K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for the ‘K&M Essen & Trinken’ Category

Restauranttipps, Rezepte von unseren Weinproben und vieles aus der kulinarischen Welt.

Decouverte en Valle du Rhône Tag 3 – Chateauneuf du Pape 2007

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 21 März 2009

Palais du Pape am frühen Abend

Palais du Pape am frühen Abend

wenn schon der Weinpapst Robert Parker den 2007er Jahrgang an der Rhône zum „besten, was ich seit 30 Jahren Journalistentätigkeit probiert habe“ tituliert, geht man schon mit etwas voreingenommener Meinung an die Verkosting heran. Schon einmal hat er den 2003er in den höchsten Tönen gelobt, herausgekommen aber sind zum Teil kaum trinkbare, alkoholische Marmeladenmonster. Dieses mal jedoch wurde ich nicht enttäuscht.

Palais du Pape in Avignon

Palais du Pape in Avignon

98 Weingüter waren im Salle de la Grande Audience im Palais du Pape zu Avignon anwesend und etwa 150 verkostete Weine verschafften mir einen recht deutlichen Überblick, was von diesem Jahrgang zu halten ist: für mich ein enormer, ja grandioser Jahrgang. Solch komplexe, vor Frucht und Extrakt strotzende Weine aus Ch9 du Pape sind mir einem solch jungen Stadium bisher noch nicht untergekommen. Frische, klare, keines wegs überreife Frucht, sehr gut integrierter, hoher Alkohol (14.5-15,5), saftige Säure, hochfeines und reifes Tannin, sehr gute Konzentration, in diesem jugendlichen Stadium bereits mit einer herausragenden Balance ausgestattet, die Weine sind natürlich zum Teil noch gar nicht auf der Flasche, aber alle Faktoren zusammen bereiten schon viel Trinkspaß. Natürlich gab es auch einige Weine, deren Winzer es leider nicht geschafft haben, dieses Geschenk der Natur in die Flasche umzusetzten, schade drum. Aber der Großteil hat fantastische Weine mit enormen Lagerpotential vinifiziert, leider sind die Preise nachwievor nicht am fallen, vorrausschauend werden Sie eher steigen.

Hier meine Top-Weine aus dieser Verkostung, einen Preis/Leistungskracher außerhalb dieser Probe haben wir auch bei einem Weingutsbesuch entdeckt, den verrate ich aber erst, wenn es feststeht, ob wir dieses Weingut aufnehmen.

TOP:
Domaine de la Vieille Julienne / Orange
2007 Chateauneuf du Pape (Faßprobe, n.n.i.Verkauf)
Eher von dunkler, kräftiger Farbe. Welch ein Konzentrat an Komplexität und Frische,dazu schon jetzt enorm balanciert, hochelegant mit enormer Nachhaltigkeit, dabei herrliches Spiel von Frucht und Säure, enorme Persistenz,bereitet schon jetzt viel Vergnügen. 94/100 Pkt. Preis ????

Domaine de Marcoux / Chateauneuf du Pape
2007 Chateauneuf du Pape (Faßprobe, n.n.i.Verkauf) wunderbarer Chateauneuf du Pape im klassisch-traditionellen Stil. Im Duft viel reife, helle Beeren, dazu herrliche Grenache-Würze, Noten von Kräutern. Am Gaumen im letzten Drittel druckvoll und mit einer grandiosen Länge ausgestattet. So muss Chateauneuf in Perfektion sein. Da ich aber nicht in die Zukunft schauen kann gebe ich auch hier 94/100 Pkt

Das waren für mich die beiden Weine, die noch einen Schritt über den anderen verkosteten Exemplaren des Jahrgangs 2007 stehen.

Weitere sehr gute, über dem Schnitt stehende 2007er Chateauneuf:
Domaine la Baroche
Domaine La Bastide Saint Dominique
Domaine de la Font de Michelle
Domaine La Milliere
Domaine Charvin
Domaine Pierre André
Domaine Clos Saint Michel

Wenig anfangen kann ich nachwievor mit den hochgehandelten Weinen von Clos Saint Jean. Combe des Fous und Deus Ex Machina sind mir zu konzentriert und anstrengend im Trunk. Auch wenn Sie dieses Jahr die 100 Parker-Punkte bekommen werden – da bin ich mir fast sicher – so sind sie nicht meine Lieblinge auf dieser Veranstaltung gewesen.

Hier noch einige Impressionen aus den Weinbergen um Chateauneuf du Pape

Schwierige Weinbergarbeit in Chateauneuf

Dicke Kiesel, toll für den Wein, Schwerstarbeit für den Winzer

Chateau La Nerthe

Chateau La Nerthe

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noch ist nichts zu sehen vom 2009er

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Decouverte en Valle du Rhône 2009 – Tag 1

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 20 März 2009

Sonntag, 15. März 2009
Die Anreise nach Avignon geht über freie Autobahnen und gänzlich stressfrei in geplanten 6 Stunden – perfekter geht es gar nicht. Selbst der Espresso auf der Raststätte an der Autobahn hat geschmeckt. Außer uns waren nur wenige Menschen unterwegs, die sich ebenfalls ganz den lukullischen Entdeckungen verschrieben haben – wie z. Bsp. Wolfram Siebeck in seinem silberfarbenen Mercedes Kombi mit Offenburger Kennzeichen, der eine Raststätte vor uns Pause eingelegt hat. Wir konnten ihn leider nicht nach seinem Ziel fragen – er hatte unseren „Silberflitzer“ einfach überholt…

Ausgerüstet mit dem Stadtplan von unserem kleinen, aber angenehm ausgestatteten Hotel am Rande des Centrums

Hotel Saint Roche in Avignon

Hotel Saint Roche in Avignon

(vor der Stadtmauer, in der Nähe des Bahnhofs) und einer Empfehlung für das sonntägliche Abendessen machten wir uns um 18:00 Uhr auf den Weg zur Registrierung. Bis dahin hatten wir bereits einige Restaurants und Lokalitäten „abgecheckt“ mussten aber feststellen, dass außer den Chinesen, Italienern und den Touri-Hungrigen Kneipen vor dem Hotel de Ville kaum ein ansprechendes Etablissement Sonntag-Abend die Pforten öffnet.

Und so kamen wir zu unserer allerersten Entdeckung (Dècouverte) für diese Tour:

Restaurant Le Petit Bedon in Avignon 2009

Restaurant Le Petit Bedon in Avignon 2009

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Le Petit Bedon in der Rue Joseph Vernet.
Ein junger engagierter Maître und sein 2-köpfiges Küchenteam bereiteten sich darauf vor, verwöhnte Gäste mit eine unprätentiösen, authentischen Küche zu begeistern! Der Eingang bereits auf der Straße einladend mit frischen Tischdecken, Pflanzen und warmer Beleuchtung gestaltet, erwarten den Gast ein schmales Restaurant mit maximal 25 Sitzplätzen, zurückhaltend stilvoll eingedeckt.
Wir haben das einfache 3-Gang-Menü gewählt und uns zur Vorspeise für Stockfisch im Blätterteig an Salat sowie überbackenen Ziegenkäse mit Salat entschieden. Der Hauptgang setzte sich aus einem in Folie auf Gemüse und Estragon gegarten Rotbarsch, Reis und Prinzessbohnen zusammen, und einem Marmite von Hühnchen, mit Kartoffeln, Pilzen und Prinzessböhnchen.

Zum Dessert gönnten wir uns Bananen-Crumble mit Vanilleeisund dreierlei geschichtetes Mousse au Chocolat und Hippenblatt. Als Weinbegleitung für unser Menü hatten wir uns einen 2006er Cotes du Rhone Vilage Cairanne „La Reserve“ von Weingut Camille Caryran ausgesucht. Angenehme Frucht, deutliche aber gut eingepasste Säure machten ihn zu einem angenehmen Trinkgenossen. Cafe rundete das ganze ab – und die Rechnung hat uns mit 76 Euro nicht erschreckt. Sehr empfehlenswert – wir kommen gerne wieder.

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Jacobsmuschel, Ananas, & Wein, das schmeckt fein!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 4 Februar 2009

Immer wieder hört man, Ananas und Wein gingen nicht, die Literatur, zumindest die in meiner Küche vorhandene, sieht das auch so und in dem ein oder anderen versierten Internetforum wird zwar nicht gerade davor gewarnt, aber meist wird einem abgeraten, es auszuprobieren, ähnlich wie bei Grünkohl und Pinkel, wo angeblich nur ein Bier passt. Nun, letztere Kombination konnte ich bisher noch nicht ausprobieren, denn laut Aussage eines Kunden bekommt man den besten Grünkohl nur nördlich von Hannover. Angesichts der zu erwartenden Kilmaveränderungen wird sich das wohl auch nicht in naher Zukunft nach Süden verschieben.

Aber zurück zum Ananas. Nach 7-tägiger Lagerung in der Küche war ich der Meinung: der muß weg! Aber was machen. Ananas alleine, wenig lustvoll, zumindest war sie nach dem Putzen geschmacklich vollreif und saftig-süß, Dessert, nee. Vage erinnerte ich mich an ein Rezept von Harald Wohlfahrt im Feinschmecker. Da hat er eine vollreife Ananas auf einer Aufschnittmaschine in hauchdünne Scheiben geschnitten und mit Vanillestange und irgendwas, an das ich mich nicht mehr erinnere, ergänzt.

Jacobsmuscheln schoß es mir durch den Kopf, bei meinem Besuch beim Jamie Oliver Dinner hier in Frankfurt gabs die ja mariniert! Genau, dass soll es ein. Jetzt fehlte nur noch das bindende, die Marinade: Sojasauce, Honig, Ingwer, Chili, Limonensaft. Das könnte passen!

Die Muscheln hab ich dann ganz kurz von beiden Seiten scharf angebraten und etwas „ruhiggestellt“, dann einen Teller mit einem hauchdünnen Film von BESTEM OLIVENÖL DOLCIOLIO VON GIACHI eingepinselt, die Ananasscheiben nett drappiert, mit etwas Vanillezucker aromatisiert und mit dem Bunsenbrenner leicht karamellisiert, dann die in hauchdünne Scheiben geschnittenen Jacobsmuscheln nett angerichtet und mit der Marinade beträufelt. Frische Pfeffermühle und ganz wenig crispy Flor de Sal oben drauf und fertig war das Gericht.

Als Wein wurde ein ein 2007er Grauburgunder ** trocken von Alexander Laible ausgesucht und er passte wunderbar, auch dank seiner Kraft, vorallem aber durch seiner innere Harmonie und den leicht karamelligen Tönen vom Holzeinsatz.

Es geht also doch!

Gerne nehme ich Tipps entgegen, wo man in Frankfurt gscheiten Grünkohl und gute Pinkelwurst bekommt, dann teste ich das auch mal. Und Labskaus, wäre doch gelacht, wenn es auf unserem Globus nicht einen Wein gibt, der es mit dieser Hamburger Spezialität aufnimmt!

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Das Jamie Oliver Dinner in Frankfurt – so war´s

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 19 Januar 2009

Kompliment! Seit November 2008 fällt einem beim Gang zu Fuß oder bei der Fahrt mit der Tram durch Frankfurt eines auf. An fast jeder Ecke, die noch nicht von Konzertankündigungen und Wahlaufforderungen zuplakatiert ist, prangt jenes Plakat:

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Interessieren würde mich schon, wieviele Menschen diesen Jamie Oliver eigentlich kennen, geschweige denn überhaupt wissen, was er denn so treibt. Er ist zwar seit mehr als 2 (?) Jahren in einem Spartensender Dauergast in deutschen Wohnzimmern, aber der durchschnittliche Deutsche kauft nun mal Samstags morgen wie jeder gute Bürger ein, was wohl die Programmmacher quotentechnisch dazu bewogen hat, die Folgen nun direkt nach dem sonntäglichen Mittagessen und vor dem Nachmittagskaffee zu zeigen. Könnte nun ein Problem für die kulinarischen Werbespots werden, sonntags kann man nun mal außer an der Tanke nicht einkaufen und ob es da die vorgestellten Zutaten gibt….

Na ja, genug abgeschweift, eine Mitarbeiterin des Dinners fand in unserem Laden 2 Flaschen Sauvignon Blanc von Jürgen Pfirmann aus Landau und Philippe Gilbert aus Menetou-Salon, wir kamen ins Gespräch, sie machte mir ein unwiderstehliches Angebot und am nächsten Abend saß ich dann mit meiner Frau an der Frankfurter Messe in jenem Zelt, bei dessem morgendlichen Anblick aus der Tram ich mich immer fragte: was und in welchem Niveau wird da gekocht und wie schauts da drin aus?

Gut, sehr gut, möbeltechnisch ein geräumiger Vorraum mit hippen Stehtischen, Bar, einem Pressezelt mit Bodygard, dahinter gab der Namensgeber der Veranstaltung in gewohnt fröhlich, aufgeweckter Art Interviews für FFH etc. Den Rasierapparat hatte er wohl in Hamburg bei Kerner liegengelassen, wo er einen Tag zuvor hinter der Bobbele geschädgigten Sandy-Meyer Wölden nur die 2. Geige spielte.

Wir entschieden uns gegen 19:45 Uhr für den Gang an den Tisch, beste Sicht am Kopf der Bühne, wobei man von allen Plätzen einen uneingeschränkt gute Sicht hatte. Kurz danach ging es auch schon los. Schlag 8 eröffnete Moderator und Entertainer Kai Eikermann die Show mit „Welcome, Jamie Oliver“

In der Tat, Jamie Oliver war da und nahm sich sage und schreibe gefühlte 30 Sekunden Zeit, seine Gäste zu begüßen und ihnen zu danken, dass sie trotz des Schmuddelwetters gekommen waren. Ich schätze, es waren etwa 350 Personen im maximal 500 Personen fassenden, gut geheizten Zelt anwsesend. So schnell er auf der Bühne war, so schnell war er leider auch wieder verschwunden, fand ich etwas schade.

Kurz darauf schmetterte die stimmgewaltige Ingrid Arthur (Ex-Weather-Girl) schon ihr erstes Lied und die Vorstellung begann.

Ich möchte jetzt nicht einzeln auf die Darbietungen eingehen, es war ein wunderbarer Mix aus z.B. Kraftakrobatik der Cesar Twins, tolle Tennisball-Akrobatik der beiden Äthiopier Melaku Lissanu und seine Partnerin Tseday Assefa Beyene. Enorm beeindruckend die „Verbiegungen“ der Schlangenfrau Nataliya Vasylyuk. So beeindruckend, dass die weiblichen Tischnachbarn nicht mehr hinschauen konnten.

Igor Boutorine, Hula-Hoop-Reifen-Künstler, zeigte in Perfektion mit unzähligen Ringen an Händen und Füßen Akrobatikelemente wie Saltos, Drehungen und Handstand. Und das alles mit einer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit, die beeindruckte.

Akrobatik auf dem Rad, mal auf der Bühne, mal mit Power im weiten Rund des Zeltes zeigte Dave Blundell aus Liverpool.

Heimlicher Star des Abends war der sensationelle Kai Eikermann, der in verschieden Rollen die Leute zum herzhaften Lachen brachte. Ob als schüchterner, toupettragender Stripper, als ghanaischer Handyverkäufer oder in einzigartiger Perfektion als Getränkeautomat, als Meister Propper mit Akkuschrauber oder als Terminator Arnie Schwarzenegger.

Dazwischen sorgten die Skating Willers, die kurzfristig für einen kranken Artisten einsprangen, für waghalsige Rollschuhartistik auf kleinestem Raum. Auf einer nur 2 Meter großen Plattform zeigten sie halsbrecherische Figuren.

Für´s Gemüt zuständig war Nata Galkina mit ihrer Fuß-Jonglage, sehr einfühlsam dargeboten.

Die meisten Auftritte hatten die Cesar Twins, hier ein Ausschnitt.

Zu Essen gab es natürlich auch, die Gerichte wurde zwischen den einzelnen Darbietungen vom emsigen Serviceteam in Hochgeschwindigkeit im weiten Rund aufgetischt:

Jakobsmuschel mariniert mit japanischer Yuzu-Limone mit knusprigem Ingwer und Shiso-Kresse
Sehr schöne Kombination, butterzarte Jakobsmuscheln, hauchdünn geschnitten, geschmacklich sehr fein und intensiv, im Wechsel Limone, Öl, dann wieder zarte, grasige Töne mit dem i-Tüpfelchen der getrockneten Ingwerscheibe, die diesen Gesamtgeschmacksmoment perfekt abrundete.

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Safran-Risotto mit Meeresfrüchten (Miesmuscheln, Scampi, Zanderschnitte kross, Tintenfisch)
Sehr schöne Konsistenz und Farbe, geschmacklich etwas überwürzt (zuviel Salz) Zander war toll crispy.

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Rinderfilet im Kräuter-Parmaschinken-Mantel, mit geschmortem Gemüse und Kartoffel-Oliven-Püree
Toller Fleischgeschmack, zarter Schinkenton, bissfeste Karotten in 3erlei Varianten, leider fehlten die Oliven im Püree. Ausreichende Menge. Gute Sauce.

rinderfilet

Schokoladen-Tarte mit Sauerrahmeis, Vanille-Pannacotta mit karamellisierten Clementinen, „New York Vanilla Cheesecake“, in Rotwein marinierte Birnen und Quitten

Erfrischend, aromatisch, fruchtig, perfekt!

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Dazu tranken wir vom Johannishof den 2007er Riesling trocken „Mineral“, ein lebendiger, säurebetonter Riesling mit viel Saft und pikant würzigen Fruchtnoten. Ein herzhafter ausgewogener Riesling, erfrischend und mit viel Charme.

Gegen 23.30 Uhr war diese gelungene Veranstaltung dann vorbei.

Das Finale in einm kleinen Ausschnitt:

Weitere Infos auf http://www.jamie-s.com

Bildquelle Menüfotos: © David Loftus

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Weinduell: Riesling gegen Riesling zu Muscheln

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 13 Januar 2009

Eigentlich war ja eine Touriga Nacional Probe angesagt, aber beim Blick auf die Fischtheke lachten mich ca. 1 kg Miesmuscheln an. Kurzer Anruf zu Hause, ob denn die entsprechenden Indegrenzien in der abonnierten Gemüsekiste vorhanden sind und schwupps übergab mir lächelnd die Verkäuferin den Sack Muscheln.
Die Zubereitung war dann recht einfach: den Muscheln ein ausgiebiges Bad inkl. Wäsche in lauwarmem Wasser gönnen, zwischendurch Zwiebeln, Karotten einigermaßen kleinwürfelig schneiden, in einem Topf in heißem Dolciolio von Giachi etwas Kreuzkümmel kurz anschmurgeln, dann die Karotten und Zwiebeln dazugeben, sanft weiterschmurgeln, etwas Mehl und Tomatenmark mitzschwitzen lassen, mit Vanillezucker kurz karamellisieren und mit original fränkischem Müller-Thurgau (wegen der nichtvorhandenen Säure) eines VDP-Winzers (nur wo Qualität drin ist, kommt auch Qualität raus) aus Überbeständen ablöschen. Safran in Fäden nach Belieben zufügen. Nun den kaum (11,5%) vorhandenen Alkohol im Wein mittels Reduktion verdampfen lassen (Einstellung 12 am Herd = volle Kanne) und kurz vor dem Anhängen der homogenen Masse die gewaschenen Muscheln hinzufügen, Herd weiter auf 12 belassen, die Muscheln einmal durchrühren und dann den Deckel auf den Topf geben. 5 Minuten unter zeitweiligem Schütteln des Topfes die Muscheln kochen, dann die Temperatur zurücknehmen und 5 Minuten oder bis sich die Schalen geöffnet haben nur noch leise simmern. Der austretende Saft der Muscheln verflüssigt nun die Karotten-Zwiebel-Mischung zu einer leichten Flüssigkeit. Wer will, kann mit einer ganzen Chilischote noch zusätzlich Pikanz in das Gericht einbringen. Zum Schluß mit Pfeffer und Flor de Sal würzen. Im Topf am Tisch mit Baguette servieren. Nix dazu, auch wenn Belgier Pommes dazu essen.

Wichtiger Tip, der Leben retten kann: sollten sich Muscheln unter der Hitzeeinwirkung im Topf nicht geöffnet haben, bitte nicht essen.

Und nun zu den Weinen, ich hatte Lust auf Riesling, (hab ich fast immer) also wurden folgende, glücklicherweise kühl liegende Kreszenzen geöfffnet.

2007 Riesling Qualitätswein Gelblack trocken 0,375l
Weingut Schloß Johannisberg / Rheingau / 13% Alk.
Gelbfruchtiger Steinobstduft mit einem Toch Kräuternoten unterlegt, zarte Rosenblätternoten. Am Gaumen straffe, zitronige Säure, Hauch Exotik mit kurzem limonigem Nachhall. Frischer Ansatz, zart-salzige Mineralik, hefige Würze, gegen Ende wieder zarte, kräutrige Waldmeisternoten mit einem Hauch Restsüße, gewisse Strenge, kurz. Gesamtfazit: rassig-saftiger Riesling, sicher ein guter, einfacher Solo-Riesling, zu den Muscheln leider nicht passend. 81/100 Pkt.

Der Gegenspieler kommt aus Franken:
2007 Riesling Spätlese trocken „Clees“
Weingut Baldauf / Ramsthal
12,5% Alk.; Restzucker; 7,7g / l; Gesamtsäure: 7,7g / l.; 9,50 € ab Hof

Jede Menge Lametta an der traditionellen Bocksbeutelflasche, Goldener Preis der DLG Bundesweinprämierung und Gold bei der fränkischen Weinprämierung. Viel Vorschußlorbeeren also, mir ist das Weingut namentlich nicht bekannt, der Wein war ein Geschenk an meine Barbara und wurde nun seiner Bestimmung zugeführt.

Deutlich mehr „Stoff“ am Gaumen, dezent kandierte Noten, Zitrus , dezent süßlich, mit der Zeit deutlicher wahrnehmbar, Säure gut integriert, leider schwingt ein phenolisch-bitterer Unterton mit, der den Wein stumpf erscheinen läßt. Passabler Nachhall. Macht alleine wenig Spaß, passte aber wahrscheinlich aufgrund seiner Süße (Vanillezucker und Karotten) besser zu den Muscheln. 80/100 Pkt.

Vielleicht hätte ich doch den Müller-Thurgau des VDP-Winzers trinken sollen…..

Und morgen gehts zum Jamie Oliver-Dinner!!!! Bericht folgt!
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„Le nouveau Alsace est arrivée – entdecke das neue Elsaß“

Posted by Bernd Klingenbrunn - Samstag, 22 November 2008

Bei der Jahrgangsprobe Anfang September 2008 im Weingut Breuer zu Rüdesheim präsentierte Marc Kreidenweiss, Winzer aus Andlau im Elsaß, seine Weine, zwar nicht im direkten Vergleich mit den Rheingauer Unikaten – aber er blieb selbst ein Unikat, denn so singulär die Breuer´schen Weine sind, so einzigartig ist die unbestritten hohe Qualität – nicht nur der Kreidenweis´schen Weine – im Elsaß.

Die letzte Elsaß-Probe des alten Rhein-Main-Stammtisch lag nun nun auch schon fast 4 Jahre zurück, auch im einschlägig bekannten Handel – ein, zwei Alibiweine im Regal – ist es in den vergangenen Jahren sehr still geworden um die traditionsreiche Weinregion – zumindest hier bei uns in Deutschland.

Wer aber meint, dass Elsaß sei in seiner Tradition erstarrt und wenig innovativ, der irrt gewaltig. Die Region ist nachwievor in vielen Sachen im Weinbereich Vorreiter. Stichwort Biodynamik, hier ist die Hochburg, nirgendwo sind auf so engen Raum so viele innovative Winzer versammelt. Jean-Michel Deiss, Marc Kreidenweiss, Odile Weber, Valentin Zusslin, Martine & Etienne Sipp, Silvie Spielmann, Jean-Luc Schaerlinger , Albert Mann, Trimbach, Domaine Faller und, und und.

Gründe genug also, zu einem Weinabend in den Räumlichkeiten bei K&M Gutsweine einzuladen, der 13 Weinfreundinnen und Weinfreunde gefolgt sind.

Weine zum Rhein-Main-Stammtisch Ort: K&M Gutsweine Thema: Elsass Datum:21.11.2008

2005 Cremant d´Alsace AOC brut 12%
Pinot Auxerrois, Pinot Blanc Domaine Odile Weber / Eguisheim / Preis ab Weingut: 8,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Odile Weber bewirtschaftet rund um Eguisheim gut 4,5 Hektar seit 2004 biodynamisch, allerdings nicht konsequent nach der Steinerschen Theorie, denn “das wäre zu zeitaufwändig”, sie ist ja schließlich auch noch Mutter von ihren Kindern und auch als Reikipädagogin tätig (sprich: Ree-Kii) eine sehr alte Heilmethode, die universelle Energien dem Körper zur Selbstheilung zur Verfügung stellt. Der Boden ist eine Mischung aus Lehm und Kreide, der hohe Anteil der Kreide im Boden gibt dem Wein seine Mineral- und Zitrusfruchtnoten. Aber auch der Gewürztraminer Grand Cru profitiert von diesen Gegebenheiten.

Degustationsnotiz Armin:
Weniger ein Sekt, der durch frische Frucht begeistert, hier schmeckt man eher würzige Aromen, auch Kräutertee, Kamille, dazu Weißbrot, dezent Birne ud Waldmeister. Auch etwas Marzipan oder Kirschkern. Schwingt würzig aus, nachhaltig. Perlage könnte etwas feiner sein.

Nachverkostung 22.11.2008 Bernd
Nachwievor wie auch schon am Abend geäußert feine Perlage, cremig, würzig. Auch 2 Kunden fanden diesen Cremant sehr schön.

2007 Sylvaner AOC Domaine Odile Weber 12,5%
Preis ab Weingut 4,75 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Die Weinberge von Odile Weber – geschützt durch die Ausläufer der Vogesen -, befinden sich auf einem Kalk/Tonboden. Sie werden seit 1992 biologisch bewirtschaftet, seit 2004 wird die biologisch-dynamische Anbauweise praktiziert. Die Weinbereitung erfolgt sehr natürlich, ohne Enzyme, mit wenig oder gar keiner Chaptilisation, ohne synthetische Stabilisatoren. Schwefel wird geringer eingesetzt als im konventionellen Bereich üblich. Auf dem Etikett ihrer Weine ist die seltene zierliche Weinbergtulpe abgebildet.. Diese Sylvaner Rebstöcke wurden 1992 gepflanzt

Degustationsnotiz Armin:
Präsentierte sich zuerst recht blumig (süßliche Blütendüfte), duftig, fast aber auch schwül, orientalisch, exotisch. Die Frucht erinnert an Aprikose. Mit Luft und Zeit wird der Wein aber immer eleganter. spannend.

Nachverkostung 24.11.2008 Bernd
wunderbarer floraler Duft, auch reifes Steinobst, auf der Zunge kräftig und konzentriert, gegen Ende Vanille, etwas exotisch, endet etwas auf einer Art rauhen Tanninstruktur. Wunderbares Preis/Genuß-Verhältnis!

2003 „S“(poren) de Hugel Hugel et Fils 13%
Preis ab Weingut 11,92 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Cuvée aus Riesling, Gewürztraminer, Muskat, Pinot Gris
Das Weingut und Handelshaus ist seit dem Jahre 1639 in Familienbesitz und war schon im 18. und 19. Jahrhundert für seine Weine berühmt. Im Jahre 1902 wurde von Frédéric Emile Hugel der heutige Hauptsitz in Riquewihr gegründet, wobei das Gebäude vom Erzkonkurrenten Trimbach gekauft wurde. Heute wird das Familien-Unternehmen von Jean-Philippe und Etienne Hugel geleitet, Marc Hugel ist Kellermeister. Die Weingärten umfassen 25 Hektar Rebfläche, davon rund die Hälfte in den Grands Crus Schoenenbourg und Sporen. Jean Hugel war Verfechter und Initiator des Grand Cru Systems. „ 500 Jahre lang war der Sporen ein Stück Land von fünf Hektaren. Hätte man nun diese Lage für die Grand-cru-Appellation auf 18 Hektaren festgelegt, hätte ich das als Kompromiss akzeptieren können. Doch nun umfasst der Grand-cru-Sporen über 50 Hektaren. So hat man den Sporen richtiggehend massakriert!» schimpft er. Hugel verwendet daher nicht die AC Alsace Grand Cru (die Lagenamen erscheinen nicht auf dem am Etikett, sondern vermarktet die Weine unter der AC Alsace. Die Weinberge sind zum Großteil mit Riesling und Gewürztraminer (je 40%), sowie Pinot Gris und Pinot Noir bestockt. Es wird naturnaher Weinbau praktiziert. 9g Restzucker.

Degustationsnotiz Armin:
Rieslingnase, eher geradlinig, Citrus (sehr guter Limoncello) Sehr schön harmonisch, balanciert. Zum Abgang feine Bitternote, Citruszesten. In sich sehr stimmiger Wein.

Nachverkostung 24.11.2008 Bernd
2003er Schwere kommt jetzt deutlicher durch, leichte Bitternoten, abgebaut, warme Ausstrahlung, sollte ausgtrunken werden.

2007 Riesling Andlau AOC Marc Kreydenweiss 13%
Preis ab Weingut 12,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Marc Kreydenweiss ist ein überzeugter Anhänger des biodynamischen Weinbaus. Entgegen dem modischen Trend, der die elsässischen Weine immer süßer werden lässt, setzt er auf wirklich trockene, mineralische Weine. Der “Andlau” ist der kleine Riesling der Domaine. Er wächst auf flach gelegenen Grauschieferböden zu Füßen des Grand Cru Wiebelsberg. Gärung und Ausbau in großen Fässern. Weniger als 2g Restzucker

Degustationsnotiz Armin:
Schöne goldgelbe Farbe, sehr fein und elegant in der Nase, Grapefruit, Zitrone. Packende, straffe Säure. Muss man sicher mögen. Für mich aber absolut reife Säure, deshalb durchaus bekömmlich. Auch der Geschmack von Grapefruitfleisch und den Häuten. Sicher ein Wein, der polarisiert, mir (Armin)machte er sehr viel Spaß. Mit nur 2gr RZ richtig trocken. (Erinnerte mich ein klein wenig an den Zechpeter von Minges)

2004 Riesling “Geisberg” Grand Cru André Kientzler (keine Homepage) 13%
Adresse: 50, route de Bergheim Ribeauvillé
Bezug: Boutique Vini (Riquewihr) 26,90 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
45 Jahre alten Reben stehen auf kalkhaltigen Böden mit guter Drainage; André Kientzler, vom Gault Millau zum König des Riesling ernannt, bewirtschaftet die 10 ha große Domäne in Ribeauvillé. Diese Ortschaft im Herzen des Elsaß verfügt über ausgezeichnete Gr. Cru-Lagen, wobei dem nach Süden exponierten, in Terassen angelegten Geisberg die erste Stelle gebührt. Aus diesem Weinberg gewinnt André Kientzler wahrlich große Rieslinge. Es sind sehr klare Weine voller Finesse, die einige Jahre Reife benötigen. Gault Millau, Vin 2006 S. 78: ****(*) (= herrausragende) Domäne :„… A. Kientzler liebt klare und ausgewogene Weine, ..dem Terroir verpflichtet, erlangt der Riesling Geisberg eine unglaubliche Finesse…

Degustationsnotiz Armin:
Irgendwie erinnerte mich dieser Wein in der Nase sofort an meine ersten Elsaß-Reisen vor 15 Jahren. Intensiv, kraftvoll, eher exotische Früchte, Mango, Maracuja, ein Hauch von ACE-Saft. Erstschlucksüße,(Gerhard) schöne cremige Textur, endet eher trocken. Sehr gelungen.

2003 Riesling „Zinnkoepflé“ Grand Cru Dom. Schlegel-Boeglin (Keine Webseite)13%
Adresse: 22 A, Rue d’Orschwihr, 68250 WESTHALTEN
Preis ab Weingut 18 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Der Muschelkalk des Zinnkoepflé, gepaart mit sehr niedrigen Niederschlägen (270 mm während der Vegetationszeit dank des besonderen Schutzes durch die Petit und Grand Ballon), ergibt Weine mit einem großen Bukett, würzig und feurig, besonders beim Gewürztraminer. Paradoxerweise gedeiht der Riesling ganz fein und in diskreter Harmonie.

Degustationsnotiz Armin:
Zuerst Petrol in der Nase, aber noch schön (wenn es zuviel wird mag ich das einfach nicht), eher mineralisch, herbe Noten in der Nase, die mineralischen Noten wiederholen sich auch im Mund, hier zeigt er aber eher eine dezente Süße, die aber wirklich gut eingebunden ist. Sehe ich eher als Essensbegleiter, vielleicht zu thailändisch inspirierter Küche.

2005 Riesling „Kastelberg“ Grand Cru Marc Kreydenweiss 12,5%
Preis ab Weingut 40,00 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Ca. 4g RZ, schwarzer Schieferboden, Gärung und Ausbau in großen Fässern. nicht chaptalisiert, eine im Elsaß sonst übliche Praxis. Über zehn Jahre lang produzierte Kreydenweiss brave Durchschnittsweine und lebte gut damit, bevor er ab 1983 konsequent auf Qualität setzte. Neunzig Prozent der alten Stammkunden mochten diesen Kurswechsel nicht und sprangen ab. Das brachte am Anfang Probleme, doch inzwischen sind seine Weine rar wie noch nie. Und der 58 jährige aus Andlau ist neben André Ostertag die zweite grosse Winzerpersönlichkeit im Unterelsass, von dem wichtige Impulse ausgegangen sind. Er arbeitet streng biodynamisch nach der Philosophie von Rudolf Steiner und beweist, dass man auch in einer nördlich gelegenen Weinbauregion wie dem Elsass ohne Pestizide, Herbizide oder Fungizide auskommen kann. Ertragsbeschränkung auf 400 g pro Quadratmeter. Alte Lagen, die wegen ihres enormen Gefälles längst aufgegeben wurden, kaufte und bepflanzte er mit alten Selektionen von Riesling- und Pinot-Gris-Stöcken.

Degustationsnotiz Armin:
Der erste Eindruck, Wurstküche, dann feine Birnennoten, viel Kräuter, herb, Thymian, schwarze Johannisbeere, sehr fest, straff, sehnig, definiert. Prägnant, dunkle Aromatik, auch Noten von Lakritz. Sehr spannend, sehr komplex, entwickelt sich von Minute zu Minute weiter. Großer Wein.

2005 Riesling Rangen de Thann Grand Cru Dom. Martin Schaetzel (keine Webseite)13,5%
Adresse: 3 rue de la Ve-Division-Blindée, 68770 Ammerschwihr
Bezugsquelle: Boutique Vini (Riquewihr) 28,90 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
COUP DE CŒUR ** GUIDE HACHETTE 2008; 8,2g Restzucker; Jean Schaetzel, Winzer von 13 ha Reben in Ammerschwihr, erzeugt seine Trauben seit 1980 biologisch. Im Kampf gegen den falschen Mehltau störte ihn dabei der hohe Einsatz von Kupfer. So stieß er auf die Ideen der Biodynamik und versucht seitdem ein natürliches Gleichgewicht im Weinberg zu erreichen. Seit 1998 ist er als biodynamischer Betrieb (Demeter) zertifiziert, der Einsatz von Kupfer ist auf deutlich unter 2 kg/ha gedrückt. Wichtigstes Ziel der Weinbergsarbeit ist ein aktives Bodenleben mit Mikro-Organismen, Bakterien und Kleinlebewesen, denn diese schließen den Wurzeln Nährstoffe und Mineralien auf. Bei der Dauerbegrünung wird auf Vielfalt wert gelegt, auch darauf, dass sie gezügelt wird. Zweimal jährlich wird der Boden umgebrochen, damit genügend Sauerstoff in den Boden gelangt. Zur gezielten Düngung wird biologischer Kompost eingesetzt, der ein Gemeinschaftsprodukt von 10 Winzern ist. Das gezügelte Wachstum der Reben wird begleitet durch Maßnahmen zur Erhöhung ihrer Widerstandsfähigkeit. Dazu gehört das Ausbringen von Pflanzenextrakten und das Besprengen mit dynamisiertem Wasser in homöopathischen Mengen (10 Ltr/ha). Was anfänglich im Dorf belächelt wurde, hat inzwischen zu sechs biodynamisch arbeitenden Nachahmern geführt. So unspektakulär Jean Schaetzel seine Weinbergsarbeit verrichtet, so einfach ist auch seine Arbeit im Keller. Wichtig sind ihm die sehr schonende Pressung der Trauben, die spontane Gärung (ohne besondere Temperatur-kontrolle) und eine monatelange Reifung der Weine auf der vollen Hefe im Holzfass.

Degustationsnotiz Armin:
Hochfarben, auch in der Nase deutliche Botrytisanmutung, Typ: trockene Botrytisauslese. Karamell, bitter, würzig, barock. Braucht auch Zeit und Luft, dann kommt etwas Frucht, reifer Pfirsich und Pfirsichschale. So etwas muss man mögen. Sicher spannend, aber doch eher nicht trinkanimierend. Interessant, dass die Botrytisbitternis doch insgesamt gut eingebunden ist, auch der Alkohol.

Nachverkostung 25.11.2008 Bernd
Im Duft Honig und etwas Bienenwachs. Am Gaumen dicht, komplex, Süße, etwas Pfirsichnoten, im Hintergrund stramme, noch recht dominante Säure, die der Süße die Breite nimmt, sehr dicht und dennoch frisch und nicht schwerfällig. Keine Alkoholdominanz, der Wein ist immer noch top in Schuss und zeigt eher eine Rundung denn einen Abbau. Typ Essenswein.

2005 Riesling Rangen „Clos Saint-Theobald“ Grand Cru Domaine Schoffit (keine Webseite) 13,2%
Bezugsquelle: Boutique Vini (Riquewihr) 28,90 €
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Bis zu 68 Grad Hangneigung hat der Grand Cru „RANGEN“ in den Gemeinden Thann und Vieux-Thann, der einzige Weinberg im Elsaß mit ausschließlich vulkanischem Boden in ausschließlich südlicher Ausrichtung. Innerhalb des RANGEN besitzt Bernard Schoffit 4 Hekar des legendären Weingarten „CLOS SAINT-THEOBALD“, der die Domaine Schoffit berühmt gemacht hat. Ganztraubenpressung, Spontanvergärung, behutsame, geringe Filtration, organische Düngung sind die Eckpfeiler für große Weine. 9 g RZ (Restzucker) 91/100 Punkte Steven Tanzer: Ripe aromas of butter, lichee and smoked meat, complicated by earthy and salty nuances. Sweet, dense and concentrated but given shape by firm, juicy acidity. At once full and lively, with a powerful mineral underpinning. There’s something almost gewurztraminer-like in the wine’s spiced meat and saline elements, yet this comes across as quite elegant. A soil-driven, very deep riesling with a very long finish.

Degustationsnotiz Armin:
„Deutscher Touch“, viel mehr Primärfrucht als bei allen anderen, Steinobst, saftig, dicht, fokussierte Säure aber auch viel Süße, mir ist die Süße etwas zu vordergründig. Liegenlassen.

Nachverkostung 5.11.2008 Bernd
Zu Beginn auch hier Süße spürbar, zunächst geht eine gute Säure und eine Frische dagegen an, letztendlich aber kommt der Wein dann doch eher wieder mit einem etwas dominaten Süßeschwänzchen daher, auch Kräuternoten kommen nun durch. Im Vergleich zum Wein davor deutlich „leichtgewichtiger“, dennoch mit Nachhaltigkeit und Druck. Wirkt auf mich etwas unruhig, hat für mein Gefühl noch deutliches Entwicklungspotential, schöne Mineralik. Gewinnt im Mund. Braucht Zeit: 2010-2018

2004 Burg (Niveau Premier Cru) Cuvée Dom. Marcel Deiss 12%
Preis ab Weingut: 33,00 €
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Cuvée aus 13 lokalen Rebsorten: Terroir – das gerade in Frankreich bis zur Ermüdung beigefügte Zauberwort für alles was sich Wein nennen darf – nimmt der JM Deiss so ernst, dass es für ihn nur folgerichtig war, dem heute üblichen rebsortenreinen Wein abzuschwören, da zu allererst der BERG und nicht die Rebe zu zeigen habe, was in ihr steckt. Nicht die Rebe sei unique, sondern der Weinberg. Das heißt: in seinen Topplagen wächst Riesling neben Grauburgunder neben Pinot Noir, neben Muskateller, neben Rot, neben Weiß. „Genau so, wie es früher immer und überall war. In Burgund, in Bordeaux, an der Loire und in Deutschland genauso“, ereifert sich Deiss. Die Bergheimer Lage „BURG“ ist durch eine mergelige Toarcium-Unterflur gekennzeichnet. Tonmergelschichten mit stellenweise kalkhaltigen & fossilienreichen Knollen bilden einen schweren und tiefgründigen Lehmboden. Dank der Topographie (mittlere, südl. ausgerichtete Hangneigung von 10-20%, Schutz durch die Vogesenwälder) entstehen kräftige, komplexe und langlebige Weine.

Degustationsnotiz Armin:
Wirkt in der Nase sehr sanft, fast zart, Honigmelone und Lagerapfel, Honig, Kerne von Steinobst, dann auch reife Aprikose. Zeigt auf solch spektakulär elegante Art seine Kraft und seinen enormen Druck, dass das mehr als beeindruckt. Nicht den Hauch von Alterung und Reife. Unglaublich stimmig, wirkt fast alterslos. Genial.

2005 Pino Gris “Clos Rebberg” AOC Marc Kreydenweiss 14%
Preis ab Weingut: 14,30 €
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Die Rebstöcke stehen auf Schieferböden inmitten den oberen und unteren Terrassen des Rebberg, Feuersteinnoten gelten als charakteristische Noten, am Gaumen präsentiert sich der Wein elegant. Von einer neu erworbenen, extrem steilen, terrassierten, schwierig zu bearbeitenden Lage der Domaine (die Neigung dieses großartigen Terroirs reicht bis zu 80 Prozent) 4g Restzucker

Degustationsnotiz Armin:
Noten von Vanille und Birne, auch wieder elegant und sanft. Anklänge von Bienenwachs, sehr cremige Textur, wunderschöner Trinkfluß. Klasse.

Nachverkostung 26.11.2008 Bernd
Hat sich vollkommen geöffnet, wunderbar saftig am Gaumen, italienischer Backstubenduft (Crema Pasticceria!) Tolle Perfomance, unglaublich trinkig und mit der richtigen Dosis an Kraft ausgestattet, im Hintergrund zarte Kräuternoten, ewig lang. Ganz Großer Wein! 94-96/100 Pkt.

Es folgten zwei große Töpfe mit selbstgemachtem Baeckeoffe, einem traditionellen Elsäßer Eintopfgericht, das Rezept wurde dem Kochbuch der Auberge de L´Ill entnommen.
Haeberlin, Paul ; Haeberlin, Jean-Pierre, Meisterküche im Elsass, die Auberge de l`Ill, ISBN: 3430137438 )

Nach dieser Stärkung ging es nun an die etwas schwereren Kaliber!

2005 Pino Gris Cuvée Ste.Catherine „Clos de Capucins“ Grand Cru Domaine Weinbach 14%
Bezugsquelle: Behringer (Mannheim) 30,00 €
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Das 1612 gegründete Weingut liegt am Fuß des majestätischen Schlossberges im Steingarten des ehemaligen Kapuzinerklosters. Die Mönche bauten hier bereits seit dem Jahre 890 Wein an und verliehen dem Weingut seinen Namen, nach dem kleinen Bach, der durch den Steingarten fließt. Während der französischen Revolution wurde das Kloster säkularisiert und verkauft. Seit 1898 ist es im Besitz der Familie Faller und wird seit 1979 von Colette Faller und Ihren Töchtern Catherine und Laurence geführt. Das Weingut erstreckt sich über 27 Hektar im Tal und an den Hängen um Kaysersberg. Das trockene und warme Mikroklima von Colmar wird hier durch die Südlage der Weinberge und die vor Nordwinden schützenden Vogesengipfel verstärkt. Domaine Weinbach hat 1998 begonnen, auf ökologischen Weinbau umzustellen. Alle Lagen werden jetzt nach biodynamischer Methode bewirtschaftet. Es werden keine Pestizide oder Insektizide und kein Kunstdünger verwen-det. Eine ausschließlich von Hand durchgeführte, späte Weinlese, bei optimaler Reife der Trauben, ist die Voraussetzung für die sich später entwickelnden komplexen Aromen. Nach statischem Vorklären werden die Trauben ohne Zusatz von Hefe in alten, temperatur-kontrollierten Eichenfässern zu Wein verarbeitet. Auf die Verwendung von jungem Holz wird bewusst verzichtet, um die besondere Fruchtigkeit der Weine zu bewahren. Die jährliche Produktion liegt nur bei 10.000 bis 12000 Kisten Wein, wovon fast die Hälfte vom Schlossberg stammt. 90 Parker, 92 Winespectator-Punkte, Finesse und Eleganz, stoffiger Aromatik, charaktervoller Kraft ist der Fingerabdruck diess Weines, dessen Lage als erste im Elsass den Status eines Grand Cru erhielt. ca. 11g RZ

Degustationsnotiz Armin:
Nach dem Essen erst einmal etwas schwierig, hier gab es wieder die Erstschlucksüße, dann aber fast schon salzige Mineralität. Voluninös, körperreicher Wein, wirkt aber nicht fett. Sicher mit keinem deutschen Grauburgunder zu vergleichen.

1999 Pino Gris „Sonnenglanz“ Grand Cru Domaine Bott-Geyl 13,5%
Preis ab Weingut Mai 2002 15,40 €
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Nach seinen Lehr- und Wanderjahren, die ihn neben Stationen in Südafrika und Australien auch zum burgundischen Kultwinzer Dominique Lafon geführt haben, übernahm Jean-Christoph Bott 1993 das elterliche Gut in Beblenheim und entwickelte sich schnell zu einem der großen Geheimtipps des Elsass. Das Weingut umfasst heute rund 13 Hektar überwiegend biologisch bewirtschafteter Weinberge, darunter auch Parzellen in vier Grand-Cru-Lagen. Niedrige Erträge, sorgfältige Weinbergsarbeit, schonende Ganztraubenpressung und langsame Vergärung lassen im Bott’schen Keller Weine von ausnehmender Komplexität und Persönlichkeit entstehen. Reichhaltige Pinot Gris, mineralische Rieslinge und markante Gewürztraminer werden hier gleichermaßen geschätzt und zeugen von der umfassenden Qualitätsphilosophie von Jean-Christoph Bott. / Parker 21.12.2001 90/100 Punkte

Degustationsnotiz Bernd Mai 2002:
Honig; Steinobst; Quitten; herrlich unterstützende Süsse. Kräftig, aber nicht plump Laaaaaaannnng.90+

Degustationsnotiz Armin:
Sojasauce, Marille, Lagerapfel, auch etwas Orange, selbstverständliche, elegante Kraft ohne vordergründige Sperenzchen. Tolle Harmonie, sehr lang.

2005 Gewürztraminer Schweigener Sonnenberg Spätlese trocken Weingut Jülg 14,5%
Preis ab Weingut (ausverkauft) 9 €
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Selektion der gesündesten Trauben, z.T. von französischer Gemarkung des Sonnenbergs. 18 Monate Hefelager. Sieger des Gwürztraminer – Tests im Feinschmecker 3-2007: „Mit deutlichem Abstand gewinnt Werner Jülgs opulente Spätlese aus den Schweigener Sonnenberg, der die Südpfalz mit dem Elsaß verbindet. Die faszinierend natürlich anmutende Frucht und der entspannte Fluss dieses vollmundigen und angenehm cremigen Weins sind nahezu einzigartig. Allen Juroren fiel es schwer, sich von dem Sieger mit seinem animierenden Reichtum zu trennen“

Degustationsnotiz Armin:
Wie hatte uns dieser Wein Mitte 2007 begeistert, dermaßen saftig habe ich noch keinen GT erlebt. Heute dagegen kam doch der Alkohol und die Bitternoten etwas deutlich zum tragen, so machte er einfach nicht soviel Spaß, aber zugegeben nach dem grandiosen „Sonnenglanz“ war es sicher nicht einfach.

2005 Gewürztraminer Pfersigberg Grand Cru Domaine Odile Weber 13,5%
Preis ab Weingut 10,50 €
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Die Grand Cru Lage ist von lehmig-kalkmergelhaltigen Böden geprägt. Er ergibt kräftige, opulente Weine, die perfekt für den Gewürztraminer sind Die Palette der Aromen reicht von Rosen und den Blättern, Blumen, Muskat, Quitten, exotischen Früchten (Litschi) , Zitronenverbene und Gewürze. Potential ab Ernte von 7 bis 10 Jahren.

Degustationsnotiz Armin:
Jetzt wurde es doch wieder deutlich frischer, schöne animierende Frucht, Litschi und Stachelbeere auch etwas von Orangen, bzw. vielleicht sogar Orangeat, ganz am Schluß dann auch etwas würzig, bittere Noten. Nach ein paar Schlucken blieb die Bitterkeit etwas hängen, kleines Fragezeichen blieb so.

2000 Gewürztraminer „Steingrubler“ Grand Cru Domaine Albert Mann 13,6%
Preis ab Weingut (Mai 2002) 14 €
Weininfos / Bewertungen von Weinkritikern etc.
Der Name Steingrubler erinnert an die Sandgruben, die hier erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt sind. Der Weinberg „in der Steingrub“ wird erstmals 1487 erwähnt, und die Abtei von Marbach hatte hier zahlreiche Weinberge, die sich bereits seit Jahrhunderten besonderer Beliebtheit erfreuen. Der Steingrubler liegt bei Wettolsheim auf einem Südosthang in einer Höhe von 280 bis 350 Meter. Der Boden enthält Sand, Steine und Granitgeröll und ist ton- und kalkhaltig. Der obere Teil des Steingrublers, der sandiger ist, eignet sich besonders gut für den Riesling, der untere Teil, der reicher und kalkhaltiger ist, für den Gewürztraminer. Albert Manns Steingrubler Grands – Crus sind gute Lagerweine, haben eine klare, goldene Farbe und sind reich an fruchtigen Aromen. 94/100 Parker-Punkte, biodynamisch erzeugt.

Degustationsnotiz Armin:
Hier habe ich mir leider nicht mehr so viel notiert, der Wein war absolut Top, saftig, trinkig, da konnte man wunderbar reinschmecken, sich mit dem Wein beschäftigen, aber auch diesen einfach trinken. Zusammen mit dem Deiss vielleicht der beste Wein der Probe und ein würdiger Abschluss, bevor es dann ganz süß wurde.
Vielleicht hat ja der ein oder andere Teilnehmer hier noch genauere Notizen und stellt sie hier mit ein? Ich wollte einfach lieber genießen als notieren bei diesem Wein. Vielleicht auch nicht das schlechteste Fazit bei einem Wein.

Gemeinsam zum letzten Wein gab es dann eine selbstgemachte Tarte Tatin von Williamsbirnen.

2001 Gewürztraminer Pfersigberg Grand Cru Selection de Grains Nobles Domaine Odile Weber 13,5%
Preis ab Weingut: 32,00 €
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Die Grand Cru Lage ist von lehmig-kalkmergelhaltigen Böden geprägt. Er ergibt kräftige, opulente Weine, die perfekt für den Gewürztraminer sind Die Palette der Aromen reicht von Rosen und den Blättern, Blumen, Muskat, Quitten, exotischen Früchten (Litschi) , Zitronenverbene und Gewürze. Potential ab Ernte von 7 bis 10 Jahren.

Degustationsnotiz Armin:
Auch hier leider keine Notiz mehr auf meinem Zettel, war aber mit der Tarte ein wunderbarer Abschluss eines tollen Weinabends.

Der Dank geht an Bernd und Gerhard für eine sehr spannende Probe mit höchst eigenständigen Weinen. Interessant, die doch sehr unterschiedliche Charakteristik im Vergleich zu deutschen Weinen, viel weniger vordergründige Primäraromatik, oft sehr vielschichtig und auch hochklassig. Das Elsaß lohnt ganz sicher wieder eine Entdeckung!

Der Dank geht zurück!

Da von einigen Weinen noch ein paar Schlucke übrig geblieben sind – der ein oder andere Kandidat hätte sicher mit Luftzufuhr noch mehr Brillanz gezeigt – werden wir die ein oder andere Degunotiz nachlegen. Alle Beteiligten der Probe dürfen natürlich sehr gerne ihre Kommentare abgeben, unser Roland hat das auf seinem immer wieder gern gelesenen Blog bereits getan.

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Kunst & Schmuck, Tango (schuhe) und natürlich…Essen & Wein….was kann das Leben so schön sein!

Posted by Bernd Klingenbrunn - Dienstag, 19 August 2008

 Sommerfest

 

 Kommen und genießen Sie den Sommertag auf der Straße des guten Geschmacks

Samstag, den 23.08.2008 ab 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr (mindestens)


Zusammen mit unseren Nachbarn,
„artrent“ (Vermietung & Verkauf von moderner Kunst), „El Zapatito“ (original argentinische Tangoschuhe, exklusive Designerschuhe von „Comme il faut“) wandeln wir die Hamburger Allee zur Straße des guten Geschmacks.

 

 

artrent (Vermietung & Verkauf von moderner Kunst) stellt sich vor, mit Bildern von Brigid Ibell und Schmuck von Hilke Donges.

www.artrent-soeffing.de (Dr. Stefanie Söffing)

  

El Zapatito (original argentinische Tangoschuhe, exklusive Designerschuhe von „Comme il faut“) zeigt her ihre Schuhe.

www.el-zapatito.com (Marion Stephan-Beuchert)

 

NEU EINGETROFFEN:

K&M GutsWeine präsentiert die wunderbaren roten 2006er Burgunder unserer „Entdeckung des Jahres 2007“, der
Domaine Michel Martin von der Cote d´Or. Dazu bieten wir Ihnen – neben weiteren Angeboten – unseren Rosé des Jahres 2008 „Esprit de Grain 2007 aus dem südfranzösischen Corbieres zu einem unwiderstehlichen Sommerfest-Preis an. Statt 6,40 EUR nur 5,40 EUR (6er Abnahme).

Aus der GutsWeinKüche bereiten wir für Sie kleine Schmankerl, nehmen Sie Platz an unserer Tafel und lassen Sie die Seele baumeln!

  www.gutsweine.com (Bernd Klingenbrunn & Armin Maurer)

Lassen Sie sich bei unserem Sommer-Fest rundum – vom Auge, über Nase und Gaumen bis zum Fuß – verwöhnen.

Wir freuen uns auf Sie!

Stefanie Söffing, Marion Stephan-Beuchert sowie Bernd Klingenbrunn & Armin Maurer

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Schlemmen auf Schloß Eberstein in Gernsbach

Posted by Bernd Klingenbrunn - Freitag, 2 Mai 2008

2 Jahre hat es auf den Tag gedauert, bis ein von uns verschenkter Gutschein auf Schloß Eberstein in Gernsbach nun endlich einglöst wurde und es war ein rundum gelungener Abend.

Blick ins Tal:
Talblick

Das Menü war handwerklich wunderbar, auch von den Mengen war es ausreichend und wurde souverän und gut von den Damen und Herren im Service präsentiert.

Menü

Thunfisch
Thunfisch
Steinbutt
Steinbutt
Zweierlei Süppchen von Petersilie
Zweierlei Süppchen von der Petersilie mit Poulardenbäckchen
Maibock
Maibock
Dessert reguläres Menü
Dessért aus dem Schloß-Menü
Dessert Waldmeister
Dessert von Waldmeister, Champagner und Trauben aus dem Jeunes Restaurateur Menü

Insgesamt eine sehr schöne Atmosphäre mit herrlichem Blick über den Weinberg ins Murgtal nach Obertsrot. Das Menü begleiteten einmal ein 2006er Puligny-Montrachet 1er Cru „Clos du Cailleret“ – Monopole der Domaine Jean Chartron, der mit seiner kräftigen Art den teils kräftig gewürzten Gerichten viel Paroli bot und mit seiner herrlichen Frische Oberhand behielt. Jean Charton lernte ich im Juni 2007 auf der Vinexpo in Bordeaux kennen, die Weine haben mich damals schon sehr begeistert. (siehe Bericht hier)

Zum Maibock sollte es dann ein Rotwein aus heimischen Gefilden sein und da ich vergangenen Montag das große Vergnügen hatte, den „WILDENSTEIN 2005“ von Bernhard Huber zu probieren, wählten wir diesmal den etwas feineren 2004er Spätburgunder Alte Reben. Der Wein war groß, noch ein bischen jung, die Tannine noch nicht abgeschmolzen. Zum Maibock wäre aber ein etwas feinerer, nicht barriquebelasteter Roter von Huber sicher besser gewesen, aber erstens ist man hinterher immer schlauer und zweitens vielleicht mal ab und an auf die Sommeliere hören.

Zum Dessert gabs dann einen 2006er Saarburger Rausch Spätlese von Geltz-Zilliken, der ein schönes Säure-Süßespiel hatte und zum Dessert aus diversen Variationen von Waldmeister, Trauben und Champagner (ich hatte das Dessert gewechselt) gut passte.

Gerne kommen wir wieder!

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Die Winzer kommen nach Köln: Degustationsmenü am 16.03.08 mit Arndt Köbelin

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 3 März 2008

K&M und das Restaurant „Die Zeit der Kirschen“ präsentieren:

Frühlingserwachen mit dem Winzer Arndt Köbelin / Kaiserstuhl.

pict0321.jpg

Wo:
Restaurant Die Zeit der Kirschen
Venloer Str. 399
50825 Köln

Am Sonntag abend, den 16.03.2008 ab 19:00 Uhr wird Ihnen unsere Entdeckung vom Mai 2006, der Kaiserstühler Winzer Arndt Köbelin das Geheimnis seines kometenhaften Aufstieges in flüssiger Form und persönlich präsentieren.

Aperitif:
2007 Muskateller trocken
Die Rebsorte Muskateller kennt man bei uns eher von edelsüßen Varianten, dieser Kabinett von Arndt Köbelin ist dagegen herrlich knackig und erfrischend, gleichzeitig begeistert seine Duftigkeit, seine animierende Frucht. Allein die Nase mit Ihrer reifen Traubenfrucht lädt sofort zum ersten Schluck ein. Im Mund dann viel Eleganz, eine „crispy“ Säure, die dem Wein seine anregende Frische gibt, dazu eine Leichtigkeit, die beschwingt. Ein fröhlicher Tropfen, der niemals banal wirkt, ein perfekter Aperitif oder Frühlings- und Sommerwein. Badische Eleganz und Fröhlichkeit.

1. Gang: Champignonmousse auf Parmaschinken, mariniert mit feinstem Olivenöl und Zitrone
2007 Grauburgunder Kabinett trocken
Ein wundervoller Kaiserstühler Grauburgunder, schmelzig und dezent nussig am Gaumen. Die Frucht eher zurückhaltend, wir erkennen feine Noten von gelbem Apfel und reifer Birne. Wie wenige andere Winzer versteht es Arndt Köbelin, bei seinen Weinen die Kraft des Kaiserstuhls mit höchstmöglicher Eleganz zu verbinden.

2. Gang: „Risotto“ von Risoninudeln mit Safran, Calamaretti und Ruccola, Pesto von sonnengetrockneten Tomaten
2007 Rivaner Kabinett trocken
Im letzten Jahr der absolute Renner unseres Programms, animierend frisch, fruchtig, trinkig. Die Frucht erinnert an Citrusfrüchte und grünen Apfel. Ein wunderbar schöner Terrassenwein und unkomplizierter Essensbegleiter, der aber durchaus Charakter zeigt.

3. Gang: Roulade von der Entenkeule mit Backpflaumenfüllung, Wirsinggemüse und Honigkuchen-Semmelknödel
2006 Spätburgunder Rotwein *** trocken
Der Toprotwein, ausgebaut im kleinen Holzfass. Wunderbar feste Struktur, perfektes Tanningerüst, eingebunden in eine saftige, reife Frucht, Waldhimbeere und rote Kirschen. Enorm nachhaltig, schwingt am Gaumen sehr lang nach. Ein großer Pinot Noir.

4. Gang (Dessert): Mousse von roter Paprika, weisser Schokolade & Orange
2007 Gewürztraminer Weißwein Spätlese edelsüß
Feiner Rosenduft, würzige Noten und Süße harmonieren sehr schön. Ungemein nachhaltig, lang.

Kostenbeitrag: 49,- EUR inkl. Weinen. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltungen direkt im Restaurant „Die Zeit der Kirschen“ an. (Tel. 0221- 9541906)

Weitere Kontaktdaten des Restaurants, eine Wegbeschreibung und eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

Falls Sie sich dieses Menü ausdrucken möchten, bitte hier klicken, Sie benötigen zum Öfnnen den Adobe Acrobate Reader für pdf-Dateien.

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Die Winzer kommen nach Köln: Degustationsmenü am 15.03.08 mit Erwin Tinhof

Posted by Bernd Klingenbrunn - Montag, 3 März 2008

K&M und das Restaurant „Die Zeit der Kirschen“ präsentieren:

Frühlingserwachen mit dem Winzer Erwin Tinhof/Burgenland.

gutsweinprobe-240306-008.jpg

Wo:
Restaurant Die Zeit der Kirschen
Venloer Str. 399
50825 Köln

Am Samstag abend, den 15.03.2008 ab 19:00 Uhr wird´s fesch: mit seinem berühmten Schmäh wird Ihnen Erwin Tinhof seine authentischen, ungekünstelten Weine ausschließlich aus einheimischen Reben persönlich vorstellen.

Aperitif:
2006 Muskat trocken
wunderbar traubig, duftiger, eleganter Weißwein, intensives Bouquet, etwas Muskat, ein Strauß Wiesenblüten und Gewürze, saftig – verspielt, als Aperitif oder zur sommerlich-leichten Küche. „Einfach, pardon, saulecker!“

1. Gang: Champignonmousse auf Parmaschinken, mariniert mit feinstem Olivenöl und Zitrone
2006 Neuburger Weißwein trocken
Autochthone Sorte Österreichs, gehört zu den Burgundersorten. Gelbgrün strahlend, Aromen von Citrus und Ananas, zeigt Biss am Gaumen, im Abgang leicht erdig-würzige Noten. Toller Wein zum Essen!

2. Gang: „Risotto“ von Risoninudeln mit Safran, Calamaretti und Ruccola, Pesto von sonnengetrockneten Tomaten
2005 Leithaberg weiß, Cuvee von Weißburgunder und Neuburger
ausgebaut im kleinen Holzfass, enorm nachhaltig, verbindet Kraft, Eleganz und Fruchtigkeit. Großer Weißwein mit Potential! Der Premierenjahrgang 2004 hat auf Anhieb die Burgundertrophy des renommierten österreichischen Weinmagazins Falstaff gewonnen!

3. Gang: Roulade von der Entenkeule mit Backpflaumenfüllung, Wirsinggemüse und Honigkuchen-Semmelknödel
2004 Feuersteig (Rotwein) Cuvee vom Berg
Die besten Trauben vom Berg. Der „neue“ Feuersteig ist nun stärker vom St. Laurent geprägt (60%), dazu Zweigelt (30%) und Blaufränkisch (10%). In der Nase feine Noten von Marzipan, Mandeln, am Gaumen Fruchtsüße, Extrakt und perfekte Tanninstruktur. Ausbau für 13 Monate im kleinen Barrique (30% neues Holz). Kann reifen.

4. Gang (Dessert): Mousse von roter Paprika, weisser Schokolade & Orange
2001 Traminer Weißwein Beerenauslese
Eine Granate von Süßwein, sehr fest und dicht gewirkt, perfekte Balance von Kraft und Süße, schmelzig im Mund, schier unendlich!

Kostenbeitrag: 49,- EUR inkl. Weinen. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltungen direkt im Restaurant „Die Zeit der Kirschen“ an. (Tel. 0221- 9541906)

Weitere Kontaktdaten des Restaurants, eine Wegbeschreibung und eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

Falls Sie sich dieses Menü ausdrucken möchten bitte hier klicken, Sie benötigen zum Öfnnen den Adobe Acrobate Reader für pdf-Dateien.

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