehmen und abtropfen lassen.
In der Zwischenzeit restliche Brösel mit 25 g Puderzucker mischen, in eine Pfanne geben und schwenken bis der Zucker karamellisiert und die Brösel braun werden. Restliche Butter untermischen und schmelzen lassen. Die Knödel anrichten, die Butter-Brösel darüber gießen und servieren. (Quelle: Vincent Klink)

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Entdeckung Gault Millau 2007 Hans-Peter Ziereisen zu Gast bei K&M Gutsweine

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 15 Januar 2007

Entdeckung des Jahres 2007 im Gault-Millau zu Gast bei K&M Gutsweine in Frankfurt

Am 08.12.2006 besuchte uns Hans-Peter Ziereisen und wir konnten einige seiner Spätburgunder mit ihm gemeinsam verkosten. Seine Erklärungen zu den Weinen waren natürlich im schönsten alemannisch, was es manchmal nicht ganz einfach machte, ihm zu folgen, gerade wenn die Begeisterung mit ihm durchging und er das Sprechtempo leicht forcierte. Aber zum allergrößten Teil war es nicht wirklich ein Problem, dafür um so authentischer.

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Nach den Schieferterrassen und den Schieferterrassen alte Reben aus 2005 von Reinhard Löwenstein gab es erst einmal zum neutralisieren und als Begleitung zu unserem kleinen, hausgemachten Buffet seinen „kleinen“ Gutedel „Heugumber“. Und dieser sympathische Alltagswein konnte spätestens nach dem zweiten Schluck durchaus nach den Löwensteinschen Kraftpaketen durchaus überzeugen! Für mich immer wieder begeisternd. Unkompliziert, ohne banal zu sein, ein perfekter Wein für alle Tage und auch zum Essen wunderbar.

Dann aber ging es los mit den Spätburgundern:

2005 Spätburgunder unfiltriert
Sein kleiner, ausgebaut im großen Holzfass, übrigens alte gebrauchte Fässer, die er in der Schweiz bekommen hat, über 100 Jahre alt und tiptop!
Wunderbar animierende Rotfruchtigkeit, Kirsche, getragen von einer eleganten Säure und einem festen Tanningerüst, nachhaltig, würzig. Schon seinen „einfachen“ SB läßt Hans-Peter 5 Wochen auf der Hefe.

2004 Spätburgunder Tschuppen
7 Wochen an der Maische (!) und dann 20 Monate Ausbau im gebrauchten Holz. Noch etwas von der Säure geprägt, aber was für eine klare, elegante Frucht. Rote Johannisbeeren, aber auch etwas Brombeeren und Weichseln. Wer keine Angst vor Säure hat, wird diesen Wein auch jetzt schon pur lieben, seine Klarheit ist einfach genial. Wer mit der Säure ein wenig Probleme hat, sollte etwas dazu Essen oder den Wein einfach noch 4 bis 6 Jahre liegen lassen.
Von den 2004ern ist der Tschuppen aktuell der Lieblingswein von Hans-Peter Ziereisen.

2004 Spätburgunder Jaspis alte Reben
„Ein Wein, auch gemacht um Degustationen zu gewinnen“, gab Hans-Peter selbst zu. Ein echter Powertropfen. 100% neues Holz. Die Jaspis-Weine werden nur in Jahren gemacht, wo außergewöhnliche Traubenqualität gelesen werden konnte.

Natürlich noch neues Holz spür- und schmeckbar, aber doch schon erstaunlich integriert. Tolle Frucht, perfekte Struktur, dicht, fest, dabei immer noch typisch Pinot Noir, immer noch viel Eleganz. Das ist schon große Rotweinkunst und nicht zu unrecht beim Spätburgunderpreis ganz vorn.

Danach gab es etwas ganz anderes, Syrah aus Südbaden. Der zweite Rotwein aus Deutschland der in der Jahresbestenliste (Best wines of the world) von Jancis Robinson genannt wird, nach dem Frühburgunder von Paul Fürst!

Aufgenommen in die Masterpiece-Serie in London!
2004 Syrah Gestad
Enorm pfeffriger Syrah, dunkle Waldbeeren, absolut an der nördlichen Rhone orientiert aber doch auch keine plumpe Kopie. Durchzogen von einer spannenden Mineralik. Von vielen spontan als bester Wein der Probe genannt.

Nach dem Syrah gab es noch einen kleinen Ausblick in die Zukunft:

2005 Spätburgunder Schulen (Fassprobe) :Absolut im Rohzustand, noch ohne jeglichen Schwefel. Fast 9 Wochen auf der Maische (!!!) Was für eine Säure! Aber Hans-Peter meinte nur, keine Angst vor Säure beim Pinot Noir. Aus seiner Sicht etwas, was die deutschen Winzer noch lernen müssen, in der Jugend müssen die P.N. einfach noch von der Säure geprägt sein. Wer junge Burgunder schon verkostet hat, weiß worum es geht.

Glasklare Frucht, laserartig fokussiert, rote Beeren. Wie schon gesagt noch komplett unfertig, aber 2005 wird Hans-Peter eine grandiose Kollektion abliefern! Was man hier schon in Ansätzen erschmecken konnte, wird das eine der ganz großen deutschen Rotweinkollektionen werden! Im Prinzip sollte man sich heute schon seine Menge reservieren!

Viele interessierte Teilnehmer sorgten für ein “ausverkauftes Haus”

Schade dass Hans-Peter Ziereisen schon am selben Abend zurück nach Efringen-Kirchen musste, aber natürlich wartete schon wieder Arbeit auf ihn. Aber eines ist klar, zur Präsentation seiner 2005er werden wir alles versuchen ihn wieder in Frankfurt zu haben. Auf ein neues und wieder solch einen unprätentiösen Abend mit absoluten Topweinen!

Wir können nur Danke sagen! Zu einem enorm sympathischen Winzer und Menschen!

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Gault-Millau Entdeckung Hanspeter Ziereisen am 08.12.2006 zu Gast bei K&M Gutsweine Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Sonntag, 19 November 2006

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Weinfreunde,

für uns nicht überraschend, denn wir kennen die Weine von Hanspeter Ziereisen schon recht lange, hat nun auch der Gault-Millau Weinguide, Deutschlands Printweinführer Nr.1, die Leistungen unseres Winzers aus dem badischen Efringen-Kirchen entsprechend gewürdigt und feiert ihn in dem heute erschienenen Weinführer als „Entdeckung des Jahres.“

„Er überzeugte mit einer Kollektion, die ihm auf Anhieb zwei Trauben bescherte und steht stellvertretend für die grossen Fortschritte, die das Markgräfler Land in den letzten Jahren gemacht hat. Seine Spätburgunder sind ausgezeichnet, seine Gutedel im besten Sinne eigenwillig“, wissen die Herausgeber des Gault Millau WeinGuide, Armin Diel und Joel Payne.

Das Verkosterteam probierte für die 14. Ausgabe des „Gault Millau Weinguide“ Weißweine des Jahrgangs 2005 und Rotweine des Jahrgangs 2004 aus den deutschen Weinbaugebieten. Auf fast 900 Seiten listeten sie 554 Betriebe mit mindestens einer von möglichen fünf Trauben als Bewertungssymbolen auf. Darüber wurden 270 Betriebe als empfehlenswert eingestuft und 7100 Weine namentlich erwähnt.

Und nun unsere Überraschung für Sie: (UHRZEIT BEACHTEN)

Am Freitag, den 08.12.2006 ab 18:30 Uhr wird Ihnen Hanspeter Ziereisen seine Weine persönlich vorstellen.

Neben seinem tollen Basis-Spätburgunder „unfiltriert“ wird er als besonderes Highlight neben seinen 2004er Lagen-Spätburgundern „Tschuppen“, „Schulen“ und „Rhini“ (2.Platz beim Deutschen Rotweinpreis 2006) auch erstmals seinen 2004er Syrah „Gestaad“ präsentieren.

Natürlich bekommen Sie auch den „eigenwilligen“ 2005er Gutedel „Heugumber“ zu probieren, der schon eine große Fangemeinde bei uns gefunden hat. Gerade auch zur bevorstehenden Fonduezeit dank seiner leichten Art vorzüglich geeignet.

Aber damit nicht genug.

Von einem der besten Rieslingerzeuger Deutschlands, Reinhard Heymann-Löwenstein , werden wir Ihnen einige seine vom Schiefer geprägten Rieslinge aus der hochgelobten, aktuellen Kollektion 2005 vorstellen.
Schieferterrassen Riesling, Schieferterrassen Riesling „Alte Reben“ usw.

Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen und genußvollen Abend der Sonderklasse mit Weinen zweier deutscher Spitzenwinzer!

Wie immer wird es dazu wieder allerlei selbstzubereitete Köstlichkeiten aus unserer GutsWeinKüche geben.

Kostenbeitrag: € 25,00 all inclusive
Bei Interesse empfehlen wir schnellstens verbindlich verbindlich zu reservieren, da wir nur begrenzt Platz haben.
Anmeldungen per Mail unter info@gutsweine.com , Telefon (069 – 7171-3430) oder direkt im Laden.

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Für unsere Gutsweinprobe „Best of K&M – die Highlights des Jahres“ am Freitag, den 24.11.2006 ab 19:30 UHR sind gerade mal noch 7 Plätze frei.

Zur Verkostung kommen u.a. folgende Weine:

weiß:

Champagner brut Carte d´Or von Drappier
2005 Riesling Röttgen Heymann-Löwenstein
2004 LEITHABERG Tinhof (Falstaff-Burgunder-Trophy-Sieger 2006)

rot:

2000 Brunello „Vigna Spuntali“ Tenimenti Angelini(3 Glaser Gambero Rosso)
2003 Passadouro Reserve Quinta do Passadouro
2001 Barolo „Argante“ Ca Radice

edelsüß:

2001 Weißburgunder Trockenbeerenauslese Tinhof/Burgenland 95/100 Pkt. Wein-Plus.de

und noch weitere Highflyer aus unserem Sortiment.

Auch hier gilt: wer zuerst kommt, malt zuerst.

Wie immer wird es dazu wieder allerlei selbstzubereitete Köstlichkeiten aus unserer GutsWeinKüche geben.
Kostenbeitrag: € 40,00 all inclusive
Bei Interesse empfehlen wir schnellstens verbindlich zu reservieren, da wir nur begrenzt Platz haben.

Anmeldungen per Mail unter info@gutsweine.com , Telefon (069 – 7171-3430) oder direkt im Laden.

Herzlichst

Bernd Klingenbrunn & Armin Maurer

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K&M Gutsweinprobe mit Thomas Herter von Château Segonzac

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 17 November 2006

Am Donnerstag, den 09.11.06 besuchte uns unser Bordelaiser Winzer, Thomas Herter von Château Segonzac aus der Premieres Cotes de Blaye in unserem Weinladen in der Hamburger Allee 37 und präsentierte uns seine Weine vom rechten Ufer der Gironde.

Thomas Herter konnte mit seinem bescheidenen und freundlichen Auftreten die anwesenden Weinfreunde sehr gut erreichen. Ihm war es auch wichtig zu zeigen, dass Bordeaux eben nicht nur die paar Premier Crus und Super-Seconds sind, die durch immer unrealistischere Preise auffallen.

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Thomas Herter (im blauen Hemd) stand (und saß auch mal) Rede und Antwort!

Für kleine unabhängige Winzer wie ihn, sind die bekannten Namen keine Zugpferde mehr, sondern eher Stolpersteine, da viele Verbraucher Bordeaux nur noch als teuer warnehmen. Mit seinen Weinen konnte Thomas Herter an diesem Abend aber eindrücklich zeigen, dass Bordeaux auch absolut authentischer und hochklassiger Weingenuss zu wirklich fairen Preisen sein kann!

Fairer Umgang war allgemein ein ganz wichtiger Terminus für diesen sympathischen Winzer. So erzählte er, dass er für den auch an diesem Abend verkosteten Top-Wein “Heritage 2000″ – nachdem der wichtigste französichische Weinführer Guide Hachette ihm die höchste Auszeichnung “drei Sterne” verliehen hatte und ihn noch dazu als besten Wein der Appellation mit dem Coup de Coeur auszeichnete, eine explodierende Nachfrage einsetzte.

Viele Anrufer waren damals sehr überrascht, dass er trotz dieser hohen Auszeichnung seine Preise nicht erhöht hat. Seine Aussage war nur, „meine Weine sind fair kalkuliert, unsere Kunden sollen Weingenuss zu nachvollziehbaren Preisen erleben können, unsere Weine sind nach dem Aufwand kalkuliert, den wir betreiben und der ist ja nicht gering, sie sollen aber keine Spekulationsobjekte sein und auch nicht werden.“

Eine Haltung, die wir von K&M sehr gerne hören, denn unsere Weine sollen Spaß machen, Genuss bieten, Qualität und Individualität zeigen und unsere Preise spiegeln diese Qualität und nicht ein „Etikett“, einen „Namen“ wieder!

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Gespannt hört man den Ausführungen zu, einigen schmeckt´s auch so!

Einmal verschiedene Jahrgänge eines Weinguts, eines Weins kennenzulernen und miteinander zu verkosten, war für viele Teilnehmer dieses Abends eine bemerkenswerte Sache. Der ein oder andere bedauerte es zwar, dass die älteren Jahrgänge natürlich nicht mehr erhältlich waren, gerade der oben schon erwähnte 2000er Heritage konnte an diesem Abend viel Begeisterung ernten, trotzdem war es lehrreich, einmal selbst zu schmecken, wie sich ein Wein mit Reife entwickelt.

Zum Abschluss jeder Verkostungsrunde (der drei verschiedenen Weine des Weinguts) gab es dann auch jeweils eine Kostprobe auf die Zukunft, sprich eine Fassprobe der 2005er Weine. Ein Jahrgang, der sicher zu den besten im Bordelais gehört und ganz große, lagerfähige Weine bringen wird.

Interessant war auch zu erfahren, dass die Qualitätsbezeichnung „Cru Bourgeois“ keine Erfindung des Medoc war, sondern die ersten „ausgezeichneten bürgerlichen“ Weine aus der Region Blaye stammten, deshalb konnte man sich auch in einem Gerichtsprozeß gegen die Regionen Medoc und Haut-Medoc durchsetzten und darf weiterhin die Bezeichnung „Cru Bourgeois“ tragen, was die beiden Regionen von der linken Seite der Gironde den Winzern aus Blaye verbieten wollten.

Thomas Herter erzählte uns auch, dass sich junge, qualitätsorientierte Erzeuger in der Region Blaye wieder stärker auf dieses Qualitätserbe der eigenen „Cru Bourgeois“ besinnen wollen. Nach einer strikten Qualitätskontrolle sollen auch neue Weingüter zu den aktuell nur noch 12 klassischen Crus Bourgeois Weingütern kommen, um dann als schlagkräftige, der Qualität verpflichtete Gruppe, die sehr guten Weine der Region wieder bekannter zu machen. Auch hier spielt das Chateau Segonzac und die Winzerfamilie Marmet-Herter eine wichtige Rolle. Denn natürlich weiß Thomas Herter, dass nicht nur die Qualität der eigenen Weine wichtig ist, nein auch das Image der Region ist wichtig, um Weinfreunde überhaupt auf die Tropfen aufmerksam werden.

Nach 11 Weinen und einem kurzweiligen, spannenden und lehrreichen Abend, den Thomas Herter sehr sympathisch und unprätentiös gestaltete, erfreuten sich die anwesenden Weinfreunde zum Abschluß des wieder vielgelobten Buffets an hausgemachten Lebkuchenknödeln auf einem Bett von Orangen-Kumquat-Kompott.

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Dazu gab es einen 10jährigen Maury von der Domaine Mas Amiel aus dem Rousillion. Ein Süßwein (vin doux naturell), der ähnlich dem Tawny-Port 10 Jahre im Holzfass reift und mit seinen würzigen und fruchtigen Aromen wunderbar zu den Lebkuchenknödeln passte, die wir aus Elisenlebkuchen von unserer ganz der Tradition verpflichtet, handwerklich arbeitenden Lebküchnerei Mirus aus Nürnberg herstellten!

Die Bilder des Buffet:

Marinierte Zucchini mit Koriander und rotem Pfeffer
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Zucchini-Apfelragout mit Apfelbalsam und Kräutern
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Büffelmozzarella mit Romatomaten und Pesto Genovese
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Warmes, rosa gebratenes Roastbeef (im Niedertemperaturverfahren gegart) mit Gratin-Kartoffeln (nicht im Bild)
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Quiche mit Kürbis und Pilzen
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Marinierte Paprika in Olivenöl und Parmesan mit Fleur de Sel
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Lauwarmes Aubergine-Zwiebel-Tomaten-Gemüse
Auberinen-Gemüse

Dazu ohne Bild diverse französische Rohmilchkäse

Verkostungsliste GutsWeinProbe 09.11. 2006

Weißwein/Apero:

2005 Sauvignon blanc – Tourraine AOC
Vignobles des Bois Vaudons (Merieau) – Loire/Frankreich

Was uns an diesem Sauvignon blanc so besonders gefällt, ist die Kombination aus festem, fast schon stofflig-dreidimensionalem Mundgefühl und seiner eleganten Frucht. Neben den frischen grünen Aromen, finden wir hier auch reife exotische Früchte wie Mango und Maracuja. Das ganze wird von einer feinen Mineralik und einer eleganten Säure getragen. Ein Sauvignon blanc der seinen bekannteren Brüdern aus Sancerre und Pouilly Fume sicher nicht nachsteht zu einem halb so hohen Preis!

Chateau Segonzac:

2003 Chateau Segonzac Tradition – 1eres Cotes de Blaye
1999 Chateau Segonzac Tradition – 1eres Cotes de Blaye
2005 Chateau Segonzac Tradition – 1eres Cotes de Blaye (Faßprobe) ab 2007 bei K&M Gutsweine verfügbar

2004 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye
** im Guide Hachette, Gold in Bordeaux
2003 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye
1995 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye
2005 Ch. Segonzac Vieilles Vignes – 1eres Cotes de Blaye (Faßprobe) ab 2007 bei K&M Gutsweine

2003 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur
Großes Gold in Brüssel, Decanter World Wine Award 2006

2000 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur
*** im Guide Hachette und Coup de Cœur (Lieblingswein)

1999 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur

2005 Ch. Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur (Faßmuster) ab 2007 bei K&M Gutsweine
Bester Cru Bourgeois bei der Primeurverkostung Bordeaux

Zum Abschluss und zur Entspannung nach diesem schönen, aber auch anstrengenden Abend, gönnten wir uns zusammen mit Thomas Herter noch ein Fläschchen Champagner, ein genussvolles Ende dieses schönen Abends mit unserer Winzer aus dem Bordelais!

Fortsetzung im Jahr 2007, und zwar am 08.11.2007. Dann wird uns Thomas Herter wieder besuchen!

Chateau Segonzac – Premieres Cotes de Blaye (Bordeaux)
Die Lage:

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Chateau Segonzac liegt etwa 50 km nördlich von Bordeaux, gegenüber von St. Julien auf der rechten Seite der Gironde. Die Appellation nennt sich Premieres Cotes de Blaye und liegt neben der berühmten Appellation Pomerol. Das Wasser des Mündungsdelta und der Atlantik bestimmen das milde Klima welches den Trauben eine lange Reifephase bietet, die eine hohe Anreicherung von Aromen in den Trauben erlaubt. Der Boden ist eher schwer, lehmig und kalkhaltig, dies führt zu kräftigen Rotweinen, wobei Thomas Herter beim Ausbau immer auch die Harmonie seiner Weine am Herzen liegt.

In heißen, trockenen Jahren wie z.B. 2003, ist die Lage am Wasser ideal, da auch in solchen Sommern den Reben ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, was gerade für das Ausreifen der Tannine sehr wichtig ist!

Die Geschichte:
Das Chateau wurde 1887 von Jean Dupuy gegründet, welcher später Agrarminister (von 1889 bis 1903) in Paris war. Seit damals besitzt das Weingut die Klassifikation als „Cru Bourgeois“, was die Qualität des Terroirs und der Weine zeigt.

Im Jahr 1990 erwarb Jacques Marmet das Weingut und veranlasste alle nötigen Modernisierungen im Keller und den Weinbergen. Seit dem Jahr 2000 leiten dessen Tochter Charlotte Herter-Marmet und ihr Mann Thomas Herter die Geschicke des Weinguts. Mit dem Schweizer Thomas Herter erfuhr das Weingut einen weiteren Aufschwung, was sich in den sehr guten Platzierungen bei vielen internationalen Verkostungen zeigt.

Die Reben
Wie bei den meisten Chateaus auf der rechten Gironde-Seite ist auch auf Segonzac die Merlot die Hauptrebe, ca. 54% der Rebgärten sind mit ihr bestockt. Daneben gibt es noch 30% Cabernet Sauvignon, 10% Malbec (auch Cot genannt), 3% Cabernet Franc und 3% Petit Verdot.
Die Merlot gibt den Weinen die weiche, runde Art, ihre Frucht erinnert an Kirsche, dunkle Waldbeeren und Zwetschge. Cabernet Sauvignon ist für das Rückgrat und den Körper verantwortlich, mit Frucht nach Brombeere und Cassis. Malbec gibt den Weinen Weichheit und Frucht, dunkle Waldbeeren.

Die Bereitung der Weine

Sortieren der Trauben vor dem Maischen auf dem Weingut, langsame Gärung auf der Maische für ca. 21 Tage um eine möglichst gute Auslösung der Aromen und der Farb- und Gerbstoffe zu erreichen. Ausbau für fast zwei Jahre in Edelstahl um eine möglichst frische und volle Frucht zu erhalten. Der Tradition eignet sich vorzüglich als unkomplizierter Essensbegleiter.

Chateau Segonzac Vieilles Vignes Cru Bourgeois – 1eres Cotes de Blaye
Dieser Wein stammt von den ältesten Reben des Weinguts, ca. 45 bis 55 Jahre alt, Handlese und zweite Selektion vor dem Einmaischen, langsame Gärung für ca. 21 Tage, danach Ausbau in Barrique-Fässern, davon ca. 1/3 neues Holz für 12 Monate, für weitere ca. 12 Monate Reifung in der Flasche auf dem Weingut. Der Vieilles Vignes gehört sicher zu den sehr guten Weinen aus Bordeaux, was er jetzt wieder bei der großen Bordeaux-Selektion (100 Bordeaux) bewiesen hat, wo der 2003er als der Bankettwein für das große Gala-Dinner im Münchner Hotel Vierjahreszeiten von der Jury um Sommelier-Weltmeister Markus del Monego ausgewählt wurde! Großer Bordeaux zu einem phantastischen Preis-Genuss-Verhältnis!

Chateau Segonzac Heritage – Bordeaux Superieur
Selektion der besten Weine des Chateau, ein Wein, der durch seine Tiefe und Struktur das ganze Erbe des großartigen Terroir von Segonzac widerspiegeln soll! Ausbau zu 100% in neuen Barriques für 18 Monate.

Dessert:
o.Jg. Maury 10 years – Mas Amiel – Maury (Rousillon)/Frankreich
Intensiver Duft von Backpflaumen, Nüssen, Kaffee, Balsamico und Orangenschale, kandierten Früchten und Kakao. Im Mund enorm komplex und lang anhaltende Aromatik nach Trockenfrüchten.

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Portugal – von traditionellen Portweinen & innovativen Rotweinen

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 31 Oktober 2006

Portugal gilt als das spannendste Weinland Europas, macht mit einer jungen, gut ausgebildeten Winzergeneration und einem großen Schatz autochthoner (ursprünglich hier heimischer) Rebsorten wie Touriga National, Tinta Roriz, Periquita etc., in den letzten Jahren international Furore.

Auf unserer GutsWeinProbe am 27.10.2006 konnten sich die Teilnehmer von den gebotenen Qualitäten persönlich überzeugen. Dazu gab es wie immer ein zum Thema passendes, selbstbereitetes Buffet mit allerlei Köstlichkeiten der portugiesischen Küche, wie z.B.:

® Baguette mit einer Paté von schwarzen Oliven (aus unserem Feinkostsortiment)
® Caldo Verde – DIE portugiesische Nationalsuppe
® Empadinha de atum (Thunfischtorte)
® Fava e funcho (dicke Bohnen mit Fenchel)
® Rissois – Teigtaschen mit Krabbenfüllung
® Queijadas de Requeijao (kleine Käsetartes)
® Bolinhos de Bacalhau (Stockfischkroketten)
® Frango á moda do alentejana (Huhn mit Kartoffeln & Knoblauch)

Frango á moda do alentejana

® Diverse portugiesische Rohmilchkäse
® Paio & Paiola & chouriço (portugiesische Wurst)
® Mousse de chocolate con molho de figos
® Brot, diverse Sugos aus unserem Sortiment zum Dippen

Die Weine der Probe

Weißwein:
2005 Vinho Verde Casa de Sezim
Casa de Sezim – Minho/Portugal
Leicht, etwas Gärkohlensäure, Blütennoten, Zitrusfrüchte, erfrischend, einfach DER ideale Sommerwein mit nur 9,0%Vol. Alkohol, gerade bei Sommerwetter auf Terrasse und Balkon, aber nicht nur da, ein echter Vorteil.

Rotwein:
2004er Terras de Xisto tinto
Quinta Roquevale – Alentejo/Portugal
Aragonez (Tempranillo), Trincadera, Moreto und Castelao sind die Trauben dieses Weines vom Schieferboden. Die Frucht erinnert an saftige, reife Sauerkirschen, dazu Mandeln und feine Schiefermineralik.

2004er „Forgotten Field“ VR Estremadura
Quinta de Pancas – Estremadura/Portugal
Cuvée aus Castelao, Aragonez, Touriga Nacional sowie etwas Cabernet Sauvignon,. Die Antwort auf „Neue-Welt-Weine“, harmonischer, geschmeidiger Wein. Sehr fruchtig, angenehme Kirschnote. Kein lecht-fruchtiger Sommerwein, sondern das Pendant mit intensiven Aromen, wunderbar zu gegrilltem Lamm!

2005er Dao tinto DOC
Quinta de Saes – Dao/Portugal
Cuvée aus den traditionellen Rebsorten der Region. Fruchtig, aromatisch, mit sehr viel Volumen. Feinwürzige Aromen von schwarzen, reifen Waldfrüchten prägen den Wein.

2003er Passadouro tinto DOC
Quinta do Passadouro – Douro/Portugal
Die typischen Reben des Douro, Touriga Nacional, Tinta Barroca, Tinta Roriz, zum Teil aus alten Anlagen, geben dem Passadouro die perfekte Balance aus Kraft und Eleganz! Wir schmecken Kräutertöne und würzige Aromen, dazu die kühle Mineralik des Schieferterroirs. Die Frucht erinnert an dunkle Beeren, auch etwas Schwarzkirsche, sehr elegant, im Abgang auch Noten von gemahlenem Kaffee und edler Bitterschokolade! Grandios!

Portwein:
o.Jg. Fine White Port
Quinta Sta. Eufemia – Douro/Portugal
Wunderbar ausgewogener, feiner, weißer Port, elegante Traubenfrucht, weinig. Gekühlt ein schöner Aperitiv, aber auch mit Eis, Tonicwater und einem Spritzer Zitrone sehr erfrischend.

o.Jg. Ruby Port
Quinta Romaneira – Douro/Portugal
Begeistert mit einer schönen, üppigen, süßen Frucht, erinnert an Kirsche und feines Zwetschgenkompott, sehr schön nachhaltig.

o.Jg. Finest Reserve Port
Quinta Sta. Eufemia – Douro/Portugal
Kellermeister-Selektion aus verschiedenen LBV-Jahrgängen, nachhaltig dichte Frucht, feinwürzige Reifenoten, ausgebaut in kleinen Holzfässern, sehr schöne Länge, Meditationswein, dem man wunderbar „Hinterherschmecken“ kann.

2000 Late Bottled Vintage LBV Port
Quinta Sta. Eufemia – Douro/Portugal
Die Quinta Sta. Eufemia erzeugt erst seit den späten 1990er Jahren eigene Portweine, im exzellenten Jahr 2000 wollte man auf Nummer sicher gehen, machte keinen Vintage, dafür einen exzellenten LBV, sicher einer der besten des Jahrgangs. Nur beste Trauben aus den höchstklassifizierten Lagen des Weinguts. Zeigt eine enorme Dichte und zupackende Konzentration, ein echtes Elixir, die Farbe intensiv, ins tiefdunkel violette gehend, die Frucht erinnert an reife Feige, Pflaume, dazu feine Mandelnoten, einfach grandios und als LBV jetzt schon ein echter Genuss!

1997 Vintage Port (halbe Flasche 0,375 ltr.)
Quinta Romaneira – Douro/Portugal
Vintage Port sind die Könige des Port. Mit seinen kühlen, mineralischen Noten vom Schiefergestein (Portweinlagen im Douro MÜSSEN Schieferterroir sein!), vereinen sie Konzentration und Eleganz. Auch 1997 war ein sehr gutes Vintage-Jahr, fast alle großen Häuser erzeugen Vintage-Port unter ihrem eigenen Namen. Natürlich ist dieser Vintage-Port mit 9 Jahren noch relativ jung, zeigt aber bereits erste Genussreife. Wunderbar stoffige Frucht, sehr transparent und klar, dicht am Gaumen mit schönem Druck, zum Abgang hin auch ganz feine würzige Noten, Gewürznelken. Mit einer fast unendlichen Länge im Abgang.

Informationen zu Portugals Weinschätzen:

Portugal gilt als eines der Länder mit dem höchsten Anteil eigener, autochtoner Rebsorten, die man sonst nirgends auf der Welt finden kann. Mit dem gestiegenen Interesse an den authochtonen Rebsorten in der Weinwelt allgemein, ist gerade Portugal in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Weinwelt getreten. Manche Schätzungen gehen von 300 eigenständigen Rebsorten aus, manche von 500. Schon erstaunlich viel, stammen diese ja nicht aus Zucht oder Veredelung, sondern zumindest zum aller größten Teil aus einer Selektion vor Ort, der Anpassung an die unterschiedlichen Böden, Klimate usw., sprich an das jeweilige Terroir.

Dass Portugal diese große Varietät aufweist, liegt eben auch an der enormen Vielfalt des Landes!
Erst vor dem Beitritt und mit dem Beitritt zur EU, begann in Portugal eine verstärkte Forschung bezüglich der unterschiedlichen Sorten, auch der rebsortenreine Anbau begann erst zu dieser Zeit. Rebsortenweine stammen also fast immer aus noch recht jungen Anlagen. Diese rebsortenreinen Weine, engl. Varietals, portug. Vinhos Varietais oder Vinhos Estremes, waren gerade ein Trend in den 1990ern, auch weil man überhaupt das Potential der einzelnen Sorten erst einmal erkennen wollte.

Heute geht man eher wieder zurück zu Cuvees aus verschiedenen Sorten. Trotz der großen Menge an Rebsorten und der bis heute noch immer sehr beschränkten Erforschung der selben, lassen sich doch schon ein paar nennen, die wohl zu den besten eigenen Sorten Portugals gehören. und die mittlerweile sogar international Aufmerksamkeit bekommen haben und auch außerhalb von Portugal angepflanzt werden. Hier die wichtigsten:

Weiße Sorten:
Alvarinho: dickschalige Sorte mit wenig Saftanteil, gilt als die edelste Sorte des Vinho Verde und allgemein des nördlichen Minho-Gebiets, wird heute auch rebsortenrein angeboten und findet sich auch im Nordwesten Spaniens, dort als Albarinho.

Arinto: wichtigste Sorte des weißen Bucelas-Wein, der schon von Shakespeare gelobt wurde, zwar nicht mit dem Riesling verwandt aber doch ähnlich, mit einer pikanten Säure. Kann sehr langlebige Weißweine ergeben.

Encruzado: die wichtigste weiße Sorte des Dao. Zeigt zwar nur geringe Erträge, aber hohe Qualitäten. Ergibt komplexe, eher kräftige Weißweine, die im Barrique (kleines 225 ltr. Fass) ausgebaut, durchaus mit guten 1er Crus und Grand Crus aus dem Burgund konkurrieren können.

Loureiro: erst in den letzten Jahren in den Fokus gelangte Vinho Verde-Sorte, zeigt sich fein und duftig, mit eleganten Muscattönen.

Sercial: Spezialität auf Madeira, gehört als trockener Rebsorten-Madeira zu den edelsten Weißweinen der Welt!

Rote Sorten:
Aragonez: auch Tinta Roriz genannt, entspricht als eine der ganz wenigen Sorten einer auch in Spanien beheimateten Edelrebsorte, dort Tempranillo genannt. Gilt als beste Sorte des Alentejo, aber auch im Douro- und Dao-Gebiet ergibt sie gute Ergebnisse, eine der 5 wichtigen Portweinsorten.

Tinta Barroca: ergibt tiefdunkle, süße Beeren, eine der 5 wichtigsten Portweinsorten, wird als Rotwein eher in Cuvees verwendet.

Tinto Cao: eher würzig, Kräuter, zeigt eine feste Säure, kann wegen dieser Säure Cuvees ein festes Rückgrat verleihen, seltener rebsortenrein verwendet. (Portweinsorte)

Touriga Frances: die am meisten angebaute Sorte im Douro (Portwein), zeigt schöne Frucht nach Brombeere, Schwarzkirsche, kann feinnervige, gute Rotweine ergeben. Heute auch im Alenquer und Alentejo verbreitet.

Touriga Nacional: seit dem 13. Jh. bekannt, vielleicht DIE rote Rebe Portugals und ganz sicher eine der besten Reben der Welt! Kleinbeerig, dickschalig, sehr geringe Erträge, tiefdunkel, zeigt enorm ausbalancierte Rotweine, die alles mitbringen, was man sich wünscht, Tiefe, Komplexität, Potential, wunderbar feinkörniges Tannin, grandios.

Baga: hauptsächlich angebaut in der Bairrada, erinnert wegen ihrer dezidierten Säure, den festen Tanninen und dem großen Reifevermögen der Weine aus dieser Traube an die besten Nebbiolo (Barolo) des Piemont. Es gibt auch sehr interessante Sekte aus der Baga.

Castelao: zeigt gute Erträge, ergibt geschmackvolle, feinfruchtige Rotweine, die Komplexität und elegante Tannine zeigen können, noch etwas unterschätzt.

Periquita: mit eine der meistangebauten Sorten, vor allem im Westen (Estremadura und Ribatejo) und im Alentejo. Zeigt eine schöne Frucht nach roten Beeren und Kirsche, dazu eine feinwürzige Art, die in der Jugend oder bei höheren Erträgen ein wenig penetrant wirken kann.

Trincadeira: die Hauptsorte des Alentejo, erinnert an reife Pflaumen und Schokolade, die Frucht kann ins fast schon kitschig-bonbonhafte abgleiten.

Die Regionen:
Die Weinregionen Portugals sind in den letzten Jahren mehrfach neu klassifiziert worden, man orientiert sich sehr stark am französischen AOC/VdP-System, analog hier DOC/VR.

Die wichtigsten DOC-Anbaugebiete (von Norden nach Süden):

Minho, ganz im Nordwesten gelegen, als DOC-Weine sind klassifiziert der Klassiker Vinho Verde aus verschiedenen Rebsorten, es gibt aber seit einiger Zeit auch reinsortige Alvarinhos.

Douro und Porto, der östliche Teil des Duoro-Tals, früher kamen von den Schieferterrassen des Douro nur die weltbekannten Portweine, seit einigen Jahren macht aber gerade dieses Gebiet mit grandiosen Rotweinen auf sich aufmerksam, gilt heute auch international als spannendste Rotweinregion Portugals.

Dao, früher die renommierteste Rotweinregion Portugals. Westlich an den Ausläufern der Serra Estrella gelegen, kühleres Klima als am Douro, die Weine sind meist etwas schlanker, feiner in den Aromen, bei ähnlicher Rebzusammensetzung. Trotz einiger aufstrebender, sehr guter Erzeuger (z.B. Alvaro Castros Quinta de Saes und Quinta da Pellada) im Moment vielleicht die am wenigsten dynamische Region Portugals.

Barraida, hier dominiert die rote Baga-Rebe. Zeigt in der Jugend eine kräftige Säure und sehr feste Tannine, weshalb die Weine viel Zeit für die Reife benötigen, was den Vergleich mit großen Piemonteser Barolo nahe legt.

Ribatejo, (Achtung es gibt auch eine VR Ribatejo) ursprünglich eher für Ackerbau und Pferdezucht berühmte Region, in den letzten Jahren verschiebt sich der Weinbau aus der Schwemmlandebene des Tejo hin zu den höher gelegenen und kargeren Hügeln, was sicher zu einer Steigerung der Weinqualität führen wird.

die VR-Region Estremadura beinhaltet 8 DOC-Gebiete, die wichtigsten 3 sind Bucelas mit seinem Weißwein aus der Arinto-Traube, Colares ganz an der Küste gelegen mit Rebstöcken die auf sandigen Dünen gedeihen und dank dessen nie ein Reblausproblem kennen gelernt haben (da Nahe zu Lissabon gelegen, wird dieses Gebiet aber leider durch die Ausweitung von Bauland immer stärker in seinem Bestand gefährdet) und Alenquer, das in den letzten Jahren einen starken Aufschwung erlebt hat. Hier finden sich ähnlich wie auch im Ribatejo neben den authochtonen Rebsorten Portugals auch internationale Sorten, wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Chardonnay.

Palmela und Setubal im Südosten von Lissabon, besonders berühmt der Moscatel de Setubal, der zusammen mit dem Port, dem Carcavelos und dem Madeira, das edle Quartett der weltberühmten verstärkten Süßweine Portugals bildet.

Alentejo mit seinen 8 Subzonen, Portalegre, Borba, Redondo, Evora, Reguengos, Granja-Amareleja, Vidiguera und Moura. Die großen Vorteile des Alentejo sind sein trockenes Klima, das zur Erntezeit so gut wie immer Regenfreiheit garantiert und seine kargen Böden aus Schiefer, Granit und Quarziten, die zur Massenproduktion gar nicht geeignet sind. Sein warmes, trockenes Klima und die im Gegensatz zum sonstigen Portugal stehenden Großgrundbesitzungen gaben dem Alentejo auch seine Bezeichnung als „Neue Welt“ Portugals. Gleichwohl findet man hier auch Jahrtausende alte Weinbautraditionen wie den Ausbau der Weine in großen Tonamphoren (siehe auch Tinto da Talha der Quinta Roquevale)!

Der Portwein und seine Typen:

Der Portwein gehört zu den legendären großen Weinen der Welt, der schon seit Jahrhunderten eine internationale Bedeutung hat. Dies zeigt sich auch an den vielen internationalen Portweinhandelshäusern, die auch heute noch am klassischen Ort, auf der anderen Flussseite von Porto, in Villa Nova do Gaia ansässig sind.
War es früher notwendig den Portwein dort auszubauen, ist es seit den 1980er Jahren auch erlaubt, sogenante Single-Quinta-Ports auf den Weingütern selbst zu erzeugen.

Der internationale Erfolg des Portwein begann mit dem Ende des 100jährigen Kriegs zwischen England und Frankreich und dem Verlust der Region Bordeaux für England. Auf der Suche nach Ersatz kam man auf den Port. Die Engländer, aber auch Holländer, Deutsche und Dänen, investierten recht bald in eigene Handelshäuser in Villa Nova do Gaia, was man auch heute noch an den vielen englischen Namen der großen Portweinerzeuger feststellen kann. Mit dem Erfolg des Ports gab es recht bald auch „billige“ Kopien und allgemein Qualitätsmängel. Um diesen zu begegnen, schuf der König von Portugal, Marquis de Pombal, 1756 die Klassifikation der Region unterteilt in 6 Klassen von A bis F inklusive der erlaubten Rebsorten. Damit besitzt die Portweinregion die älteste, dauerhaft gültige Klassifikation der Weinwelt, 99 Jahre vor der offiziellen Klassifikation in Bordeaux!

Die Portwein-Typen:
Grob kann man erst einmal drei Typen unterscheiden, weißen Port, der meist trocken ist, Ruby- oder Vintage-Art und die Tawny-Art.

Der weiße Port:
meist trocken ausgebaut, also mit relativ wenig Alkohol verstärkt, wird leicht gekühlt getrunken. Pur ein sehr schöner Aperitiv oder mit Eis, Tonicwater und einem Schuss Zitrone erfrischend im Sommer. Erinnert ein klein wenig an trockene, weiße Sherry.

Die Ruby-Typen:
Nur zwei bis drei Jahre im Fass ausgebaut, meist ein Verschnitt aus mehreren Jahrgängen, wirkt eher weinig, fruchtig, sehr dunkel in der Farbe. Stand-alone oder als Aperitiv gut geeignet, aber auch in Kombination mit Desserts oder zu würzigen Gerichten Gänseleber oder Käse.

Die Topqualität dieses Typus stellt der Vintage-Port dar. Dieser stammt nur aus einem Jahr, muss vom Portweininstitut abgenommen (sensorische Beurteilung) werden und gehört sicher zu den ganz großen Weinen der Welt! Ausgebaut wird er normalerweise 2 Jahre im großen Holzfass oder im Tank. Verbindet dichte Frucht mit vollem Körper und mineralischer Eleganz. Gute Vintage-Port brauchen sehr lange, um sich voll zu entwickeln. In den besten Jahren kann ein Vintage schon einmal 15/20 Jahre benötigen, um voll auszureifen. Allerbeste Jahrgänge begeistern sogar noch nach 100 und mehr Jahren. Damit ist der Vintage-Port auch der ideale Jubiläumswein.

Etwas zwischen Ruby und Tawny stehen die LBV(Late bottled Vintage) und die Finest Reserve. Diese zeigen noch eine kräftige Frucht, auch die Farbe ist noch sehr dunkel, durch den längeren Ausbau (4 bis 6 Jahre), sind sie aber schneller trinkreif als die Vintage-Ports. Gute LBV können eine interessante, preisgünstigere Alternative zum Vintage sein. Als Jahrgangsports können auch diese einen Jahrgang repräsentieren.

Die Finest-Reserve-Ports sind eine Cuvee verschiedener Jahrgänge von LBV-Ports, sind somit eher als Markenprodukt zu sehen. Ähnlich dem Champagner sollen sie den Stil des Hauses zeigen und eine konstante Qualität beweisen.

Die Tawny-Typen:
Das sind Portweine, die durch die Reife im kleinen Holzfass geprägt sind. Die einfachsten Typen sind durchschnittlich drei Jahre alt und fast immer Jahrgangsverschnitte. Die einfachen Tawnies sind heute der Aperitiv in Frankreich, die „Grande Nation“ ist auch der größte Abnehmer für Portwein.

Die nächste Qualitätsstufe sind die Fine Tawnies. Diese können schon feinere Aromen zeigen, hier finden sich auch schon spürbarere Reifenoten, Nuss- und Karamelltöne. Die Fine Tawnies sind meist 5 bis 6 Jahre im Fass gelegen.

Tawnies mit Altersangabe, 10, 20, 30 und 40 jährige sind üblich immer Cuvees aus verschiedenen Jahren, das arithmetische Mittel entspricht der Altersangabe. Die gereiften Tawnies erfreuen sich in der letzten Zeit wieder einer höheren Wertschätzung, zum Glück für die Winzer und zum Leidwesen für den Verbraucher sind damit die Preise in den letzten Jahren relativ stark gestiegen. Wenn man aber die Qualität dieser Weine sieht, sind sie immer noch relativ günstig.

Der König der Tawnies und neben den Vintage-Ports sicher die edelsten Ports, sind die Colheitas. Wie die Vintage sind dies auch Jahrgangsports, im Gegensatz zu diesen aber im Fass gereift. Minimum sind 8 Jahre, es gibt aber auch sehr viel ältere! Ein gereifter Colheita lebt im Gegensatz zum Vintage nicht so sehr von der Frucht sondern sehr viel stärker von den Reifearomen, den Sekundär- und Tertiäraromen. Hier findet man Tabak, Heu, Gewürznelken, …. enorm Komplex und Tiefgründig, auch eher fein und elegant!

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