K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Archive for 1. November 2006

1978er Château Poujeaux

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 1 November 2006

Da ich Château Poujeaux nun seit einigen Jahren sammle, bin ich durch ein zufälliges Gespräch auf der Frankfurter Weinbörse 2006 in den Besitz 3er Flaschen gekommen. Leider ohne Etikett, der Korken jedoch bestätigt das Jahr und auch die Quelle (ein Frankfurter Weinbar-Betreiber) ist seriös. Zuletzt habe ich den Wein im August 2003 im Restaurant Hessler zu Maintal getrunken, damals bekochte uns noch Katharina Hessler. Damals wie heute präsentierte sich der Wein in einem gereiften, aber keineswegs überreifen oder nicht mehr genussfähigem Zustand. Dekantieren war nicht nötig.

Château Poujeaux ist eines der bekannten Weingüter von Bordeaux. Es liegt in Moulis, westlich von Saint-Julien und ist als Cru Bourgeois eingestuft.

Lage und Weinbereitung
Die Anbaufläche beträgt 52 ha in einer zusammenhängenden Parzelle. Die Weinberge liegen auf der Kiessandkuppe der Gemarkung Poujeaux, die das beste Terroir der Appellation Moulis darstellt. Diese Kuppe entstand während der Günz-Eiszeit. Erzeugt wird ausschließlich Rotwein. Im Rebsatz überwiegen mit 50 % der Cabernet Sauvignon und mit 40% der Merlot. Jeweils 5% % entfallen auf Cabernet Franc und Petit Verdot. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei 30 Jahren, die Pflanzdichte ist mit 10.000 Stöcken je Hektar extrem hoch.

Die Weinbereitung folgt der klassischen Schule von Bordeaux mit vierwöchiger Maischegärung in Beton- und Edelstahlbehältern, malolaktischer Gärung und anschließendem 12 Monate dauerndem Ausbau in Barriquefässern, die jedes Jahr zur Hälfte erneuert werden. Die Jahresproduktion liegt bei ca. 300.000 Flaschen. Der Wein ist geschmeidig und harmonisch mit voller Frucht. Er entwickelt sich im Keller über mindestens zehn Jahre. Aufgrund seiner Qualität wird er allgemein den Grands Crus Classés gleichgestellt. Der Zweitwein trägt den Namen La Salle de Poujeaux.

Geschichte [Bearbeiten]
Die Rebflächen waren seit dem 16. Jahrhundert unter dem Namen Salles de Poujeaux bekannt und damals Teil von Château Latour. Im Jahr 1806 kaufte André Castaing, der seinen Reichtum im Handel mit den Antillen erworben hatte, den ausgedehnten Besitz namens Grand-Poujeaux. 1820 kam es zu einer ersten Erbteilung, aus der später auch das Château Chasse-Spleen hervorging. 1880 wurde der verbleibende Besitz in drei Teile geteilt. Ein Drittel erwarb im Jahr 1921 François Theil. Sein Sohn Jean übernahm ab 1957 die Verantwortung über das Gut. Ihm gelang es, die beiden anderen Drittel zu kaufen und den Weinberg wieder als Ganzes zu führen. 1981 übergab er Château Poujeaux an drei seiner Söhne. Im Jahr 1997 gründete die Familie Theil eine Aktiengesellschaft, die seitdem das Weingut verwaltet.

Im Jahr 1966 wurde Château Poujeaux als Cru Grand Bourgeois Exceptionnel klassifiziert, also Teil der Elite der Crus Bourgeois. 1991 und 1995 gewann der Wein von Poujeaux die Coupe des Crus Bourgeois. Die größten Jahrgänge der jüngeren Zeit sind 1982, 1990, 1995 und 1996.

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Big in Japan – Restaurant Lakan Frankfurt

Posted by Bernd Klingenbrunn - Mittwoch, 1 November 2006

Unweit der Messe Frankfurt und in der Nähe der Weinhandlung K&M Gutsweine im Frankfurter Stadtteil Bockenheim, eröffnete vor nicht allzu langer Zeit das Restaurant Lakan seine Pforten. Anfangs nur am Abend geöffnet, kann man mittlerweile auch nachmittags die Köstlichkeiten des Kochs genießen. Wir ließen uns vor Junior des Hauses zwar die Karte geben, aber dennoch überließen wir ihm die Auswahl der Speisen. 2-3 kleine Vorspeisen sollten es sein, danach Sushi und bei weiterem Appetit ein wenig Fleisch.

Die Vorspeisen wurden alsbald serviert. Begonnen haben wir mit einem:

Oktopus mariniert in Ponzusauce, garniert mit hauchdünn geschnittenem Rettich und Frühlingslauch. Der Oktopus war hauchdünn und mit schönem Biss, die Marinade leicht säuerlich, sehr frische Aromatik, einfach ein Genuß.

Weiter ging es nach einer kleinen Pause mit einem butterzarten, tiefroten Thunfisch als Carpaccio angerichtet, mit diversen, knackigen Salaten garniert. Der Thunfisch war butterzart und hatte einen tollen Eigengeschmack.

Als dritte Vorspeise wurde uns eine längs halbierte, gegrillte Aubergine serviert, dessen Fruchtfleisch längs und quer eingeritzt war und mit einer leicht süßlichen Sojapaste bestrichen war. Selten habe ich eine Aubergine mit so wenig Fett auf dem Teller gehabt. Das Fruchtfleisch schmeckte frisch und saftig, die Sojapaste war eine dezente geschmackliche Ergänzung zu der leichten Schärfe.

Sushi ist beim Japaner Pflicht. Unsere Sushi Rolle bestand aus einer in Tempurateig ausgebackenen Garnele, Radicchio-Salat und einer Saltgurkenstift. Beim Hineinbeißen gab es ein wunderschönes „Crunchy“ Geräusch, auch geschmacklich wunderbar intensiv und trotz des „Sattmachers“ Reis, der sehr locker gerollt war, war es wundervoll leicht.

So ganz war unsere Lust auf diese tolle Geschmacksküche noch nicht gestillt und wir beschlossen, noch etwas gegrilltes Iberico-Schwein in Form von kleinen Schnetzeln mit einer Schale Reis. War zwar ohne Sauce und daher vielleicht etwas trocken, aber das gegrillte Schwein hatte eine schöne Konsistenz und erinnerte geschmacklich etwas an Nüsse. Sehr gut!

Beachtlich auch die Auswahl an Süßkartoffel-Schnäpsen. Nicht weniger als 40 stehen auf der Karte zur Auswahl und da läßt man sich besten vom Junior beraten, denn es existiert da auch wohl eine besondere Kultur. Der wird nicht einfach so getrunken, was angesichts der 25% Alkohol auch nicht problematisch wäre, nein auf die Zubereitung kommt es an. Man kann wählen zwischen heißem Wasser, Sodawasser oder auf Eis. Der Junior mags auf Eis, also hab ich es so probiert und es schmeckte fruchtig frisch und leicht.

Inklusive je 2 Glas offenen Rotwein 2001 Sardasol Crianza der Bodega Virgen Blanca aus Navarra sowie einem fruchtigen 2005er Riesling trocken vom Weingut Jülg aus der Südpfalz berappten wir zu zweit knapp 70,- EURO, was wir aufgrund der dargebotenen Leistung als nicht so teuer empfunden haben. Für uns eine sehr authentische und gute japanische Küche mit sehr gutem Preis-Leisungsverhältnis. Auffallend, dass das Lokal fast nur von Einheimischen besucht war, was ja meist auch ein gutes Zeichen für eine gute Küche ist. Ich kenne es so aus diversen Toskana-Urlauben, wo wir nicht den Tipps der gängigen Führer gefolgt sind, sondern uns in weit abseits der Touristenströme gelegenen Straßen rumtrieben und dort meist auch mit heimischer Küche in purezza belohnt wurden.

Restaurant Lakan
Varrentrappstr. 57
60486 Frankfurt-Bockenheim
069-7722210

ACHTUNG!!!!!!!!!!!! Aus dem LAKAN wurde inzwischen das MIKAN, zudem sind sie in die Varrentrappstraße 47 umgezogen!

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