K&M Gutsweine – Die Weinhandlung in Frankfurt –

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Für die Toskana-Fraktion

Posted by Bernd Klingenbrunn - Donnerstag, 7 September 2006

Einige weitere Probeflaschen wurden ihrer Bestimmung zugeführt.

Der Vino Nobile der Tenuta Salcheto wurde gerade von der internen Kommission des Consorzio del Vino Nobile di Montepulciano neben vier weiteren Vertretern des Anbaugebietes zum offiziellen Botschafter der Qualität des Vino Nobile erklärt. Aus diesem Anlass werden hier die aktuellen Jahrgänge des überaus ansprechenden Rosso di Montepulciano, des Nobile di Montepulciano sowie dessen Spitenselektion „Salco“ vorgestellt.

Das Gut wurde bereits 1984 gegründet, begann aber erst im Jahre 1990 mit der Weinerzeugung. Nach dem Besitzerwechsel in 2003 entsteht im Augenblick eine nagelneue unterirdische Kellerei, in der Most und Weine ab dem folgenden Jahrgang auf 4 Ebenen nur noch per Falldruck bewegt werden und die genügend Kapazitäten aufbietet um auch die Erträge der Neuanlagen – die Ersten bringen gerade ihren Jungfernertrag und für 2004 und 2005 sind weitere Neupflanzugen geplant – zu verarbeiten.

Spezialität des Hauses ist der Vino Nobile „Salco“, benannt nach einem autochtonen Klon des Prugnolo Gentile aus einer alten, ursprünglich nur einen halben Hektar großen Anlage, der nach Massenselektion ab 1992 neu angepflanzt wurde. (Quelle: Wein-Plus.de)

2004 Chianti Colli Senesi DOCG
Az. Agr. Salcheto / Montepulciano
Cuvée aus Sangiovese ,Canaiolo und Mammolo
Verschluß: blauer Plastikstopfen

Dunkles Rot; viel Frucht, aber auch viel Säure. Bittere, ins Grüne tendierende Noten, aber nicht trocknend, eher warme Ausstrahlung. Im Geschmack etwas diffus, Kirsche, eindimensional.

2003 Rosso di Montepulciano DOC
Societá. Agr. Salcheto / Montepulciano
Cuvée aus Sangiovese, Canaiolo und Merlot
Verschluß: Naturkork

Dunkelrot; im Duft sehr pflaumige Noten, die Wärme des Jahres spürbar. Macht satt.

2002 Vino Nobile de Montepulciano DOCG
Az. Agr. Salcheto / Montepulciano
100% Prugnole Gentile (Sangiovese)
Verschluß: Naturkork

Gereiftes, eher helleres Rot; am Gaumen sehr holzwürzig und trocknend, Anklänge von ätherischen (Minz)-Noten, Säure spürbar, im letzten Drittel blitzen zarte Fruchtnoten hervor, ansonsten ist der Wein vom Holz dominiert, was ihn nicht unbedingt als besonders trinkfreudig erscheinen lässt, wirkt dadurch auch sehr streng.

Insgesamt eher eine durchwachsene Kollektion, bei der so richtig Trinkfreude nicht aufkommen will. Teil zu eindimensional ohne Spiel, teils sehr modern durch zuviel Holzeinsatz.

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